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Buchtipps

Buchtipp: Esther Dischereit
 
Buchtipp: Esther Dischereit "Blumen für Otello"
Über die Verbrechen von Jena
Klagelieder. Libretto. Dokumentation.

Mit einem Interview von Insa Wilke
In deutscher und türkischer Sprache
Übersetzung aus dem Deutschen ins Türkische: Saliha Yeniyol

Schüsse. Morde. In Serie. So klar, so brutal, so systematisch und so eiskalt. Die Ermittlungsmaschinerie beginnt zu laufen, doch sie scheitert, weil sie keineswegs so vorbehaltlos rational funktioniert, wie sie es von sich behauptet. Zeichen werden missachtet, Hinweise falsch gedeutet, Akten vernichtet, es kann nicht sein, es darf nicht sein. Einfühlsam und mit großer poetischer Kraft ermittelt Esther Dischereit in ihren Klageliedern, was die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) angerichtet, welche Lücken sie bei den Hinterbliebenen aufgerissen haben. Sie ermittelt mit ihrem Opernlibretto "Blumen für Otello", welche Vorurteile die Verbrechen möglich und ihre Aufklärung unmöglich gemacht haben, wie der Rassismus und die soziale Voreingenommenheit gegenüber einer stigmatisierten Unterschicht den Apparat blind und ihn umso furchtbarer selbst zum Täter gemacht haben, indem er nach Schuld bei denjenigen sucht, die mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Mit der Shakespeare-Figur des Otello, der als erfahrenes Opfer des Mobs im jenseitigen Gespräch mit dem ermordeten türkischen Blumenhändler Licht in das bringt, was geschehen ist, führt Dischereit uns handgreiflich und zugleich theatralisch vor Augen, wie das Fremde erniedrigt, bekämpft, ausgestoßen wird – gestern und heute. Ihre Texte sind Teil einer Trauerarbeit unserer Gesellschaft und der Versuch, die Sprachlosigkeit zu überwinden angesichts der Grausamkeit der Taten und der im Versagen offensichtlich werdenden Vorurteile deutscher Behörden.

Die Klagelieder und das Opernlibretto erscheinen in einer aufwändig gestalteten deutsch-türkischen Ausgabe. Ort und Termin der Uraufführung sind noch offen. Die Bearbeitung als Hörstück wird von Giuseppe Maio für DeutschlandRadio Kultur vorbereitet. Sendetermin ist im Mai 2014! Die ARD-Sendung »Titel, Thesen Temperamente« berichtete bereits über das Projekt.

Secession Velag 2014, 210 Seiten, EUR (D) 29.95, (A) 30,80 / sFR 41.60
ISBN 978-3-905951-28-8
 
 

Buchtipp: Nicola Förg
 
Buchtipp: Nicola Förg "Scheunenfest!
In der Brandruine einer Scheune werden in Unterammergau die Leichen zweier junger Frauen entdeckt. Die Rumänin Ionella hatte das alte Ehepaar gepflegt, dem der Bauernhof gehört. Ihre Freundin, eine junge Norwegerin, war als Au-pair in Deutschland. Ein Unfall? Fest steht jedenfalls, dass sie schon tot waren, als der Stadel Feuer fing. Und die Brandstelle hält noch eine weitere Überraschung für Irmi und Kathi bereit: In der Scheune lagerte eine Phosphorbombe! Die könnte den Brand ausgelöst haben, aber nun will sie natürlich niemandem mehr gehören. Sind die beiden Frauen einer Verkettung unglücklicher Umstände zum Opfer gefallen? Die Schafe und Ziegen waren gerade an diesem Tag nicht im Stadel, obwohl es draußen gestürmt und geschneit hat – wollte jemand einen Doppelmord vertuschen, aber die Tiere verschonen?

Pendo Verlag 2014, 352 Seiten, EUR 16,99 [D], 17,50 [A] / sFR 24,90
ISBN: 978-3-86612-344-1
 
 

Buchtipp: Daniel Tyradellis
 
Buchtipp: Daniel Tyradellis "Müde Museen"
Oder: Wie Ausstellungen unser Denken verändern könnten

Museen sind Massenmedien. Aufwendige Ausstellungsprojekte erreichen immense Besucherzahlen; kühne Museumsbauten bilden neue Landmarken. Keine Zeichen von Müdigkeit, oder? Und doch sind Betrieb und Besucher gleichermaßen erschöpft. Immer mehr, immer teurer, immer multimedialer – und irgendwie immer dasselbe. In die Zufriedenheit mischt sich Unbehagen: Wozu das alles?

