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Freitag, 13. Februar 2026
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Museums - und Ausstellungstipps

 
Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 9. bis 15. Februar
(Kalenderwoche 7)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS)

Kulturpause: Das Turmfragment der alten Synagoge
Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus, Rotteckring 14, nimmt Interessierte am Donnerstag, 12. Februar, um 12.30 Uhr mit zu einer Kurzführung. Im Fokus steht das Turmfragment der alten Synagoge in Freiburg. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung mit Gratis-Ticket über den Online-Shop ist erforderlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Jour Fixe: Im Gespräch mit Gertraud Hurrle
Im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist am Donnerstag, 12. Februar, um 18 Uhr die Sammlerin und Mäzenatin Gertraud Hurrle zu Gast. Passend zur Sonderausstellung „MAL ER, MAL SIE“ spricht sie über ihre Begegnung und langjährige Freundschaft mit dem Künstler Artur Stoll. Jour Fixe ist ein Veranstaltungsformat vom Förderverein des Museums. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Augustinermuseum
Kostümführung: Kunstbetrachtung mit einem „Grafen von Freiburg“
Im Augustinermuseum am Augustinerplatz erwartet Besuchende am Freitag, 13. Februar, um 17.30 Uhr ein Rundgang mit einem „Grafen von Freiburg“. Angelehnt an die historischen Grafen aus dem Geschlecht von Freiburg-Urach stellt er Bezüge zwischen den Skulpturen des Münsters, seiner mittelalterlichen Lebenswelt und weiteren Kunstwerken her. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Führung: Eiszeitkunst Europas
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt am Sonntag, 15. Februar, um 12 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ ein. Höhlenmalereien und dreidimensionale Darstellungen von Menschen und Tieren erzählen von der künstlerischen Ausdruckskraft der ersten modernen Menschen in Europa. Nachbildungen von berühmten eiszeitlichen Figuren sowie einzigartige Originale der Jagdstätte am Petersfels bei Engen bieten Einblicke in gemeinschaftliche Wertevorstellungen unserer Vorfahren. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
 
 

 
Morat-Hallen offiziell eröffnet: Neue Räume für die Freiburger Kunstszene
Städtische Galerie und Halle Nord zeigen zwei Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst

Drei riesige Hallen, knapp 2000 Quadratmeter Fläche: Das weitläufige Gebäude an der Lörracher Straße 31 ist als Sitz des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft weit über Freiburg hinaus bekannt. Im Mai 2024 hat die Stadt das Gebäude gekauft und anschließend saniert – ermöglicht durch eine großzügige Spende der in Freiburg lebenden Mäzenin Gertraud Hurrle. Heute haben Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die traditionsreichen Morat-Hallen mit zwei Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst eröffnet.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Dass wir dieses wunderbare Gebäude als Raum für Kunst und Kultur in Freiburg erhalten konnten, war ein echter Gemeinschaftserfolg. Mein besonderer Dank gilt Gertraud Hurrle – nur durch ihre großzügige Spende konnten wir die einmalige Gelegenheit nutzen und das Gelände kaufen. Die Morat-Hallen werden die Kunstszene unserer Stadt in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich mitprägen. Danke auch an alle, die diesen Erfolg durch ihr Engagement möglich gemacht haben.“

„Von der Kooperation zwischen Stadt und Morat-Institut profitiert die Kunst in Freiburg: Mit der Eröffnung der Hallen führen wir das kulturelle und künstlerische Erbe der Familie Morat fort. Und durch Dauerleihgaben an die Museen haben die Freiburger*innen weiterhin Zugang zu den hochkarätigen Kunstwerken. Was mir besonders am Herzen liegt: Mit der Halle Nord haben wir einen neuen Ort für die Freiburger Kunstszene geschaffen. Hier können sich die unterschiedlichsten Initiativen und Vereine entfalten. Genau das brauchen wir, um unsere Stadt als lebendige Kulturstadt voranzubringen“, stellte Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die Bedeutung für Freiburg heraus.

In der mittleren Halle findet die Städtische Galerie, zuvor im Kunsthaus L6 untergebracht, auf knapp 240 Quadratmetern ein neues – und deutlich größeres – Zuhause. Genau wie in der Vergangenheit sind hier wechselnde Ausstellungen zu sehen. In der Halle Nord ist ein neuer Ort für die Freiburger sowie die nationale und internationale Kunstszene entstanden. Ausstellungen, Performances, Projekte: Die knapp 300 Quadratmeter große Halle bietet genug Platz für unterschiedlichste Formate.

