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Sonstiges
| | | Frankfurter Bürgerforum zur digitalen Zukunft | Im Museum für Kommunikation entsteht das Forum „Leben & Lernen X.0“
Zum Auftakt findet das Frankfurter Bürgerforum zur digitalen Zukunft statt
Bedroht Big Data unsere Privatsphäre? Welche Medienkompetenzen benötigen wir im Zeitalter von strategisch eingesetzten Fake News? Werden künstliche Intelligenzen bald unsere Arbeit übernehmen? Der digitale Wandel verändert unsere Lebens- und Arbeitswelt schon jetzt rasant. Umso wichtiger ist es, Chancen und Folgen der Digitalisierung zu verstehen und mitzugestalten.
Die Einschätzung des digitalen Wandels will das Museum für Kommunikation in Frankfurt daher nicht allein Wissenschaftlern und Experten überlassen. Das Museum lädt am Samstag, den 28. Oktober 2017, von 15 bis 20 Uhr zum Frankfurter Bürgerforum ein. Teilnehmende haben hier Gelegenheit, ihre Fragen, Forderungen und Erwartungen zum digitalen Wandel zu formulieren. Die Ergebnisse des Bürgerforums sollen das Programm des neu entstehenden Informations- und Vernetzungsforums Leben & Lernen X.0 mitgestalten, das in zwei Themenjahren die Zukunft der Demokratie (2018) und die Zukunft der Arbeit (2019) in den Mittelpunkt stellt.
Parallel zum Bürgerforum bietet das Museum ein Programm für Kinder und Jugendliche in der Kinderwerkstatt (ab 4 Jahre) und in der Programmierwerkstatt (ab 12 Jahre) an. Um Anmeldung wird bis zum 1. Oktober 2017 gebeten. Weitere Informationen zum Prog
ramm unter www.mfk-frankfurt.de/buergerforum.
Termin: Sonntag, 28. Oktober 2017, 15 bis 20 Uhr
Ort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt
Anmeldung: Teilnehmerzahl begrenzt, kostenlose Anmeldung bis zum 1. Oktober 2017
bei Katja Weber, Tel.: (069) 60 60 695, E-Mail: k.weber@mspt.de | Mehr | | | |
| | | | Freiburg: „Herbst-Licht“ - Harfenkonzert in der Einsegnungshalle des Hauptfriedh | Irische Weisen und herbstliche Klänge von Bach bis Satie, begleitet von herbstlichen Gedichten und Sprüchen
Ein musikalischer Abend an einem ungewöhnlichen Ort. Am Freitag, 22. September, um 19 Uhr findet unter dem Titel „Herbst-Licht“ ein Konzert für Harfe und Violoncello in der Einsegnungshalle des Hauptfriedhofs in der Friedhofstraße 8 statt.
In einem spätromantischen Konzert spielen Sabine Wehrle (Harfe) und Linda Kaszuba (Violoncello) irische Weisen und herbstliche Klänge von Bach bis Satie, begleitet von herbstlichen Gedichten und Sprüchen, vorgetragen von Kerstin Bergmann.
Die beiden Musikerinnen spielen bereits seit zwei Jahren zusammen. Linda Kaszuba hat im Rahmen ihrer musikalischen Ausbildung zahlreiche Auszeichnungen als Solistin gewonnen. Sabine Wehrle studierte bei Meistern der französischen und italienischen Harfenschule, spielt neben der Konzertharfe auch die irische Harfe, auf der sie Volks- und Heimatlieder intoniert, und unterrichtet Schülerinnen und Schüler. Beide Künstlerinnen leben in Freiburg.
Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. | | | | |
| | | | Freiburg: Lirum Larum Lesefest vom 15. bis 22. Oktober | Kinderbuchautorinnen und -autoren lesen in Schulen und an öffentlichen Orten – Auftakt mit großem Lesefest am Sonntag, 15. Oktober im Theater
Mitte Oktober werden wieder viele namhafte Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen sowie Illustratoren nach Freiburg reisen, um an Schulen und anderen öffentlichen Orten aus ihren Büchern zu lesen. Eine Woche lang, von Sonntag, 15. bis Sonntag, 22. Oktober, findet das Lirum Larum Lesefest statt. Viele Lesungen stehen auf dem Programm, aber auch Mitmachangebote, Kino, Theater und noch vieles mehr.
Der Auftakt findet am Sonntag, 15. Oktober, mit dem großen Kinderliteraturfest im Theater statt.
