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Samstag, 18. November 2017
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Sonstiges

 
Karlsruhe: Lektüre ausleihen im Freibad
Baucontainer mit 500 Büchern und Medien in Rappenwört und Rüppurr

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien am Donnerstag, 25. Juli, startet im Rheinstrandbad Rappenwört und im Freibad Rüppurr die Aktion der Stadtbibliothek "Leseratte trifft Wasserratte", die in Kooperation mit den Karlsruher Bäderbetrieben durchgeführt wird. In Baucontainern auf den Liegewiesen organisieren zwei junge Mitarbeiter der Stadtbibliothek die Buchausleihe und wollen zum Lesen, Zuhören und Mitmachen animieren. Die Container enthalten rund 500 neue Bücher und Medien: Bilderbücher, Kinderbücher, Jugendromane, Sachbücher, Comics, Mangas, Zeitschriften und Hörbücher.

Rund um die Container stehen bunte Sonnenschirme und Liegestühle, eine perfekte Liegewiese zum Schmökern und Vorlesen. Kinder und Erwachsene können die Bücher und Medien gegen Abgabe eines Pfandes ausleihen und auch an den eigenen Liegeplatz mitnehmen.
 
 

Neuer prolixletter Nr. 421 erschienen
 
Neuer prolixletter Nr. 421 erschienen
mit folgenden Themen: Freiburg - eine sehr zufriedene Stadt / "scharf.“ - Museumsnacht am Samstag, 20. Juli / TGV / Amnesty: Schiebt Flüchtlinge nicht aufs offene Meer zurück / Litfass Festival „50 Shades of Litfass“ / Klappstuhllesung: Hatun Machay / Positive Bilanz zum Weinfest: Sommerwetter, Wein, Genuss und Gäste / Ernährung: Kindern eine fleischlose Ernährung verweigern? / Freiburg Spitzenreiter beim Stellenzuwachs / MensaGarten: 10. Freiburger Filmfest / Prolix Gastrotipp: Vapiano / INVASION Kulturfestival 2013 / Regionales Netzwerktreffen "RegioNetz Südbaden" / Stadtpunkte Mannheim - Geschichte vor Ort / u.a.m.
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Freiburg: Spendenübergabe an Archäologisches Museum Colombischlössle
Verein der Freunde des Archäologischen Museums
spendet 24.000 Euro für neue Sonderausstellung

Der Verein der Freunde des Archäologischen Museums
Colombischlössle spendet 24.000 Euro für die
Sonderausstellung „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit
Urzeiten?“. Die Schau ist Ende 2014 im Archäologischen
Museum geplant. Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach
hat den Betrag heute dankend entgegen genommen. Bereits
2012 stellte der Verein 16.000 Euro für das Projekt zur
Verfügung.

Die Freunde des Archäologischen Museums Colombischlössle
zählen rund 230 Mitglieder. Seit 1999 unterstützt der Verein
das Museum in vielfältiger Weise und ermöglicht Aktivitäten,
die sonst nicht zu realisieren wären. Er setzt sich finanziell und
personell für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit,
Ausstellungen, wissenschaftliche Arbeit und Veranstaltungen
ein. So finanzieren die Freunde zum Beispiel alle Aktivitäten
des Jugendclubs „Junges ArCo“, der Kinder und Jugendliche
mit Exkursionen, Workshops und Aktionen für Archäologie
begeistert und sie ans Museum heranführt. Der Jugendclub
wurde 2010 gegründet und ist inzwischen auf 90 Mitglieder
angewachsen.

Die Vereinsmitglieder haben freien Eintritt ins Museum,
beziehen den Museums-Pass zum Sonderpreis, erhalten
Einblicke hinter die Kulissen und können an exklusiven
Führungen und Exkursionen teilnehmen.

Der Jahresbeitrag für eine Person liegt bei 20 Euro, für die
Partnerin oder den Partner bei 10 Euro. Für Kinder von
Mitgliedern ist die Teilnahme im Jugendclub kostenlos,
ansonsten kostet die Mitgliedschaft unter 18 Jahren 5 Euro.
 
 

 
Freiburg: Jubiläum für Wegweiser Bildung in Stadtbibliothek
Im ersten Jahr kamen 1300 Besucher. Jetzt geht „Freiburger Lupe“ online

Nicht jedes Baby kann mit einem Jahr auf eigenen Beinen stehen.
Der WeBi dagegen beherrscht diese Übung mühelos – und stellt
dabei ganze Bildungsbiographien auf den Kopf. Zu seinem ersten
Geburtstag haben der Wegweiser Bildung (WeBi) und seine
Verantwortlichen heute auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeschaut.

