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Buch- und Lesetipps

Buchtipp: Rosa Parks
 
Buchtipp: Rosa Parks "Meine Geschichte"
Die Geschichte hinter dem Moment, der Amerika veränderte.

Autobiografie, mit Jim Haskins
Aus dem Englischen von Sonja Bonin
Mit einem Vorwort von Alice Hasters

Als sich Rosa Parks 1955 in einem Bus in Alabama weigert, ihren Sitzplatz an einen Weißen abzutreten, stößt sie einen der erfolgreichsten Proteste der Geschichte an: den legendären Busboykott von Montgomery.

Doch Parks’ Widerstand und politisches Engagement beginnen lange vor diesem Moment und reichen weit darüber hinaus. In ihrer Autobiografie erzählt sie eindringlich von ihrer Kindheit im gewaltgeladenen Alabama, ihrer jahrzehntelangen Arbeit für die NAACP, vom Marsch auf Washington und den Hürden, die sich ihr als Schwarzer Frau in den Weg stellen – auch innerhalb der Bürgerrechtsbewegung.

Ein unverzichtbares persönliches Zeugnis, erstmals auf Deutsch.

Zur Autorin:
Rosa Parks (1913–2005) war eine US-amerikanische Bürgerrechtsaktivistin. Sie wuchs im segregierten Bundesstaat Alabama auf, arbeitete als Schneiderin und engagierte sich jahrzehntelang ehrenamtlich in der NAACP. 1955 wurde sie durch ihre Weigerung, im Bus ihren Sitzplatz zu räumen, zur Schlüsselfigur des Busboykotts von Montgomery. Bis zu ihrem Tod blieb Parks politisch aktiv, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und gründete das Rosa and Raymond Parks Institute for Self-Development.

Zum Autor:
Jim Haskins, geboren 1941 in Demopolis, Alabama, studierte Geschichte und Sozialpsychologie an verschieden Universitäten in den USA und war als Lehrer tätig. Seine zahlreichen Bücher richteten sich zumeist an ein junges Publikum und erzählen von prägenden Schwarzen Persönlichkeiten und afroamerikanischer Geschichte. Für sein Werk wurde er mehrfach prämiert, u. a. mit dem Coretta Scott King Award. Als Mitverfasser unterstützte er Rosa Parks bei der Veröffentlichung ihrer Autobiografie. Er starb 2005 in Manhattan.

Unionsverlag 2026, 192 Seiten, € 24.00 (D), 24,70 (A) / SFr 32.00
ISBN 978-3-293-00641-6
 
 

Buchtipp: Rüdiger Safranskis
 
Buchtipp: Rüdiger Safranskis "Die Vierte Kränkung"
Eben noch glaubten wir, etwas Besonderes zu sein - dann kam die Künstliche Intelligenz

Weil er über einen Geist verfügt, konnte der Mensch bis vor kurzem glauben, etwas Besonderes zu sein. Dann kam die Künstliche Intelligenz. Dass sie viele Aufgaben besser löst als wir, war für die Menschheit Versprechen und Kränkung zugleich: Das wäre dann die Vierte Kränkung seit der kopernikanischen Wende, Darwins Evolutionstheorie und Freuds Entdeckung des Unbewussten. Haben sich die Ideen des Humanismus überlebt? Rüdiger Safranski erinnert daran, dass der Mensch im Unterschied zu Algorithmen über ein Bewusstsein verfügt, Emotionen wahrnimmt, über sich selbst nachdenken und sich frei entscheiden kann. Das sind große Themen der Philosophie. Sie setzt Orientierungsmarken, die uns helfen, auch in Zukunft unseren Platz in der Welt zu finden.

Der Autor Rüdiger Safranski, geboren 1945, studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Wissenschaftlicher Assistent, Herausgeber und Redakteur der »Berliner Hefte«, Dozent in der Erwachsenenbildung, seit 1986 freier Autor. Für sein in zahlreiche Sprachen übersetztes Werk wurde er u.a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2014), mit dem Ludwig-Börne-Preis (2017) und dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet. Zuletzt erschienen: »Hölderlin. Komm! ins Offene, Freund! Biographie« (2019), »Klassiker!« (2019, mit Michael Krüger und Martin Meyer), »Einzeln sein« (2021) und »Kafka. Um sein Leben schreiben« (2024). Rüdiger Safranski lebt in Badenweiler.

