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Mittwoch, 26. Januar 2022
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Wolfgang Weyers
 
Buchtipp: Wolfgang Weyers "Mein erstes Fußballjahr"
Die fiktive Geschichte ist aus der Perspektive eines 10-jährigen Jungen verfasst: Lukas mag Fußball, fast jeden Tag kickt er mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz hinter der Schule oder auf der Straße. Sein Freund Marc ist schon im Fußballverein und will Lukas zum Training mitnehmen. Erst traut er sich nicht, weil er schlechter spielt als Marc und auch keine richtigen Kickschuhe hat. Schließlich geht er doch mit und es beginnt sein erstes Fußballjahr in der D-Jugend-Mannschaft mit spannenden Abenteuern, Siegen, Niederlagen, Feiern und vielen neuen Freunden.

Der Autor Wolfgang Weyers, ehemaliger Sportreporter und Dermatologe, ist seit über 20 Jahren in der Jugendarbeit als Trainer und Betreuer beim VfR Merzhausen aktiv. Mit dem Projekt »Kicken und Lesen« engagiert sich der Verein in der Leseförderung, dazu trägt auch der Fußballroman »Mein erstes Fußballjahr« für Kinder ab 10 Jahren bei. Der Freiburger Benjamin Höllrigl hat den Text illustriert.

In vier Bänden erzählt Wolfgang Weyers die Geschichte von Lukas und seinem Freund Marc so lebhaft wie ein Lokalderby auf dem heimischen Rasenplatz des VfR Merzhausen.

Rombach Verlag 2022 (vier Bände), €12 (D) je Band
1. Band, ISBN 978-3-7930-5201-2, 230 Seiten
2. Band, ISBN 978-3-7930-5202-9, 237 Seiten

Die weiteren Bände erscheinen im März 2022
 
 

Sonstiges 
 
 
SCHAUSPIEL: AM ENDE LICHT
Simon Stephens
PREMIERE Freitag, 04.02.2022 // 20.00 Uhr
Großes Haus, Kleines Haus

Was passiert in dem Moment, in dem man stirbt? Bleibt die Zeit stehen? Läuft sie schneller? Ist man den Menschen nah, die man liebt? Im selben Moment, in dem Christine eine Hirnblutung erleidet und ihr Körper auf dem Boden eines Supermarktes aufschlägt, sterben sechstausenddreihundertsechzehn andere Menschen auf der Welt ebenfalls. Fünfzehntausend Menschen werden geboren. In genau diesem Moment erwacht ihre Tochter Jesse in ihrem Bett neben einem Mann, an dessen Namen sie sich nicht mehr erinnern kann. Nervös betritt ihr Ehemann Bernard ein Hotelzimmer mit Himmelbett, um sich in ein erotisches Abenteuer zu stürzen, während ihre alleinerziehende Tochter Ashe bei einem Streit um den Unterhalt ihren Exfreund, einen Junkie, endgültig vor die Tür setzt. Zur gleichen Zeit kämpft der jüngste Sohn Steven, gegen seine Verlust- und Versagensängste an und trifft seinen älteren Lover. Zeitgleich und in fünf verschieden Städten ringen die Familienmitglieder mit ihren jeweils eigenen Dämonen. Und bei all diesen Begegnungen ist Christine präsent. Im Moment ihres Todes sind die Leben ihrer Angehörigen durch ein unsichtbares Netzwerk miteinander verbunden.

Regie Peter Carp | Bühne Kaspar Zwimpfer | Kostüme Gabriele Rupprecht | Dramaturgie Laura Ellersdorfer | Mit Anja Schweitzer, Michael Witte, Janna Horstmann, Gioia Osthoff, Raban Bieling, Martin Hohner, Thieß Brammer, Angela Falkenhan, Laura Angelina Palacios, Tim Al-Windawe
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Michaela Tröscher stellt im Kunsthaus L6 aus
Ausstellungseröffnung am 28. Januar

Multimediale Installation mit Postkarten, Zeichnungen, Objekten und Konzertflügel

In der aktuellen Ausstellung im Kunsthaus L6 zeigt Michaela Tröscher erstmals in einer Zusammenstellung verschiedene Stationen ihres sich stetig weiterentwickelnden Werkes „The Immigration“. Für diesen Überblick wird der Raum von verschiedene Medien wie Zeichnung, Installation aber auch Live-Improvisationen am Konzertflügel belebt. Die Ausstellung wird am Freitag, 28. Januar, ab 19 Uhr eröffnet.

Grundlage ihres Immigrations-Topos sind zwei Bücher des isländischen Schriftstellers Böðvar Guðmundsson, welche die Emigration von Isländerinnen und Isländern in die neue Welt Nordamerika beschreiben. In einer Übertragung auf ihre eigene Person legt die Künstlerin verschiedene Ebenen übereinander und erkundet zeichnerisch verschiedene Räume. So bilden 111 Zeichnungen, die Sujets zwischen Lenzkirch und Freiburg zeigen in ihrer Distanz New York zwischen Ellis Island und dem Hudson River nach.

Die Künstlerin wird an der Eröffnung und während der Öffnungszeiten auf dem Flügel improvisieren und die Ausstellung regelmäßig mit einer tonalen Skulptur begleiten.

Die Ausstellung läuft bis zum 13. März. Dabei gelten folgende Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 16 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Für den Besuch der Ausstellung und die Teilnahme an Veranstaltungen gilt die jeweils aktuell gültige Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Pressemitteilung ist ein Besuch ohne Voranmeldung möglich. Es gilt 2Gplus und FFP2-Maskenpflicht.
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Buchtipps 
 
 
„Von Hogwarts nach Wakanda"
Eine Reise zu Demokratie und Werten in modernen Mythen

Erfahrungsberichte, Seminarmodelle, Fachartikel zur Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) und dem Kulturzentrum Merlin Stuttgart

Reihe „Bausteine“ mit neuer Ausgabe

Zur Veranstaltungsreihe „Von Hogwarts nach Wakanda – Eine Reise zu Demokratie und Werten in modernen Mythen“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) und des Kulturzentrums Merlin Stuttgart gibt es jetzt erstmals ein Heft. Als aktuelle Ausgabe der LpB-Reihe „Bausteine“ ist es ab sofort erhältlich.

Es soll dazu anregen, das Thema Superheldinnen und Superhelden als Brücke zu politischen und gesellschaftlichen Fragen für Kinder und Jugendliche zu nutzen. Bei der Veranstaltungsreihe lernen Kinder und Jugendliche, zum Beispiel in den Zauberwelten von Harry Potter oder den Orks, über Demokratie, Macht und Freiheit zu diskutieren. Diese Zusammenhänge beschreibt Prof. Katrin Schlör in ihrem Artikel „Kinder und ihre Superheldinnen und Superhelden im Zeichen der Medienpädagogik und politischen Bildung“. Die anschließenden Berichte fassen analoge und digitale Workshops zu „Von Hogwarts nach Wakanda“ zusammen, die bereits stattgefunden haben. Im didaktischen Teil des Heftes wird das Konzept der Workshops erläutert und eine Anleitung zur eigenständigen Durchführung bereitgestellt.

Die 54-seitige barrierefreie Publikation trägt der hohen Nachfrage unterschiedlicher Bildungseinrichtungen an „Von Hogwarts nach Wakanda“ Rechnung. Sie steht im Internet unter https://www.lpb-bw.de/publikation3570 kostenlos zur Verfügung. Die Druckfassung ist ebenfalls kostenlos und kann im Webshop der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Sendungsgewicht von 500 Gramm werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: The Cat Inside
Nach dem gleichnamigen Text von William S. Burroughs
Aus dem Amerikanischen von Esther und Udo Breger
Mit: David Bennent, Dagmar Manzel, Hanna Plaß und Christopher Nell
Musik: Tarwater
Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn
(Produktion: SWR 2020)

Unter den ersten Einträgen in „The Cat Inside“ finden sich folgende Zeilen: „Ich glaube, dass es niemanden gibt, der eine schonungslos offene Biografie schreiben könnte. Ich bin sicher, kein Leser könnte das aushalten.“ Und so schreibt Burroughs keine Autobiografie, sondern ein Katzenbuch, „eine Allegorie, in der Katzen als Darsteller das Leben des Autors aufführen.“ „The Cat Inside“ erschien 1986 und nimmt im Kontext von Burroughs Werk einen besonderen Platz ein, denn der Autor offenbart hier eine poetisch-verletzliche Seite, die sich in seinen Texten in dieser Form selten findet.

