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Freitag, 20. Februar 2026
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Museums - und Ausstellungstipps

 
Internationaler Comic-Wettbewerb startet
Highlight an der FANTASY BASEL

Anlässlich der FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con wird die Comic-Kunst in Basel besonders gefeiert: Erstmals lancieren das Cartoonmuseum Basel, die FANTASY BASEL, die Christoph Merian Stiftung und Basel Tourismus einen internationalen Comic-Wettbewerb unter dem Leitthema «Freundschaft». Höhepunkt ist die Beflaggung der Mittleren Brücke (4.–18. Mai 2026) sowie die Präsentation der prämierten Arbeiten and der FANTASY BASEL (14.–16. Mai 2026). Der Wettbewerb stärkt die Sichtbarkeit der 9. Kunst im öffentlichen Raum und setzt Impulse für den Comic-Standort Basel nachhaltig.

Einladung zur Teilnahme am Comic-Wettbewerb
Professionelle wie auch Nachwuchs-Zeichnerinnen und Zeichner der 9. Kunst sind eingeladen, ihre Perspektiven auf das verbindende Erzählen in Bildern zum Leitthema «Freundschaft» einzureichen. Der Wettbewerb setzt bewusst auf Vielfalt: Unterschiedliche Handschriften, Erzählweisen und Bildsprachen treffen aufeinander.

Einreichung
Einreichungsfrist: 15. März 2026 | Weitere Informationen und die vollständigen Ausschreibungsunterlagen sind online verfügbar. Fragen bitte an: comic@basel.com

Beflaggung der Mittleren Brücke
Die Mittlere Brücke wird zur Open-Air-Galerie: Zwanzig ausgewählte Werke werden vom 4.–18. Mai 2026 auf grossformatigen Fahnen präsentiert und geben dem Wettbewerb damit Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Der Wettbewerb schafft eine einzigartige Bühne für die Comic-Kunst mit hoher Reichweite und verbindet die FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con und das Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst.

Ausstellung an der FANTASY BASEL
Ein besonderes Highlight: An der FANTASY BASEL (14.–16. Mai 2026) werden die prämierten Comics in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler auf über 130 Quadratmetern in grossformatiger Inszenierung an bester Lage präsentiert. Eine kuratierte Indoor-Ausstellung macht die thematische und künstlerische Vielfalt der Einreichungen für ein internationales Publikum sichtbar.

Jury
Über die Auswahl entscheidet eine fünfköpfige Jury mit vielfältiger Expertise: Anette Gehrig (Cartoonmuseum Basel), Gabriela Oberholzer (FANTASY BASEL), Josepha Bosshart (Basel Tourismus), Julia Marti (Verlag Edition Moderne, Zürich) und Thomas Ott (Comic-Künstler, Basel).

Förderung und Partnerschaft
Die Christoph Merian Stiftung (CMS) fördert den Comic-Wettbewerb mit der künstlerischen Beflaggung der Mittleren Brücke sowie der kuratierten Ausstellung an der FANTASY BASEL 2026 mit CHF 120 000. Sie ermöglicht der Comic-Kunst eine einzigartige Plattform im öffentlichen Raum und macht die Zusammenarbeit zwischen FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con, Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst, einer Institution der CMS, Basel Tourismus und CMS sichtbar.

Über die Kooperationspartner

Über das Festival
Die FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con ist das grösste Schweizer Festival für Popkultur, Cosplay und Gaming und findet seit 2015 alljährlich über Auffahrt (14.–16. Mai 2026) in der Messe Basel statt. An drei Tagen deckt das Festival auf einer Fläche von 100 000 Quadratmetern ein breites Themenspektrum rund um Popkultur ab, welches über Filme und Serien, Games, Cosplay, Comics, Anime, Manga, Kunst, Content Creation, Raumfahrt, Mittelalter bis hin zu Brettspielen und vielem mehr reicht. Damit etablierte sich die FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con als thematisch vielseitigster Popkulturevent Europas. Im Jahr 2025 zog das Festival über 97 000 Besuchende an, zur diesjährigen Ausgabe werden rund 100 000 Fans erwartet.
www.fantasybasel.ch

Über die Christoph Merian Stiftung
Die Christoph Merian Stiftung ist eine gemeinnützige Förderstiftung mit Sitz und Wirkungskreis in Basel. Ihr Zweck ist die «Linderung der Noth und des Unglückes» und die «Förderung des Wohles der Menschen». Die Stiftung fördert den sozialen Zusammenhalt, die kulturelle Vielfalt und den sorgfältigen Umgang mit der Natur in der Stadt Basel.
www.cms-basel.ch

