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Freitag, 25. Mai 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: "... mit dem Siegel der Justiz" - Der Jorns-Prozess
Hörspiel nach der Rede des Verteidigers Paul Levi
Mit: Wolfram Koch
Funkeinrichtung: Norbert Schaeffer
Musik: Jannik Giger
Regie: Claude Pierre Salmony
(Produktion: SWR 2015)

Das Plädoyer des Verteidigers Paul Levi im sogenannten "Jorns-Prozess" von 1929 machte die Schäbigkeit der politischen Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 und ihre Vertuschung durch die Justiz offenkundig. In der Zeitschrift "Das Tage-Buch" war 1928 der Artikel "Kollege Jorns" erschienen, der auf die juristische Inkompetenz von Paul Jorns zielte, der als Kriegsgerichtsrat die Ermittlungen gegen die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geleitet hatte. Daraufhin stellte Reichsanwalt Jorns Strafantrag wegen Beleidigung und übler Nachrede. Der Anwalt und Reichstagsabgeordnete Paul Levi, der Rosa Luxemburg bereits in verschiedenen Gerichtsverfahren verteidigt hatte, übernahm die Verteidigung des angeklagten verantwortlichen Redakteurs Bornstein. Der sogenannte "Jorns-Prozess" war die letzte Möglichkeit, die gezielten Schlampereien und Vertuschungen des ermittelnden Juristen Jorns zur Sprache zu bringen und ihn zur Rechenschaft zu ziehen.
"... glänzende rhetorische Attacken und eine Beweisführung gegen die marode und einäugige Justiz, die noch im Rückblick das Schaudern lehrt." (Christian Hörburger, Medienkorrespondenz)

Sonntag, 27.05.2018, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Auf die sanfte Tour
Nach dem gleichnamigen Roman von Castle Freeman
Mit: Thomas Krümmel, Thomas Niehaus, Claude de Demo, Stefan Haschke, Markus Scheumann, Antonia Mohr u. a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Silke Hildebrandt
(Produktion: SWR 2018)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel

"Deputy? // Sheriff? // Ich höre Sie gut, Deputy. // Können Sie mal raufkommen? // Was ist denn los? // Einbruch. Das sollten Sie sich ansehen. // Wozu? // Können Sie kommen? // Warum? // Ihr Junge war mal wieder tätig. // Mein Junge? // Ich zeig's Ihnen. Mal sehen, was Sie davon halten."
Nach "Männer mit Erfahrung" ist dies die zweite Vermont-Geschichte von Castle Freeman: Aus einer abgelegenen Villa wird ein Safe gestohlen, der dummerweise der Russenmafia gehört. Sheriff Wing will das Verbrechen aufklären, bevor die Russen den Dieb selbst stellen und zur Strecke bringen. Das bedeutet Tempo, und damit bricht er seine oberste Regel: Im Wettlauf mit der Zeit ist die wichtigste Fähigkeit Geduld. Deputy Keen, der an Wings Stelle Sheriff werden will, sieht das völlig anders und verspricht, hart durchzugreifen.

Freitag, 25.05.2018, 22:33 Uhr SWR2 Ursendung, SWR2 Krimi
Sonntag, 27.05.2018, 21:03 Uhr Zweitsendung SWR4 BW
 
 

 
Hörspieltipp: We love Israel (Folge 5 bis 7)
Ein Hörspiel-Serial von Noam Brusilovsky und Ofer Waldman
Folge 5: Aussteiger
Folge 6: Kabarett
Folge 7: Am Flughafen Ben Gurion
Mit Stephan Wolf-Schoenburg, Orit Nahimas, Jerry Hoffman, Anna Stieblich, Aviva Joel, Dor Aloni, Tobias Herzberg, Jeff Willbusch, u.a.
Sowie Martin Niemöller, Marlene Dietrich und weiteren Originaltonstimmen aus Deutschland und Israel
Komposition: Tobias Purfürst / Yair Elazar Glotman
Regie: Noam Brusilovsky
Dramaturgie: Manfred Hess
(Produktion: SWR 2018 mit freundlicher Unterstützung des ARD-Büros Tel Aviv und in Kooperation mit Deutschlandradio)

