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Donnerstag, 16. August 2018
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Filmtipp

Filmgespräch: 303
Filmscene / Foto: Veranstalter
 
Filmgespräch: 303
Gespräch mit Regisseur Hans Weingartner und den beiden Hauptdarstellern am Sonntag (22.7.) um 19.00 Uhr, Friedrichsbau Freiburg

Regie: Hans Weingartner
Darsteller: Mala Emde, Anton Spieker, Thomas Schmuckert, Steven Lange, Martin Neuhaus

Deutschland 2018 | 139 Minuten | ab 12

Ein Zwei-Personenstück im Wohnmobil. Wenig Action. Viel Gequatsche. Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn. Und doch fällt dieses Lovestory-Roadmovie überaus unterhaltsam aus… Hans Weingartners neuer kapitalismuskritischer Coup mit viel Zeit, zunehmendem Kribbeln im Bauch und Kultfilm-Qualitäten!

Jan (Anton Spieker) ist davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus egoistisch ist. Deswegen ist er auch nicht weiter überrascht, als ihn in Berlin seine Mitfahrgelegenheit versetzt. Jule (Mala Emde) hingegen glaubt, dass der Mensch im Kern empathisch und kooperativ ist. Beide unterwegs in Richtung Atlantik, bietet sie Jan einen Platz in ihrem 303-Oldtimer-Wohnmobil an. Jan will nach Spanien, um seinen leiblichen Vater kennenzulernen, Jule zu ihrem Freund nach Portugal. Eigentlich soll die gemeinsame Fahrt nur bis Köln dauern, doch mit jedem Kilometer eröffnet sich etwas mehr von der Welt des Anderen. Macht der Kapitalismus den Menschen zum Neandertaler? Führt Monogamie ins Unglück? Und kann man sich aussuchen, in wen man sich verliebt? Sie durchqueren Frankreich, erreichen Spanien, ihre fesselnden Gespräche werden immer persönlicher – und es fällt ihnen zunehmend schwer, sich nicht ineinander zu verlieben…

Zur Cannes-Premiere von DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI trotzte Hans Weingartner einst dem Glamour und fuhr mit seinem klapprigen Campingbus am Roten Teppich vor. Ein altes Wohnmobil vom titelgebenden Typ 303 spielt nun die Hauptrolle in seinem neuen Film über zwei zufällige Weggefährten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Die beiden philosophieren, streiten, flirten während der gesamten Reise – deutlich spürbar, welches Vergnügen Weingartner am Verfassen witzig-nachdenklicher Wortgefechte hat und wie nebenbei noch das Genre der philosophischen Screwball-Comedy zu erfinden scheint. Dass die geschliffenen Dialoge dabei spontan und natürlich klingen zu lassen, ist freilich das starke Stück, das Mala Emde (WIR TÖTEN STELLA) und Anton Spieker (VON JETZT AN KEIN ZURÜCK) mit so überzeugender Leichtigkeit liefern wie einst Julie Delpy und Ethan Hawke in der BEFORE SUNRISE-Trilogie, mit der Richard Linklater bereits bestens bewies, wie gut Plappern auf der Leinwand klappen kann. So verlässlich der alte Daimler, Baujahr 1980, mit gemächlichem Tempo gen Süden zuckelt, so pannenfrei entwickelt sich der Charme dieses vergnüglich nachdenklichen Roadmovies. Und beim Quatschen über Gott und die Welt und die letzten großen Fragen der Menschheit bleibt zudem noch ausreichend Zeit zum Suchen und Finden der Liebe: Slow-Dating auf 2.500 Kilometern quer durch Europa. Weingartners „Anti-Tinder-Film“ trifft einen Nerv: Zwei Menschen beim sich langsam ineinander Verlieben zuschauen. So wie es früher einmal war. Die erste Fahrprüfung vor Publikum hat 303 auf der Berlinale jedenfalls mit Bravour und Beifall bestanden!

"Eines der schönsten Roadmovies, das man je gesehen hat!" BERILNER ZEITUNG
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Karlsruhe: Film über Sozialistisches Patientenkollektiv
Kinemathek begleitet Ausstellung mit Reihe "Celluloid im Aufruhr"

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Karlsruhe begleitend zur dortigen Ausstellung "Bewegt euch! 1968 und die Folgen" widmet sich die Kinemathek Karlsruhe bis 7. Oktober dem filmischen Erbe jener Zeit.