Hanser Verlag 2026, 112 Seiten, € 22,00 (D), 22,70 (A)
ISBN 978-3-446-28177-6

Lesung und Gespräch: Rüdiger Safranski
Rüdiger Safranski: Entgeistert. Bemerkungen zur Wirkung der Künstlichen Intelligenz
Im Rahmen des 29. Philosophicums Lech: Betreutes Denken. Die neue Lust der Unmündigkeit
Termin: Sonntag, 27.09.2026 | 10:45 Uhr
Ort: Lechwelten, Dorf 100, 6764 Lech am Arlberg
Veranstalter_ Verein Philosophicum Lech
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Schwarzbuch der Denkmalpflege erscheint zum zweiten Mal
 
Schwarzbuch der Denkmalpflege erscheint zum zweiten Mal
Deutsche Stiftung Denkmalschutz legt besorgniserregende Deutschland-Bilanz verlorener und gefährdeter Denkmale für die Jahre 2024/25 vor

Nach der vielbeachteten Erstveröffentlichung im vergangenen Jahr präsentiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) nun die zweite Ausgabe des „Schwarzbuchs der Denkmalpflege – Ein Verzeichnis verlorener Geschichte“. Die bundesweit einzigartige Publikation dokumentiert auf 324 Seiten verlorene und akut gefährdete Denkmale in Deutschland, rückblickend für die Jahre 2024 und 2025. Über 1.000 Denkmale sind in diesem Zeitraum verloren gegangen. Die dargestellten Fälle stehen exemplarisch für besorgniserregende Entwicklungen, die vielerorts zu beobachten sind: dazu zählen allgemeine Vernachlässigung historischer Bausubstanz, wirtschaftliche oder lokale Drücke, fachliche Fehlentscheidungen, politische Versäumnisse oder unzureichende Durchsetzung bestehender Schutzinstrumente.

Neu in dieser Ausgabe ist die Rubrik „fehlende Fachlichkeit“ – ein Thema von hoher Relevanz, vor allem auch in der Diskussion um aktuelle politische bzw. gesetzliche Weichenstellungen. Das ebenfalls neue Kapitel „Nachgeschaut“ beleuchtet jüngste Entwicklungen zu Fällen aus dem ersten Schwarzbuch der Denkmalpflege. Zudem werden erstmals in dieser Ausgabe auch Fälle aufgenommen, welche im Schwarzbuch-Meldeportal der Deutschen Stiftung Denkmalschutz angezeigt wurden, das seit August 2025 online ist und inzwischen über 400 Meldungen aus der ganzen Bundesrepublik umfasst.

Über 1.000 Denkmalverluste in zwei Jahren

Das neue Schwarzbuch der Denkmalpflege macht deutlich: Der dramatische Verlust historischer Bausubstanz setzt sich unvermindert fort. Allein in den Jahren 2024 und 2025 sind nach DSD-Erhebungen mindestens 1.077 Denkmale verloren gegangen. Trotz ihrer oft erheblichen kulturgeschichtlichen, städtebaulichen oder identitätsstiftenden Bedeutung bleiben viele Verluste meist weitgehend unbeachtet.

Die Darstellungen einzelner Denkmal-Schicksale findet sich in den Kapiteln „Für immer verloren“, „Gefährdet“, „Gerettet“, sowie in der neu eingeführten Rubrik „Nachgeschaut“:

„Für immer verloren“: Wenn Geschichte unwiederbringlich verschwindet

Dieses umfangreiche Kapitel dokumentiert Hintergründe und die Geschichte zahlreicher konkreter Kulturdenkmale, die in den vergangenen beiden Jahren unwiederbringlich verloren gegangen sind. Jede Einzelfalldarstellung enthält auch eine fachliche Bewertung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Denkmalverluste werden thematisch in verschiedene Rubriken geordnet, welche unterschiedliche Verlust-Muster und -Ursachen verdeutlichen.

Gefährdet: Denkmale in akuter Abrissgefahr

Neben den bereits verlorenen Kulturdenkmalen widmet sich das Schwarzbuch auch zahlreichen aktuell gefährdeten Objekten. Auch hier stehen ausgewählte Einzelfälle stellvertretend für größere strukturelle Herausforderungen im Denkmalschutz. Die Dokumentation macht sichtbar, dass Denkmalverluste meist nicht plötzlich eintreten, sondern sich über Jahre entwickeln: durch konsequente Vernachlässigung, unterlassene Instandhaltung, fehlende Investitionen oder Konflikte zwischen Schutzinteressen und wirtschaftlichen Erwartungen.