Sonntag, 30. Januar 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel
 
 

Filmtipp 
 
 
Filmtipp: MODERN TIMES
STUMMFILMKONZERT MIT CHARLIE CHAPLINS KLASSIKER IM STADTTEATHER

Musikalische Begleitung durch Günter A. Buchwald und das Philharmonische Orchester Freiburg

USA 1924 | 60 Min.
Regie: Charlie Chaplin
Mit Charlie Chaplin, Paulette Goddard, Henry Bergman, Allan Garcia

Sa 12.02., 19:30 Uhr und So 13.02., 18:00 Uhr
im Theater Freiburg // Großes Haus
in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino

Ein, wenn nicht sogar DER Klassiker des Stummfilms steht mit MODERN TIMES auf dem Programm des Stummfilmkonzertes. 1936 einen Film zu produzieren, in dem es zwar Toneffekte gibt, der aber sonst noch wie ein Stummfilm funktioniert, war ein Wagnis, das sich letztlich aber doch als Erfolg erwies. Chaplin präsentiert den Menschen im Räderwerk der modernen Technik, degradiert zum Anhängsel der Apparaturen;

Vergeblich versucht der Tramp, die unzähligen Schrauben anzuziehen, die auf dem Fließband im schnellen Tempo an ihm vorbeiziehen. Wiederholt fällt er aus dem Takt und bringt damit die scheinbar perfekt funktionierende Maschinerie zum Erliegen. In der nächsten Episode dient er als Testperson: Ein neues Gerät soll die Mittagspause einsparen und schaufelt dafür in hoher Kadenz heiße Suppe und Mais in den wehrlosen Mund des Arbeiters.
Bei seinem letzten Auftritt als Tramp kämpft Charles Chaplin mit dem für seine Figur typischen Slapstick gegen die Tücken der modernen Zeit…

Obwohl MODERN TIMES als Tonfilm konzipiert worden ist, behält Chaplin dennoch seine Stummfilmästhetik bei und platziert nur wenige Dialoge innerhalb des Films. Entsprechend hoch ist die musikalische Dichte. Die facettenreiche Komposition zu MODERN TIMES gehört zu den komplexesten und innovativsten in Chaplins gesamten Opus. Die Musik reflektiert nicht nur die Geschichte, sondern übersetzt auch musikalisch ihre Botschaft. Von depressiv stimmenden Passagen bis zu jugendlich spritzigen Einwürfen reicht die Ausdruckspalette. Gerade die Tanznummern im Café sprühen nur so vor Leben und zeugen von der besonderen Qualität des Komponisten Chaplin. Zudem konnte das Publikum zum ersten Mal die Stimme des Tramps hören, der den Song „Titina“ zum Besten gibt.

Tickets und mehr Infos auf der Homepage des Theaters Freiburg
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Freiburg: Neue Einblicke in die Sammlung
Quelle: Museum für Neue Kunst, Foto Bernhard Strauss.
 
Freiburg: Neue Einblicke in die Sammlung
Museum für Neue Kunst zeigt verborgene Rückseiten von Gemälden

Neue Perspektiven im Museum für Neue Kunst: Das Museum hat einen Raum in der ständigen Sammlung umgestaltet. Das Besondere? Alle Bilder sind dort von zwei Seiten zu sehen – von vorne und von hinten.

Was verrät die Rückseite über ein Kunstwerk? Dort, wo Besucherinnen und Besucher normalerweise gar nicht hinschauen können, gibt es jede Menge zu entdecken: Stempel aus dem Kunsthandel, Notizen zu Ausstellungen, Inschriften von Vorbesitzern, Vorzeichnungen, Skizzen, vollendete oder unvollendete Bilder.

Vier Gemälde und eine Grafik sind im neu gestalteten Raum ausgestellt. Bei Hermann Scherer (1893–1927) erzählt die bemalte Rückseite etwas über die wirtschaftlichen Umstände: Der Künstler war arm, Leinwand war knapp. Otto Dix (1891–1969) hat die Rückseite seines Bildnisses von Max John für eine erste grobe Skizze genutzt. Warum Vera Krafft (1910–2003) auch die hintere Seite der Leinwand bemalt hat, darüber lässt sich nur spekulieren. Über die Künstlerin ist zu wenig bekannt. Priska von Martin (1912–1982) hat auf eine aquarellierte Aktzeichnung hinten einen kleinen Zeitungsausschnitt mit Pin-Up-Girl geklebt – ein ironischer Kommentar zur Situation der Frau in der Kunst? Und wie ist es bei Karl Hofer (1878–1955)? War die Darstellung zu brisant, um von allen gesehen zu werden und musste sie deshalb verschwinden?

Zu den Bildern gesellt sich die Installation „Beyond Transparency“ von Christina Ohlmer (*1960). Die Freiburger Künstlerin nutzt in ihrer Arbeit das Medium der Hinterglasmalerei um sich mit dem Thema Vorder- und Rückseite auseinanderzusetzen.

Das Museum für Neue Kunst ist dienstags bis sonntags von10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt inklusive Sonderausstellung kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 21 Jahren, Mitglieder des Fördervereins und mit Museums-PassMusées ist der Eintritt frei.

Aktuell benötigen Besucherinnen und Besucher entweder einen Nachweis über eine Boosterimpfung oder einen Impfoder Genesenennachweis, der nicht älter als 3 Monate ist. Sollte die Impfung oder Genesung länger zurückliegen, ist zusätzlich ein aktuelles negatives Testergebnis vorzulegen. Ein Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahre sowie Kinder unter sechs Jahren sind von den Beschränkungen ausgenommen.

zum Bild oben:
Zu sehen sind die Rückseiten von Hermann Scherers Gemälde „Mädchen im roten Kleid“ (1924/1925) und von Priska von Martins „Sitzendem Frauenakt“ aus den 1970er Jahren mit einem Pin-up-Girl aus der Abendzeitung.
Quelle: Museum für Neue Kunst, Foto Bernhard Strauss.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: When weather was wildlife
Hörspiel von Werner Cee
Mit: Neville Tranter, Freddie Wadling, Adrian, Becky und Rachel Unthank, Stian Westerhuis, Hans Hollinger u. a.
Komposition und Regie: Werner Cee
(Produktion: SWR 2020)

Alle reden vom Wetter, alle reden vom Klima - es ist Zeit, diesen Diskurs auch künstlerisch zu führen. Werner Cees Text-Musik-Hörstück, ausgezeichnet mit dem international renommierten Prix Italia 2020, bewegt sich entlang ambivalenter Utopien, in denen der Schönheit der Naturgesetze gehuldigt und die Härte der Naturkatastrophen ideologisch legitimiert wird. Oder das Projekt hybrider Naturbeherrschung in Angriff genommen wird, das von rituelle Beschwörung des Ätnas bis zu militärischem GeoEngeenering von Regenwolken reicht. Diese Themen überführt Cee in sinnlich-verstörende Klangkunst.

