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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | | | Frühe Industrialisierung im Südlichen Markgräflerland - eine Spurensuche | Ortskuratorium Müllheim/Markgräflerland der DSD lädt zu einem Vortrag ein
Das Ortskuratorium Mülheim/Markgräflerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Donnerstag, den 3. September 2026 um 19.00 Uhr in den Annette-Kolb-Saal des Kur- und Festspielhauses Badenweiler, Schlossplatz 2 in 79410 Badenweiler zu dem Vortrag „Frühe Industrialisierung im Südlichen Markgräflerland - eine Spurensuche“ ein. Es referiert Jan Merk, Leiter des Dreiländermuseums Lörrach. Der Historiker gilt als ausgewiesener Kenner des Markgräflerlandes und seiner Geschichte. In seinem Vortrag begibt er sich auf Spurensuche in die Zeit der frühen Industrialisierung im südlichen Markgräflerland. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.
Es ist wenig bekannt, dass das südliche Markgräflerland, insbesondere das untere Wiesental und die Region Lörrach, bereits ab etwa 1750 zu den frühesten Gebieten der Industrialisierung gehörte. Bis heute sind die Spuren sichtbar, auch in der grenzüberschreitenden Infrastruktur. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Lörrach eine erste Indiennefabrik, die als Vorläufer der späteren Indienne- und Stoffdruckerei Koechlin, Baumgärtner & Cie gilt. Zeitgleich mit der Industrialisierung im Ruhrgebiet oder im elsässischen Mühlhausen stand die Region im äußersten Südwesten Deutschlands am Anfang der Industrialisierung, während Baden und Württemberg noch stärker landwirtschaftlich geprägt waren. Für die Entstehung des ersten großen Industriezentrums in Baden Mitte des 19. Jahrhunderts waren grenzüberschreitende Finanziers und Textilindustrielle aus der Schweiz und Frankreich entscheidend. Später folgten im Großraum Basel die Chemie- und Pharmaindustrie sowie mit beispielsweise Suchard/Milka die Schokoladenfertigung. Diese Geschichte und ihre Spuren einschließlich der grenzüberschreitenden Infrastruktur gilt es, neu zu entdecken und die verbliebenen Reste im Dreiländerbereich bewusst wahrzunehmen. | | | | | |
| | | | | | Lindenberger Friedensgespräche | Lesungen unter Linden
Wolfgang Palaver, Präsident von Pax Christi Österreich und emeritierter Professor für Christliche Gesellschaftslehre in Innsbruck, ist am Sonntag, 26. Juli um 16.30 Uhr zu Gast bei den „Lindenberger Friedensgesprächen – Lesungen unter Linden“ an der Kirche Maria Lindenberg in St. Peter.
Unter dem Leitgedanken von Frieden, Religion und gesellschaftlicher Verantwortung spricht Palaver über aktuelle Herausforderungen wie Gewalt, Aufrüstung und Pazifismus. Dabei verbindet er Lesung, Vortrag und biografische Erfahrungen und lädt zum Nachdenken und Gespräch ein.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Christoph Wirtz an der Klarinette.
Weiterer Termin:
Sonntag, 30. August: Prof. Dr. Sr. Margareta Gruber OSF (Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen, Professorin für Neutestamentliche Exegese und Biblische Theologie in Vallendar); musikalische Gestaltung durch den Projektchor „Wandern und Singen“.
Veranstalter sind die Katholische Akademie Freiburg in Kooperation mit dem Bereich „Friedensarbeit und Exerzitien“ im Haus Maria Lindenberg/St. Peter sowie dem Fachbereich Friedensbildung und pax christi Deutschland im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen und Termine unter www.katholische-akademie-freiburg.de. | | Mehr | | | |
| © Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck | | | | | 7. Durlacher Kultursommer | Live- und Open-Air-Musik und Kultur auf zwei Bühnen
Durlach wird auch in diesem Sommer wieder zur Bühne: Der Kultursommer Durlach geht in seine siebte Runde und bringt vom 23. Juli bis 30. August 2026 ein vielfältiges Open-Air-Kulturprogramm an zwei Bühnenstandorten mit. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe wurde 2020 als Kooperation zwischen dem Stadtamt Durlach und der OrgelFabrik Kultur in Durlach e. V. ins Leben gerufen – und hat sich seitdem fest im kulturellen Veranstaltungskalender etabliert.
Insgesamt sind 29 Veranstaltungen geplant – von Livemusik verschiedenster Stilrichtungen über klassische Konzerte, Improvisation, Instrumentalmusik bis hin zu Lesungen und Kindertheater. Das Programm bietet für jedes Alter und jeden Geschmack etwas und findet überwiegend donnerstags bis sonntags abends und vereinzelt auch an Nachmittagen statt.
