|

Sonstiges
| | | François Fillon plant Weiterbetrieb des AKW Fessenheim | Bernhard Schätzle (Stadtrat): „Wir sind entgeistert über diese
Ankündigung!“
Der umweltpolitische Sprecher erklärt weiter:
„Sowohl wegen der Aussagen der Ministerin Ségolèn Royal als auch des
Premierministers Hollande durften wir davon ausgehen, dass das älteste
und etwas in Verruf geratene Kraftwerk Fessenheim in absehbarer Zeit
stillgelegt wird.
Persönlich erklärte ich schon vor 10 Jahren als Landtagsabgeordneter
auf Anfrage von Präfekt Adrian Zeller, dass ich nach der baldigen
Stilllegung von Fessenheim hoffe, dass sich an selber Stelle ein
französisches Zentrum für regenerative Energien entwickeln möge, dem
sämtliches Knowhow und die Herzen unserer Region sicher wären.
Eine Laufzeitverlängerung des maroden Meilers können wir nicht
akzeptieren. Dass mit diesem Versprechen Wahlkampf gemacht wird, ist
erschreckend.“
Der französische Ex-Premier François Fillon ist aussichtsreicher
Bewerber der bürgerlichen Rechten im Kampf um die französische
Präsidentschaftskandidatur 2017. Nun hatte er im TV-Duell erklärt,
Fessenheim nicht schließen zu wollen, solange die Atomaufsicht
Frankreich nicht dazu zwingt. Stattdessen wolle er die Atomenergie
erneuern. Meiler aus dem Betrieb zu nehmen, sei „Verschwendung“. | | | | |
| | | | Karlsruhe: Ist das Vogelfutter frei von Ambrosiensamen? | Pflanze ist hochallergen / Bei Kauf auf Inhalt achten
Angesichts des nahenden Winters stehen bereits die ersten Vogelhäuschen und Futterspender in den Karlsruher Gärten. Viele Menschen greifen bei der Auswahl des Vogelfutters auf Mischungen zurück, die im Handel erhältlich sind. Diese können jedoch Samen der hochallergenen Ambrosie enthalten. Einige Hersteller sind sich der Problematik bewusst und kennzeichnen ihre Verpackungen mit einem entsprechenden Hinweis.
In Karlsruhe sind zwei Arten der Ambrosie vertreten: die Hohe Ambrosie und die Staudenambrosie. Vor allem erstere hält sich hartnäckig, weil sie als Samen überwintert und im späten Frühjahr auskeimt.
Der städtische Umwelt- und Arbeitsschutz versucht seit einigen Jahren mit Hilfe von Pflückaktionen und weiteren Bekämpfungsmaßnahmen die Verbreitung der Pflanze und ihrer hochallergenen Pollen zu vermeiden. Besonders wichtig ist es aber auch, die Verteilung der Ambrosiensamen in den Hausgärten einzuschränken. Beim Kauf von Vogelfuttermischungen sollte daher auf den Hinweis "frei von Ambrosiensamen" geachtet werden.
| Mehr | | | |
| | | | Schwarzbuch Bioenergie zeigt schädliche Folgen des Biomasse-Anbaus | Deutschland ist Teil des Problems
Der Anbau von Energiepflanzen befördert den Verlust wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen nicht nur in den Regenwäldern Indonesiens, sondern auch hier in Europa. Dies zeigt das heute vom NABU-Dachverband BirdLife International und der Umweltorganisation Transport & Environment in Brüssel vorgelegte Schwarzbuch Bioenergie. Anhand von acht weltweiten Beispielen, darunter sechs aus Europa, dokumentiert das Buch das enorme Ausmaß der Zerstörung. Beispiele von gerodeten Urwäldern in Finnland oder Kahlschlägen in der Slowakei belegen, dass der Energiepflanzen-Anbau selbst vor Schutzgebieten keinen Halt macht.
Auch Deutschland nimmt bei den dargestellten Negativ-Beispielen einen unrühmlichen Platz ein. Im Fokus der Kritik steht der regional dramatische Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. Wie negativ die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland verlaufen ist, zeigen konkrete Beispiele aus Niedersachsen. Das Bundesland ist besonders reich an Mooren, Feuchtwiesen und Grünland. Mittlerweile gibt es dort Landstriche, in denen Jahr für Jahr auf 60 bis 75 Prozent der Ackerfläche Mais in Intensivkultur wächst.