Über das Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst
Ob als Comic, Graphic Novel, Reportage, Cartoon, Karikatur oder Trickfilm – Zeichnungen erzählen Geschichten. Als einziges Schweizer Museum und Kompetenzzentrum widmet sich das Cartoonmuseum Basel ausschliesslich der narrativen Kunst. Es sammelt, präsentiert und vermittelt, und leistet damit einen Beitrag zur Diskussion über diese Kunstform und über die gesellschaftlichen Themen, die sie aufnimmt. Mit drei Wechselausstellungen pro Jahr, einem vielseitigem Veranstaltungsprogramm und einer Sammlung von 12 000 Originalwerken prägt das Museum die internationale Szene der 9. Kunst.
www.cartoonmuseum.ch

Über Basel Tourismus
Basel Tourismus ist verantwortlich für die touristische Markenprofilierung und Positionierung Basels im In- und Ausland und die Förderung von Innovation und Qualität über alle touristischen Angebote. Dies mittels gezielter Initiativen, Kampagnen und Promotionen, welche Basel als Kunst-, Kultur- und Architektur Metropole sowie als Messe- und Kongressstadt positioniert.
www.basel.com

Weitere Informationen und die vollständigen Ausschreibungsunterlagen sind online verfügbar.
Einreichungsfrist: 15. März 2026
Einreichungen und Fragen bitte an: comic@basel.com
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35 Jahre „Vom Ei zum Küken“
(c) Museum Natur und Mensch, Foto: Marc Doradzillo
 
35 Jahre „Vom Ei zum Küken“
Der Familienklassiker startet am Samstag, 21. Februar, im Museum Natur und Mensch

Hör mal, wer da raschelt, pickt und piepst! Im Museum Natur und Mensch geht am Samstag, 21. Februar, die allseits beliebte, sehnsüchtig erwartete Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ in die nächste Runde. Zum 35. Mal können kleine und große Fans beim Schlüpf-Marathon mitfiebern und den flauschigen Hühner-Nachwuchs bewundern. Zum Jubiläum blickt die Schau auf eine erfolgreiche Laufzeit zurück: Allein in den letzten zehn Jahren zog sie über 235.000 Besuchende an. Bis Sonntag, 12. April, gibt es jede Menge Spannendes über die Welt der Hühner und eierlegenden Tiere, eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung sowie Feste und Bräuche zu entdecken.

Winzig, bunt und wuselig: Die unterschiedlichen Küken seltener Hühnerrassen begeistern wirklich alle. Dabei sind die Museumsküken nicht nur süß. Sie regen auch zum Nachdenken an: Was bedeuten die Zahlen auf den Eiern im Supermarkt? Wie viel Platz haben Hühner bei den diversen Haltungsformen? Welche Produkte enthalten Eier, wo wir sie gar nicht erwarten? Und was ist eigentlich ein Zweinutzungshuhn? Antworten bieten verschiedene Mitmachstationen, die spielerisch für bewussten Konsum, Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft sensibilisieren.

In der Mitmachausstellung erfahren Neugierige Wissenswertes über Feste und Bräuche: vom mexikanischen Glücksbringer bis zum hartgekochten Beizah des Pessach-Festes. Doch damit nicht genug. Beim Rätseln und Ausprobieren wird klar: Das Ei ist überall im Tierreich präsent. Ob der Schopf-Tinamu mit seinem grün-glänzenden Gelege oder die Gespenstschrecke, deren winzige Eier erst unterm Mikroskop ihre bizarre Schönheit offenbaren – es gibt so einiges zu erkunden.

Ebenso vielfältig ist das Begleitprogramm der Ausstellung: Veranstaltungen laden zum Mitmachen und Spaßhaben ein. Wer mag, geht beim Info-Nachmittag der Reptilienauffangstation auf Tuchfühlung mit Schildkröten und anderen Reptilien oder lässt der Fantasie beim Küken-Filzen freien Lauf. Ein Highlight: die Lesung und der Workshop zum Buch „Das Osterküken“ mit der Illustratorin Alexandra Junge. Gemeinsam mit Henne Hilda suchen die Kinder nach dem Geheimnis von Ostern, lernen wie ein Bilderbuch entsteht und schaffen eigene Bildwelten. Das Veranstaltungsangebot und Tickets finden sich im Online-Shop der Museen Freiburg: museen-freiburg.de/shop.

