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Sonntag, 20. August 2017
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Hörbuchtipps

 
Hörspieltipp: Herr der Diebe (3/3)
Nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke
Mit: Luca Baron, Schäfermeyer, Linnea Saure, Holländer, Nicolai Wolf, Anton Kurth, Markus Hering, Sascha Icks und viele andere
Musik: b.deutung
Hörspielbearbeitung und Regie: Robert Schoen
(Produktion: SWR/NDR 2014)
Diese Sendung steht eine Woche als Stream zum Anhören bereit: kindernetz.de/spielraum
Länge: 53 Minuten

Mit “Herr der Diebe” gelang Cornelia Funke der internationale Durchbruch. Auch in Deutschland war das Buch eine wichtige Wegmarke: Die gewohnte Zuordnung von Funke-Büchern zur Kinderliteratur funktionierte nicht mehr, auch das erwachsene Publikum “entdeckte” die Autorin und ihre weit gefächerte Erzählkunst.

Montag, 05.06.2017, 14:05 Uhr, SWR2 Spielraum – Hörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Kilroy was here
Hörspiel in vier Folgen von Robert Weber
Folge 4: Der Sturm
Mit Marc Oliver Schulze, Therese Hämer, Martin Rentzsch, Matti Krause, Johann Jürgens, Andreas Leupold, Isabelle Demey und Almut Henkel
Regie: Mark Ginzler
(Produktion: SWR 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
Länge: 28 Minuten

Im Austausch gegen Edward Snowden wird Kilroy von den USA an Deutschland ausgeliefert. Officer Juwe und Heiner Müller vom Cyberabwehrcentrum Bonn sollen ihn auf dem Frachtschiff Maersk Alabama ins Land zurückbringen. Doch auch das ist nur eine neue Volte des kriminellen Superhirns. Denn während Juwe und Müller endlich der Entschlüsselung des Voynich-Codes näher kommen, bahnt sich ein enormer Sonnensturm an und die beiden finden sich schon bald in einem Rettungsboot wieder, während Kilroy mit der Maersk Alabama und der Hälfte der deutschen Goldreserven auf dem Atlantik verschwindet.

Dienstag, 12.04.2016, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem
 
 

Museum für Neue Kunst zeigt frühe Werke von Julius Bissier
Foto: Bernhard Strauss, (c) VG BILD-KUNST, Bonn 2014
 
Museum für Neue Kunst zeigt frühe Werke von Julius Bissier
Das Museum für Neue Kunst präsentiert in einem eigenen Raum wechselnde Arbeiten von Julius Bissier. Der 1983 geborene Maler zählt zu den bekanntesten Künstlern mit Freiburger Wurzeln. Im Vorfeld seines 50. Todestages 2015 steht jetzt sein Frühwerk im Fokus.

Unter dem Titel „Julius Bissier_5. Aufzug“ sind Arbeiten aus den Städtischen Sammlungen aber auch Leihgaben aus Privatbesitz zu sehen, die noch nie oder selten öffentlich gezeigt wurden. Sie entstanden zwischen 1917 und 1922, als Bissier in die Öffentlichkeit trat und erste Ausstellungserfolge hatte. Diese Schaffensphase endete 1923 in einer künstlerischen Krise, der eine Zäsur folgte.

Bissier hatte ein Semester Kunstgeschichte an der Universität Freiburg studiert, bevor er 1914 an die Kunstakademie Karlsruhe wechselte. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zwang ihn, das Studium zu beenden. Er nahm es nie wieder auf, sondern beschäftigte sich als Autodidakt mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen. Sein eigenes Tun reflektierte er intensiv und stellte es in Frage. Als Folge verwarf und zerstörte er viele Bilder. Andere Werke wurden 1934 beim Brand der Universität, in der sich sein Atelier befand, vom Feuer erfasst. Deshalb ist sein Frühwerk nur lückenhaft erhalten.

Dennoch sind bestimmte Tendenzen erkennbar: Bei dem Karlsruher Akademieprofessor Hans Adolf Bühler (1877-1951) suchte Bissier seine Vorbilder zunächst in mittelalterlicher Tafelmalerei. Außerdem beschäftigte er sich intensiv mit den Schriften der Mystiker Meister Eckhart (um 1260-1328) und Jakob Böhme (1575-1624). 1919 lernte er den Freiburger Sinologen Ernst Grosse (1862-1927) kennen, der ihn mit ostasiatischem Gedankengut vertraut machte. Durch ihn lernte Bissier die japanische und chinesische Kunst kennen.

