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Donnerstag, 23. November 2017
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Sonstiges

 
Karlsruhe: Für die Nachwelt gerettet
Restaurierung der der ersten deutschen E-Mail

"Wilkommen in CSNET!": Mit diesem Betreff ging am 2. August 1984 die erste Internet-E-Mail ein, die an einen eigenständigen deutschlandweit verfügbaren E-Mailserver gesendet wurde. Leider existiert das elektronische Original der ersten deutschen Mail nicht mehr. Überliefert ist die Nachricht nur in Form eines Ausdrucks auf einem 90 mal 38 Zentimeter großen Stück Druckerpapier. Die Restaurierung und damit den Erhalt der äußerst gefährdeten Nachricht hat nun die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) finanziell unterstützt und so ihren Fortbestand für künftige Generationen gesichert. Denn das Druckerpapier der 1980er-Jahre ist säurehaltig, was seine Haltbarkeit stark beeinträchtigt. Dazu kommen mechanische Schäden und die verblasste Druckerschwärze. Das Stadtarchiv stellt das Projekt am 5. September beim 11. Nationalen Aktionstag für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts in Köln vor.

Laura Breeden, Mitarbeiterin des Computer Science Network (CSNET) Koordinations- und Informationszentrums am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, bestätigte mit der ersten E-Mail einst dem Mitarbeiter der Informatik-Rechnerabteilung an der Universität Karlsruhe, Michael Rotert, und in Kopie dessen Vorgesetztem Werner Zorn offiziell die Betriebsbereitschaft des CSNET, einem Vorläufer des heutigen Internets. Damit markiert die erste E-Mail einen Meilenstein in der Geschichte des deutschen Internets und des elektronischen Nachrichtenverkehrs. Prof. Rotert überließ dem Stadtarchiv Karlsruhe den Ausdruck im Jahre 2009.

Probleme der Bestandserhaltung

Die erste deutsche Internet-E-Mail veranschaulicht wie kaum ein anderes Dokument signifikante Probleme der Bestandserhaltung, mit denen Archive – wie auch andere Kultureinrichtungen – im frühen 21. Jahrhunderts konfrontiert sind: Der Ausdruck der ersten E-Mail zeigt die Flüchtigkeit digitaler Unterlagen, die oftmals nur kurze Zeit überdauern und rasch wieder gelöscht werden. Mit dem „Digital Turn“ der letzten Jahrzehnte ersetzen elektronische Überlieferungsformen sukzessive Papierunterlagen. Abgesehen von einer notwendigen Sensibilisierung in der Verwaltung für die Bedeutung und die Erfordernis zur Aufbewahrung von „born-digital“ Unterlagen, gestaltet sich gerade deren dauerhafter Erhalt als die derzeit komplexeste Aufgabe für die Archive. Der stete Wandel der Technik, von Software und Hardware, erschwert die Konzeption langzeitstabiler digitaler Archivierungslösungen und verlangt ständige Anpassungen an aktuelle Systemumgebungen.

Papier, das im Zeitraum von cirka 1850 bis in die 1980er-Jahre hinein hergestellt wurde, enthält einen hohen Säuregehalt, was eine raschere Alterung zur Folge hat. Es verfärbt sich bräunlich, wird brüchig und zerfällt schließlich. Der Zerfallsprozess bedroht die papiergebundenen Archivalien und Bibliotheksbestände nahezu flächendeckend und kann nicht gestoppt, sondern allenfalls verlangsamt werden. Hierzu dient das chemische Verfahren der Massenentsäuerung, das das Papier neutralisiert. Die Behandlung führt allerdings nicht zu einer Stabilisierung bereits brüchigen Papiers. Sie muss frühzeitig angewendet werden, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Die Massenentsäuerung kann die Probleme, die aus dem Einsatz säurehaltigen Papiers erwachsen, aber nicht lösen – das Verfahren ist zudem sehr kostenintensiv. Vielmehr muss präventiv der Einsatz von alterungsbeständigen Papieren (nach DIN ISO 9706), Druckfarben und Schreibstoffen forciert werden, wodurch Folgekosten für die aufwendige Massenentsäuerung von Papieren entfallen. Auch muss auf säure- und holzschliffhaltiges Recycling-Papier verzichtet werden. Nur so lässt sich schriftliches Kulturgut dauerhaft für künftige Generationen bewahren.
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Karlsruhe: Von der Freude des Sammelns
Historischer Mittwochabend mit Dr. Hans-Jürgen Vogt

