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Museums - und Ausstellungstipps
© Renate Straub/stattreisen Karlsruhe e.V. | | | | | Führung und Stadtrundgang zur Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe" | Ausstellung des Fotografen Harald Wacker im Stadtmuseum
Führung durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe. Fotografien von Harald Wacker“ im Stadtmuseum
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 15 Uhr führt Kira Kokoska durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe. Fotografien von Harald Wacker“ im Stadtmuseum. Durch ausgewählte Objekte entdecken die Besucherinnen und Besucher nicht mehr existente Arbeits- und Freizeitwelten. Dabei tauchen die Teilnehmenden in die Ästhetik und Schönheit dieser "Lost Places" ein und erhalten Einblicke in das fotografische Schaffen von Harald Wacker. Im Anschluss kann auf Wunsch im Escape-Raum „Der letzte Badetag“ gespielt werden, der die Geschichte des ehemaligen Tullabads thematisiert, das heute als Exotenhaus des Zoologischen Gartens genutzt wird.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.
Parallel zu der Sonderausstellung bietet das Stadtmuseum am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 15 Uhr den Stadtrundgang „Lost Places um den Karlsruher Hauptbahnhof“ an.
Dort existieren einige aufgegebene Ecken und Winkel. Die Teilnehmenden erkunden diese mit Renate Straub von stattreisen e.V. Beispielsweise der sogenannte "Fürstenbahnhof" mit dem Fürstengang ist schon seit 1919 nicht mehr in Benutzung, die Post wird seit 1997 nicht mehr mit der Bahn transportiert und die Zeit des Bunkers für Reisende während des Zweiten Weltkriegs ist auch längst vorüber. Manches wurde neu genutzt, anderes verfiel.
Der Rundgang dauert etwa anderthalb Stunden und kostet 5 Euro pro Person. Der Treffpunkt ist das Blumengeschäft gegenüber vom Bahnhof, Ecke Bahnhofstraße/Bahnhofvorplatz. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist bis spätestens 9. Oktober erforderlich unter stadtmuseum(at)kultur.karlsruhe.de oder 0721/133-4231.
Stadtrundgang „Lost Places um den Karlsruher Hauptbahnhof“
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| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 5. bis 11. Oktober | (Kalenderwoche 41)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Vortrag: Die ehemalige „Alexander-Ecker-Sammlung“
Das Museum für Neue Kunst lädt am Dienstag, 6. Oktober, von 19 bis 20.30 Uhr zum Vortrag „Die ehemalige ‚Alexander-Ecker-Sammlung‘, ‚Rassenlehre‘ und Verantwortung zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus“ ins Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, ein. Dieter Speck, ehemaliger Leiter des Universitätsarchivs Freiburg, und Christoph Balzer, Provenienzforscher an der Universität Freiburg, geben Einblicke in die kolonialen Wissenschaftssammlungen der Universität. Dabei präsentieren sie Anknüpfungspunkte zur Ausstellung „Marcel van Eeden. 6. August 1870“, die derzeit im Haus der Graphischen Sammlung zu sehen ist. Für die Teilnahme wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Dieses gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Archäologisches Museum Colombischlössle
After Work: Der Fluch der Gnata
Bei der Feierabendführung am Mittwoch, 7. Oktober, um 17.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, führt ein Fluchtäfelchen aus Blei in die Welt der Kriminalität in der römischen Provinz: Welche Delikte bedrohten die Menschen? Wie schützten sie sich und ihr Eigentum? Und wie ging der römische Staat gegen Diebstahl, Betrug und andere Verbrechen vor? Gemeinsam mit Archäologin Leonie Anders gehen die Teilnehmenden diesen Fragen auf den Grund. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zusätzlich wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.