Bei einer nagelneuen Rallye können Spürnasen jedes Alters auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Eierdieb ihr detektivisches Geschick erproben. Das Küken-Mitmachheft gibt es wieder für 2,50 Euro an der Museumskasse.

Auch für Schulen und Kitas verspricht die Ausstellung nicht nur Spaß. Sie erfüllt auch einen wichtigen Bildungsauftrag: Entsprechend der Leitlinien zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung erfahren Kinder und Jugendliche in vielseitigen Programmen mehr über artgerechte Tierhaltung und reflektieren ihr Konsumverhalten. Die Buchung ist möglich unter museen.freiburg.de/kita-schule.

Beim Kreativwettbewerb haben Kita- und Grundschulgruppen die Chance, sich künstlerisch auszutoben und tolle Preise abzustauben. Bis Sonntag, 15. März, können die Kinder Eier-Kreationen gestalten, die dann am bunten „Eierhimmel“ als Teil der Ausstellung präsentiert werden. Unter allen Einsendungen wählen die Besuchenden ihre Lieblingsstücke aus. Die Hauptgewinner*innen können sich auf einen aufregenden Ausflug zum BioBauernhof freuen. Alle Infos gibt es unter museen.freiburg.de/aktuelles.

Das Museum Natur und Mensch ist dienstags von 10 bis 19 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises und mit dem Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei.

Hinweis an die Besuchenden:
Wegen des großen Andrangs von Kitas und Schulen empfiehlt das Museum Familien werktags einen Besuch nach 12.30 Uhr. Das Platzangebot in der Garderobe ist beschränkt. Nur wenige Kinderwagen können im Museum abgestellt werden, sie dürfen nicht in die Ausstellung mitgenommen werden. Fahrradanhänger müssen draußen bleiben.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 16. bis 22. Februar
(Kalenderwoche 8)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS)

Filmvorführung und Austausch: „Je n’avais que le néant – ‚Shoah‘ par Lanzmann“
Die Reihe „HINSCHAUEN“ vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus und dem Kommunalen Kino (KoKi) geht mit dem neuen Themenblock „Erzählen, dokumentieren, schweigen – über Zeitzeug*innenschaft“ weiter. Den Auftakt macht am Dienstag, 17. Februar, von 19 bis 21 Uhr der französische Film „Je n’avais que le néant“ (2025) von Guillaume Ribot. In seiner Dokumentation zeichnet der Regisseur die Entstehung des Films „Shoah“ aus dem Jahr 1985 von Claude Lanzmann nach und würdigt dessen Einsatz und Lebenswerk. Der Film läuft im KoKi, Urachstraße 40, in Originalsprache mit Untertiteln. Tickets gibt es vor Ort zum regulären Eintrittspreis.

Archäologisches Museum Colombischlössle

After Work: Eiszeitkunst Europas
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt Interessierte am Mittwoch, 18. Februar, um 17.30 Uhr zu einer Feierabend-Führung durch die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ ein. Vor 40.000 Jahren, mitten in der Eiszeit, fertigten unsere Vorfahren kunstvolle Figuren, Höhlenmalereien und die ältesten Musikinstrumente der Welt. Nachbildungen von berühmten Kunstwerken laden zum Ertasten von Formen und Rohstoffen ein. Melodien der Knochenflöte sowie Düfte eiszeitlicher Kräuter erzählen von Gemeinschaft und Umwelt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Da die Teilnahmezahl begrenzt ist, muss zusätzlich ein kostenloses Veranstaltungsticket im Online-Shop gebucht werden.

Museum für Neue Kunst

Konzert: Schlag auf Schlag
Studierende der Hochschule für Musik Freiburg lassen sich am Donnerstag, 19. Februar, um 18 Uhr von der Ausstellung „MAL ER, MAL SIE“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, inspirieren. Unter der Leitung von Christine Löbbert und Phileas Baun entsteht ein musikalisches Ereignis, bei dem Kategorien wie Gegensätze oder Gemeinsamkeiten, Zugehörigkeit oder Ausgrenzung mitklingen. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Museum Natur und Mensch

Familienworkshop: Eier bringen Glück
Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lädt Familien mit Kindern ab vier Jahren am Samstag, 21. Februar, um 15 Uhr zu einem Workshop rund ums Ei ein. Klein und Groß bemalen Eier und füllen sie mit selbstgemachtem Konfetti – fertig sind die mexikanischen Glückseier! Der Workshop kostet pro Person 2,50 Euro und ist Teil der Sonderausstellung „Vom Ei zum Küken“. Tickets gibt es im Online-Shop. Bitte pro Kind zwei ausgeblasene Hühnereier mitbringen. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.
 