Begleitet wird das Lesefest durch die Kinder der Klasse 3a der Schneebergschule. Die Schülerinnen und Schüler haben alle Autoren zu ihrem Schreiben und ihrer Kunst befragt und stellen die Antworten ebenfalls am 15. Oktober im Theater vor. | | | | |
| | | | Theatertipp: Thomas Reis - Endlich 50! | Kabarett
im Vorderhaus Freiburg
Freitag, 22. September 2017 | 20.00 Uhr
Vorsicht! "Endlich 50!" ist Kabarett. Keine humoristische Altenpflege, sondern die Anstiftung zur ewigen Jugend. Auch wenn wir mit 50 endlicher sind als etwa mit 30, aber nur statistisch. Schon darum lautet das Motto des Abends: Nie wieder tot! Nie wieder Angst! Nie wieder Mitleids-Krisen! Heute fängt die Zukunft an! Es lebe die permanente Revolution Deiner selbst! Es gibt kein Leben, es sei denn Du lebst es. Solange wir sind, sind wir ewig. Das Leben ist zu kurz zum Sterben und Sterben ist kein schöner Tod. | Mehr | | | |
| | | | Tanztheatertipp: BEFORE MORNING | OVERHEAD PROJECT | DOSSIER 3-D-POETRY | REUT SHEMESH
EWERK Freiburg, Kammertheater
am DO 28.09. | FR 29.09. | SA 30.09. || jeweils 20.30 UHR
Ein Mann und eine Frau – Florian Patschovsky und Marion Dieterle – in einer Choreografie über körperliche Nähe, den Wunsch sich zu sehen, einen gescheiterten Versuch mit der Einsamkeit fertig zu werden, über sie und ihn, die Sehnsucht, Intimität herzustellen und die Angst, diese zu verfehlen.
Welche Auswirkungen hat unser heutiger Lebensstil auf unser alltägliches Intimleben? Wir sind hin- und hergerissen zwischen dem Verlangen nach Zuneigung und unserem Streben nach Unabhängigkeit und persönlicher Entwicklung. Wie lieben wir »richtig« und welche gesellschaftliche, politische, ökonomische und psychologische Funktion haben intime Beziehungen heute? In »Before Morning« übersetzen Marion Dieterle und Florian Patschovsky diese widerstrebenden Kräfte in Bewegung und untersuchen, wie Körper in einem intimen Raum interagieren.
Das Stück ist in Zusammenarbeit mit der israelischen Choreografin Reut Shemesh entstanden.
MIT Reut Shemesh (Choreografie, Lyrik) | Marion Dieterle & Florian Patschovsky (Performance, Kreation) | Timm Roller (Musik) | Ronni Shendar (Licht, Bühne, Video) | Julia Stefanovici (Kostüme, Grafik)
www.overhead-project.de || www.dossier3-d-poetry.de
Gefördert von Kunststiftung NRW und Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.
Eintritt 15 € / 11 € (erm.) | KARTEN www.ewerk-freiburg.de und BZ-Kartenservice | Mehr | | | |
| | | | Weltweiter Tag der Konfuzius-Institute | Konfuzius-Institut und China Forum Freiburg veranstalten „Erlebnistag China“ im Historischen Kaufhaus
Am Sonntag, 24. September veranstaltet das Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg e.V. zusammen mit dem China Forum Freiburg e.V. den „Erlebnistag China“ im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz Freiburg. Zum Thema „Alltag in China“, in diesem Jahr mit den Schwerpunkten Traditionelle Chinesische Medizin, Qigong, Taiji und Teekultur, können Freiburger von 11:00 bis 17:00 Uhr vieles über die chinesische Kultur, Sprache, Kunst und Traditionen erfahren. Die Veranstalter möchten Interessierten mit Workshops, Vorführungen, Informationen und Mitmach-Angeboten für die ganze Familie das Land China näher bringen.
Programm:
Von 11:00- 17:00 Uhr wird im Kaisersaal ein „China-Marktplatz“ geboten: Die Besucher können sich über traditionelle chinesische Medizin, chinesische Kampfkunst, das Reiseland China, handgeknüpften Schmuck aus Asien, Kalligraphie, Studienreisen nach China sowie Studium der Chinawissenschaften und vieles mehr informieren. An den Infoständen des Konfuzius-Instituts und des China Forums kann man kleine chinesische Köstlichkeiten kosten, sich über die neusten Veranstaltungen und Sprachkurse informieren und an einer Tombola mit attraktiven Preisen teilnehmen! Das Programm wird von verschiedenen chinesischen Instrumenten begleitet.
Ein interessantes Aktionsprogramm bietet viele Angebote zum Mitmachen: In Schnupperkursen werden die ersten chinesischen Sätze gelernt. Die Teilnehmer erfahren, was es mit einem „Feuerwagen“ auf sich hat und was schwere Zeiten mit bitterem Geschmack zu tun haben.
