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Donnerstag, 18. Juli 2024
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Bernhard König
 
Buchtipp: Bernhard König "Musik und Klima"
Musik und Klima – Teil der Lösung oder Teil des Problems?

Musik und Klima: Auf den ersten Blick haben die beiden Themen wenig miteinander zu tun. Doch der Klimawandel bedroht auch unser musikalisches Erbe: Mit jedem Zehntelgrad Temperaturanstieg schwinden die Spielräume für Schönes. Aber was heißt das für diejenigen, die Musik produzieren, aufführen, lehren oder einfach nur gerne hören? Ist Musik Teil des Problems? Oder kann sie zur Lösung beitragen? Diesen Fragen geht der Komponist und Autor Bernhard König in seinem Buch nach.

Auch die Musikbranche ist durch die Klimakatastrophe in Bedrängnis geraten: Konzerte müssen hitzebedingt abgesagt werden, einige regionale Musikkulturen sind zur Gänze bedroht. Gleichzeitig trägt die Branche durch Streaming und Musiktourismus selbst ihren Teil zum Klimawandel bei. Für Bernhard König ist klar: Ein »Weiter wie bisher« in der Musikszene verschließt die Augen vor den Tatsachen und ist auf Dauer selbstzerstörerisch.

Doch der Autor zeigt auch Chancen auf und verknüpft dafür die Perspektive des Musizierens und der musikalischen Ästhetik mit der des Klimaschutzes. Anhand zahlreicher überraschender Beispiele zeigt er, dass Musik schon immer eine treibende Kraft des Wandels war, die Veränderungen in anderen Gesellschaftsbereichen begleitet und unterstützt hat. Ein klima- und umweltverträgliches Musikleben – so sein ermutigendes Fazit – könnte reicher, vielfältiger und lebendiger sein, als es manche Teile unseres gegenwärtigen Musiklebens sind.

oekom verlag & ConBrio Verlagsgesellschaft 2024, 520 Seiten, € 36,00 (D), 37,10 (A)
ISBN 978-3-98726-109-1,
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Aristo Games | Die 32 Scansonaten - revisited
Aristo Games
Hörstück von Hermann Kretzschmar
Mit Texten von Aristoteles, Joseph Brodski, Hans-Magnus Enzensberger, Stefan George, Robert Musil, Christian Spannagel und Hans-Jürgen van der Wense
Mit: Leslie Malton, Caroline Junghanns, Jeremy Mockridge, der Frankfurter Kantorei und der Aristo-Band
Komposition und Regie: Hermann Kretzschmar
(Produktion: SWR 2024 - Premiere)

anschließend:
Zu Hermann Kretzschmars "Scansonaten"
Von Michael Rebhahn

Die 32 Scansonaten - revisited
Hörstück von Hermann Kretzschmar unter Nutzung der 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven
Mit: Michael Rebhahn als Stimme Ansage und Hermann Kretzschmar im O-Ton sowie am Klavier Steinway D: Hermann Kretzschmar
Tonmeister Musikaufnahme: Sebastian Schottke
Ton und Technik Wortaufnahme: Michael Rebhahn
Technik Postproduktion: Uwe Strack
Komposition und Realisation: Hermann Kretzschmar
Redaktion und Dramaturgie: Manfred Hess, Michael Rebhahn
(Produktion: SWR 2020 / 2024 - Premiere)

Aristo Games: Substanz, Qualität, Quantität, Ort und Zeit oder Handeln und Leiden - zehn Kategorien sollen nach Aristoteles die Welt und ihre Erkenntnis strukturieren. Seit 2000 Jahre sind sie fürs Denken und Leben wirkmächtig. Der Pianist, Komponist und Hörspielmacher Hermann Kretzschmar nutzt die aristotelischen Kategorien auf spielerisch-musikalische Weise und spiegelt sie, indem hier Ernst auf Joke, Pop-Song auf Sprachspiel und Dialog, literarische auf nicht-literarische Texte folgen. Mit dem Anliegen, dem Kategorienwechsel unserer Zeit auf die Spur zu kommen und über das Game "Kunst" Erkenntnis zu erspielen.
Die 32 Scansonaten - revisited: Dieses Hörstück hat alle Beethoven Sonaten zum Thema. Es spielt sie inklusive Erläuterungen in 158 Minuten mit den Mitteln künstlerischer Überschreibung und Neukomposition. In modernen, mit fluiden Identitäten spielenden digitalen Zeiten stehen mit viel Spaß und großer Seriosität Dada, Fluxus und Concept Art hier Pate. Vorsicht: Nichts für Klassikpuristen!

Samstag, 06. Juli 2024, 23:03 Uhr
SWR Kultur, Ohne Limit – Hörspiel (bis 4 Uhr)
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
After-Work-Führung im Stadtmuseum Karlsruhe
Außenansicht des Prinz-Max-Palais, 2013 © Stadtarchiv Karlsruhe, 8/BA ONUK
 
After-Work-Führung im Stadtmuseum Karlsruhe
Durch die Sonderausstellung „Prinz-Max-Palais. Ein Haus erzählt Geschichte(n)“

Am Donnerstag, 4. Juli, um 18 Uhr führt Judith Göhre im Rahmen einer After-Work-Führung durch die Sonderausstellung „Prinz-Max-Palais. Ein Haus erzählt Geschichte(n)“ und vermittelt spannende Einblicke in die Baugeschichte, erweckt aber auch einstige Bewohnende und Nutzende der imposanten Stadtvilla wieder zu neuem Leben.

Der Eintritt ist ebenso wie die Teilnahme an der Führung kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Stadtmuseum lädt die Besuchenden bis Ende 2024 dazu ein, mit der Sonderausstellung in die bewegte Vergangenheit dieses historischen Gebäudes einzutauchen.

1881 bis 1884 als Alterswohnsitz des Millionärs August Schmieder errichtet, kam das Palais um die Jahrhundertwende in den Besitz des letzten badischen Thronfolgers Prinz Max von Baden, dessen Namen es bis heute trägt. Auf Max von Baden folgten verschiedene Mietenden und Nutzenden, bis 1951 das Bundesverfassungsgericht hier seinen ersten Standort fand. Nachdem das Gericht das Haus 1969 verlassen hatte, gelangte das Prinz-Max-Palais in den Besitz der Stadt Karlsruhe. Es beherbergt seitdem verschiedene Kulturinstitutionen und ist bis heute ein lebendiger und vielseitiger Treffpunkt für Groß und Klein.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Korridore – Staffel 2 (5/12) | Tochter der Rache
Mystery-Horror-Serie in 12 Folgen
Mit Maximilian Schimmelpfennig, Nisan Arikan und Ulrich Bähnk
Buch und Regie: Lars Henriks
(Produktion: SWR 2024)

Patrick will die Arbeit seiner Mutter fortsetzen. Er richtet einen "IPP" Hub-Reddit ein, wo er dazu aufruft, unheimliche Internet-Geschichten zu berichten. Zoe hält das für völlige Zeitverschwendung, aber im Foren-Post erzählt eine junge Frau von ihrer unheimlichen Erfahrung über mitbewohner-gesucht.de: Eine neuartige Sekte hat sich um "die heilige Sybille" gebildet. Als Mitglieder von Sybilles Sekte sterben, zieht sich die Schlinge zu.

Samstag, 06. Juli 2024, 19:04 Uhr
SWR Kultur, Krimi

(Folge 6: Der Wunsch-Raum, Samstag, 20. Juli 2024, 19.04 Uhr)
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Sandra Schulz
 
Buchtipp: Sandra Schulz "Monstertouren"
Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit auch der Höhepunkt der Campingsaison. Die Journalistin und Bestseller-Autorin Sandra Schulz hat nie von einem Wohnmobil geträumt, doch auf einmal steht es vor der Tür: das Monster.

Zusammen gehen sie auf Tour, die Anti-Camperin, ihr Camper-Ehemann und ihre kleine Tochter mit Downsyndrom, die am liebsten frühmorgens durch die Luke spricht. Das Gefährt wird zum Gefährten, bringt sie in die Berge und ans Meer und lehrt sie bei jeder Fahrt, welche bezaubernden Widrigkeiten das Campingleben mit sich bringt.

In ihrem erzählt Sandra Schulz ihre Geschichten vom Leben im Wohnmobil. Es ist eine zärtlich-ironische Liebeserklärung an das Monster, denn eines steht fest: Familiencamping macht fröhlich, auch wenn es nicht immer lustig ist.

Dies ist ein Buch für Menschen, die losfahren wollen. Ein Buch für Menschen, die erst langsam begreifen, was das Wohnmobil von ihnen verlangt. Ein Buch für Menschen, die nie verstehen werden, warum man sich das antut. Und für alle, die es schon lange verstanden haben.

Verlag Penguin 2024, 256 Seiten, € 16,00 (D)
ISBN 978-3-328-11089-7
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
 
Großes Eröffnungswochenende 19.7.–21.7. in der Staatsgalerie
Freier Eintritt

Ab dem 19. Juli präsentiert die Staatsgalerie vier Ausstellungsprojekte, die gleichzeitig starten: Den »Sommer der Künste« mit Werken der aktuellen Rom-Preisträgerinnen und -Preisträger der Villa Massimo, »This is Tomorrow«, die Neupräsentation der Sammlung des 20./21. Jahrhunderts, den »Fotosommer Stuttgart« zum Thema Transformation in THE GÄLLERY sowie die Ausstellung »Vorsicht Kunst!« zum politischen Plakat von Klaus Staeck im Graphik-Kabinett. Was alle Projekte miteinander verbindet, ist ihr Fokus auf moderne und zeitgenössische Kunst. Die Staatsgalerie Stuttgart lädt alle Besucherinnen und Besucher herzlich zu freiem Eintritt zum Eröffnungswochenende (19. bis 21. Juli) ein.