Zwei Spielstätten
Die Veranstaltungen des 7. Durlacher Kultursommers finden an zwei stimmungsvollen Open-Air-Spielstätten statt: Im Schlossgarten Durlach wird vom 23. Juli bis zum 16. August 2026 ein abwechslungsreiches Programm geboten. Vom 20. bis zum 30. August 2026 macht der Kultursommer Station auf dem Alten Friedhof, der mit seiner besonderen Atmosphäre ebenfalls zur kulturellen Kulisse wird.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Spenden zur Unterstützung des Programms sind jedoch herzlich willkommen. Bei schlechtem Wetter müssen die Veranstaltungen leider entfallen.
Das vollständige Programm sowie aktuelle Informationen und kurzfristige Änderungen gibt es online unter kultursommer-durlach.de.
zum Bild oben:
Der Lesesommer ist Teil des Durlacher Kultursommers.
© Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck | | Mehr | | | |
| | | | | | „Kühler wohnen – Hitzeschutz im Sommer“ | Online-Vortrag am Dienstag, 21. Juli
Hitzewellen mit Temperaturen an die 40 Grad werden immer häufiger. Da verwandelt sich das eigene Zuhause schnell in einen Backofen. Welche Strategien gibt es, um die Wohnung natürlich kühl zu halten und die Hitze nicht ins Haus zu lassen? Das erfahren Interessierte im Online-Vortrag „Kühler wohnen – Hitzeschutz im Sommer“ am Dienstag, 21. Juli, von 12 bis 13.15 Uhr. Eine Anmeldung ist möglich unter www.energieagentur-regio-freiburg.eu/kuehler-wohnen/. Der Vortrag ist kostenlos.
Welche Kühlkonzepte gibt es? Wie lassen sich überhitzte Räume vermeiden und wann ist eine Klimaanlage tatsächlich sinnvoll? Diese und weitere Fragen beantwortet Energieberater Ingo Falk von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg; der Fokus liegt dabei auf baulichen Anpassungen wie Dämmung und Verschattung. Interessierte erfahren außerdem, welche öffentlichen Förderungen es für Hitzeschutz gibt. Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg statt und ist Teil des Förderprogramms „Klimafreundlich wohnen“ der Stadt Freiburg. | | Mehr | | | |
| Marianne Birthler © Hoffotografen | | | | | Marianne Birthler hält Reinhold-Frank-Gedächtnisvorlesung | Die ostdeutsche Bürgerrechtlerin und Ex-Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, wird am 22. Juli 2026, 18 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz die 26. Reinhold-Frank-Gedächtnisvorlesung halten. Thema des Vortrages ist „Über die Schönheit freier Menschen. Gedanken zu Eigensinn, Widerstand und Verantwortung“.
Die unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Cem Özdemir stehende Gedächtnisvorlesung wird seit dem Jahr 2000 in Erinnerung an den Karlsruher Rechtsanwalt Reinhold Frank (1896-1945) gehalten, der im Zusammenhang mit dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde. Das Beispiel von Reinhold Frank soll den Blick auf den Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte in Geschichte und Gegenwart lenken. Alljährlich berichten interessante Persönlichkeiten der Zeitgeschichte von ihrem Kampf für Freiheit und Demokratie.
Als Mitveranstalter der Stadt Karlsruhe treten seit 2009 das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof, die Bundesanwaltschaft, die Rechtsanwaltskammer beim BGH, das Oberlandesgericht Karlsruhe, die Rechtsanwaltskammer Karlsruhe, das Landgericht Karlsruhe und das Amtsgericht Karlsruhe auf.
Eine begrenzte Anzahl an Bürgerkarten – pro Person maximal zwei - liegt ab Freitag, 17. Juli, 8 Uhr, an der Pforte des Rathauses bereit. | | Mehr | | | |
| Dr. Rahsan Dogan © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | | | | Premieren-Lesung von Dr. Rahsan Dogan: „Der Fall Augustenberg“ | Die Stadtteilbibliothek Grötzingen, die "Heimatfreunde Grötzingen" und die Ortsverwaltung Grötzingen laden herzlich zur Premierenlesung des neuen Kriminalromans „Der Fall Augustenberg“ von Rahsan Dogan ein, die am Donnerstag, 16. Juli, um 19 Uhr in der Begegnungsstätte Grötzingen stattfindet. Die Autorin stellt ihr Werk persönlich vor und gibt bei der kostenlosen Veranstaltung Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Romans.
