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Museums - und Ausstellungstipps
| | | | | Tag des Lokaljournalismus | Museum für Kommunikation
am Dienstag, den 5. Mai 2026
Zum bundesweiten Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai veranstaltet das Museum für Kommunikation Frankfurt ein informatives Aktionsprogramm. Zusammen mit den Kooperations- und Medienpartnern der Ausstellung „Nachrichten - NEWS“ und weiteren Medienhäusern der Region gibt es Workshops und Sonderführungen für Schulklassen, Mitmachangebote für Museumsgäste, sowie ein abschließendes Podiumsgespräch über die unterschätzte Macht des Lokaljournalismus und seine Rolle für die Demokratie.
Lokaljournalismus, das ist mehr als Kaninchenzucht und Kreisligafußball, Vereinsfest und Schulprojekt. Lokaljournalismus schaut genau hin, wenn im Rathaus und Stadtparlament Entscheidungen getroffen werden. Er begleitet politische Debatten, die es nicht bis in die „Tagesschau“ schaffen, deckt Missstände auf und ordnet Entwicklungen ein, die das Leben vieler Menschen direkt vor ihrer Haustür prägen. Zwischen scheinbar kleinen Geschichten und großen Fragen zeichnet der Lokaljournalismus ein vielschichtiges Bild unserer Gemeinschaft: Was bewegt die Menschen? Wo gibt es Konflikte? Und wohin entwickelt sich unsere Stadt oder Region?
Gleichzeitig stehen lokale Medien unter Druck: Schwindende Ressourcen, Konkurrenz durch nicht-journalistische Quellen und geringe Werbeerlöse setzen Redaktionen zu. Verlage gehen bankrott oder konsolidieren sich, die Vielfalt in der Berichterstattung nimmt ab.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Nachrichten – NEWS“ und anlässlich des zweiten, bundesweiten Tags des Lokaljournalismus am 5. Mai setzt das Museum für Kommunikation Frankfurt ein Zeichen für gute lokale Berichterstattung. Das Museum bietet regionalen Medien eine Bühne, um sich vorzustellen und spielerisch Nachrichtenkompetenz zu vermitteln.
Workshops und Mitmachstationen im Museum
Am Vormittag nehmen rund 120 angemeldete Schüler:innen aus Schulklassen von fünf Schulen aus dem Rhein-Main-Gebiet an Workshops der Initiative #UseTheNews und der Deutschen Presse-Agentur dpa teil. Unterstützt werden die Workshops von Journalist:innen der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In Kleingruppen lernen die Jugendlichen, wie Nachrichten entstehen und Falschinformationen entlarvt werden. Sie können live erleben, wie Redaktionen arbeiten und Nachrichten den Weg zu den Menschen finden. Zusätzlich erhalten sie Führungen durch die Sonderausstellung „Nachrichten – NEWS“.
Zwischen 9 und 14 Uhr befinden sich in den Ausstellungsräumen des Museums zudem mehrere Mitmachstationen, die von allen Museumsgästen genutzt werden können. Mit dem „Desinformator“ lernen sie, Fakten von Fake News zu unterscheiden. Aus Satzteilen lassen sich lustige, aber unwahre „Fakten“ basteln, die für Unterhaltung sorgen und manchmal gar nicht so weit weg sind von der Realität. An einer anderen Station zeigt eine Dating-App für Nachrichtenformate, wie der Journalismus der Zukunft aussehen kann und welche Formate zu individuellen Wünschen passen.
Demokratie beginnt vor der Haustür
Den Abschluss des Tages bildet von 18:00 bis 19:30 Uhr ein Podiumsgespräch zum Thema „Die unterschätzte Macht des Lokaljournalismus“ im Lichthof des Museums.
Während Algorithmen globale Trends und Ereignisse verstärken, entscheidet sich demokratische Teilhabe vor der eigenen Haustür. Nicht selten sind es engagierte Lokaljournalist:innen, die als erste Unzulänglichkeiten aufdecken und somit ihrer Rolle als vierte Gewalt gerecht werden. Gleichzeitig stiften lokale Medien Orientierung, Identität und Gemeinschaft – und bieten damit ein Gegengewicht zur digitalen Dauererregung.