In unterschiedlichen Workshops werden Bewegungen der chinesischer Kampfkunst oder chinesischer Fächertanz geübt, es gibt die Möglichkeit einer Einführung in die Traditionelle Chinesischen Medizin oder beim Taiji die „sanfte Lebenskraft“ zu spüren. Im Workshop „China für Einsteiger“ dürfen die Gäste einen kurzen Ausflug ins Reich der Mitte unternehmen und erhalten praktische Hinweise zu kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und China. Bei einer „Einführung in die chinesische Teekultur“ kosten die Besucher nicht nur chinesische Teespezialitäten, sondern erfahren interessante Details zur alten chinesischen Tee-Tradition.
Beim „Teeklatsch – ich erzähle meine China-Geschichte“ werden die eigenen Chinaerfahrungen ausgetauscht. Aus dem Austauschstudium zurückgekehrte Studenten berichten dieses Jahr von ihren Erlebnissen. Alle Teilnehmer können sich aktiv bei einer Tasse Tee an den Gesprächen beteiligen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei! | | | | |
| | | | Supermacht Wissenschaft: Unsere Zukunft zwischen Himmel und Hölle | Ein Interview mit Lars Jaeger
- Herr Jaeger, im August erscheint Ihr neues Buch „Supermacht
Wissenschaft. Unsere Zukunft zwischen Himmel und Hölle“ beim
Gütersloher Verlagshaus. Was war die Motivation für Ihr neues
Buch, das ja durchaus die kontroversen und nicht immer positiven
Seiten der Wissenschaft diskutiert?
Gerade in diesen Wochen erleben wir bis in die Tagespresse hinein die Diskussion um die neue Geneditier-Technologie CRISPR. Diese macht es sehr einfach, unsere Gene umzuschreiben. Es braucht nicht viel Fantasie zu erkennen, was dies bedeutet und wie dies unsere Gesellschaften verändern wird. Dabei ist CRIPSR mit seinen Möglichkeiten des präzisen, schnellen und kostengünstigen Eingriffs in unser Genom (und dass aller Tiere und Pflanzen) und den damit verbundenen Hoffnungen (z.B. in der Medizin oder Landwirtschaft) sowie Gefahren (Menschenzucht) nur eine von zahlreichen Schlüsseltechnologien, die unser Leben schon in wenigen Jahren fundamental prägen werden. Es sind gleich ein Dutzend neuer Schlüsseltechnologien zugleich – von der Quantenphysik bis zur Algorithmik, von der Nanochemie bis zur Reproduktionsgenetik und der Erzeugung synthetischen Lebens, von neuer Medizin bis zu der perfekten Ernährung, von der künstlichen Intelligenz und Neuro- bzw. Bewusstseinstechnologien bis zur Robotik, von schlauen Fabriken bis Big Data, von denen jede einzelne Türen in bisher unvorstellbare Möglichkeitsräume öffnet. Anders als früher sind wissenschaftliche und technologische Durchbrüche nicht mehr Sache von Jahrzehnten, sie finden heute im monatlichen Takt statt. Gewaltige gesellschaftliche, soziale und kulturelle Veränderungen stehen uns daher nicht erst in fernen Zeiten bevor.
So machen um uns herum Wissenschaftler unglaublichste Technologien möglich und die meisten von uns befinden sich wie in einer Blase, in der wir noch der alten Zeit verhaftet sind und Mühe haben, die Neuerungen überhaupt wahrzunehmen. Geschweige denn zu verstehen, was sie bedeuten und wie sie unsere Gesellschaften verändern werden, bevor sie sich allzu deutlich vor uns abzeichnen (und dann reiben wir uns erstaunt die Augen und fragen, wie das denn alles möglich ist). Es ist noch immer viel zu wenig von Physik, Chemie oder Biologie die Rede, wenn uns Journalisten und andere Meinungsmacher Weltzusammenhänge und wichtige gesellschaftliche Entwicklungen aufzeigen wollen. Das Buch will hier einen Beitrag leisten, die Diskussion um die Gestaltung unserer technologischen Zukunft in der breiten Gesellschaft zu verankern, anstatt dies Experten oder – noch schlimmer – den ökonomischen Interessen von Unternehmen zu überlassen. Es ist das Ziel des Buches, die Leserinnen und Leser auf eine aufregende Reise mitzunehmen, die uns in die Welt der Möglichkeiten unserer eigenen Zukunft führt. Dabei geht es auch darum, wie wir so weit wie möglich die Kontrolle über diese Technologien behalten können.
- Wie sich von Ihrem Buchtitel bereits ableiten lässt, sehen sie die
Wissenschaft als eine Supermacht. Weshalb?
