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Sonstiges
(c) Wallgraben Theater Freiburg | | | | | Stimmen der Ukraine – eine musikalisch-literarische Reise | Montag, 19.10., 19.30 Uhr
zu Gast im Wallgraben Theater Freiburg
Seit dem 24. Februar 2022 ist die Welt eine andere. Auch in Deutschland spüren wir die Auswirkungen des von Russland entfesselten Kriegs gegen sein Nachbarland.
Doch was wissen wir wirklich über die Ukraine – abseits der täglichen Schreckensmeldungen?
Der Krieg Russlands richtet sich nicht nur gegen Land und Leute, sondern betrifft auch die ukrainische Kultur und ihre eigenständige Geschichte, deren Existenz von Russland bestritten wird oder eliminiert werden soll. Doch in der Ukraine ist über Jahrhunderte hinweg ein unbändiges Streben nach Freiheit und Demokratie entstanden wie an kaum einem anderen Ort der Welt. Stationen auf diesem Weg waren die freie Kosakenrepublik des 17. Jahrhunderts und in unserer Zeit die Revolution der Würde auf dem Kiewer Maidan.
Die Berliner Schauspieler Jan Uplegger und Mareile Metzner nehmen Sie mit auf einen literarischen Streifzug durch die Ukraine. Musikalisch stimmen ein in diese Reise die geflüchteten Sängerinnen Iryna Lazer, Iryna Razin und Nataliia Kuprynenko, begleitet von dem ukrainischen Ausnahmemusiker Yuriy Seredin am Klavier.
So entsteht ein atmosphärisch dichtes Porträt dieses Landes im Herzen Europas.
Im Anschluss wollen wir mit dem Publikum ins Gespräch kommen über die Vergangenheit und die Zukunft der Ukraine. | | | | | |
| | | | | | Krimiwanderungen | Die Wandersaison 2026 neigt sich bereits dem Ende entgegen, aber ein paar Termine gibt es noch:
Silber, Tod & Teufel
Krimiwanderungen mit Anne Grießer (als Bibiane Berger) am Schauinsland:
Ein uralter Mord sorgt für Spannung! Wanderung (ca. 5 km und 150 Höhenmeter), Krimilesung und Rätselspaß rund um den Schauinslandgipfel.
Samstag, 24. Oktober, 12 Uhr
Knochen, Blei & Polizei
Live-Krimi im Bergwerk (mit Anne Grießer als Luzie Dunkel-Tappert)
Ein unheimlicher Fund im Museumsbergwerk Schauinsland! Polizistin Luzie Dunkel-Tappert tappert im Dunkeln ...
Unter-Tage-Spaziergang, Krimilesung, Wissenswertes und Rätselhaftes
Sonntag, 18. Oktober, 12 Uhr
Sonntag, 8. November, 12 Uhr
Sonntag, 27. Dezember, 12 Uhr
Preis: 24,-€ pro Person
Treffpunkt: Info-Pavillon am Parkplatz, unterhalb der Bergstation
Anmeldung (mit Vorauskasse) über das Museumsbergwerk:
Telefon: +49 (0) 761 – 2 64 68 (Di.-Fr. 10:30-18 Uhr, Sa. 10:30-16 Uhr)
E-Mail: steiber@schauinsland.de | | | | | |
| | | | | | Bastelatelier für Kinder | Bücher-Upcycling | Samstag, 17. Oktober | Centre Culturel Français Freiburg | 11.00-12.30 Uhr
Aus Alt mach Neu: macht mit bei unserem Upcycling-Bastelatelier!
Kommt vorbei und entdeckt unsere Bibliothek bei unserem Upcycling-Workshop. Im Rahmen des Words & Vibes Buchfestival basteln wir aus alten Büchern ein Tier (Igel, Huhn oder Kücken), um diesen Büchern ein zweites Leben zu geben! Für Kinder ab 8 Jahren.
Anmeldung bis 15.10: kultur@ccf-fr.de. Preis: € 3,-. In Kooperation mit: Words & Vibes Buchfestival Freiburg | | | | | |
| | | | | | Theatertipp: DIE WAND 2.0 | Ein Theaterprojekt nach Motiven von Marlen Haushofer
Was geschieht mit einem Menschen, wenn er von der Welt abgeschnitten ist – und was bedeutet Einsamkeit in einer Zeit, in der wir scheinbar permanent miteinander verbunden sind?
Mit „Die Wand 2.0“ überträgt Pro Kultur e.V. Marlen Haushofers berühmten Roman in die digitale Gegenwart. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die seit Jahren isoliert lebt. Doch anders als bei Haushofer schreibt sie keinen Bericht über ihr Leben hinter der unsichtbaren Wand. Sie richtet die Kamera ihres Smartphones auf sich selbst.
Sie spricht. Sie filmt. Sie erinnert sich. Sie sendet.
Die Protagonistin wird zur Influencerin ihrer eigenen Einsamkeit. Ihre Gedanken, Ängste und Erinnerungen verwandeln sich in ein öffentliches Videotagebuch für eine imaginäre Followerschaft. Sie ist permanent sichtbar – und bleibt dennoch allein.