„Die besorgniserregende Entwicklung in Niedersachsen zeigt, dass Deutschland keineswegs das Vorzeigeland bei der nachhaltigen Nutzung von Biomasse ist. Die derzeitige Praxis konterkariert die selbstgesteckten Ziele der Bundesregierung beim Klimaschutz. Angesichts des Verlustes von wertvollen Lebensräumen durch den Biomasseanbau ist es absurd von ‚grüner Energie‘ zu sprechen. Klimaschutz paradox trifft es eher“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der Anbau von Mais auf Moorböden verursache mehr klimaschädliche Treibhausgase, als durch deren Ersatz von fossilen Energieträgern eingespart werden könne – bis zu über 40 Tonnen entweichen Jahr für Jahr aus einem Hektar Mooracker. Dies ist auch der Grund dafür, dass selbst das bundeseigene Deutsche Biomasseforschungszentrum schon im Jahr 2011 dieser Form der Biogasproduktion die Nachhaltigkeit abspricht.
Die negative Öko-Bilanz des Energiepflanzen-Anbaus beschränkt sich nicht nur auf die biologische Vielfalt und den Klimaschutz. Durch die zunehmend intensive Nutzung mit den damit einhergehenden Stickstoffmengen, welche als Gärreste und Gülle auf den Feldern landen, geht auch eine Gefahr für das Oberflächen- und Grundwasser einher. Schon heute werden an vielen Stellen Deutschlands die zulässigen Grenzwerte für gesundheitsschädliches Nitrat im Grundwasser überschritten. Deshalb hat die EU-Kommission Deutschland auch jüngst vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.
Der NABU und BirdLife International fordern von der EU-Kommission, die Ende November ihr Klima und Energiepaket 2030 vorlegen will, die Festschreibung von strengen Nachhaltigkeitskriterien für den Anbau und die Nutzung von Bioenergie, wie die Einführung einer Obergrenze für die energetische Nutzung von Biomasse. Birdlife hat errechnet, dass maximal 152 Millionen Tonnen nachhaltig produzierte Biomasse für 2030 energetisch zur Verfügung stehen. Außerdem muss sichergestellt werden, dass Bioenergie zukünftig so ressourcen- und energieeffizient wie möglich produziert wird. Dies könne das Kaskadenprinzip gewährleisten, bei dem die energetische Nutzung von Biomasse erst nach der wiederholten stofflichen Nutzung stattfindet. Des Weiteren müssen klare Effizienzwerte festgesetzt werden, die z.B. die ineffiziente Mit-Verbrennung von Holz in Kohlekraftwerken verhindern.
| Mehr | | | |
| | | | NABU: Weltweiter Klimaschutz trotz US-Wahl auf dem richtigen Weg | Bundesregierung setzt international Impulse, zu Hause muss Kohleausstieg kommen
Mit dem Foto-Appell "We will move ahead" - in Anspielung auf die US-Wahl - geht die Weltklimakonferenz (COP22) am heutigen Freitag in Marrakesch zu Ende. Der NABU zieht ein gemischtes Fazit: Entscheidende Fortschritte im Kampf gegen die Erderwärmung wurden erzielt, gleichzeitig bleiben ungeklärte Fragen.
NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Die Weltgemeinschaft ist hier in Marrakesch angetreten, die umjubelten Beschlüsse von Paris in konkreten Klimaschutz umzusetzen. Nach einem schmerzhaften Stolperer durch die US-Wahlen haben sich die Staaten letztlich wieder aufgerappelt. Am Ende ist umso größere Solidarität zu spüren. Es ist klar: Der Weg von Paris wird konsequent weiter verfolgt. Dieses Gefühl von Paris und Marrakesch macht Mut und Hoffnung für die kommenden Jahre."
Die Staatengemeinschaft habe gezeigt, dass sie Willens sei, das Momentum von Paris fortzusetzen. Dazu hat sie sich - als wichtigstes Ergebnis - auf einen konkreten Zeitplan geeinigt, mit dem das Pariser Klimaabkommen bis 2018 umgesetzt werden soll.