Unsere Gäste sprechen über Chancen, Risiken und neue Wege, wie lokale Medien und die Öffentlichkeit gemeinsam Demokratie stärken können. Es warten spannende Einblicke in das Innenleben von Lokaljournalismus und in die Themen, die Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet bewegen. Das Publikum ist eingeladen, im Anschluss an die Diskussion Fragen zu stellen und eigene Impulse einzubringen.
Gäste:
Jule Lumma, Chefredakteurin VRM
Georg Leppert, Ressortleiter Frankfurt/Rhein-Main, Frankfurter Rundschau
Jasmin Schülke, Chefredakteurin Journal Frankfurt
Ralf Euler, verantw. Redakteur Rhein-Main, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Moderation: Alexandra Borchardt, Journalistin und Dozentin
Die Teilnahme an der Diskussion ist kostenlos, um Anmeldung wird erbeten | | Mehr | | | |
| © Margret Eicher | | | | | Kunstmuseum Karlsruhe stärkt Positionen von Künstlerinnen | Neun Werke von Margret Eicher, Lea Gocht und Shanee Roe erweitern die Sammlung des Kunstmuseums Karlsruhe. Der Erwerb zeitgenössischer Künstlerinnen verfolgt eine gezielte Strategie, Lücken im Bestand zu schließen und den Anteil von Künstlerinnen in der Sammlung zu stärken. „Der aktuelle Status quo von 17 Prozent Frauenanteil ist für uns ein Ausgangspunkt, um weiter aktiv an einer ausgewogeneren Repräsentation zu arbeiten“, so Direktorin Stefanie Patruno. „Mit diesen drei Ankäufen setzen wir ein deutliches Zeichen dafür, dass weibliche Perspektiven nicht nur ergänzt, sondern als tragende Säulen unserer Sammlung etabliert werden.“
Mit „Höhlengleichnis“ (2011) und „Stadt der Frauen“ (2016) finden zwei Wandteppiche der Künstlerin Margret Eicher Eingang in die Sammlung und ergänzen als zweite zentrale Werkgruppe vier „Copy-Collagen“, die bereits seit den frühen 1990er-Jahren im Bestand des Kunstmuseum Karlsruhe sind. Die Künstlerin vollzieht mit ihren Tapisserien einen künstlerischen Brückenschlag zwischen Prä- und Postmoderne: Dafür verknüpft Eicher das berühmte Bildmedium mit digitalen Collagen popkultureller Motive und setzt mit ihnen politische Statements.
Shanee Roe begreift in ihren Gemälden „3 Wishes“ (2025) und „Blown Lover“ (2025) den menschlichen Körper als emotionalen und psychischen Erfahrungsraum: Er wird zum Ort innerer Bewegungen, an dem sich Intimität, Unsicherheit und Ironie zu einer Bildsprache verdichten. Beide Arbeiten wurden im Rahmen des "art karlsruhe Preises 2026" gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg erworben.
Auch Lea Gocht arbeitet in ihren Objekten explizit mit Körperlichkeit: Ihre „Katzen“ (2024) – von denen das Kunstmuseum Karlsruhe kürzlich fünf adoptierte – setzen sich aus Schnittmustern mit fotografischen Fragmenten eines weiblichen Körpers zusammen und regen zur Reflexion über Wahrnehmung und Identität an. Die Zwitterwesen aus Mensch und Tier waren bereits 2025 im Rahmen des Werner-Stober-Preises in der Ausstellung „anhedonia II“ im Projektraum des Kunstmuseums zu Gast.
Die Neuzugänge von Margret Eicher, Lea Gocht und Shanee Roe sind ab sofort Teil der Sammlungsausstellung „Update“, deren vierter Szenenwechsel am 22. Mai 2026, 19 Uhr, offiziell eröffnet wird. Bereits am Mittwoch, 6. Mai, um 15 Uhr widmet sich das "Kunsthäppchen" den Werken, wenn es fragt „Wer bestimmt den Kanon? – Frauen in der Kunst neu betrachtet“. Die Kosten belaufen sich zusätzlich zum Eintritt auf zwei Euro.
zum Bild oben:
Margret Eichers "Höhlengleichnis" von 2011 zählt zu den neuen Bildern in der Sammlung des Kunstmuseums.