SOMMER DER KÜNSTE
VILLA MASSIMO ZU GAST IN STUTTGART
18 KÜNSTLER:INNEN, 8 LOCATIONS
Laufzeit (in der Staatsgalerie): 19.7.2024 – 26.1.2025

Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt »Sommer der Künste« zeigt Werke der Rom-Preisträgerinnen und -Preisträger 2022/2023 und 2023/2024 der Villa Massimo in acht Institutionen in Stuttgart. In der Staatsgalerie Stuttgart sind Arbeiten von Yael Bartana, Manaf Halbouni und Bjørn Melhus zu sehen, die während ihrer Zeit in Rom in Auseinandersetzung mit Werken aus der Staatsgalerie entstanden sind.

Der »Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo« gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für deutsche und in Deutschland wirkende Künstlerinnen und Künstler im Ausland. Die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo wurde 1910 von Eduard Arnhold gegründet und dem preußischen König gestiftet. Heute wird sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien getragen. Der Rompreis wird gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder vergeben.

»Sommer der Künste. Villa Massimo zu Gast in Stuttgart« startet zeitgleich mit »THIS IS TOMORROW«, der Neupräsentation der Sammlung des 20./21. Jahrhunderts. Dadurch treten die zeitgenössischen künstlerischen Positionen von Bartana, Halbouni und Melhus in den Dialog mit Kunstwerken aus der Sammlung der Staatsgalerie.

»Sommer der Künste. Villa Massimo zu Gast in Stuttgart« ist ein gemeinsames Projekt von: Literaturhaus Stuttgart, Kunstmuseum Stuttgart, Bund Deutscher Architekt:innen Stuttgart, Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier, architekturgalerie am weißenhof, Städtebauliches Institut der Universität Stuttgart, Musik der Jahrhunderte e. V. und Staatsgalerie Stuttgart.

THIS IS TOMORROW
NEUPRÄSENTATION DER SAMMLUNG
DES 20./21. JAHRHUNDERTS
Laufzeit: 19.7.2024 – 31.12.2025

THIS IS TOMORROW präsentiert in sechs zentralen Sammlungsräumen der Staatsgalerie Stuttgart zeitgenössische künstlerische Positionen im Dialog mit bedeutenden Werken des 20. Jahrhunderts. Medienübergreifend reflektieren die Werke den kritischen Blick auf den Körper, untersuchen Fragen zur Identität und zum gesellschaftlichen Zusammenleben, setzen sich mit Natur und Künstlicher Intelligenz auseinander und verarbeiten Erfahrungen von Krieg und Gewalt. Die Vielzahl der Installationen, Gemälde, Medienkunstwerke, Skulpturen und Papierarbeiten regen zu einem Diskurs über aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen an.

Über 100 Werke von Künstlerinnen und Künstlern u. a. Eleanor Antin, Marcel Duchamp, Katharina Fritsch, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Jeff Koons, Joseph Kosuth, Maria Lassnig, Yoko Ono oder Andy Warhol treten in den Dialog mit zahlreichen Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten Jahre – wie mit Werken von Nobert Bisky, Burhan Doğançay, Teresa Margolles, Ulrike Ottinger, Cindy Sherman, Hito Steyerl oder Haegue Yang. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Leihgaben wie unter anderem Clément Cogitore, Simone Leigh, Anys Reimann, Deborah Roberts und Ben Willikens aus dem Bestand der Staatsgalerie sowie Leihgaben aus der Sammlung Scharpff-Striebich, der Mercedes-Benz Art Collection und der Sammlung Weishaupt.

FOTOSOMMER STUTTGART 2024
TRANSFORMATION
Laufzeit (in der Staatsgalerie): 20.7.2024 – 8.9.2024

Transformation ist Verwandlung. Etwas wird zu etwas Anderem. Das benötigt Energie und Ressourcen. Und die sind auf einem begrenzten Planeten nicht grenzenlos verfügbar. Was also müssen wir in Politik, Wirtschaft und Kultur verändern, um gegenüber den Herausforderungen unserer Zeit zu bestehen? Wenn wir uns nicht selbst verändern, unseren Umgang mit den natürlichen Grundlagen des Lebens nicht transformieren, entgleitet uns unsere Welt.

Die Fotografie ist ein Medium der Transformation. Sie verwandelt Lichtenergie in Bilder und bannt die dreidimensionale Welt in eine zweidimensionale Fläche. Als reflektierende Kunstform stellt sie zudem die Frage nach den Perspektiven unserer Gegenwart. Indem sie unsere Aufmerksamkeit auf verschiedenste Phänomene der Transformation lenkt, kann die Fotografie unser produktives Nachdenken über die Möglichkeiten und Chancen der Veränderung beflügeln.

Die zentrale Ausstellung des diesjährigen Fotosommers in THE GÄLLERY präsentiert Arbeiten von 21 Künstlerinnen und Künstlern, die sich unserer Welt im Wandel von jeweils ganz unterschiedlichen Standpunkten aus annähern. Die Werke verhandeln die wechselseitige Durchdringung von Natur und Kultur, Prozesse des ökonomischen und ökologischen Strukturwandels sowie Fragen nach den Lebensphasen des Übergangs. Vor allem aber wird immer wieder auch das transformative Medium der Fotografie selbst zum Thema, um unseren Blick in eine neue Richtung zu lenken.

Die Ausstellung »Transformation« in THE GÄLLERY der Staatsgalerie bildet den prominenten Mittelpunkt des weitverzweigten Fotosommer-Programms: Das »Fotosommer Stuttgart Festival: Transformation« findet vom 20.7. bis 8.9.2024 in Kooperation mit Galerien und Institutionen an ausgewählten Orten in Stuttgart statt.

In Kooperation mit Fotosommer Stuttgart e. V.

VORSICHT KUNST!
DAS POLITISCHE PLAKAT VON KLAUS STAECK
IM GRAPHIK-KABINETT
Laufzeit: 19.7. – 29.9.2024

Fast 40 Jahre nach der Ausstellung »Das exotische Plakat« im Jahr 1987 zeigen wir mit den politischen Plakaten von Klaus Staeck nun wieder einen Ausschnitt unserer umfangreichen Plakatsammlung.

Der Graphiker, Rechtsanwalt und Aktivist Klaus Staeck setzt sich in seinen Collagen seit den 1970er-Jahren mit Themen wie Umwelt, Konsum, Krieg, Migration, Ausbeutung, Identität und sozialem Ungleichgewicht auseinander. Die provozierenden Text-Bild-Kombinationen seiner Plakate appellieren mittels Ironie und Überspitzung an das kritische Bewusstsein des Publikums, um auf Missstände in unserer westlichen Gesellschaft aufmerksam machen.
Die Ausstellung »Vorsicht Kunst!« zeigt im Graphik-Kabinett eine Auswahl davon aus den 1970er- bis 1990er-Jahren und prüft diese vor dem Hintergrund heutiger gesellschaftlicher Diskurse auf ihre Aktualität.
Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt erstmals auf den Plakaten, in denen Staeck Klassiker der Kunstgeschichte von Dürer bis Manet neu interpretiert und die Kunst durch die Übertragung auf das Massenmedium Offsetdruck in ihrer Funktion, in ihrer Wirkung und gesellschaftlichen Rolle neu bewertet. Seit Ende der 1960er-Jahre setzt sich Klaus Staeck unter dem Credo »Die Kunst findet nicht im Saale statt« zusammen mit anderen Künstlerinnen und Künstlern, darunter sein Lehrer Joseph Beuys, in verschiedenen Aktionen für die Freiheit und eine Demokratisierung von Kunst ein.
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Sonstiges 
 
Tanzgastspiel: L’ONDE
Nacera Belaza (c) Gregory Lorenzutti
 
Tanzgastspiel: L’ONDE
von Nacera Belaza (Algerien/Frankreich)

Deutsche Erstaufführung | 05.07.2024

Für L’ONDE ließ sich Nacera Belaza von den traditionellen Tänzen und Ritualen Algeriens inspirieren. Wie können sie aktualisiert werden, ohne ihre Einzigartigkeit und ihren ursprünglichen Wert zu verlieren? Entstanden ist eine hypnotisierende Choreografie für fünf Tänzer_innen, die das traditionelle Bewegungsmaterial mit ihrem Konzept von Unendlichkeit in Beziehung setzt. Getragen von einem pulsierenden Soundtrack, der Tradition und Moderne verknüpft, erkunden die Tänzer_innen die Grenzenlosigkeit von Raum, Zeit und Leere. Mit wenigen, klar definierten Gesten öffnen sie einen lebendigen Dialog zwischen Spiritualität und Bild sowie Bewegung und Imagination.

