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Pressemitteilungen

 
Mit dem Bilderbuch die Welt entdecken
Stiftung Lesen empfiehlt Bücher für Kleinkinder

Mainz, 07. Februar 2012. Bücher machen auch Kleinkindern Freude – wenn die Bücher altersgerecht gestaltet sind und die Lebenswelt der Allerkleinsten widerspiegeln. Um Kinder bereits früh und möglichst spielerisch an die Welt der Bücher und Geschichten heranzuführen und so ihre Lust auf das Lesen zu wecken, hat die Stiftung Lesen in ihren aktuellen Leseempfehlungen 14 fröhlich-bunte Papp-Bilderbücher für Kinder zwischen drei Monaten und vier Jahren zusammen gestellt.

Die Bücher bieten vieles, um Neugier und Lesespaß bei den kleinen Lesern zu wecken: Witzige Reime, liebenswerte Buchfiguren, ganz einfache bis vergnüglich-wimmelige Illustrationen, Geschichten, die auf den Alltagserfahrungen der Kinder aufbauen – und viele interaktive Ideen wie Klapp- und Schiebeelemente, Soundchips oder Spielanregungen. Die Welt wird aber erst wirklich rund, wenn Erwachsene den Kleinsten als Begleiter und Vermittler zur Seite stehen: beim Entdecken und Staunen, beim Vorlesen, Singen, Fragen und Erzählen. Und das am besten jeden Tag!

Die Liste mit den Leseempfehlungen „Bücher für die Allerkleinsten“ steht zum Download unter http://www.stiftunglesen.de/leseempfehlungen/86 zur Verfügung.

Die Buchempfehlungen für Kleinkinder knüpfen an die Initiative „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ an, das Stiftung Lesen und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam initiiert haben und umsetzen. Es ist das bislang größte frühkindliche Sprach- und Leseförderungsprogramm in Deutschland, um Kinder schon so früh wie möglich mit dem Thema „Lesen“ in Berührung zu bringen und ihre Bildungschancen damit nachhaltig zu verbessern (www.lesestart.de).
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„Einfach geht anders!“ –
Stiftung Lesen empfiehlt 14 realistische Romane für Jugendliche

Mainz, 11. Januar 2011. Ausgrenzung, Einsamkeit, zerrüttete Familien, überforderte Eltern und Gewalt – auf den ersten Blick könnte man meinen, dass in den aktuellen Jugendromanen alles Leid der Welt gebündelt wird. Gleichgültig lassen die neu erschienenen, von der Stiftung Lesen empfohlenen Bücher für junge und junggebliebene Leser ab 13-14 Jahren nicht. Die 14 Jugendromane behandeln ernste Themen und fungieren als eine Art Katalysator, um sich Ängsten zu stellen oder gefürchtete Szenarien gefahrlos durchspielen zu können – auch wenn die Realität für die meisten jungen Menschen hierzulande nicht so bedrohlich aussieht.

Die Geschichten, in deren Mittelpunkt jugendliche Helden, ihr Alltag, ihre Sorgen und Wünsche stehen, werden bei aller Ernsthaftigkeit mit viel Witz, Originalität und Spannung erzählt. Eine lohnende Lektüre sind sie nicht nur für jugendliche Leser – auch Erwachsene erhalten beim Lesen die Gelegenheit, die Alltagswelt aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.

Die Liste mit den Jugendbuchempfehlungen „Einfach geht anders! Realistische Romane für junge Leser“ steht unter http://www.stiftunglesen.de/leseempfehlungen/85 zum Download zur Verfügung.
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10 Jahre Dietrich Oppenberg-Medienpreis:
Lesen im digitalen Zeitalter – Auszeichnung für herausragende
Medienbeiträge

Die Preisträger: Uwe Jean Heuser (DIE ZEIT), Albrecht Meier (Der Tagesspiegel), Waltraud Schwab (taz), Andreas Bernhard und Lars Reichardt (Süddeutsche Zeitung Magazin)