© Margret Eicher | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 4. bis 10. Mai | (Kalenderwoche 19)
Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Archäologisches Museum Colombischlössle
After Work: Prägung, Preis und Politik im Römischen Reich
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt Interessierte am Mittwoch, 6. Mai, um 17.30 Uhr zu einer Feierabend-Führung durch die Dauerausstellung ein. Archäologin Leonie Anders schildert, was römische Münzen vom Gehalt eines Legionärs über den internationalen Handel bis hin zu politischen Ereignissen im Imperium Romanum verraten. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Die Buchung eines kostenfreien Veranstaltungstickets im Online-Shop ist erforderlich.
Museum für Neue Kunst
Event: Die Annemarie-Methode
Im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, erwartet Interessierte am Donnerstag, 7. Mai, um 17 Uhr ein künstlerischer Bewegungs- und Trainingsworkshop mit Georg Winter. Er richtet sich an alle, die erleben möchten, wie man Barrieren und Barrikaden baut, sie überwindet und gemeinsam neue Räume erschließt. Zusammen mit dem TanzPflanzPlan und Aktivist*innen des Europäischen Zentrums für Promenadologie Völklingen wird der vorhandene Raum spielerisch erweitert und neu verhandelt. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals „Performing Democracy“ statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Augustinermuseum
Kammerkonzert mit Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters: Zwei Geigen
Kammermusik im besonderen Ambiente der Skulpturenhalle des Augustinermuseums am Augustinerplatz erwartet das Publikum am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr bei einem Konzert von Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters. Anna Breidenstein und Andrea Alcalde Polo spielen Werke von Leclair, Bériot und Glière. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten sind an der Museumskasse und im Online-Shop im Vorverkauf sowie an der Abendkasse erhältlich. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich. Treffpunkt ist die Skulpturenhalle.
Museum Natur und Mensch
Zeichnungsworkshop: Tiere schnell erfasst
Bei dem Workshop am Samstag, 9. Mai, von 14 bis 17 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, steht das zeichnerische Erfassen der Körperformen und Proportionen verschiedener Tiere im Mittelpunkt. Kunstvermittlerin Annelie Möller gibt Tipps zum schnellen Skizzieren. Das Zeichenmaterial wird gestellt. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Tickets gibt es nur im Online-Shop. Treffpunkt ist die Museumskasse.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Führung: Ende der Zeitzeugenschaft?
Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, lädt am Sonntag, 10. Mai, um 10.30 Uhr zu einer Führung in die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ ein. Interessierte erhalten einen Einblick in das Thema „Erinnern an den Holocaust“: Da es nur noch wenige Überlebende gibt, rücken ihre überlieferten Erinnerungen in Texten, Bildern und Filmdokumentationen stärker in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung wirft Fragen auf, wer zu welcher Zeit was und auf welche Weise erinnern kann – und wie eine Gesellschaft damit umgeht. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | | | | | |
| © Stadt Karlsruhe, Foto: Monika Müller-Gmelin | | | | | Führungen im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais im Mai 2026 | Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ verlängt
Aufgrund der großen Beliebtheit wird die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum bis zum 5. Juli 2026 verlängert.
Am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr führt Georg Hertweck durch die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais. Er stellt dabei eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende Geschichten verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen.
Führung und freier Eintritt zum Internationalen Museumstag am 17. Mai
Das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais öffnet im Rahmen des Internationalen Museumstags am Sonntag, 17. Mai bei freiem Eintritt seine Tore. Die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ kann an diesem Tag kostenlos besucht werden.