 

 
Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 9. bis 15. Februar
(Kalenderwoche 7)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS)

Kulturpause: Das Turmfragment der alten Synagoge
Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus, Rotteckring 14, nimmt Interessierte am Donnerstag, 12. Februar, um 12.30 Uhr mit zu einer Kurzführung. Im Fokus steht das Turmfragment der alten Synagoge in Freiburg. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung mit Gratis-Ticket über den Online-Shop ist erforderlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Jour Fixe: Im Gespräch mit Gertraud Hurrle
Im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist am Donnerstag, 12. Februar, um 18 Uhr die Sammlerin und Mäzenatin Gertraud Hurrle zu Gast. Passend zur Sonderausstellung „MAL ER, MAL SIE“ spricht sie über ihre Begegnung und langjährige Freundschaft mit dem Künstler Artur Stoll. Jour Fixe ist ein Veranstaltungsformat vom Förderverein des Museums. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Augustinermuseum
Kostümführung: Kunstbetrachtung mit einem „Grafen von Freiburg“
Im Augustinermuseum am Augustinerplatz erwartet Besuchende am Freitag, 13. Februar, um 17.30 Uhr ein Rundgang mit einem „Grafen von Freiburg“. Angelehnt an die historischen Grafen aus dem Geschlecht von Freiburg-Urach stellt er Bezüge zwischen den Skulpturen des Münsters, seiner mittelalterlichen Lebenswelt und weiteren Kunstwerken her. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Führung: Eiszeitkunst Europas
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt am Sonntag, 15. Februar, um 12 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ ein. Höhlenmalereien und dreidimensionale Darstellungen von Menschen und Tieren erzählen von der künstlerischen Ausdruckskraft der ersten modernen Menschen in Europa. Nachbildungen von berühmten eiszeitlichen Figuren sowie einzigartige Originale der Jagdstätte am Petersfels bei Engen bieten Einblicke in gemeinschaftliche Wertevorstellungen unserer Vorfahren. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
 
 

 
Morat-Hallen offiziell eröffnet: Neue Räume für die Freiburger Kunstszene
Städtische Galerie und Halle Nord zeigen zwei Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst

Drei riesige Hallen, knapp 2000 Quadratmeter Fläche: Das weitläufige Gebäude an der Lörracher Straße 31 ist als Sitz des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft weit über Freiburg hinaus bekannt. Im Mai 2024 hat die Stadt das Gebäude gekauft und anschließend saniert – ermöglicht durch eine großzügige Spende der in Freiburg lebenden Mäzenin Gertraud Hurrle. Heute haben Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die traditionsreichen Morat-Hallen mit zwei Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst eröffnet.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Dass wir dieses wunderbare Gebäude als Raum für Kunst und Kultur in Freiburg erhalten konnten, war ein echter Gemeinschaftserfolg. Mein besonderer Dank gilt Gertraud Hurrle – nur durch ihre großzügige Spende konnten wir die einmalige Gelegenheit nutzen und das Gelände kaufen. Die Morat-Hallen werden die Kunstszene unserer Stadt in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich mitprägen. Danke auch an alle, die diesen Erfolg durch ihr Engagement möglich gemacht haben.“

„Von der Kooperation zwischen Stadt und Morat-Institut profitiert die Kunst in Freiburg: Mit der Eröffnung der Hallen führen wir das kulturelle und künstlerische Erbe der Familie Morat fort. Und durch Dauerleihgaben an die Museen haben die Freiburger*innen weiterhin Zugang zu den hochkarätigen Kunstwerken. Was mir besonders am Herzen liegt: Mit der Halle Nord haben wir einen neuen Ort für die Freiburger Kunstszene geschaffen. Hier können sich die unterschiedlichsten Initiativen und Vereine entfalten. Genau das brauchen wir, um unsere Stadt als lebendige Kulturstadt voranzubringen“, stellte Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die Bedeutung für Freiburg heraus.

In der mittleren Halle findet die Städtische Galerie, zuvor im Kunsthaus L6 untergebracht, auf knapp 240 Quadratmetern ein neues – und deutlich größeres – Zuhause. Genau wie in der Vergangenheit sind hier wechselnde Ausstellungen zu sehen. In der Halle Nord ist ein neuer Ort für die Freiburger sowie die nationale und internationale Kunstszene entstanden. Ausstellungen, Performances, Projekte: Die knapp 300 Quadratmeter große Halle bietet genug Platz für unterschiedlichste Formate.