Dr. Hans-Jürgen Vogt, Vorsitzender der Regionalgruppe Karlsruhe der Badischen Heimat und des Fördervereins Karlsruher Stadtgeschichte, ist ein leidenschaftlicher Sammler. Seit Jahrzehnten sammelt er Historisches. Im Rahmen der Reihe "Historischer Mittwochabend" des Stadtmuseums und der Historischen Museen Karlsruhe erwartet er am Mittwoch, 26. August, Gäste, um ihnen ausgewählte Stücke aus den Bereichen Jerusalem und Vorderer Orient, Karlsruhe und Baden, Karl May und Groschenhefte, Jugend- und Abenteuerbücher, Kinderspiele und Spielebücher sowie Bilder- und Märchenbücher zu zeigen. Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Durmersheimer Straße 53 (Silogebäude neben dem dm-Markt, 2. Obergeschoss).
 
 

Theatertipp: Impro-Theater „Syna-psen“
Syna-psen / Foto: Wallgrabentheater
 
Theatertipp: Impro-Theater „Syna-psen“
10. August 2015, um 20.30 Uhr
im Rathaushof Freiburg
und bei Schlechtwetter im Wallgrabentheater

Dieses Mal mit musikalischer Unterstützung von Karsten Kramer. Erregungsübertragung ist das erklärte Ziel. Lachen auf Stichwort – so improvisieren die beiden Schauspielerinnen Szenen und Geschichten aus dem Nichts. Mal tiefgründig, mal komisch, charmant und rasant. Erleben Sie eine Mischung aus Standup-Comedy, Improvisationstheater und Schauspiel.

Sybille Kleinschmitt und Natalia Herrera lassen auch Ihre Syna-psen feiern.
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Freiburg: Vertrag über das Literaturhaus in der Alten Universität steht
Die Albert-Ludwigs-Universität und die Stadt Freiburg vereinbaren eine langfristige Zusammenarbeit

Neue Impulse für den Dialog zwischen Kultur, Wissenschaft und Bürgerschaft: Die Albert-LudwigsUniversität und die Stadt Freiburg haben einen Kooperations- und Mietvertrag unterzeichnet und darin das gemeinsame Ziel festgelegt, im „Literaturhaus Freiburg“ langfristig zusammenzuarbeiten. Es wird künftig von dem Verein „Literatur Forum Südwest e.V.“ betrieben und soll sich zum zentralen literarischen Kompetenzzentrum für Stadt und Region entwickeln. Der Vertrag hat zunächst eine Laufzeit von 15 Jahren und tritt in Kraft, sobald die Universität das Mietobjekt – Räume in der Alten Universität – an die Stadt übergibt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die inhaltliche Vernetzung und Kooperation mit Fakultäten und wissenschaftlichen Zentren der Universität, mit studentischen Theatergruppen, Freiburger Kultureinrichtungen sowie mit nationalen und internationalen Partnern ein riesiges Potenzial für alle Beteiligten eröffnet“, sagt Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg. „Die Universität erschließt über das Literaturhaus weitere Publikumsgruppen und wissenschaftlich-kulturelle Kooperationen für ihre Mitglieder.“ Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon: „Der neue Standort und die Partnerschaft mit der Universität eröffnen Entwicklungschancen mit Wirkungen für das kulturelle Leben. Die Stadt unterstützt das Literatur Forum Südwest als Träger nach besten Kräften. Ich bin der Universität, und an erster Stelle dem Rektor Prof. Schiewer, sehr dankbar für das Engagement und die gute Zusammenarbeit.“