Um 15 Uhr führt Judith Göhre durch diese Präsentation und stellt eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende Geschichten verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen. Eine Anmeldung ist auch hier nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist ebenso wie der Museumseintritt kostenlos.
zum Bild oben:
Das Gemälde von Alfred Kusche, Altes Mühlburger Tor im Schnee, ist im Stadtmuseum zu sehen.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | Mehr | | | |
| Ausstellung Spielfeld (c) Museum für Neue Kunst, Foto: Bernhard Strauss | | | | | Ausprobieren, Barrieren abbauen und Regeln neu denken | Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ im Museum für Neue Kunst
Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich
Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld, die Besuchenden werden zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie: Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven. Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober.
17 internationale Künstler*innen hinterfragen in teils raumgreifenden Werken soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen des Sports. Als Massenphänomen verbindet er Menschen und stiftet Identität. Gleichzeitig sind Zugangshürden allgegenwärtig. Welche Erwartungen, Vorstellungen und Vorurteile prägen unseren Blick? Was bedeuten Hindernisse und Verletzlichkeit im Sport? Welche Rolle spielen Gewinnen und Verlieren? Die Ausstellung spürt diesen und weiteren Fragen nach und erprobt neue Formen des Zusammenspiels.
Viele Arbeiten laden zum Mitmachen ein und stellen Gewohntes auf die Probe. Beispielsweise „PINGPINPOOLPONG (or how I learned to laugh at failure)“, eine Installation von Basim Magdy: Auf einer Tischtennisplatte machen variabel einsetzbare Hindernisse die Flugbahn des Balles unkontrollierbar. Es liegt an uns, neue Spielregeln zu finden – am besten beim gemeinsamen Lachen über Fehler. Irritation rufen auch die eckigen Bälle aus Mario* Sinnhofers Arbeit „VFB versus BALL“ hervor. Handelt es sich hierbei um Sportgeräte oder künstlerische Objekte? Oder beides? Sinnhofers Bälle werden inzwischen auch von Profivereinen für das Training verwendet, denn das ungewohnte Roll- und Sprungverhalten ist herausfordernd. Die Konzept-Künstlerin Yoko Ono, in deren Werken oft gemeinsames Handeln im Mittelpunkt steht, hat 1966 ein Schachspiel geschaffen, in dem alles komplett weiß gehalten ist: Schachbrett, Figuren, Tisch und Stühle: „Play It By Trust“ lenkt den Blick auf Vertrauen, Erinnerung und die gemeinsame Herausforderung.
Mehrere Werke wurden eigens für „Spielfeld“ neu entwickelt oder erweitert. Basim Magdy präsentiert mit „Discovering Fire“ eine Serie von Polaroids, die den Versuch zeigen, übergroße Gegenstände in einen Basketballkorb zu werfen. Was bringt eine Herausforderung, die zum Scheitern verurteilt ist? Thenjiwe Niki Nkosi erweitert für Freiburg ihre Soundarbeit „Arena VI“ und realisiert mit „Notes on Falling“ eine raumgreifende Wandinstallation, die den Moment des Fallens von Sportler*innen thematisiert.
Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Schnupperkurse des Vereins Benefit, die sich zum Teil auch an Rollstuhlfahrer*innen richten, geben die Möglichkeit, wöchentlich eine andere Sportart zu erproben – von Line Dance über Capoeira bis hin zu Pilates. Der Künstler Georg Winter bietet einen Bewegungs- und Trainingsworkshop zur „Annemarie-Methode“ an, der den Umgang mit Barrieren praktisch erlebbar macht. Digitale Künstler*innengespräche mit Thenjiwe Niki Nkosi und Guido van der Werve vertiefen inhaltliche Fragen der Ausstellung. Ein Poetry Slam zum Thema „Höher, schneller, weiter?“ übersetzt sportliche Narrative in poetische Formen. Auch für kleine Sport- und Kunstfans heißt es bei Familienveranstaltungen: kicken, werfen, jonglieren und mutig Regeln hinterfragen. Alle aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.museen.freiburg.de/mnk/sonderausstellungen-mnk.
