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Montag, 30. März 2026
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Museums - und Ausstellungstipps

Museumsarbeit live: Einblicke in den Hubbuch-Nachlass
Das Hubbuch-Archiv im Kunstmuseum. © Anne-Sophie Stolz
 
Museumsarbeit live: Einblicke in den Hubbuch-Nachlass
Kunstmuseum Karlsruhe lädt ein

Einblicke in die Museumsarbeit
Während der Öffnungszeiten des Archivs (mittwochs und donnerstags 10 bis 17 Uhr) können Interessierte den Prozess der Inventarisierung miterleben und mehr über die Arbeit im Museum und im Archiv erfahren.
Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher die umfangreiche Präsenzbibliothek zu Karl Hubbuch nutzen, sich Werke und Archivalien vorlegen lassen sowie den Forschungsnachlass des Kunsthistorikers Wolfgang Hartmann einsehen.

Monatliche Führungen ab April 2026
Ab dem 9. April bieten monatliche Führungen im Hubbuch-Archiv Einblicke in die Vielfalt des künstlerischen Nachlasses und laden zum Austausch über Leben und Werk des Künstlers ein.
Termine, jeweils 17 Uhr: 09.04.2026, 07.05.2026, 25.06.2026, 16.07.2026, 20.08.2026
Kosten: 2 Euro zzgl. Eintritt

Neue Perspektiven auf Karl Hubbuchs Werk
Karl Hubbuch (1891–1979) zählt zu den wichtigsten Vertretenden des Verismus und der Neuen Sachlichkeit in Deutschland. Nach seiner Entlassung als Professor der Badischen Landeskunstschule Karlsruhe (heute Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 arbeitete Hubbuch unter schwierigen Bedingungen weiter. Mit der Wiedereröffnung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste 1947 erhielt Hubbuch sein Professorenamt zurück, in welchem er bis 1957 tätig war.
Wolfgang Hartmann (1938–1999), der als Professor für Kunstgeschichte an der Karlsruher Universität (heute KIT) lehrte, setzte sich intensiv mit dem Karlsruher Künstler auseinander und hinterließ umfangreiche Materialien zu dessen künstlerischem Schaffen.

Sammlung und Forschung am Kunstmuseum Karlsruhe
Mit mehr als 1.500 Papierarbeiten und 33 Gemälden beherbergt das Kunstmuseum Karlsruhe den weltweit größten Bestand an Arbeiten Karl Hubbuchs. Die wissenschaftliche Aufarbeitung erfolgt im Hubbuch-Archiv im zweiten Obergeschoss. Bereits 2023 wurden in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung bei einer ersten Bestandsaufnahme 100 Werke ausgewählt und systematisch erschlossen.
Seit Oktober 2025 wird die Kooperation fortgesetzt: Ziel des Projekts ist die Inventarisierung und Digitalisierung des gesamten Nachlasses, die Vorbereitung einer Einzelausstellung im April 2027 sowie die Entwicklung neuer Vermittlungsformate. Dafür unterstützt die Wüstenrot Stiftung das Kunstmuseum Karlsruhe mit Mitteln in Höhe von bis zu 75.000 Euro.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 30. März bis 5. April
(Kalenderwoche 14)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Führung: Protest und Revolution
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt Interessierte am Sonntag, 5. April, um 11 Uhr zu einem Rundgang durch den Ausstellungsbereich „Protest und Revolution“ ein. Im Mittelpunkt der Führung stehen – ausgehend von der Badischen Revolution 1848/49 – Personen und Bevölkerungsgruppen, die den Mut hatten, für Gleichberechtigung und Menschenrechte einzustehen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Treffpunkt ist im Flur vor dem Raum „Stadtgeschichte“ im 1. OG.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Matinee: Unterwegs seit Jahrtausenden
Bei der Matinee am Sonntag, 5. April, von 11 bis 13 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, geht es darum, wie Migration die Menschheit formte. Seit jeher sind Menschen in Bewegung – auf der Suche nach neuen Lebensräumen, Ideen und Begegnungen. Gemeinsam mit Archäologin Mailin Bretz spüren die Teilnehmenden den menschlichen Wegen von der Eiszeit bis in die Bronzezeit nach. Dabei entdecken sie, wie Neugier, Mut und Wandel unsere Geschichte geprägt haben. Zur musikalischen Begleitung spielen Serhii Danych und Diana Brković Stücke von Irving Berlin, Leonard Cohen und anderen. Die Teilnahme kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Sitz-Führung: Hinter den Fassaden
Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialist*innen 1933 veränderte auch in Freiburg Politik und Alltag. Bei der Führung am Sonntag, 5. April, um 15 Uhr durch die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, erfahren die Teilnehmenden anhand verschiedener Zeugnisse mehr über lokale Akteur*innen und reflektieren die Ereignisse. Bei der Führung wird darauf geachtet, dass die Teilnehmenden sitzen können. Platz für Hocker, Rollstühle und Rollatoren in Standardgrößen ist eingeplant. Die Teilnahme kostet 4 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Führung: MAL ER, MAL SIE
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt Interessierte am Sonntag, 5. April, um 15 Uhr zu einer Führung in die Ausstellung „MAL ER, MAL SIE“ ein. Im Mittelpunkt stehen die Werke von Artur Stoll (1947–2003) und Olga Jakob (*1985). Beide Künstler*innen verbindet das Interesse an Farbe, beide suchen das Einfache, Selbstverständliche und Konzentrierte. Dass ihre Arbeiten trotzdem komplett unterschiedlich sind, macht die Gegenüberstellung der großformatigen Ölgemälde Stolls und der teils beweglichen, raumgreifenden „textilen Gemälde“ Jakobs besonders reizvoll. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
 