„Supermacht Wissenschaft“ soll darauf verweisen, dass der Wissenschaft und den aus ihr hervorgehenden Technologien ein gewaltiger Einfluss in der Gestaltung unserer Zukunft zukommt.
Die wesentlichen Motoren der Moderne sind die Naturwissenschaften. Ihre Erkenntnisse haben seit dem 19. Jahrhundert das menschliche Leben stärker verändert als jegliche wissenschaftliche oder sonstige geistige Erkenntnisse in den 10.000 Jahren davor. Aus dem Wunsch der Wissenschaftler, die Welt zu verstehen, ist heute längst auch ein Wille zur Gestaltung geworden. Immer neue Innovationen führen uns in neue Dimensionen der Naturbeherrschung und Lebensgestaltung, die uns nur wenige Jahre zuvor noch unvorstellbar erschienen. Enkelkinder erklären heute ihren Großeltern die Feinheiten des Smartphones und wie sie jederzeit mit WhatsApp und Facebook in Kontakt mit ihnen treten können. Wer weiß, was sie sich einmal von ihren eigenen Kindern oder gar jüngeren Geschwistern erklären lassen müssen. Die rasante, immer schneller werdende Fahrt führt uns in eine zunehmend durch völlig neue Technologien geprägte Zukunft.
- Sie sprechen davon, dass die modernen Technologien, obwohl
von Menschenhand geschaffen, den Spieß auch umdrehen können.
Wie darf man sich das vorstellen?
Bislang formte der Mensch die Natur nach seinem Willen, und zwar mit Hilfe von immer anspruchsvoller werdenden Technologien. Dies ist die Grundlage unseres enormen Wohlstands und der historisch unvergleichbar hohen Lebensqualität, die wir heute genießen. Doch Technologien können den Spieß auch umdrehen. Sie formen dann den Menschen. Genau dies beginnt heute: Gentechniker greifen in unsere Keimbahn ein, Algorithmen entscheiden über Leben und Tod, künstliche Intelligenz bestimmt unsere Entscheidungen. Unser Alltag, unsere menschliche Existenz, unser ganzes Wesen verändert sich. Wir leben in einer historisch einmaligen Zeit. Die Frage ist: Wollen wir diesen Epochenwandel?
- Ab welchem Punkt beginnt für Sie die Verselbstständigung der
Technologie und welche wissenschaftlichen Errungenschaften
können uns Ihrer Meinung nach besonders gefährlich werden?
Hier lassen sich natürlich keine klaren Grenzen ziehen. Nehmen wir noch einmal das Gen-Editierungsverfahren CRISPR: Dieses könnte und wird wohl sicher dazu verwendet werden, bestimmte genetisch bedingte Krankheiten zu eliminieren. Das kann so weit gehen, dass damit Krebs, AIDS und andere gefährliche Krankheiten behandelbar werden. Wenn es um genetische Krankheiten geht, die vererbt werden, kann könnte man diese sogar schon im embryonalen Stadium behandeln. Gendefekte, die aufgrund eines Defekts, oder wie in den meisten Fällen aufgrund von Anomalien in einer Kombination von Genen entstehen, könnte man dann bereits eliminieren, bevor der betroffene Mensch geboren wird. All dies ist großartig. Die Grenzen liegen dort, wo es darum geht, gesunde Menschen in ihren spezifischen Eigenschaften zu verändern, die nichts mit einer genetischen Krankheit zu tun haben. Sprich, sie intelligenter zu machen oder äußere Attraktivitätsmerkmale zu verändern. Was wäre zum Beispiel, wenn plötzlich jeder Kinder mit blauen Augen haben will? Spätestens dort ist die Grenze zu ziehen, wo wir den Menschen an sich verändern. Ein ungeborenes Baby wird dann von vornherein so programmiert, wie es die Eltern oder andere haben wollen. Das verstößt gegen die Menschenwürde.
Blicken wir auf die Technologie-Geschichte der letzten 400 Jahre zurück: Neue Technologien waren doch schon immer mit Ambivalenzen verbunden. Genau diese gilt es zu erkennen, abzuwägen und auch auszuhalten.
- Gab es während dem Entstehungsprozess Ihres Buches technologische
Entwicklungen, die selbst Sie als Wissenschaftler überrascht
haben, oder die Ihnen vielleicht auch Sorge bereiten?