Der Mangel an Ideen und gedanklicher Tiefe, die ängstliche Befriedigung antizipierter Erwartungen und die Selbstreferentialität des Betriebs gehören für den Philosophen und Kurator Daniel Tyradellis zu den Kernproblemen der Museen. Für ihn steht die Frage der Vermittlung am Anfang und Ende einer jeden Ausstellung. Das bedeutet aber nicht immer mehr Didaktik und immer weitere Absenkung der Schwellen. Es bedeutet, den Besucher ernst zu nehmen, sein Denken in neue Bahnen zu lenken und Frei-Räume, Erfahrungsräume einer neuen Art zu öffnen.

»Das Ziel einer Ausstellung sollte nicht sein, bloß einen Forschungs- oder Wissensstand abzubilden oder Meisterwerke zu zeigen«, fasst Tyradellis sein philosophisch-kulturpolitisches Plädoyer für eine neue Art des Kuratierens zusammen. »Sie sollte viel eher die Mittel dazu bereitzustellen, das daran Unerledigte und Vorausgesetzte zu verstehen und auszuhalten. Sie sollte synästhetische Konstellationen präsentieren, die vielleicht quer zu allen musealen Usancen stehen, die aber gerade deshalb in der Lage sind, Laien wie Experten Fragen und Zusammenhänge vor Augen zu führen und so dabei helfen, Kultur und uns selbst anders zu durchdringen.«
Neugierige Besucher, mehr Wagemut im Museumsbetrieb und eine undoktrinäre Ausbildung für Kuratoren sind, so Tyradellis, die besten Voraussetzungen dafür, das einzigartige Potenzial von Ausstellungen zu wecken: Sie könnten Orte sein, an denen gesellschaftliche Fragen in einem ästhetischen Kontext verhandelt werden

Edition Körber-Stiftung 2014, 296 Seiten, EUR 16,- [D], 16,50 [A] / sFR 23,50
ISBN: 978-3-89684-153-7
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Buchtipp: Buchtipp: Ronald Pierre Schweppe
 
Buchtipp: Buchtipp: Ronald Pierre Schweppe "Achtsam abnehmen"
33 Methoden für jeden Tag. Entdecken Sie das Geheimnis innerer und äußerer Leichtigkeit

Nicht die Kalorien sind schuld, wenn Menschen zu viel wiegen, sondern die Geisteshaltung. Wer unachtsam und wie ferngesteuert isst, isst automatisch zu viel, zu schnell und zu oft zwischendurch. Man sollte aufhören, gegen sich selbst zu kämpfen und der Weisheit des Körpers vertrauen, die Fernsteuerung ausschalten und aufwachen, indem Achtsamkeit beim Essen entwickelt wird.

33 kleine Übungen helfen, tagtäglich Achtsamkeit zu entwickeln. Noch heute kann begonnen werden – beispielsweise indem man

- sich mit den emotionalen Problemzonen vertraut macht,
- die Stopp-Technik anwendet,
- lernt, wie achtsames Essen im Hier und Jetzt funktioniert,
- die Schokoladen-Meditation macht.

Um sich von belastenden Ernährungsmustern zu befreien, braucht man keine Brechstange. Meist genügen kleine, sanfte Impulse. Die 33 Übungen im Buch laden dazu ein, die Ernährungs- und Lebensweise dauerhaft zu verändern.

systemed Verlag 2014, 176 Seiten, EUR 14,99 (D)
ISBN 978-3-942772-90-7
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Buchtipp: Andreas Winter
 
Buchtipp: Andreas Winter "Artgerechte Partnerhaltung"
Lieben ohne Stress

Eine kriselnde Liebesbeziehung kann nicht nur unglücklich, sondern sogar krank machen. Die Harmoniebedürftigkeit des Menschen ist so ausgeprägt, dass wir unter ständigen Spannungen und Missverständnissen gesundheitlich leiden und zerbrechen können. Der häufigste Beziehungskiller ist nicht etwa eine unüberwindliche kulturelle, ideologische oder religiöse Kluft, sondern oftmals bloße Unkenntnis über den geliebten Menschen an unserer Seite. Falsche Erwartungen, nie geklärte Missverständnisse und pure Unwissenheit stutzen den Schmetterlingen im Bauch schneller die Flügel, als das Geschirr an die Wand krachen kann. Doch Hilfe naht: Dieser tiefenpsychologische Ratgeber klärt Sie über das unbekannte Wesen in Ihrem Haus und Bett auf und hilft Ihnen, den Partner besser zu verstehen – oftmals besser als seine eigenen Eltern.