Bildungsbürgermeisterin Gerda Stuchlik betonte dabei: „Wir hatten
uns vorgenommen, mit dem WeBi erfolgreiche Bildungswege in
Freiburg zu gestalten. Ich darf behaupten, dass wir es damit nach
einem Jahr schon weit gebracht haben.“ Stuchlik gab bekannt, dass
seit seiner Eröffnung am 28. Juni 2012 schon 1300 Besucherinnen
und Besucher im Wegweiser Bildung in der Stadtbibliothek am
Münsterplatz Rat gesucht hätten. Zumeist sind es Erwachsene, die
sich über Fragen zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung, zur
beruflichen Ausbildung und Hochschulbildung beraten lassen. Am
stärksten wird der WeBi demnach an Donnerstagen frequentiert, wo
er von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Im Jahresverlauf zeigte sich bislang
ein besonderer Besucherandrang im Oktober.

Die Infothek im Wegweiser Bildung ist während der Öffnungszeiten
der Stadtbibliothek zugänglich (Dienstag bis Freitag 10-19 Uhr,
Samstag 10-14 Uhr). Qualifizierte Bildungsberaterinnen stehen an
vier Nachmittagen in der Woche persönlich zur Verfügung.
Regelmäßig kommt lebenslagenbezogene Beratung von
Partnerinstitutionen hinzu, etwa durch die Agentur für Arbeit, die
Handwerkskammer, die Anlaufstelle bei Ausbildungskonflikten „Bleib
dran!“ und das Regionalbüro für berufliche Fortbildung.

Zweimal jährlich lädt der WeBi zudem zu „Verbundangeboten“ ein.
So wurden Frauen mit Migrationshintergrund bei Thementagen im
März unter einem Dach und aus einer Hand zu (Wieder-)Einstieg in
Ausbildung und Beruf beraten. 90 Frauen nahmen das Angebot war.
Mit an Bord waren Volkshochschule, Stadtbibliothek, Kontaktstelle
Frau und Beruf, Jobcenter, Kompetenzzentrum zur Anerkennung
ausländischer Abschlüsse und Qualifikationen sowie die
Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer. Die nächsten
Thementage sind im November 2013 vorgesehen.

Dank des WeBi verfügt Freiburg an zentraler Stelle über eine
Adresse mit allen Informationen zu Bildungsberatungen und
Übergängen in Freiburg. Interessierte werden passgenau und
individuell weitergelotst. Die Orientierungsberatungen im WeBi sind
unabhängig, neutral, kostenfrei und von hoher Qualität dank
Einbindung in die AG Bildungsberatung. In dieser Arbeitsgruppe sind
vernetzt: Volkshochschule, Staatliches Schulamt, Agentur für Arbeit,
Handwerkskammer, Universität, Caritasverband, Jugendberatung,
Regionalbüro für berufliche Fortbildung sowie von der Stadt Freiburg
die Kontaktstelle Frau und Beruf, die Geschäftsstelle Gender
Mainstreaming und das Amt für Soziales und Senioren. Träger des
Wegweisers Bildung ist die städtische Initiative LEIF. Noch ein Jahr
lang wird er aus Mitteln des Bundesprogramms „Lernen vor Ort“
finanziert, doch Bürgermeisterin Stuchlik betonte heute: „Wir wollen
ihn auch nach der Förderphase im Sommer 2014 weiter führen“.

Daher passt es, dass die „Freiburger Lupe“ zum 1. Geburtstag des
WeBi online geht: Seit heute ist die interaktive Bildungswegeauskunft
unter www.freiburger-lupe.de frei zugänglich. Angelehnt an das Bild
eines Linienfahrplanes zeigt sie alle Bildungswege und -abschlüsse
von der vorschulischen Phase bis zur beruflichen Weiterbildung.
Dabei können zu jeder Bildungsphase, zum jeweiligen Lernort und
Bildungsabschluss Informationen abgerufen werden. Die Lupe, von
der Initiative LEIF gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der
Freiburger Bildungslandschaft entwickelt, wurde im WeBi erprobt und
von den Beraterinnen für geeignet befunden. Ab dem kommenden
Schuljahr wird sie auch für Beratungszwecke an Schulen eingesetzt.