Wer regelmäßig die wissenschaftliche Literatur liest – oft reichen auch schon die Wissenschaftsteile guter Tageszeitungen – wird sehr schnell merken, dass der wissenschaftliche Fortschritt keine Frage von Jahren oder Jahrzehnten ist, sondern eher von Wochen und Monaten. Allein in den neun Monaten, in denen ich das Buch geschrieben habe, gab es zahlreiche dramatische Entwicklungen, die ihren Schatten auf unsere Zukunft werfen. Geneditierung an menschlichen Embryos, eine künstliche Intelligenz definiert das jahrtausendealte Spiel Go um und zeigt den Weltmeistern dieses Spiels ganz neue und sehr kreative Strategien auf, Organismen mit komplett künstlich hergestelltem Genom werden geschaffen, Quantencomputer werden entwickelt, und Vieles andere. Jede einzelne dieser Entwicklungen besitzt ein revolutionäres Potential für unsere Gesellschaft. Und wer bereit ist, über die Tages- und Wochenzeitungen hinauszublicken und etwas tiefer in die Welt der Wissenschaft und Technologie einzutauchen, wird sein Staunen nie verlieren. Nahezu in jedem ihrer Bereiche und Forschungsgebiete lassen sich bahnbrechende Entwicklungen beobachten, welche jede für sich Faszination, Ehrfurcht und Erstaunen über das Zukunftsmögliche auszulösen vermag. Diese Entwicklungen versuche ich auch auf meinem zwei-wöchentlichen Blog aufzuzeigen (www.larsjaeger.ch).
- Nun ist die Wissenschaft nicht nur negativ, sondern bietet auch
durchaus positive und chancenreiche Perspektiven für die
Menschheit. Gibt es Technologien, die das Potenzial beinhalten
die großen Probleme der Menschheit zu verringern oder gar zu
lösen (Hunger, Krankheit, Klimawandel)?
Aber natürlich. Darauf verweist das Buch auch in vielen Details. Gerade in der Medizin steht uns eine neue Revolution bevor, die vergleichbare Auswirkungen haben wird wie die Entdeckung der Keime als Krankheitserreger oder Antibiotika. In den letzten 150 Jahren hat sich damit die Lebenserwartung der Menschen verdoppelt. Es würde mich nicht wundern, wenn dies in weniger als dieser Zeit noch einmal passieren wird. CRISPR könnte uns helfen den Krebs zu besiegen, Nano-Roboter könnten Krebszellen und Krankheitserreger frühzeitig erkennen. Mit künstlicher Intelligenz könnten wir in unserem Leben in vielen Bereichen rationalere und bessere Entscheidungen treffen, 3D-Drucker könnten alles, was wir brauchen, inkl. Lebensmittel, ausdrucken. Und auch der Klimawandel könnte sich gestalten lassen, z.B. wenn Energie ganz anders als heute produziert wird. Auf all das gehe ich in „Supermacht Wissenschaft“ ein. Ich bin sogar optimistisch, dass wir mit neuen Technologien unsere Zukunft sehr positiv gestalten können. Aber natürlich gibt es auch viele Hindernisse. Und tatsächlich geht der Trend heute leider oftmals in keine so gute Richtung. Hier gilt: Wir müssen heute aktiv werden, Technologie gestalten und dürfen nicht alle Entwicklungen einfach geschehen lassen. Bei einem verantwortungsvollen Gebrauch der Naturwissenschaften könnten uns in der Zukunft paradiesische Zustände winken, bei verantwortungslosem Gebrauch die unwiederbringliche Zerstörung unserer humanistischen Errungenschaften und ein Leben in einer irdischen Hölle.
- Was macht dieser technologische Fortschritt mit uns Menschen?
Werfen wir bald alle moralischen Werte über Bord?
Natürlich nicht, aber Werte ändern sich auch mit dem technologischen Fortschritt. Und sie sind auch nicht überall gleich. Vergleichen wir nur mal die Einstellung zu Robotern: Im Westen können wir uns nicht vorstellen, uns im Alter von solchen seelenlosen Wesen pflegen zu lassen. In Japan ist das heute schon üblich. Man spricht ihnen dort sogar eine Seele zu. Oder die Einstellungen zu eugenischen Eingriffen in unsere Keimbahn. Dem steht man in China weitaus aufgeschlossener gegenüber als bei uns im Westen (wo dies verboten ist). Wichtig ist aber, dass wir überhaupt Werten folgen, diese Werte reflektieren und in einen wenn nötig interkulturellen Diskurs stellen. Wir dürfen nicht alles einfach der kapitalistischen oder militärischen Verwertungslogik überlassen. Das wäre fatal.
Und was Technologien mit uns Menschen machen, das können wir heute schon beobachten. Schauen Sie doch nur mal heutige Teenager an, wie sie mit ihren Smartphones kommunizieren oder im Internet surfen. Diese Geräte sind geradezu Teil ihres Körpers, könnte man meinen. Und in mancher Hinsicht sind sie das auch wirklich. Das Ganze ist ein großangelegtes soziales Experiment mit sehr ungewissem Ausgang.