Samstag, 29. Januar 2022, 23:03
SWR2 Ohne Limit
 
 

Bibliotheken 
 
 
Angebote der Stadtbibliothek Freiburg vom 25. bis 29. Januar
(Kalenderwoche 4)

Bitte beachten: Für alle Veranstaltungen gilt die Regel 2G+, mit den derzeit gültigen Ausnahmen aus der Corona-VO des Landes

Dienstag, 25. Januar, 17 Uhr
Einführung in Suchmaschinen im Internet (Stadtbibliothek)
Die Suchmaschine „Google“ ist den meisten Menschen ein Begriff, doch es auch gute Alternativen wie DuckDuckGo, Startpage und Ecosia. In der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, findet am Dienstag, 25. Januar, um 17 Uhr, eine Einführung in die Suchmaschinen statt. Nur mit Voranmeldung an infothek-stadtbibliothek@stadt.freiburg.de. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 26. Januar, 10 bis 12 Uhr, und Freitag, 28. Januar, 15.30 bis 17.30 Uhr
Onleihe- und IT-Sprechstunde (Stadtbibliothek)
Bei Fragen rund um die Onleihe der Stadtbibliothek und Hilfe bei den entsprechenden Einstellungen auf dem eigenen Tablet oder E-Reader helfen die IT-Scouts der Stadtbibliothek weiter. Die nächsten Onleihe- und IT-Sprechstunden finden am Mittwoch, 26. Januar von 10 bis 12 Uhr und am Freitag, 28. Januar, von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, statt. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch und Donnerstag, 26. und 27. Januar, 14 bis 15.45 Uhr
E-Learning-Sprachkurse (Stadtbibliothek)
Über die Onleihe bietet die Stadtbibliothek E-Learning Sprachkurse an. Für die Deutschkurse (Niveau A1-C1) wird jeden Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 15.45 Uhr in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, eine Einführung angeboten. Infos sind über Marius Barbot (Tel. 0176/8114 8756) erhältlich. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch und Donnerstag, 26. und 27. Januar, 16 bis 18 Uhr
SprachCafé Deutsch (Stadtbibliothek)
Jeden Mittwoch und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr findet das Sprachcafé Deutsch statt. In lockerem Rahmen wird die Möglichkeit geboten, Deutsch zu sprechen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Infos sind über Marius Barbot (Tel. 0176/8114 8756) erhältlich. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 26., und Freitag, 28. Januar, 15.30 bis 17.30 Uhr
Gaming in der Kinder- und Jugendbibliothek (Stadtbibliothek)
In der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17, können Kinder ab 8 Jahren jeden Mittwoch und Freitag von 15.30 bis 17.30 Uhr für 30 Minuten Nintendo Switch- und PS4-Spiele ausprobieren. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 26. Januar, 17 Uhr
Vorlesespaß in 30 Minuten (Stadtteilbibliothek Haslach)
Was gibt es Neues in der Bilderbuchecke? Unsere Vorlesepatinnen und Handpuppe Bibo lesen in der Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstr. 10, am Mittwoch, 26. Januar, um 17 Uhr für Kinder ab 3 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 28. Januar, 15 bis 18 Uhr
eSports-Games Training (Stadtteilbibliothek Haslach)
Der Verein Freiburg eSports und die Stadtteilbibliothek Haslach bieten in der „Gaming-Zone“ der Jugendbibliothek Club Training an. Das nächste eSports-Training für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren findet am Freitag, 28. Januar, von 15 bis 18 Uhr in der Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstr. 10, statt. Der Eintritt ist frei.
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Sonstiges 
 
 
Stadtarchiv erneuert "Gedenkbuch für die Karlsruher Juden"
Gedenkveranstaltung für Opfer des Nationalsozialismus kann nicht stattfinden

Das Stadtarchiv hat das im Internet verfügbare "Gedenkbuch für die Karlsruher Juden" technisch neu aufgestellt. Es ist ab sofort unter der neuen Adresse https://gedenkbuch.karlsruhe.de erreichbar.

Die für dieses Jahr vorgesehene Gedenkveranstaltung der Stadt Karlsruhe für die Opfer des Nationalsozialismus kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Gleichwohl sind die Opfer nicht vergessen. Das Online-Gedenkbuch enthält mittlerweile über 600 Biografien ermordeter oder zu Tode gekommener Jüdinnen und Juden aus Karlsruhe.

Seit vielen Jahren bietet es im Rahmen der städtischen Erinnerungskultur Angehörigen, Interessierten sowie der wissenschaftlichen Forschung die Möglichkeit zur Recherche und Informationen über die individuellen Biografien der Opfer nationalsozialistischer Verbrechen.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Hoffnung ist Gift
Nach dem Roman von Iain Levison
Aus dem Englischen von Walter Goidinger
Mit: Nico Holonics, Stefanie Eidt, Devid Striesow, Jörg Hartmann, Rainer Strecker, Anna Grisebach u. v. a.
Musik: Andreas Bick
Hörspielbearbeitung: Steffen Moratz
Regie: Cordula Dickmeiß
(Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020)

Als die Polizei vor Jeff Suttons Tür steht, kann der Taxifahrer nicht fassen, was man ihm vorwirft: Er soll ein zwölfjähriges Mädchen entführt und vergewaltigt haben. Der angebliche Beweis: Fingerabdrücke im Apartment der Familie. Jeff Sutton wird in Untersuchungshaft genommen und landet zur eigenen Sicherheit im Todestrakt - denn als Vergewaltiger lebt es sich gefährlich. Robert, ein gefühlskalter Mörder, ist sein einziger Gefährte. Ausgerechnet er glaubt an Jeffs Unschuld. Aber glaubt Jeff selbst noch an Gerechtigkeit? Am Tag der Urteilsverkündung nimmt der Fall eine überraschende Wendung.

Samstag, 29.Januar 2022, 19.05 Uhr
SWR2 Krimi
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Gespräch zum Zusammenspiel von Bild und Rahmen im Museum für Neue Kunst
Foto: Berhard Strauss
 
Gespräch zum Zusammenspiel von Bild und Rahmen im Museum für Neue Kunst
Um eine kleine kunsthistorische Sensation dreht sich ein Gespräch im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, am Donnerstag, 27. Januar, um 18 Uhr: Der Horst und Gabriele Siedle-Kunststiftung ist es im Vorfeld der Ausstellung „Freundschaftsspiel“ geglückt, den von Ernst Ludwig Kirchner farbig gestalteten Originalrahmen zur Tänzerin Nina Hard aufzuspüren. Somit konnten die einst als unzertrennlich gedachten Elemente Gemälde und Rahmen wieder zusammen geführt werden. Diesem Thema widmet das Museum nun ein Gespräch.

Unter dem Titel „Unzertrennlich“ sprechen der Rahmenexperte Werner Murrer und die Restauratoren Christoph Müller und Sabrina Kunz anhand von ausgewählten Beispielen über Bilder und Rahmen. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter Tel. 0761 / 201-2501 oder per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de ist bis Mittwoch, 26. Januar, 15 Uhr erforderlich.

Das Museum für Neue Kunst ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Für den Museumsbesuch ist derzeit ein Nachweis über eine Impfung oder Genesung erforderlich, der nicht älter als 3 Monate ist. Bei längerer Dauer ist zusätzlich ein aktuelles negatives Testergebnis vorzulegen. Für Erwachsene ist eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare Maske vorgeschrieben.

zum Bild oben:
„Tänzerin Nina Hard“ (1921) von Ernst Ludwig Kirchner mit dem von ihm gestalteten Originalrahmen
Foto: Berhard Strauss
 
 

Sonstiges 
 
 
Umfrage „Jugend & die Auswirkungen von Corona“: Ergebnisse für Ba-Wü
Auswertung der „beWirken“-Jugenderhebung 2021 für das Land liegt jetzt als Online-Veröffentlichung vor

Am Distanzunterricht bemängeln Jugendliche fehlende soziale Kontakte und die technische Ausstattung. Nur 24 Prozent von ihnen sagen, ihre Schule sei „fit“ im Umgang mit digitalen Medien; entscheidend ist, wie Lehrkräfte den Unterricht gestalten. Fast Dreiviertel aller Befragten haben in der Pandemie digitale Freizeitangebote genutzt. Und 77 Prozent konstatieren eine zunehmende Feindseligkeit in der Gesellschaft. Das sind einige der Ergebnisse für Baden-Württemberg aus der Jugenderhebung 2021 des Lüneburger Vereins „beWirken“. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) hat die Umfrage für das Land ausgewertet und kann sie nun in einer Online-Veröffentlichung zur Verfügung stellen.

2.757 junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren haben in Baden-Württemberg an der Studie teilgenommen und sich zu den Themen Homeschooling, Freizeit, psychische Belastungen und „Gehörtwerden“ geäußert. Sie haben zudem ihre Wünsche an die Politik formuliert und in tausenden von Kommentaren auch gesagt, „was nervt“. Nicht alles aber ist negativ. Viele sehen Vorteile im Online-Unterricht, finden Abstandsregeln gut und benennen die positive Wirkung des Lockdowns auf die Umwelt. In gesellschaftlicher Hinsicht wird mehr Achtsamkeit im Umgang miteinander gefordert. „Alle Menschen berücksichtigen, nicht nur die, die die größte Lobby haben“, so einer von vielen Kommentaren. „Diese junge Generation will gehört und in politischen Entscheidungen explizit berücksichtigt werden“, bilanziert Angelika Barth, die für die Auswertung verantwortliche Leiterin des Fachbereichs Jugend und Politik der LpB.