Eckpunkte der Vereinbarung:

Die Universität vermietet an die Stadt Büroflächen, Lagerflächen und den Theatersaal mit insgesamt 350 Quadratmeter Fläche in der Alten Universität, in der auch das Uniseum der Universität Freiburg untergebracht ist. Bevor der Betrieb des Literaturhauses starten kann, ist zunächst vorgesehen, dass das Universitätsbauamt Freiburg umgehend nach Vertragsabschluss federführend den Umbau und die Sanierung der Räume veranlasst. Hierzu steuern die Universität und die Stadt jeweils 300.000 Euro bei. Für die Ausstattung des Hauses fließen weitere 65.000 Euro von der Stadt an das Literatur Forum Südwest e.V., die mit Sponsorengeldern weiter aufgestockt werden. 35.000 Euro stellt die Stadt für die Mietkosten des ersten Jahres an die Universität zur Verfügung; ab 2017 wird die Miete als Teil des Zuschusses an das Literatur Forum im städtischen Haushalt ausgewiesen.

Das Literaturhaus und die studentischen Theatergruppen werden den Theatersaal gemeinschaftlich nutzen. Der Universität wird der Saal, bis auf einige Ausnahmen, an den Wochenenden sowie in der Sommerpause des Literaturhauses zur Verfügung stehen. Für die übrigen Zeiten stellt die Universität den Theatergruppen weitere Probe- und Spielstätten bereit – insbesondere den Kinosaal im Rektoratsgebäude.

Ziel von Universität und Stadt ist, dass das Literaturhaus im Frühjahr 2016 eröffnen kann.

Zur Geschichte des Literaturhauses:

Das künftige Literaturhaus wird vom Literatur Forum Südwest e.V. getragen, das 1988 von Autorinnen und Autoren aus Freiburg und der Region als gemeinnütziger Verein gegründet worden war. Das vom Verein getragene Literaturbüro verfolgt mit jährlich 90 bis 100 Veranstaltungen das Ziel der Förderung und Vermittlung von Literatur. Die Veranstaltungsformate reichen von klassischen Lesungen über Podiumsgespräche und Vorträge bis hin zu Performances und spartenübergreifenden experimentellen Hör- und Seherlebnissen. Das Literaturbüro Freiburg veranstaltet außer der Reihe Großprojekte und versteht sich auch als Labor für neue Literaturformate für ein vielfältiges Publikum.

Seit Anfang der 1990er Jahre verfügte das Literatur Forum über ein Büro in den Räumen des Kunstvereins im Marienbad und nutzte für seine Veranstaltungen Räume des Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof, in dem das Literaturbüro seit 2003 mit der Geschäftsstelle und seinem Veranstaltungsangebot zu Hause ist. 2014 wurde Martin Bruch Leiter des Literaturbüros; er ist Nachfolger von Dr. Stefanie Stegmann, die zuvor seit 2005 die Geschäfte des Literaturbüros geleitet hatte.

Finanzierung:

Die Stadt unterstützt das Literatur Forum seit 1997 mit einer institutionellen Förderung von anfangs 40.000 DM; der Zuschuss ist seitdem kontinuierlich erhöht worden auf zuletzt 86.500 Euro im Jahr 2014. Zudem erhält das Literatur Forum einen Mietzuschuss von rund 6.000 Euro für die Räume im Alten Wiehrebahnhof.

Mit Blick auf die bevorstehende Einrichtung in der Alten Universität hat der Gemeinderat im Doppelhaushalt 2015/2016 den Zuschuss an das Literatur Forum Südwest e.V. auf 144.500 Euro (2015) und 152.550 Euro (2016) erhöht. Damit ist vor allem eine personelle Verstärkung verbunden: Bis zum Start des Literaturhauses wird sich die Personalausstattung von heute 1,5 Personalstellen auf drei Stellen verdoppeln.