Weitere Informationen zur Produktion finden Sie auf online
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Antigone GmbH
Von Oliver Kluck
Mit: Bettina Engelhardt, Jutta Hoffmann, Matthias Leja u. a.
Funkeinrichtung und Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: SWR 2022)

Wo genau sich der Intercity Express Wilhelm Conrad Röntgen momentan befindet, kann niemand sagen. Die Besetzung scheint variabel, der Lokführer hat seine Uniform bereits abgelegt. Die beiden Frauen wollen den Vater des Kindes auszahlen, das Kind alleine bekommen. Einer der Reisenden sieht aus wie der Schauspieler Manfred Krug aus der Telekom Werbung. Einmal noch eine große Rolle spielen, in Klagenfurt vielleicht einige kurze Fragen sehr ausführlich beantworten. Ob man vom Verdienst seiner Arbeit leben könne, oder ob alle für die Weiterfahrt vorgesehenen Anschlüsse erreicht werden können.

Sonntag, 30. Juni 2024, 18:20 Uhr
SWR Kultur, Hörspiel
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Ernst Heimes
 
Buchtipp: Ernst Heimes "Inmitten von allem der Fluss"
Ernst Heimes, Autor der Bücher »Ich habe immer nur den Zaun gesehen« und »Bevor das Vergessen beginnt« überrascht aktuell mit einem neuen Roman.

»Inmitten von allem der Fluss« hat er in den Moselorten Cond und Cochem verankert. Seine atmosphärischen Schilderungen sind beispielhaft für die im Buch beschriebenen Epochen, die den Autor geprägt haben.

Anfang des 20. Jahrhunderts beginnend, reicht dieser Generationenroman bis in unsere Zeit. Auf der Vorlage seiner eigenen Familiengeschichte berichtet Ernst Heimes mit Tiefe und Witz von Menschen während der vielen gesellschaftlichen, sozialen und politischen Umwälzungen in mehr als hundert Jahren. Er erzählt vom Aufwachsen in Zeiten des Krieges, von einer Kindheit in den 1950er und 1960er Jahren, von der Suche nach Herkunft und Heimat und der Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Ernst Heimes wurde 1956 in Cochem-Cond an der Mosel geboren und ist dort aufgewachsen. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Löf an der Mosel und betreibt seit 1983 die Buchhandlung Heimes in der Koblenzer Altstadt.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit trat er in den Jahren 1988 bis 2001 mit wechselnden Kabarettprogrammen auf.
Heimes ist Autor zahlreicher Bücher. Vortrags- und Lesereisen führten ihn unter anderem ins europäische Ausland sowie nach Israel und Palästina.
Für sein vielfältiges Schaffen wurde er mit verschiedenen Förderungen und Preisen ausgezeichnet.
Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Rhein-Mosel-Verlag 2024, 320 Seiten, € 14,90 (D)
ISBN/EAN: 9783898014755
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 1. bis 7. Juli
(Kalenderwoche 27)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und mit dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Vortrag: Die Bedeutung der Kunst für den Menschen in der Renaissance
Bei einem Vortrag am Mittwoch, 3. Juli, um 12.15 Uhr spricht Professor Thomas Leinkauf vom Philosophischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster über die Bedeutung der Kunst für den Menschen in der Renaissance. Die Vortragsreihe ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Augustinermuseum und dem Mittelalterzentrum der Universität Freiburg anlässlich der Ausstellung „Bellissimo!“. Sie gibt einen Einblick in die Geschichte und die geistesgeschichtlichen Themen der Renaissance, nimmt einzelne Kunstwerke oder technische Aspekte unter die Lupe und regt zum Austausch an. Die Veranstaltung findet in der Alten Universität, Max-Kade-Auditorium 1, statt und ist kostenfrei.

Haus der Graphischen Sammlung

Vortrag: Rom in Bildern. Geschichte einer Stadt.
Bei einem Vortrag in italienischer Sprache am Samstag, 6. Juli, um 11 Uhr reist der Römer und Kunsthistoriker Guido Giovannini in die Vergangenheit und Gegenwart einer Stadt, die Symbol und Spiegel unserer westlichen Zivilisation ist. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Augustinermuseum und der Dante Alighieri Gesellschaft anlässlich der aktuellen Ausstellung „Giovanni Battista Piranesi: Vedute di Roma“. Die Veranstaltung findet in der Albert-Ludwigs-Universität, Platz der Universität, Kollegiengebäude I, im Hörsaal 1015 statt und ist kostenfrei.

Museum für Neue Kunst

Führung mit Deutscher Gebärdensprache (DGS): anders hören
Eine Führung am Sonntag, 7. Juli, um 15 Uhr mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt dazu ein, Klang ganz unterschiedlich zu erkunden. Mit welchen Sinnen nehmen wir Klang wahr? Können wir Töne auch spüren? Die Ausstellung „anders hören“ geht diesen und weiteren Fragen anhand von Werken internationaler Künstlerinnen und Künstler nach. Die Teilnahme kostet 2,50 plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Museum Natur und Mensch

Familienführung mit Deutscher Gebärdensprache (DGS): Wolf, Biber & Co.
Sie sind wieder da! Auch in und um Freiburg leben Wölfe und Biber. Die faszinierenden Tiere wurden schon vor über hundert Jahren vom Menschen ausgerottet. Und auch heute noch sind sie bei vielen unbeliebt. Bei einer Familienführung am Sonntag, 7. Juli, um 14 Uhr mit Gebärdensprachdolmetscherin (DGS) im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, erforschen Groß und Klein das spannende Leben dieser Tiere und erfahren, warum beide so wichtig für unsere Natur sind. Die Teilnahme kostet für Kinder 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Matinee: Vom Grab zur Bühne
Himmel, Hölle oder Paradies? Welche Vorstellungen es in der Glaubenswelt des Frühmittelalters gab und wie damals mit Verstorbenen umgegangen wurde, zeigt die Archäologin Anita Scheuerle am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 13 Uhr anhand von kostbaren Grabbeigaben in der neuen Schatzkammer des Colombischlössles, Rotteckring 5. Begleitet wird die Veranstaltung vom Celloquintett „cello rhapsody" der Musikschule Freiburg mit Musik von Scott Joplin, Astor Piazzolla, Henry Mancini und anderen. Veranstalter ist der Verein Freunde des Archäologischen Museums. Die Teilnahme kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Museum für Stadtgeschichte

Kurzgeschichte(n): Wentzingers Traumhaus
Im Fokus einer Führung am Freitag, 5. Juli, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, steht der ehemalige Eigentümer des Hauses: Johann Christian Wentzinger. Er war Maler, Bildhauer und Architekt und baute 1761 sein Wohnhaus mit Münsterblick, das bis heute viele Spuren aus der Bauzeit aufweist. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 2 Euro.
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
Führungen im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Die Ausstellung "Durlach x 100" im Pfinzgaumuseum. © Gustai/Pixelgrün
 
Führungen im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Das Pfinzgaumuseum in der Durlacher Karlsburg feiert sein hundertjähriges Jubiläum: Am 13. April 1924 öffnete es erstmals seine Pforten. Von Beginn an erfuhr das Museum breite Unterstützung aus der Bevölkerung. Mit der Sonderausstellung „Durlach x 100. 100 Schenkungen aus 100 Jahren Pfinzgaumuseum“ werden bis zum 15. September 100 Objekte gezeigt, die das Museum seit seiner Gründung als Schenkung erhalten hat. Die Bandbreite umfasst Alltagsgegenstände, Objekte aus Handwerk, Landwirtschaft und Handel, Kinderspielzeug, Kleidungsstücke, Urkunden oder Gemälde.

Am Sonntag, 30. Juni, um 15 Uhr führt Susanne Stephan-Kabierske durch die Sonderausstellung und stellt ausgewählte Stücke vor. Die Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am gleichen Tag findet eine Führung unter dem Titel „Durlach für Einsteiger“ statt: Stephan-Kabierske führt um 16:30 Uhr durch die Dauerausstellung und gibt einen kompakten Überblick über die Geschichte der ehemaligen Markgrafenstadt Durlach. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Bibliotheken 
 
 
Angebote der Stadtbibliothek Freiburg vom 1. bis 5. Juli
(Kalenderwoche 27)