Am Donnerstag, 7. Juni, um 19 Uhr und Sonntag, 10. Juni, um 17 Uhr ist der Film von Gerd Kroske "SPK Komplex" (Deutschland 2018, 111 Minuten) in der Kinemathek Karlsruhe, Kaiserpassage 6, zu sehen. Das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK) existierte keine zwei Jahre, dann wurde es zur terroristischen Vereinigung erklärt, zahlreiche Mitglieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Einige von ihnen tauchten mit der RAF ab. In Gerd Kroskes minutiös recherchiertem Film entsteht ein präzises Bild der BRD zwischen 1968 und deutschem Herbst – ein Raum von Experimenten und zunehmender Radikalisierung auf allen Seiten.

Der Eintritt beträgt sieben, ermäßigt fünf Euro.
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Filmstart für »Das Wunder von Mals«
 
Filmstart für »Das Wunder von Mals«
In seinem von 1.000 Privatpersonen vollständig crowdfinanzierten Dokumentarfilm »Das Wunder von Mals« schildert oekom-Autor Alexander Schiebel den mutigen Kampf der kleinen Obervinschgauer Gemeinde Mals um eine pestizidfreie Landwirtschaft.

Am 28. Mai feiert der Film seine Premiere in München. Anschließend wird er in weiteren ausgewählten Programmkinos in Deutschland und Österreich zu sehen sein. Offizieller Kinostart ist Ende September 2018.

Filmpremiere in München
Montag, 28. Mai 2018, 20:30 Uhr
Filmtheater Sendlinger Tor GmbH
Sendlinger Tor Platz 11, 80336 München
Premieren-Vorführung in Anwesenheit des Regisseurs und oekom-Autors Alexander Schiebel mit anschließender Diskussion

Zum Film und gleichnamigen Buch:
Wir befinden uns im Jahr 2015. Ganz Südtirol wird von Monokulturen überrollt und in Pestizid-Wolken gehüllt ... Ganz Südtirol? Nein! Ein von unbeugsamen Vinschgern bewohntes Dorf kämpft mit einem Feuerwerk der Ideen gegen eine Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie. Mals im Obervinschgau soll die erste pestizidfreie Gemeinde Europas werden.
Unglaubliche 76 % der Bevölkerung entscheiden sich schließlich in einer Volksbefragung für ein Pestizidverbot auf dem Gemeindegebiet. Doch die Südtiroler Apfellobby denkt keinen Augenblick daran dieses Votum der Bevölkerung zu akzeptieren. Sie bekämpft das kleine widerspenstige Dorf im Vinschgau mit allen verfügbaren Machtmitteln.
Ein ungleicher Kampf beginnt, indem die Menschen in Mals über sich hinauswachsen werden. Denn ihr »Nein« zu Pestiziden und Monokulturen ist gleichzeitig ein »Ja« zu Vielfalt, Schönheit und Eigenart, ein »Ja« zur eigenen Identität.

Zum Autor:
Seine Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen entdeckte Alexander Schiebel gleich nach dem Abitur, als er in Wien Filmhandwerk lernte. Seit Dezember 2014 steht das »Wunder von Mals« im Mittelpunkt seines Denkens und Schaffens: als Buch und als unabhängig produzierte TV- und Kinodokumentation auf Basis einer Crowdfunding-Aktion.
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Filmtipp: Der Buchladen der Florence Green
Filmscene / Foto: Veranstalter
 
Filmtipp: Der Buchladen der Florence Green
Spanien 2017, 112 Minuten
Regie: Isabel Coixet
Darsteller: Emily Mortimer, Bill Nighy, Patricia Clarkson

Die verwitwete Florence investiert ihr Vermögen in ihren Traum vom eigenen Buchladen – ausgerechnet im Küstennest Hardborough, Ende der 50er Jahre, wo die einfachen Leute dem Bücherlesen skeptisch gegenüberstehen. Doch Florence hat Erfolg, vor allem der zurückgezogen lebende Mr. Brundish findet Gefallen am neuen Buchladen und dessen Besitzerin. Die Aristokratin Violet Gamart hingegen hasst Veränderungen und versucht mit aller Macht, Florence Steine in den Weg zu legen...