Am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. Am gleichen Nachmittag proklamierte Ben Gurion den Staat Israel.
"Im Jahr 2017/18 gehen zwei Israelis im Auftrag des SWR auf eine Reise, um nach der Liebe zu Israel zu suchen. Über ein Serial in sieben Stationen: von Berlin, wo die größte israelische Gemeinde außerhalb Israels lebt, von deutsch-christlichen Touristen in Israel, deutschen Schwulen in Tel Aviv, von Israel unterstützenden Organisationen wie Pegida und 'Antifapro-Israel', aber auch von muslimisch-deutschen wie israelisch-jüdischen BDS Aktivisten. Deutsche und israelische Gesprächspartner im On-Interview legen das Stimmenfundament, das sich zwischen angebrachter Seriosität und exponierter Absurdität bewegt. Erweitert werden sie durch 'scripted reality', in der fiktive deutsche und israelische Figuren mit Schauspielern besetzt werden. Vor allem diese 'Rollen' äußern all das, was man eigentlich nicht über die deutsch-israelische Beziehung sagen darf." Brusilovsky, Waldman
Noam Brusilovsky, geboren 1989 in Israel, lebt seit 2012 in Berlin. Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Er inszeniert für Theater und Rundfunk, zuletzt "Broken German" nach dem Roman von Tomer Gardi (SWR), ausgezeichnet mit dem ARD Hörspielpreis 2017.

Ofer Waldman, geboren 1979 in Jerusalem, zog 1999 nach Deutschland als Mitglied des West-Eastern Divan Orchesters von Daniel Barenboim. Studium der Orchestermusik, Rückkehr nach Israel zum Studium der deutschen Literaturgeschichte. Lebt seit 2016 wieder in Berlin, promoviert an der Hebräischen Universität Jerusalem und der FU Berlin, schreibt politische Feuilletons und Features

Donnerstag, 24.05.2018, 22:03 Uhr Ursendung, SWR2 Hörspiel-Studio - 70 Jahre Staat Israel
 
 

 
Hörspieltipp: November 1918 (5/5)
Eine deutsche Revolution
Mehrteiliges Hörspiel nach dem Erzählwerk von Alfred Döblin
Karl und Rosa (2)
Mit: Judith Hofmann, Wolf-Dietrich Sprenger, Jens Harzer, Werner Wölbern, Wolfgang Pregler, Christian Redl, Sebastian Rudolph u. v. a.
Musik: Martina Eisenreich
Hörspielbearbeitung: Norbert Schaeffer
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR/NDR 2015)

Mit multiperspektivischem Erzählen, filmischen Schnitten und opulenten inneren Monologen, stilsicher zwischen Tragödie, Farce und schwarzem Humor changierend und basierend auf einem akribischen Studium der zeitgenössischen Quellen, setzte Döblins Erzählwerk Maßstäbe für die Prosa eines ganzen Jahrhunderts.
Er beginnt im November 1918 und endet mit der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts im Januar 1919. Döblin zeigt geradezu unbarmherzig den Siegeszug der von Friedrich Ebert und Gustav Noske betriebenen Konterrevolution, und empathisch die Kraftlosigkeit Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Eindringlich geschilderte Halluzinationen und religiöse Erweckungserlebnisse machen die Zerrissenheit der Figuren erfahrbar.

Montag, 21.05.2018, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Feiertag
 
 

 
Hörspieltipp: Drachenreiter (Teil 3)
Nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke
Mit: Gerd Wameling, David Weyl, Sascha Icks, Jens Wawrczeck, Michael Tregor, Ernst Konarek u. v. a.
Musik: b.deutung
Hörspielbearbeitung und Regie: Robert Schoen
(Produktion: SWR/NDR 2013)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel

Eine abenteuerliche Reise liegt vor dem jungen Silberdrachen Lung und seinen Begleitern, dem schlagfertigen Koboldmädchen Schwefelfell und dem hilfsbereiten Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Ort für Lungs Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr gibt. Die Freunde setzen ihre ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen "Saum des Himmels". Dort, versteckt zwischen den Gipfeln des Himalaya, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Auf ihrer langen Reise begegnen sie seltsamen Fabelwesen wie dem Homunkulus Fliegenbein oder dem Dschinn Asif und müssen viele kleine und große Gefahren meistern.

