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Dienstag, 24. April 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Who the fuck is Kafka?

Nach dem gleichnamigen Roman von Lizzie Doron
Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
Mit: Corinna Kirchhoff, Felix Knopp, Oda Thormeyer, Michael Weber u. a.
Musik: Sabine Worthmann
Hörspielbearbeitung und Regie: Andrea Getto
(Produktion: NDR 2016)
Länge: 72 Minuten

Eine jüdisch-israelische Schriftstellerin und ein palästinensisch-israelischer Journalist begegnen sich auf einer Friedenskonferenz in Rom. Sie hat in ihrem persönlichen Gepäck den Holocaust, er die Geschichte von Vertreibung und Diskriminierung seit dem 1948er-Krieg. Zwei Intellektuelle, voller Vorurteile und Nichtwissen über die Gegenseite, die ein positives Exempel statuieren wollen. Sie wird die Geschichte seiner Familie aufschreiben und er die ihre verfilmen. Ein oft quälender Prozess des ständigen Auf und Ab beginnt, der tiefe Einblicke in das israelisch-palästinensische Dilemma eröffnet.

Sonntag, 15.01.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Ich bin a beese Frau
Elsässerditscher Monolog von Pierre Kretz
ins Schwarzwälder Alemannisch übertragen von Nina Losch
Mit: Nina Losch
Musik: Hannah Schwegler
Regie: Mark Ginzler
(Produktion SWR 2016)
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung als Download auf: SWR.de/SWR4/bw
Länge: ca. 50 Minuten

„Ich bin a beese Frau“, sagt die Ulmer Theres über sich selbst. Hart ist sie – zu sich und andern. Allein sitzt sie am Fenster und schimpft über alles und jeden da draußen. Das Leben hat ihr böse mitgespielt, besonders die Männer. Doch die Männer aus ihrer Familie sind jetzt tot, und mit anderen will sie nichts mehr zu tun haben. Ohne zu wissen, was das ist, schleppt die Theres ein Trauma mit sich herum. In einem schonungslosen Monolog versinkt sie immer tiefer in die Abgründe, die ihr das Leben bisweilen zur Hölle werden ließen. Durch das Sprechen kommt sie zu sich und lasst den Hörer hinter die Maske der „bösen Frau“ blicken.

Funktioniert eine Geschichte, die im Elsässischen und somit in Frankreich angesiedelt ist, auch im Schwarzwald und im dortigen alemannischen Dialekt? Nina Losch, die den Monolog übersetzt hat, spricht ihn selbst. Dabei zeigt sich: Es reicht nicht, nur die einzelnen Worte zu übertragen. Sie muss eine eigene Sprache für die Ulmer Theres finden.

Ursendung
Samstag, 14.01.2017, 21:03 Uhr, SWR4
 
 

 
Hörspieltipp: Doberschütz und der Krieg der Generäle
Kriminalhörspiel von Tom Peuckert
Mit: Felix Goeser, Bianca Nele Rosetz, László I. Kish, Thomas Arnold, Olaf Burmeister u. a.
Regie: Thomas Leutzbach
(Produktion: WDR 2016)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Länge: 53 Minuten

In den letzten Jahren der DDR arbeitet Frank Doberschütz offiziell in der Garderobe der Staatsbibliothek in Ostberlin, inoffiziell aber als Privatdetektiv. Plötzlich steht ein Koffer mit brisanten Papieren in seiner Wohnung. Eigentlich hat Doberschütz Kriminalistik studiert, hat aber wegen seines Alkoholproblems keine Stelle bekommen. In der Studienzeit hat er Barbara Fischer kennen gelernt, inzwischen Offizierin der Staatssicherheit. Nach zehn Jahren steht sie plötzlich vor seiner Tür, offenbar auf der Flucht, denn am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Sie lässt den Koffer voller Geheimpapiere bei Doberschütz zurück – Material, das gegen fast jeden in der Führungsriege des Politbüros verwendet werden könnte, bis auf eine Ausnahme.

Freitag, 13.01.2017, 22:03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Katharsis
nach dem gleichnamigen Comic von Luz
aus dem Französischen von Uli Aumüller und Grete Osterwald
mit Kathrin Angerer und Milan Peschel
(Produktion: SWR 2016)

„Eines Tages ist mir das Zeichnen abhanden gekommen. Am selben Tag wie auch eine Handvoll teurer Freunde“, schrieb der französische Comiczeichner Luz nach dem Terroranschlag auf das Redaktionsbüro von „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015. Luz war Zeichner bei der französischen Satirezeitschrift und überlebte den Anschlag, weil er an diesem Morgen zu spät zur Arbeit kam. Die Attentäter waren schon auf der Flucht. Und acht seiner Kollegen waren tot. Die Arbeit als Comiczeichner erschien Luz danach sinnlos. Erst mit seinem Buch „Katharsis“ fand er zum Zeichnen zurück. In Bildern und Texten erzählt er darin von der Zeit nach dem Anschlag, als er herausfinden musste, wie sein Leben weitergehen sollte.