Wussten Sie beispielsweise, dass ein Erstgeborener es selten mit einem zweitgeborenen Partner aushält, wenn dieser älter ist als er selbst? Dass eine Frau mit einer starken Vaterbindung zwar meist ein sehr attraktives Äußeres hat, aber eben diesen Vater auch in ihrem Partner zu finden hofft? Dass man oft auf dünnem Eis wandelt, wenn man den anderen zum Liebesbekenntnis zwingt, wenn man mit Provokationen etwas Stimmung in die Ehe zu bringen versucht oder wenn man vom Partner Anerkennung erwartet, obwohl dieser selbst darauf hofft, gelobt und geliebt zu werden? Es gibt viel zu erfahren auf dem Weg zum erfüllten Partnerglück. Aber ist der Führerschein zur Zweisamkeit erst gemacht, dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.

Das Buch enthält eine vom Autor selbst eingesprochene Coaching-CD, mit der das Gelesene nicht nur rational, sondern auch mit den für das Verhalten wichtigen emotionalen Bereichen des Gehirns verarbeitet werden kann. Somit wird eine Programmierung auf die erfüllende Partnerschaft leicht gemacht.

Mankau Verlag 2014, 213 Seiten, mit Audio-CD, EUR 16,95 (D) / 17,50 (A)
ISBN 978-3-86374-136-5
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Buchtipp: Martin Keune
 
Buchtipp: Martin Keune "Die Blender"
Kriminalroman

Berlin, 1931. In einer verlassenen Prachtvilla im Grunewald findet Kommissar Sándor Lehmann die Leiche eines vermeintlichen Propheten. Und obwohl er überzeugt ist, dass es sich um ein durchaus irdisches Verbrechen handelt, muss er bald tief in das okkulte Leben der Hauptstadt eintauchen. Hochstapler, Nazis und die eigenwillige Journalistin Rosalind Hossrow, zu der Sándor sich mehr und mehr hingezogen fühlt, stellen den harten Hund aus der Mordkommission vor ungeahnte Herausforderungen. Die Zeit drängt, denn es bleibt nicht bei dem einen Toten …

be.bra Verlag 2014, 272 Seiten, EUR 9,95
ISBN 978-3-89809-533-4

Den ersten Roman "Black Bottom" mit Kommissar Sándor Lehmann haben wir im März 2013 vorgestellt - klicke "mehr"!
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Buchtipp: Duden
 
Buchtipp: Duden "Das große Kreuzworträtsel-Lexikon"
Mit mehr als 230.000 Fragen und Antworten

Das zuverlässige und kompetente Nachschlagewerk für jeden Rätselfreund. Neue, aktualisierte Auflage mit 5000 neuen Fragen und Antworten. Das Lexikon enthält jetzt über 230000 Begriffspaare, systematisch, übersichtlich und gut lesbar geordnet. Der Bestseller unter den Kreuzworträtsel-Lexika!

Verlag Duden 2014, 8. Auflage, 944 Seiten, EUR 10,00
ISBN-13: 9783411054381
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Fahrradreparaturen"
Reparaturen selber machen - schnell und günstig

Die meisten können Fahrradfahren - doch selbst für kleine Reparaturen bringen viele ihr Zweirad in die Werkstatt. Dabei kann man mit ein paar Werkzeugen, Ersatzteilen, etwas Zeit und einer guten Anleitung vieles selber machen. Wie das geht, erklärt die Stiftung Warentest in ihrem neuen Ratgeber "Fahrradreparaturen". Alle wichtigen Arbeiten werden in bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen vorgestellt.

Vom Stadtfahrrad bis zum Mountainbike: Was zu tun ist, wenn die Bremse durchrutscht oder eine Speiche reißt, das Licht nicht mehr funktioniert oder die Federung nicht reicht: Profis und Reparatur-Neulinge finden in diesem Buch alle Antworten auf ihre Fragen. Detaillierte Suchbäume helfen schnell, die Ursache für zahlreiche Probleme zu erkennen.

Ein Kapitel beschäftigt sich mit den Elektrofahrrädern, denn die dort verbaute Elektronik kann auch mal streiken. Wie flickt man zum Beispiel einen platten Reifen, wenn der Motor im Laufrad integriert und dieses gar nicht so leicht zu entfernen ist? Die Lösung hält der Ratgeber "Fahrradreparaturen" bereit.

Ein Werkstattbuch mit Checklisten für Routinekontrollen gegen unliebsame Überraschungen, und mit unkonventionellen Tipps für Notreparaturen unterwegs: Etwa einen Knoten im Schlauch für eine schnelle Hilfe ohne Flickzeug.

"Fahrradreparaturen" hat 336 Seiten und ist seit dem 25. Februar 2014 zum Preis von 24,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/fahrradreparaturen.
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