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Sonntag, 20. August 2017
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Buchtipps 
 
Die Idee in den Dingen
Cover: Christoph M. Loos: Parusia – Die Idee in den Dingen
 
Die Idee in den Dingen
Eine herausragende Doppelpublikation von Christoph M. Loos zu seiner radikalen Holzschnitt-Methode

Ein internationales Ausstellungsprojekt in drei Ländern, in sechs ausgesprochen unterschiedlichen Institutionen, von einem herausragenden Künstler, begleitet von zwei Publikationen, einem Werkbuch und seiner eigenen Dissertation – die eigene Holzschnittmethode medientheoretisch und philosophisch reflektierend. Man ahnt die Besonderheit in jeglicher Hinsicht hinter dem Projekt, das die Bedeutung und Vielseitigkeit des Künstlers Christoph M. Loos veranschaulicht und angemessen würdigt. Rechtzeitig zur baldigen Ausstellungseröffnung im Cork Institute of Technology (CIT) in Irland, erscheinen jetzt parallel die beiden Bücher: Das Werkbuch „Parusia – Die Idee in den Dingen“ (Distanz Verlag Berlin) begleitet von einem Ausstellungsprojekt, sowie im Athena-Verlag Oberhausen in der Reihe „Artificium – Schriften zu Kunst und Kunstvermittlung“ die Dissertation von Christoph M. Loos: „Eine (Wieder-)Erfindung des Holzschnitts in Resonanz mit MerleauPontys Chiasma“. Kreation und Reflexion des Künstlers gehen darin Hand in Hand. Loos steht somit in der langwährenden – aber in den vergangenen Jahrzehnten in Vergessenheit geratenen – Tradition eines poeta doctus, eines gelehrten Künstlers.

Christoph M. Loos‘ Holzschnitte bewegen sich im Grenzbereich zwischen den Gattungen Druckgraphik, Skulptur sowie Installation und erhalten zum Teil sogar audiovisuelle Dimensionen. Die traditionsreiche, nur noch selten verwendete Drucktechnik des Holzschnitts greift der Künstler auf und stellt sie in einen völlig neuen Kontext: „Druckform und Bildträger werden vor dem Druckvorgang von ein und demselben Objekt gewonnen: Von bereits entrindeten und zylindrisch zugeschnittenen Abschnitten von Espenbaumstämmen werden mit Maschinen radiale Blattholzbahnen abgeschält. Diese Bahnen, die etwa 2 mm stark sind und je nach verwendetem Stamm mehrere Meter lang sein können, dienen anschließend als Bildträger für den zu realisierenden Druck.“, so schreibt Tobias Burg, Leiter der Graphischen Sammlung am Folkwang Museum in Essen im Werkbuch über die ungewöhnliche Herangehensweise. „Durch die gemeinsame Herkunft aus ein und demselben Stammsegment bleiben Druckform und Abdruck materiell unauflösbar miteinander verklammert…“, so Burg. Loos’ Werk gilt als einzigartige Position in der aktuellen Kunst wie in der Kunstgeschichte überhaupt. Doch nicht nur seine Holzschnitte dürfen als singulär und radikal betrachtet werden, auch seine Zeichnungen und ortspezifischen Installationen überzeugen durch Eigenwilligkeit und eine selten gewordene Tiefgründigkeit.

Der Künstler und Kunsttheoretiker Christoph M. Loos (*1959) arbeitet in Essen und in Grafschaft bei Bonn. Er studierte Bildhauerei, Philosophie und Freie Graphik unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 hatte er die Dix-Stiftungs-Professur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach inne. Zuletzt war er national vertreten im Museum Morsbroich Leverkusen und international auf der 6. „Beijing International Art Biennale“ im National Art Museum of China.

Nach den Stationen Landesmuseum Mainz und Kloster Bentlage Rheine ist das Ausstellungsprojekt „Parusia – Die Idee in den Dingen“ im Cork Institute of Technology (CIT) in Irland, der Städtischen Galerie Iserlohn, in der Stiftung Schloss und Park Benrath in Düsseldorf sowie in der Nicolaus Copernicus University Toruń in Polen zu sehen.


