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Sonntag, 20. September 2026
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Museums - und Ausstellungstipps

Führung durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe
Tullabad © Harald Wacker
 
Führung durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe" im September
Ausstellung des Fotografen Harald Wacker im Stadtmuseum

Ein "Lost Place" in Karlsruhe, der in der Ausstellung gezeigt wird: das ehemalige Tullabad. © Harald Wacker

Am Sonntag, 20. September 2026, um 15 Uhr führt Judith Göhre durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe. Fotografien von Harald Wacker“ im Stadtmuseum und stellt eine Auswahl an Orten vor, die heute nicht mehr existieren oder inzwischen in anderer Form genutzt werden. Dabei tauchen die Teilnehmenden in die Ästhetik der "Lost Places" ein und bekommen Einblicke in das fotografische Schaffen von Harald Wacker.

Im Anschluss kann im Escape-Raum „Der letzte Badetag“ ein Spiel zur Geschichte des ehemaligen Tullabads gespielt werden. Das Tullabad wird heute als Exotenhaus des Zoologischen Gartens genutzt,

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 21. bis 27. September
(Kalenderwoche 39)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.

Museum Natur und Mensch

Kuratorenführung: El País del Cacao
Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lädt Interessierte am Dienstag, 22. September, um 17.30 Uhr zu einer Kuratorenführung in der Ausstellung „Voll unfair!“ ein. Der in Freiburg lebende ecuadorianische Künstler Marcello Martinez Vega führt durch die von ihm konzipierte Installation „El País del Cacao“. Besuchende erfahren mehr über Kakao als spirituelle und heilige Pflanze sowie aktuelle kooperative und nachhaltige Kakao-Projekte in Ecuador. Das Veranstaltungsticket kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.

Archäologisches Museum Colombischlössle

After Work: Sprechstunde Archäologie
In der „Sprechstunde Archäologie“ im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, am Mittwoch, 23. September, um 17.30 Uhr entscheiden die Besuchenden das Thema des Abends. Sie stellen Fragen, der Museumsdirektor Hans Oelze gibt anhand archäologischer Funde Antworten. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Augustinermuseum

Führung: Marcel van Eeden
Die Führung am Samstag, 26. September, um 15 Uhr stellt den 70-teiligen Werkzyklus „6. August 1870“ des Künstlers Marcel van Eeden vor, der aktuell im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum präsentiert wird. Ausgangspunkt van Eedens künstlerischer Forschung ist das Schicksal eines aus Nordafrika stammenden Kolonialsoldaten während des Deutsch-Französischen Krieges. Der Künstler setzt sich mit den Verflechtungen von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Das Veranstaltungsticket kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Treffpunkt ist das Foyer im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34.

Museum für Neue Kunst

Familienführung: Ab aufs Spielfeld!
Auf die Plätze, fertig...los! Für Familien mit Kindern ab 5 Jahren wird es am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr sportlich im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ lädt ein zum Hinschauen, Ausprobieren und Hinterfragen. Was bedeuten Hindernisse oder Spielregeln im Sport und im Alltag? Müssen Bälle rund sein? Wozu einen Turnschuh auf dem Kopf balancieren? Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, Erwachsene zahlen zusätzlich den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen.
 
 

Freiburg: Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) in Gutleutmatten
„Rouge blanc tandem“ von Sven-Julien Kanclerski (c) Volker Crone.
 
Freiburg: Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) in Gutleutmatten
Eröffnung künstlerische Intervention „FREEWHEELING“ von Sven-Julien Kanclerski am Sonntag, 20. September

Am Sonntag, 20. September, eröffnet die Stadt um 11 Uhr die künstlerische Intervention „FREEWHEELING“ von Sven-Julien Kanclerski am Platz in der Arne-Torgersen-Straße in Gutleutmatten. Es ist die fünfte künstlerische Arbeit des Ausstellungsprojekts „Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) Gutleutmatten“. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Der freie Lauf, das Rollen ohne Antrieb, das Sich-Bewegen zwischen Kontrolle und Loslassen. Freewheeling beschreibt einen Moment, in dem Bewegung entsteht, ohne dass aktiv Kraft aufgewendet wird. Wortwörtlich bedeutet der Begriff „das Fahren eines Fahrrads im Leerlauf“, sodass es rollt, auch wenn nicht mehr in die Pedale getreten wird.