Niedersächsischer Kultusminister und KMK-Präsident Dr. Bernd Althusmann würdigt Beitrag der Medien zur Lesekultur

Preis der Stiftung Lesen und der Stiftung Presse-Haus NRZ besteht bereits seit 10 Jahren


Mainz / Essen, 13. Dezember 2011. Wie beeinflusst das Internet unser Denken? Wie verändert es unser Leseverhalten – und vor allem das der Kinder, die in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden? Und warum überhaupt Lesen lernen, wenn die Perspektive für ein selbstbestimmtes Leben fehlt? Diesen Fragen gingen die diesjährigen Preisträger des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises in ihren ausgezeichneten Beiträgen nach. Bereits seit zehn Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben. Unterstützt werden die Stiftungen dabei von der Kultusministerkonferenz der Länder. „Wir brauchen mehr Öffentlichkeit für die Vermittlung von Lesekompetenz. Auch in Zeiten digitaler Medien gilt: Lesen ist die Schlüsselkompetenz für Fortschritt und Wohlstand des Einzelnen und der Gesellschaft. Insbesondere die Integration von traditionellen und neuen Leseformen in die moderne Informations- und Wissensgesellschaft verdient mehr Aufmerksamkeit. Deshalb ist dieser Preis so wichtig“, sagte der Niedersächsische Kultusminister und KMK-Präsident Dr. Bernd Althusmann anlässlich der heutigen Preisverleihung und hob die Rolle der Medien für eine lebendige Lesekultur hervor.

Der erste Preis ging an Uwe Jean Heuser für seinen Beitrag „Denken, wie das Netz will“, erschienen in der ZEIT vom 23. September 2010. Heuser werfe einen differenzierten, die „Pros“ und „Contras“ klug abwägenden Blick auf die digitale Medienrevolution, der ein „im besten Sinne des Wortes nachdenklich stimmendes Bild einer Lesekultur im Wandel“ entstehen lasse, so die Preisjury in ihrer Begründung. Den zweiten Preis erhielt Albrecht Meier: Seinen Artikel „Von Phantásien nach Digitalien“, erschienen im Tagesspiegel vom 16. Oktober 2010, würdigte die Jury als einen „wertvollen Beitrag zum Dialog der Medien-Generationen“, indem er auf sehr sensible Weise dem veränderten Leseverhalten und der Entstehung eines neu strukturierten „Lese-Gehirns“ der „Digital Natives“ nachspüre.

Für ihren Beitrag „Die Extraklasse“ in der tageszeitung vom 23. Oktober 2010 erhielt Waltraud Schwab den dritten Preis: Sie porträtiert Schülerinnen und Schüler einer Berliner Schule in einem bildungsfernen Milieu, denen sich der Sinn des Lernens – auch des Lesenlernens – angesichts ihrer empfundenen Perspektivlosigkeit nicht erschließt. Zusätzlich vergab die Jury einen Sonderpreis an Andreas Bernhard und Lars Reichardt vom Süddeutsche Zeitung Magazin. Am 5. November 2010 erschien ihre Reportage „Zwei Nasen tanken Tolstoi“ mit einem sehr ungewöhnlichen Lesezugang zu dessen Romanklassiker „Krieg und Frieden“: Anlässlich des 100. Todestages des Schriftstellers gingen sie mit der Hörbuch-Ausgabe – 54 CDs, 67 Stunden Laufzeit – auf einer Autofahrt von München nach Moskau auf eine faszinierende literarische Expedition, die auf humorvolle Weise Reise-Impressionen mit Romanzitaten verwebt.