Läuft im Kandelhof Freiburg
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Filmtipp: Die Verlegerin
Filmscene / Foto: Veranstalter
 
Filmtipp: Die Verlegerin
USA 2017 | 116 Minuten
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Meryl Streep, Tom Hanks, Alison Brie, Bob Odenkirk, Sarah Paulson

1971 steht mit Katharine „Kay“ Graham eine Frau an der Spitze des Verlags der renommierten „Washington Post“. Die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA hat keinen leichten Stand. Als Chefredakteur Ben Bradlee über einen gigantischen Vertuschungsskandal im Weißen Haus berichten will, in den vier US-Präsidenten verwickelt sind, wird es brisant. In einem nervenzerreißenden Kampf für die Pressefreiheit riskieren Kay und Ben ihre Karrieren und die Zukunft der Zeitung. Ihr mächtigster Gegner: die US-Regierung...

„Weniger ein historischer Thriller über das Jahr 1971 als eine erfrischende Karikatur der Jahres 2017!“ INDIEWIRE „Meryl Streep ist ein großartiger Wirbelwind!“ TIME

Läuft in Freiburg im CinemaxX und in der Harmonie
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Filmtipp: LETZTE TAGE IN HAVANNA - Ùltimos días en la Habana
Foto: Veranstalter
 
Filmtipp: LETZTE TAGE IN HAVANNA - Ùltimos días en la Habana
Kuba 2016 | OmU | 93 Min.
Regie: Fernando Pérez | Buch: Fernando Pérez, Abel Rodríguez | mit: Jorge Martínez, Patricio Wood, Gabriela Ramos, Cristian Jesús Pérez, Coralia Veloz, Carmen Solar

Diese Tragikomödie ist eine wunderbare Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt und ihre Bewohner von einem der renommiertesten Regisseure der Karibikinsel und ein sehr unterhaltsamer Blick auf eine Kultur im Umbruch, die ständige Flexibilität und unglaublichen Optimismus fordert.
Diego und Miguel, beide Mitte vierzig und Kindheitsfreunde, leben mitten in der malerischen Altstadt von Havanna, allerdings in einer ziemlich baufälligen Wohnung. Komfort ist hier ein Fremdwort, Lebenskunst Alltag. Miguel arbeitet als Tellerwäscher und träumt von einem Visum für die USA. Liebevoll kümmert er sich, gemeinsam mit Nachbarn und Familie um Diego, der trotz schwerer Krankheit sich seine unbändige Lebensfreude erhalten hat. Als sich Diegos Zustand verschlechtert, bringt seine temperamentvolle schwangere Nichte Yusi frische Luft in die Zweier-WG. Zugleich trifft Miguels langersehntes Visum ein, und für alle stehen überraschende Entscheidungen an…

Bleiben oder Gehen? Das war schon in exzellenten Filmen der 1960er Jahre in Kuba eine zentrale Frage. Fernando Pérez gehört zu denen, die sich fürs Bleiben entschieden haben, wobei er als renommierter Künstler immer frei reisen konnte. Seinen Filmen ist die Liebe zum eigenen Land anzumerken, gleichzeitig betrachtet er hier eine Gesellschaft, die sich kaum noch bewegt, obwohl sie sich auf immer wieder neue Situationen einstellen muss: flexibel, einfallsreich, mitunter listig.

LETZTE TAGE IN HAVANNA lief als Special im Hauptprogramm der Berlinale 2017 und wurde als bester lateinamerikanischer Film beim Filmfestival Malaga ausgezeichnet.