Standortsuche:

Weil ein weiterer Ausbau zu einem literarischen Kompetenzzentrum mit stärkerer Vernetzung in die Kulturszene und in die Universität im Alten Wiehrebahnhof nicht zu leisten war, begann 2011 die Suche nach einem größeren und besser geeigneten Standort. Im Mai 2012 hatte das Bürgermeisteramt dem Gemeinderat verschiedene Optionen vorgestellt, darunter auch den von der Universität angebotenen Standort in der Werthmannstraße 4 – 6. Für das Haus Werthmannstraße sprachen vor allem die zentrale Lage neben der Philosophischen und der Philologischen Fakultät, der Universitätsbibliothek und dem Theater, der Zuschnitt und die Größe der Räume.

Eine nähere Untersuchung des Universitätsgebäudes hatte jedoch gezeigt, dass aus Brandschutzgründen und durch weitere bauliche Maßnahmen der Umbau zum Literaturhaus deutlich teurer als zunächst angenommen werde und eine um zwei Jahre längere Bauzeit erfordere. Daraufhin hat der Rektor der Universität im August 2014 den Theatersaal der Alten Universität in der Alten Universität angeboten.

Das Bürgermeisteramt und das Rektorat sehen den künftigen Standort Alte Universität als große Chance für eine gute Entwicklung des Literaturhauses. Stadt und Universität schaffen einen Raum für Wechselwirkungen zwischen Literaturrezeption, Literaturproduktion und Wissenschaft. In der Alten Universität befinden sich auch das Uniseum und das University College Freiburg, an dem derzeit etwa 300 Studierende einen Bachelor of Liberal Arts and Sciences erwerben. In den Räumen in zentraler Innenstadtlage können alle inhaltlichen Ziele umgesetzt werden. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen insbesondere die Universitätsbibliothek, das Theater sowie die Philosophische und die Philologische Fakultät als mögliche Kooperationspartner. Die Lage, die Partnerschaft mit der Universität und die Trägerschaft durch das Literatur Forum Südwest als Trägerverein eröffnen somit die Chance, ein in Deutschland einmaliges Synergiemodell zu etablieren und zukunftsfähig weiter zu entwickeln.
 
 

 
Musikschule Freiburg kann in der Turnseeschule ihre Zentrale einrichten
Endlich mehr Platz für die Musikschule Freiburg: Nach
jahrelanger Suche kann sie in der Turnseeschule im Stadtteil
Wiehre ihre Zentrale einrichten. Dort werden mit dem Auflösen
des Werkrealschulzweiges Räume frei. Künftig kann die
Musikschule knapp 400 Quadratmeter im Südflügel für Büros,
Instrumente, Lehrerzimmer und Bibliothek nutzen. Der Umzug
ist Anfang 2016 geplant.

Die Musikschule ist seit Jahrzehnten auf der Suche nach
einem eigenen Haupthaus. Bislang sind die Unterrichtsräume
auf 65 Standorte im Stadtgebiet verteilt, darunter viele
Schulen und Kindergärten. Die Büros befinden sich schon seit
1966 im Haus der Jugend, einem Gebäude des
Jugendbildungswerks. Dort nutzt die Musikschule auch
einzelne Räume für Ensembleproben und Unterricht. Vor
allem für Instrumente, Besprechungen und weiteren Unterricht
fehlt aber der Platz.

Der Raumbedarf der Musikschule wurde bereits 2001 in einer
Studie begründet. Damals wurde eine Verlagerung in das
Lycée Turenne diskutiert. Wegen Eigenbedarf der Schulen
konnte das Raumproblem so aber nicht gelöst werden. 2012
entstand die Idee eines gemeinsamen Musikzentrums mit der
Musikhochschule in der Stadthalle. Das Konzept bekräftigte
den akuten Platzmangel in der Musikschule. Dennoch kam
auch diese Lösung nicht zustande, da die Stadt die
Einrichtung eines Archivs in der Stadthalle anvisiert. Auch
nach der geplanten Sanierung des Haus der Jugend ist nicht
zu erwarten, dass die Musikschule dort mehr Platz findet.

