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Mittwoch, 15. Juli 2020
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Sonstiges

 
MUSIKTHEATER: DIE SIEBEN TODSÜNDEN
Ballett mit Gesang von Kurt Weill // Text von Bertolt Brecht
Uraufführung der Fassung für 15 Spieler von HK Gruber/Christian Muthspiel

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MOTHERLAND
Kata Wéber // Uraufführung
Regie: Kornél Mundruczó

Donnerstag, 16. Juli 2020 // 19.30 Uhr // Großes Haus

Um Geld für ein kleines Eigenheim am Mississippi zu verdienen, werden die Schwestern Anna I und Anna II aus den Südstaaten von ihrer Familie auf eine siebenjährige Reise durch sieben US-amerikanische Städte geschickt. „Die eine der beiden Annas ist die Managerin, die andere die Künstlerin; die eine (Anna I) ist die Verkäuferin, die andere (Anna II) ist die Ware“, erläutert Bertolt Brecht zu Beginn seines Librettos. Während die Künstlerin Anna II anfangs noch auf ein Leben beharrt, das menschliche Eigenschaften und Anwandlungen wie Faulheit, Lust, Stolz oder Zorn erlaubt, treibt ihr anderes Ich, Anna I, sie zu immer mehr Selbstoptimierung und Anpassung an die Gesetze des Marktes.

Kurt Weill komponierte DIE SIEBEN TODSÜNDEN im Pariser Exil, wohin er nach der Machtübernehme der Nationalsozialisten geflohen war. Ein letztes Mal tat er sich mit Bertolt Brecht zusammen, mit dem er bahnbrechende Musiktheaterwerke wie MAHAGONNY und DIE DREIGROSCHENOPER kreiert hatte. Am 7. Juni 1933 erlebten DIE SIEBEN TODSÜNDEN im Pariser Théâtre des Champs-Élsysées in deutscher Sprache ihre Uraufführung.

Kornél Mundruczó gehört sowohl als Film- wie auch als Opern- und Schauspielregisseur zu den aufregendsten Künstlern Europas. Die Produktionen seines ungarischen Proton Theatre sind auf den Theaterfestivals in Avignon, Salzburg, Brüssel, Adelaide, Seoul oder bei der RuhrTriennale zu sehen, während Mundruczós Spielfilme wie DELTA (2008) oder UNDERDOG (2014) z. B. in Cannes mehrfach ausgezeichnet wurden. Für seine Inszenierung IMITATION OF LIFE war er 2017 für den Deutschen Theaterpreis Der Faust nominiert. Als Musiktheaterregisseur debütierte Mundruczó 2014 an der Vlaamse Opera Antwerpen mit einer zugleich politischen, sinnlichen wie intelligenten Verknüpfung aus Bartóks HERZOG BLAUBARTS BURG und Schuberts WINTERREISE.

Seine Inszenierung der SIEBEN TODSÜNDEN kombiniert Mundruczó mit dem Schauspiel MOTHERLAND der Autorin Kata Wéber, mit der er kontinuierlich zusammenarbeitet. Diese Uraufführung greift Weills und Brechts Thema der kapitalistischen Ausbeutung und Machtausübung innerhalb von Familien auf und führt es in unsere Gegenwart: Eine Mutter trainiert ihre kleine Tochter für eine Schönheitskonkurrenz und schreckt selbst vor drastischen Maßnahmen nicht zurück …

Musikalische Leitung Ektoras Tartanis Regie, Konzept Kornél Mundruczó Adaption Kata Wéber Bühne Márton Ágh, Kornél Mundruczó Kostüme Pia Salecker Musik MOTHERLAND Asher Goldschmidt Dramaturgie Soma Boronkay, Rüdiger Bering

Mit Nora Buzalka, John Carpenter, Roberto Gionfriddo, Jin Seok Lee, Junbum Lee, Inga Schäfer u. a. sowie dem Philharmonischen Orchester Freiburg
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„Danke, Freiburg!“
 
„Danke, Freiburg!“
Über 10.000 Euro kamen durch die Aktion „Karte kaufen & Gutes tun“ für Freiburger Künstler*innen zusammen

Wir sagen: „Danke, Freiburg!“ Über drei Monate lang sammelte das E-WERK Freiburg während der corona-bedingten Schließung Spenden für Freiburger Künstler*innen in Not. Die Online-Aktion Karte kaufen & Gutes tun ist nun zum 30. Juni mit überwältigendem Erfolg ausgelaufen. Über 10.000 Euro kamen durch virtuelle Ticketverkäufe zusammen.