Kontakt: Wegweiser Bildung in der Stadtbibliothek (Münsterplatz
17), Tel. 0761/201-2020, webi@stadt.freiburg.de,
www.leiffreiburg.de/webi. Öffnungszeiten: Di/Mi/Fr 14-18, Do 15-19 Uhr.
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Freiburg: Kunst in der Urachstraße
 
Freiburg: Kunst in der Urachstraße
Philipp Morlock gibt Einblicke in sein weit gereistes Einraumhaus

Kunstprojekt ist ab 6. Juli am Alten Wiehrebahnhof zu sehen

Das mobile Kunstprojekt Einraumhaus gastiert ab Samstag, 6.
Juli auf dem Platz am Alten Wiehrebahnhof und lädt dort zu
abwechslungsreichen Ausstellungen und Events ein. Das weit
gereiste Haus ist ein Werk des in Freiburg aufgewachsenen
Künstlers Philipp Morlock. Es wird für drei Wochen, bis
Sonntag, 28. Juli, den lebhaften Platz in der Urachstraße
bereichern.

Was sich im Inneren verbirgt, können die Besucherinnen und
Besucher selbst entdecken. Nur soviel sei verraten: Philipp
Morlock hat eigens für das Projekt in Freiburg eine
monumentale Skulptur konzipiert, die nun erstmals zu sehen ist.
Beachtung verdient vor allem deren Herstellung: Der Künstler
hat ein sehr großes Loch im Erdreich ausgehoben und dieses
dann mit Beton gefüllt. Die nun tonnenschwere Skulptur weist
Spuren des Grabens auf und zeigte erst mit dem Herausheben
aus der Erde sein wahres Gesicht.

Die Skulptur wird nach dem Abbau des Einraumhauses für zwei
Jahre in der Urachstraße verbleiben. Dort ermöglicht das
städtische Kulturamt Künstlerinnen und Künstlern aus der
Region im zweijährigen Wechsel ihre Werke im öffentlichen
Raum zu präsentieren.

Der Schlüssel des Einraumhauses ist im Café im Alten
Wiehrebahnhof (Urachstr. 40) hinterlegt und kann dort zur
Besichtigung des Kunstprojekts abgeholt werden. Das Café ist
zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag 18 bis 1 Uhr, Dienstag /
Donnerstag / Freitag / Sonntag 15 bis 1 Uhr, Mittwoch 13.30 bis
1 Uhr, Samstag 9 bis 1 Uhr.

Programm

Ein abwechslungsreiches Programm begleitet die Präsenz des
Einraumhauses am Alten Wiehrebahnhof: Zur Eröffnung des
Kunstprojekts am Samstag, 6. Juli, finden ab 19 Uhr zwei
Musikperformances mit Werner Degreif (Mannheim) und Jan F.
Kurth (Freiburg) statt. Um 20.30 Uhr ist dann der Film „Andrej
Rubljow“ (1969) von Andrei Tarkowski im Kommunalen Kino zu
sehen. Er erzählt die Geschichte eines vermeintlichen
Glockengießers und stellt damit einen Bezug zur Skulptur
Morlocks her. Bis Dienstag, 9. Juli, sind neben ihr auch
Zeichnungen des Künstlers ausgestellt.

Die Künstlergruppe „Longitude“, bestehend aus Studierenden
der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (Außenstelle
Freiburg), wird ab Samstag, 13. Juli, mit ihrer Ausstellung
„4²+x=6“ zwei Wochen lang in mehreren Etappen das
Erscheinungsbild des Einraumhauses verändern. Die
Vernissage findet am Samstag, 13. Juli, ab 19 Uhr statt.

Am Freitag, 19. Juli, und Samstag, 20. Juli, ist anlässlich der
Jubiläen des Kommunalen Kinos (40 Jahre) und Literatur
Forums Südwest (25 Jahre) eine weitere Ausstellung im
Einraumhaus geboten.

Zum Abschluss zeigt der Verlag Einraumhaus am Samstag, 27.
Juli, von 8 bis 18 Uhr unter dem Titel „Sex(y)laden“
verschiedene Herausgaben.
 