- Was können wir Ihrer Meinung nach tun, um einer negativen
Verselbständigung der Technologien entgegenzuwirken? Gibt es
überhaupt etwas, das der Einzelne dagegen tun kann?
Wir können natürlich etwas dagegen tun. Der gesamte dritte Teil des Buches beschäftigt sich beispielsweise damit, wie wir alle gemeinsam den technologischen Fortschritt gestalten können, statt ihn einer Elite von Experten-Wissenschaftlern oder Nicht-Experten-Politikern, oder noch schlimmer den kommerziellen oder militärischen Interessen einzelner Firmen oder Staaten zu überlassen.
Dies erfordert demokratisches Engagement eines jeden von uns – was die Pflicht zur Information einschließt. Dabei ist auch eine richtige innere Haltung wichtig. Hierzu zähle ich insbesondere zwei Dinge:
a. das aufrichtige und uneingeschränkte Streben nach Wahrheit und einem ehrlichen Erfassen des Status quo,
b. eine bedingungslose Unbestechlichkeit, die von Interessen frei ist
Wir müssen eine Haltung der intellektuellen Redlichkeit bei Politikern und anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern einfordern. Das heißt, dass bewusste Unwahrheiten, Informationsverzerrungen und -verschmutzung oder Informationsfilter zum Zwecke der Durchsetzung partikularer Interessen auf moralischer wie politischer Ebene bekämpft werden. Gerade in einer Zeit, in der „FakeNews“ ihre destruktive propagandistische Macht entfalten und erschreckend viele Politiker noch immer ernsthaft den Klimawandel oder die Darwin’sche Evolutionstheorie bezweifeln, gewinnt dieser Punkt an Bedeutung. Das Gebot der intellektuellen Redlichkeit gilt aber ebenso für die Empfänger von Information. Intellektuelle Redlichkeit bedeutet auch, sich auf unangenehme Wahrheiten einzulassen, ohne sich etwas vorzumachen. Wir müssen uns darin üben, nicht allzu schnelle Schlüsse zu ziehen, Vorurteile abzubauen, uns, wenn nötig, auf komplexe Zusammenhänge einzulassen, ohne alles gleich vereinfachen zu wollen, sowie zuletzt unangenehme Wahrheiten zuzulassen. Ein jeder von uns sollte sich um einen breiten rationalen, informations- und faktenbasierten Diskurs zu technologischen Fragen bemühen.
Ich habe das, was wir alle tun können am Ende des Buches als eine Art Manifest zusammengefasst. Und zwar unter den Rubriken:
a. Mitspracherecht und -pflicht für Alle
b. Gemeinschaftliche Werte und Sinngebungen
c. Klarheit im Denken und Handeln
d. Neue Wirtschaftsstrukturen und Sozialsysteme
Es lohnt sich garantiert, da mal reinzuschauen!
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Lars Jaeger hat Physik, Mathematik, Philosophie und Geschichte studiert und mehrere Jahre in der Quantenphysik sowie Chaostheorie geforscht. Er lebt in der Nähe von Zürich, wo er – als umtriebiger Querdenker – zwei eigene Unternehmen aufgebaut hat, die institutionelle Finanzanleger beraten, und zugleich regelmäßige Blogs zum Thema Wissenschaft und Zeitgeschehen unterhält. Überdies unterrichtet er unter anderem an der European Business School im Rheingau. Die Begeisterung für die Naturwissenschaften und die Philosophie hat ihn nie losgelassen. Sein Denken und Schreiben kreist immer wieder um die Einflüsse der Naturwissenschaften auf unser Denken und Leben. Seine letzten Bücher „Die Naturwissenschaften. Eine Biographie“ (2015) und „Wissenschaft und Spiritualität“ (2016) sind bei Springer Spektrum erschienen. Im August erscheint sein neustes Buch „Supermacht Wissenschaft“ (2017) beim Gütersloher Verlagshaus. | Mehr | | | |
| | | | Gespräch mit Sylvia Löhken über ihr Buch „Leise Menschen – gutes Leben“ | - Wann wurde Ihnen zum ersten Mal bewusst, dass Ihr Thema die leisen Menschen sind?
Das Thema hat sich über Jahre hinweg entwickelt. Im Nachhinein sehe ich zwei Gründe.
Erstens bin ich selbst introvertiert und habe schon als Kind oft den Eindruck gehabt, dass ich bestimmte Dinge deutlich anders wahrnahm als andere. Zum Beispiel fand ich Kindergeburtstage anstrengend. Und ich schrieb lieber Klassenarbeiten, anstatt mich fleißig zu melden. Feiern und mündliche Beteiligung habe ich dann zwar gelernt – und alle Erwachsenentätigkeiten, die dem entsprechen –, aber Energie kosten beide noch immer.
