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Dienstag, 24. April 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Der amerikanische Investor
Hörspiel von Jan Peter Bremer
Mit: Wolfram Koch und Hans Peter Hallwachs
Regie: Oliver Sturm
(Produktion: WDR 2013)
Länge: 53 Minuten

„Jan Peter Bremer hat mit seiner tollkühnen Rührgroteske “Der amerikanische Investor” einen Bericht zur Schieflage der Berliner Republik geschrieben. Sein Brief an die Welt geht uns alle an.“ Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Vor sich eine weiße Wand und die leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Weil sich der nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal den Zustand seiner Wohnung. Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von einem amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab, zeigen die Wände Risse. Er beschließt, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Auch dieser Plan führt zur weißen Seite zurück. Die Unfähigkeit, einen ersten Satz zu verfassen, findet Entsprechung in seiner Unfähigkeit, irgendetwas Sinnvolles (mit sich) anzufangen oder gar seine Interessen durchzusetzen: die Kommunikation mit seiner Frau und den Kindern, die Hausarbeit oder die Beschwerde beim Mieterverband. Hier trifft der Mikrokosmos auf den Makrokosmos; und hier wie dort sieht dieser Schriftsteller sich mit schier unüberwindlichen Machtsystemen konfrontiert, in die er sich grotesk verheddert.

Donnerstag, 13.02.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Nur Berlin ist auch zu Viel
Eine Hörspielproduktion von exkurs zwischenraum
Mit Till Großmann und Marie-Charlott Schube
Regie, Textproduktion & Sounddesign: Nick-Julian Lehmann
(Produktion: exkurs zwischenraum 2011)
Länge: 36 Minuten

Ein junges Mädchen, Ina, träumt sich durch ihre Beziehung zu Jan und ihr Leben in Berlin, bis sich allmählich die melancholische Gewissheit einstellt: es ist vorbei, man ist jung, man wird älter. Während der gemeinsamen U-Bahn-Fahrten, der Beziehungsspielchen und des alltäglichen Geplänkels trifft ihre Suche nach einem authentischen Lebensgefühl auf Jans zitier-freudige Ironie. Was bleibt ist ein Fragen: wohin soll es gehen, was kann man erleben und mit wem?

Dienstag, 11.02.14, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem

Diese Lesung steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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Hörspieltipp: Die Schwedenchronik
Hörspiel von Helga M. Novak
Mit: Gert Baltus, Grete Wurm, Käthe Lindenberg, Günter Strack, Horst Michael Neutze u.a.
Regie: Fritz Schröder Jahn
(Produktion: SDR 1977)
Länge: 58 Minuten

Helga M. Novaks 1977 entstandenes Hörspiel hat zum Thema die Auseinandersetzung mit der eigenen verdrängten Geschichte. Im Auftrag des Bürgermeisters soll eine verschollen geglaubte Dorfchronik aus dem Dreißigjährigen Krieg gefunden und in die Gegenwart fortgeschrieben werden. Bei der Recherche gelingt es dem Historiker nicht, die Chronik aufzufinden. Ihm begegnen vielmehr Dorf-Geschichten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, die aber niemand erzählt bzw. aufgeschrieben wissen will.

Sonntag, 09.02.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Mr Men and Little Miss: Mister Fies
Von Roger Hargreaves
Regie: Iris Drögekamp
Moderation: Eva Schramm
(Produktion: SWR 2014)

Was hatte der arme Mister Glücklich doch für einen anstrengenden Tag gehabt! “Puh!”, seufzte er, während er sich zu einer wohlverdienten Ruhepause in der Küche auf einen Stuhl setzte. Aber wisst ihr, was dann passiert ist? Der Stuhl brach zusammen! RRRUMS!, machte es, und der arme Mister Glücklich saß auf dem Boden. “Das ist das Letzte, was ich jetzt brauchen kann”, sagte er. “Ich glaube fast, dass Mister Fies mir einen Besuch abgestattet hat.” Und er hatte recht!
Die Kultserie “Mr Men und Little Miss” aus Großbritannien entstand im Jahr 1971. Ihr Schöpfer Roger Hargreaves (1935 – 1988) schuf über 80 verschiedene Charaktere. Für unsere vierteilige Reihe wählten wir vier Lieblingstitel aus.

