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Hörspieltipps
| | | Hörspieltipp: ”... mit dem Siegel der Justiz” - Der Jorns-Prozess | Hörspiel nach der Rede des Verteidigers Paul Levi
Mit: Wolfram Koch
Funkeinrichtung: Norbert Schaeffer
Regie: Claude Pierre Salmony
(Produktion: SWR 2015)
Audio und Hintergrundinformationen unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Länge: ca. 80 Minuten
Das Plädoyer des Verteidigers Paul Levi im so genannten “Jorns-Prozess” von 1929 machte die Schäbigkeit der politischen Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 und ihre Vertuschung durch die Justiz offenkundig.
In der Zeitschrift “Das Tage-Buch” erschien am 24. März 1928 der Artikel “Kollege Jorns” von Berthold Jacob. Der verantwortliche Redakteur war Josef Bornstein. Der Artikel zielte auf die juristische Inkompetenz von Paul Jorns, der als Kriegsgerichtsrat die Ermittlungen gegen die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geleitet hatte.
Daraufhin stellten Reichsanwalt Jorns als Nebenkläger und Oberreichsanwalt Karl August Werner als Hauptkläger Strafantrag wegen Beleidigung und übler Nachrede. Der Anwalt und Reichstagsabgeordnete Paul Levi, der Rosa Luxemburg bereits in verschiedenen Gerichtsverfahren verteidigt hatte, übernahm die Verteidigung des angeklagten verantwortlichen Redakteurs Bornstein.
Die Hauptverhandlung begann am 17. April 1929 vor dem Schöffengericht in Berlin-Mitte. Mithilfe der Akten, die Levi einsehen durfte, konnte er Jorns Verschleppung und Verdunkelung des Verfahrens und sogar Fluchthilfe nachweisen. Die angeführten Details belasteten Jorns schwer. Levi erreichte schließlich einen Freispruch für seinen Mandanten. Sein Abschluss-Plädoyer nannte der Journalist, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky “die mächtigste deutsche Rede nach Ferdinand Lassalle”.
Ursendung
Sonntag, 17.01.2016, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag | | | | |
| | | | Hörspeltipp: Art’s Birthday 2016 | EBU ars acustica special evening
Live aus dem E-Werk Freiburg mit Mouse on Mars u.a.
Senderegie: Frank Halbig
Moderation: Julia Neupert
(Produktion: SWR / E-Werk Freiburg / HfG Karlsruhe 2016)
Seit vielen Jahren organisiert die ars acustica group der European Broadcast Union (EBU) den »Art’s Birthday«. Dieser wird im Gedenken an den Fluxus-Künstler Robert Filliou gefeiert. Der behauptete im Jahr 1963, dass exakt vor einer Million Jahren die Kunst geboren worden sei – um präzise zu sein, am 17. Januar, seinem eigenen Geburtstag.
Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre wird der zum Festival erweiterte SWR Art’s Birthday wieder in Zusammenarbeit mit dem E-Werk Freiburg organisiert – dieses Jahr geht die Feier mit einem insgesamt 6-stündigen Programm in den Geburtstag hinein. Die 2-stündige Live-Sendung aus dem großen Saal in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Elektrizitätswerks bietet eine exklusive Vorpremiere des neuen »Live-Sets« von Mouse on Mars. Zuvor wird es in einer Uraufführung eine spezielle Live-Fassung des Hörspiels »Die Gegenwart Gottes als Vogelgezwitscher im rechten Ohr« von Thomas Knoefel und Jan St. Werner zu hören geben.
Live
Samstag, 16.01.2016, 21.03 Uhr, SWR2 ars acustica
Audios, Videos und Informationen unter: swr2.de/artsbirthday | Mehr | | | |
| | | | Hörspieltipp: Von Brustschwimmern, Radrennfahrern und anderen Sportlern | Von Martin Ebbertz
Gelesen von Sebastian Mirow
Musik: Peter Lehel und Mini Schulz
Moderation: Eva Schramm
(Lesung vom 16. Oktober 2015 im Rahmen der Kinder- und Jugendliteraturtage Ettlingen)
Wie sieht der Alltag einer Radrennfahrerfamilie aus? Was macht ein Brustschwimmer, wenn er im Meer schwimmt und mal eine Pause braucht? Und wer kann den Mond retten, wenn er mal vom Himmel fällt?
Antworten auf diese und andere Fragen hat Martin Ebbertz in seinen Sportmärchen gesammelt. Übrigens: Diese kurzen Geschichten sind allesamt nicht so fürchterlich ernst gemeint.
Samstag, 16.01.2016, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
Die Geschichte steht nach der Sendung ein Jahr zum Download bereit unter: www.kindernetz.de/spielraum | Mehr | | | |
| | | | Hörspieltipp: Dead Link | Kriminalhörspiel von Dirk Schmidt
Mit: Uwe Ochsenknecht, Matthias Leja, Sönke Möhring, Hans Peter Hallwachs u.a.
Musik: Rainer Quade
Regie: Claudia Johanna Leist
(Produktion: WDR 2015)
Länge: ca. 55 Minuten
Die “Task Force Hamm”, zusammengesetzt aus Vorderbäumen (schon jenseits der Pensionsgrenze), Scholz (spielsüchtig, hat er aber im Griff), Lenz (säuft, aber “intelligent”) und Latotzke (?), gilt nicht gerade als die Speerspitze nordrhein-westfälischer Verbrechensaufklärung – und verblüfft trotzdem mit überraschenden Erfolgen. Da Latotzke eine gute Beurteilung braucht (er hofft sehnsüchtig auf eine Beförderung und damit auf mehr Geld), wird ihm ein heikler Fall anvertraut: Es geht um ein Mordopfer, bei dem man nicht viel mehr an Spuren hat als einen beschädigten Computer. Der lässt sich so weit regenerieren, dass man die Internet-Gewohnheiten des Ermordeten erkennt. Latotzke stößt auf üble Beiträge in diversen Foren, aber lässt sich daraus ein Motiv stricken?