Museum Natur und Mensch
Exkursion: Tropische Vielfalt auf unseren Tellern
Das Museum Natur und Mensch und der Botanische Garten der Universität Freiburg laden Interessierte am Donnerstag, 8. Oktober, um 16 Uhr zu einem Rundgang durch das Tropenhaus und das Französisch-Guyana-Haus ein. Die Biologin und Kustodin des Gartens, Friederike Gallenmüller, gibt spannende Einblicke in die Vielfalt der tropischen Nutzpflanzen. Banane, Kakao & Co. entführen die Teilnehmenden dabei in ihre tropischen Lebensräume und setzen den Fokus auf die Herausforderungen und Probleme rund um Landwirtschaft, Konsum und Nachhaltigkeit. Für die Teilnahme wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Dieses gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Treffpunkt ist der Botanische Garten am Eingang der Schaugewächshäuser, Schänzlestraße 1, 79104 Freiburg.
Museum für Neue Kunst
Schnupperkurs: Yoga
Am Donnerstag, 8. Oktober, um 17 Uhr wird es sportlich im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Begleitend zur Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ lädt der Kooperationspartner Benefit zu Schnupperkursen ein. Im Ausstellungsraum können Interessierte verschiedene Sportarten ausprobieren. Diesmal leitet Luca Haraszti Yoga-Übungen an, die zwischen Körperspannung und Meditation liegen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Treffpunkt ist im Foyer des Museums.
Augustinermuseum
Führung mit Deutscher Gebärdensprache (DGS): Mehr als Tracht und Tannen
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt Interessierte am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr zu einer Führung mit Simultanübersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) ein. Zwischen Idyll und Wirklichkeit zeigt sich der Schwarzwald überraschend vielfältig. Die Teilnehmenden entdecken, wie Höfe, Handwerk, Mobilität und Erfindungsgeist die Region prägten und Tradition und Fortschritt miteinander verbunden wurden. Das Veranstaltungsticket kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. | | | | | |
| © Manuel Speck, Improtheater Karlsruhe | | | | | "Lange Nacht der Demokratie | Improtheater und Abend der Begegnung
Mitgestalten am Freitag, 2. Oktober
Einen inspirierenden Abend verspricht die Lange Nacht der Demokratie in Karlsruhe am Freitag, 2. Oktober 2026, unter dem Motto „Alle an einem Tisch – Demokratie leben. Vielfalt teilen. Gemeinsam gestalten.“
Einstieg ist um 18:30 Uhr im Bernays-Saal der Volkshochschule Karlsruhe mit dem interaktiven Improtheater „Geschichten von nebenan – Demokratie entsteht am Küchentisch!“ (Restkarten). Egal, ob die Diskussion um ewige Baustellen in der Stadt, die kleine Anekdote aus dem Supermarkt oder der WG-Streit um den Abwasch: Hier wird erlebbar, wieviel Mitspracherecht und gelebte Demokratie auch in scheinbar banalen Situationen stecken. Wer möchte, ist eingeladen, eigene Impulse mit einzubringen. Auf der Bühne entstehen so live spontane, unterhaltsame und auch nachdenkliche Szenen über den ganz normalen Alltagswahnsinn des sozialen Miteinanders.
Von der Bühne geht es im Anschluss ins reale Leben: Ab 19:30 Uhr laden die Karlsruher Kooperationspartner direkt gegenüber zu einem Abend der Begegnung im Internationalen Begegnungszentrum, ibz e.V. ein.
Hier kann man erfahren, was passiert, wenn Karlsruherinnen und Karlsruher aus aller Welt an einem Tisch sitzen: Es entsteht ein Abend, der zeigt, wie lebendig aktive Demokratieförderung sein kann, an einem Ort, an dem sich Menschen unterschiedlicher Kulturen, Nationalitäten und Herkunft begegnen und austauschen.
Bei internationalem Fingerfood entstehen hier Gespräche zu demokratischer Kultur, die es so selten gibt – zwischen Menschen, die sich sonst kaum begegnen würden.