Das E-WERK setzte ein Zeichen der Solidarität mit Freiburger Künstler*innen, deren bereits geplante Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden mussten. Auf der E-WERK-Website und auf reservix.de konnten Tickets zu 5, 10, 15, 20, 50 oder 100 Euro gekauft werden. Die Erlöse dieser nicht real stattfindenden Veranstaltung gehen nun zu 100 Prozent an Freiburger Künstler*innen, deren Vorstellungen im E-WERK Freiburg nicht wie geplant stattfinden konnten und die dadurch in eine finanzielle Notsituation geraten sind.

„Dass dieses Nothilfe-Projekt von unseren Unterstützer*innen so begeistert aufgenommen wurde, konnten wir zu Beginn nicht erahnen. Umso mehr freuen wir uns, dass Freiburger*innen aus allen Teilen der Freiburger Stadtgesellschaft und lokale Unternehmen ihre Solidarität mit den Kulturschaffenden im E-WERK zeigten,“ sagt Jürgen Eick, Geschäftsführender Vorstand des E-WERK Freiburg.

Seit dem 18. Juni laufen im E-WERK Freiburg die Veranstaltungen wieder an. Vom 16. bis 19. Juli wird es ein neues Open Air-Format auf dem temporär umgestalteten Parkplatz geben: Die „Asphalt Sessions 2020“ mit Kulturprogramm samt lauschigem Biergarten.
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Theatertipp: „Freiburger Jedermann“
Wallgraben Theater: 45. Rathaushofspiele Freiburger Jedermann (c) Mathias Lauble
 
Theatertipp: „Freiburger Jedermann“
oder "Das große Fest" / 45. Rathaushofspiele
nach Hugo von Hofmannsthal

Für die 45. Rathaushofspiele und zum Stadtjubiläum 900 Jahre Freiburg bringen wir eine ganz besondere Produktion in den Rathaushof: den Freiburger JEDERMANN

Wir versetzen diesen Klassiker, der u.a. jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen aufgeführt wird, nach Freiburg ins Hier und Jetzt. Zum 900. Geburtstag der Stadt kehrt Konrad I. von Zähringen (verkleidet als Bächleputzer) nach Freiburg zurück, um zu sehen, was aus seiner Stadt, der er 1120 das Marktrecht gegeben hatte, geworden ist.

Dabei stößt er auf einen besonders geizigen Kaufmann, den Jedermann, der nichts für das Allgemeinwohl zu tun scheint und sich nur auf Kosten der Bürger und der Stadt bereichert. Dann erscheint der Tod. Dieser wollte eigentlich den entlaufenen Konrad zurückholen und beschließt den Jedermann gleichfalls zu holen.

Jedermann muss sich nun im Angesicht des Todes rechtfertigen: Was hat er in 900 Jahren aus der Stadt gemacht, wie zahlt er den Kredit zurück? Was tut er für die in Not Geratenen, die Flüchtenden aus der Fremde, was für die Bürger der Stadt. Was investiert er in deren Zukunft?

Nach Hugo von Hofmannsthal (1874-1929 in Wien), Bearbeitung von Dirk Schröter. Gefördert zum Stadtjubiläum von der Stadt Freiburg und produziert vom Wallgraben Theater.

Regie & Bühnenfassung: Hans Poeschl
Co-Regie: Regine Effinger
Es spielen: Sybille Denker, Regine Effinger, Natalia Herrera,
David Köhne, Hans Poeschl, Christian Theil
Bearbeitung: Dr. Dirk Schröter
Premiere: Samstag, 11. Juli 2020