Die Datenerhebung für die „beWirken“-Jugendstudie fand im Juni und Juli 2021 zeitgleich in Niedersachen, Berlin und Baden-Württemberg statt. Insgesamt 5.242 Jugendliche haben teilgenommen und sich anhand eines Fragebogen geäußert. Dieser ist von „beWirken e. V.“ mit einer selbst entwickelten Umfrage-App erstellt worden. Die Erhebung erfolgte für Baden-Württemberg in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB).

Die 28-seitige Publikation „Umfrage: Jugend und die Auswirkung von Corona. Auswertung der Ergebnisse für Baden-Württemberg“ ist ausschließlich online erhältlich und steht kostenlos zum Download unter www.lpb-bw.de/publikation3600 bereit.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Führung durch Sonderausstellung
Ausstellungsansicht "Karlsruhe im Fokus" / Foto: Stadt Karlsruhe / Monika Müller
 
Führung durch Sonderausstellung "Karlsruhe im Fokus"
Spannende Einblicke in fotografische Ansichten aus den 1970er- bis 1990er-Jahren im Stadtmuseum

Das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais bietet erneut eine Führung durch die Sonderausstellung "Karlsruhe im Fokus" mit fotografischen Ansichten Karlsruhes sowie seiner Bewohnerinnen und Bewohner aus den 1970er- bis 1990er-Jahren an. Am Sonntag, 23. Januar, um 11:15 Uhr gibt Helene Seifert M.A. spannende Einblicke in die gezeigten Aufnahmen sowie in das Schaffen der Fotografinnen und Fotografen.

Präsentiert werden rund 400 aus den Beständen des Stadtarchivs Karlsruhe stammende Fotografien, die unterschiedliche und mitunter ungewöhnliche Blickwinkel auf Gebäude, Ereignisse und das Leben in der Fächerstadt eröffnen.

Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich. Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos bzw. im Eintrittspreis enthalten.

Mehr Informationen zur Ausstellung, zum Begleitprogramm und zu den aktuellen Corona-Regelungen finden Sie unter www.karlsruhe.de/stadtmuseum.

zum Bild oben:
EINE STADT IM WANDEL: In Erinnerungen schwelgen lässt es sich trefflich beim Besuch der Ausstellung "Karlsruhe im Fokus" mit fotografischen Impressionen der jüngeren Vergangenheit.
Foto: Stadt Karlsruhe / Monika Müller-Gmelin
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 24. bis 30. Januar 2022
(4. Kalenderwoche)

Aktuell benötigen Besucherinnen und Besucher einen Nachweis über eine Boosterimpfung oder über eine Impfung oder Genesung, die nicht älter als 3 Monate ist. Bei längerer Dauer muss zusätzlich ein negatives Testergebnis vorgezeigt werden (Schnelltest nicht älter als 24 Stunden, PCR-Test nicht älter als 48 Stunden). Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahre sowie Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Für alle ab 6 Jahren gilt Maskenpflicht, ab 18 Jahren ist eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare Maske vorgeschrieben.

Augustinermuseum

Kombi-Führung zu Johann Baptist Kirner
Eine Kombi-Führung durch die beiden Ausstellungsteile der Kirner-Werkschau „Erzähltes Leben“ und „Der Blick des Zeichners“ findet am Freitag, 28. Januar, um 17 Uhr im Augutinermuseum am Augustinerplatz und im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, statt. In Vorbereitung für seine Gemälde fertigte der Furtwanger Maler viele Zeichnungen und Studien an. Die Führung verbindet sein zeichnerisches Schaffen mit dem malerischen Werk. Die Teilnahme kostet 4 Euro; zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter Tel. 0761 / 201-2501 oder per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de ist bis Donnerstag, 27. Januar, 15 Uhr erforderlich.

Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause: Kirners bildhafte Zeichnungen
Neben vielen Studien und Skizzen sind von Johann Baptist Kirner auch Zeichnungen erhalten, die er selbst als fertiges Werk signierte. Diese stellt Felix Reuße, Kurator der Ausstellung „Johann Baptist Kirner. Der Blick des Zeichners“, bei einer Kurzführung am Mittwoch, 26. Januar, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, vor. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinderführung: Leuchtende Edelsteine, glänzende Waffen
Um leuchtende Edelsteinen, glänzende Waffen und fantasievolle Muster dreht sich eine Führung von Kindern für Kinder am Samstag, 29. Januar, um 15 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Wie hat die tolle Entdeckung und schwierige Verarbeitung des Rohstoffes Metall das Leben unserer Vorfahren verändert? Das erfahren Kinder ab 6 Jahren von den Kulturlotsinnen und Kulturlotsen des Jugendclubs „Junges ArCo“. Die Teilnahme ist für Kinder frei, Erwachsene zahlen den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter Tel. 0761 / 201-2501 oder per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de ist bis Donnerstag, 27. Januar, 15 Uhr erforderlich.

Museum für Stadtgeschichte

Kurzgeschichte(n): Freiburg und seine Klöster
Über 20 klösterliche Gemeinschaften und zwei geistliche Ritterorden existierten im mittelalterlichen Freiburg. Bei einer Führung am Freitag, 28. Januar, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, geht es um die Freiburger Klosterkultur: Hölzernes Essgeschirr, ein Sprechgitter oder Figuren wie das Jesusknäblein spiegeln das alltägliche Leben der Mönche und Nonnen. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?
Ein biografisches Hörspiel von Ulrike Müller
Mit: Franziska Kleinert, Martina Hesse, Claudia Lietz, Alexander Schröder, Jean Luc Caputo, Annedore Bauer sowie Aurelie, Bruno, Clara, Elias, Helene, Lionel und Oskar
Regie: die Autorin
Pianistin: Aykao Matuschka
(Produktion: rbb 2021)

In einer kafkaesken Gerichtsverhandlung sitzen drei alleinerziehende Mütter auf der Anklagebank. Sie müssen sich vorhalten lassen, sowohl das Gemeinwohl als auch das Kindeswohl ihrer Söhne und Töchter zu missachten. Das Gemeinwohl, weil sie nicht genügend zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, das Kindeswohl, weil ihre Kleinfamilien materiell schlechter gestellt sind als der Durchschnitt. Sie müssen sich in biografischer, finanzieller, sexueller und emotionaler Hinsicht entblößen.
Müller führte Interviews mit Alleinerziehenden und hat das dokumentarische Material anschließend fiktionalisiert.

Sonntag, 23. Januar 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Kunst am Vormittag
(c) Toni Mauersberg
 
Kunst am Vormittag
Tag der offenen Tür zur Ausstellung „In Dubio Pro Deo“ mit der Künstlerin Toni Mauersberg

Mit einem Vormittag der offenen Tür startet die Ausstellung „In Dubio Pro Deo“ der Berliner Künstlerin Toni Mauersberg am Samstag, 22. Januar von 10 bis 13 Uhr in der Katholischen Akademie Freiburg, Winterstr. 1. Die Künstlerin wird anwesend sein. Toni Mauersberg präsentiert in ihrer Ausstellung zahlreiche Gemälde und Zeichnungen, die malerisch den Fragen nach „Gott und Welt“, nach der Möglichkeit von Glaube und Wissen sowie der Suche nach Heil und Erlösung nachgehen. Mit ihren sehr feinsinnig und minutiös gemalten Bildern reflektiert die Künstlerin immer wieder von Neuem die existenzielle Suche nach dem Sinn des Lebens.