Benannt ist der Dietrich Oppenberg-Medienpreis nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen, Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt. „Mich begeistern die Vielfalt und der Facettenreichtum der eingereichten Beiträge“, betonte Dr. Joerg Pfuhl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lesen und Mitglied der Preisjury. „Insbesondere unseren Preisträgern ist es gelungen, einen jeweils eigenen, aber immer überraschenden Blick auf das Thema Lesen zu werfen. Als Stiftung können wir mit unseren Projekten und Programmen Impulse setzen. Um die Lesekultur in unserem Land lebendig zu halten, braucht es aber auch ein öffentliches Bewusstsein für diese elementare Kulturtechnik, die Voraussetzung für die Teilhabe an unserer Gesellschaft ist.“ „Der Preis hat sich mittlerweile zu einem Markenzeichen entwickelt – mit Potenzial für mindestens zehn weitere Jahre“, bekräftigte Heinrich Meyer, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ. Informationen zur Ausschreibung für den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis 2012 finden sich unter www.stiftunglesen.de/oppenberg_medienpreis.
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Stiftung Lesen: Professor Markus Schächter ist neuer Kuratoriumsvorsitzender
Mainz, 7. Dezember 2011. Das neue Kuratorium der Stiftung Lesen hat in seiner konstituierenden Sitzung Professor Markus Schächter, den Intendanten des ZDF, zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Zu dessen Stellvertreterinnen bestimmte das Gremium Prof. Dr. Barbara Ischinger, Direktorin der OECD-Direktion für Bildungswesen, und Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung und Stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stiftung Lesen widmet sich der Förderung des Lesens, der Lesemotivation und der Lesekompetenz; sie steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff. Das Kuratorium berät die Stiftung in der Ausrichtung ihrer Programmarbeit und unterstützt sie darin, Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für ihre Ziele zu gewinnen. Dr. Joerg Pfuhl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lesen: „Wir freuen uns sehr, dass wir für die Mitwirkung in unserem Kuratorium so engagierte und hochqualifizierte Mitglieder gewinnen konnten. Wir sind uns sicher, dass es uns mit Unterstützung des neuen Kuratoriums und seines Vorsitzenden Markus Schächter gelingen wird, die Arbeit der Stiftung Lesen gesellschaftlich noch breiter zu verankern.“

Dem Kuratorium der Stiftung Lesen gehören ferner an: Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Helge Braun, Mitglied des Deutschen Bundestags und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Ulla Burchardt, Mitglied des Deutschen Bundestags und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Dr. Karl Graf zu Eltz, Dr. Thomas Feist, Mitglied des Deutschen Bundestags, Kai Gehring, Sprecher für Bildungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, Mitglied des Aufsichtsrats der MLP AG und Stifter der Manfred Lautenschläger-Stiftung, Patrick Meinhardt, Bildungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Petra Sitte, Forschungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dr. Peter Spary, Politikberater und ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels e. V., Dr. h. c. Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Dr. Ulrich Wechsler, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus München und ehemaliges Vorstandsmitglied der Bertelsmann AG. Ständiger Gast im Kuratorium ist zudem ein Vertreter des Bundespräsidialamts.

Die Stiftung Lesen ist anerkannter, kompetenter und unabhängiger Partner und Anwalt für das Lesen. Sie fördert Lesekompetenz und Zugänge zum Lesen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen in allen Medien. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern – Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden, und Unternehmen – Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch. Zu ihren herausragenden Initiativen zählen der jährliche „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, das größte Leseförderprogramm Deutschlands, das die Stiftung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung umsetzt. Zahlreiche Prominente unterstützen die Stiftung als Lesebotschafter. Die Stiftung Lesen wurde 1988 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff.
 
 

Aufruf zu Clixmix-Kreativwettbewerb
©Stiftung Lesen/Christoph Hoppenbrock
 
Aufruf zu Clixmix-Kreativwettbewerb
Grundschulkinder nutzen das Internetportal Clixmix.de als Inspiration für ihre Wettbewerbsbeiträge

Mainz, 22. November 2011. Das Internet gehört für Kinder heute ganz selbstverständlich zu ihrer Lebenswelt. Initiiert von der Stiftung Lesen und der Deutschen Post unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, will das Wissens- und Spieleportal Clixmix.de Kinder in der heutigen Medienwelt begleiten: Das werbefreie Internetportal bietet kindgerechte Themen an, die sich eigenständig durch Filme, Hörstücke, Rätsel und interaktive Grafiken erkunden und erforschen lassen. Jetzt sind alle Schülerinnen und Schüler an Grund- und Förderschulen in Deutschland zu dem Wettbewerb „Mit den Clixmix-Tieren auf Seefahrt!“ aufgerufen.