 

Führung durch die Sonderausstellung im Stadtmuseum am Ostersonntag
© Stadtmuseum Karlsruhe
 
Führung durch die Sonderausstellung im Stadtmuseum am Ostersonntag
"Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)"

Am Ostersonntag, 5. April, um 15 Uhr führt Georg Hertweck durch die Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais und stellt eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende Geschichten verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehunsgweise im Eintrittspreis inbegriffen.

zum Bild oben:
Symbolbild zur Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum
© Stadtmuseum Karlsruhe
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Vernissage der Ausstellung «José Muñoz. Broken Voices»
Cartoonmuseum Basel
Freitag, 27.3.2026, 18.30–21 Uhr

Mit: Baschi Dürr, Direktor der Christoph Merian Stiftung, Basel (CH), José Muñoz, Comiczeichner und Künstler, Mailand (IT); Lorenzo Mattotti, Comickünstler, Paris (FR); sowie Anette Gehrig, Direktorin und Kuratorin Cartoonmuseum Basel
Musik: Vanessa Lemoine und Gabriela Suárez, Jazzcampus Basel
Alle sind herzlich eingeladen!

Eintritt frei
Ohne Anmeldung
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Führungen im Pfinzgaumuseum Karlsruhe im März und April
Blick auf die Karlsburg in Durlach © Stadt Karlsuhe, Monika Müller-Gmelin
 
Führungen im Pfinzgaumuseum Karlsruhe im März und April
Eine Zeitreise, Durlacher Innovationen und ein Oster-Special: Im März und April 2026 bietet das Pfinzgaumuseum in Durlach mehrere Führungen durch die Dauer- sowie die Sonderausstellung an. Alle Führungen im Überblick:

Führung durch die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“

Am Sonntag, 29. März, um 15 Uhr führt Eva Unterburg durch die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ im Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach. Bei dieser Zeitreise tauchen die Teilnehmenden in ein vergangenes Durlach ein, in dem blau-uniformierte Soldaten auf den Straßen und Reiter auf dem Schlossplatz ein alltäglicher Anblick waren und die Karlsburg als Kaserne diente. Bei dem kurzweiligen Rundgang berichtet Frau Unterburg Spannendes über Aufgaben und Ausbildung der Train-Soldaten, über die vom Militär genutzten Gebäude und die eindrucksvollen persönlichen Erinnerungsstücke, mit denen die Soldaten ihrer Dienstzeit gedachten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Führung durch die Dauerausstellung