Die Kunstwerke von Toni Mauersberg sind vom 24. Januar bis 13. April 2022 in der Katholischen Akademie Freiburg, Winterstr. 1, zu sehen. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Sie können sich für den Besuch der Ausstellung sowie für den Tag der offenen Tür anmelden: www.katholische-akademie-freiburg.de. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Ankauf einzigartiger Zeichnung des Bildhauers Franz Joseph Hörr
Das Augustinermuseum freut sich über eine besondere Schenkung seines Freundeskreises: Es handelt sich um eine von nur zwei erhaltenen Federzeichnungen des als Bildhauer bekannten Franz Joseph Hörr (1732–1785). Der Freundeskreis hat das auf 1775 datierte Blatt für 3.800 Euro im Kunsthandel erworben und nun dem Museum übergeben. Es zeigt badende Frauen am Ufer eines Gewässers vor einer Ruinenkulisse. Hörr setzt die Aktfiguren der drei Frauen effektvoll in Szene, wobei er gekonnt mit Licht und Schatten spielt.

Hörr zählt zum Kreis um den bekannten Maler und Bildhauer Johann Christian Wentzinger. Das Augustinermuseum besitzt bereits elf seiner Skulpturen, zwei davon sind aktuell im Museum ausgestellt. Dass Hörr auch als Zeichner tätig war, ist kaum bekannt. Neben dem nun erworbenen Blatt ist die einzige weitere überlieferte Zeichnung ein Architekturplan für den Umbau der Aula des Jesuitengymnasiums. Eine Besonderheit ist zudem, dass im Unterschied zu seinen meisten Werken kein religiöses, sondern ein weltliches Thema zu sehen ist. Ein mythologischer Hintergrund der Badeszene ist nicht zu erkennen.

Die sehr fein und genau ausgeführte Zeichnung hat Hörr wahrscheinlich für einen Kunstliebhaber oder Sammler geschaffen, der solche Blätter mit Gleichgesinnten im kleinen Kreis betrachtete.

Das sehr empfindliche Blatt wird vorerst nicht ausgestellt, steht aber bereits in der Online-Sammlung der Städtischen Museen Freiburg zum Anschauen, Teilen und Weiterverwenden bereit.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Art’s Birthday 2022
EBU Ars Acustica Special Evening
Mit: Antje Vowinckel und Chris Heenan, Oï les Ox, dem Duo eRikm und Harald Kimmig und dem Ensemble Meat.Karaoke.Quality.Time
Senderegie: Frank Halbig
(Produktion: SWR/E-Werk Freiburg 2022)

Der vom französischen Fluxus-Künstler Robert Filliou im Jahr 1963 ins Leben gerufene "Art's Birthday" wird jedes Jahr auf der ganzen Welt zelebriert - als Hommage an die kreative Kraft der Kunst und Musik. In Freiburg hat sich der Kunstgeburtstag im Kulturzentrum E-Werk - von Anfang an ein Publikumsliebling - als feste Größe des Kulturlebens etabliert. Sie hören den Mitschnitt der Veranstaltung vom 15. Januar und Highlights aus dem Programm anderer europäischer Rundfunkstationen.

Samstag, 22. Januar 2022, 23:03 - 02:00 Uhr, Ursendung
SWR2 Ohne Limit
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Fünf Jahre Museum Barberini: 1,6 Millionen Besucher
Museum Barberini, © Lukas Spörl
 
Fünf Jahre Museum Barberini: 1,6 Millionen Besucher
Seit seiner Eröffnung 2017 hat sich das Museum Barberini als einer der bedeutendsten Standorte für impressionistische Landschaftsmalerei und als international renommiertes Ausstellungshaus etabliert – 1,6 Millionen Besucher kamen bislang nach Potsdam, um die Sammlung Hasso Plattner und die wechselnden Ausstellungen zu sehen. Anlässlich des fünften Geburtstages plant das Museum im gesamten Jahr 2022 zahlreiche Veranstaltungen, besondere Öffnungstage und die Erweiterung seiner digitalen Formate. Mit der Sammlung impressionistischer Meisterwerke des Stifters und Mäzens Hasso Plattner sowie Ausstellungsprojekten in Kooperation mit der Peggy Guggenheim Collection, Venedig, und der Albertina Modern, Wien, kann das Jubiläum mit einer Vielzahl an Besucherinnen und Besuchern vor Ort wie auch digital gefeiert werden.

In den ersten fünf Jahren seit der Eröffnung am 21. Januar 2017 haben 1,6 Millionen Menschen das Museum Barberini besucht. 103 impressionistische Gemälde in der Sammlung Hasso Plattner, zwölf Ausstellungen mit Partnern in Rom, Moskau oder Washington und Leihgaben aus den führenden Museen der Welt waren zu sehen. Mit Sammlung und Programm hat das Museum Barberini nationale und internationale Aufmerksamkeit erhalten und ist innerhalb von kürzester Zeit zum Anziehungspunkt für Kunstinteressierte aus aller Welt geworden. „Auch wenn ich natürlich die von mir über Jahrzehnte gesammelten Bilder vermisse, so tröstet die begeisterte Resonanz der Millionen Besucher mich schnell darüber hinweg“, so Stifter und Mäzen Hasso Plattner über den Erfolg des Museums.

Den Zugang zur Kunst auch über digitale Wege zu ermöglichen, war von Anfang an ein Anliegen des Museums. Allein im letzten Jahr gab es knapp 1,9 Millionen Aufrufe der Website, welche die zum Jubiläum nochmals erweiterte digitale Präsentation der Sammlung Hasso Plattner, Ausstellungsrundgänge, Expertengespräche, Konzerte, Lesungen, Yoga-Stunden und vieles mehr beinhaltet. Über 35.000 digitale Besucherinnen und Besucher nahmen an den Online Live Touren durch die Ausstellungen teil, und mit den Social Media-Kanälen des Museums wurde 2021 eine Reichweite von über 15 Millionen erreicht. Ebenfalls kontinuierlich aktualisiert wird die Barberini App: Zum Jubiläumsjahr wurde sie um den Stadtspaziergang „Frankreich in Potsdam“ ergänzt, der den Museumsbesuch zur französischen Kunst auf Stadt und Gärten ausdehnt. Darüber hinaus werden im Laufe des Jahres eine aufwendig produzierte Audio-Erweiterung der App sowie ein Podcast veröffentlicht, die ein junges Publikum mit der Sammlung Hasso Plattner vertraut machen.

Der Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen wird mit den Barberini Friends gefeiert: Am 21. Januar findet der traditionelle „Friends Day“ für alle Inhaberinnen und Inhaber einer Jahreskarte des Museums statt. In diesem Jahr als rein digitale Veranstaltung geplant, erhalten Barberini Friends online Einblicke zum Thema „Winterlandschaft“ in der Sammlung Hasso Plattner.

Auch vor Ort im Museum sollen so viele Menschen wie möglich der Kunst begegnen können. Mit Führungen für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung, Sonderführungen zum Tag der Barrierefreiheit am 3. Dezember sowie dem Ausbau der inklusiven digitalen Angebote widmet sich das Museum neben den bereits bestehenden Formaten noch stärker dem Thema der Inklusion. Kinderkunstaktionen, die Formate „Kinder führen Kinder“ oder das Veranstaltungsangebot für Kindergärten und Schulen bringen offline und online zudem ganz junge Besucherinnen und Besucher in ersten Kontakt mit der Kunst.

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung seiner Vermittlungsangebote folgt das Museum Barberini der Vorstellung seines Stifters Hasso Plattner: „Kunst erlebt man am intensivsten in der Begegnung mit dem Original. Ich möchte, dass möglichst viele diese Erfahrung machen können und vielleicht meine Begeisterung teilen.“ Plattner sieht das Museum Barberini als Ort der Inspiration und anregenden Auseinandersetzung: „Die großen Maler des Impressionismus waren für mich Meister darin, die momentanen Stimmungen eines Ortes auf der Leinwand festzuhalten. Man kann über ihre Bilder in diese Stimmung eintauchen, sich darin verlieren oder davon anstecken lassen“, so Plattner.

Doch nicht nur mit der Präsentation der Sammlung Hasso Plattner hat sich das Museum Barberini international einen Namen gemacht. „Die Entwicklung der Gerhard Richter-Schau gemeinsam mit dem Künstler, die Ausstellung des kaum öffentlich gezeigten Bestands später Picasso-Werke, die seltenen Leihgaben für unsere Van Gogh- und Rembrandt-Ausstellungen, die größte Monet-Retrospektive, die jemals in einem deutschen Museum gezeigt wurde – das waren Höhepunkte der letzten fünf Jahre, die zeigen, dass wir das Vertrauen bedeutender Museen auf der ganzen Welt gewinnen und uns als anerkannter Kooperationspartner etablieren konnten”, so Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini.