Dienstag, 2. Juli, 10 bis 12 Uhr
Sprachcafé für Frauen (Stadtbibliothek)
Im SprachCafé für Frauen bieten wir in lockerem Rahmen die Möglichkeit, Deutsch zu sprechen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Das nächste Sprachcafé findet am Dienstag, 2. Juli, von 10 bis 12 Uhr in der Stadtbibliothek am Münsterplatz statt. Es ist offen für Frauen und ohne Anmeldung. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 2. Juli und Freitag, 5. Juli, 15.30 bis 17 Uhr
Gaming in der Kinder- und Jugendbibliothek (Stadtbibliothek)
In der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17, können Kinder ab 8 Jahren jeden Dienstag und Freitag, zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr für 30 Minuten Nintendo Switch- und PS4-Spiele ausprobieren. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 3. Juli, 15.30 Uhr
Bilderbuchkino in Mooswald (Stadtteilbibliothek Mooswald)
Vorlesepatin Beate Düe liest für Kinder von 3 bis 6 Jahren lustige Geschichten und zeigt die Bilder auf der Leinwand. Das Bilderbuchkino findet in der Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr. 21, am Mittwoch, 3. Juli, um 15.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 3. Juli, 16 Uhr
Vorlesespaß in 30 Minuten (Stadtteilbibliothek Haslach)
Was gibt es Neues in der Bilderbuchecke? Unsere Vorlesepatinnen und Handpuppe Bibo lesen in der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, am Mittwoch, 3. Juli, um 16 Uhr für Kinder ab 3 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 4. Juli, 10 bis 12 Uhr
Digitale Sprechstunde (Stadtbibliothek)
Bei Fragen rund um die digitalen Angebote der Stadtbibliothek und Hilfe bei den entsprechenden Einstellungen auf dem eigenen Tablet oder E-Reader helfen Mitarbeitende der Stadtbibliothek weiter. Die digitale Sprechstunde findet am Donnerstag, 4. Juli, von 10 bis 12 Uhr in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, statt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 4. Juli, 15.30 Uhr
Kamishibai in der Kinderbibliothek
Für Kinder ab 4 Jahren zeigt unsere Vorlesepatin Hanna Kubowitz am Donnerstag, 4. Juli, um 15.30 Uhr in der Kinderbibliothek am Münsterplatz 17 ein Bilderbuch mit dem japanischen Erzähltheater Kamishibai. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 4. Juli, 16 Uhr
Die Stunde Ohrenschmaus (Mediothek Rieselfeld)
Für Kinder ab 3 Jahren liest unsere Vorlesepatin lustige und spannende Bilderbuchgeschichten am Donnerstag, 4. Juli, um 16 Uhr in der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 4. Juli, 16 bis 18 Uhr
Sprachentreff – Lesen und Vorlesen in vielen Sprachen
(Stadtteilbibliothek Haslach)
Die Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, präsentiert zum „Sprachentreff“ am Donnerstag, 4. Juli, von 16 bis 18 Uhr eine Auswahl an (Bilder-)Büchern in vielen Sprachen. Eltern sind eingeladen, ihren Kindern daraus vorzulesen. Der „Sprachentreff“ bietet auch die Möglichkeit zur Vernetzung und Austausch von Muttersprachlern oder zweisprachigen Eltern. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 5. Juli, 15 bis 18 Uhr
Freies Gamen (Stadtteilbibliothek Haslach)
In der Gaming-Zone der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, stehen vier Konsolen (PS5, PS4, XboxOne, 3DS), dazu iPads und ein Gaming-PC zur Verfügung. Mit einem gültigen Ausweis kann man hier jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr eine Stunde spielen, testen und sich austauschen. Konsolenspiele können nach der USK-Altersangabe gespielt werden, am Gaming-PC darf ab 12 Jahren gespielt werden. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 5. Juli, 17 Uhr
Friederike Scheunchen „conducting contemporary –
contemporary conducting“ (Stadtbibliothek)
Im Rahmen der „Freiburger Gespräche zur Neuen Musik“ spricht Friederike Scheunchen über die unterschiedlichen Anforderungen an Dirigierpraxis in der zeitgenössichen Musik. Der Vortrag findet am Freitag, 5. Juli, um 17 Uhr, in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, statt. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft Freiburger Komponisten (IFK). Der Eintritt ist frei.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Korridore – Staffel 2 (4/12) | Der geheimnisvolle Tee
Mystery-Horror-Serie in 12 Folgen
Mit Maximilian Schimmelpfennig, Nisan Arikan und Ulrich Bähnk
Buch und Regie: Lars Henriks
(Produktion: SWR 2024)
Zoe und Patrick arrangieren sich mit dem gemeinsamen Leben im Versteck und stellen Mitbewohner*innen-Regeln auf. Sie hören sich die Aufzeichnungen eines Bestseller-Autors an. Der berichtet von einem Web-Shop, in dem er immer einen bestimmten Tee gekauft hat. Der hat ihm dabei geholfen, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Als der Webshop geschlossen wurde und sich eine Schreibblockade einstellte, machte der Autor sich auf die Suche nach der Adresse des Shops - und fand sich in einer Fabrik voller Zombies wieder! Die Geschichten aus dem Internet werden immer gruseliger! Panik ist keine Lösung.
(Folge 5: Tochter der Rache, Samstag, 6. Juli 2024, 19.04 Uhr)

Samstag, 29. Juni 2024, 19:04 Uhr
SWR Kultur, Krimi
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
Vom Kolosseum bis zum Petersdom
Ausstellungsansicht, Foto: Patrick Seeg
 
Vom Kolosseum bis zum Petersdom
Das Haus der Graphischen Sammlung Freiburg präsentiert bedeutende Rom-Ansichten von Giovanni Battista Piranesi aus dem 18. Jahrhundert

Monumentale Bauwerke und quirliges Stadtleben: Die berühmten Rom-Ansichten von Giovanni Battista Piranesi zeigen historische Bauten von der Antike bis zum Barock, die bis heute das Bild der ewigen Stadt prägen. Ab Samstag, 22. Juni, präsentiert das Haus der Graphischen Sammlung in der Kabinettausstellung „Giovanni Battista Piranesi: Vedute di Roma“ erstmals eine Auswahl an Radierungen des Künstlers und Architekten aus eigenem Bestand. Sie begeistern durch ihr effektvolles Spiel mit Licht und Schatten und ungewöhnliche Perspektiven. Mit zahlreichen Staffagefiguren fangen sie das pulsierende Leben auf den Straßen Roms ein. Die Schau ist in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg entstanden und läuft bis Sonntag, 29. September.

Die Folge „Vedute di Roma“ entstand zwischen 1746 und 1778 und umfasst insgesamt 135 Radierungen. Bei Reisenden waren sie sehr beliebte Souvenirs und verbreiteten sich so in ganz Europa. Rund ein Drittel der Folge findet sich im Besitz der Graphischen Sammlung des Augustinermuseums, darunter auch seltene Frühdrucke aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die 43 Radierungen der Ausstellung laden zu einem atmosphärischen Spaziergang durch das Rom des 18. Jahrhunderts ein: von berühmten Gebäuden, insbesondere der Antike, über prachtvolle Straßen und Plätze bis hin zu den bedeutenden Kirchen und repräsentativen Brunnenanlagen.

Piranesi begeisterte sich besonders für die Ruinen des Forum Romanum und das Kolosseum, denen er verschiedene Ansichten widmete. In seinen Radierungen von der Piazza del Popolo oder der Piazza di Spagna mit der Spanischen Treppe weitete er seinen künstlerischen Blick und führte mehrere Perspektiven in einem Bild zusammen. Einige Kirchen, die erst wenige Jahre vor Piranesis Ankunft in Rom fertiggestellt wurden, weckten sein Interesse für zeitgenössische Barockarchitektur. Kleine Figuren in den Stadtansichten, mit denen er das quirlige Treiben einfängt, verdeutlichen seine Liebe zum Detail: Pferdekutschen auf der Piazza del Popolo, Ziegenhirten am Stadtrand und kleine Boote, die auf dem Tiber treiben.

Der heute als Künstler berühmte Giovanni Battista Piranesi (1720–1778), Sohn eines Steinmetztes, war gebürtiger Venezianer. In seiner Wahlheimat Rom wurde er als Archäologe, Kupferstecher und Architekt zu einer bedeutenden Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts. Bereits im Alter von 15 Jahren absolvierte er eine Ausbildung zum Architekten bei seinem Onkel Matteo Lucchesi und erlernte zur gleichen Zeit die Technik der Radierung, die Regeln der Perspektive und der Vedutendarstellung (Stadtansichten). Mit 20 Jahren unternahm er als Zeichner im Gefolge des venezianischen Botschafters seine erste Reise nach Rom. Er blieb zunächst, um den Beruf des Bühnenbildners zu erlernen und um bei verschiedenen Architekten zu hospitieren. Zeitgleich wurde er Mitglied in der Werkstatt des führenden Vedutenkünstlers Giuseppe Vasi (1710–1782). Doch schon bald kam es zu einem Bruch und er kehrte kurzzeitig nach Venedig zurück, wo er den locker bewegten Strich der venezianischen Art der Radierung kennenlernte.1747 ließ er sich endgültig in seiner Wahlheimat Rom nieder.

Die Herausgabe mehrerer wissenschaftlicher Publikationen zur antiken Architektur festigte seinen Ruf als führender Archäologe der Zeit. Für die Produktion seiner Grafiken gründete er 1761 eine eigene Werkstatt und Druckerei nahe der Spanischen Treppe. Bei Piranesis Tod 1778 umfasste sein Gesamtwerk über 1000 Radierungen. Heute gilt er als Klassiker der Druckgrafik, welcher der bis dahin konventionellen Vedute zu ungeahnter Ausdruckskraft verhalf.

Ob Lesungen, Vorträge oder Filmvorführungen im Kommunalen Kino – die Ausstellung begleitet ein abwechslungsreiches Programm. Interessierte erfahren mehr über Piranesis Leben und die Arbeit in seiner Werkstatt, lauschen bei einer Lesung Reisebeschreibungen aus dem 18. Jahrhundert und tauchen bei Filmen wie „La Dolce Vita“ oder „La Grande Bellezza“ in die italienische Lebenswelt ein. Wie die Technik der Radierung funktioniert, vermittelt ein speziell für die Ausstellung produzierter Film. Alle Veranstaltungen gibt es unter freiburg.de/museen-kalender

Konzipiert wurde die Schau vom Leiter der Graphischen Sammlung Felix Reuße in Kooperation mit Professor Hans W. Hubert vom Kunstgeschichtlichen Institut der Albert-Ludwigs-Universität. Der Katalog zur Ausstellung mit Beiträgen von Studierenden, in dem alle Blätter abgebildet und kommentiert werden, ist im Michael Imhof Verlag erschienen. Er kostet im Online-Shop der Städtischen Museen Freiburg sowie an den Museumskassen 19,95 Euro, im Buchhandel ist er für 24,95 Euro erhältlich. Die Restaurierung ausgewählter Piranesi-Radierungen wurde durch den Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder ermöglicht.