Bei der Themenführung „Von Zündhölzern und Zahnradbahnen: Innovationen aus Durlach“ am Sonntag, 29. März, um 16.30 Uhr führt Eva Unterburg durch die Dauerausstellung und gibt einen kompakten und spannenden Überblick über innovative Durlacher Ideen und ihre Umsetzung. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Oster-Special für Familien

Bei der Familienführung „Trepp‘ auf, Trepp‘ ab durchs ganze Haus. Ein Rundgang zur Stadt- und Schlossgeschichte“ am Ostersonntag, 5. April, um 15 Uhr erkunden die Teilnehmenden gemeinsam mit Susanne Stephan-Kabierske das Pfinzgaumuseum und die Durlacher Karlsburg. Auf dem Rundgang mit Ostereiersuche gibt es für Klein und Groß allerlei Spannendes zur Stadt- und Schlossgeschichte zu entdecken. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Führung durch die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“

Am Sonntag, 12. April, um 15 Uhr führt Georg Hertweck durch die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ im Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach. Bei dieser Zeitreise tauchen die Teilnehmenden in ein vergangenes Durlach ein, in dem blau-uniformierte Soldaten auf den Straßen und Reiter auf dem Schlossplatz ein alltäglicher Anblick waren und die Karlsburg als Kaserne diente. Bei dem kurzweiligen Rundgang berichtet Herr Hertweck Spannendes über Aufgaben und Ausbildung der Train-Soldaten, über die vom Militär genutzten Gebäude und die eindrucksvollen persönlichen Erinnerungsstücke, mit denen die Soldaten ihrer Dienstzeit gedachten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung im Eintrittspreis inbegriffen.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 23. bis 29. März
(Kalenderwoche 13)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Museum Natur und Mensch

Familienführung: Museumsküken am Abend
Die wuseligen Museumsküken sind nicht nur süß. Sie regen auch zum Nachdenken an. Bei einer Führung durch die Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ am Dienstag, 24. März, um 17.30 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lernen Familien mit Kindern ab 4 Jahren viel über das Leben von Hühnern und anderen eierlegenden Tieren. Die Teilnahme kostet für Kinder 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.

Museum für Neue Kunst

Kuratorinnenführung: MAL ER, MAL SIE
Lisa Bauer-Zhao führt Interessierte am Donnerstag, 26. März, um 18 Uhr durch die von ihr kuratierte Ausstellung „MAL ER, MAL SIE“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Im Mittelpunkt stehen die Werke von Artur Stoll (1947–2003) und Olga Jakob (*1985). Beide Künstler*innen verbindet das Interesse an Farbe, beide suchen das Einfache, Selbstverständliche und Konzentrierte. Dass ihre Arbeiten trotzdem komplett unterschiedlich sind, macht eine Gegenüberstellung der großformatigen Ölgemälde Stolls und der teils beweglichen, raumgreifenden „textilen Gemälde“ Jakobs besonders reizvoll. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Telefon-Führung: Zwangsarbeit in Freiburg
Bei der Telefon-Führung aus dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) am Donnerstag, 26. März, um 15 Uhr geht es um die Geschichte von Zwangsarbeiter*innen. Während des Zweiten Weltkriegs mussten Tausende verschleppte Menschen in Freiburger Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und privaten Haushalten Zwangsarbeit leisten. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Caroline Klemm gibt einen Überblick über den Einsatz und einzelne Biografien von Zwangsarbeiter*innen in Freiburg. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist auf der Website www.beianrufkultur.de oder telefonisch unter 040 209 404 69 erforderlich. Eine Anmeldung über das DZNS ist nicht möglich.