Der Clixmix-Kreativwettbewerb lädt Schulklassen an bundesweit 20.000 Grund- und Förderschulen zur Teilnahme ein: Die Schülerinnen und Schüler können sich über spannende Filme, Experimentierbögen, Geschichten und Spiele auf www.clixmix.de mit dem Thema Seefahrt auseinandersetzen und sich Anregungen holen. Ihre eigenen Geschichten, Bilder, Collagen oder Hörbeiträge zu der Frage „Welche Abenteuer erleben die Clixmix-Tiere auf ihrer Seefahrt?“ schicken sie bis zum 15. Januar 2012 an Stiftung Lesen, Clixmix.de, Römerwall 40, 55131 Mainz. Besonders fantasievolle und originelle Arbeiten werden mit Preisen rund um das Thema Seefahrt belohnt. Als Hauptgewinn winkt eine Schifffahrt mit der ganzen Klasse. Die Gewinner werden im Februar 2012 benachrichtigt.

Interessierte Lehrer können die Wettbewerbsunterlagen bei der Stiftung Lesen beziehen: Informationen dazu unter www.stiftunglesen.de/clixmix. Clixmix.de wurde in diesem Jahr zum Preisträger des bundesweiten Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ gekürt.
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Mehr als 11.000 Vorleseaktionen
Rekordbeteiligung beim 8. Bundesweiten Vorlesetag von ZEIT, Stiftung Lesen und Deutscher Bahn

Mainz/ Hamburg/ Berlin, 18. November 2011. Heute wird in ganz Deutschland vorgelesen: In diesem Jahr beteiligen sich über 11.000 Vorleserinnen und Vorleser an den Aktionen rund um den Bundesweiten Vorlesetag – mehr als jemals zuvor. Mit dabei sind auch viele Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport wie etwa Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, Ministerpräsident Erwin Sellering, Grünen-Parteichef Cem Özdemir, der Vorsitzende der Linksfraktion Gregor Gysi, die Journalisten und Moderatoren Marietta Slomka und Tom Buhrow sowie Eckart von Hirschhausen, Uli Hoeneß und Gloria von Thurn und Taxis. Der Bundesweite Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: „Wir sind begeistert, dass von Jahr zu Jahr mehr Vorleserinnen und Vorleser mitmachen. In diesem Jahr sind es über 11.000 – das ist ein neuer Rekord und ein wichtiger Meilenstein, um in Deutschland eine lang anhaltende Lesebewegung in Gang zu setzen.“ Die Moderatorin Gundula Gause zu ihrem Engagement für den Vorlesetag: „Vorlesen ist für Kinder enorm wichtig – das belegen viele Studien, und ich erlebe es selbst mit meinen eigenen Kindern und in allerlei Vorlesesituationen. Nicht nur, dass durch die Gemeinsamkeit die Beziehung zum Kind gestärkt wird, das Vorlesen trägt in hohem Maß zur Bildung bei. Es erschließt Inhalte und öffnet den Geist für Fantasie und Kreativität.“ „Als ich noch kleine Kinder hatte, habe ich ihnen oft vorgelesen, jetzt sind die Enkel dran“ sagt die Schriftstellerin Ingrid Noll, sie betont, „Vorlesen ist etwas sehr Wichtiges, im kleinen Kreis etwas Intimes und gemeinsam Bewegendes. Es macht sowohl dem Vorleser als auch den Zuhörern Freude und ist noch nach Jahren eine kostbare Erinnerung. Für kleine Menschen ist es zudem der erste Einstieg in die Literatur.“