Ebenso herausragend sind auch die Leihgaben für die Schauen des Jubiläumsjahres: Die Ausstellungen Eine neue Kunst. Photographie und Impressionismus, Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945 sowie Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne zeigen Werke etwa aus dem Musée d‘Orsay und dem Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London, dem Museo nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Art Institute of Chicago, dem Israel Museum in Jerusalem sowie dem Museum of Modern Art, dem Metropolitan Museum und dem Whitney Museum in New York.

Auch die Forschungsarbeit des Museums wird 2022 fortgesetzt – drei Symposien zu kommenden Ausstellungen sind geplant, die sich mit dem Impressionismus in den Niederlanden sowie den Künstlern Amedeo Modigliani und Edvard Munch beschäftigen. Ein weiteres Gebiet wissenschaftlicher Beschäftigung ist der Zusammenhang zwischen Kunst und Klima, der 2023 einen thematischen Schwerpunkt bilden wird.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Der Wachmann
Nach dem Roman von Peter Terrin
Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten
Mit: Matthias Bundschuh, Martin Reik, Lennart Hillmann, Michael Klammer und Gerd Wameling
Hörspielbearbeitung und Regie: Steffen Moratz
(Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020)

Michel und Harry sind Wachmänner. Von der Tiefgarage aus kontrollieren sie den Zugang zu einer Reihe von Luxusapartments. Die Außenwelt erblicken sie nur durch das Garagentor: Draußen muss sich etwas Schlimmes zugetragen haben, eine nukleare Katastrophe vielleicht oder ein Krieg. Nach und nach verlassen die Bewohner den Block, aber Michel und Harry halten mit eiserner Disziplin die Stellung. Als ein dritter Wachmann auftaucht, eskaliert die Situation. Wurde er geschickt, um die beiden zu überprüfen? Oder hat er es auf den letzten Bewohner abgesehen, der sich offenbar weigert zu fliehen? Warum?

Samstag, 22.Januar 2022, 19.05 Uhr
SWR2 Krimi
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Helge Hesse
 
Buchtipp: Helge Hesse "Die Welt neu beginnen"
Wie fühlen sich die historischen Momente an, in denen alles möglich scheint? Wie verändern sie ein Leben? Und welche Lebensentscheidung verändert die Welt?

Im berauschenden Vierteljahrhundert zwischen 1775 und 1799 brachen die Menschen in ein neues Zeitalter auf. Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg und die Französische Revolution etablierten ein neues Menschenbild – frei und gleich sollte der Mensch plötzlich sein! Technik, Kunst und Gesellschaft vollzogen ungeahnte Fortschritte. Die moderne Welt des Westens entstand.

Doch wie erlebten George Washington und Marie Antoinette diese umwälzenden Jahre? Was riskierten Goethe und Schiller, wovon träumten Weltumsegler oder Pioniere der Luftfahrt, womit haderten Kant und Napoleon? In einer mitreißenden Tour d’Horizon folgt dieses Buch prominenten Lebenswegen, die sich oft auf verblüffende Weise kreuzten; es erzählt von Freunden und Feinden, Abenteuern und Innovationen, Triumph und Scheitern. In vielen Schlüsselmomenten wird erfahrbar, wie sich in Deutschland, England, Frankreich und den gerade entstehenden USA die gesellschaftlichen Fundamente und Werte bildeten, die unsere Welt bis heute prägen und stets neu verhandelt werden müssen.

Reclam Verlag 2021, 431 Seiten. € 25,00 (D)
ISBN: 978-3-15-011280-9
 
 

Sonstiges 
 
 
Tanzgastspiel JOY ENJOY JOY, 28.01.2022
Am Freitag, 28.01.2022 gastiert die Choreografin Ann Van den Broek mit Ward / waRD aus Belgien und den Niederlanden mit der Produktion JOY ENJOY JOY (2022) um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theater Freiburg.

Lebensfreude, Lachen und Leichtigkeit - Ann Van den Broek zelebriert in ihrem neusten Werk die Sonnenseiten des Lebens. In ihren letzten Arbeiten setzte sich die preisgekrönte Choreografin mit eher schweren Themen auseinander und begeisterte auch das Freiburger Publikum mit dem Gastspiel MEMORY LOSS. Doch nach all der Dunkelheit ist es nun Zeit für die Hoffnungsschimmer und kleinen Lichtblicke, die uns immer wieder aufs Neue Kraft spenden. Damit trifft sie besonders nach den Erfahrungen der letzten Jahre den Nerv der Zeit.

Gemeinsames Lachen, Lebensfreude, gegenseitige Umarmungen und Leichtigkeit – Ann Van den Broek zelebriert in ihrem neusten Werk JOY ENJOY JOY den Fluss des Lebens. In ihren letzten Arbeiten "Accusations" (2017) und "The Memory Loss Collection" (2018-2020) widmete sich die preisgekrönte Choreografin auf meisterhaft einfühlsame Art und Weise den schweren und persönlichen Themen des Lebens. Auch das Freiburger Publikum begeisterte sie in diesem Rahmen mit dem Gastspiel MEMORY LOSS, einer künstlerischen Untersuchung des Phänomens der Demenz. Doch nach all der Dunkelheit ist es nun Zeit für die Hoffnungsschimmer und kleinen Lichtblicke, die uns immer wieder aufs Neue Kraft und Trost spenden. Damit trifft sie besonders nach den Erfahrungen der letzten Jahre genau den Nerv der Zeit: Was lässt uns trotz Rückschlägen oder nach Zeiten der Enttäuschung und des tiefen Schmerzes wieder einen Sinn im Leben finden? Was bringt uns dazu wieder aufzustehen und dem, was wir tun einen positiven Wert beizumessen? Was ist es wert, festgehalten zu werden? Die Fülle des Lebens wird in der transmedialen Inszenierung nicht zuletzt über eine Bandbreite an Kunstformen zum Ausdruck gebracht und die Grenzen zwischen Bewegung, Livemusik, gesprochenem Wort und Video werden konstant überschritten. Dabei ist die Freude von Ann Van den Broek nicht immer unbekümmert und sorglos, es gibt sie niemals allein und sie ist auch nicht von unbegrenzter Dauer. Sie kann nur mit dem Schmerz koexistieren, es gibt keine Sonne ohne Schatten. Aber die ruhelose Seele kann Trost und Geborgenheit finden und sich vom stetigen Strom des Lebens tragen lassen.

Konzept und Choreografie Ann Van den Broek | Musik Nicolas Rombouts | Lyrics Gregory Frateur | Video- & Licht­design Bernie van Velzen | Bühnenbild Niek Kortekaas | Kostüme & Styling Ann Van den Broek | Probenmeister Pol Van den Broek | Mit Marion Bosetti, Carla Guerra, Louis Combeaud, Frauke Marien, Jean-Gabriel Maury, Kamil Pilarski, Nik Rajsek, Isaiah Selleslaghs

JOY ENJOY JOY ist eine Produktion von WArd/WaRD (NL/BE) in Koproduktion mit Theater Rotterdam (NL), ccBerchem (BE), La Filature, Mulhouse (FR), Podium Bloos, Breda (NL) und Theater Freiburg (DE). Das Projekt zählt mit der finanziellen Unterstützung von Fonds Podiumkunsten (NL).
 
 

Sonstiges 
 
 
Polarisierung
Gespaltene Gesellschaft(en) im Zeichen von Pandemie und Populismus

„Bürger & Staat“ – Zeitschrift der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit neuer Ausgabe

Zur aktuellen Debatte über Spaltung und Zusammenhalt liegt bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) jetzt ein neues Heft vor. Die Ausgabe „Polarisierung. Gespaltene Gesellschaft(en) im Zeichen von Pandemie und Populismus“ der Zeitschrift „Bürger & Staat“ geht in elf Beiträgen der Frage nach, wie sich scheinbar wachsende und unversöhnliche Gegensätze in Politik und Gesellschaft fassen und beurteilen lassen. Wie kann mit dieser Herausforderung umgegangen werden, nicht zuletzt in der politischen Bildung?