Für seine Intervention „#5 FREEWHEELING“ im Quartier Gutleutmatten lädt der Künstler dazu ein, alltägliche, vertraute Objekte, denen wir sonst wenig Aufmerksamkeit schenken, neu wahrzunehmen. Kanclerski lenkt den Blick auf einen, vor allem in Freiburg allgegenwärtigen Gebrauchsgegenstand: das Fahrrad. Dieses wird von ihm verfremdet, wodurch Konstruktion, Farbigkeit, das minimalistisch-grafische Design der Rahmen, Gebrauchsspuren und Patina auffallen. Beim genauen Hinschauen sieht man auch die Eingriffe des Künstlers und man fragt sich: Würde es mir gelingen, das Fahrrad zu besteigen? Wie müsste ich in die Pedale treten, wie lenken, um vorwärtszukommen?

Kanclerski widmet sich in seiner künstlerischen Praxis oft technischen und infrastrukturellen Objekten unserer Gegenwart. Er untersucht, wie sich funktionale Alltagsgegenstände durch verschiedene Eingriffe verändern lassen. Das Fahrrad ist dabei ein wiederkehrendes Objekt. Es steht für Mobilität, Selbstbestimmung und ein Erleben von Freiheit. Gleichzeitig wird es oft durch persönliche Anpassungen und kreative Eingriffe immer wieder neu gestaltet. Kanclerski greift diese Kultur der Aneignung auf und verändert Fahrradteile, Proportionen und Funktionen, sodass die ursprüngliche Zweckmäßigkeit zugunsten ästhetischer und humorvoller Umformungen zurücktritt.

Hintergrund
Der Gemeinderat bewilligte im Juli 2022 Mittel in Höhe von 100.000 Euro für das Projekt „Kunst im öffentlichen Raum Gutleutmatten“. Der Beschluss geht auf einen Vorschlag der damaligen Kunstkommission zurück, überschüssige Mittel aus dem Bau des Stadtquartiers Gutleutmatten für die Umsetzung von Kunst im öffentlichen Raum zu nutzen.

Das vom Kulturamt entwickelte Konzept für „KiöR Gutleutmatten“ wurde im Oktober 2024 eröffnet und findet noch bis Ende 2027 im Quartier Gutleutmatten statt. 2024 bis 2026 hat die Kuratorin Hanna Weber Interventionen von Cie la Secousse, Zora Kreuzer, Igor Ponosov, Milena Naef und Hannah Kindler realisiert. Ab September bis Ende 2027 lädt die Kuratorin Marilena Raufeisen vier weitere künstlerische Positionen nach Gutleutmatten ein, ihre künstlerischen Interventionen zu präsentieren.
 
 

Zuhause – unterwegs: Neue Sonderausstellung im Dreiländermuseum
 
Zuhause – unterwegs: Neue Sonderausstellung im Dreiländermuseum
Am Freitag, 18. September, eröffnet das Dreiländermuseum seine neue große Sonderausstellung „Zuhause – unterwegs. Was Menschen bewegt“. Zugleich wird die grenzüberschreitende Ausstellungsreihe des Netzwerks Museen am Oberrhein „Zuhause – unterwegs“ vorgestellt.

Vernissage: „Zuhause – unterwegs“

Freitag, 18. September 2026, 18 Uhr
Evangelische Stadtkirche Lörrach, anschließend Dreiländermuseum
Zur Eröffnung sprechen Oberbürgermeister Jörg Lutz, Regierungspräsident Carsten Gabbert als Schirmherr der Ausstellungsreihe, Museumsleiter Jan Merk sowie Vertreter des Netzwerks Museen. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung vom Vokalensemble der Städtischen Musikschule Lörrach. Anschließend laden wir zum Empfang und zur Besichtigung der Ausstellung im Dreiländermuseum ein.

Was bedeutet es, einen Ort als Zuhause zu erleben? Was bringt Menschen dazu, aufzubrechen, und was bedeutet es, anderswo anzukommen? Die Ausstellung nähert sich diesen Fragen aus unterschiedlichen historischen und persönlichen Perspektiven. Gerade im Dreiländereck lassen sich Erfahrungen von Migration, Grenzüberschreitung, Ankommen und Verwurzelung auf besondere Weise betrachten.

Die Ausstellung ist Teil der gemeinsamen Reihe „Zuhause – unterwegs“ des Netzwerks Museen am Oberrhein. Rund 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz setzen sich dabei aus jeweils eigener Perspektive mit dem Thema auseinander.