Das Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises Augustinermuseum, mit Freiburg-Pass und mit Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei. Weitere Infos gibt unter www.freiburg.de/piranesi
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Museums - und Ausstellungstipps 
 
 
Einladung! Comic-Ausstellung „Rude Girl“ im Literaturhaus
Das Literaturhaus Freiburg verwandelt sich für 10 Tage in ein begehbares Comic: Willkommen zum großen Finale unserer Reihe „Outside the Box“ (27.6.–6.7.)!

Die Ausstellung „Rude Girl“ inszeniert die vielfach ausgezeichnete Graphic Novel der Künstlerin Birgit Weyhe (Avant Verlag, 2022). Zwischen Boden und Decke schwebend, entfalten Weyhes Panels die außergewöhnliche Biographie der Schwarzen Germanistik-Professorin Priscilla Layne, gerahmt von Comic-Kino, Leselounge, Mitmach-Angeboten und Vinyl-Platten.

Zur Vernissage liest Birgit Weyhe aus ihrem Comic und kommt mit dem Freiburger Szenograph Jens Burde ins Gespräch (27.6.). Begleitet wird die Schau von Werkstätten zwischen Text und Bild, zum Abschluss erwartet Sie eine Finissage mit Comic-Auktion (6.7.). Alle Informationen finden sich auf unserer Website oder mit einem Klick auf den folgenden Bilderreigen.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Fr, 28.–So, 30.6., 14–19 Uhr
Mo, 1.–Sa, 6.7., 15–20 Uhr
Eintritt frei, Führungen für Gruppen und Schulklassen: info@literaturhaus-freiburg.de

Herzliche Grüße und auf bald!
Martin Bruch, Hanna Hovtvian und Katharina Knüppel
 
 

Sonstiges 
 
 
Grundgesetz und innergesellschaftlicher Frieden
„Friedensbildung AKTUELL – Unterrichtsideen für die Schule“ mit neuer Ausgabe

Die neue Ausgabe von „Friedensbildung AKTUELL – Unterrichtsideen für die Schule“ widmet sich dem Thema „Grundgesetz und innergesellschaftlicher Frieden“. Bei der Servicestelle Friedensbildung, einer Einrichtung in gemeinsamer Trägerschaft der Berghof Foundation, des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB), liegt die Handreichung ab sofort vor.

Schülerinnen und Schüler lernen darin die Kernelemente der freiheitlich-demokratischen Grundordnung kennen – Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und das Demokratieprinzip. Die Neuausgabe erläutert deren Bedeutung für den innergesellschaftlichen Frieden und setzt sich mit dem Unterschied von Meinungsfreiheit und Hassrede auseinander. Schließlich regt sie junge Menschen dazu an, Handlungsmöglichkeiten gegen Hassrede zu erarbeiten und sich für die Demokratie zu engagieren.

„Friedensbildung AKTUELL" ist eine Handreichung mit Unterrichtsideen für die Schule. Der Aufbau der je vierseitigen Ausgaben folgt in der Regel dieser Struktur: Die erste Seite dient Lehrkräften als Infoblatt zur Einführung in das Thema und zeigt zugleich Anknüpfungspunkte zu den Bildungsplänen auf. Die beiden nächsten Seiten enthalten die Unterrichtsmaterialien als Kopiervorlagen für die Schülerinnen und Schüler. Auf Seite vier finden sich Literaturhinweise und weitere Tipps.

„Friedensbildung AKTUELL – Unterrichtsideen für die Schule“ ist kostenlos und kann als Druckversion, auch als Klassensatz, im LpB-Webshop www.lpb-bw.de/shop (Stichwort: Friedensbildung) bestellt werden. Dort steht die Ausgabe auch im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

Mehr Informationen über die Servicestelle Friedensbildung und ihre Arbeit unter www.friedensbildung-bw.de.
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Bibliotheken 
 
 
Stadtbibliothek Freiburg: Bücherbus-Tour entfällt diese Woche
Leihfristen verschieben sich

Die Haltestellen des Bücherbusses der Stadtbibliothek können krankheitsbedingt in dieser Woche (von Dienstag, 25. Juni, bis Freitag, 28. Juni) nicht angefahren werden. Für die Haltestellen Tiengen und Waltershofen verschieben sich die Leihfristen um zwei Wochen, für alle anderen Haltestellen um eine Woche.
 
 

Bibliotheken 
 
Umgang mit
Die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Umgang mit "Psychischen Krisen"
Wie man Warnsignale erkennen und Hilfe finden kann

Am Donnerstag, 27. Juni, 17 Uhr, ist Christoph Lang von der Ökumenischen Krisen- und Lebensberatungsstelle "brücke" in Karlsruhe zu Gast im Ständehaussaal der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus. Länger anhaltende Belastungen oder einschneidende Erlebnisse führen manchmal mitten hinein in eine psychische Krise. Dann ist es sinnvoll, frühzeitig Rat und Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit den eigenen Sorgen und dem Gefühl der Überforderung nicht alleine zu bleiben. Christoph Lang, Pfarrer für beratende Seelsorge und Coach, wird in einem Impulsreferat die verschiedenen Facetten des Themas auffächern und für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und Teil der Vortragsreihe "Gut informiert und aktiv leben…Keine Frage des Alters" von Seniorenbüro, Pflegestützpunkt und Stadtbibliothek.
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Museums - und Ausstellungstipps 
 
 
Ausstellung zum Deutschen Städtebaupreis kommt nach Freiburg
Zwei Freiburger Projekte, das Klimaanpassungskonzept Hitze und Weingarten-West, ausgezeichnet

Gezeigt werden 15 prämierte Arbeiten, unter anderem aus München, Kiel, Hamburg, Stuttgart und Paderborn

Die Ausstellung zum Deutschen Städtepreis ist vom 4. bis zum 18. Juli in Freiburg zu sehen.

Mit dem "Klimaanpassungskonzept Hitze" und "Freiburg Weingarten – Wohnen für Alle" wurden im vergangenen Jahr gleich zwei Freiburger Projekte mit Auszeichnungen des Deutschen Städtebaupreises prämiert. Zusammen mit den 13 anderen ausgezeichneten Arbeiten sind sie Anfang Juli in der Evangelischen Hochschule zu sehen.

„Der Deutsche Städtepreis ist die wichtigste Auszeichnung für nachhaltige und innovative Projekte im Städtebau. Und zwei Freiburger Projekte – das Klimaanpassungskonzept Hitze und Weingarten-West – wurden prämiert. Gerade vor dem Hinblick der starken Konkurrenz mit Großstädten wie München oder Hamburg freut es mich sehr, dass wir ausgezeichnet wurden“, so Baubürgermeister Martin Haag.

Die Ausstellung, die das Stadtplanungsamt und die Evangelische Hochschule gemeinsam zeigen, bietet einen spannenden Einblick in die Vielfalt und Kreativität der deutschen Stadtbaukultur. Sie zeigt, wie der Städtebau eine lebenswerte Zukunft mitgestalten kann und den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen sowie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raums Rechnung trägt.

Neben den beiden Freiburger Projekten werden unter anderem das Werksviertel aus München, der Holstenfleet aus Kiel, das Pergolenviertel aus Hamburg, das Olga Areal aus Stuttgart und der neue Campus „balan“ aus München vorgestellt. Auch das Mittlere Paderquellgebiet in Paderborn, das den Sonderpreis "Klimaanpassung gestalten" erhielt, wird präsentiert.

Der Städtebaupreis des Deutschen Städtetags würdigt seit mehr als 40 Jahren herausragende städtebauliche Projekte, die zukunftsweisende Planungs- und Stadtbaukultur fördern. Er wird alle zwei Jahre von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgelobt und von derWüstenrot Stiftung unterstützt.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 3. Juli, um 18 Uhr in der Evangelischen Hochschule in der Bugginger Straße eröffnet.Der Eintritt ist frei. Interessierte können sich bis zum 24. Juni beim stadtplanungsamt@stadt.freiburg.de anmelden.
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 24. bis 30. Juni
(Kalenderwoche 26)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und mit dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