Die frei werdenden Räume an der Turnseeschule bieten nun
eine dauerhafte Verbesserung. Mit dem Standort hat die
Musikschule bereits gute Erfahrungen gemacht: Die
Turnseeschule zählt seit Jahren zum Hauptunterrichtsort. Ein
weiterer Pluspunkt ist die Lage in nächster Nähe zum
bisherigen Verwaltungssitz im Haus der Jugend. Dort bleiben
der Musikschule nach dem Umzug der große Saal und die
Proberäume für die Ensembles erhalten. Auch an den
dezentralen Standorten in den verschiedenen Stadtteilen wird
weiterhin unterrichtet.


Derzeit lernen an der Musikschule 2.957 Schülerinnen und
Schüler von insgesamt 86 Lehrkräften das Musizieren. Die
Kosten für Umbau und Umzug liegen voraussichtlich bei rund
150.000 Euro.

Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, Vorsitzende des Vereins
Musikschule Freiburg, freut sich über die positive Perspektive:
“Der neue Standort bietet die Chance, Eltern, Schüler,
Verwaltung, Lehrkräfte und Schulleitung zusammenzubringen
und den musikalischen Austausch anzuregen. Für die Zukunft
ist ein gemeinsames musikpädagogisches Konzept mit der
verbleibenden Turnseegrundschule angedacht.“
 
 

 
Cartoon-Workshops für Kinder und Jugendliche
Jetzt anmelden für 4. oder 6. August


Selbst Cartoons zeichnen – das können Kinder und
Jugendliche bei zwei Workshops im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a, ausprobieren. Sie finden im Rahmen der
Ausstellung „Peter Gaymann. Kunst kommt von Kaufen“ statt.
Die beiden Kurse mit Comiczeichnerin Ludmilla Bartscht
richten sich an unterschiedliche Altersgruppen:

Am Dienstag, 4. August, findet von 10 bis 13 Uhr ein
Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren statt. Das Motto
lautet „Ich sehe was, was Du nicht siehst…“. Die Teilnahme
kostet 10 Euro. Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 28. Juli,
erforderlich.


Jugendliche von 13 bis 16 Jahren können dann am
Donnerstag, 6. August, von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17
Uhr zum Stift greifen. Hier lautet das Motto: „Was geht? Ein
Moment im Leben“. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Eine
Anmeldung ist bis Donnerstag, 30. Juli, erforderlich.


Die Anmeldung zu beiden Workshops ist möglich per Mail an
museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder unter Tel. 0761 /
201-2501.
 
 

Theatertipp: EIN SOMMERNACHTSTRAUM mit BERND LAFRENZ
Sommernachtstraum / Foto: Achim Käflein
 
Theatertipp: EIN SOMMERNACHTSTRAUM mit BERND LAFRENZ
SA 25.07. | 20.30 UHR
KAMMERTHEATER im EWERK

Ein Sommernachtstraum ist Lafrenz' 8. Shakespeare-Solo. Keine Rolle ist ihm unmöglich, ein Verwandlungsvirtuose der Sonderklasse (Tagesspiegel Berlin). Was sich da auf der Bühne tut ist tatsächlich Theater total, ein Hochgenuss, Theater wie man es selten sieht (Stuttgarter Zeitung).

Herzog Theseus von Athen, selbst mit Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt, muss sich mit dem Fall des alten Egeus auseinandersetzen. Der verklagt seine Tochter Hermia, weil sie Lysander den Vorzug vor Papas Wunschkandidat Demetrius gibt. Gefolgt von Demetrius, Hermias Freundin Helena und einer Truppe von Amateurschauspielern fliehen die Liebenden nachts in den Wald, wo ein Liebeszauber des Kobolds Puck dann für allerlei Verwirrung sorgt.