Gerettet: Es geht auch anders

Die Darstellung einiger erfolgreicher Denkmalrettungen, die teils trotz bereits vorliegender Abrissgenehmigungen gelangen, zeigt, dass sich der Einsatz für den Erhalt unserer Denkmale lohnen kann.

Neues Kapitel „Nachgeschaut“

Erstmals enthält das Schwarzbuch das Kapitel „Nachgeschaut“. Ausgewählte Denkmale aus der ersten Ausgabe werden erneut aufgegriffen und hinsichtlich ihrer aktuellen Entwicklung bewertet. Welche Denkmale konnten gerettet werden? Wo verschärfte sich die Situation? Welche politischen oder rechtlichen Entscheidungen wurden inzwischen getroffen? Das neue Kapitel macht deutlich, dass Denkmalschutz kein statischer Zustand ist, sondern ein fortlaufender Prozess. Es zeigt zugleich, dass öffentliche Aufmerksamkeit durchaus Veränderungen bewirken kann – im positiven wie im negativen Sinn.

Das Schwarzbuch der Denkmalpflege 2024/25 enthält über die Schilderung einzelner Verlust- und Gefährdet-Fälle hinaus mehrere Fachbeiträge zu unterschiedlichen aktuellen Themen der Denkmalpflege:

Besondere Herausforderungen: Infrastruktur & Denkmalpolitik

Ein Schwerpunkt der neuen Ausgabe stellt das Thema Infrastruktur bzw. den Auswirkungen des sog. „Sondervermögens“ auf unsere Denkmale dar:

Ebenfalls besorgniserregend: Immer häufiger werden politische und gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, die negative Folgen für unsere Denkmallandschaft haben. Aktuell droht dem Denkmalschutz gleich in mehreren Bundesländern eine folgenschwere Schwächung. Durch Gesetzesnovellen, Bauordnungsreformen oder behördliche Umstrukturierung werden fachliche Standards abgesenkt, politischer Einfluss ausgeweitet und schädigende Eingriffe in historische Bauten erleichtert. Diese Entwicklungen begünstigen unwiederbringliche Denkmalverluste, welche die DSD scharf kritisiert.

Auch die besondere Rolle der öffentlichen Hand sowie der Deutschen Bahn werden in Themenkapiteln beleuchtet.

Auch ein Index mit allen bekannten Denkmalverlusten bzw. -gefährdungen ist im Schwarzbuch der Denkmalpflege zu finden.

Nötiger denn je

Das Schwarzbuch der Denkmalpflege ist nicht nur eine Dokumentation verlorener und gefährdeter Denkmale. Die Publikation versteht sich zugleich als Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über den Umgang mit unserem kulturellen Erbe. Sie benennt Missstände, klärt auf, fordert Transparenz und einen stärkeren politischen sowie mehr gesellschaftlichen Einsatz zum Erhalt unserer Denkmale.

Die Vorstellung des neuen Schwarzbuchs erfolgte in Berlin. Die hybride Pressekonferenz ist online abrufbar: www.pressekonferenz.tv

Das Schwarzbuch der Denkmalpflege (Format DIN A5, 324 Seiten) ist online als Download verfügbar oder als gedruckte Broschüre kostenlos bestellbar unter: www.schwarzbuch-der-denkmalpflege.de

Unter anderem über diese Denkmale wird im „Schwarzbuch der Denkmalpflege – ein Verzeichnis verlorener Geschichte 2024/2025“ berichtet (nach Bundesländern):

Bundesland / Objekte - Rubriken

Baden-Württemberg

Gasthaus Untere Linde, Oberkirch - verloren wofür?
Historisches Rathaus, Schömberg - verloren wofür?
Ehem. Wohnhaus / „Akademiegebäude“, Schwäbisch Hall - verloren wofür?
Weinstube „Zum Rad“, Metzingen - Katastrophen
Technisches Rathaus, Pforzheim - gefährdet

Bayern

Fachwerkhaus, Winkelhaid - Abriss ohne Genehmigung
Alte Schule, Ballingshausen - gefährdet
Ehem. Gasthaus Zum weißen Schwanen, Thurnau - gefährdet

Berlin

Zweifamilienhaus Kern, Berlin-Zehlendorf - verloren wofür?