Die Städtische Galerie zeigt bis zum 15. März „Following – some kind of same – π“; mit Malerei-, Keramik- und Holzreliefarbeiten von Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe. In der Halle Nord ist bis zum 29. März „Fields of Un/rest“ zu sehen. Darin fragen die Künstler*innen Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin sowie die Kuratorin Sharleena Rosing: Was bedeutet es, in einer von Krisen geprägten Gegenwart Kunst zu produzieren.

Rückblick: Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Morat-Familie
Die Morat-Hallen waren jahrzehntelang Sitz des renommierten Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft. Am 11. November 2023 hat das Ehepaar Morat ihre Stiftung an die Söhne Daniel und Robert abgegeben – pünktlich zum 80. Geburtstag des Gründers Franz Armin Morat. Den in Berlin lebenden Brüdern war es ein Herzensanliegen, dass die Sammlung in Freiburg bleibt. Der Stadt Freiburg war es besonders wichtig, das Erbe der Familie Morat weiterzuführen und das Gebäude als Ort der Kunst und Kultur zu bewahren. Daraus entstand die Idee einer Kooperation zwischen Stadt und Morat-Institut.

In der südlichen Halle ist weiterhin das Lebenswerk von Eva-Maria und Franz Armin Morat gelagert. Über 40 Jahre hinweg hat das Ehepaar mit großer Leidenschaft eine beeindruckende Sammlung zusammengetragen: eine umfangreiche Bibliothek mit etwa 50.000 Bänden kunstwissenschaftlicher Literatur, rund 7.500 Grafiken sowie 500 Gemälde und Skulpturen; darunter Arbeiten von Dürer, Rembrandt und Goya. Besonders spannend sind die umfangreichen Konvolute einzelner Künstler – nirgendwo sonst finden sich so viele Arbeiten von Kurt Kocherscheidt (1943–1992) oder Artur Stoll (1947–2003). Ein bedeutender Teil der Sammlung steht bereits als Dauerleihgabe den Städtischen Museen zur Verfügung und ist damit der Öffentlichkeit zugänglich.

Im Mai 2024 folgte der Ankauf der Hallen. Anschließend erneuerte das Gebäudemanagement (IMF) die veraltete Technik, baute Fluchttüren ein und installierte eine barrierefreie Toilettenanlage sowie eine Küche. Die Sanierung und der Umbau waren im November 2025 abgeschlossen und kosteten circa 580.000 Euro. Geplant ist noch eine Rollstuhlrampe am Vordereingang; über die Fluchttüren am Hintereingang sind die Hallen bereits barrierearm erreichbar.

Die Ausstellungen
Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 11 bis 17 Uhr. An Feiertagen sind Städtische Galerie und Halle Nord geschlossen.

Städtische Galerie: "Following – some kind of same – π" bis zum 15. März
Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe untersuchen das Serielle als künstlerisches Prinzip. Tanja Goetzmanns keramische Hüllen verhandeln Variationen zwischen Funktion, Form und Materialität. Tim Bohlenders Malereien erzeugen durch Spiegelungen, minimale Abweichungen und kleine Störungen seiner grafischen Elemente immer wieder Ungewohntes. Nozomi Tanabes geschnitzte Gesichtsfragmente reflektieren in ihren Wiederholungen Geschichte und Gesellschaft sehr grundlegend als Etwas das über Nachahmung und Adaption funktioniert.

Die drei künstlerischen Positionen – Keramik, Malerei und Holzrelief – erzeugen im Dialog spannungsreiche Übergänge zwischen Fläche, Volumen und Geste. Das serielle Arbeiten wird dabei nicht als bloße Wiederholung verstanden, sondern als poetisch-analytisches Verfahren, das Ordnung schafft und sie zugleich unterläuft.

Halle Nord: "Fields of Un/rest" bis zum 29. März
Die mittlerweile in Berlin lebenden Künstler*innen – Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin sowie die Kuratorin Sharleena Rosing – fragen: Was bedeutet es in einer von Krisen geprägten Gegenwart Kunst zu produzieren?

Der Titel reflektiert das Spannungsfeld zwischen Rückzug und Reaktion, zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe und äußerer Unruhe. Die Ausstellung untersucht, wie sich gesellschaftliche Umstände im künstlerischen Werk manifestieren, ohne dabei tagespolitisch zu agieren.