LeseLounge: Martina Clavadetscher „Vor aller Augen“ (2022)
Bei der aktuellen Ausgabe der LeseLounge am Freitag, 28. Juni, um 17.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz geht es um das Buch „Vor aller Augen“ (2022) von Martina Clavadetscher. Die Schweizer Autorin verleiht in ihrem Text den Frauen auf weltberühmten Gemälden von Leonardo da Vinci, Vermeer, Rembrandt, Courbet, Schiele, Munch eine Stimme. Zwar für die Ewigkeit festgehalten bleiben ihre Porträts jedoch meist sprach- oder namenlos zurück. Clavadetscher hat ihre Namen, die Lebensbedingungen sowie das Verhältnis zu den Künstlerinnen und Künstlern recherchiert und auf dieser Grundlage fiktive Monologe verfasst. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause: Vedute di Roma
Teilnehmende erfahren bei einer Kurzführung am Mittwoch, 26. Juni, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34, durch die Ausstellung „Giovanni Battista Piranesi: Vedute di Roma“ mehr über die berühmten Rom-Ansichten, die historische Bauten von der Antike bis zum Barock zeigen – sie prägen zum Teil bis heute das Gesicht der Stadt. Die eindrucksvoll in Szene gesetzten Monumente vermitteln die besondere Aura der ewigen Stadt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Gespräch: Sprachwelten
Die Verlegerin Alison Sauer spricht am Donnerstag, 27. Juni, um 18 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, über ihre Arbeit beim Verlag Edition Tintenfaß. Die Titel von Büchern und Texten erscheinen hier in Fremdsprachen, in seltenen, ausgestorbenen und bedrohten Regional- und Minderheitensprachen, in historischen Sprachstufen und in verschiedenen, auch fremdsprachigen Dialekten. Hör- und Sehbeispiele veranschaulichen ihre alltägliche Arbeit. Das Gespräch ist Teil der Ausstellung „anders hören“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro

Museum Natur und Mensch

Vortrag: „Weltmusik“, „Folklore“ und ihre Kritik
Wieso stehen die Begriffe „Weltmusik“ und „Folklore“ in der Kritik?
Darum geht es bei einem Vortrag am Dienstag, 25. Juni, um 19 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, mit Johannes Müske vom Zentrum für Populäre Kultur und Musik an der Albert-LudwigsUniversität Freiburg. Die Veranstaltung ist Teil der aktuellen Sonderausstellung „Mensch Macht Musik“. Die Teilnahme kostet 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Archäologisches Museum Colombischlössle

After Work: Welthandel in der Eisenzeit
Bei einer Feierabendführung am Mittwoch, 26. Juni, um 17.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, erfahren Interessierte mehr über den Handel in der Eisenzeit. Produkte aus aller Welt sind heute alltäglich, doch schon die Kelten pflegten Handelsbeziehungen über Europa hinaus. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Stadtgeschichte

Kurzgeschichte(n): Von der Burg zur freien Stadt
Schlafender Ritter, Rappenpfennig und Siegel: Für Interessierte geht es bei einer Führung am Freitag, 28. Juni, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, zurück in die Zeit von Stadtgründung und Erhalt des Marktrechts. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Webtalk: Das Augustinermuseum im Nationalsozialismus
Welche Rolle hatte das Augustinermuseum im Nationalsozialismus?
Darum geht es bei einem Webtalk mit Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg, am Mittwoch, 26. Juni, um 20.15 Uhr. Sie spricht darüber, in wie weit das Museum Teil der NS-Kulturpolitik war und von dieser beeinflusst wurde. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Freiburg und die Region im Nationalsozialismus“ und findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG), der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Verbund Gedenkstätten Südlicher Oberrhein statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und über folgenden Link möglich: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq.
 
 

Bibliotheken 
 
Stadtarchiv Karlsruhe in der letzten Juniwoche geschlossen
Außenansicht des Karlsruher Stadtarchivs. © Stadt Karlsruhe, M. Müller-Gmelin
 
Stadtarchiv Karlsruhe in der letzten Juniwoche geschlossen
Wegen Malerarbeiten bleibt der Lesesaal des Stadtarchivs von Dienstag, 25. Juni bis Donnerstag, 27. Juni 2024 geschlossen. Ab Dienstag, 2. Juli ist der Lesesaal für die Nutzung wieder geöffnet.

Weitere Informationen zum Lesesaalbesuch und den Öffnungszeiten finden Sie auf karlsruhe.de.
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Bibliotheken 
 
 
Angebote der Stadtbibliothek Freiburg vom 24. bis 29. Juni
(Kalenderwoche 24)

Dienstag, 25. Juni und Freitag, 28. Juni, 15.30 bis 17 Uhr
Gaming in der Kinder- und Jugendbibliothek (Stadtbibliothek)
In der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17, können Kinder ab 8 Jahren jeden Dienstag und Freitag, zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr für 30 Minuten Nintendo Switch- und PS4-Spiele ausprobieren. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 26. Juni, 16 Uhr
Vorlesespaß in 30 Minuten (Stadtteilbibliothek Haslach)
Was gibt es Neues in der Bilderbuchecke? Unsere Vorlesepatinnen und Handpuppe Bibo lesen in der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, am Mittwoch, 26. Juni, um 16 Uhr für Kinder ab 3 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 26. Juni, 16 Uhr
Die Stunde Ohrenschmaus (Mediothek Rieselfeld)
Für Kinder ab 3 Jahren liest unsere Vorlesepatin lustige und spannende Bilderbuchgeschichten am Mittwoch, 26. Juni, um 16 Uhr in der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 26. Juni, 19.30 Uhr
Büchertreff in der Mediothek Rieselfeld
Die Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, lädt zum Büchertreff am Mittwoch, 26. Juni, um 19.30 Uhr ein. Literatur-Begeisterte haben die Möglichkeit, sich über Bücher auszutauschen, das derzeitige Lieblingsbuch vorzustellen oder Lesetipps zu erhalten. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 27. Juni, 15.30 Uhr
Kamishibai in der Kinderbibliothek
Für Kinder ab 4 Jahren zeigt unsere Vorlesepatin Hanna Kubowitz am Donnerstag, 27. Juni, um 15.30 Uhr in der Kinderbibliothek, Münsterplatz 17, ein Bilderbuch mit dem japanischen Erzähltheater Kamishibai. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 27. Juni, 15.30 Uhr
Kamishibai „Waldtage“ (Stadtteilbibliothek Mooswald)
Die Igelgruppe hat Waldwoche. Fünf Tage lang dürfen sie durch den Wald stapfen und Abenteuer erleben. Das finden alle toll, nur Una nicht, sie mag keine Abenteuer. In der Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr. 21, wird am Donnerstag, 27. Juni, um 15.30 Uhr die Bilderbuchgeschichte „Waldtage“ mit dem japanischen Erzähltheater Kamishibai für Kinder ab 4 Jahren gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 27. Juni, 15.30 bis 17 Uhr
„Manus Traum“ – Deutsch-Spanischer Lese-, Bastel- und Spielenachmittag (Mediothek Rieselfeld)
Zum Deutsch-Spanischen Nachmittag mit Carmen Luna sind Kinder ab 5 Jahren eingeladen, am Donnerstag, 27. Juni, um 15.30 bis 17 Uhr in der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, eingeladen. Zur Geschichte des Jungen Manu, der krank zuhause ist und einen schönen Traum hat, wird gebastelt, gemalt und gespielt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 27. Juni, 16 bis 18 Uhr
Gesellschaftsspiele-Treff (Stadtteilbibliothek Haslach)
Eine große Auswahl an Spielen für alle Altersgruppen und Genres erwarten Inte-ressierte am Donnerstag, 27. Juni, von 16 bis 18 Uhr in der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 27. Juni, 17 bis 19 Uhr
„moving words“ – Literaturkreis (Stadtteilbibliothek Haslach)
In der Stadtteilbibliothek Haslach sind am Donnerstag, 27. Juni, von 17 bis 19 Uhr Autoren zum Literaturkreis „moving words“ eingeladen. Eigene oder Lieblingstexte werden vorgetragen, alle Altersgruppen und Literaturgattungen sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 28. Juni, 15 bis 18 Uhr
Freies Gamen (Stadtteilbibliothek Haslach)
In der Gaming-Zone der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, stehen 4 Konsolen (PS5, PS4, XboxOne, 3DS), dazu iPads und ein Gaming-PC zur Verfügung. Mit einem gültigen Ausweis kann man hier jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr eine Stunde spielen, testen und sich austauschen. Konsolenspiele können nach der USK-Altersangabe gespielt werden, am Gaming-PC darf ab 12 Jahren gespielt werden. Der Eintritt ist frei.

Samstag, 29. Juni, 10 bis 15 Uhr
Großer Medienflohmarkt (Stadtbibliothek)
Am Samstag, 29. Juni, findet in der Bücherbusgarage der Stadtbibliothek am Münsterplatz 17, von 10 bis 15 Uhr ein großer Medienflohmarkt statt. Angeboten werden Romane, Sachbücher (besonders aus den Bereichen Kunst und Musik), Kinderbücher, Zeitschriften, DVDs, Hör-CDs und Noten. Der Eintritt ist frei.
 
 

Museums - und Ausstellungstipps 
 
Ausstellung
Känguruhu © bei POLOs Rechtsnachfolger Martin Poloczek
 
Ausstellung "POLO − Die Komische Kunst von André Poloczek"
Caricatura Museum Frankfurt
bis 1. September 2024

POLO war ein vielseitiger Künstler, aber vor allem: Cartoonist. Seinen künstlerischen Nachlass vermachte er der Sammlung des Caricatura Museums. Nun ehrt ihn das Museum posthum mit einer Einzelausstellung und gibt einen Einblick in sein Komisches Universum.

Bunt, laut und leise, überraschend abwechslungsreich: Das ist sie, die neue Ausstellung „POLO − Die Komische Kunst des André Poloczek“ im Caricatura Museum Frankfurt. Sie würdigt den Cartoonisten POLO posthum und gibt einen Einblick in sein äußerst vielseitiges Werk an Komischer Kunst. Zu sehen sind Cartoonklassiker auf Papier, digitale Bildwitze, Malereien, Objekte und allerhand Spielereien. Komplementiert wird die Schau durch Digitaldrucke, einer Diashow und Videos, Leihnahmen und Hommage-Werke.