Zu den Vorlese-Hochburgen in Deutschland zählen am 18. November 2011 Hamburg und Berlin. Dort finden neben mehr als 200 Vorleseaktionen prominent besetzte Veranstaltungen statt, zu denen die Vorlesetags-Co-Initiatoren, die Deutsche Bahn und die Wochenzeitung DIE ZEIT, einladen – darunter Lesungen im Vorlese-Tipi im Berliner Hauptbahnhof, ein Vorlesezug, der mit 120 Berliner Schülerinnen und Schülern sowie prominenten Vorlesern von Berlin nach Hamburg fährt sowie Vorleseveranstaltungen im ICE-Werk in Hamburg-Eidelstedt und im Literaturhaus Hamburg. Als prominente Vorleser mit an Bord des Vorlesezuges sind u. a. die Schauspielerin Mariella Ahrens, Mitglieder der Band Die Fraktion, die Sängerinnen der Band Sternblut Deborah und Ramona Holzmann sowie der Kinderbuchautor Jörg Hilbert.

Der Bundesweite Vorlesetag soll Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken. Denn Vorlesen ist eine Voraussetzung für Bildungsfähigkeit, gerade für Kinder aus bildungsfernen Schichten, wie eine Studie der Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags jüngst belegt hat. Auch über den Aktionstag hinaus engagieren sich rund 9.000 Menschen als ehrenamtliche Vorlesepaten der Stiftung Lesen in Kindertagesstätten, Schulen, Seniorenheimen und wo immer sie auf offene Ohren stoßen.

Unterstützt wird der Vorlesetag von: ACADEMIA-PRESS/STUDENTEN-PRESSE Internationale Presseauslieferungs GmbH, Borromäusverein e. V., Bulls Press GmbH, Deutscher Bibliotheksverband e. V., buecher.de, Deutscher Städte- und Gemein-debund, Der Paritätische Gesamtverband, Evangelisches Literaturportal e. V., fragFINN e.V., Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG, Kindergärten der FRÖBEL-Gruppe, Nachhilfeinstitut Studienkreis, Sankt Michaelsbund und Škoda Auto Deutschland GmbH.

Informationen über den 8. Bundesweiten Vorlesetag sowie alle Termine finden Sie unter: www.vorlesetag.de.
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„Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“
 
„Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen starten das größte Leseförderungsprogramm Deutschlands

Für mehr Bildungsgerechtigkeit von Anfang an: Mit dem Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ legen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen die deutschlandweit größte Initiative zur Leseförderung auf. Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan hat die ersten drei von insgesamt 4,5 Millionen Lesestart-Sets an drei junge Familien persönlich überreicht: „Die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, ist die Grundlage für gute Bildungschancen“, sagte die Ministerin am Donnerstag in einer Kinderarztpraxis in Berlin-Neukölln. „Wir schaffen mit unserem Programm Bildungsgerechtigkeit – und zwar ganz konkret und dauerhaft. Wir ermutigen Eltern zum Vorlesen und Kinder zum Lesen.“ Das Programm begleitet Kinder und Eltern in den entscheidenden frühen Jahren bis zum Eintritt in die Schule. „Lesestart“ ist auf acht Jahre angelegt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt dafür rund 26 Millionen Euro zur Verfügung.