Die beiden Bände haben jeweils 304 Seiten, sind reich bebildert, zweisprachig in Englisch und Deutsch, sehr hochwertig mit Leinen und Festeinband gebunden und kosten je 58,- Euro, erschienen bei Athena (Oberhausen) und Distanz (Berlin).
 
 

Museumstipps 
 
 
Frankfurt: Atelierkurse im Städel Museum
Im September lädt das Städel Kinder und Erwachsene dazu ein, bei spannenden Atelierkursen die Theorie in der Praxis zu erproben: In dem Workshop "Orangen und Zitronen" können Kinder von 6 bis 9 Jahren die mediterranen Stillleben der Künstlerfreunde Matisse und Bonnard entdecken und selbst mit Pinsel und Acrylfarbe kreativ werden. Erwachsene erlernen in dem Fotografieworkshop "Das Motiv im Fokus" die Grundlagen der digitalen Fotografie und erfahren Näheres zu Bildaufbau, Belichtungszeiten und Motivauswahl.
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Museumstipps 
 
 
Ausstellungstipp: Picasso und die Frauen
Kunsthalle Messmer, Riegel a.K.
bis 12. November 2017

Anlässlich ihrer 25. Ausstellung widmet sich die kunsthalle messmer dem Leben und Werk eines der bedeutendsten Künstler der Moderne: Pablo Picasso.

Wie ein roter Faden ziehen sich die Darstellungen der Ehefrauen und Geliebten im Leben des Malers durch sein künstlerisches Werk. Die stilistische Entwicklung seiner Malerei sowie die sich wandelnde Beziehung zu seinen Frauen spiegelt die Ausstellung in der kunsthalle messmer eindrücklich wieder. Sie umfasst mehr als 120 Arbeiten Picassos aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen und vermittelt in einzigartiger Weise, über das künstlerische Schaffen des Malers hinaus, nie dagewesene Einblicke in die Werke der Frauen um Picasso.
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Kalendertipps 
 
Kalendertipp:
 
Kalendertipp: "Lyonel Feininger" - Einsteckkalender 2018
Kalender mit 12 eingesteckten Kunstkarten, Titelblatt mit Passepartout und Foliendeckblatt. Dreisprachiges Kalendarium. Kalenderformat: 19 x 24,5 cm. Jede Kunstkarte kann nach Monatsende zum Sammeln, Verschenken oder Schreiben von Kartengrüßen weiter verwendet werden.

Lyonel Charles Adrian Feininger war ein deutsch-amerikanischer Maler, Grafiker und Karikaturist. Ab 1909 war er Mitglied der Berliner Secession. Mit seinen Arbeiten am Bauhaus seit 1919 gehört er zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne. Feininger kam erst mit 36 Jahren zur Malerei. Zuvor war er lange als kommerzieller Karikaturist für diverse deutsche, französische und US-amerikanische Zeitungen und Zeitschriften tätig. (Wikipedia)

Fink Verlag, 12 Blatt, EUR 14,95
ISBN 978-3-7717-1710-0
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Wie schrecklich schwinden unsere Kräfte
Hörspiel nach Texten von Daniil Charms
Aus dem Russischen von Peter Urban
Mit: Felix von Manteuffel, Ueli Jäggi, André Jung u. a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Fritz Zaugg
Komposition: Dodo Luther
(Produktion: DRS 1991)
Länge: 78 Minuten

Daniil Charms, der russische Meister des Paradoxen, gilt heute als einer der ganz großen Humoristen des 20. Jahrhunderts. Er verknüpfte in seinen Texten abgrundtiefen, grellen und bissig-bösen Witz mit persönlicher Verzweiflung und geistreichem Spott.

In dieser Hörcollage hat Fritz Zaugg nicht nur Kurzstücke, Prosatexte und Gedichte bearbeitet und zu einem Hörspiel montiert, eingefügt sind auch gesellschaftliche Hintergründe sowie die faszinierende und erschütternde Biografie dieses bedeutenden Autors, der 1942 in einem Gefängnis in Leningrad verhungerte, da man ihn in den Wirren des Krieges vergessen hatte.