Die Künstler*innen arbeiten mit Installation, Skulptur, Fotografie, Video und Sound und entwickeln teils neue, raumbezogene Arbeiten. Ihre Werke beschäftigen sich mit Materialität, Identität, Körperlichkeit, sowie mit den Bedingungen von öffentlichem Raum und zeitgenössischer Existenz.
 
 

Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Außenansicht der Karlsburg © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Bei der Themenführung „Durlach für Einsteiger: Stadtgeschichte (nicht nur) für Zugezogene, Erstsemester und andere ,Neigeschmeckte‘“ am Sonntag, 22. Februar, um 15 Uhr führt Susanne Stephan-Kabierske durch die Dauerausstellung und gibt einen kompakten Überblick über die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Markgrafenstadt Durlach. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Medienkunst als Entwurf für die Zukunft
© Atelier B2
 
Medienkunst als Entwurf für die Zukunft
UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe auf der art karlsruhe 2026

Die UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe präsentiert sich erneut vom 5. bis 8. Februar 2026 auf der art karlsruhe mit einem eigenen Auftritt unter dem Titel „The Shape of Tomorrow“. Auf der internationalen Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst zeigt sie eine speziell für die art karlsruhe entwickelte Medienkunstinstallation, die sich mit zukünftigen Lebensräumen und dem Verhältnis von Mensch, Technologie und Raum auseinandersetzt. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Installation zu erleben und sich am Stand über die Arbeit der Geschäftsstelle zu informieren.

Im Zentrum steht das begehbare Werk „Soft Utopia“ von Veronika Biebrich, Verena Stella Gompf, Stefan Lotze und Nikolaus Völzow. Die Installation wurde aus einer offenen Ausschreibung ausgewählt, die künstlerische Positionen suchte, welche utopische Ideen von Zusammenleben, Nachhaltigkeit und digitaler Gestaltung erfahrbar machen.

„Soft Utopia“ lädt dazu ein, auf einer großformatigen, weich gepolsterten Liegelandschaft zu verweilen – allein oder gemeinsam. Die Installation schafft einen ruhigen, geschützten Raum, in dem ein über den Liegenden schwebender Bildschirm auf Bewegungen reagiert und diese live sichtbar macht. So entsteht ein wandelbarer Raum, der Begegnung ermöglicht und Zukunft als gemeinsame, unmittelbare Erfahrung spürbar werden lässt.

Weitere Informationen zum Messeauftritt und „Soft Utopia“ gibt es auf der Homepage der UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe.

2019 wurde Karlsruhe von der UNESCO als erste und bisher einzige Stadt in Deutschland mit dem Titel „Creative City of Media Arts“ ausgezeichnet. Im internationalen UNESCO Creative Cities Network engagiert sich Karlsruhe gemeinsam mit über 40 Partnerinstitutionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung mit Fokus auf Kreativität und Kultur.

zum Bild oben:
Visualisierung des geplanten Medienkunstwerks für die art karlsruhe 2026
© Atelier B2
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Führungen im Stadtmuseum Karlsruhe im Februar
© Stadtmuseum Karlsruhe
 
Führungen im Stadtmuseum Karlsruhe im Februar
Finissage der Sonderausstellung „Szenen einer Stadt“ im Stadtmuseum mit Kuratorenführung und Verlosung

Am letzten Öffnungstag der Sonderausstellung „Szenen einer Stadt. Der Karlsruher Fotograf Horst Schlesiger“ im Stadtmuseum ist am Sonntag, 1. Februar der Eintritt für alle Besuchenden frei. Bei der Kuratorenführung um 16.30 Uhr führt Dr. Ferdinand Leikam durch die Ausstellung und vermittelt spannende Einblicke in das Leben und Schaffen Horst Schlesigers. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.

Bei einer kleinen Verlosung werden ausgewählte Fotografien aus der Ausstellung verlost. Die Stimmabgabe ist von 16 bis 17.30 Uhr möglich, im Anschluss findet die Ziehung der Gewinnerinnen und Gewinner statt.

Führung durch die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“

Am Sonntag, 8. Februar, um 15 Uhr führt Judith Göhre durch die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais und stellt eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende „verborgene Geschichten“ verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos bzw. im Eintrittspreis inbegriffen.

zum Bild oben:
Blick in die Sonderausstellung „Szenen einer Stadt. Der Karlsruher Fotograf Horst Schlesiger“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais
© Stadtmuseum Karlsruhe
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