Die Städtische Galerie zeigt bis zum 15. März „Following – some kind of same – π“; mit Malerei-, Keramik- und Holzreliefarbeiten von Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe. In der Halle Nord ist bis zum 29. März „Fields of Un/rest“ zu sehen. Darin fragen die Künstler*innen Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin sowie die Kuratorin Sharleena Rosing: Was bedeutet es, in einer von Krisen geprägten Gegenwart Kunst zu produzieren.

Rückblick: Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Morat-Familie
Die Morat-Hallen waren jahrzehntelang Sitz des renommierten Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft. Am 11. November 2023 hat das Ehepaar Morat ihre Stiftung an die Söhne Daniel und Robert abgegeben – pünktlich zum 80. Geburtstag des Gründers Franz Armin Morat. Den in Berlin lebenden Brüdern war es ein Herzensanliegen, dass die Sammlung in Freiburg bleibt. Der Stadt Freiburg war es besonders wichtig, das Erbe der Familie Morat weiterzuführen und das Gebäude als Ort der Kunst und Kultur zu bewahren. Daraus entstand die Idee einer Kooperation zwischen Stadt und Morat-Institut.

In der südlichen Halle ist weiterhin das Lebenswerk von Eva-Maria und Franz Armin Morat gelagert. Über 40 Jahre hinweg hat das Ehepaar mit großer Leidenschaft eine beeindruckende Sammlung zusammengetragen: eine umfangreiche Bibliothek mit etwa 50.000 Bänden kunstwissenschaftlicher Literatur, rund 7.500 Grafiken sowie 500 Gemälde und Skulpturen; darunter Arbeiten von Dürer, Rembrandt und Goya. Besonders spannend sind die umfangreichen Konvolute einzelner Künstler – nirgendwo sonst finden sich so viele Arbeiten von Kurt Kocherscheidt (1943–1992) oder Artur Stoll (1947–2003). Ein bedeutender Teil der Sammlung steht bereits als Dauerleihgabe den Städtischen Museen zur Verfügung und ist damit der Öffentlichkeit zugänglich.

Im Mai 2024 folgte der Ankauf der Hallen. Anschließend erneuerte das Gebäudemanagement (IMF) die veraltete Technik, baute Fluchttüren ein und installierte eine barrierefreie Toilettenanlage sowie eine Küche. Die Sanierung und der Umbau waren im November 2025 abgeschlossen und kosteten circa 580.000 Euro. Geplant ist noch eine Rollstuhlrampe am Vordereingang; über die Fluchttüren am Hintereingang sind die Hallen bereits barrierearm erreichbar.

Die Ausstellungen
Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 11 bis 17 Uhr. An Feiertagen sind Städtische Galerie und Halle Nord geschlossen.

Städtische Galerie: "Following – some kind of same – π" bis zum 15. März
Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe untersuchen das Serielle als künstlerisches Prinzip. Tanja Goetzmanns keramische Hüllen verhandeln Variationen zwischen Funktion, Form und Materialität. Tim Bohlenders Malereien erzeugen durch Spiegelungen, minimale Abweichungen und kleine Störungen seiner grafischen Elemente immer wieder Ungewohntes. Nozomi Tanabes geschnitzte Gesichtsfragmente reflektieren in ihren Wiederholungen Geschichte und Gesellschaft sehr grundlegend als Etwas das über Nachahmung und Adaption funktioniert.

Die drei künstlerischen Positionen – Keramik, Malerei und Holzrelief – erzeugen im Dialog spannungsreiche Übergänge zwischen Fläche, Volumen und Geste. Das serielle Arbeiten wird dabei nicht als bloße Wiederholung verstanden, sondern als poetisch-analytisches Verfahren, das Ordnung schafft und sie zugleich unterläuft.

Halle Nord: "Fields of Un/rest" bis zum 29. März
Die mittlerweile in Berlin lebenden Künstler*innen – Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin sowie die Kuratorin Sharleena Rosing – fragen: Was bedeutet es in einer von Krisen geprägten Gegenwart Kunst zu produzieren?