 

 
Freiburg: 40 Jahre Koki, 25 Jahre Literaturbüro, 10 Jahre unter einem Dach
Jubelfest am 19. und 20. Juli 2013

Los geht’s am Freitag, den 19. Juli, mit dem Langen Abend der Freiburger Literatur, an dem über 20 Autorinnen und ÜbersetzerInnen Einblicke in ihre Arbeiten geben. Gelesen wird nahezu überall: Kinosaal und Galerie laden ein, bekannte wie unbekannte Stimmen wiederzuerkennen oder neu zu entdecken und sich einen Überblick über die literarischen Stimmen vor Ort zu verschaffen. Zwischen und nach den Kurzlesungen (ca. 15 Min. pro Lesung) bleibt Zeit für Gespräche, Wein und Abendhimmel. Die Einnahmen des Abends kommen dem geplanten Literaturhaus Freiburg zugute, insbesondere dem Aufbau des Kinder- und Jugendliteraturhauses. Kuratiert von Manuela Fuelle, Autorin und Mitglied im Literatur Forum Südwest e.V.
Fr 19.07., ab 20:00 | Galerie, Kinosaal | Eintritt: 8,00/6,00 Euro,
genaues Programm und Autorenübersicht unter www.literaturbuero-freiburg.de.

Am Samstag, den 20. Juli, starten wir ab 16:00 Uhr draußen unter den Kastanien mit Kaffee, Kuchen und Kurzfilmprogrammen sowie einem Lesezelt für kleine Literatur- und Filmfreunde. Um 19:00 Uhr freuen wir uns auf die persönlichen Glückwünsche von Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon; im Anschluss gibt es gutes Essen, Kino (Stummfilm „Chang“ mit Musikbegleitung und Kurzfilmen), Party ab 22:00 (Balkanbeats meets Minimal House meets Anatolian) mit DJ Yavuz Ak (Berlin) und DJ Bogdan (Freiburg) sowie einige Rück- und Ausblicke in der Galerie und im Café.
Sa, 20.07., ab 16.00 Uhr | Eintritt frei
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Freiburg: Neue Ausstellung „Stockwerke“ im Kunsthaus L6
Stockwerke, von Hanne Botsch / Foto: Veranstalter
 
Freiburg: Neue Ausstellung „Stockwerke“ im Kunsthaus L6
Sechs Künstlerinnen aus den Ateliers in der Lameystraße zeigen aktuelle Werke

Die neue Ausstellung „Stockwerke“ im Kunsthaus L6 stellt sechs Künstlerinnen vor, die alle ihre Ateliers im Kunsthaus L6 haben, aber in sehr unterschiedlichen Medien arbeiten. Die unabhängig voneinander entstandenen Kunstwerke, werden für „Stockwerke“ zum ersten Mal Verbindungen eingehen und Beziehungen entstehen lassen.

Die Künstlerin Nicole Mittas arrangiert verschiedene Medien zu einer raumgreifenden Installation, welche den Ort mit einbezieht. So verwandelt sie unter anderem ihren im Atelier als Bodenschutz verlegten Teppich zu einer Zeltform, die nun als eine schützende Fläche von oben wirkt.

Sandi Kozjek stellt unabhängig voneinander entstandeneKunstwerke in Bezug zueinander, so dass die Betrachter zwei Werkebenen, Einzelwerk und neu geschaffener Werkkontext, abgrenzend und zusammen sehen können. Immer bleibt ihr dabei die Anbindung an die Wand wichtig.

Hanne Botschs farbintensive Malereien geben dem Betrachter nichts vor, es sind abstrakte Spiegel, die eine strukturierte Unordnung geben.

Die Arbeiten von Hannah Voß bringen verschiedene Zeitebenen zusammen. Die Künstlerin nimmt Fotografien, Plakate und eigene Skizzen und übermalt diese. In diesem Prozess vermischt sich neu Hinzugekommenes mit dem unteren Bildträger, es durchdringt sich gegenseitig – gleichzeitig Trennung und Zusammentreffen.

Auch bei Annette Raess-Kuechlin geht es um eine Gleichzeitigkeit und Durchdringung von zwei Bildebenen. Zwei als Einzelbilder entstandene Malereien werden wie die Leinwand selbst zu einer regelmäßigen Struktur verwoben, deren Grundeinheit das Quadrat ist.

Die Kunst von Franziska Döser geht von der Malerei und Zeichnung aus. Sie integriert dabei häufig weitere Materialien und konzentriert sich auf die Sichtbarmachung des Arbeitsprozesses. So wird sie im Kunsthaus L6 eine zuerst abgeschmirgelte, dann gebügelte und zum Schluss gefaltete Leinwand zeigen, welche die Produktionsbedingungen ihres Ateliers reflektiert. Zum einen entsteht durch die Enge etwas Produktives in der Entwicklung neuer Methoden, zum anderen ist sie in der möglichen Größe ihrer Leinwände stark eingeschränkt.