Montag, 21.05.2018, 14:05 Uhr, SWR2 Spielraum - Hörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Drachenreiter (Teil 1 und 2)
Nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke
Mit: Gerd Wameling, David Weyl, Sascha Icks, Jens Wawrczeck, Michael Tregor, Ernst Konarek u. v. a.
Musik: b.deutung
Hörspielbearbeitung und Regie: Robert Schoen
(Produktion: SWR/NDR 2013)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel

Eine abenteuerliche Reise liegt vor dem jungen Silberdrachen Lung und seinen Begleitern, dem schlagfertigen Koboldmädchen Schwefelfell und dem hilfsbereiten Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Ort für Lungs Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr gibt. Die Freunde setzen ihre ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen "Saum des Himmels". Dort, versteckt zwischen den Gipfeln des Himalaya, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Auf ihrer langen Reise begegnen sie seltsamen Fabelwesen wie dem Homunkulus Fliegenbein oder dem Dschinn Asif und müssen viele kleine und große Gefahren meistern.
Teil 3, Montag 21. Mai, 14.05 Uhr)

Samstag, 19.05.2018, 14:05 Uhr Teil 1, SWR2 Spielraum - Hörspiel
Sonntag, 20.05.2018, 14:05 Uhr Teil 2, SWR2 Spielraum - Hörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: November 1918 (4/5)
Eine deutsche Revolution
Mehrteiliges Hörspiel nach dem Erzählwerk von Alfred Döblin
Karl und Rosa (1)
Mit: Judith Hofmann, Wolf-Dietrich Sprenger, Jens Harzer, Werner Wölbern, Wolfgang Pregler, Christian Redl, Sebastian Rudolph u. v. a.
Musik: Martina Eisenreich
Hörspielbearbeitung: Norbert Schaeffer
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR/NDR 2015)

Döblins umfassendster Roman, der im November 1918 beginnt und mit der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts im Januar 1919 endet, ist eine Totale auf Historisches und Menschliches dieser wenigen Wochen, in denen sich das Schicksal Deutschlands auf Jahrzehnte hinaus entschied. Deutlich zutage tritt Döblins kritische Sympathie für die Revolutionäre Liebknecht und Luxemburg ebenso wie seine Verachtung für die Sozialdemokratie der Genossen Ebert und Noske, die für ihren Verrat am Volk und der Sache mit sorgfältig ausgesuchten Worten voller Zynismus und Sarkasmus bedacht werden. In "Karl und Rosa" greift Döblin vor allem Luxemburgs Schicksal ab ihrer Zeit im Frauengefängnis in Breslau auf. Er lässt sie ihren toten Geliebten halluzinieren, setzt ihre Gespräche mit ihm in Beziehung zur Niederschrift ihres Buchs über die Russische Revolution und zeigt, dass ihre Trauer wie ein Bleigewicht am revolutionären Willen hängt.

Sonntag, 20.05.2018, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

(Teil 5, Montag, 21. Mai, 18.20 Uhr)
 
 

 
Hörspieltipp: Auf die Fresse
Kriminalhörspiel von Thilo Reffert
Mit: Nele Rosetz, Anne Müller u. a.
Regie: Götz Fritsch
(Produktion: MDR 2018)
Audio unter radiotatort.ard.de

Florian, Fan des TSC Porta 1897, liegt im Koma. Er wurde bei einer Schlägerei zwischen Ultras rivalisierender Fußballvereine schwer verletzt. Während die Ärzte um sein Leben kämpfen, nehmen Caroline Griem und Annika de Beer vom LKA Magdeburg die Ermittlungen auf. Doch sie stoßen auf eine Mauer des Schweigens, die mindestens so stabil ist wie der Stahlbeton des Magdeburger Stadions. Kommissarin Griem setzt ihre Hoffnung auf Marcel Lüderitz. Marcel hat über ein Dutzend Einträge in der Gewalttäter-Sport-Datei, aber er hat der Polizei auch schon einmal diskret geholfen, einen Täter zu überführen. Unterdessen verlieren die Ärzte den Kampf um Florians Leben. Oberkommissarin de Beer findet heraus, dass Florians Vater als szenekundiger Beamter in Zivil genau gegen die Ultras im Einsatz ist, denen sich sein Sohn angeschlossen hatte. Hilft er jetzt bei den Ermittlungen, weil er davon ausgeht, dass sich einer der Ultras mit den tödlichen Schlägen, die Florian während der Prügelei trafen, gezielt an ihm, dem Polizisten, rächen wollte?

Freitag, 18.05.2018, 22:33 Uhr SWR2 Ursendung, SWR2 Krimi | ARD Radio Tatort
Sonntag, 20.05.2018, 21:03 Uhr Zweitsendung SWR4 BW
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