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Samstag, 18. November 2017
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Sonstiges

Freiburg: Glückwunsch, die Situation ist komplex
Predigt in der Ludwigskirche (Bild: Günter Hammer)
 
Freiburg: Glückwunsch, die Situation ist komplex
Das Evangelium widersetzt sich schneller Lösungen - Predigt am Reformationstag

Freiburg (gh). „Das Evangelium lockt zum Engagement, von dem anfangs gerade nicht klar ist, ob es erfolgreich ist“, dies sagte am Wochenende (Sa. 31. Okt.), Professorin Renate Kirchhoff, im zentralen Gottesdienst der evangelischen Stadtkirche zum Reformationstag in der gut besuchten Ludwigskirche. Die Rektorin der Evangelischen Hochschule predigte über die Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium.

Die seien in gewisser Weise Paradox. Denn das griechische Wort „Makarios“, das Luther mit "selig" übersetzte, hieß in der Alltagssprache „Glückwunsch“. Und so beglückwünschen beispielsweise die Seligpreisungen diejenigen „die geistlich arm sind, diejenigen, die mutlos geworden sind angesichts von Verhältnissen, die Unrecht produzieren“. Oder sie beglückwünschen „die Frieden schaffen, obwohl sie in einer Situation der Unterdrückung leben und also keine Handlungsspielräume zur Gestaltung der Gesellschaft haben“. Die biblischen Worte verstoßen damit gegen „Konventionen, weil sie eben nicht direkt zustimmungsfähig" seien, sagte Kirchhoff.

Doch gerade diese Sichtweisen des Evangeliums würden heute gebraucht. Kirchhoff: „Wir brauchen Menschen, die heute in Freiburg im Blick haben, wie nötig es ist, dass wir als Christinnen und Christen Sorge tragen für sozialen Frieden in einer Situation, in der Bedarfe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gegeneinander abgewogen werden müssen.“

Die Sichtweise des Evangeliums tauge „für unwägbare, unüberschaubare, vertrackte Situationen“. In der komplexen Situation der Flüchtlingsfrage, sei sie trotz vieler Versäumnisse froh, dass Angela Merkel gesagt habe „Wir schaffen das“, ohne zu wissen wie das dann aussehe. Wer meine, dass Merkels Satz falsch gewesen sei, der habe „zumindest das Evangelium nicht auf seiner Seite“, so die Theologieprofessorin. „Wer in der Situation, in der wir uns in Deutschland und Europa – aber auch in den Herkunftsländern der Flüchtlinge – mit den einfachen Kategorien Vorschlägen und richtig/falsch Urteilen daher kommt, wer so tut, als wäre die Zukunft mit den Flüchtlingen zu kartographieren, ist nicht nur unglaubwürdig, sondern gefährlich.“ Deshalb gälte: „Wohl denen, die die Komplexität der Situation aushalten.“ Und: „Herzlichen Glückwunsch denen, die aushalten, dass ihr eigenes Leben vertrackt ist – unüberschaubar, und widerstehen dem Druck der schnellen Lösungen.“

Die Kollekte des Gottesdienstes ging an Flüchtlingswohnfond der Freiburger Stadtkirche beim Diakonischen Werk . Aus dem seien bereits 60 Familien beim Wohnungsfinden und beim Einrichten unterstützt worden, berichtete Stadtdekan Markus Engelhardt.
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Frankfurt: Die große SONDERMANN-Gala 2015
Sondermann: Piepen / (c) Veranstalter
 
Frankfurt: Die große SONDERMANN-Gala 2015
mit Pausen und Trompeten
und den Stargästen Horst Evers und Jens Friebe

Tatata-taa: Der „Sondermann 2015“, der Oscar der Komischen Kunst, geht an den Berliner Maler, Zeichner und Wanderprediger Michael Sowa!

Der Preisträger begeistert seit Jahrzehnten seine weltweit und beständig wachsende Fangemeinde mit grandiosen Bildern aus einer geheimnisvollen Region zwischen Traum und subtiler Komik. Wie kein Zweiter beherrscht er, wie Robert Gernhardt es einmal nannte, das „traditionsreiche Spiel aller sogenannten realistischen Malerei: das Spiel der Täuschung, Verführung und Bezauberung“.

Am 11. 11. jährt sich der 57. Geburtstag des 2004 verstorbenen Frankfurter Zeichners Bernd Pfarr, nach dessen Figur „Sondermann“ der seit 2004 verliehene Preis benannt ist. Nun ist er zum fünften Mal in Folge mit der Preissumme von 5000 Euro dotiert. Preisträger des „Bernd Pfarr Sondermanns für komische Kunst“, wie der Preis mit vollem Namen heißt, waren u. a. Rudi Hurzlmeier, Christoph Niemann, Greser & Lenz, Rattelschneck, Eugen Egner und Ernst Kahl.