Augustinermuseum

Direktorinnenführung: Von der Badischen Revolution zum FREI_Raum
Die Museumsdirektorin Jutta Götzmann führt am Freitag, 27. März, um 17.30 Uhr durch einige der neu eröffneten Bereiche des Augustinermuseums am Augustinerplatz und präsentiert die vielseitigen Themen der Dauerausstellung. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Führung: Fastenzeit und Feiertage
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt am Sonntag, 29. März, um 12 Uhr Interessierte zu einer Führung durch die Dauerausstellung ein. Dabei stehen religiöse Brauchtümer im Mittelpunkt. Unabhängig von ihrem Glauben nutzen heute noch viele Menschen die Zeit vor Ostern als „Fastenzeit“ oder freuen sich über die christlichen Feiertage. Bei einer Zeitreise ins frühe Mittelalter erfahren die Teilnehmenden, wo diese Traditionen ihren Anfang nahmen und begegnen den ersten Spuren des Christentums in Südwestdeutschland. Die Teilnahme kostet 2,50 plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
 
 

 
Kunstmuseum Basel: The First Homosexuals
Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939

Kunstmuseum Neubau
bis 02.08.2026

Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel widmet sich der frühen Sichtbarkeit gleichgeschlechtlichen Begehrens und der Geschlechtervielfalt in der Kunst. Sie beleuchtet anhand von rund achtzig Gemälden, Arbeiten auf Papier, Skulpturen und Fotografien, wie sich ab der ersten öffentlichen Verwendung des Begriffs «homosexuell» im Jahr 1869 neue Bilder von Sexualität, Geschlecht und Identität bildeten. Die vielschichtige Ausstellung öffnet den Blick auf queere Gemeinschaften, intime Porträts, selbstbestimmte Lebensentwürfe, kodiertes Verlangen und koloniale Verflechtungen.
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Ausstellung: "DEUTSCH!"
Kunstmuseum Heidenheim
bis 31. Mai 2026

500 Zeichen
Was ist typisch deutsch? In Zeiten zunehmender Umfragewerte rechter Parteien ist diese Frage zu einer heiklen politischen Debatte geworden. Um diese zur Disposition zu stellen, zeigt das Kunstmuseum Heidenheim rund 20 künstlerische Positionen und mehrere Antworten aus der Bevölkerung, die sich mit Geschichten und Motiven beschäftigen, die mit Deutschland assoziiert werden. Was davon ist Stereotyp, was möchten wir lieber vergessen, was ist Augenzwinkern und was bierernst? Die Schau lädt ein, sich diesen Fragen zu nähern.

1000 Zeichen
Die zunehmenden Umfragewerte rechtsradikaler und nationalkonservativer Parteien gehen mit einem Wandel einer von Populismus geprägten Sprache einher. Diese zeichnet sich durch einen ausgrenzenden Nationalstolz und die Propagierung der Bewahrung “eigener” Werte aus. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, was eigentlich damit gemeint sein soll, wenn von einer deutschen Identität die Rede ist.
Das Kunstmuseum Heidenheim nimmt dieses vage Terrain zum Anlass für eine Ausstellung, in welcher aus Perspektive der bildenden Kunst nach Aspekten des Deutschen gefragt werden soll.
Die Ausstellung ist gegliedert in fünf Themenblöcke: Traditionen und Alltag, Deutsche Landschaft, Gebaute Umwelt und Geschichte sowie persönliche Statements aus der Bevölkerung. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit will die Schau zum Diskutieren und Nachdenken anregen. Was sind Stereotype, was möchten wir lieber vergessen? Was ist Augenzwinkern und was bierernst?

Mit Werken von:
Albrecht/Wilke, Antonia Alessia Virginia Beeskow, Andy Heller, Kai Fischer, Alexander Gdanietz, Bianca Patricia Isensee, Max Kersting, Jens Klein, Jody Korbach, Jaemin Lee, Anna Ley, Maximilian Martinetz, Andreas Mühe, Peter Piller, Michael Schlecht & Emanuel Aeneas Megersa, Nicholas Warburg, Karla Zipfel

Langtext (3.000 Zeichen)
Die zunehmenden Umfragewerte rechtsradikaler und nationalkonservativer Parteien gehen mit einem Wandel einer von Populismus geprägten Sprache einher. Diese zeichnet sich durch einen ausgrenzenden Nationalstolz und die Propagierung der Bewahrung “eigener” Werte aus.
Auch offizielle Institutionen wie Heimatministerien sind Zeugnisse des Versuchs eine lokale oder nationale Identität zu definieren und dadurch zu verfestigen. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, was eigentlich damit gemeint sein soll, wenn von einer deutschen Identität die Rede ist.
Das Kunstmuseum Heidenheim nimmt dieses vage Terrain zum Anlass für eine Ausstellung, in welcher aus Perspektive der bildenden Kunst nach Aspekten des Deutschen gefragt werden soll.