Der Titel reflektiert das Spannungsfeld zwischen Rückzug und Reaktion, zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe und äußerer Unruhe. Die Ausstellung untersucht, wie sich gesellschaftliche Umstände im künstlerischen Werk manifestieren, ohne dabei tagespolitisch zu agieren.

Die Künstler*innen arbeiten mit Installation, Skulptur, Fotografie, Video und Sound und entwickeln teils neue, raumbezogene Arbeiten. Ihre Werke beschäftigen sich mit Materialität, Identität, Körperlichkeit, sowie mit den Bedingungen von öffentlichem Raum und zeitgenössischer Existenz.
 
 

Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Außenansicht der Karlsburg © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Bei der Themenführung „Durlach für Einsteiger: Stadtgeschichte (nicht nur) für Zugezogene, Erstsemester und andere ,Neigeschmeckte‘“ am Sonntag, 22. Februar, um 15 Uhr führt Susanne Stephan-Kabierske durch die Dauerausstellung und gibt einen kompakten Überblick über die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Markgrafenstadt Durlach. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Medienkunst als Entwurf für die Zukunft
© Atelier B2
 
Medienkunst als Entwurf für die Zukunft
UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe auf der art karlsruhe 2026

Die UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe präsentiert sich erneut vom 5. bis 8. Februar 2026 auf der art karlsruhe mit einem eigenen Auftritt unter dem Titel „The Shape of Tomorrow“. Auf der internationalen Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst zeigt sie eine speziell für die art karlsruhe entwickelte Medienkunstinstallation, die sich mit zukünftigen Lebensräumen und dem Verhältnis von Mensch, Technologie und Raum auseinandersetzt. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Installation zu erleben und sich am Stand über die Arbeit der Geschäftsstelle zu informieren.

Im Zentrum steht das begehbare Werk „Soft Utopia“ von Veronika Biebrich, Verena Stella Gompf, Stefan Lotze und Nikolaus Völzow. Die Installation wurde aus einer offenen Ausschreibung ausgewählt, die künstlerische Positionen suchte, welche utopische Ideen von Zusammenleben, Nachhaltigkeit und digitaler Gestaltung erfahrbar machen.

„Soft Utopia“ lädt dazu ein, auf einer großformatigen, weich gepolsterten Liegelandschaft zu verweilen – allein oder gemeinsam. Die Installation schafft einen ruhigen, geschützten Raum, in dem ein über den Liegenden schwebender Bildschirm auf Bewegungen reagiert und diese live sichtbar macht. So entsteht ein wandelbarer Raum, der Begegnung ermöglicht und Zukunft als gemeinsame, unmittelbare Erfahrung spürbar werden lässt.

Weitere Informationen zum Messeauftritt und „Soft Utopia“ gibt es auf der Homepage der UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe.

2019 wurde Karlsruhe von der UNESCO als erste und bisher einzige Stadt in Deutschland mit dem Titel „Creative City of Media Arts“ ausgezeichnet. Im internationalen UNESCO Creative Cities Network engagiert sich Karlsruhe gemeinsam mit über 40 Partnerinstitutionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung mit Fokus auf Kreativität und Kultur.

zum Bild oben:
Visualisierung des geplanten Medienkunstwerks für die art karlsruhe 2026
© Atelier B2
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Führungen im Stadtmuseum Karlsruhe im Februar
© Stadtmuseum Karlsruhe
 
Führungen im Stadtmuseum Karlsruhe im Februar
Finissage der Sonderausstellung „Szenen einer Stadt“ im Stadtmuseum mit Kuratorenführung und Verlosung

Am letzten Öffnungstag der Sonderausstellung „Szenen einer Stadt. Der Karlsruher Fotograf Horst Schlesiger“ im Stadtmuseum ist am Sonntag, 1. Februar der Eintritt für alle Besuchenden frei. Bei der Kuratorenführung um 16.30 Uhr führt Dr. Ferdinand Leikam durch die Ausstellung und vermittelt spannende Einblicke in das Leben und Schaffen Horst Schlesigers. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.

Bei einer kleinen Verlosung werden ausgewählte Fotografien aus der Ausstellung verlost. Die Stimmabgabe ist von 16 bis 17.30 Uhr möglich, im Anschluss findet die Ziehung der Gewinnerinnen und Gewinner statt.