Vorlese-Stargast des Galaabends mit Scheck und Statue ist der Berliner Bestsellerautor Horst Evers, dessen zahlreiche Bestsellerbuchumschläge (u. a. „Für Eile fehlt mir die Zeit“) durchweg mit Bernd-Pfarr-Motiven gestaltet sind. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Berliner Sänger, Liedermacher und Autor Jens Friebe („Nackte Angst, zieh dich an, wir gehen aus“). Außerdem treten auf: Der Preisträger Michael Sowa, Moderator Oliver Maria Schmitt, Andreas Platthaus, Leo Fischer, Leo Riegel, Hans Zippert u. a.

Die Veranstaltung ist lactosefrei, kann aber Spuren von Erdnüssen enthalten!

11. 11. 2015 Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, 60316 Frankfurt
VVK € 17,40 + Gebühr / AK € 19,-
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1. Freiburger Sustainability Jam 6. bis 10. November
Interessierte arbeiten an Ideen für Nachhaltigkeit

Weltweit findet Ende Oktober/ Anfang November 2015 der
„Global Sustainability Jam“ statt. Dabei handelt es sich um ein
Zusammentreffen von Menschen, die gemeinsam in Teams
kreative Ideen und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung
gestalten. Das Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg
wird gemeinsam mit dem Grünhof als Werkstatt für Startups
und die junge Kreativszene in Freiburg einen Beitrag zur
weltweiten Aktion organisieren.

Beim 1. Freiburger Sustainability Jam bringen sie junge Kreative,
Studierende und Schülerinnen und Schüler unter dem
Motto: „Deine Ideen für Nachhaltigkeit“ zusammen, um innovative
Ideen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln und damit
auch einen Beitrag auf lokaler Ebene zu den Freiburger
Nachhaltigkeitszielen zu leisten.

In verschiedenen Mitmachformaten kann man Ideen entwickeln,
Produkte designen oder nachhaltiges Wirtschaften erlernen.
Gleichzeitig wollen Grünhof und das Nachhaltigkeitsmanagement
eine neue Kultur der Zusammenarbeit etablieren,
indem man zusammen Ideen in die Tat umsetzt, sich
vernetzt und Spaß hat.
 
 

 
Karlsruhe: Mehr E-Book-Reader angeschafft
Kunden können Geräte testweise ausleihen / Einführungskurse Onleihe

Die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus hat ihren Bestand an ausleihbaren E-Book-Readern wegen großer Nachfrage auf 25 erhöht. Ab November stehen neben den Readern der Marke Sony nun auch Tolino vision 2 Reader zur Verfügung. Kunden und Kundinnen können die Geräte für vier Wochen ausleihen, um das Onlineangebot zu testen.

Die Onleihe ist ein Service der Stadtbibliothek, der eine große Bandbreite digitaler Medien wie e-Books, e-Paper, e-Music, e-Audios und e-Videos bereithält. Die Ausleihe findet im zweiten Obergeschoss an der Informationstheke statt. Zusätzlich dazu bietet die Bibliothek im Lernstudio monatliche Einführungskurse in die Nutzung der E-Book-Reader sowie der Onleihe an. Nächster Termin ist Freitag, 6. November, um 15 Uhr. Die Bibliothek bitte um telefonische Anmeldung unter der Nummer 133-4201.
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Theatertipp: Hands-Up-Comedy - Fingerfood fürs Zwerchfell
Seit über 25 Jahren tourt Günter Fortmeier mit seinem Theater durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Während seines Pantomimen- und Schauspielstudiums an der Folkwanghochschule in Essen entwickelte er sein einzigartiges Hand-Theater-Kabarett, eine Art Kasperltheater für Erwachsene. Auf Festivals und Gastspielen in ganz Europa ist er seit Jahren ein gern gesehener Gast.

Durch eine intensive Begegnung mit dem berühmten indischen Schattenspieler Prasana Rau verfeinerte er sein Hand-Schatten-Spiel und fühlt sich bis heute dieser Tradition sehr verbunden. Damit seine Schattenfiguren so aussehen und sich so bewegen können wie in einem Comicstrip oder Zeichentrickfilm, brauchte es 5 Jahre Vorlaufzeit, intensive Arbeit und Durchhaltevermögen. So ist es möglich, die nur mit den Händen und ein paar kleinen unterstützenden Requisiten erschaffenen Figuren lebendig werden zu lassen. Seine wandelbare Stimme gibt dem Ganzen eine unverwechselbare komödiantische Note. Wechselnde Hundesilhouetten im Sekundentakt, perfekt und synchron getimt auf einer Musik-Hundegebell-Collage. Das ist außergewöhnlich und von hoher Perfektion.