Geboren wurde André Poloczek in Wuppertal 1959. Nach seinem Umzug nach Haltern am See veröffentlichte er bereits als Schüler 1978 erste Comics und Cartoons im Halterner Kommunalteil der Ruhr Nachrichten. Mit dem Abitur in der Tasche und dem Abschluss seines Zivildienstes kehrte er 1981 zum Germanistik- und Soziologiestudium in seine Geburtsstadt zurück. Seine Abschlussarbeit über den Schriftsteller Robert Wolfgang Schnell sollte ihn auch in seiner eigenen künstlerischen Arbeit lebenslang prägen: Wie Schnell verstand es POLO, die alltäglich spießbürgerlichen, absurden und unglaublichen Situationen als Gegenentwurf zur kritisierten Gegenwartsgesellschaft als „Urkomik des Daseins“ (Max Christian Graeff) darzustellen.

Anfang der 1980er Jahre dokumentierte der leidenschaftliche Fotograf vorwiegend das nächtliche Wuppertal, malte in Öl surreale oder metaphysische Motive in Anlehnung an Dali oder De Chirico. Über die Kulturszene berichtete er als fester freier Mitarbeiter mit dem Kürzel „Apo“ für die Westdeutsche Zeitung und für die alternative Zeitung Wupper Nachrichten. Hier erschien auch die erste von POLO entwickelte Cartoonfigur „Anton von de(r) Gathe“. Der knollennasige Comicstripheld im Lokalkolorit erfreute sich schnell großer Beliebtheit und feierte sein wöchentliches Comeback von 2001 bis 2009 in der Wuppertaler Rundschau.

Mitte der 1980er Jahre machte POLO mit ersten eigenen Ausstellungen auf sich aufmerksam: 1987 mit „Karicartoons und andere UnARTigkeiten“ in der Schwelmer Galerie Basiner, 1988 mit „Dichter ge-sichtet“ im Wuppertaler Kulturpalast, wiederholt in der Villa Amalia (Briller Schlößchen) gezeigt, 1989 auch in der Bonner Stadtbibliothek und im Lädeli Lörrach.

Zwei mehrwöchige Pentiment-Comiczeichenkurse in Hamburg sollten seine Komische Kunst nachhaltig prägen: 1989 lehrte dort F. K. Waechter, nur ein Jahr darauf F. W. Bernstein. Ab 1992 nahm Poloczek regelmäßig an der „Zeichenschule an der Eider/Grafisches Trainingslager an der Eider in Rendsburg“ teil, gegründet und geleitet von F. W. Bernstein, der für ihn zum Mentor und Wegbegleiter wurde.

Erste satirische Grafiken erschienen Anfang der 90er Jahre in der Literaturzeitschrift Der Rabe, zudem zeichnete er als fester freier Mitarbeiter für das DGB-Jugendmagazin ‘ran. 1992 folgte der erste eigene Cartoonband „Arsch auf Grundeis“ im Semmel Verlach, zahlreiche Einzelbände folgten bei Lappan. Auch arbeitete POLO erfolgreich als Illustrator und Lohnzeichner für Agenturen und namhafte Unternehmen wie Karstadt, Erfurter Rauhfaser, Vorwerk und Würth. Für Jürgen von der Lippe entwarf er das CD-Cover „Männer. Frauen. Vegetarier“.

Ein bundesweit breites Publikum erreichte POLO durch Veröffentlichungen in überregionalen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen wie TITANIC, Eulenspiegel, taz, Konkret, Kowalski, ‘ran, stern und Süddeutsche Zeitung. Ab 2015 zeichnete er für die Westdeutsche Zeitung Cartoons zur Stadtpolitik und Zeitgeschichte. Mit dem Satiriker und Grafiker Andreas Greve bildete er von 2009 bis 2011 das Cartoon-Duo „Jünger und Schlanker“, die nicht nur gemeinsam Cartoons entwickelten, sondern auch humorvolle Auftritte absolvierten und 2011 den „Abräumer“-Sonderpreis des Deutschen Karikaturenpreises erhielten.

Ab 2013 engagierte sich POLO zunehmend für den künstlerischen Nachwuchs: 2013 übernahm er die Kursleitung des CartoonKollegs im Rahmen des pass:projects der Galerie Grölle in Wuppertal. 2014 leitete er zusammen mit Ari Plikat die Sommerakademie für Komische Kunst in Kassel. Ab 2015 lehrte er an der Junior Uni Wuppertal die Kunst des Cartoonzeichnens.

Für sein künstlerisches Schaffen erhielt André Poloczek 2002 den Deutschen Karikaturenpreis in Silber.

Facettenreich ist POLOs Werk, das immer wieder überrascht und die stilistische Einordnung des Künstlers erschwert. Ob gemalt, illustriert, karikiert und modelliert; mit Stift, Tusche, Öl, Pinsel, Stempel oder Zahnbürste: Immer spürbar ist die große Lust und Freude am künstlerischen Schaffen, am Ausprobieren, am „Rumprobieren“ (POLO). Dies aber immer mit großer Könnerschaft. Seine Cartoons kommentieren Alltägliches, Politisches wie Gesellschaftliches genauso wie Kulinarisches, Medizinisches und Zwischenmenschliches. Die Sprache ist im Werk des studierten Germanisten Poloczek ein wichtiges Element. Wortspielereien und Kalauer werden gekonnt und einfallsreich in Szene gesetzt.

André Poloczek verstarb unerwartet und plötzlich im Juni 2022 in Wuppertal. Seinen künstlerischen Nachlass vermachte er der Sammlung des Caricatura Museum Frankfurt.

Die Ausstellung mit retrospektivem Charakter fängt auf begrenztem Platz den „ganzen POLO“ ein. Sämtliche Exponate im Erdgeschoß haben Werkcharakter und spiegeln den Zeichner und Cartoonisten POLO, den die Öffentlichkeit kennt: Darunter Originalzeichnungen aus seinen Cartoonbänden und Vertragsarbeiten für große und kleine Unternehmen und Verlage. Ein Schmankerl: Der Auftritt des Cartoonisten – nein, des Kaffeemaschinenimitators – in der von Jürgen von der Lippe moderierten Überraschungsshow „Wat is?“ (ARD/WDR) von 1996.

Auf der Galerie hingegen wird von jenem spielenden, kritzelnden Künstler erzählt, der hinter dem Werk lebte: Wilde Skizzenbücher, lose, vorläufige und unveröffentlichte Blätter, Schnipsel und Montagen zeigen das unentwegte Ausprobieren und den das Zeichnen liebenden Künstler. Neben dem als Herausgeber amtierenden POLO werden hier auch erstmals Auszüge aus seinen Kinderbuch-Entwürfen präsentiert. Zum Ende der Schau wird noch auf jenen POLO eingegangen, der mehr als ein „Szenemitglied“ im großen Kreis der Cartoonist:innen und Komischen Künstler:innen war. Sehr persönlich sind die letzten Meter der Ausstellung, in denen gezeichnete Postkarten an und von POLO, extra für die Ausstellung angefertigte Zeichnungen und die jährlich in Rendsburg entstandenen Portraitstreifen den Freund, Weggefährten, Cartoonlehrer und Zeichner POLO charakterisieren.

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17, D-60311 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0) 69 212 30161
Öffnungszeiten:
Mittwoch - Sonntag 11.00 - 19.00 Uhr
Montag - Dienstag geschlossen
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Sonstiges 
 
 
Der Beutelsbacher Konsens im Wirtschaftsunterricht: durchgängig plural?
„Deutschland & Europa“ - Zeitschrift für Gemeinschaftskunde, Geschichte und Wirtschaft mit neuer Ausgabe

In neun kompakten wissenschaftlichen Beiträgen eröffnet die aktuelle Ausgabe von „Deutschland und Europa" plurale, auf Perspektivenvielfalt basierende Einblicke in wirtschaftspolitische Themenfelder. Die Zeitschrift ist jetzt bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) erschienen.

Die aktuelle Ausgabe lotet die Möglichkeiten, aber auch Grenzen neoklassischer Wirtschaftsmodelle aus und fragt, inwiefern soziale Gerechtigkeit die ökonomische Effizienz befördern kann. Das Heft stellt das Konzept der Wettbewerbsfähigkeit zur Diskussion und hebt die prinzipiellen Unterschiede zwischen einem privaten Haushalt und einem Staatshaushalt hervor. Ein Fokus liegt auf der Geldschöpfung und ihren Implikationen. Mit der Postwachstumsökonomie und der feministischen Ökonomie kommen zudem Wirtschaftskonzepte zu Wort, die die Art und Weise, wie wir Wohlstand messen, grundsätzlich infrage stellen. Durch die Kenntnis auch alternativer Ansätze soll eine durchgängig auf Perspektivenvielfalt basierende, kontroverse ökonomische Bildung im Sinne des Beutelsbacher Konsenses ermöglicht werden.

„Deutschland & Europa“ richtet sich insbesondere an Lehrkräfte im Fach WBS/Wirtschaft und bietet neben wissenschaftlichen Beiträgen auch eine Vielzahl didaktisch aufbereiteter Materialien für einen kontrovers gestalteten Unterricht. Zusätzlich steht ein Moodle-Raum für Lehrkräfte zur Verfügung, der Tafelbilder, Materialien zur Differenzierung, Beispielklausuren u. a. bereithält. Auch ein frei zugänglicher Schülerraum lädt mit interaktiven Anwendungen zur Auseinandersetzung mit den wirtschaftspolitischen Themen der neuen Ausgabe von „Deutschland & Europa“ ein.