Drei Lesestart-Sets bilden den Kern von „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“: Jedes Set enthält ein altersgerechtes Buch sowie Tipps und Informationsmaterial für die Eltern, die zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten werden. Ihr erstes Lesestart-Set erhalten die Eltern einjähriger Kinder bei der U6-Untersuchung von ihrem Kinderarzt. Das zweite Set bekommen sie für ihre dreijährigen Kinder bei einem Besuch in der Bibliothek. Kurz nach der Einschulung schließlich wird das dritte Set an die Erstklässler verteilt. In den kommenden acht Jahren werden insgesamt 4,5 Millionen Lesestart-Sets verteilt. In den ersten drei Jahren werden mehr als 400.000 Sets an die Eltern einjähriger Kinder ausgegeben, so dass mehr als 50 % Prozent eines Jahrgangs von „Lesestart“ profitieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen führen das Leseförderungsprogramm in Anbindung an die Initiative „Allianz für Bildung“ des Bundesministeriums bundesweit ein. „Lesen muss als zentrale Schlüsselqualifikation in der Bildung und Ausbildung der nächsten Generationen verankert werden. Hierfür ist ein Netzwerk, eine Allianz von vielen Partnern nötig“, betonte Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Mit unserem Knowhow in der Leseförderungsarbeit und besonders mit der neuen Lesestart-Initiative wollen wir einen Beitrag leisten, um vor allem die frühkindliche Bildung voranzutreiben. Damit geben wir Eltern eine einfache, aber effektive Möglichkeit, ein gutes Fundament für die Bildungsbiografie ihrer Kinder zu schaffen.“

Der Kinderarzt Dr. Klemens Senger, in dessen Praxis heute die ersten Lesestart-Sets überreicht wurden, ergänzt: „Alle großen Studien zeigen, dass Arme und Bildungsferne überdurchschnittlich häufig krank sind. Wichtig auch für eine gesundheitliche Prävention ist daher, die Bildung zu stärken und zwar so früh wie möglich. Darum ist die Lesestart-Initiative so wichtig und wird von uns Kinderund Jugendärzten unterstützt.“

Das Programm wird durch eine unabhängige wissenschaftliche Begleitung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch die Berliner InterVal GmbH in Kooperation mit dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Universität Köln und der AG Kinder- und Jugendpsychiatrische Epidemiologie und Evaluation am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf evaluiert.

Große Unterstützung erhält „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ durch seine Kooperationspartner: Der Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte sowie fünf Bibliotheksverbände – Deutscher Bibliotheksverband e.V., Borromäusverein, Evangelisches Literaturportal e.V., Sankt Michaelsbund und Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland – übernehmen unter anderem über ihre Mitglieder die Vergabe der Lesestart-Sets. Zusätzliche regionale Angebote zum Thema „Frühkindliche Sprach- und Leseförderung“ flankieren das Programm. Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie Soziale Wohlfahrtsverbände und andere Institutionen und Multiplikatoren steuern lokales, soziales und regionales Knowhow bei.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.lesestart.de und http://www.bmbf.bund.de/de/15467.php im Internet.
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Vorlesestudie 2011
Repräsentative Studie: Vorlesen fördert die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in vielfältigen Bereichen

Eine repräsentative Studie der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Deutschen Bahn und der Stiftung Lesen analysiert erstmals die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern. Die Ergebnisse der Studie präsentierten am 1. November 2011 Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der Wochenzeitung DIE ZEIT, Dr. Simone C. Ehmig, Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Die Vorstellung der Studie bildet zugleich den offiziellen Auftakt zum achten Bundesweiten Vorlesetag, der in diesem Jahr am 18. November 2011 stattfindet.

Berlin, 1. November 2011: Je mehr einem Kind vorgelesen wird, desto besser entwickelt es sich – so lautet das Fazit der Studie zur Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern. Hierfür wurden 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren nach ihren Vorlese-Erfahrungen befragt. „Die Studie zeigt überraschend eindeutig, in wie vielen Bereichen sich Kinder, denen vorgelesen wird, anders entwickeln als Kinder, denen nicht vorgelesen wird – nämlich nicht nur in ihrem Leseverhalten, sondern auch in ihrer sozialen Kompetenz, ihrem Schulerfolg und ihrer aktiven Freizeitgestaltung“, fasst Ehmig zusammen.