Gastspiel im Wallgrabentheater Freiburg
Mit Günter Fortmeier
Montag, 02.11.2015, 20 UHR
 
 

 
Karlsruhe: Querflötenkonzert des Kons im eigenen Ordensteinsaal
Wer die Querflöte und ihre Musik schätzt, kommt am Donnerstag, 29. Oktober, ab 19 Uhr im Ordensteinsaal des Badischen Konservatoriums (Kons), Kaiserallee 11 c, auf seine Kosten: Lehrende, Schülerinnen und Schüler des Kons geben ein klangvolles und abwechslungsreiches Konzert. Das Publikum darf sich unter anderem auf Werke von Scott Joplin, Marlaena Kessick, Johann Pachelbel, Johann Joachim Quantz und John Rutter freuen. In der Besetzung variieren das Duo zweier Querflöten beziehungsweise Querflöte und Klavier, aber auch das große Querflötenensemble wird zu hören sein. Der Eintritt ist frei.
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Theatertipp: Ödipus
Ödipus / Foto: Theater Freiburg
 
Theatertipp: Ödipus
Tragödie nach Sophokles, Euripides und Aischylos

Die Inszenierung von Felicitas Brucker entfaltet ein großes literarisches Panorama, in dem äußere und innere Kriegszustände stets ineinander aufgehen und die Figuren der Familie im Mittelpunkt stehen. Ödipus ist klug und gleichzeitig zornesblind, weswegen er nicht erkennen kann, was er erkennen könnte. Er zerstört sich selbst, gibt den Fluch weiter an seine Kinder und führt die Stadt letztendlich ihrem Untergang entgegen. Die Götter sehen zu, wie die Menschen scheitern. Von der Tragik und der Schuld des eigenen Handelns erlösen sie ihn nicht. In drei Bildern – Ödipus’ Selbsterkenntnis (»König Ödipus«), der Krieg seiner Söhne um die Stadt (»Die Phönikierinnen«) und Ödipus’ Suche nach Asyl bzw. einem würdigen Tod (»Ödipus auf Kolonos«) – wird die Geschichte eines Fluches erzählt.

Freiburger Theater
Termine siehe Spielplan ...
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Freiburg: „Die weiße Stadt Tel Aviv: Mythos und Realität“
Bauhaus Architektur in Tel Aviv / Foto: Opitz
 
Freiburg: „Die weiße Stadt Tel Aviv: Mythos und Realität“
Vortrag von Dr. Ita Heinze-Greenberg von der ETH Zürich
über die Entstehung und Ausprägung der Bauhaus-Architektur in Tel Aviv
am Dienstag, den 27. Oktober 2015, 19.30 Uhr
im Hörsaal 2004 im Kollegiengebäude der Universität Freiburg

Das Bauhaus, 1919 von Walter Gropius in Dessau gegründet, entwickelte sich bis zu seiner Schließung 1933 zur wichtigsten Architekturschule in Deutschland und wurde mit ihrem Programm einer funktionalen Ästhetik zum Synonym für die Architektur der Klassischen Moderne. Etwa 25 der insgesamt 200 jüdischen Bauhaus-Absolventen wanderten später nach Palästina aus und wirkten als ausgebildete Maler, Typografen, Möbeldesigner, Fotografen und Architekten im vorstaatlichen Israel. Gerade die am Bauhaus geschulten Architekten fanden ein dankbares Betätigungsfeld in den ab 1933 schnell wachsenden Städten des Landes, allen voran Tel Aviv.

Tel Aviv war Anlaufpunkt für Flüchtlinge aus dem nationalsozialistischen Deutschland sowie den von Deutschland besetzten Ländern Mittel- und Osteuropas und verdreifachte seine Einwohnerzahl innerhalb kürzester Zeit von 50.000 im Jahr 1932 auf 150.000 Ende der 1930er Jahre. Für die große Zahl an Immigranten musste platzsparender Wohnraum schnell und günstig geschaffen werden, wobei viele der Neuankömmlinge auch ästhetische Ansprüche verwirklicht sehen wollten. Die Funktionalität des Bauhaus-Stils trug diesen Bedürfnissen Rechnung und fand in der heutigen Mittelmeer-Metropole wie auch in den neuen Vorstädten von Haifa und Jerusalem flächendeckend Anwendung. 2003 trug die UNESCO diesem Phänomen mit der Auszeichnung der „Weißen Stadt“ Tel Aviv als Weltkulturerbe Rechnung und führte damit zu einem neuen Bewusstsein für die umfangreiche Geschichte der klassischen Moderne in Israel.

Die Referentin Dr. Ita Heinze-Greenberg ist Leitende Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich und hat die Bauhaus-Architektur in Israel ausführlich erforscht und hierzu umfassend publiziert. Einen Schwerpunkt ihrer Forschung bildet Leben und Werk des Architekten Erich Mendelsohn, der in den 1930er Jahren in Palästina tätig war. Sie veröffentlichte dazu unter anderem die Bände „Europa in Palästina: Die Architekten des zionistischen Projekts in Palästina 1902 - 1923" (Zürich 2011) sowie „Erich Mendelsohn: Bauen ist Glückseligkeit" (Berlin 2011).

Der Vortrag ist Teil einer vom Freundeskreis Freiburg-Tel Aviv-Yafo veranstalteten und von der Stadt Freiburg unterstützten Kulturwoche zum 50. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Der Eintritt ist frei
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