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Samstag, 18. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Der große Meaulnes (1)
Hörspiel in 2 Teilen nach dem gleichnamigen Roman von Henri Alain-Fournier
Aus dem Französischen von Cornelia Hasting und Otfried Schulze
Mit: Alexander Scheer, Maximilian von Pufendorf, Lilith Stangenberg, Andreas Pietschmann, Bernhard Schütz u.a.
Komposition: Hermann Kretzschmar
Bearbeitung: Manfred Hess
Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: Deutschlandfunk 2013)
Länge: ca. 55 Minuten

An einem Sonntag im November 1890 kommt der 17-jährige Augustin Meaulnes, Sohn einer wohlhabenden Witwe, als Schüler und Kostgänger in die Idylle der Oberschule im nordfranzösischen Dorf Saint-Agathe. Für François, Sohn des Lehrerehepaars Seurel, beginnt die Geschichte einer Freundschaft, die zwischen Traum und Realität angesiedelt ist und von der Sehnsucht nach Abenteuer, Geheimnis, Liebe und Erfüllung erzählt. Vor 100 Jahren erschien der Roman “Le Grand Meaulnes” in fünf Fortsetzungen von Juli bis November 1913 in der Zeitschrift “La Nouvelle Revue Française”. Das Debüt fand schon unmittelbar nach seinem Erscheinen große Beachtung, wurde aber erst nach dem Ersten Weltkrieg zum Kultbuch einer jungen Generation, das so unterschiedliche Geister wie André Gide, Klaus Mann, Henry Miller oder Ludwig Harig bewunderten.

Donnerstag, 12.12.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
Teil 2 am Donnerstag, 19. Dezember, 22.03 Uhr
 
 

 
Hörspieltipp: Dinge, die dringend geändert werden müssten!
Hörspiel von Serotonin

Die Welt ist nicht in Ordnung und muss geändert werden. Das ist schon mal klar. Die umgekehrte Wagenreihung bei der Deutschen Bahn – ein Unding! Das Design vom Apfelsaft-Tetrapak – geht gar nicht! Höchste Zeit, dass der Bürger Verantwortung übernimmt und sich darum kümmert, dass die Dinge geändert werden, die geändert werden müssen. Bloß wie? Ausweitung der Kampfzone des Volksbegehrens? Petitionen unterschreiben? Sitzblockaden organisieren? Wie viel Zeit frisst das alles eigentlich? Wie soll man sich da noch anständig informieren?

Dienstag, 10.12.2013, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem
 
 

 
Hörspieltipp: Das Geräusch der Schlüssel
Nach dem gleichnamigen Roman von Philippe Claudel
Aus dem Französischen von Rainer G. Schmidt
Mit: Christian Berkel, Céline Fontanges u.a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Hans Gerd Krogmann
(Produktion: NDR 2012)
Länge: 58 Minuten

”Das Gefängnis ist die Stätte unzähliger ungeschriebener Gesetze, die nie in Frage gestellt, aber immer angewandt werden.” In Momentaufnahmen erinnert sich der französische Schriftsteller Philippe Claudel an seine elfjährige Lehrertätigkeit im Untersuchungsgefängnis von Nancy, Lothringen. Claudel klagt keineswegs an, sein Blick ist fast der des Ethnologen, der aber Mitgefühl zeigt. Er bewertet weder die schaurigen Verbrechen der “Häftlinge”, noch liefert er psychologische Deutungen. In scharfen Beobachtungen bildet er die mentalen Scheidewände ab, die sich letztlich in Gefängnismauern konkretisieren. Zugleich unterstreicht er Gesten der Menschlichkeit bei Gefangenen wie bei Wärtern. Lakonische Protokolle einer Fremdheit mitten in unserer Gesellschaft.

Sonntag, 08.12.2013, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Radiotipp: Die Geschichte vom dünnen Mann und der schmalen Frau
Von Mario Göpfert
Gelesen von Patrick Hellenbrand
Mit Christoph König

Es waren einmal ein dünner Mann und eine schmale Frau, die lebten zusammen in einem kleinen Zimmer und hatten sich gern. Und sie sagten einander jeden Tag: Ich bin froh, dass ich dich habe. Doch eines Tages fehlt das frohe Gefühl plötzlich, und die beiden verlieren sich aus den Augen. Eine stille, poetische Geschichte darüber, wie anders die Welt aussieht, wenn man liebt und geliebt wird.