Samstag, 08.02.2014, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Mord zum Zeitvertreib
Kriminalhörspiel von Tauno Yliruusi
Aus dem Finnischen von Eva Rottenberg
Mit: Alexander Hegarth, Nikolaus Haenel, Ernst August Schepmann, Günther Lüders, Elisabeth Zimmer, Peter Roggisch
Regie: Otto Kurth
(Produktion: SDR 1968)
Länge: 54 Minuten

Der junge Mediziner Loimu will seinen Freunden – einem Arzt, einem Juristen, einem Naturwissenschaftler und einem Schriftsteller – “zum Zeitvertreib” beweisen, dass ein Rauschgiftsüchtiger vor einem Mord nicht zurückschreckt, wenn es darum geht, sich Zugang zu Drogen zu verschaffen. Da man sich in der Diskussionsrunde nicht einigen kann, dingt der junge Mediziner Loimu einen Süchtigen als Mörder, der sich für Morphium bereit erklärt, Loimus Erbonkel umzubringen. Doch das hat eine fatale Konsequenz zufolge, die immer weiter in die gesellschaftlichen Abgründe führt.

Freitag, 07.02.2014, 22.33 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Die Blüte des nackten Körpers
Hörstück nach Liebeslyrik aus dem Alten Ägypten von Raoul Schrott und HCD
Mit: Markus Meyer, Sandra Bayrhammer, Carol Robinson, Orhan Senel u.a.
Hörspielbearbeitung, Komposition und Realisation: Hermann Kretzschmar/Catherine Milliken/Dietmar Wiesner
(Produktion: SWR/HR 2011)
Länge: 45 Minuten

Sappho war’s nicht. Die erste Liebeslyrik der Weltliteratur entstand in der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses des Großen (1303 – 1212 v.Chr.). Geachtet, aber hermetisch und fremd wirkt diese Dichtung in den philologischen Übersetzungen. Raoul Schrotts Nachdichtung und neue Textzusammenstellung hingegen holt die Szenen der Liebessehnsucht und des Liebeswerbens ins Heute zurück. “Dieses musikalische Hörspiel ist ein komplexes Geflecht aus der aktualisierenden Nachdichtung durch Raoul Schrott und den Kompositionen von HCD, das sind Hermann Kretzschmar, Catherine Milliken und Dietmar Wiesner, allesamt Mitglieder des renommierten Ensemble Modern. Das Hörspiel besitzt eine hohe sinnliche Qualität. Die Musik hat neben elektronischen Instrumenten eine orientalische Anmutung, ohne ins Folkloristische zu verfallen. Text und Musik reagieren präzise aufeinander – und es ergibt sich ein schönes Wechselspiel aus poetischer Kontemplation und Ekstase.” (Aus der Jurybegründung zum Hörspiel des Monats Mai 2012)

Donnerstag, 06.02.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipps: Live at ZKM
Hörstück von CM von Hausswolff
Sinus Oszillatoren und Mischpult: CM von Hausswolff
Komposition und Realisation: CM von Hausswolff
(Produktion: SWR/ZKM Institut für Musik und Akustik 2013)
Länge: 33 Minuten

Les Fourmis de Cherbourg
Hörstück von Static und Ensemble
Elektronik, Harmonium, Schlagzeug: Hanno Leichtmann
Trompete, Elektronik, Looper: Sabine Ercklentz
Konzertharfe: Anna Viechtl
Komposition und Realisation: Static
(Produktion: SWR 2013)
Länge: 20 Minuten

Mit einem aus 12 Sinus-Oszillatoren bestehenden elektronischen Instrument lotet Hausswolff mit seiner sehr physischen, mit tiefen Frequenzen durchsetzten Drone-Musik die Resonanzen des Konzertsaals ZKM Kubus aus und spielt mit dessen Eigenschwingungen. Ein tranceartiges Erlebnis für den Zuhörer.

Als Ausgangsmaterial für Hanno Leichtmanns Komposition dienten Tonaufnahmen von seltenen Tierspezies aus dem Geräuscharchiv des SWR.

Dienstag, 04.02.2014, 23.03 Uhr, SWR2 ars acustica

Diese Hörstücke stehen nach der Sendung als Download auf SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Simon - Ich spiele, dass ich erwachsen bin
von Michelle Steinbeck
Mit Carmen Witt
Regie: Ulrich Lampen
(Produktion: SWR 2014)
Länge: ca. 25 Minuten

Simon ist zwanzig Jahre alt und in einem kleinen Dorf in der Schweiz aufgewachsen. Zur Zeit wohnt er bei seinem besten Freund, weil seine Eltern ihn rausgeschmissen haben: „Da ich für ein halbes Jahr ins Militär und nachher noch für ein halbes Jahr nach Kanada gehe, haben meine Eltern gedacht, das Zimmer dürfe nicht immer leer stehen und ich sei ja so oder so nie zuhause. Also haben sie mich rausgeschmissen. Ich bin natürlich durchgedreht, dann hat’s bloß geheißen, ich soll doch nicht so schwierig tun. Was willst du machen gegen deine Eltern? Respekt muss ich vor ihnen haben; das haben sie mir beigebracht.“

Klappstuhllesung am Dienstag, 04.02.2014, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem

Diese Lesung steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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