Drumherum sorgt ein vielfältiges Programm für Unterhaltung und Austausch: Beim Demokratie-Pubquiz wird gemeinsam gegrübelt und gelacht und in der Filmbox erzählen Demokratievideos unter dem Titel "Meine Werte, meine Geschichte" persönliche Geschichten. Leicht verdaulich soll das ein oder andere „Demokratie-Häppchen“ in Form von kurzen Impulsen zu einzelnen Aspekten rund um Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Nachdenken anregen.
Mit dabei sind auch Demokratieprojekte der Karlsruher Kooperationspartner und weiterer engagierter Karlsruher Organisationen. Das Abendprogramm ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von starken Akteuren, die sich für Demokratieförderung in Karlsruhe einsetzen: Volkshochschule Karlsruhe e.V., Büro für Integration der Stadt Karlsruhe, Internationales Begegnungszentrum ibz e.V., Stadtjugendausschuss e.V., Europe Direct Zentrum Karlsruhe und Improtheater Karlsruhe.
„Demokratie entsteht da, wo ganz unterschiedliche Menschen an einem Tisch zusammenkommen, erzählen, lachen und diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen, genau das zu erleben bei der Langen Nacht der Demokratie in Karlsruhe am Vorabend des Tags der deutschen Einheit.“, so das Team der Organisatoren.
Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei! Gefördert wird die Lange Nacht der Demokratie von der Baden-Württemberg-Stiftung.
Die Lange Nacht der Demokratie Baden-Württemberg 2026 wird in vielen Kommunen im ganzen Land mit spannenden Formaten gestaltet. Das Gesamtprogramm ist zu finden auf www.langenachtderdemokratie-bw.de.
zum Bild oben:
Beim Improtheater wird erlebbar, wieviel Mitspracherecht und gelebte Demokratie auch in scheinbar banalen Situationen stecken. © Manuel Speck, Improtheater Karlsruhe | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 28. Sept. bis 4. Okt. | (Kalenderwoche 40)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Museum Natur und Mensch
Afterwork-Führung: Mothers of Kendeng
Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lädt Interessierte am Dienstag, 29. September, um 17.30 Uhr zu einer Führung in der Ausstellung „Voll unfair!“ ein. Im Fokus steht die von Dewi Candraningrum konzipierte Kunstinstallation „Mothers of Kendeng“. Die Ethnologin Deborah Schlecht stellt Bezüge her zwischen den Frauenporträts und dem Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen den Rohstoffabbau im Kendeng-Gebirge auf Java. Das Veranstaltungsticket kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Feierabendführung: Kriegsbeginn 1939 in Freiburg
Bei der Kurzführung am Dienstag, 29. September, um 17.30 Uhr im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, gibt Ella Detscher, Referentin für Geschichtsvermittlung, einen Einblick in die Zeit des Kriegsbeginns im September 1939. Dabei geht es um die Frage, welche Folgen der Krieg für verschiedene Menschen in Freiburg unmittelbar und langfristig hatte. Für die Teilnahme wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Dieses gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Museum für Neue Kunst
Schnupperkurs: Aerobic
Am Donnerstag, 1. Oktober, um 17 Uhr wird es sportlich im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Begleitend zur Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ lädt der Kooperationspartner Benefit zu Schnupperkursen ein. Im Ausstellungsraum können Interessierte verschiedene Sportarten ausprobieren. Diesmal gibt Miriam Iwan eine Einführung ins Aerobic, eine rhythmische und dynamische Form der Gymnastik. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Treffpunkt ist im Foyer des Museums.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Matinee: Die Eisenzeit und der Blick in die Ferne
Bei der Matinee am Sonntag, 4. Oktober, von 11 bis 13 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, steht die Eisenzeit im Fokus. Sie war geprägt von Austausch und Begegnungen. Fremde Einflüsse, neue Ideen und Errungenschaften veränderten das Leben. Gemeinsam mit Jutta Wohlfeil begeben sich Interessierte auf Spurensuche. Zur musikalischen Begleitung präsentiert das Duo Sympathique mit Birgit Danzeisen am Akkordeon und Catherine Dumas mit Gesang Stücke von Barbara, Brigitte Bardot, Soha, Edith Piaf und anderen. Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich.