ARD Radio Tatort
Freitag, 15.01.2016, 22.33 Uhr, SWR2 Krimi
Audio unter radiotatort.ard.de. Auch als Podcast abonnierbar! | Mehr | | | |
| | | | Hörspieltipp: Der Goldene Drache | Hörspiel von Roland Schimmelpfennig
Mit: Christoph Gawenda, Marlen Diekhoff u.a.
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2012)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Länge: 77 Minuten
”Über sexuelle und ökonomische Ausbeutung zu schwadronieren, fallt niemandem schwer. Sie mit leichter Hand, der das Fantastische, Surreale selbstverständlich ist, zu zeigen, erfordert Meisterschaft.” (Die Welt)
Im Mittelpunkt steht das China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant “Der goldene Drache”. In dessen Küche wird einem einem jungen Chinesen ein Schneidezahn mit einer Rohrzange gezogen. Dieser Zahn fliegt in den Mund einer Stewardess. Dann erzählt jemand von der hungrigen Grille, die im Winter zum Opfer der geschäftstüchtigen Ameise wird. Parallel dazu läuft eine Asiatin einem Betrunkenen in die Arme.
Ausgezeichnet mit dem Mühlheimer Theaterpreis und bei der Kritikerumfrage von ‘Theater Heute’ zum Stück des Jahres 2010 gekürt, zuletzt 2014 als Operlibretto für den Komponisten Peter Eötvös hoch gelobt, ist dieser Text im besten Sinne postmodern und mit Prosapassagen, Szenen und Innerem Monolog zugleich ein genuines Hörspiel.
Fluchtpunkte (1)
Donnerstag, 14.01.2016, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio | | | | |
| | | | Hörspieltipp: Kirk | Hörspiel von Claudia Gabler
Regie: Stella Luncke und Josef Maria Schäfers
(Produktion: SWR 2015)
Kirk ist ein Kosmopolit, Kirk ist ehrgeizig, leidenschaftlich und schnell. Kirk will Macht, Kirk will überhaupt alles. In einem Affenzahn will Kirk die Welt retten, er will den biologischen Zerstreuungsprozess aufhalten und die Pestizide gerecht auf den Feldern der Welt verteilen, er will Häuser bauen und ihre Architekten flachlegen. Schließlich kriecht die Angst aus Kirks Tasche und Kirk steckt seinen Kopf in die Mikrowelle. Die Explosion wird zum symbolischen Selbsterfindungsakt Kirks – so zumindest erzählen es die Stimmen, die Kirk zunächst emphatisch als die ultimative Form des neuen Menschen preisen. Aber Kirk selbst taucht nicht auf, er ist nicht zu greifen. Sein Portrait ist ein verzweifelter und schriller Versuch, die mannigfaltigen Visionen von einem neuen Helden aufzugreifen, den keiner von uns gerufen hat und den wir alle andauernd rufen.
Dienstag, 12.01.2016, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem
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| | | | Hörspieltipp: Ingenieur Andrées Ballonfahrt zum Nordpol | Hörspiel von Eugen Ruge
Mit: Sylvester Groth, Wolfram Koch und Matthias Koeberlin.
Regie: Walter Adler
(Produktion: MDR 2008)
Länge: 59 Minuten
Im Jahre 1897 unternahm der schwedische Ingenieur Salomon August Andrée den Versuch, in einem Gasballon den Nordpol zu erreichen. Er wurde begleitet von einem 27-jährigen Eisenbahningenieur und einem 25-jährigen Studenten der Physik und der Philosophie. Ihre toten Körper samt Ausrüstung fand man erst 33 Jahre später im Eismeer wieder. Aus den verwitterten Aufzeichnungen war herauszulesen: Die Männer hatten nur etwa 300 Kilometer in ihrem Ballon zurückgelegt. Den Rest der Entfernung zum Nordpol, mehr als 1000 Kilometer, wollten sie zu Fuß bewältigen. Das Hörspiel basiert auf den Tagebüchern und Briefen dieser Expedition und ergänzt diese durch fiktive Dialoge.
Sonntag, 10.01.2016, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
Im Anschluss:
SWR2 Mehrspur. Radio reflektiert
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| | | | Hörspieltipp: Die drei gerechten Kammmacher | nach Gottfried Kellers gleichnamiger Novelle
Hörspielbearbeitung: Luise Besserer
Regie: Günter Maurer
(Produktion: SWR, SRF 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR.de/SWR4/bw
Länge: 55 Minuten
Drei deutsche Handwerksgesellen aus unterschiedlichen Gefilden arbeiten bei einem Meister in der Schweiz. Alle drei sind fleißig, sie können sparen, sie brauchen nicht viel, steuern klare Ziele an und vermeiden Konflikte. Dennoch geraten sie in Streit und werden erbitterte Rivalen: Denn jeder von ihnen möchte die Kammmacherei übernehmen, und jeder will zu dem Zweck dieselbe vermögende Jungfer zur Frau. Das Gerangel mündet in einen finalen Wettlauf, der alles entscheidet. Für zwei der Gesellen geht die Sache schlimm aus. Doch auch der Sieger hat nichts zu lachen.
Gottfried Keller hat die Novelle 1855 in Berlin geschrieben. Erstmals veröffentlicht wurde sie 1856 in der Sammlung »Die Leute von Seldwyla«. Als eine der bekannteren Erzählungen Kellers gilt sie als Beispiel einer realistischen Groteske.
Ursendung
Samstag, 09.01.2016, 21.03 Uhr, SWR4 | | | | |
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