Sonntag, 20.08.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Kerstin Werner
 
Buchtipp: Kerstin Werner "Wach auf, dein Leben wartet"
50 Inspirationen, die Mut machen, den eigenen Weg zu gehen

Das eigene Leben in eine neue, positive Richtung zu lenken kann ganz einfach sein – sobald man die Angst vor Veränderung ablegt und endlich den Mut fasst, einen neuen Weg einzuschlagen. Oft reichen dafür ein paar kleine, aber wesentliche Impulse. Dieses Buch bietet wunderbar kurze Inspirationen, die man auch schnell mal zwischendurch lesen kann. Dabei geht es um Themen wie Selbstakzeptanz, Liebe, Selbstbewusstsein, aber auch wie man z.B. aus der Opferrolle findet, Selbst­verant­wor­tung übernimmt oder mit Neid umgeht.

Kerstin Werners motivierende Texte helfen dabei, endlich aufzuwachen. Sie öffnen die Augen für eine Welt voll ungeahnter Möglichkeiten und zeigen, wie man wieder zu Zuversicht und neuem Mut findet. „Denn alles, was du mit Leichtigkeit und Freude tust, wird dein Licht in dir mehr und mehr zum Strahlen bringen. Und je mehr du leuchtest, desto heller wird es um dich herum. Erlaube dir zu glänzen, denn dann wirst du automatisch die Fülle in dein Leben ziehen.“

Die Autorin Kerstin Werner, geboren 1973, ist zertifizierter NLP-Coach, Fotografin und Autorin mehrerer Bücher, die sie bisher selbst publizierte und die innerhalb kurzer Zeit zu echten Bestsellern der spirituellen Lebenshilfe wurden. Ihre berührenden Geschichten finden den direkten Weg in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser und vermitteln wertvolle Impulse für Selbsterkenntnis und bewusste Lebensgestaltung. Die Autorin lebt in der Eifel.

Integral Verlag 2017, 128 Seiten, EUR 12,99 [D], 13,40 [A] / sFR 17,90
ISBN: 978-3-7787-9280-3
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Von wegen einsame Insel!
Von Amelie Soyka
Ein Jahr Download unter: kindernetz.de/spielraum

Ein Tag auf einer einsamen Insel fernab vom trubeligen Familienstrand? Das klingt vielversprechend für Mia, die mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder Jonas die Ferien in Kroatien am Meer verbringt. Aber aus dem Paradies, das sie abseits auf der anderen Inselseite finden, wird plötzlich eine Notlage: Das Boot, das sie morgens gebracht hat, kommt nicht wieder, um die Familie abzuholen.
Und jetzt? Können sie ohne Campingsachen und Proviant auf der Insel übernachten? Und wo sind die anderen Badegäste?
Ob es eine Lösung für Mias Familie gibt, wieder ans Festland zurückzugelangen? Das erzählt die Kölner Autorin Amelie Soyka in ihrem SWR2-Spielraum-Debüt.

Samstag, 19.08.2017, 18:40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
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Lesungen 
 
 
Lesung: Bernd Gieseking - Finne Dich Selbst
Samstag, 19. August 2017 | 21.30 Uhr
in der Reihe "unter sternen - vorlesen im august"
Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)

Abendkasse, Einlass und Bewirtung ab 20 Uhr.
Beginn der Lesungen um 21.30 Uhr

In seinem Buch „Finne Dich Selbst!“ präsentiert Bernd Gieseking einen Crashkurs in Sachen Sauna und Seen, Wodka und Wald, Eltern und Elche. Und das ist so skurril wie alltäglich, so aberwitzig und schön, dass man vor Lachen heulen könnte: 3.800 km purer Spaß!
Am Ende fühlt sich Gieseking mit allen auf’s innigste verwandt: mit den Finnen, den Mücken und natürlich mit seiner Familie. Und Bernd kennt jetzt fast jedes Rentier beim Namen!

Der Kabarettist und Autor Bernd Gieseking steht seit über zwanzig Jahren auf der Bühne. Er schreibt Kolumnen für die »Wahrheit«-Seite der »taz«, Kinderhörspiele für den WDR Hörfunk sowie Bücher – und die am liebsten über Finnland. Bernd Gieseking lebt in Dortmund.
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