„Spielfeld“ versammelt Positionen von Astrid Heibach, Basim Magdy, Erwin Wurm, Guido van der Werve, Jack Goldstein, Jean Jacoby, Lygia Clark, Mark Bradford, Mario* Sinnhofer, Michael Klant, Pelle Cass, R. Eric McMaster, Thenjiwe Niki Nkosi, Thomas Liu Le Lann, Valie Export, Yoko Ono und Zuzanna Janin. Das Team des Museums für Neue Kunst hat die Ausstellung gemeinsam kuratiert. Das Projekt entstand in Kooperation mit den Vereinen Benefit und Ring Freiburg, die gemeinsam mit dem Museum Wege zu mehr Teilhabe entwickeln. Unterstützt wird die Schau von der Renate und Waltraut Sick Stiftung.
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées ist er frei. Tickets gibt es an der Museumskasse oder unter www.museen-freiburg.de/shop. | | Mehr | | | |
| | | | | | Stiftung für das Richard-Wagner-Museum Bayreuth errichtet | Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen stiftet das New Yorker Ehepaar Jeffrey und Nadežda Brinck sein beträchtliches Vermögen für die Arbeit von Museum und Archiv
Jeffrey und Nadežda Brinck sind enthusiastische Liebhaber der europäischen Kultur, der Oper und vor allem der Werke Richard Wagners. Viele Jahre lang besuchten sie auch die Bayreuther Festspiele und das Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried.
Jeffrey Brinck ist überdies leidenschaftlicher Sammler und hatte dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth bereits 2011 42 Briefhandschriften aus seiner bemerkenswerten Wagner-Sammlung als Schenkung überlassen.
Obwohl infolge der Covid-Pandemie und aus Altersgründen das Reisen für sie schwieriger wurde, verfolgten Jeffrey und Nadežda Brinck die Arbeit von Museum und Archiv in freundschaftlicher Verbundenheit mit Direktor Dr. Sven Friedrich stets mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie, insbesondere auch die Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung zwischen 2010 und 2015. In der Folge beschlossen sie, ihre Sammlung und ihr Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich testamentarisch dem Museum und Archiv zu vermachen.
Auf Friedrichs Anregung wurde hierzu nun am 17. April die „J & N Brinck-Foundation“ mit Sitz in Bayreuth als Begünstigte des Vermächtnisses errichtet. Zweck der Stiftung ist laut Satzung die anteilige Förderung des Erwerbs wertvoller Ergänzungen des Archivs, der Erhaltung und Pflege seiner Sammlungen, die Einführung verbesserter Mittel und Technologien zwecks Erleichterung der Verbreitung der Sammlung in der Öffentlichkeit und der Finanzierung von Instandhaltung und Betrieb des Museums. Den Vorstand bilden Museumsdirektor Friedrich und Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung.
Jeffrey Brinck erklärte nach Unterzeichnung der Stiftungsurkunde in deutscher Sprache: „Mit aller angemessenen Demut möchte ich sagen, dass meine Frau und ich entzückt sind und, ja, auch stolz darauf, uns solch vornehmen Gönnern Wagners anzuschließen, wie zum Beispiel König Ludwig II., Otto Wesendonck, Franz Liszt, Julie Ritter, Eliza Wille, Hans von Bülow, Peter Cornelius, Theodor Apel, Theodor Uhlig, Wilhelm Fischer, Ferdinand Heine, Napoleon III., Fürstin Pauline Metternich, Anton Pusinelli, Ernst Benedikt Kietz, Gottfried Anders, Samuel Lehrs, Joseph Alois Tichatschek, Wilhelmine Schröder-Devrient, unter Übergehung von Friedrich August II. von Sachsen, Kaiser Wilhelm I. und seinem Minister Otto von Bismarck, um Richard Wagners vormaligen Lebensunterhalt und heutiges künstlerisches Erbe zu unterstützen. Wir wissen mit Gewissheit, dass Wagner, lebendig oder tot, diese Achtung für seine Kunst wertschätzen würde.“