Ein einleitender Aufsatz bezieht unter dem Titel „Wie die Identitätspolitik die Gesellschaft spaltet“ Stellung gegen stark im Vordergrund stehende partikulare Gruppeninteressen und beleuchtet die Folgen dieser Entwicklung. Das Heft berücksichtigt die verschiedenen politischen Ebenen im föderalen System der Bundesrepublik, indem es die Polarisierung in Deutschland, in den Ländern und in der Kommunalpolitik aufgreift. Zwei Aufsätze lenken den Blick auf Europa und die USA. Zu den weiteren Beiträgen gehören schließlich Untersuchungen, die sich mit der Rolle der Medien – alten wie neuen – und mit der parteipolitischen Polarisierung auseinandersetzen.

Die LpB-Zeitschrift „Bürger & Staat“ bietet Bestandsaufnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen. Sie erscheint dreimal jährlich und richtet sich an das Fachpublikum und gleichermaßen an die interessierte Öffentlichkeit.

Kostenlose Einzelhefte und Gruppensätze können im Webshop der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Gewicht von 500 g werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Buchtipps 
 
Publikation „Für Demokratie werben“
Bild: LpB BW
 
Publikation „Für Demokratie werben“
Zum 50-jährigen Bestehen der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg:
Politische Bildungsarbeit aus fünf Jahrzehnten im Spiegel der Zeitgeschichte

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) blickt auf ein halbes Jahrhundert politischer Bildungsarbeit zurück. Aus diesem Anlass legt sie eine knapp 170 Seiten starke Publikation vor, die die eigenen Angebote im Spiegel der vergangenen fünf Jahrzehnte beleuchtet. „Für Demokratie werben“ – unter diesem Titel zeichnet der Jubiläumsband den politischen Wandel, pädagogischen Auftrag und fachlichen Diskurs der vergangenen fünfzig Jahre seit der institutionellen Grundsteinlegung am 25. Januar 1972 nach.

„Politische Bildung ist Lebenselixier für die liberale Demokratie. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Begründung und Entfaltung unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates.“ Mit diesen Worten würdigt die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, Muhterem Aras MdL, in ihrem Grußwort den Auftrag der LpB. Auf welche Weise beeinflussen politische Entwicklungen die Bildungsarbeit? Wie bildet sich der gesellschaftliche Rahmen in den Angeboten ab? Der Band veranschaulicht das Wechselspiel aus Kontinuität und Wandel, in dem sich die Institution über die Jahrzehnte hinweg entwickelt hat, um ihren Auftrag auf zeitgemäße Weise zu erfüllen. Zugleich schärft der Blick zurück das Bewusstsein für die pädagogische Identität der Einrichtung.

Fünf Kapitel sind den fünf Jahrzehnten seit dem Gründungsjahr 1972 gewidmet. Vorangestellt ist ein Aufsatz zur Vorgeschichte der Landeszentrale und zu den Anfängen der politischen Bildung im deutschen Südwesten nach der NS-Diktatur. Zu den Autoren gehören Sibylle Thelen, seit 2020 Co-Direktorin der LpB, sowie Lothar Frick, der von 2004 bis 2020 die Landeszentrale allein führte: Sibylle Thelen geht in ihrem Beitrag über die 1990er Jahre auf die Umbrüche nach dem Mauerfall ein, Lothar Frick nimmt in einem Essay zu den Aufgaben der politischen Bildung in Gegenwart und Zukunft Stellung. Zudem weist der Geburtstagsband auf ein weiteres Jubiläum hin: das des Tagungszentrums „Haus auf der Alb“ in Bad Urach. Seit dreißig Jahren kann die Landeszentrale das denkmalgeschützte Bauhaus-Gebäude als Resonanzraum für ihre Bildungsarbeit nutzen.

Mit ihren mehr als 120 Mitarbeitenden zählt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zu den großen Trägern in der pluralistischen Landschaft der politischen Bildung in Deutschland. Sie ist an vier Standorten in Baden-Württemberg vertreten. Neben der Zentrale in Stuttgart und dem Tagungszentraum „Haus auf der Alb“ in Bad Urach unterhält sie Außenstellen in Freiburg und Heidelberg. Zwei weitere Außenstellen sind in Ludwigsburg und Tübingen im Aufbau. Die regionale Arbeit der LpB wird dadurch künftig in allen vier Regierungsbezirken des Landes auch institutionell verankert sein. Reichweite erzielt die Einrichtung darüber hinaus mit unterschiedlichen Angeboten und Formaten – mit Veranstaltungen in Präsenz, gedruckten Publikationen, einem umfangreichen Informationsangebot im Netz und in der Zusammenarbeit mit einem großen Netzwerk institutioneller und zivilgesellschaftlicher Partner.

Der Jubiläumsband „Für Demokratie werben“ ist über den Webshop der LpB www.lpb-bw.de zum Preis von 3 Euro (zuzüglich Versandkosten) erhältlich.
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Bibliotheken 
 
 
Alle Dreijährigen hergehört
In der Stadtbibliothek warten die Sets der „Aktion Lesestart 1-2-3“ auf Euch!

„Lesestart 1–2–3“ ist ein bundesweites Programm zur frühen Sprach- und Leseförderung. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. In drei aufeinander folgenden Jahren bekommen Eltern für ihre Kinder im Alter von einem, zwei und drei Jahren Lesestart-Sets.

Die Sets für Ein- und Zweijährige erhalten Eltern bei der U6- und U7-Vorsorgeuntersuchung in teilnehmenden Kinderarztpraxen, das dritte Set in der Bibliothek vor Ort. Die Stadtbibliothek Freiburg verteilt ab sofort die Lesestart-Sets für dreijährige Kinder. Zum Set gehören drei Dinge: ein Bilderbuch, Informationen für die Eltern mit Alltagstipps zum Vorlesen und Erzählen sowie eine kleine Stofftasche.

Eltern mit dreijährigen Kindern sind nun eingeladen, sich ein Set der Lesestartaktion in der Kinder- und Jugendbibliothek am Münsterplatz, in den Stadtteilbibliotheken Haslach und Mooswald, in der Mediothek im Rieselfeld oder im Bücherbus abzuholen.

Die Stadtbibliothek bietet ein breites Spektrum an Medien zur frühkindlichen Bildung und Förderung. Für die Kleinsten beginnt es mit Pappbilderbüchern, kurzen Geschichten zum Vorlesen oder auf CD sowie Kinderliedern. Auf diese Weise wachsen Kinder früh in die selbstverständliche Nutzung von Büchern und anderen Medien hinein und erleben die Bibliothek als interessanten Ort. Eltern erhalten Anregungen zum Vorlesen und finden ein großes Angebot an Ratgeberliteratur.
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Sonstiges 
 
 
Andreas Müller im Alter von 104 Jahren verstorben
Trauer um Andreas Müller: Der langjährige Leiter der Zinnfigurenklause ist am 7. Januar im Alter von 104 Jahren gestorben. Müller führte das kleine historische Museum im Schwabentor von 1989 bis 2008. Er übernahm die Leitung im Alter von bereits 80 Jahren und führte die Zinnfigurenklause ehrenamtlich. Es war ihm dabei wichtig, dass die Geschichte der Bauern- und Befreiungskriege in Baden unverfälscht vermittelt wurde.

„Andreas Müller hat mit großem Engagement einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildungsarbeit beigetragen und hat das kulturelle Angebot der Stadt bereichert. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.“, sagt der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach.

Die Zinnfigurenklause wurde 1961 von Arthur-Andreas Lehmann ins Leben gerufen. Das Museum hat sich die Geschichte der Freiheitsbewegungen in unserer Region auf ihre Fahnen geschrieben und informiert über die Kämpfe der Bauern und Bürger zwischen 1386 und 1848 mit Hilfe von historisch exakten Miniaturszenerien (Dioramen). Im Jahr 1969 zog das Museum in die 1. Etage des Schwabentors. Der damalige Oberbürgermeister Eugen Keidel stellte den Ausstellungsraum zur Verfügung, später wurde auch die 2. Etage des Turms genutzt.