Ab dem heutigen Samstag (4. Juli) ist die Theaterkasse wieder zu den regulären Öffnungszeiten da. Am 11. Juli feiern wir die Premiere der 45. Rathaushofspiele mit dem „Freiburger Jedermann“. Spieltermine sind zwischen dem 11. Juli und 30. August. Die diesjährigen Rathaushofspiele finden ausschließlich unter freiem Himmel statt. Durch diese Wetterabhängigkeit werden die Karten für die einzelnen Termine immer erst 3 Tage im Voraus in den Verkauf gehen.
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Schauspiel: NUR DAS BESTE
Eine Posse von Dirk Laucke
Premiere Sa, 04.07.2020 // 20.00 Uhr // Kleines Haus, Freiburger Theater
Uraufführung

Ludi ist verzweifelt: Weil er seine Miete nicht rechtzeitig zahlen konnte, wurde ihm fristlos gekündigt. Aber als freier Karikaturist bei einer Zeitung wartet er leider ständig auf sein Honorar. Lebensgefährtin Sanne ist trotzdem wütend, denn die Lage scheint aussichtslos. Ein Auszug und Umzug mitten im Schuljahr von Töchterchen Lou? Bei dem Wohnungsnotstand und den horrenden Mietpreisen? Auch die Miete für den Kiosk von Ludis Kumpel Murat wurde deutlich erhöht. Und woher nehmen, wenn nicht stehlen? Murat und Ludi brechen ins Büro der Wohnungsverwaltung ein und lassen entscheidende Papiere verschwinden. Währenddessen kommt Sanne über die „sozialen Kontakte“ ihrer Freunde Larissa und Stéfan an eine Wohnung in einem schicken Viertel. Der Einzug ins Eigentum von Ehepaar Weiss ist allerdings an einige Bedingungen geknüpft. Drei Paare mit unterschiedlichen Beziehungskonflikten, finanziellen Möglichkeiten und Startvoraussetzungen wollen alle „nur das Beste“…

Dirk Laucke, einer der wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren, der u. a. mit dem Kleist Förderpreis ausgezeichnet und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen wurde, widmet sich in seinen Werken fast ausnahmslos Figuren mit Existenznöten in unserer sogenannten Wohlstandsgesellschaft: Es sind die Außenseiter, Einkommensschwachen, Kleinkriminellen und Identitätssuchenden, die ihn interessieren. Regisseur Bastian Kabuth bringt die Uraufführung der hochaktuellen, satirischen Alltagsgeschichte um Wohnungsnot, Kindererziehung und unterschiedliche Lebensentwürfe auf die Bühne des Kleinen Hauses.

Regie und Video Bastian Kabuth Dramaturgie Rüdiger Bering Bühne Manuela Freigang Kostüme Charlotte Morache
Mit Tim Al-Windawe, Iris Becher, Martin Hohner, Elisabeth Kopp,Holger Kunkel, Henry Meyer, Moritz Peschke
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Vereint nach drei Jahrzehnten?
Zeitschrift „Bürger & Staat“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit neuem Themenheft

Mit der Zeitenwende 1989/1990 und ihren Nachwirkungen beschäftigt sich ein neues Heft, das bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) jetzt vorliegt. „Vereint nach drei Jahrzehnten?“ lautet der Titel der Neuausgabe von „Bürger & Staat“. 13 Beiträge thematisieren die Umwälzungen dieser beiden „Epochenjahre“, die Folgen der Transformationsprozesse und vor allem die Umbruchserfahrungen, die die ostdeutsche Bevölkerung erlebte.
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Tanz: über.schwellen
über.schwellen / Foto: Bernd Ka
 
Tanz: über.schwellen
Tanzabend der Schule für Tanz, Improvisation und Performance TIP | bewegungs-art Freiburg

PREMIERE: Fr 24.07. | 20:00 Uhr | Saal im EWERK Freiburg
Weitere Vorstellungen: Sa 25.07.| So 26.07. || jew. 20:00 Uhr

Ein Schritt, wirbelnd, stolpernd, taumelnd – tanzend! Im Neuen sich selbst erlebend. Anders. Sie wagen sich in Räume des Alt-Bekannten, Neu-Bekannten, Unerwarteten.
Von einer Stufe zur nächsten springend schillern Träume, Bilder, Szenen und Fragmente. Es sprudelt Tanz.

Elf Tänzerinnen präsentieren die Abschlussstücke ihrer einjährigen Tanzausbildung. Die vielfältigen Einflüsse verschiedener Stilelemente aus Tanz, Theater und Improvisation spiegeln sich in den Kompositionen wieder.