Kommunales Kino Freiburg
am Mittwoch, 17.01.2018 19:30 und Samstag, 20.01.2018 19:30
Sonntag, 21.01.2018 17:30 und Mittwoch, 24.01.2018 19:30
Donnerstag, 25.01.2018 19:30 und Freitag, 26.01.2018 21:30
Sonntag, 28.01.2018 17:30 sowie Mittwoch, 31.01.2018 19:30
 
 

 
Karlsruhe: Wenn die Seebühne zum Kinosaal wird
Programm vom 20. bis 23. August / "Die Leuchte Asiens" beim Themenabend Ethik in den Religionen

Immer sonntags können Besucher und Besucherinnen des Zoologischen Stadtgartens Tierpräsentationen auf der Seebühne erleben. So auch am kommenden Sonntag, 20. August, von 12 bis 12.30 Uhr sowie von 15 bis 15.30 Uhr. Am Montag, 21. August, geht das Seebühnen-Programm mit einem Bunten Nachmittag von 15.30 bis 17 Uhr weiter. Auf der Bühne sind das Schlager-Duo Ingrid Mikos und Pascal Chevalier sowie Baubürgermeister Michael Obert im Interview. Die Conférence hat Dieter Farrenkopf, außerdem spielt "Pit - immer ein Hit".

Dienstag, 22. August, wird die Seebühne zum Kinosaal beim Themenabend "Ethik in den Religionen". Gezeigt wird - in Kooperation mit dem Stadtmedienzentrum Karlsruhe - der deutsch-indische Spielfilm "Die Leuchte Asiens" aus dem Jahr 1925, die erste Koproduktion indischer und deutscher Filmschaffender überhaupt. Im Mittelpunkt des Films steht der Königssohn Gautama, der dem Thron entsagt und als armer Prediger zum Stifter des Buddhismus wird. Musikalisch begleitet wird der Film von Ilmar Klahn (Violine), Holger Ebeling (Piano) und Christoph Köhler. Tobias Tiltscher führt in den Film ein und Dr. Albert Käuflein hält einen Kurzvortrag über die ethischen Gemeinsamkeiten der Religionen. Zugang über den Eingang Nord, zu bezahlen ist der Eintritt in den Zoo (5 Euro), um Spenden wird gebeten.

Märchenhaft wird es wieder am Mittwoch, 23. August, auf der Seebühne. Denn von 14.30 bis 15.30 Uhr ist Märchenstunde mit der "Märchenerzählgruppe Elfriede Hasenkamp". Die musikalische Umrahmung übernimmt mit klassischen Werken Michael Friedmann - unter anderem mit der Harfe.

Bei schlechter Witterung fallen die Ver­an­stal­tun­gen aus. In der Regel erfolg­t eine Absage circa zwei Stunden vor Be­ginn. Infor­ma­tio­nen bei der Kassen-Info des Zoo­lo­gi­schen Stadt­gar­tens unter Telefon 0721/133-6815.
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Filmtipp: Robert Doisneau - Das Auge von Paris
Frankreich 2016 | 77 Minuten
Regie: Clémentine Deroudille
Vorstellung im französischen Original mit Untertiteln

Einfühsamer Dokumentarfilm über die französische Fotografen-Legende Robert Doisneau. Die vielseitigen und berührenden Werke Doisneaus auf der großen Leinwand zu sehen, ist eine Sensation!

ROBERT DOISNEAU: DAS AUGE VON PARIS erzählt wie ein Kind aus einer Vorstadt von Paris zu einem Superstar der Fotografie wurde. Ein intimes Porträt von Doisneaus Leben und seiner Arbeit – die so eng mit einander verwoben waren, dass er sein leidenschaftliches Künstlersein als Quelle seines Glücks verstand. Die Regisseurin Clémentine Deroudille ist eine Enkelin von Robert Doisneau (14.4.1912 – 1.4.1994), der Film hat daher einen sehr privaten und familiären Zugang zu bisher unveröffentlichten Materialien aus dem Nachlass. Daneben stehen Interviews mit Doisneau, seinen Freunden und Kollegen und natürlich sein Werk. Seinem Werk entsprechend aber ist Clémentine Deroudilles Film nicht nur ein Film über Robert Doisneau geworden, sondern auch ein Film über Doisneaus wichtigste Sujets, Paris und seine Menschen.

„Der Bescheidene sah sich weder als Auteur noch als Künstler – und gehört doch in den Pantheon der humanistischen Fotografie!“ ARTE

Friedrichsbau Freiburg
Sonntag, 20. August 2017, 13:15 Uhr
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