Brandenburg

Kunst- und Handelsgärtnerei, Prenzlau - verloren – Eigentum verpflichtet
Wasserschloss Mühlberg, Mühlberg an der Elbe - gefährdet

Hessen

Haus mit der Friedenstaube, Frankfurt am Main - verloren – Eigentum verpflichtet
Opelrennbahn, Rüsselsheim am Main - gefährdet

Mecklenburg-Vorpommern

Haus Demmin, Demmin - gefährdet

Niedersachsen

Cäcilienbrücke, Oldenburg - verloren – trotz Einsatz vor Ort
Ehem. Ackerbürgerhaus, Burgdorf - Fehlende Fachlichkeit
Ostewehr, Bremervörde - gefährdet

Nordrhein-Westfalen

„Krusenhof“, Anröchte Abriss - ohne Genehmigung
Scarabaeus-Pyramide / Mack-Pyramide, Monheim Abriss - ohne Genehmigung
Altes Hotel, Rosendahl Abriss - ohne Genehmigung
Vier Eisenbahnbücken, Köln - gefährdet
Alte Schule, Köln-Roggendorf - gefährdet
Fachwerkhaus, Ottmarsbocholt-Senden - gefährdet

Saarland

Kirche St. Mauritius, Saarbrücken - gefährdet

Sachsen

Ulrich Villa, Glauchau - verloren – trotz Einsatz vor Ort

Sachsen-Anhalt

Renaissance-Haus, Halle (Saale) - Spekulation auf Abriss?
Reuterhaus, Bitterfeld - verloren – Eigentum verpflichtet

Schleswig-Holstein

Expeditionsschiff „Feuerland“, Büsum - verloren wofür?
Brodersen-Haus, Neumünster - Spekulation auf Abriss?
Hotel Kaiserhof, Eckernförde - verloren – fehlende Fachlichkeit
Citastrom-Gebäude / Kl. Knecht’sche Hallen, Elmshorn - gefährdet
Ehem. Gaststätte „Hein Mück“, Lübeck-Travemünde - gefährdet

Thüringen

Ehem. Frauenhaus, Dermbach - verloren – Eigentum verpflichtet
Ehem. Jagdschloss Hohe Sonne, Eisenach verloren – Wirtschaftlichkeit

Hintergrundinformation:

Das Schwarzbuch der Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ist der einzige bundesweite Lagebericht zur Situation des Denkmalschutzes in Deutschland. Bereits die erste Ausgabe, die inzwischen die 4. Druckauflage erfahren hat, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem vielgenutzten Nachschlagewerk für Denkmalschutzbehörden, Fachverbände, Architekten, Restauratoren, Eigentümer, Wissenschaftler, Journalisten und politische Entscheidungsträger. Ziel des Werkes ist, eine seit Langem bestehende Lücke zu schließen und zu leisten, was dem Denkmalschutz so dringend fehlt: eine zentrale, bundesweite Bestandsaufnahme der Entwicklung unserer Denkmallandschaft. Für das Schwarzbuch der Denkmalpflege wurden erneut bundesweite Denkmalverluste und akute Gefährdungen der vergangenen zwei Jahre recherchiert, dokumentiert, kategorisiert und in einen größeren Zusammenhang eingeordnet.
 
 

Buchtipp: Garry J. Shaw
 
Buchtipp: Garry J. Shaw "Götter am Nil"
Ägyptische Mythologie für Einsteiger

Im Wirken der Götter erschließt sich für die alten Ägypter die Welt. Wenn jeden Tag die Sonne am Himmel aufgeht, so ist das Re, der auf seiner Sonnenbarke über den Himmel zieht. Die Götter sind aber auch zutiefst menschlich und durchaus streitsüchtig. Ihre Abenteuer erzählen Geschichten von Mord und Totschlag, von Machtstreben und mächtiger Liebe: Wie der neidische Seth seinen Bruder Osiris ermordet. Wie die zaubermächtige Isis dem Sonnengott Re seine Macht entreißen will.

Garry J. Shaw führt ebenso kundig wie kurzweilig durch das Labyrinth der ägyptischen Mythologie und liefert einen reich illustrierten Überblick.