Weitere Termine im September und Oktober

Sonntag, 13. September 2026, 10.30 Uhr (Wiederholung um 15 Uhr)

Tag des offenen Denkmals: „Industriedenkmale im Wandel“
Gemeinsam mit dem Museumsverein Lörrach, der Stadt Lörrach und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz widmet sich das Dreiländermuseum der Geschichte und Zukunft des KBC/Raymond-Industrieareals. Nach einer Einführung im Museum führt ein Rundgang über das ehemalige Industrieareal. Am Vormittag wird zudem die neue Stadtwege-Broschüre zur Lörracher Industriegeschichte vorgestellt.

Donnerstag, 24. September 2026, 19.30 Uhr

Hebelabend: „Die Vergänglichkeit“
Zum 200. Todesjahr Johann Peter Hebels hat der Kanderner Künstler Prof. Jürgen Brodwolf dem Dreiländermuseum seine Arbeit „Die Vergänglichkeit“ geschenkt. Die Kunstintervention ist derzeit mitten in der Dauerausstellung zu sehen.
Beim Hebelabend sprechen Markus Manfred Jung und Niggi Ullrich über Hebel, seine Wirkung und das Werk Brodwolfs.
Eintritt frei, Spenden erbeten.

Auch zur sehenswerten Hebelsaal-Ausstellung „Wenn der Töne Zauber walten … – 100 Jahre Motettenchor Lörrach“ gibt es weitere attraktive Angebote: neben öffentlichen Rundgängen findet ein Stimmbildungs-Workshop (19.9.) und ein Einführungsgespräch zum Oktober-Jubiläumskonzert (14.10.), jeweils mit Dirigent Joss Reinicke, in der Ausstellung statt. Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, 18 Uhr, beleuchtet Dr. Georg Müller in einem Vortrag die Geschichte des Chores während der NS-Zeit.

Die Ausstellung im Hebelsaal ist noch bis zum 8. November zu sehen.

Museum und Demokratie

Das Dreiländermuseum arbeitet bei Fragen der Demokratiegeschichte und demokratischen Kultur zunehmend mit Partnern in der Region zusammen. Im Herbst beteiligt es sich am Basler und Lörracher Tag der Demokratie sowie an der Langen Nacht der Demokratie und ist Teil der Basler Museumsinitiative „Museen für Demokratie“.

Freitag, 2. Oktober 2026, 20.30 Uhr

„Direkt und einvernehmlich – Das Schweizer Modell der Demokratie“
Der Journalist Franz Schmider spricht über das politische System der Schweiz und fragt, was sich hinter dem viel zitierten „Schweizer Modell“ verbirgt.

Das vollständige und laufend aktualisierte Programm online
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Verlängerung der Sonderausstellung, Vortrag und Führungen im Pfinzgaumuseum
© Gustai/Pixelgrün
 
Verlängerung der Sonderausstellung, Vortrag und Führungen im Pfinzgaumuseum
Verlängerung der Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ im Pfinzgaumuseum
Die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ wird bis 25. Oktober 2026 verlängert. Darin widmet sich das Pfinzgaumuseum in der Durlacher Karlsburg dem Kapitel der Durlacher Militärgeschichte: 1894 zog das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach ein und nutzte die Karlsburg, einst Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach, bis zum Ende des Ersten Weltkriegs als Stammgarnison. In der Ausstellung werden vielfältige historische Schätze aus den eigenen Beständen, aus dem Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt sowie aus der Sammlung Widmann präsentiert.

Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro, ermäßigt einen Euro.

Am Donnerstag, 24. September 2026, um 18 Uhr hält Katherine Quinlan-Flatter zu der Ausstellung den Vortrag „Es blieben in den Kriegen: Wie die deutschen Kriegerdenkmäler Geschichte erzählen“. Quinlan-Flatter zeigt die verborgene Symbolik auf, die die Kriegerdenkmäler des Ersten Weltkriegs - zwischen 1919 und 1938 errichtet - vermitteln wollten und die heute oft in Vergessenheit geraten sind. Anhand von ausgewählten Beispielen aus Baden, Württemberg und der Pfalz erläutert die Historikerin und freie Journalistin die Hintergrundgeschichten der Denkmäler und ihrer Bildhauer.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Am Sonntag, 11. Oktober, um 15 Uhr führt Susanne Stephan-Kabierske durch die Sonderausstellung. Bei dem Rundgang berichtet Stephan-Kabierske Spannendes über Aufgaben und Ausbildung der Train-Soldaten, über die vom Militär genutzten Gebäude und die persönlichen Erinnerungsstücke, mit denen die Soldaten ihrer Dienstzeit gedachten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.

Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum
Bei der Themenführung „Durlach für Einsteiger: Stadtgeschichte (nicht nur) für Zugezogene, Erstsemester und andere ‚Neigeschmeckte‘“ am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr führt Georg Hertweck durch die Dauerausstellung und gibt einen kompakten Überblick über die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Markgrafenstadt Durlach.

Auch hier ist keine Anmeldung erforderlich, die Führung ist kostenlos.

zum Bild oben:
Blick in die Sonderausstellung "Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach" im Pfinzgaumuseum.
© Gustai/Pixelgrün
 
 

Kindertag im Pfinzgaumuseum am 20. September 2026
© ONUK und Bruno Kelzer
 
Kindertag im Pfinzgaumuseum am 20. September 2026
Am Sonntag, 20. September 2026, lädt das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach von 11 bis 18 Uhr zu seinem jährlichen Kindertag ein.

Dabei werden den ganzen Tag über Aktionen für kleine und große Kinder auf dem Schlossplatz und in den Museumsräumen geboten. Die traditionelle archäologische Schatzsuche im großen Sandkasten gehört genauso zum Programm wie das Drucken in der historischen Druckerei des Museums.

Außerdem können die jungen Besucherinnen und Besucher ein gruseliges Schlossgespenst basteln und von 15 bis 17 Uhr alte Kinderspiele ausprobieren. Ab 14 Uhr sind die Freiwillige Feuerwehr Durlach und das Jugendrotkreuz Durlach mit verschiedenen Mitmach-Aktionen auf dem Schlossplatz.

Darüber hinaus werden für Familien und Kinder spannende Kurzführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ und zum Thema „Die Freiwillige Feuerwehr in Durlach“ durch die Dauerausstellung angeboten.

Alle Kinder, Eltern, Großeltern und alle, die Lust auf einen kunterbunten Tag im Museum haben, sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und das gesamte Programm unter www.karlsruhe.de/pfinzgaumuseum.

zum Bild oben:
Spielspaß und kindgerechte Führungen verspricht der Kindertag im Pfinzgaumuseum
© ONUK und Bruno Kelzer
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Zilla Leutenegger: ZWISCHENRAUM / HINDURCHZUSCHAUN
Papa Bear Chair (c) Zilla Leutenegger
 
Zilla Leutenegger: ZWISCHENRAUM / HINDURCHZUSCHAUN
Museum Tinguely, Basel
23. September 2026 – 7. März 2027

Zilla Leutenegger präsentiert in der Ausstellung Zwischenraum / Hindurchzuschaun rund zehn ihrer multimedialen Installationen sowie eine Anzahl Monotypien. Es sind Einblicke in eine geheimnisvoll bewohnte Architektur und Skizzen eines Lebens. Diese Augenblicke zwischen den Dingen erzählen nicht nur kurze, poetische Geschichten, sondern laden dazu ein, das Museum neu zu entdecken – und es mit anderen Augen zu sehen. Es ist, als wäre jemand im Museum eingezogen, immer wieder sind Spuren und Schatten einer Existenz zu finden.

Zilla Leutenegger, 1968 in Zürich geboren, gehört zu den prägendsten Stimmen der Schweizer Gegenwartskunst. Im Zentrum ihres Schaffens steht eine faszinierende Symbiose aus analogen und digitalen Medien, im Zentrum ihres Schaffens stehen ihre unverwechselbaren multimedialen Installationen und "Videozeichnungen". Dabei überlagert sie reduzierte Wandzeichnungen mit projizierten Videoelementen. Ein statischer Raum wird plötzlich durch den projizierten Schattenwurf einer sich bewegenden Figur zum Leben erweckt.

Diese raffinierten Raumsituationen bilden die Kulissen für die tiefgründigen Erzählungen ihres Werks. Das Storytelling spielt bei Leutenegger eine essenzielle Rolle. Oft tritt sie in Form ihres Alter Egos "Zilla" als Protagonistin auf. Diese gefilmte, gezeichnete oder digital konstruierte Figur führt alltägliche, leise Handlungen aus: Sie liest, wartet oder blickt aus dem Fenster. Durch diese intimen Momente spinnt die Künstlerin subtile Narrative, die beim Publikum eigene Erinnerungen wecken.