Mit Blick auf die Rolle Deutschlands bei den Verhandlungen sagte Tschimpke: „Die Bundesregierung hat gute Impulse gesetzt. Der deutsche Klimaschutzplan wurde als wichtiges Signal aufgenommen, auch wenn wir eigentlich mehr von ihm erwartet hätten. Nach wie vor fehlt uns hier das klare Bekenntnis der Bundesregierung zum Kohleausstieg. Denn nur mit ihm können die deutschen Klimaziele überhaupt erreicht werden." Dennoch sei es aus internationaler Sicht positiv, dass Deutschland als eines der ersten vier Länder eine solche langfristige Klimaschutzstrategie vorgelegt habe. Auch mit der Klimaschutz-Partnerschaft mit Entwicklungsländern sowie den Zusagen für weitere 50 Millionen Euro für den Anpassungsfonds habe Deutschland wichtige Schritte eingeleitet. Trotz einzelner positiver Impulse fehlten aber derzeit echte Schrittmacher auf dem Weg zur treibhausgasneutralen Zukunft.
„Dabei wäre es Zeit, dass das Tempo schnell angezogen wird. Es bleiben nur noch maximal fünf Jahre, um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, besser noch 1,5 Grad, zu begrenzen. Das Jahr 2016 wird aller Wahrscheinlichkeit wieder das wärmste Jahr seit Wetteraufzeichnung. Und wir stehen bereits bei einer Erderwärmung von rund 1,2 Grad Celsius."
Mit Blick auf die nächste Klimakonferenz, die im kommenden Jahr von der Republik Fidschi in Bonn ausgerichtet wird, sagte der NABU-Präsident: „Die kommende Konferenz hat Symbolkraft: Wenn die Weltgemeinschaft nicht genügend gegen den Klimawandel unternimmt, wird Fidschi untergehen. Deshalb müssen alle Staaten möglichst schnell ihre Klimaschutzambitionen steigern."
| Mehr | | | |
| | | | NABU begrüßt kritische Bestandsaufnahme bei Fehmarnsundbrücke | Hinterlandanbindung zur Fehmarnbeltquerung muss auf den Prüfstand
Der NABU begrüßt den heutigen Vor-Ort-Termin des Rechnungsprüfungsausschusses des Deutschen Bundestages am Fehmarnsund: Eine kritische Bestandsaufnahme zur Hinterlandanbindung der geplanten Fehmarnbeltquerung sei überfällig. Die Fehmarnsund-Brücke ist laut Deutscher Bahn statisch zu schwach, um den im Zuge der Fehmarnbeltquerung zu erwartenden Güterverkehr zu tragen. Das Bundesverkehrsministerium plant daher einen Neubau. Der NABU hatte bereits vor der Unterschrift unter den 2008 unterzeichneten Staatsvertrag zwischen Dänemark und Deutschland zum Projekt Fehmarn-Beltquerung mehrfach darauf hingewiesen, dass die Fehmarnsund-Querung als Teil einer deutschen Hinterlandanbindung dringend instand gesetzt werden müsse.
Mit einem Neubau sind nicht nur deutlich höhere Kosten von bis zu einer halben Milliarde Euro für ein alternatives Brückenbauwerk, sondern auch erhebliche Naturverluste verbunden. „Wäre die Fehmarnsund-Brücke von der Deutschen Bahn, die die Tauglichkeit der Brücke mehrfach untersucht und bestätigt hat, rechtzeitig instand gesetzt worden, müsste jetzt nicht noch eine komplett neue Brücke gebaut werden. Aber damals hätte die Deutsche Bahn die Sanierung zahlen müssen. Jetzt zahlt der Steuerzahler noch eine weitere Brücke mit zusätzlichen Belastungen für das sensible Ökosystem“, kritisierte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
Der NABU folgt daher der Einschätzung des Bundesrechnungshofes, dass vor allem die Deutsche Bahn eine rechtzeitige, jedoch kostspielige Sanierung der Brücke zu verantworten hat und fordert einen umfassenden Mängel-Bericht. Auch müssten die Hintergründe der nicht-erfolgten Sanierung genau geklärt werden. Die Bahn hatte jahrelang behauptet, keinerlei Hinweise zu finden, dass über die 1963 in Betrieb genommene Fehmarnsund-Brücke der künftige Bahngüterverkehr durch die Fehmarnbelt-Querung nicht erfolgen könnte. Das Bundesverkehrsministerium und die schleswig-holsteinische Landespolitik hatten als Reaktion auf die NABU-Kritik sowohl vor, als auch nach der Entscheidung im Deutschen Bundestag 2008, stets bestritten, dass Handlungsbedarf besteht und zukünftiger Bahngüterverkehr nicht über das in die Jahre gekommene Bauwerk am Fehmarnsund abgewickelt werden könnte.