Besonders deutlich zeigt sich dies in den schulischen Leistungen von Kindern aus Elternhäusern mit einfacher Bildung. „In den Fächern Deutsch und Mathe haben ‚Vorlese-Kinder‛ bis zu 0,4 Notenpunkte bessere Ergebnisse als Kinder, denen nicht vorgelesen wurde“, führt Grube aus. „Beide Fächer vermitteln Basiskompetenzen für Ausbildungsfähigkeit und Berufszugang. Als einem der größten Arbeitgeber in Deutschland ist es uns ein Anliegen, diese zu fördern.“

Dass Jungen, die deutlich weniger lesen als Mädchen, besonders stark vom Vorlesen profitieren, zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie. Esser: „Regelmäßiges Vorlesen erhöht die Lesefreude bei Jungen noch mehr als bei Mädchen, mit den vielen positiven Effekten, die dies mit sich bringt. Und gerade die Jungen müssen in diesem Alter ja aufpassen, dass sie von den Mädchen nicht rapide überholt werden.“ So sagen von den Jungen, denen vorgelesen wurde, 20 Prozentpunkte mehr, dass ihnen Bücherlesen Spaß macht, im Vergleich zu Jungen, denen nicht vorgelesen wurde. Bei den Mädchen beträgt der Unterschied nur 9 Prozentpunkte.

Vorlesen scheint sich positiv auf die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auszuwirken. So ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die mindestens einmal in der Woche Sport treiben, höher (66 %) als bei den Kindern und Jugendlichen, denen nicht vorgelesen wurde (55 %). Maas: „Es freut uns, dass das Klischee des sozial isolierten ‚Lese-Nerds’ widerlegt wird. Im Gegenteil: Kinder, denen häufig vorgelesen wird, sind auch häufiger sportlich aktiv. Vorlesen ist damit Teil einer ganzheitlichen Erziehung, die Aktivität und Lebensfreude weckt. Deshalb ist es uns umgekehrt auch so wichtig, Jungen über den Sport zu erreichen und für das Lesen zu begeistern.“

Die Studie zeigt: Vorlesen ist langfristig bedeutsam. 54 % der Kinder und Jugendlichen, denen vorgelesen wurde, greifen später selbst gerne zum Buch. In der Vergleichsgruppe tun dies nur 38 %. Nicht zuletzt aus diesem Grund organisieren die Initiatoren am 18. November 2011 den Bundesweiten Vorlesetag. An diesem Tag engagieren sich Vorleserinnen und Vorleser in ganz Deutschland, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport – etwa Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner, Ministerpräsident Erwin Sellering, Grünen-Parteichef Cem Özdemir, Vorsitzender der Linksfraktion Gregor Gysi, die Journalisten und Moderatoren Marietta Slomka und Tom Buhrow sowie Eckart von Hirschhausen und Uli Hoeneß.

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn. Die Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Datum anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Höhepunkte des Vorlesetags 2011 sind ein Lesezug von Berlin nach Hamburg, Lesungen im Tipi der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof in Berlin und im ICE-Werk Hamburg sowie eine Lesung mit Redakteuren der Wochenzeitung DIE ZEIT im Literaturhaus Hamburg.

Unterstützt wird die Initiative von:
ACADEMIA-PRESS/STUDENTEN-PRESSE Internationale Presseauslieferungs GmbH, Borromäusverein e. V., Bulls Press GmbH, Deutscher Bibliotheksverband e. V., buecher.de, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Der Paritätische Gesamtverband, Evangelisches Literaturportal e. V., fragFINN e.V., Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG, Kindergärten der FRÖBEL-Gruppe, Nachhilfeinstitut Studienkreis, Sankt Michaelsbund und Škoda Auto Deutschland GmbH.

Die Studie „Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern“ ist bereits die fünfte Studie der Initiatoren, die sich mit dem „Vorleseland Deutschland“ auseinandersetzt. Weitere Informationen zur Studie sowie zum Bundesweiten Vorlesetag sind im Internet zu finden. Engagierte Vorleser haben hier zudem die Möglichkeit, sich anzumelden:

Die Vorlesestudie: www.Stiftunglesen.de/Vorlesestudie
Der Bundesweite Vorlesetag: www.vorlesetag.de
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