Ihre Erzählungen sind selten linear. Leutenegger fängt vielmehr atmosphärische Zustände und flüchtige Emotionen ein. Die durch Licht, Projektion und Skizze erschaffenen Räume wirken wie begehbare Traumsequenzen, in denen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sowie zwischen Fläche und Raum völlig verschwimmen.

Ihr Werk ist eine fortlaufende Erzählung über die Poesie des Alltags. Indem sie den Betrachter:innen in ihre immersiven Welten einlädt, macht sie diese zu stillen Teilhaber:innen ihrer eindringlichen Geschichten.

Im Museum Tinguely treten ihre poetischen Werke in einen spannungsvollen Dialog mit der Sammlung des Hauses. In diesem Austausch treffen Leuteneggers leise, raumgreifende Projektionen auf die mechanische Dynamik Tinguelys. Es entsteht eine ganz neue Erzählung über Bewegung, Licht und Raum, die die Poesie des Alltags auf faszinierende Weise neu verhandelt.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit vom Museum Tinguely mit dem Museo de Arte Zapopan.

Kurator: Andres Pardey in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin
 
 

 
„Bodies in Flux“ und „Schwebende Realität“
Neue Ausstellungen in den Morat-Hallen

Ab Freitag, 18. September, sind zwei neue Ausstellungen in den Morat-Hallen zu sehen. „Bodies in Flux“ von Jieun Choi beschäftigt sich mit der Darstellung des menschlichen Körpers und ist bis Sonntag, 8. November, in der Städtischen Galerie ausgestellt. Mit „Schwebende Realität“ eröffnet in der Halle Nord eine Gruppenausstellung, die Malerei, Video und räumliche Arbeiten von Ye Qian, Fangchao Bi und Qiuning Zhu verbindet. Sie ist bis Sonntag, 25. Oktober, zu sehen. Die offizielle Eröffnung findet am Freitag, 18. September, um 18 Uhr statt. Sie ist Teil der Nocturne – dem Ausstellungsrundgang durch die Freiburger Kunsträume.

Die Ausstellung „Bodies in Flux“ in der Städtischen Galerie zeigt den menschlichen Körper als wandelbares, fragmentiertes und zugleich komplexes Gefüge. Jieun Choi lotet in ihren Arbeiten das Spannungsfeld zwischen persönlicher Erinnerung, Gefühlen und kollektiver Identität aus und setzt Körperfragmente zu neuen, oft mehrdeutigen Konstellationen zusammen. Die gezeigten Bilder und Kompositionen arbeiten mit abstrahierten, fließenden Figuren, reduzierten Gesichtern und einer warmen, zurückgenommenen Farbpalette. Die sich zum Teil überlagernden Figuren schaffen Räume für Betroffenheit, Intimität und Reflexion. Axel Heil, Professor an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wird in die Arbeit der Künstlerin einführen. Jieun Choi wurde 1992 in Seoul geboren und lebt und arbeitet in Karlsruhe. Sie studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und war Meisterschülerin bei Professorin Corinne Wasmuht.

Die Gruppenausstellung „Schwebende Realität“ der aus China stammenden Künstler*innen Ye Qian, Fangchao Bi und Qiuning Zhu zeigt Malerei, Video und räumliche Arbeiten. Durch feine Verschiebungen von Bild, Zeit und Raum bringen die drei Künstler*innen vertraute Wirklichkeiten ins Wanken. Ye Qian entwickelt mit schwarzem Humor surreale Bildwelten. Fangchao Bi macht in seinen Videoarbeiten Dauer, Veränderung und Verschwinden erfahrbar. Qiuning Zhu verbindet Siebdruck und buchbinderische Techniken zu beweglichen Bildträgern und untersucht das Verhältnis von Malerei, Raum und Betrachtung.

Zusätzlich zu den Ausstellungen findet am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr ein Konzert von Evolving TD mit Christian Dierstein (Percussion) und Andreas Fervers (Live-Elektronik) statt. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 11 bis 17 Uhr. An Feiertagen sind die Städtische Galerie und die Halle Nord geschlossen. Mehr Informationen gibt es unter freiburg.de/morathallen.
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