Das 80-seitige Heft steht im Internet unter https://www.deutschlandundeuropa.de/ kostenlos zur Verfügung. Die Druckfassung ist ebenfalls kostenlos und kann (auch im Klassensatz) im Webshop der LpB bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Sendungsgewicht von 500 Gramm werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Museums - und Ausstellungstipps 
 
Fotoausstellung
© Foto: Ras Rotter
 
Fotoausstellung "75 Jahre Grundgesetz"
Fotografien von Mitgliedern des Lichtwert e.V. vom 19. Juni bis zum 13. Juli

75 Jahre Grundgesetz: Dieses Jubiläum nahmen die Mitglieder des „Lichtwert e.V. - Verein für Fotografie“ aus Karlsruhe zum Anlass, sich dem Grundgesetz fotografisch anzunähern. Dafür setzten sie sich mit einzelnen Grundrechtsartikeln auseinander, teilweise kritisch und ironisch und unter Einbeziehung Karlsruher Motive. Eine Auswahl dieser Fotos wird vom 19. Juni bis zum 13. Juli 2024 in der Erinnerungsstätte im Neuen Ständehaus im Erdgeschoss präsentiert. Der Eintritt ist frei.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Das Fenster
Von Nis-Momme Stockmann
Mit: Birthe Schnöink, Daniel Hoevels, Anjorka Strechel, Ole Lagerpusch, Jens Wawrzeck u. a.
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2022)

"Die ganze Welt ist voll mit Arschlöchern!", sagt Nihilistin Greta und meint es auch so. Sie hält die Dummheit der Menschen nicht aus, und ihre Verachtung macht nicht einmal vor der besten Freundin halt. Erst als die den wortkargen und gelassenen Birk kennenlernt, ändert sich ihr Blick auf die Welt. Greta ist verliebt. Sie wird sanft. Und kann selbst kaum fassen, wie ihr geschieht. Dann erkrankt Birk schwer. Und Greta überfällt eine panische Angst. Doch selbst die schlimmste Diagnose haut Birk nicht um. Der Computerspezialist arbeitet weiter an einem Projekt, dass die Grenze von Leben und Tod zu verschieben scheint. Greta droht völlig verrückt zu werden.

Sonntag, 23. Juni 2024, 18:20 Uhr
SWR Kultur - Hörspiel
 
 

Lesungen, Vorträge und Diskussionen 
 
Vortrag im Stadtmuseum Karlsruhe über Erna Scheffler
Außenansicht des Prinz-Max-Palais, 2013 © Stadtarchiv Karlsruhe, 8/BA ONUK
 
Vortrag im Stadtmuseum Karlsruhe über Erna Scheffler
Das Stadtmuseum lädt die Besucherinnen und Besucher bis Ende 2024 dazu ein, in der Sonderausstellung "Prinz-Max-Palais. Ein Haus erzählt Geschichte(n)" in die bewegte Vergangenheit dieses historischen Gebäudes einzutauchen.

1881 bis 1884 als Alterswohnsitz des Millionärs August Schmieder errichtet, kam das Palais um die Jahrhundertwende in den Besitz des letzten badischen Thronfolgers Prinz Max von Baden, dessen Namen es bis heute trägt. Auf Max von Baden folgten verschiedene Mieterinnen und Mieter sowie Nutzerinnen und Nutzer, bis 1951 das Bundesverfassungsgericht hier seinen ersten Standort fand. Nachdem das Gericht das Haus 1969 verlassen hatte, gelangte das Prinz-Max-Palais in den Besitz der Stadt Karlsruhe. Es beherbergt seitdem verschiedene Kulturinstitutionen und ist bis heute ein lebendiger und vielseitiger Treffpunkt für Groß und Klein.

In dem Vortrag "... und sie soll gelächelt haben" am Donnerstag, 20. Juni, um 18 Uhr vermittelt die ehemalige Leiterin des Kulturamts Dr. Susanne Asche spannende Einblicke in das Leben und den beruflichen Werdegang von Erna Scheffler (1893–1983). Scheffler war die erste weibliche Richterin am Bundesverfassungsgericht und eine engagierte Pionierin für die Gleichberechtigung der Frauen.

Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Museums - und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 17. bis 23. Juni
(Kalenderwoche 25)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und mit dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Augustinerfreunde führen: Szenen aus dem Marienleben
Bei einer Führung am Sonntag, 23. Juni, um 11 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz geht Ivanka Slovic vom Freundeskreis Augustinermuseum der Frage nach, ob grafische Blätter von Martin Schongauer (1448–1491) und Albrecht Dürer (1471–1528) Vorbild für Darstellungen aus dem Marienleben waren. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Haus der Graphischen Sammlung

Führung: Vedute di Roma
Die berühmten Rom-Ansichten von Piranesi zeigen historische Bauten von der Antike bis zum Barock – sie prägen zum Teil bis heute das Gesicht der Stadt. Interessierte erfahren bei einer Führung am Samstag, 22. Juni, um 15 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34 durch die Ausstellung "Giovanni Battista Piranesi: Vedute di Roma", wie die eindrucksvoll in Szene gesetzten Monumente die besondere Aura der ewigen Stadt vermitteln. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Museum für Neue Kunst
Gespräch: Jour Fixe mit Danesh Ashouri
Am Samstag, 22. Juni, um 15 Uhr lädt das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, Menschen zwischen 16 und 19 Jahren zum JugendKunstGespräch ein. Gemeinsam mit einer gleichaltrigen Museumsmitarbeiterin erkunden sie die Ausstellung und diskutieren ihren persönlichen Zugang zu den Werken der Ausstellung „anders hören“. Die Teilnahme an der Führung und der Eintritt sind für Personen unter 27 Jahren frei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Führung: Auf den Spuren der Kelten im Dreisamtal
Der Historiker Mathias Lauck erkundet bei einem Rundgang am Sonntag, 23. Juni, um 15 Uhr mit großen und kleinen Archäologie-Fans die Spuren der keltischen Befestigung Tarodunum bei Kirchzarten im Dreisamtal. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 19. Juni, unter museumspaedagogik@stadt.freiburg.de erforderlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Der Treffpunkt ist der Spielplatz an der Tarodunum Grundschule, Höfener Str. 107, 79199 Kirchzarten/Burg.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Der Mann in der Menge
Hörstück in Deutsch und Englisch von Rainer Römer unter Verwendung von Edgar Allan Poes Erzählung "The Man in the Crowd"
Aus dem Englischen von Hans Wollschläger
und Charles Baudelaires Gedicht "A une passante"
Aus dem Französischen von Friedhelm Kemp und ins Englische übertragen von Robert Argrich
Mit: Graham Valentin, Sylvester Groth u. a.
Gesang: Antonia Rug
Musik und Realisation: Rainer Römer
(Produktion: SWR 2016 in Zusammenarbeit mit der Popakademie Baden-Württemberg)

1840 schrieb Edgar Allan Poe über einen Flaneur, der, im Café sitzend, einen geheimnisvollen Mann in der Menge erblickt. Er folgt ihm, um sein Geheimnis zu ergründen, das Mord oder erotisches Abenteuer bedeuten könnte, durch die düsteren Straßen Londons. 17 Jahre später schreibt Charles Baudelaires Gedicht "A une passante". Es umkreist das Glücksversprechen einer in der Menge "vorübergehende Frau". Sex, Gewalt, Verführung, Geheimnis: Großstadtleben wird hier in Bilder gefasst. Das Hörspiel überträgt sie über ein musikalisches Setting zwischen Pop, Elektronik und Streichtrio in die Gegenwart.

Samstag, 22. Juni 2024, 23:03 Uhr
SWR Kultur, Ohne Limit – Hörspiel
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Simon Carmiggelt
 
Buchtipp: Simon Carmiggelt "Kronkels"
Über Katz und Hund
Herausgegeben und aus dem Niederländischen übersetzt von Ulrich Faure und Frederike Zindler

Mit seinen über elftausend Kronkels wurde Carmiggelt zum Kultautor Amsterdams.

Mit einzigartigem Wortwitz und Gefühl für schräge Charaktere erzählt Simon Carmiggelt von Katzen, Hunden und ihren Menschen. Von Seite zu Seite schmunzelt man über die Eigenheiten von Mensch und Tier, die bei Carmiggelt auch gern die Rollen tauschen und uns so einen Spiegel vorhalten. Wir erkennen den rachsüchtigen Leserbriefschreiber im Katzenjungen ebenso wie den Anbiederer, der »ständig lacht, um zu zeigen, wie ungefährlich er ist«. Streuner, Tyrannen und Schlitzohren gibt es, so erfahren wir, auf vier wie auf zwei Beinen.

Carmiggelts Kronkels erschienen während Jahrzehnten als Kolumnen, die zum Tagesgespräch wurden. Sie beglücken alle, die gleichermaßen ein Herz für Tier und Mensch haben, sich augenzwinkernd im jeweiligen Gegenüber erkennen können.

Unionsverlag 2024, 208 Seiten, € 18.00 (D), 18.50 (A) / SFr 24.00
ISBN 978-3-293-00508-2
 
 



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Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
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