Führung durch die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“

Am Sonntag, 8. Februar, um 15 Uhr führt Judith Göhre durch die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais und stellt eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende „verborgene Geschichten“ verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos bzw. im Eintrittspreis inbegriffen.

zum Bild oben:
Blick in die Sonderausstellung „Szenen einer Stadt. Der Karlsruher Fotograf Horst Schlesiger“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais
© Stadtmuseum Karlsruhe
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Ausstellung: Winzige Giganten - Die Macht der Mikroorganismen
Museum Brot und Kunst, Ulm
bis 12.04.2026

Als im 17. Jahrhundert die ersten leistungsfähigen Mikroskope erfunden wurden, eröffnete sich eine ganz neue Welt: die Welt des unendlich Kleinen. Aber erst seit dem 19. Jahrhundert beginnen wir zu verstehen, wie überaus wichtig diese Welt für das Leben auf unserem Planeten ist.

Mikroorganismen haben das komplexe Ökosystem auf der Erde hervorgebracht und bilden auch heute noch das Rückgrat für den Kreislauf der Natur. Wir Menschen sind mit ihnen allen verwandt.
Wenn wir Nahrung anbauen, arbeiten wir mit dem Boden. Dort findet sich eine fast unendliche Vielfalt an Mikroorganismen. Sie erfüllen komplexe Funktionen, zersetzen organisches Material, machen Nährstoffe verfügbar, halten Pathogene in Schach. Über die Nahrung gelangen sie in unsere Körper und bilden dort eigene Ökosysteme.

Seit langem schon kooperieren wir mit bestimmten Bakterien und Pilzen, um zum Beispiel Brot und Bier, Joghurt oder Schokolade herzustellen. Diese Lebensmittel erhalten ihren charakteristischen Geschmack erst durch deren Stoffwechselprozesse.

Bakterien, Pilze und Algen weisen zum Teil erstaunliche Fähigkeiten auf. Können sie uns helfen, unseren Müll zu reduzieren und den Klimawandel aufzuhalten? Viele Wissenschaftler:innen arbeiten mit Mikroorganismen, um Lösungen für aktuelle und zukünftige Probleme zu finden.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 2. bis 8. Februar
(Kalenderwoche 6)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Museum für Neue Kunst

Perspektivwechsel: Malen fotografieren
Die Gesprächsreihe „Perspektivwechsel“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, bietet am Donnerstag, 5. Februar, um 18 Uhr einen anderen Blick auf die Kunstwerke der Ausstellung „MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob“. Im Gespräch mit Christoph Valentien, Fotograf und Bekannter Artur Stolls, dreht sich alles um die Beziehung von Fotografie und Malerei: Wie kann der Prozess des Kunstschaffens festgehalten werden? Wie kann Stolls Malen dokumentiert werden? Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Augustinermuseum

LeseLounge: Hanna Gagels „So viel Energie – Künstlerinnen in der dritten Lebensphase“ mit Renate Obermaier
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz verwandelt sich am Freitag, 6. Februar, um 17.30 Uhr in eine LeseLounge. Diesmal liest Schauspielerin Renate Obermaier aus Hanna Gagels Studie „So viel Energie – Künstlerinnen in der dritten Lebensphase“. Gagel zeichnet darin den Lebens- und Schaffensweg von Künstlerinnen nach, die angesichts persönlicher und schöpferischer Krisen ihr Werk unbeirrt, teilweise bis ins hohe Alter, weiterführten und erneuerten. Parallel zur Lesung sind Bilder der Kunstwerke zu sehen. Die Teilnahme kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinder führen Kinder: Eiszeit – Kalt, aber cool!
Auf Zeitreise in die Eiszeit: Am Samstag, 7. Februar, um 15 Uhr nehmen die jungen Archäologie-Fans des Kulturlotsen-Teams Kinder ab 6 Jahren mit durchs Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. In der Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ begegnen sie Mammuts, Höhlenmenschen und kleinen Krabbeltieren. Sie fühlen Formen und Rohstoffe, lauschen dem Klang der Knochenflöte oder erschnuppern eiszeitliche Düfte – und entdecken so mit allen Sinnen die Lebenswelt unserer Vorfahren. Die Teilnahme ist für Kinder frei, Erwachsene zahlen den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Um sich einen Platz zu sichern, ist die Buchung eines zusätzlichen Gratistickets im Online-Shop nötig. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS)