Zweitens habe ich immer gern mit Menschen gearbeitet, die ebenfalls leise sind. Viele meiner Kunden und Klientinnen sind in der Wissenschaft tätig, in der Verwaltung oder im IT-Bereich. Ich konnte die Probleme, denen Intros im Alltag begegnen, natürlich ziemlich gut verstehen, und ich habe für viele dieser Probleme Lösungswege entwickelt, die einen Versuch wert sind.
Dass der Weg vom Nachdenken zum ersten Buch so lange gedauert hat, beweist: Wir Intros brauchen manchmal ein wenig länger – was übrigens nichts mit Intelligenz zu tun hat. Wenn wir aber etwas als wichtig erkannt haben, dann bleiben wir gern dran.
- In Ihren Büchern stützen Sie sich auf wichtige Forschungsergebnisse zum Thema Intro- und Extroversion. Können Sie uns einen Überblick geben?
Die Forschung ist spannend: Einerseits haben wir über das Thema solide gesichertes Wissen, andererseits hat sich in den letzten Jahren noch einmal viel Neues ergeben.
Carl Gustav Jung definierte schon 1921 in seiner Arbeit „Psychologische Typen“ die Intro- und Extroversion als Merkmale, die unseren Persönlichkeitskern tief prägen. Ob wir „Intro“ (nach innen gewandt) oder „Extro“ (nach außen gewandt) sind, ist dabei keine Entweder-Oder-Entscheidung: Denn wir sind alle Mischungen aus Eigenschaften, die in verschiedenen Bereichen des Gehirns angesiedelt sind und die uns „nach innen“ oder „nach außen“ ausrichten.
Hier kann die neuere Forschung konkrete Ergebnisse liefern, die zeigen, dass unsere Persönlichkeit eine neurobiologische Grundlage hat.
Ausschlaggebend für den Unterschied zwischen Intros und Extros ist dabei,
- wie viel Stimulation von außen wir schätzen und ertragen können,
- wie ausführlich wir unseren Gedanken nachgehen und wie lang das dauert,
- wie viel Ruhe beziehungsweise Aktivität wir benötigen, damit es uns gut geht und
- wie risiko-, belohnungs- und sicherheitsorientiert wir sind.
Die meisten Menschen haben eine erkennbare Tendenz zur Intro- oder Extro-Seite. Diese ist angeboren, wird aber erst während des Heranwachsens im Kontakt mit anderen Menschen stabil: Denn das Gehirn ist ja mit der Geburt noch lange nicht fertig entwickelt.
- Ganz provokant gefragt: Sind laute Menschen nicht automatisch glücklicher und erfolgreicher, weil sie sich besser verkaufen können und sich häufiger durchsetzen?
Nö. Denn was wir unter Glück und Erfolg verstehen, hängt eben von unserer Persönlichkeit ab. Menschen verstehen ganz unterschiedliche Dinge als Belohnung. Biologisch heißt Belohnung: Der Nucleus accumbens leuchtet auf, Dopamin wird ausgeschüttet. Der Auslöser kann aber alles Mögliche sein: ein Leseabend oder eine Party, ein Börsenhoch oder eine Bergwanderung, die Beförderung oder zwei Stunden für die Arbeit an einem Lieblingsthema. Und manchmal, am ungesunderen Ende der Skala, auch die nächste Flasche oder der nächste Ausflug ins Spielcasino ...
Die interessanten Fragen sind deshalb: Was genau ist für mich eine Belohnung? Wann spüre ich Glück? Was gilt in meinem Leben als Erfolg? Und was mache ich daraus? Natürlich gibt es auch Hindernisse. Aber die sollten nicht das letzte Wort haben, wenn es um unsere Lebenszeit geht.
Damit das nicht so abstrakt bleibt, hier zwei Beispiele:
Ich habe, während das Buch entstand, mit Boris Grundl gesprochen, der als junger Mann durch einen Unfall zum Querschnittsgelähmten wurde. Heute ist er ein erfolgreicher Redner und Unternehmer im Rollstuhl, der vielen anderen Menschen Mut macht: Menschen mit gesunden Körpern, die aber bei ihm etwas suchen, was sie selbst gern hätten.
Ein anderes Beispiel ist die Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch, die die Verbindung zwischen Sprache und Machtverhältnissen so klar und beharrlich herausarbeitete, dass sie sich in ihrer Community so richtig unbeliebt machte. Sie berichtet, dass sie das die Professur kostete, die sie sich so gewünscht hatte. Und gleichzeitig hat sie durch ihren ganz eigenen Weg einen großen Einfluss darauf genommen, wie wir heute mit Sprache und mit dem Geschlechterunterschied umgehen. Als unabhängige Forscherin – eigentlich ist sie eine Gelehrte – kann sie sich auch gut ernähren und ihrem Wissensdurst nachgehen.