Dienstag, 10.01.2017, 19:20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
Länge: ca. 30 Minuten
 
 

 
Hörspieltipp: Woran man einen Juden erkennen kann
Hörspiel von Noam Brusilovsky nach seinem gleichnamigen Theaterstück
Mit: Dor Aloni, Nico Delpy, Jaron Löwenberg, Eve Slatner, Deleila Piasko und Joey Zimmermann
Sounddesign: Albrecht Panknin
Regie: Noam Brusilovsky
(Produktion: DLF 2016 in Kooperation mit der Schauspielschule Ernst Busch)
Länge: 44 Minuten

Sechs jüdische Schauspieler spielen und improvisieren eine Suche nach dem jüdischen Körper. Der ist eine jahrhundertealte Projektionsfläche von Abwertung wie Ab- und Ausgrenzung. So untersuchen sie, naheliegend, zuerst ihren eigenen realen individuellen Körper und erweitern ihre Feldforschung auf den ihrer Familienmitglieder.
In einer Collage historischer Texte und biografischer Erzählungen wird der jüdische Körper in dieser Untersuchung mit allen Mitteln gesucht, aufgebaut und wieder dekonstruiert – über die künstlerischen Mittel des Dramas, Slapsticks, der Revue, der Groteske, des Requiems und des Rituals.

Donnerstag, 12.01.2017, 22:03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Metamorphosen
Aus dem Leben der Maria Sibylla Merian
Hörspiel von Patrick Findeis
Mit: Anne Ratte-Polle, Lilith Stangenberg, Virginia Mukwesha
Musik: Tarwater
Regie: Kai Grehn
(Produktion: SWR 2016 – Ursendung)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung vier Wochen als On-Demand-Stream auf SWR2.de/hoerspiel
Länge: 75 Minuten

Das Hörspiel folgt Maria Sibylla Merians Liebe zur Natur, ihrer Weltsicht als Künstlerin und Mystikerin, die im unscheinbaren Dasein der Insekten die Größe von Gottes Schöpfung sichtbar zu machen versuchte. Die Metamorphose spielt nicht nur in Merians Werk eine große Rolle: Sie war Ehefrau und Mutter, ernährte ihre Familie, veröffentlichte Blumen- und Raupenbücher, stellte Farben her und handelte mit ihnen, gab höheren Töchtern Unterricht im Zeichnen und Malen. Nach 15 Jahren Ehe verließ sie ihren Mann in Nürnberg und blieb bei der pietistischen Sekte der Labadisten. Und nach fünf Jahren Klosterleben wieder eine Häutung: Sie verließ die Sekte und betrat die Amsterdamer Gesellschaft als geschiedene und selbstbewusste Frau und Künstlerin, die gegen alle Widerstände ihre Reise nach Surinam vorbereitete und durchführte. Das Ergebnis dieser Reise, ihr Buch “Metamorphosis insectorum Surinamensium”, hatte großen Einfluss auf Wissenschaft und Kunst und machte Merian berühmt. Die Künstlerin starb am 13. Januar 1717 im Alter von 69 Jahren in Amsterdam.

Meria Sibylla Merian zum 300. Todestag
Sonntag, 08.01.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Tilmann: Salto mortale
Von Thilo Reffert
Gelesen von Andreas Helgi Schmid

Letzter Schultag vor den Winterferien: Wie immer fährt Samuel mit seinen Eltern zum Skifahren in die Berge. Wie immer ins gleiche Skigebiet. Das Dumme ist nur: Er hat überhaupt keine Lust darauf. Samuels Kumpel Tilmann dagegen würde für sein Leben gerne einmal in Skiurlaub fahren. Nur lehnen seine Eltern das generell ab. Was tun? Tilmann hat eine Idee, die nicht nur seinen Freund Samuel verblüfft.

Samstag, 07.01.2017, 18:40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Der Jazz ‘n’ Crime-Abend
Mystery
Mit: Michael Tregor u. v. a.
Moderation: Luise Wunderlich
(Produktion: SWR 2016)
Audios unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Länge: ca. 240 Minuten

Zum dritten Mal gibt es vier Stunden lang Krimi und Jazz: Unter dem Begriff “Mystery” versammeln wir Mysteriöses, Unheimliches, Undurchsichtiges, Trügerisches, Obskures, Unklares und Geisterhaftes. Außerdem geht es um Übernatürliches, Geheimnisvolles und Unerklärliches. Kurzhörspiele, musikalisch gestaltete Erzählungen, Jazzmotive und überraschende Klangwelten lassen das Unbegreifliche aufblitzen. Neben Fundstücken und Schätzen gibt es etliche Neuinszenierungen: Michael Tregor liest in vier Teilen den Krimiklassiker “Ein angemessenes Weihnachtsgeschenk” von Janwillem van de Wetering. Fritz Sauter und Peter Zeindler erzählen uns schaurig schöne, urkomische Schreckgeschichten, bei denen uns das Lachen vergeht. Zur Erholung bringen wir höchst dubiose Kriminalgedichte. Und gottvollen Jazz!

Freitag, 06.01.2017, 20:03 Uhr, SWR2
 
 



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