MIT Bernd Lafrenz
REGIE Abel Aboualiten
EINTRITT € 16 / € 12 (erm.)
KARTEN www.ewerk-freiburg.de BZ-Kartenservice
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Ekaterina Genijewa ist 69jährig verstorben
Ekaterina Genijewa / Foto: privat
 
Ekaterina Genijewa ist 69jährig verstorben
Generaldirektorin der Moskauer Rudomina-Bibliothek für
ausländische Literatur gab den Anstoß zu den „Russischen
Kulturtagen“ und engagierte sich für das literarische Werk
von Marina Zwetajewa

OB Salomon und Kulturbürgermeister von Kirchbach: „Wir
trauern um eine große Freundin der Stadt Freiburg“

Im April weilte sie noch zu den ersten Russischen Kulturtagen in
Freiburg, nun erreichte die Stadt die Nachricht, dass Ekaterina
Genijewa am 9. Juli nach schwerer Krankheit in einer
israelischen Klinik verstorben ist. Die Leiterin der RudominaBibliothek
für ausländische Literatur wurde 69 Jahre alt. Mehr als
25 Jahre stand die promovierte Literaturwissenschaftlerin an der
Spitze der drittgrößten Blibliothek in Russland, die als eine der
weltweit führenden Sammlungen und Forschungsstätten für
ausländische Literatur gilt.

Ihre Verbindung zu Freiburg entstand eher zufällig vor einigen
Jahren, als Ekaterina Genijewa beim damaligen Walter-ScheelForum
für deutsch-russische Kulturbeziehungen in Freiburg und
Bad Krozingen mit Oberbürgermeister Dieter Salomon
zusammen traf. Daraus erwuchs die Idee, die Rolle von Freiburg
in der russischen Literatur durch gemeinsame Veranstaltungen
und Publikationen stärker bewusst zu machen, insbesondere das
literarische Werk von Marina Zwetajewa (1892 – 1941), die
Anfang des 20. Jahrhunderts einige Zeit in Freiburg gelebt hatte.
Deshalb empfand Ekaterina Genijewa Freiburg ebenso als „eine
russische Stadt“, in der dank Zwetajewa und Maxim Gorki
russische Literatur ebenso gegenwärtig sei wie durch Anton
Tschechow in Badenweiler.

Ekaterina Genijewa lud OB Salomon und eine Abordnung der
Freiburger Kulturverwaltung zu Besuchen nach Moskau ein; bei
den Arbeitstreffen in Moskau und in Freiburg entstand die Idee
der Freiburger Russischen Kulturtage, die erstmals im April 2015
mit einem mehrtätigen Veranstaltungsprogramm stattfanden. Im
Dezember 2014 präsentierte Genijewa als Gemeinschaftsprojekt
der Rudomina-Bibliothek und des Freiburger Kulturamts einen
Band mit Gedichten von Marian Zwetajewa „Auf Schiefertafeln
schrieb ichs…" in deutscher und russischer Sprache.

Ekaterina Genijewa, 1946 in Moskau geboren, hatte ihr
Literaturstudium an der Staatslichen Universität ihrer Heimatstadt
absolviert und mit dem Doktortitel abgeschlossen. Seit 1972
arbeitete sie an der Rudomina-Bibliothek für ausländische
Literatur – die drittgrößte Bibliothek des Landes -; 1993 wurde sie
Generaldirektorin. Sie war Autorin zahlreicher wissenschaftlicher
Veröffentlichungen, insbesondere zum Leben und Werk von
James Joyce.

„Wir trauern um eine innovative und kreative Persönlichkeit, der
ein gutes Miteinander zwischen unseren Städten und den
Ländern eine persönliche Herzenssache gewesen ist. Wir
werden sie als Freundin der Stadt Freiburg in dankbarer
Erinnerung behalten!“ – so würdigen Oberbürgermeister Dieter
Salomon und Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach die
Verdienste der verstorbenen Wissenschaftlerin.
 
 



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