MIT
Tanz: Jule Fuchs (DE) | Julie McGovern (IRL) | Lily Bromley (DE) | Louisa Ostermann (DE) | Luisa Arndt (DE) | Michaela Dašková (CZE) | Miriam Seifert (DE) | Nora Wyss (CH) | Priscilla Roeck (CH) |Yasmin Metzger (DE) | Leà Iannone (CH)
Begleitung: Irene Carreño | Lilo Stahl | Oliver Lange
Licht: Georg Hallmann
 
 

 
SCHAUSPIEL: GLOBAL BELLY
Flinn Works

Premiere Sa, 20.06.2020 // 20.00 Uhr // Kleines Haus, Theater Freiburg

Der unerfüllte Kinderwunsch treibt Paare aus Deutschland und der Schweiz ins Ausland. In Indien, den USA und der Ukraine beauftragen sie Leihmütter, ein Kind für sie auszutragen. Die Wunscheltern umgehen dabei rechtliche Grenzen und betreten moralisches Neuland. Flinn Works hat in allen fünf Ländern recherchiert, um der transnationalen Leihmutterschaft auf den Grund zu gehen: Ist sie ein Segen der Medizin oder Kolonialisierung der Körper? In einem multiperspektivischen Parcours treffen windige Agenturchefinnen auf zufriedene Leihmütter und streitende Feminist_innen auf liebevolle Wunschväter. GLOBAL BELLY porträtiert Menschen im Leihmutterschafts-Geschäft zwischen grenzenloser Sehnsucht, fein justierter Intimität, heißen Debatten und der kühlen Logik des Marktes.

Die preisgekrönte Kompanie Flinn Works fokussiert sich in ihren Arbeiten auf aktuelle Themen der globalisierten Welt mit feministischen und postkolonialen Fragestellungen. Die Stücke entstehen an der Schnittstelle zu Ethnologie, Musik- und Dokumentartheater und basieren auf intensiven Rechercheprozessen.

Die als Parcours angelegte Aufführung ist auf 20 Zuschauer_innen limitiert und findet unter Einhaltung der Corona-bedingten Sicherheitsabstände statt.

Konzept und Regie Sophia Stepf Mitarbeit Regie Lisa Stepf Ausstattung Philine Rinnert Musik Jörg-Martin Wagner, Flinn Works Dramaturgie Tamina Theiß, Anna Gojer
Mit Atischeh Braun, Lukas Hupfeld, Stefanie Mrachacz, Anja Schweitzer
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Theater: Bunker Buddyz
Bunker BuddyZ © Irene Carreño
 
Theater: Bunker Buddyz
Ein Theaterstück von und mit Bastian Wienands und Oliver Lange

PREMIERE: Do 25.06. | 20:00 Uhr | Saal im EWERK Freiburg
Weitere Termine: Fr 26.06. – So 28.06. | jew. 20:00 Uhr

Der Weltuntergang liegt in den letzten Zügen: zwei Überlebende abgeschottet in einem selbstgebauten Bunker. Die Lebensmittel könnten noch für einige Jahre reichen. Genug Zeit! – Nur für was? Die Ursachen herausfinden – wozu? Weitermachen – aber warum? Sind sie die Einzigen? Und was soll man jetzt mit dem Anderen machen?

Zwanghafte Rituale, skurrile Dispute und tiefgreifende Einsichten – mal humorvoll-satirisch, mal erschreckend ungeschminkt – prägen diese Reise ans Ende der Welt. Auf 25 qm kämpfen, philosophieren und tanzen sich Ingo und Volker durch Alltäglichkeiten und existentielle Herausforderungen. Und landen immer wieder bei der einen Frage: Was bedeutet es wohl, diejenigen zu sein, die das Licht ausmachen?

In Kooperation mit dem E-WERK Freiburg

MIT
Bastian Wienands & Oliver Lange (Stück, Regie, Schauspiel) | Stephanie Moers (dramaturgische Assistenz) | Valija Zink (Texterarbeitung) | Chris Huwer (Musik) | Olaf Reuter (Licht)

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg und der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg

Eintritt: 18,00€/12,00€
 
 



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