„Die Küstenbereiche sind europäisch als FFH-Gebiete unter anderem wegen seltener Krötenarten geschützt und der Schweinswal schwimmt auch im Fehmarnsund. Je nach Art des Bauwerks gibt es zudem sehr wahrscheinlich deutlich veränderte Sedimentbewegungen mit erheblichen Auswirkungen auf die marine Lebensumwelt“, sagt Malte Siegert, Fehmarnbeltexperte des NABU.
Der NABU spricht sich gegen eine Fehmarnbeltquerung aus. Es fehle angesichts marginaler Verkehrsprognosen nachweislich der Bedarf und damit die infrastrukturelle Rechtfertigung, sowohl im Fehmarnbelt als auch im Fehmarnsund, einen solchen ökologischen Risiko-Eingriff durchzuführen. Mit einem Verzicht auf die Fehmarnbeltquerung erübrige sich auch ein Neubau der Sundbrücke.
„Bei der Gesamtplanung für beide Projekte sind deutliche Mängel zu erkennen, und die Kosten laufen noch vor dem ersten Spatenstich völlig aus dem Ruder. Wir werden nicht aufhören zu fordern, dass solche anachronistischen Groß-Projekte gestoppt werden“, so Siegert und verweist auf Artikel 22 des Staatsvertrages. Dieser bietet die Möglichkeit, aus dem Großprojekt Fehmarnbelt-Querung auszusteigen, wenn sich vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen massiv ändern. Nach aktuellen Berechnungen wird die Fehmarnbeltquerung mit den Hinterlandanbindungen in Dänemark und Deutschland mit rund zwölf Milliarden Euro doppelt so teuer wie ursprünglich geplant. Statt 2018 soll das Projekt frühestens 2028 fertig werden. | Mehr | | | |
| | | | Neue Pkw-Verbrauchsstandards für 2025 | Neue Studie bekräftigt Forderung
Schärfere CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab 2025 sind möglich mit geringen Kosten für Autoindustrie
Der NABU sieht sich aufgrund einer aktuellen Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) in seiner Forderung bestätigt, schnellstmöglich schärfere Verbrauchsgrenzwerte für Pkw auf den Weg zu bringen. Laut der Analyse sind die derzeit in Brüssel für das Jahr 2025 diskutierten CO2-Grenzwerte für Neuwagen nicht nur klimapolitisch nötig, sondern auch technisch möglich und mit geringen Kosten für die Autoindustrie umsetzbar. Die ICCT-Berechnungen zeigen, dass ein CO2-Grenzwert von 70 Gramm pro Kilometer für die gesamte Neufahrzeugflotte bis 2025 mit herkömmlichen Verbrennungs- und Hybridmotoren kosteneffizient erreicht werden kann.
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Der künftige CO2-Grenzwert ist nicht mehr nur der zentrale politische Hebel, um die Effizienz von Verbrennungsmotoren zu steigern. Er dient jetzt auch dem Technologiewechsel und muss umgelegt werden, damit die Automobilindustrie einen klaren und realistischen Fahrplan hin zu einem vollständig dekarbonisierten Verkehrssektor erhält. Der Straßenverkehr wird seinen Beitrag zum Klimaschutz überhaupt nur dann leisten, wenn die EU-Kommission bereits für das Jahr 2025 ein deutliches Signal mit dem Zielwert setzt und sicherstellt, dass der geltende Grenzwert künftig nicht nur im Labor, sondern auch im realen Fahrbetrieb eingehalten wird.“
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Von schärferen Verbrauchsgrenzwerten profitieren der Klimaschutz und die Verbraucher gleichermaßen, denn effizientere Fahrzeuge werden deutlich weniger Kraftstoff verbrauchen. Die technisch bedingten Mehrkosten am Fahrzeug amortisieren sich für die Kunden durch geringere Tankquittungen innerhalb von etwa drei Jahren.“
Die Studie des ICCT könne nach Auffassung des NABU auch als schallende Ohrfeige für den Verband der deutschen Automobilindustrie VDA gesehen werden, der immer noch das Hohelied des Verbrennungsmotors singe: „ Wer weiter viel Geld in die Optimierung des Verbrennungsmotors steckt, wird am Ende mit dem falschen Produkt dastehen. Andersherum werden vor allem jene Hersteller profitieren, die frühzeitig konsequent auf den Elektroantrieb gesetzt haben, unabhängig davon, ob sie etablierte Hersteller oder Neueinsteiger sind", so Oeliger. | Mehr | | | |
| | | | Freiburg zu Gast in Qingdao | Sino-German Forum for Historical City Conservation and Development 2016
Das Sino-German Forum for Historical City Conservation and
Development am 25. November in Qingdao widmet sich dem
Schutz und der nachhaltigen Entwicklung von historischen Altstädten
in China und in Deutschland. An dem Forum nehmen
Experten aus dem Bereich Stadtentwicklung aus der ganzen
Welt teil, mit dem Ziel Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Strategie
zu diskutieren und weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit
zu stärken. Die Stadt Freiburg, die eine enge Städtefreundschaft
zu Qingdao pflegt, wird auf Einladung der Stadt Qingdao
durch Baubürgermeister Martin Haag und FWTM-Geschäftsführer
Bernd Dallmann vertreten, die jeweils einen Vortrag halten.