Am Freitag, 5. Juli, um 19 Uhr eröffnet Samuel Dangel vom Kulturamt die neue Ausstellung „Stockwerke“.

Die Ausstellung „Stockwerke“ läuft vom 6. Juli bis 28. Juli, donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Führungen durch die Ausstellung sind auf Anfrage möglich.
 
 

 
Ausstellungstipp: Ga Yeon Jo und Sandra Pulina "Pseudomorphism"
Pseudomorphism nennt sich die Ausstellung der beiden jungen Malerinnen Sandra Pulina und Ga Yeon Jo, welche am 5. Juli im T66 Kulturwerk eröffnet wird. Die zwei Preisträgerinnen des Förderpreises der Freunde der Kunstakademie Münster greifen mit dem Titel einen Begriff auf, der von dem Kunsthistoriker Robert Rosenblum geprägt wurde und sich auf besondere Weise mit ihrer Malerei verknüpfen lässt. Für Rosenblum war der Vergleich zweier ungleicher Objekte, die dabei auf irgendeine Weise ähnlich erscheinen ein Pseudomorphism: Etwas sieht einem Anderen ähnlich, hat aber nichts mit ihm gemein, täuscht nur vor, etwas zu sein. So wird malerisch auf den Gemälden beider Künstlerinnen etwas dargestellt, das den Betrachter motivisch oder kontextuell an etwas anderes erinnert, es aber doch nicht ist.
Beide stammen als Meisterschülerinnen aus der Klasse von Prof. Klaus Merkel an der Kunstakademie Münster, die bei dieser Ausstellung Kooperationspartner ist.

Die 1983 in Marl geborene Sandra Pulina war bereits auf Klassen- und Gruppenausstellungen in Münster, Witten, Hamburg, Düsseldorf und Recklinghausen präsent. Auch Ga Yeon Jo, Jahrgang 1978, hat an Klassenausstellung in Münster und Lippstadt teilgenommen.

Seit Beginn ihres Studiums hat Pulina ihr Auge auf Fassaden, Wandgliederungen und Wandfragmente geworfen. Diese Vorliebe wird zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Dabei geht die Malerin installativ und abstrahierend vor: Bilder werden gerahmt gemalt, Bildinhalte gelöscht und neu gesetzt. Ihre kleineren Gemälde wirken oft wie Ablegerfiguren aus ihren Grossformaten. Sich ständig neu definierende Ordnungssysteme und ein ewiges Sammeln und Neusetzen findet hier statt. Ihre teilweise im T66 gezeigte Gemäldeserie Huntington Gardens wurde inspiriert durch einen Aufenthalt in den grossen Sammlungen der Huntingtons in Kalifornien und dabei von einer dortigen Vitrinenschau aus Silber und Porzellan. Von solch wirklichen Anordnungen geht Pulina aus und entwickelt daraus ihre eigenen Formen und Fragestellungen.
Die Arbeiten der koreanische Künstlerin Ga Yeon Jo sind fliessender und bestechen das Auge mit einer geheimnisvollen Aura und Bildmotiven aus einer scheinbar anderen Welt. Ihre Bilder tragen Titel wie "Ein rotes Haus", "Eine schwebende Insel", "Ich war da", "Ach! Schwer". Ga Yeon Jo hat schon als Kind gezeichnet, später in Südkorea Design studiert und als Kinderbuchillustratorin gearbeitet. Die Sehnsucht nach der Malerei war aber immer da. Ihre Bilder entstehen intuitiv: sie sieht ein Objekt, betrachtet seine Bewegung und sein Wesen und stellt ihm Fragen zu seiner Befindlichkeit: Wie fühlst du dich? Bist du glücklich oder traurig? Ist Ruhe und Frieden in dir? Beim Malen entstehen so auf ihrer Leinwand bewegte Linien, die wie Wellen in ständiger Bewegung am Objekts ihre Spuren hinterlassen.

„Es gibt Zustände in beiden Werken, die pure Stimmung sind und grosse Zwischenräume lassen. Die Bilder sind mit einer zurückgenommenen Intensität aufgeladen, in denen das Gemalte und die Idee untrennbar zusammengefallen sind, wie ein Organismus der sich erzeugt, transformiert und immer in Bewegung ist“, so der Lehrer Merkel.
Esther Föttinger, kuratorische Assistenz, Freiburg, Juni 2013.

T66 kulturwerk, Talstrasse 66, 79102 Freiburg
www.t66-kulturwerk.de,

07. bis 28. Juli 2013
Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag, Sonntag 14 bis 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung
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