Wenn ein Museum für zeitgenössische Kunst eine Ausstellung mit dem Titel “Deutsch!” organisiert, dann mag das erst einmal provokant anmuten. Ziel der Werkschau ist dabei jedoch keine Deutschtümelei oder die Bestätigung klischeebeladener Bilder. Vielmehr soll im Subtext das Ausrufezeichen als Fragezeichen verstanden und ein Raum für Diskussionen geschaffen werden.
Zu diesem Zweck versammelt die Ausstellung Arbeiten von 20 Künstler:innen, die sich auf ihre je eigene Weise mit der Geschichte und mit Motiven beschäftigen, die mit Deutschland assoziiert werden oder nationale Stereotype zur Disposition stellen.

Aufgeteilt ist die Ausstellung in fünf Themenblöcke. Der Rundgang beginnt mit Werken zu Tradition und Alltag. Hier treffen Gemälde von Literaturklassikern, Reisepässen und dem Grundgesetz (Anna Ley) auf gemalten Toast Hawaii und Leberkäse (Albrecht/Wilke). Zeitungsartikel (Peter Piller, Max Kersting) gesellen sich zu Räuchermännchen (Max Martinetz) und Fußballbildchen (Kai Fischer). Dieser Bereich soll einen humorvollen Einstieg bieten, der aber auch schon erste Diskussionen zulässt. Kann man eine nationale Identität wirklich auf kulinarische Produkte reduzieren?

Im Bereich gebaute Umwelt werden sowohl die Provinz (Andy Heller, Peter Piller) als auch die Shoppingcenter im Osten Berlins (Alexander Gdanietz) verhandelt, aber auch das klassisch süddeutsche Häuslebauen im Allgemeinen (Karla Zipfel).

Der Bereich Deutsche Landschaft offenbart mehr Politik als es den Anschein haben mag. Sie wird zur fiktiven Kulisse für die Werbung (Jaemin Lee), ist Schauplatz der Rüstungsindustrie (Bianca Patricia Isensee), ist Ort für FKK aber auch für eine Überhöhung der Geschichte (Antonia Alessia Virginia Beeskow, Jens Klein).

In Bereich Deutsche Geschichte geht es dann auch um die Schattenseiten: NSU und RFA (Andreas Mühe) stehen neben Rostock-Lichtenhagen (Jody Korbach) oder der dunklen Seite von Hugo Boss (Nicholas Warburg). Zu sehen ist auch, wie sich Populismus in zärtliche Gesten deutscher Politiker:innen zeigt (Michael Schlecht & Emanuel Aeneas Megersa).

Der fünfte Bereich ist ein offener Parcours. Mit dem Museum verbundene Personen wurden eingeladen, ihren Beitrag auf die Frage „Was ist typisch deutsch“ einzureichen. Antworten von Personen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Nation bieten ein breites Bild von Meinungen und Ideen. Drei leere Sockel dürfen vom Publikum bespielt werden und laden ein, das Thema weiterzudenken.

Mit Werken von:
Albrecht/Wilke, Antonia Alessia Virginia Beeskow, Andy Heller, Kai Fischer, Alexander Gdanietz, Bianca Patricia Isensee, Max Kersting, Jens Klein, Jody Korbach, Jaemin Lee, Anna Ley, Maximilian Martinetz, Andreas Mühe, Peter Piller, Michael Schlecht & Emanuel Aeneas Megersa, Nicholas Warburg, Karla Zipfel

Kunstmuseum Heidenheim
Marienstr. 4 / 89518 Heidenheim
Öffnungszeiten: Di – So: 11 – 17 Uhr / Mi: 13 – 19 Uhr
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