Der geschäftsführende Vorstand der neuen Stiftung, Museumsdirektor Friedrich, zeigte sich hocherfreut und sagte: „Die überaus großherzige Entscheidung unserer hochgeschätzten Freunde und Gönner Jeffrey und Nadežda Brinck aus New York, ihr gesamtes beträchtliches Vermögen testamentarisch der heute von ihnen errichteten Stiftung zugunsten von Museum und Archiv zu vermachen, beweist gerade im Jahr des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele und des 50-Jährigen Bestehens der Richard-Wagner-Museums nicht nur die ungebrochene internationale Wirkung Richard Wagners, sondern ist auch eine nachgerade anrührende Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit. Gerade auch in wirtschaftlich immer schwierigeren Zeiten wird die „J & N Brinck-Foundation“ künftig einen Beitrag zur Zukunftssicherung von Museum und Archiv leisten können. So gilt Jeffrey und Nadežda Brinck auch ganz persönlich großer Dank für das in uns gesetzte Vertrauen. Es wird uns stets Ansporn sein, Museum und Archiv auch künftig in bewährter Weise weiterzuentwickeln.“ | | | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 27. April bis 3. Mai | (Kalenderwoche 18)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Augustinermuseum
Führung: Zukunfts(t)räume
Das Augustinermuseum lädt am Samstag, 2. Mai, um 15 Uhr zu einem Rundgang durch die Ausstellung „Zukunfts(t)räume – Museum im Wandel“ im FREI_Raum ein. Die Teilnehmenden erkunden die Geschichte des Hauses und entdecken, welche Fragen das Museum heute und morgen bewegen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Treffpunkt ist das Foyer im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Matinee: Macht und Magie
Bei der Matinee am Sonntag, 3. Mai, von 11 bis 13 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, entdecken Interessierte Geheimnisse aus frühmittelalterlichen Gräbern. Archäologin Paula Schecker beleuchtet faszinierende Grabbeigaben. Männer- und Frauengräber erzählen dabei jeweils eigene Geschichten – doch nicht alles ist, wie es scheint. Zwischen Fibeln, Schwertern und Klappstühlen offenbaren sich faszinierende Einblicke in eine vergangene Welt. Für die musikalische Untermalung sorgt Roland Zipfel „Ziro!“. Die Teilnahme kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Führung für Groß und Klein: Hinter den Fassaden
Wie veränderte sich das Leben in der Nazi-Zeit in Freiburg? Erstmals gibt es am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, eine Führung, die sich besonders an Familien mit Kindern ab 8 Jahren richtet. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Museum für Neue Kunst
Führung: Spielfeld
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr zur ersten öffentlichen Führung durch die neue Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ ein. Als Massenphänomen verbindet Sport Menschen, wirft aber auch Fragen zu Fairplay, Teilhabe und Barriere auf. Videoarbeiten, Skulpturen und interaktive Werke beleuchten soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen aus künstlerischer Sicht. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. | | | | | |
| © Pfinzgaumuseum Durlach | | | | | Kunterbuntes Museumsfest im Pfinzgaumuseum Karlsruhe | Das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach feiert am Sonntag, 26. Mai 2026, zwischen 11 und 18 Uhr sein jährliches Museumsfest. Im Festsaal der Karlsburg und in den Museumsräumen finden Aktionen und Führungen für kleine und große Besucherinnen und Besucher statt. Auf dem Programm stehen Rundgänge durch die Dauerausstellung und die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“.
Junge Besucherinnen und Besucher können ab 12 Uhr als Bastelangebot Pflanztöpfchen selbst gestalten und Kressesamen säen. Die historische Druckerei ist ab 13 Uhr geöffnet. Zeitgleich findet in Rahmen von „Durlach blüht auf“ der verkaufsoffene Sonntag sowie der Kreativmarkt auf dem Saumarkt statt.
Im Festsaal sorgt der "Freundeskreis Pfinzgaumuseum – historischer Verein Durlach" ab 13 Uhr mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl. Um 14 Uhr und 16 Uhr spielt die Band Harrycane ruhige Rock- und Pop-Klassiker. Der Eintritt ist beim Museumsfest frei.
zum Bild oben:
Blick in die Sonderausstellung im Pfinzgaumuseum mit Besuchenden
© Pfinzgaumuseum Durlach | | Mehr | | | |
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