Verlag Herder 2026, 248 Seiten, € 18,00 (D)
ISBN: 978-3-534-61228-4
 
 

Buchtipp: Stefan Schwarzer und Ute Scheub
 
Buchtipp: Stefan Schwarzer und Ute Scheub "Aufbäumen gegen Dürre und Fluten"
Wie uns die Natur helfen kann, den Wassernotstand zu beenden. Alles über regenerative Landwirtschaft, Schwammstädte, Klimalandschaften & Co.

Dieses Buch wirft einen völlig neuen Blick auf die Klimakrise: Alle reden nur von CO2, dabei sind Dürre, Hitze und Fluten auch Folgen von massiven Veränderungen der Landschaft, Bodenversiegelungen und gestörten Wasserkreisläufen. Die gute Nachricht: Daran können wir etwas ändern, ohne darauf warten zu müssen, dass die nächste Klimakonferenz endlich Ergebnisse bringt. Lokale Gruppen und engagierte Kommunen können zwar nicht den CO2-Gehalt der Atmosphäre senken, wohl aber die Temperaturen vor Ort. Wasser und Vegetation sind dabei die Lösung: Gelingt es uns, mehr Wasser in der Landschaft zu speichern sowie Städte und Landschaften zu begrünen, kann es mehr regnen und kühler werden, die Überschwemmungsgefahr sinkt. So bekommen wir drei Lösungen zum Preis von einer: Klima-, Arten und Gesundheitsschutz.

Das Buch nimmt uns mit in intakte Flusslandschaften, Acker und Flure, zukunftsfähige Wälder sowie Städte, die Wasser wie Schwämme speichern, statt es in die Kanalisation zu leiten.

Ein Buch, das Mut macht und zum Nachmachen inspiriert.

oekom Verlag 2026, 294 Seiten, € 25,00 (D)
ISBN: 978-3-98726-566-2
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Flüssiges Gold und mutige Visionen
Der neue Bildband zu 115 Jahren Thermalwasser Bad Krozingen

BAD KROZINGEN. zum 115-jährigen Jubiläum des Bad Krozinger Mineralthermalwassers veröffentlicht die Kur und Bäder GmbH ein neues, reich bebildertes Jubiläumsbuch. Das Werk der Autorin Kerstin Schlosser beleuchtet die faszinierende Transformation von einer einfachen Badeanstalt inmitten von Feldern zu einem der renommiertesten Thermalbäder Deutschlands. Der Pressetext gibt einen Einblick in eine Geschichte voller Mut, Entdeckergeist und visionärer Entschlüsse.

Visionen, Optimismus, Leidenschaft – Die Thermalwassergeschichte von Bad Krozingen
Wie wird aus einer plötzlich sprudelnden Quelle ein bundesweit geschätztes Heilbad? Das neue Buch nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise in die Anfänge: Eine Zeit, in der das Heilbaden in einfachen Wannen begann und Kurgäste noch in privaten Fremdenzimmern unterkamen. Es beleuchtet wichtige Meilensteine – von der Eröffnung des ersten Sanatoriums als entscheidende Weichenstellung bis hin zum Bau des ersten Thermalschwimmbades, das eine völlig neue Epoche einläutete.

Das Buch erzählt aber auch vom Wandel der Badekultur: Warum ein neues Außenbecken plötzlich zum Wahrzeichen wurde und das Baden nicht mehr nur Therapie, sondern auch Vergnügen sein durfte. Es zeigt auf, wie es gelingt, dass therapeutische Einheiten und Babyschwimmen harmonisch in der Vita Classica stattfinden, und welche Motivation hinter solchen Innovationen steckt. Auf 104 Seiten wird spürbar, wie mutige Akteure mit Optimismus und Leidenschaft immer wieder neue Anwendungsmöglichkeiten für das kostbare Mineralthermalwasser erschlossen haben.

Fokus auf die jüngste Entwicklung & Blick ins Archiv
Nach den Publikationen zum 90. und 100. Jubiläum ist dies bereits das dritte Werk, das die Kur und Bäder GmbH herausgibt. Das aktuelle Buch baut auf den beiden Vorgängern auf, legt jedoch einen besonderen Schwerpunkt auf die dynamischen Entwicklungen der letzten 15 bis 20 Jahre. Für die Recherche hat sich die Autorin tief in die Archive der Kur und Bäder GmbH eingearbeitet. Entstanden ist ein chronologisch aufgebautes Zeitzeugnis, das mit zahlreichen großformatigen und historischen Fotografien anschaulich bebildert ist. Ob für Bürgerinnen und Bürger, Regionalbegeisterte, Klinikgäste oder Übernachtungsgäste – das Buch ist das ideale Präsent und ein Stück Geschichte zum Nachschlagen.