So erhält Haushofers „Wand“ eine neue Bedeutung: Sie wird zur Metapher einer digitalen Welt, in der Millionen Menschen miteinander kommunizieren können und wirkliche Nähe dennoch ausbleiben kann.
Auf der Bühne trifft diese digitale Welt auf eine sehr körperliche Realität. Die Protagonistin lebt inmitten eines riesigen Berges aus getragenen, abgelegten Kleidern – Überreste früherer Leben und Identitäten. Sie sucht darin, zieht sich um, erfindet sich neu und versucht, Ordnung in eine Welt zu bringen, deren Wirklichkeit zunehmend unsicher erscheint.
Denn eine Frage bleibt bis zuletzt offen:
Existiert die Wand tatsächlich – oder existiert sie nur in ihrem Kopf?
Video, Projektionen und Künstliche Intelligenz werden dabei zu eigenständigen Partnern des Bühnengeschehens. Die KI erzeugt und verändert Bildwelten aus Sprache, Bewegung, Klang und Erinnerungsfragmenten. Realität, Erinnerung und Fantasie beginnen ineinanderzufließen.
Gleichzeitig entsteht eine paradoxe Beziehung: Während der Kontakt zu anderen Menschen verloren geht, antwortet die künstliche Intelligenz. Sie hört zu, reagiert und simuliert ein Gegenüber – ohne selbst zu leben, verletzlich zu sein oder Nähe zu benötigen.
Damit stellt „Die Wand 2.0“ eine hochaktuelle Frage: Was geschieht mit menschlicher Beziehung, wenn digitale Systeme immer perfekter darin werden, ein Gegenüber zu simulieren?
Trotz aller digitalen Mittel bleibt Marlen Haushofers existenzielle Frage das Fundament der Inszenierung:
Was bleibt vom Menschen, wenn er radikal auf sich selbst zurückgeworfen ist?
„Die Wand 2.0“ verbindet Schauspiel, Live-Video, Projektion und KI zu einer hybriden Theaterform über Einsamkeit, Selbstinszenierung und die Sehnsucht nach wirklicher Nähe in einer hypervernetzten Welt.
Eine Produktion von Pro Kultur e.V.
Darstellerin Camilla Kallfaß
Regie Ralf Buron
in weiteren Rollen Myriam Tancredi, Peter Haug Lamersdorf
Termine im E-WERK Freiburg Kammertheater:
Premiere 08.10.2026 um 19 Uhr 30
Weitere Aufführungen 09. 10. 11. 12. Oktober jeweils um 19 Uhr 30 | | | | | |
| | | | | | Sondermann-Preise 2026 an Frank Kunert und Olrik Kohlhoff | Der Sondermann-Verein zur Förderung, Erforschung und Verbreitung der Komischen Kunst verleiht den Künstlern Frank Kunert und Olrik Kohlhoff den Sondermann-Preis 2026. Die Preise werden seit 2004 verliehen und sind mit 5.000 Euro und 2.000 Euro dotiert.
Der Sondermann-Preis für Komische Kunst 2026 wird dem 1963 geborenen Fotografen Frank Kunert zuerkannt. In der Begründung der Jury heißt es: „Frank Kunert ist der allmächtige Schöpfer komischer Welten im Miniaturformat, in denen immer auch eine gewisse Portion Schrecken lauert. Anders als Gott baut er seine Welten in mehr als sechs Tagen in mühsamer und präziser Kleinarbeit selbst zusammen. Seine einzigartige Kunst ist aufklärerisch, unheimlich, komisch und unheimlich komisch. Seine surrealen und abgründigen Konstruktionen wirken oft erst auf den zweiten Blick, dann aber nachhaltig. Frank Kunert lässt uns die Realität begreifen, indem er neue Realitäten schafft.“
Der Sondermann-Förderpreis 2026 wird an den 1971 geborenen Maler Olrik Kohlhoff vergeben. Besonders sein 2023 erschienenes Buch „Kohlhoffs Garten“ hat die Jury überzeugt: „Olrik Kohlhoff gelingt es im Zeichnerischen, den Schrecken der Vergangenheit durch sprachliche Verdrehungen, Verschrobenheiten und Komik zu bändigen. Die Werkreihe um einen großzügigen, idyllischen, ästhetisch in den 1930er-Jahren verorteten Park überlagert die Bedrohungen jener Zeit durch ihre handwerkliche Perfektion. Erst beim genaueren Hinsehen treten Absurditäten, Widersprüche und Übertreibungen hervor, lösen sich in Komik auf – und binden so den Schrecken und die Ängste, die unter der Idylle lauern.“
Die Preise werden bei der von Tim Wolff moderierten Sondermann-Preisverleihung am Montag, dem 9. November 2026 um 20 Uhr (Einlass in das Museum ab 19.00 Uhr), im Caricatura Museum der Stadt Frankfurt überreicht. Der Eintritt ist frei.
Sondermann e.V.