„Julius Bissier_5. Aufzug“ läuft noch bis Sonntag, 1. März 2015. Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10 a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Unter 18 Jahren und mit Museums-PASS-Musées ist er frei.
 
 

Hörbuchtipp: Ingrid Noll
 
Hörbuchtipp: Ingrid Noll "Hab und Gier"
Lange schon hatte die Bibliothekarin Karla vom Rentnerdasein geträumt: sich zurücklehnen und endlich in Ruhe selber lesen. So gibt sie mit 60 ihren Job in der Stadtbücherei auf. Mit einigen Kollegen hält sie lose Kontakt – bis zu einer folgenschweren Einladung. Beim »Gabelfrühstück« macht ihr der kinderlose Witwer Wolfram todkrank ein Angebot: Falls sie sich um seine Beerdigung und die Inschrift auf seinem Grabstein kümmert, erbt sie ein Viertel seines Vermögens. Pflegt sie ihn bis zu seinem Tod, erbt sie die Hälfte. Und bringt sie ihn wunschgemäß um, bekommt sie alles, eine Villa in Weinheim inbegriffen. Die Ruhe der Rentnerin ist dahin.

Diogenes Verlag 2014, 4 CDS mit 6 Std. 27 Min., EUR 19,90 / sFR 28,90
ISBN978-3-257-80343-3
 
 

 
Hörspieltipp: "Ein Cäsar wäre ich sehr gerne gewesen" (1/2)
Monolog eines Mörders
Hörspiel nach autobiographischen Texten Ernst August Wagners
Von Horst Brandstätter und Bernd Neuzner
Mit: Martin Schwab
Regie: Heinz von Cramer
(Produktion: SDR 1996)
Länge: 50 Minuten

„Mit dem Fall Wagner beginnt sicher nicht die Geschichte des Amoklaufs in der Welt, es beginnt aber die Geschichte der wissenschaftlichen Dokumentation und Erklärung des Amoklaufs. […]
Ein Amoklauf ist ein solch komplexes und seltenes Phänomen, dass dazu viel zusammenkommen muss: Kränkung, Wut, Hass, Ressentiment, Männlichkeit und Unzufriedenheit damit, Rechtfertigung mit und ohne Philosophie, Selbstwertunsicherheit und aggressives Ideal, Rache, die nicht klein und alltäglich sein darf, dazu vielleicht Sadismus. Feinde und Rivalen, Planung und vorgestellter Nutzen, Gelegenheit, Waffen und Übung damit, Angst, Erregung und Verzweiflung, Menschenverachtung, Reizbarkeit und Depression, die Vorstellung von Erlösung, eine Mission oder die Ausgestaltung eines ‚Lebenswerkes‘. Ruhmsucht, Enthemmung oder die Lust auf solche. Eventuell eine Psychose oder nur gewöhnlicher Fanatismus und Radikalität. Ein Wahn alleine reicht nicht aus, ebensowenig wie das Internet – mit einem Wahn kann man auch still und glücklich werden. Allemal ein Vorbild und eine Vorlage zur Nachahmung und Identifikation. So etwas wie einen Amoklauf erfindet nicht jeder wieder aufs Neue.
Der Prototyp, gleichsam der Pionier für unsere moderne Zeit, war in seinem Fall der Hauptlehrer Ernst August Wagner, der Mordbrenner von Degerloch.“ (Bernd Neuzner)

Seit 1909 schon hatte sich Wagner in tagebuchartigen Notizen, die teilweise aufzufinden und in ihrer Chronologie zu rekonstruieren den Autoren gelang, mit der Planung seiner Tat beschäftigt. 1912 schrieb er beispielsweise: "Ich blicke zurück auf meine Tat. Gesetzt, sie wäre geschehen, könntet ihr anderen mehr tun als euch meine Tat denken? So ist das Gedachte also gleich dem Geschehenen." Diese Tat beschäftigte später nicht nur die zeitgenössische Presse. Sie wurde z.B. auch zum Auslöser für Hermann Hesses Erzählung "Klein und Wagner" (1919 im Erstdruck erschienen).

Samstag, 25.01.2014, 21.03 Uhr, SWR4 Mundart-Hörspiel

Teil 2 am Samstag, 01.02.2014 um 21.03 Uhr auf SWR4.
 