Bewährte Autorin und die Fortsetzung einer Familiengeschichte
Verfasst wurde das Buch erneut von Kerstin Schlosser. Die Kulturwissenschaftlerin hat die Thermalbadgeschichte Bad Krozingens bereits im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Universität Freiburg detailliert erforscht. Hauptberuflich arbeitet sie als Laufbahnberaterin für Jugendliche und unterstützt junge Menschen dabei, Zukunftsvisionen zu entwickeln. Die Kur und Bäder GmbH schätzt sich glücklich, sie erneut als neutrale Autorin gewonnen zu haben. „Was Menschen mit Mut, Hingabe und Unterstützung auf die Beine stellen, fasziniert mich immer wieder aufs Neue“, so Schlosser über ihre Motivation.

Ein besonderer Dank gilt zudem der Fortführung einer historischen Verbindung: Im Jahr 1912 brachte Adolf Zimber den Mut auf, neben dem damaligen Bohrturm eine Badeanstalt zu errichten – der Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Heilbades. Wir danken Maximilian Zimber-Morad, dem Urenkel des Thermalbadgründers und Geschäftsführer der MZM Holding GmbH (Donaueschingen), herzlich dafür, dass er diese Familiengeschichte fortschreibt und das Buchprojekt tatkräftig unterstützt hat.

Eckdaten & Bezugsquellen
• Titel: Visionen, Optimismus, Leidenschaft – Die Thermalwassergeschichte von Bad Krozingen
• Umfang: 104 Seiten (chronologisch aufgebaut, reich bebildert)
• Preis: 19,90 €
• Verkaufsstellen: Tourist-Information Bad Krozingen, Buchhandlung Pfister (Bad Krozingen) sowie deutschlandweit im Buchhandel und online über die ISBN (978-3-00-087412-3) bestellbar.
 
 

Buchtipp: Hilda M. Jannsen
 
Buchtipp: Hilda M. Jannsen "Der Geschmack gelber Tomaten"
Roman

Es ist das Jahr 2027. Aufgrund der stark erhöhten Sonneneinstrahlung in Deutschland ist der Anbau von Rüben und Getreide auf freier Fläche nur noch unter schützender Folie möglich. In Freiburg versorgt der von Frau Dr. Hannelore Hellmann entwickelte Pflanzenturm die Stadt und das direkte Umland mit Lauch, Tomaten und anderem Kleingemüse. Ihre Agrarfabrik funktioniert einwandfrei, bis ein Saboteur sich einmischt und sie zwingt, die optimalen Lichtbedingungen aufzugeben. Tomaten, Auberginen und Co. werden nicht nur knapp, sondern auch ungenießbar. Die Schuld daran wird Frau Dr. Hellmann zugeschoben. Zusammen mit ihrem Job verliert sie ihre Wohnung, schließlich sogar ihre Freiheit. Ist es das, was der Saboteur erreichen wollte, oder hat er ein ganz anderes Ziel?

Verlag: BoD - Books on Demand 2026, 220 Seiten, € 12,00 (D)
ISBN: 9783695736393
 
 

Buchtipp: Stefan Rinke
 
Buchtipp: Stefan Rinke "Von Monroe zu Trump"
Eine kurze Geschichte der US-Interventionen in Lateinamerika

Stefan Rinke liefert eine kompakte Übersicht über den amerikanischen Interventionismus und das Verhältnis zwischen den USA und Lateinamerika. Mit der Intervention in Venezuela im Januar 2026 schreiben die Vereinigten Staaten in Lateinamerika ein langes Kapitel der Beeinflussung, Einmischung und der Durchsetzung von Interessen mittels militärischer Gewalt fort. Stefan Rinke erzählt in großen Linien, wie sich das Verhältnis der beiden Amerikas in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat, welche Formen des Interventionismus der USA sich beobachten lassen und welche Folgen diese Politik in Lateinamerika, aber auch in den USA und in Europa hatte und hat.

Theiss in der Verlag Herder 2026, 161 Seiten, € 18,00 (D)
ISBN‎ 978-3534612413
 
 



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