Führung: Ende der Zeitzeugenschaft?
Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, lädt am Sonntag, 8. Februar, um 10.30 Uhr zu einer Führung in die neue Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ ein. Interessierte erhalten einen Einblick in das Thema Erinnern an den Holocaust: Da es nur noch wenige Überlebende gibt, rücken ihre überlieferten Erinnerungen in Texten, Bildern und Filmdokumentationen immer stärker in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung wirft Fragen auf, wer zu welcher Zeit was und auf welche Weise erinnern kann – und wie eine Gesellschaft damit umgeht. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
 
 

Von Dürer bis Parr
© Anne-Sophie Stolz
 
Von Dürer bis Parr
Das Ausstellungsprogramm 2026 im Kunstmuseum Karlsruhe

Das Kunstmuseum Karlsruhe legt mit dem Ausstellungsprogramm 2026 den Fokus auf seine Sammlung, auf Fotografie sowie auf zeitgenössische Positionen. Mit hochkarätigen Ausstellungen wie „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“ und „Martin Parr. Parrathon“ erwarten die Besucher*innen im Frühsommer und Winter besondere Highlights.

Im Kunstmuseum Karlsruhe verbinden sich historische Perspektiven mit zeitgenössischen Präsentationen, wenn das Haus am 22. Mai 2026 seine erste Eröffnung unter neuem Namen feiert. Auf dem Programm stehen an diesem Abend gleich drei Ausstellungen: die Sonderausstellung „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“, der vierte Szenenwechsel der Sammlungsschau „Update! Die Sammlung neu sichten“ sowie die Projektraumausstellung von Tino Zimmermann mit dem Titel „Neue Deutsche Malerei“.

Sammlung trifft auf Gegenwart

Mit der Sonderausstellung „Expressiv!“ richtet das Kunstmuseum Karlsruhe den Blick auf seine Grafiksammlung. Gezeigt werden Werke aus fünf Jahrhunderten, die vielfältige künstlerische Strategien zur Darstellung von Affekten sichtbar machen. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken u.a. von Albrecht Dürer, Rembrandt, Käthe Kollwitz und Rudolf Schlichter zeigen, wie Gefühle, Emotionen und Gesten in der Kunst zu lesbaren Zeichen werden.

Parallel dazu öffnet im 1. und 2. Obergeschoss des Hauses der vierte Szenenwechsel der Sammlungsausstellung „Update!“. Neben neuen Akzenten und Werken in den Themenräumen, ist auch die Berliner Künstlerin Tamina Amadyar zu Gast. Im Künstler*innenraum verbindet sie in ihren großformatigen Porträts Malerei mit persönlichen Erinnerungen und Wahrnehmungen.

Großformatige Malerei ist in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe auch im Projektraum zu sehen: Unter dem ironischen Titel „Neue Deutsche Malerei“ setzt sich Werner-Stober-Preisträger Tino Zimmermann mit aktuellen Themen wie Rechtsruck, Kriegsdiskursen und medialen Narrativen auseinander.

Die Komik der Widersprüche: Martin Parr

Zum Jahresende rückt die Fotografie in den Mittelpunkt: Die Ausstellung „Martin Parr. Parrathon“ zeigt über 200 Arbeiten des britischen Fotografen, der mit scharfem Blick das Absurde im Alltäglichen festhält. In 14 Kapiteln entfaltet sich ein ebenso grellfarbiges wie entlarvendes Panorama der Widersprüche des modernen Lebens – von Massentourismus und Konsumkultur bis hin zu Luxuswelten. Mit „Parrathon“ zeigt das Kunstmuseum Karlsruhe den kürzlich verstorbenen, großen Beobachter der Gegenwart: pointiert, verspielt und stets schonungslos ehrlich.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Förderkreises präsentiert das Kunstmuseum Karlsruhe im Projektraum die großformatigen Malereien der Karlsruher Künstlerin Susanne Ackermann. In lasierenden Farbaufträgen und komplexen Überlagerungen entsteht eine starke Tiefenwirkung zwischen Abstraktion und poetischer Bildwelt.

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Das Kunstmuseum Karlsruhe legt mit dem Ausstellungsprogramm 2026 den Fokus auf seine Sammlung, auf Fotografie sowie auf zeitgenössische Positionen.
© Anne-Sophie Stolz
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