Verein zur Förderung, Erforschung und Verarbeitung der Komischen Kunst und Literatur e.V. | | Mehr | | | |
| © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | | | | Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte anlässlich 75 Jahre Bundesverfassung | Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Bundesverfassungsgerichts finden am Montag, 28. September 2026, ab 15 Uhr auf dem Platz der Grundrechte (Karl-Friedrich-Straße, zwischen Zirkel und Schlossplatz) künstlerische Interventionen des Künstlers Alexander Suvorov und der Künstlerin Nathalie Franz sowie eine Performance von Constanze Zacharias statt. Ziel ist es, den Platz als lebendigen Ort der Auseinandersetzung mit Grundrechten, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung neu erfahrbar zu machen.
Der Platz der Grundrechte ist durch die gleichnamige Installation des Künstlers Jochen Gerz geprägt: Auf 24 doppelseitigen Straßenschildern stehen sich Aussagen von Juristinnen und Juristen und Vertreterinnen und Vertretern staatlicher Institutionen sowie Stimmen von Menschen gegenüber, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Alexander Suvorov und Nathalie Franz schaffen mit sogenannten „Inseln des Rechts“ neue Anknüpfungspunkte für Passantinnen und Passanten, innezuhalten und sich mit der Bedeutung von Grundrechten auseinanderzusetzen.
Ergänzend dazu präsentiert Constanze Zacharias am selben Tag eine künstlerische Sound-Performance auf dem Platz. Über Stimme, Klang und Text entsteht eine temporäre akustische Intervention, die die Fragen nach Recht, Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung aufgreift und in die Gegenwart überträgt. Die Performance versteht sich als künstlerischer Beitrag zum Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts.
zum Bild oben:
Der Platz der Grundrechte vorm Schloss am Zirkel bei Tag
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | | | | |
| | | | | | Faschismus in Sachsen-Anhalt | Dokumentarfilm über NS-Widerstandskämpfer Ernesto Kroch jetzt auf youtube
Obwohl der Film bereits im Jahre 2008 herausgekommen ist, ist er von beklemmender Aktualität. Die Rückkehr Ernestos in den verwahrlosten Zellenbau des KZ Schloss Lichtenburg bei Prettin in Sachsen-Anhalt. In seine ehemaligen Zelle: 4 mal 4 Meter, 9 Häftlinge.
Hier war er 1936 / 37 eingekerkert. Willkür und Verfolgung ausgesetzt. "Wer will denn wieder Nazis und das Hakenkreuz über Deutschland", fragt Ernesto. Und die damalige Bürgermeisterin von Prettin ergänzt: "Was Menschen Menschen antun können. Hier in der Lichtenburg kann man es erahnen. Das darf nie wieder geschehen !."
Und doch könnte es wieder so sein. Wenn Unsicherheit und Krisen zunehmen. Sich immer mehr Menschen nach "Volksgemeinschaft" und autoritären Verhältnissen sehnen."Es wäre auch heute wieder Ausschluss und Verfolgung von Millionen, mit denen wir in Frieden leben und arbeiten. Hitler kam auf legalem Wege an die Macht", erläutert Ernesto. " Weil die Arbeiterbewegung gespalten war und bürgerliche Parteien mit den Nazis paktierten. Das darf nicht wieder passieren. Daher müssen sich heute alle demokratischen Kräfte zusammenschließen - gegen den aufkommenden Faschismus ".
Das gilt auch für die Wahl in Sachsen-Anhalt. Ernesto ist in 2012 gestorben. Mit 95 Jahren. Er hat sein Leben lang für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit gekämpft. Und war davon überzeugt, dass eine andere Welt möglich ist.
Aus Anlass der Landtagswahl in Sachsen - Anhalt, haben wir unseren Dokumentarfilm "Ernesto alias Ernst - Das Schloss - KZ" (58 min, 2008) jetzt auch auf youtube veröffentlicht. Damit ihn möglichst viele Menschen noch vor der Wahl sehen können. | | Mehr | | | |
| | | | | | Zeichner, Maler und Autor Hans Traxler gestorben | Frankfurt am Main, 26.8.2026. Im Namen der Familie Traxler geben das Caricatura Museum Frankfurt und die Stadt Frankfurt am Main bekannt, dass der Zeichner, Maler und Autor Hans Traxler am 24. August 2026 im Alter von 97 Jahren in Frankfurt am Main verstorben ist.
Hans Traxler (* 21. Mai 1929 in Herrlich/Böhmen) war Mitbegründer der Satiremagazine Pardon und Titanic. Er war Mitglied der Künstlergruppe „Neue Frankfurter Schule“, unter deren Einfluss sich das Komikverständnis in Deutschland grundlegend veränderte. Beispielhaft für Traxlers Schaffen in den 1960er Jahren ist die 1963 erschienene Wissenschaftsparodie „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“. 1982 machten seine Zeichnungen zusammen mit den Texten von Pit Knorr Bundeskanzler Helmut Kohl zur „Birne“. Seit 2005 steht im Grüngürtel der Stadt Frankfurt das von ihm entworfene ICH-Denkmal unter dem Motto; „Jeder Mensch ist einzigartig.“ Traxler hinterließ ein umfangreiches Werk an Cartoons, Bildgedichten, Illustrationen und Kinderbüchern. | | Mehr | | | |
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