Augustinermuseum
Orgel für Kids: Der Herbst ist da!
Im Augustinermuseum am Augustinerplatz entdecken Familien mit Kindern ab 6 Jahren am Sonntag, 4. Oktober, um 14 Uhr die „Königin der Instrumente“: die Orgel. Sie verzaubert mit ihrem variantenreichen Klang – doch wie entsteht darauf eigentlich ein Ton? Bei einer Führung geht es um die Bestandteile und die Funktion des Instruments. Gemeinsam bauen alle anschließend einen Orgel-Bausatz zusammen. Das Event klingt mit Liedern zum Herbst auf der großen Welte-Orgel aus. Das Veranstaltungsticket kostet 4 Euro, Erwachsene zahlen zusätzlich den regulären Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. | | | | | |
| | | | | | Künstler Basim Magdy erhält Preis der Helmut-Kraft-Stiftung | Sein Werk „PINGPINPOOLPONG“ geht dauerhaft an das Museum für Neue Kunst Freiburg
Der in Basel lebende Künstler und Filmemacher Basim Magdy (*1977) erhält den Preis der Helmut-Kraft-Stiftung zur Förderung der bildenden Kunst 2026. Die Auszeichnung würdigt sein multidisziplinäres Werk sowie dessen hohe künstlerische Eigenständigkeit und Qualität. Mit dem Preis ist der Ankauf der interaktiven Rauminstallation „PINGPINPOOLPONG, oder Wie ich lernte, über Fehler zu lachen“ verbunden. Die Arbeit, die derzeit in der Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ zu sehen ist, geht als dauerhafte Schenkung an das Museum für Neue Kunst über. Damit erweitert das Haus seine Sammlung um eine weitere raumgreifende, interaktive Arbeit, die das Publikum unmittelbar einbezieht.
„PINGPINPOOLPONG“ ist ein ungewöhnliches Tischtennisspiel: Die Spielfläche hat Löcher wie beim Billard, austauschbare Hindernisse lenken den Ball in unvorhersehbare Richtungen. Ein Spiel nach gewohnten Regeln wird dadurch nahezu unmöglich. Stattdessen fordert die Installation dazu auf, über das eigene Scheitern zu lachen, die Zufälligkeit zu genießen und gemeinsam zu spielen – unabhängig davon, wer gewinnt oder verliert. Das Werk eröffnet damit einen spielerischen Raum für Austausch, Perspektivwechsel und die Auseinandersetzung mit gemeinsamen Regeln.
Magdys Arbeiten werden international in Museen und Ausstellungshäusern gezeigt. Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Museum of Modern Art (MoMA) in New York, des Castello di Rivoli in Turin und des Centre Pompidou in Paris. 2016 wurde der Künstler von der Deutschen Bank als „Artist of the Year“ ausgezeichnet.
Hintergrund
Die 1985 von dem verstorbenen Unternehmer Helmut Kraft in Stuttgart gegründete und 2023 neu ausgerichtete Stiftung vergibt jährlich einen Kunstpreis an bildende Künstler*innen. Preis und Ankauf unterstützen die Ausgezeichneten darin, ihre Arbeiten weiterzuentwickeln und in der Öffentlichkeit bekannter zu werden. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören unter anderem Hans Haacke, Rosemarie Trockel, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Karin Sander, Gerold Miller, Nicole Wermers und Peter Stauss. 2023 ging der Preis an Havîn Al-Sîndy. Verbunden mit der Preisverleihung war der Ankauf des Werks „Personae“ für das Museum für Neue Kunst. | | | | | |
| © Northwestern University. Peter Moore Photography Archive | | | | | BÄNG! Radikale Künstlerinnen aus dem Archiv Sohm | Staatsgalerie Stuttgart
10.10.2026 – 31.1.2027 in THE GÄLLERY
Die Fotoausstellung »BÄNG! Radikale Künstlerinnen aus dem Archiv Sohm« folgt dem flüchtigen Moment: Über 100 historische Schwarz-Weiß-Fotografien halten seltene Augenblicke von Performance, Happening und Fluxus fest. Es sind lustvolle Statements künstlerischer Freiheit und Selbstermächtigung, die in die Protestkultur der 1960er- und 1970er-Jahre eingewoben und stark mit dem Leben der ausgestellten Künstlerinnen verknüpft sind.