Bernd Dallmann wird einleitend zu dem Forum einen Vortrag
über die Entwicklungschancen und das Marketingkonzept der
historischen Altstadt Qingdaos halten. Martin Haag widmet sich
wiederum in seiner Key Note dem Thema „The Renewal and
Planning of Historic Areas in Freiburg”. Der Innenstadtbezirk
Shinan von Qingdao und Freiburg haben äußerlich einiges gemeinsam:
Mit ihren roten Ziegeldächern und den GründerzeitVillen
gleicht Shinan sehr dem Freiburger Stadtteil Wiehre. Die
als Badeort beliebte Küstenstadt war einst deutscher KolonialHandels-
und Militärstützpunkt. Das hat im Stadtbild Spuren hinterlassen:
Kopfsteinpflaster, Bächle, ein Kirchenfenster von Freiburg
und Architektur im wilhelminischen Stil. Da die deutsche
Marine maßgeblich an dem Ausbau Qingdaos beteiligt war, finden
sich noch heute alle Pläne von historischen Gebäuden im
deutschen Bundesmilitärarchiv, das wiederum seinen Sitz in
Freiburg hat – ein Grund, weswegen Stadtplaner aus Qingdao
regelmäßig nach Freiburg reisen und die beiden Städte eine
enge Verbindung zueinander haben.
Im Oktober 2012 unterzeichneten Oberbürgermeister Dieter Salomon
und Hua Yusong, Direktor des historischen Altstadtbezirks
Shinan der Stadt Qingdao, eine Freundschaftsvereinbarung mit
dem gemeinsamen Ziel, vielfältigen Austausch in den Bereichen
Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Bildung zu etablieren und
die Bürger beider Städte zusammen zu bringen. Ein weiterer
Schritt auf diesem Weg ist nun das Sino-German Forum for Historical
City Conversation and Development in Qingdao. Organisatoren
der Veranstaltung sind die Qingdao Sino-German Communication
& Cooperation Association, Qingdao Real Estate Association,
Qingdao Urban and Rural Planning Association und
die Qingdao Culture Exchange Association of City Construction.
Das Forum wird unterstützt durch das Qingdao Urban and Rual
Construction Committee und das Qindao Urban Planning Bureau.
| | | | |
| | | | Tschimpke zum stellv. Vorsitzenden des Nachhaltigkeitsrates wiedergewählt | NABU-Präsident Olaf Tschimpke ist als stellvertretender Vorsitzender des Rates für nachhaltige Entwicklung (RNE) wiedergewählt worden. Die Ratsmitglieder bestätigten Olaf Tschimpke bei der konstituierenden Sitzung des Rates am Dienstag. Olaf Tschimpke ist seit Juni 2010 Mitglied des Nachhaltigkeitsrates, 2012 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der RNE berät die Bundesregierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die 15 Mitglieder des Rates zum 1. November 2016 für drei Jahre berufen.
„Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist die einzige Option für verantwortliches globales Handeln, die unsere Ökosysteme schützt und damit das Überleben künftiger Generationen sichert. Mir ist es ein Anliegen, das Bewusstsein für eine Ökologisierung von Wirtschaft und Gesellschaft weiter zu stärken, um unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Dazu gehört es, den Dialog zu suchen, um gemeinsame Ziele aufzuzeigen und Impulse aus dem Natur- und Umweltschutz weiterzugeben“, so Olaf Tschimpke.
Der Rat für nachhaltige Entwicklung wurde erstmals 2001 von der Bundesregierung einberufen. Er besteht aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kirchen, Umweltschutz, Wissenschaft und weiteren Gesellschaftsbereichen.
| Mehr | | | |
|
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229
|
|
|