Andreas Müller übernahm die Leitung 1989 von Lehmann und siedelte für diese Tätigkeit nach Freiburg über. Unter seiner Leitung entstand auch der Förderverein Zinnfigurenklause, dessen ehrenamtliche Helfer zahlreiche neue Dioramen mit originalgetreuen Szenen der Bauernkriege im Südwesten erarbeiteten.

Der Förderverein der Zinnfigurenklause trägt sich wesentlich durch die institutionelle Förderung der Stadt, die die Mietkosten abdeckt und einen Zuschuss zu den Sachkosten darstellt.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Ulf Erdmann Ziegler
 
Buchtipp: Ulf Erdmann Ziegler "Eine andere Epoche"
Roman

Berlin, Bundestag, Herbst 2011. Die SPD schlummert in der Opposition, als an einem Novembertag in Eisenach ein ausgebranntes Wohnmobil gefunden wird: Das Ende einer rechtsextremen Terrorzelle stellt die noch junge Berliner Republik vor nahezu unlösbare Fragen. Plötzlich zur moralischen Instanz erhoben, brilliert der Abgeordnete Andi Nair als Vorsitzender des eingesetzten Untersuchungsausschusses. Protokolliert wird das Geschehen von seinem Büroleiter Wegman Frost, der die Verkommenheit der Verhältnisse, das Versagen der Behörden kaum fassen kann und in einen Strudel von Selbstzweifeln gerissen wird. Als Pflegekind mit ungewisser Herkunft hatte ihn sein Einsatz gegen Fremdenhass in die Politik geführt. Damit ist er nicht allein: Sein Freund aus Jugendtagen, Flo Janssen – einst als namenloses Baby aus dem brennenden Saigon ausgeflogen –, steht jetzt am Rednerpult des Reichstags und verkündet neoliberale Ideen. Der ist nicht irgendjemand, er ist der Vizekanzler.

Der neue Roman Ulf Erdmann Zieglers nimmt in den Blick, wie dieses Land zu dem wurde, was es heute ist. Eine andere Epoche erzählt von rechtem Terror, einer Krise der Verfassung, der Wiedervereinigung und der Suche nach Identität. Leidenschaftliche Demokraten geraten an die Grenzen ihrer Erklärungsmuster. Sie ahnen das Ende einer Zeit, auf der ihre eigene Lebensgeschichte gegründet ist.

Suhrkamp Verlag 2021, 256 Seiten, € 24,00 (D)
ISBN 978-3-518-43015-6
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 17. bis 23. Januar 2022
(3. Kalenderwoche)

Aktuell benötigen Besucherinnen und Besucher einen Nachweis über eine Boosterimpfung oder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis, der nicht älter als 3 Monate ist. Liegt die Impfung oder Genesung länger zurück, muss zusätzlich ein aktuelles negatives Testergebnis vorgezeigt werden. Ein Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahre sowie Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Für alle ab 6 Jahren gilt Maskenpflicht – ab 18 Jahren ist eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare Maske vorgeschrieben.

Augustinermuseum

Kunstpause – Kirner: Zwei Versionen der Kartenschlägerin
Bei einer Kurzführung am Mittwoch, 19. Januar, um 12.30 Uhr in der Ausstellung „Johann Baptist Kirner. Erzähltes Leben“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz vergleicht die Restauratorin Sabrina Kunz die beiden bekannten Versionen der „Schwarzwälder Kartenschlägerin". Kunsttechnologische Untersuchungen und der Vergleich der Malweise erklären, in welchem Verhältnis die beiden Werke zueinander stehen. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Zwischen Himmel und Hölle – Kirner: Eine gemalte Wallfahrt
Ausstellungskurator Felix Reuße und Theologe Stephan Langer betrachten am Donnerstag, 20. Januar, um 15.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz gemeinsam das Gemälde „Die Wallfahrt“ von Johann Baptist Kirner und diskutieren, ob es sich um ein Genre- oder Andachtsbild handelt. Die Veranstaltung findet in der Reihe „Zwischen Himmel und Hölle“ statt, eine Kooperation des Augustinermuseums mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem Bildungszentrum Freiburg, beides Einrichtungen des Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Haus der Graphischen Sammlung

Kuratorenführung –Kirner: Der Blick des Zeichners
Felix Reuße, Kurator der Ausstellung „Johann Baptist Kirner. Der Blick des Zeichners“ stellt in einer Führung am Freitag, 21. Januar, um 17 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, das zeichnerische Werk des Künstlers vor. Teilnehmende erhalten einen Einblick in seinen kreativen Prozess von ersten Ideenskizzen über Detailstudien bis zum fertig ausgearbeiteten Kunstwerk. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zzgl. Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Museum für Neue Kunst

Führung – Freundschaftsspiel
Eine Abendführung durch die Ausstellung „Freundschaftsspiel. Horst und Gabriele Siedle-Kunststiftung : Museum für Neue Kunst“ findet am Donnerstag, 20. Januar, um 18 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. In der Ausstellung treffen Meisterwerke der Klassischen Moderne auf zeitgenössische Positionen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 7, ermäßigt 5 Euro.

Museum Natur und Mensch

Familienführung – Kobra, Vogelspinne & Co.
Warum klappern Klapperschlangen? Und wie giftig ist der Biss einer Vogelspinne? Die Erlebnisführung am Sonntag, 23. Januar, um 11 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, gibt einen spannenden Einblick in die Trickkiste der Evolution. Für Mutige ist auch Anfassen erlaubt – natürlich nur bei ungiftigen Schlangen. Die Teilnahme kostet für Kinder 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter Tel. 0761/201-2566 ist bis Dienstag, 20. Januar, 15 Uhr erforderlich.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Familiennachmittag – Ab in die Eiszeit
Bei einem Familiennachmittag am Sonntag, 23. Januar, von 14 bis 16 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, erkunden Familien das Leben der Menschen in der Eiszeit und gestalten Bilder von Mammuts und Wildpferden – wie unsere Ahnen mit Naturfarben auf Leder oder Schiefer. Für Kinder kostet die Teilnahme 5 Euro, Erwachsene zahlen 5 Euro zzgl. 5 Euro Eintritt, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnehmerzahl in begrenzt. Eine Anmeldung an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder unter Tel. 0761/201-2501 ist bis Donnerstag, 20. Januar, 15 Uhr erforderlich.

Museum für Stadtgeschichte

Führung – Barocke Illusion
Bei einer Führung am Sonntag, 23. Januar, um 12 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, steht das Deckengemälde im Treppenhaus des Stadtpalais des Künstlers Christian Wentzinger im Zentrum. Die große allegorische Darstellung zeigt mit dramatischer Wirkung, wie der heidnische Tugendheld Herkules die fromme Seele in den Olymp führen soll. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Tom Clancy und Marc Cameron
 
Buchtipp: Tom Clancy und Marc Cameron "Das Reich der Macht"
Thriller
Übersetzt von Karlheinz Dürr

In China ist eine neue Regierung an der Macht – zunächst scheint ihr globaler Einfluss schwach. Jack Ryan junior und John Clark können sich einen Vorsprung im Kampf gegen chinesische Triaden erkämpfen. Doch der Schein trügt: Schon bald gibt es zahlreiche militärische Bewegungen der Volksrepublik, die die USA in eine heikle Lage bringen. Präsident Jack Ryan senior muss schnell handeln, bevor der anstehende G-20-Gipfel zum Desaster wird.

Der Autor Tom Clancy hatte mit seinem ersten Thriller, »Jagd auf Roter Oktober«, auf Anhieb internationalen Erfolg. Der Meister des Techno-Thrillers stand seitdem mit allen seinen großen Büchern an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Tom Clancy starb im Oktober 2013.

Marc Cameron ist erfolgreicher amerikanischer Romanautor und Experte für Personenschutz und Selbstverteidigung. Er stand 29 Jahre im Polizeidienst und war im United States Marshals Service auf den Schutz von Würdenträgern spezialisiert.

Verlag Heyne 2022, 640 Seiten, € 25,00 (D), 25,70 (A) / SFr 35,90
ISBN 978-3-453-27319-1
 
 



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