Fünf Künstlerinnen stehen im Mittelpunkt: Yoko Ono (geb. 1933), Yvonne Rainer (geb. 1934), VALIE EXPORT (1940–2026), Carolee Schneemann (1939–2019) und Charlotte Moorman (1933–1991). Was das Schaffen dieser Frauen so einzigartig macht, ist ihr radikaler Zugang zur Kunst. Zu sehen sind exzentrische Aktionen, legendäre Performances und Choreografien der 1960er- bis 1970er-Jahre. Anhand etlicher Schwarz-Weiß-Fotografien geht die Ausstellung gezielt der Frage nach, in welcher Verbindung die Performancekunst zur Fotografie steht. Welche Fotos gelangen an die Öffentlichkeit? Welche Fotografien gehen in Privatsammlungen über, wie jene des ehemals in Münchingen und Markgröningen bei Stuttgart beheimateten Zahnarztes Hanns Sohm (1921–1999)?
Als Speicher künstlerischer Ideen und Biografien mit seltenen Dokumenten und Quellen zur internationalen Aktionskunst ist das Archiv Sohm seit 1981 ein besonderer Bestandteil der Staatsgalerie Stuttgart. Was einst ein Dreh- und Angelpunkt der künstlerischen Avantgarde war, ist heute ein wichtiges Zentrum für die Erforschung der performativen Kunst, zu deren Spurensuche die Ausstellung einlädt.
»BÄNG!« zeigt spannende Geschichten von Frauen, die mit unkonventionellen Ideen eigene Positionen im grenzfreien Raum zwischen Poesie, Theater, Malerei und Plastik entwickeln. Was die fünf Frauen verbindet, ist ihre Neugier, sich selbstbewusst, engagiert und mutig als Teil dieser Welt zu erforschen.
»THE GÄLLERY« – Der »Raum für Fotografie« in der Staatsgalerie
In »THE GÄLLERY – Raum für Fotografie« zeigt die Staatsgalerie seit 2022 regelmäßig Werke aus ihrem umfangreichen Fotobestand, der zu weiten Teilen noch nie öffentlich zu sehen war. Kooperationen und gemeinsame Ausstellungen mit der Fotoszene aus Stadt und Region sowie Partnern aus Kunst und Kultur, wie die ABK Stuttgart oder die Wüstenrot Stiftung, machen »THE GÄLLERY« zu einem lebendigen Schaufenster gegenwärtiger Fotokunst.