 

Hörbuchtipp: Ian McEwan
 
Hörbuchtipp: Ian McEwan "Honig"
Aus dem Englischen von Werner Schmitz

Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger: Serena arbeitet beim britischen Geheimdienst MI5. Weil sie auch eine passionierte Leserin ist, wird die junge Frau auf eine literarische Mission geschickt. Ian McEwan lockt uns mit gewohnter Brillanz in eine Intrige um Verrat, Liebe und die Erfindung der eigenen Identität.

Serena Frome ist schön, klug und schließt gerade ihr Mathematik-Studium in Cambridge ab – eine ideale Rekrutin für den MI5, den britischen Inlandsgeheimdienst. Man schreibt das Jahr 1972. Der Kalte Krieg ist noch lange nicht vorbei, und auch die Sphäre der Kultur ist ein umkämpftes Schlachtfeld: Der MI5 will Schriftsteller und Intellektuelle fördern, deren politische Haltung der Staatsmacht genehm ist. Die Operation trägt den Codenamen ›Honig‹. Serena, eine leidenschaftliche Leserin, ist die perfekte Besetzung, um den literarischen Zirkel eines aufstrebenden jungen Autors zu infiltrieren. Zunächst liebt sie seine Erzählungen. Dann beginnt sie, den Mann zu lieben. Wie lange kann sie die Fiktion ihrer falschen Identität aufrechterhalten? Und nicht nur Serena lügt wie gedruckt.

Diogenes Verlag 2013, 10 CD, 12 Std. 53 Min., EUR 34.90 / sFr 48.90
ISBN 978-3-257-80137-8
 
 

 
ARD Hörspieltage
Ein Festival für das Hörspiel vom 5. bis 10. November in ZKM und HfG Karlsruhe

Vom 5. bis 10. November locken die ARD Hörspieltage in Karlsruhe wieder 10.000 Besucher zum größten Festival für das Hörspiel im deutschsprachigen Raum. Hörspielnächte, Vorträge, Live-Inszenierungen, und Klanginstallationen geben einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt des Genres. Ausgewählte Höhepunkte des Programms sind live im ARD-Hörfunk mitzuerleben. Am 9. November kommt „Monsters of Grace II“ von Robert Wilson zur Uraufführung. Der Starregisseur aus New York präsentiert in Karlsruhe sein erstes Hörspielprojekt überhaupt. Im Wettbewerb um den Deutschen Hörspielpreis der ARD stehen die zehn besten Hörspiele des vergangenen Jahres. In der „Nacht der Gewinner“ werden dann die Gewinner des Deutschen Hörspielpreises der ARD und vier weiterer Preise verkündet (9.11.). Am 10. November öffnet das Festival seine Tore für die jungen Zuhörer: Beim ARD Kinderhörspieltag verzaubert das Live-Musikhörspiel „Der Räuber Hotzenplotz“ mit dem Schauspieler Wolfram Koch als Hotzenplotz die Besucher in Karlsruhe und die Hörer am Radio gleichermaßen. Außerdem gibt es die Hörspieltage auch live im Netz auf www.radio.ARD.de.
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Hörbuchtipp: Martin Suter
 
Hörbuchtipp: Martin Suter "Allmen und die Dahlien"
Gelesen von Gert Heidenreich

Ein millionenschweres Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wird entwendet und Allmen International Inquiries mit der Ermittlung beauftragt. In der Tat ein Fall für Allmen, Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin María Moreno, die seit kurzem das Duo bereichert. Das Bild war bereits Diebesgut, bevor es die unrechtmäßige Besitzerin wechselte. Und die alte Dame, die es besaß – Dalia Gutbauer, steinreiche Erbin und Inhaberin eines in die Jahre gekommenen Luxushotels –, hat Geld genug, um einen neuen Fantin-Latour zu erwerben. Warum bloß hängt sie so an diesem Bild? Johann Friedrich von Allmen begreift recht spät, auf welch glattem Parkett er hier auch ermittelt. Unter halbseidenen Halbganoven sowie unter seinesgleichen: heimlichen Experten im Kein-Geld-Haben, mit mehr Ansprüchen als Mitteln. Doch eines ist noch gefährlicher: alternde Männer mit jungen Frauen.

Diogenes Verlag 2013, 4 CD, 4 Std. 40 Min., EUR 24.90 / sFr 35.90
ISBN 978-3-257-80338-9
 
 



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