Samstag, 07.12.2013, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte

Die Geschichte steht nach der Sendung ein Jahr zum Download unter www.kindernetz.de/spielraum.
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Hörspieltipp: Die Tote aus Hafenbecken 1
Kriminalhörspiel nach einer wahren Begebenheit von Wolfgang Menge
Mit: Werner Rundshagen, Herbert Steinmetz, Helga Feddersen, Otto Thiermann, Ulrich Matschoss u.v.a.
Regie: S. O. Wagner
(Produktion: NDR 1958)
Länge: 35 Minuten

Auf der Suche nach seiner Braut hatte sich Albert Blosch an die Fersen von Reporter Strack geheftet, der nun seinerseits bei der Polizei nachfragt. Tatsächlich ist die 35-jährige Prostituierte Herta Gruber dort aktenkundig, denn sie gilt seit acht Wochen als vermisst. Wenig später wird ihre Leiche aus dem Hafenbecken 1 des Hamburger Seehafens gezogen, um Hals und Füße ein dickes Tau geschlungen, an dessen Ende eine Kurbel zum Beschweren befestigt wurde. Und damit beginnen die Ermittlungen für Kommissar Rose von der Mordkommission Hamburg.

Freitag, 06.12.2013, 22.33 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörpsieltipp: Eine Zeit in der Hölle
Hörspiel nach “Un saison en enfer” von Arthur Rimbaud
Mit: Robert Bouvier und Daniel Kashi
Musik: Steinbrüchel
Hörspielbearbeitung und Regie: Franziska Hirsbrunner
(Produktion: DRS 2000)
Länge: 56 Minuten

In den gattungsmäßig kaum einzuordnenden Texten blickt der Vollender moderner Dichtung, Arthur Rimbaud, eher assoziierend denn logisch resümierend auf seine Vergangenheit zurück und nimmt ebenso sprunghaft seine Gegenwart ins Visier. In Form einer Mischung aus Rückschau, Beichte, Selbstgespräch, Bericht, Reflexion, Klage und Selbstanklage bricht Rimbaud mit seinen bisherigen Ambitionen, die ihm nun als Hybris und Selbstbetrug erscheinen. “Eine Zeit in der Hölle” betitelte er denn auch das fertige Bändchen, das wie ein Widerruf seines Versuchs erscheint, eine neue Dichtung erfinden zu wollen, deren Qualität erst lange nach seinem frühen Tod erkannt wurde. Seine Fluchtversuche aus der verhassten Provinz und der heftig ersehnte Anschluss an die Pariser Dichterzirkel waren gescheitert, Frankreich sank nach dem blutig niedergeschlagenen Volksaufstand der Commune in die tiefste Restauration zurück, die Liebe zum verehrten, um vieles älteren poète maudit Paul Verlaine endete im Debakel einer Schießerei. Vor diesem Hintergrund schrieb Arthur Rimbaud im Sommer 1873 nachts auf dem Dachboden des mütterlichen Hofes in den Ardennen.

Donnerstag, 05.12.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: 12/70
Theatertext als Hörspiel
Von Julia Holewiñska

Eine alptraumhafte Wohnung voller ausgestopfter Tiere bildet die Kulisse für die Auseinandersetzung zwischen einem pflegebedürftigen Vater, Mitglied des Polnischen Jägerverbands, und seiner Tochter, die zugleich seine Pflegerin ist. Ist der körperlich Abhängige auch der psychisch Unterlegene? Die Gefühle brodeln – bis die Tochter zum Jagdgewehr des Vaters greift.
Das Stück entstand in Kooperation mit dem Stückemarkt des Berliner Theatertreffens.

Dienstag, 03.12.2013, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem
 
 

 
Hörspieltipp: 1913
Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carl Sternheim
Mit: Ernst Schröder, Ernst Stankovski, Regine Lutz, Gisela Uhlen u.a.
Komposition: Heinz Brüning
Hörspielbearbeitung und Regie: Rudolf Noelte
(Produktion: BR 1964)
Länge: 78 Minuten

Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs zeichnet Sternheim in seinem 1915 uraufgeführten Theaterstück eine von Machtgier und Egoismus besessene Gesellschaft. Als Herr eines Industriekonzerns befindet sich der 70-jährige Christian Maske auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch muss der alte Mann erkennen, dass sein Leistungs- und Pflichtethos bei seinen Erben zur bloßen Habgier verkommen ist. Tochter Sofie hat zwar den berechnenden Geschäftssinn ihres Vaters geerbt, nicht aber dessen Weitblick. Während der Vater krank ist, schließt Sofie einen Vertrag mit einem zwielichtigen Waffenhändler ab. Noch einmal erwacht Maskes Machtwille angesichts der Furcht, dass seine Tochter sein Lebenswerk in Stücke schlägt.

Sonntag, 01.12.2013, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 



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