- Was sind die besonderen Stärken, die Intros auszeichnen?
Ich habe zehn Stärken vorgeschlagen, die im Grunde alle Menschen haben können, die bei Intros mit ihrer neuronalen Ausstattung besonders häufig vorkommen: Vorsicht, Konzentration, Substanz, Zuhören, Ruhe, Unabhängigkeit, analytisches Denken, Schreiben, Beharrlichkeit, Einfühlungsvermögen.
Auf diesen Stärken baut übrigens das Buch auf. Ein gelungenes Leben hat viel mit der Fähigkeit zu tun, die eigenen Stärken zu erkennen und zu nutzen. Und dafür andere Dinge niedriger zu hängen.
- Wie gelingt es Intros, ihren Wünschen und Vorstellungen gemäß zu leben? Gibt es ein Geheimrezept?
Die US-Countrysängerin Dolly Parton, eine Power-Extrovertierte, hat dazu etwas Kluges gesagt: „Finde heraus, wer du bist – und dann tu es mit Absicht!“ Die Intro-Version dazu: Erkunden Sie Ihre Stärken, Ihre Hürden, Ihre Bedürfnisse – und dann gestalten Sie Ihr Leben so, dass die Stärken zur Geltung kommen, die Hürden Sie nicht behindern und Ihre Bedürfnisse Raum haben.
- Als Coach und Speakerin sind Sie in einer eher lauten Branche unterwegs. Hätten Sie es als Extro da nicht einfacher?
Einfach ist für viele beharrliche Intros erst einmal kein Kriterium. ☺ Viel wichtiger scheint mir zu sein, dass ich das tue, was mir wirklich wichtig ist und am Herzen liegt. Der nächste Schritt ist dann, danach zu fragen, wie ich diese Aufgabe, wenn ich sie einmal gefunden habe, als Intro gestalte.
- Auch Angela Merkel und Günter Jauch gelten als introvertierte Persönlichkeiten. Welche Anregungen für ein gutes Leben würden Sie ihnen geben?
Die letzte Antwort gilt auch für diese beiden Personen. Ich vermute, diese beiden prominenten Intros haben schon vieles hinbekommen in Sachen gutes Leben. Sonst könnten sie ihre Knochenjobs kaum über viele Jahre hinweg tun. Fällt Ihnen auch auf, dass wir über ihr Privatleben so gut wie nichts wissen? ☺
- „Leise Menschen – gutes Leben“ ist der Titel Ihres neuesten Buchs und zugleich der Abschluss einer Trilogie zum Thema Introversion. Muss man die beiden VorgängerBücher gelesen haben, um den dritten Band zu verstehen?
Ganz bestimmt nicht – großes Ehrenwort! Aber wer die beiden ersten Bücher gelesen hat, wird garantiert neue Anregungen finden.
- Und zum Schluss: Was machen Sie, wenn Sie das Gefühl haben, mal „laut“ sein zu müssen, werden Sie dann auch mal laut?
*schweig* ☺
Dr. Sylvia Löhken ist Rednerin, Coach und Trainerin. Als leiser Mensch hilft sie anderen Intros bei der Verwirklichung ihrer beruflichen und privaten Ziele. Aufgrund ihrer Erfahrungen als Wissenschaftlerin und Managerin in einer großen internationalen Organisation kennt sie wichtige Arbeitsumfelder ihrer Kunden und ist in so verschiedenen Feldern wie Management, Kommunalpolitik und Forschung tätig. Sylvia Löhken lebt mit ihrer Familie in Bonn, hat eine Vorliebe für das leise Japan, in dem sie drei Jahre in einer leitenden Position tätig war.
Das aktuelle Buch „Leise Menschen – gutes Leben“ bildet den Abschluss der Bestseller-Trilogie zum Thema Introversion. Voraus gingen die beiden Bände „Leise Menschen – starke Wirkung“ (2012) und „Intros und Extros“ (2014) mit Übersetzungen in 20 Sprachen und mit 500.000 weltweit verkauften Exemplaren.
www.intros-extros.com
Leise Menschen – gutes Leben
Das Entwicklungsbuch für introvertierte Persönlichkeiten
GABAL Verlag, Hardcover, 288 Seiten
Format: 15,6 x 23 cm
€ 24,90 (D) / € 25,60 (A)
ISBN: 978-3-86936-800-9
Auch als E-Book erhältlich | Mehr | | | |
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