Einladung zum Opening
BÄNG! Radikale Künstlerinnen aus dem Archiv Sohm
Freitag, 9.10.2026, 18.00 – 24.00 Uhr
in THE GÄLLERY und im Säulensaal der Alten Staatsgalerie
Eintritt frei, ohne Anmeldung, Einlass ab 17 Uhr über die Pforte der Alten Staatsgalerie
Es sprechen:
Prof. Dr. Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart
Dr. Elke Allgaier, Kuratorin der Ausstellung, Staatsgalerie Stuttgart
zum Bild oben:
Portrait Barbara Dilley Lloyd in der Carnegie Recital Hall, N.Y., Foto: Peter Moore, 25.9.1965, Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm, erworben 1981 mit Lotto-Mitteln
© Northwestern University. Peter Moore Photography Archive, Charles Deering McCormick Library of Special Collections, Northwestern University Libraries | | Mehr | | | |
| | | | | | Grenzgänger*innen: Drei künstlerische Positionen aus Rumänien und Freiburg | Elena Rigu, Deniz Constantin, Silia Brüggemann
IM WIND DER WIMPER
IM WIND DER WIMPER verweist auf eine kaum wahrnehmbare Bewegung. Ein Luftzug. Ein Zögern des Blicks. Das feine Zittern einer Wimper. Welcher Wind? Welche Wimper? Der Wind als feine Bewegung. Als Volatilität der Wahrnehmung. Die Wimper ist nicht bloß ein Rand des Auges. Sie ist jene zarte Membran, die Schwelle des Sehens.
Braucht Sehen eine poetische Offenheit? Dürfen wir etwas nicht verstehen? Das Vertraute für einen Moment loslassen.
Die Ausstellung IM WIND DER WIMPER lädt dazu ein, diesen feinen Bewegungen zu folgen – jene kaum fassbaren Momente, in denen Wahrnehmung sich ereignet, verschiebt und vermittelt.
Fr 02.10. – Sa 31.10.
Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Vernissage: Fr 02.10., 19:00
Finissage: Fr 30.10., 19:00 | | | | | |
| | | | | | Auf den Spuren eines karolingischen Herrenhofs bei Seckach | Führung zu einer seltenen Gutsanlage aus der Zeit Karls des Großen
Am Samstag, den 3. Oktober 2026, findet von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr eine Führung über die Grabungsfläche einer karolingischen Gutsanlage bei Großeichholzheim statt. Der Journalist und Luftbildarchäologe Rudolf Landauer sowie der Archäologe und Grabungsleiter Dr. Folke Damminger stellen vor Ort die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen und die Bedeutung der Funde vor. Zu der Veranstaltung lädt das Ortskuratorium Bad Wimpfen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ein.
In Großeichholzheim, einem Ortsteil von Seckach im Neckar-Odenwald-Kreis, wurden 2025 die Überreste einer karolingischen Gutsanlage aus dem 8. bis 9. Jahrhundert archäologisch untersucht. Die Anlage gehört zu den seltenen Nachweisen solcher Herrenhöfe in Süddeutschland. Als sogenannte Curtis war sie Teil der Wirtschafts- und Verwaltungsstruktur der karolingischen Zeit.
Erste Ausgrabungen an dieser Stelle führte bereits 1897 und 1898 der Archäologe Prof. Dr. Karl Schumacher durch. Die Anlage wurde damals jedoch als römischer Fundplatz eingeordnet. Erst durch moderne Luftbildarchäologie rückte das Gelände wieder in den Fokus der Forschung. Rudolf Landauer identifizierte die auffälligen Strukturen auf Luftbildern und konnte die Grabungsfläche anhand historischer Unterlagen lokalisieren.
Bei einer ersten Forschungsgrabung des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg wurden Mauerfundamente, Hausgrundrisse sowie Teile von Umfassungsmauern und einem Eingangstor freigelegt. Die Untersuchungen werden 2026 fortgesetzt. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über Aufbau, Lage und Funktion karolingischer Gutsanlagen sowie über die Besiedlungs- und Herrschaftsgeschichte des Odenwaldraums zu gewinnen.
Während der Führung erläutern die beiden Fachleute die bisherigen Forschungsergebnisse direkt am Fundort. Darüber hinaus stellen sie die Methoden der modernen Archäologie vor, mit denen historische Strukturen erkannt, dokumentiert und wissenschaftlich ausgewertet werden können.
Treffpunkt ist 100 Meter hinter den „Birkhöfen“ an der L 583 zwischen Großeichholzheim und Seckach. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. Eine Anmeldung ist erforderlich unter denkmalschutz.de/anmeldung. | | Mehr | | | |
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