Die Handlung des Romans
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Karlsruher Rechtsanwältin Adeviye Bel, die ihren Sommerurlaub in Frankreich verbringt, während in Grötzingen ein spektakulärer Fund die Öffentlichkeit erschüttert: Auf dem Augustenberg wird ein eingemauertes Skelett entdeckt. Rasch entstehen Spekulationen über dessen Herkunft – reicht die Geschichte zurück in die Zeit der Grötzinger Malerkolonie oder sogar in die Jahre des Nationalsozialismus?
Der ermittelnde Staatsanwalt Meyer bittet Adeviye Bel um Unterstützung, denn die „Akte Augustenberg N. N.“ führt zu mehreren historischen Rätseln: einem antiken Gemälde, einer verschwundenen Künstlerin und den Schicksalen von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg. Die Spurensuche über verschiedene Epochen hinweg bleibt lange im Dunkeln, bis sich schließlich die entscheidende Fährte zeigt.
Rahsan Dogan, 1975 in Karlsruhe geboren, ist als selbstständige Rechtsanwältin tätig. Sie studierte Jura in Heidelberg, promovierte im Strafrecht und engagiert sich seit 2014 als Stadträtin im Karlsruher Gemeinderat. Ihre Begeisterung für Kriminalgeschichten und historische Zusammenhänge prägt ihr literarisches Schaffen. | | Mehr | | | |
| | | | | | „Deutsche Wirtschaft in schwerer See: Können wir Herausforderungen bewältigen?" | Vortrag von Prof. Dr. Peter Bofinger am 15. Juli 2026 in der Hochschule Heilbronn
Zu Vortrag und Gespräch mit dem renommierten Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Peter Bofinger lädt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) nach Heilbronn ein. Am Mittwoch, 15. Juli 2026 ist er im Rahmen der neuen Reihe „Wirtschaft und Gesellschaft im Fokus“ zu hören.
Das Geschäftsmodell der deutschen Wirtschaft, geprägt von Export, von Automobilwirtschaft und Maschinenbau, trägt nicht mehr wie bisher. Steigende Energiepreise und Zölle setzen es ebenso unter Druck wie der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Anbieter. Wie kann unter diesen Bedingungen die Transformation gelingen? Welche Reformen sind notwendig? Und welche Grenzen setzt die Staatsverschuldung? Diese Fragen stellen sich besonders am Industriestandort Baden-Württemberg.
Prof. Dr. Peter Bofinger ist Seniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg. Als einer der sogenannten Wirtschaftsweisen war er von 2004 bis 2019 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Er ist derzeit Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung.
Mittwoch, 15. Juli 2026, 19 bis 20.30 Uhr
Hochschule Heilbronn
Bildungscampus Nord, Gebäude T, Raum TV-50
74076 Heilbronn
Die Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung online (Klicke auf "mehr")
LpB-Vortragsreihe „Wirtschaft und Gesellschaft im Fokus“:
Wie krisenfest ist Deutschlands Wirtschaft? Und welche Folgen haben wirtschaftliche Umbrüche für Politik, Gesellschaft und Demokratie? Die neue Vortragsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) nimmt wirtschaftliche Entwicklungen in Baden-Württemberg in den Blick und ordnet sie in globale Zusammenhänge ein. Sie zeigt dabei verständlich und praxisnah, wie weltweite Trends unseren Alltag, soziale und demokratische Prozesse beeinflussen. Die Vorträge laden dazu ein, wirtschaftliche Fragen neu zu betrachten, Zusammenhänge darzulegen und gemeinsam über die Folgen für Demokratie und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Nächste Veranstaltung:
Dienstag, 3. November 2026 in der Abendakademie Mannheim:
„Die demokratische (R)Evolution des Geldes“
Vortrag von Friedmann Brenneis, freier Journalist mit Schwerpunkt Bitcoin und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft | | Mehr | | | |
| | | | | | Der Juli im Literaturhaus Freiburg | Zum Saisonfinale freuen wir uns auf junges Publikum: „Hört mal!“ Beim Wilden Freitag mit Nele Palmtags neuestem Buch reimen und spielen alle ab 5 Jahren das Flüsterpost-Spiel in voller Lautstärke (3.7.). Unsere Schreibcouch präsentiert die jüngsten Literaturhaus-Autor*innen (10.7.), der zwischen/stand unveröffentlichte Texte (14.7.).
Der Lesekiosk Freileser tourt weiter durch Freiburger Schulhöfe und Freibäder, mit an Bord: Bilderbücher, Kinderromane, Sachbücher und Comics zum Thema Klima und Natur.
Buchclub und Literarisches Werkstattgespräch laden ein zum Mitdiskutieren (16.7.). Und alle Kurzentschlossenen sind morgen Abend willkommen zur Gastveranstaltung Faszination New Adult (1.7.).
Mit sommerlichen Grüßen
Martin Bruch, Birgit Güde, Katharina Knüppel und Christin Schäfer | | | | | |
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