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Montag, 27. Juni 2022
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Mekka für Rapper am Neckar
TROY Ausstellung / 30 Jahre Die Fantast.Vier (c) StadtPalais / Leif Piechowski
 
Mekka für Rapper am Neckar
Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart ist für vieles bekannt: Vom Fernsehturm bis zum Mercedes-Benz-Museum. Die Stadt im Kessel gilt aber auch als Geburtsstätte des deutschen Hip Hop. Als „Mutterstadt“, wie die Massiven Töne sie 1996 im gleichnamigen Song betitelten: „Willkommen in der Mutterstadt, der Motorstadt am Neckar. Mekka für Rapper.“ Mit Max Herre und Afrob sind im Song zwei weitere Urgesteine der Szene zu hören. Zu ihnen zählen natürlich auch die Fantastischen Vier. Die „Altherren des Deutschrap“ feiern 2022 „30 Jahre live“. In den letzten Jahren haben sich aber auch neue Künstler wie Cro, die Orsons, Sickless und Marz einen Namen gemacht. Die derzeit erfolgreichsten deutschen Hip-Hopper Rin, Bausa und Shindy aus Bietigheim haben in der schwäbischen Provinz eine neue Rap-Hochburg errichtet. Das Stadtpalais Stuttgart setzt sich neben der Dauerausstellung auch bei Musikveranstaltungen mit der „Mutterstadt“ und ihrem Umland auseinander.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Karlsruhe: "Teller, Tasse, Krug – Die Durlacher Fayence"
Führung durch die Dauerausstellung des Pfinzgaumuseums am 26. Juni

Das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach bietet am Sonntag, 26. Juni, um 11.15 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung an. Der Rundgang mit Susanne Stephan-Kabierske beschäftigt sich mit dem Thema "Teller, Tasse, Krug – Die Durlacher Fayence". Eintritt und die Teilnahme an der Führung sind kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 27.06. bis 3.07.
(26. Kalenderwoche)

Infos zu Preisen und Tickets: www.freiburg.de/museen-tickets
Freier Eintritt unter 27 Jahren und mit Museums-Pass-Musées

Augustinermuseum

Kammerkonzert mit dem SWR-Symphonieorchester
Kammermusik im besonderen Ambiente der Skulpturenhalle erwartet das Publikum bei einem Konzert mit Mitgliedern des WRSymphonieorchesters am Freitag, 1. Juli, um 20 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Gabriele Turck und Wolfgang Düthorn spielen an Violine und Cello Werke von Johann Sebastian Bach, Reinhold Glière und anderen. Tickets kosten 10 Euro, ermäßigt 8 Euro und sind an der Museumskasse im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich.

Museum für Neue Kunst

Familiennachmittag: Bunt wie ein Regenbogen
Die Welt der Kunst ist bunt. Wie aus Rot, Gelb und Blau alle Farben des Regenbogens entstehen, erfahren Familien mit Kindern ab 5 Jahren am Sonntag, 3. Juli, von 14 bis 16 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Im Atelier entstehen eigene Regenbogenbilder. Die Teilnahme kostet 5 Euro, Erwachsene zahlen zuzüglich den Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmeanzahl ist begrenzt.

Museum Natur und Mensch

Führung mit Gebärdensprache: Handle with care
Was macht ethnologische Sammlungen und ihre Objekte „sensibel“? Das erfahren Besucherinnen und Besucher bei einer Führung am Sonntag, 3. Juli, um 10.30 Uhr durch die Ausstellung „Handle with care – Sensible Objekte der Ethnologischen Sammlung“ im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32. Begleitet wird die Führung von der Gebärdensprachdolmetscherin Bea Blumrich. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro; dazu kommt der Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Archäologie im Dialog: August Macke
Über die Verbindung zwischen der Habalukke-Kultur und August Macke spricht Christine Litz, Direktorin des Museums für Neue Kunst, am Mittwoch, 29. Juni, um 19.15 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Sie stellt die wahre Geschichte von August Macke zu Kandern dar und diskutiert mit dem Publikum über Archäologie als Inspirationsquelle für moderne Kunst. Der Vortrag findet als Hybridveranstaltung statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Vor Ort ist die Teilnahmezahl begrenzt. Eine Teilnahme über Zoom ist ebenfalls möglich.
Meeting-ID: 878 5179 3044 Kenncode: Habalukke

Museum für Stadtgeschichte

Konzert des Arcadia Ensembles
Das Arcadia Ensemble gibt am Sonntag, 3. Juli, um 11 Uhr ein Konzert im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30. Sopranistin Marina Pacheco und Christian Zimmermann an Laute und Gitarre spielen bei der Konzert-Matinee Arien von Antonio Vivaldi, Henry Purcell, Charles Gounod und traditionelle portugiesische Fados. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Tickets kosten 3 Euro und sind an der Kasse des Museums für Stadtgeschichte erhältlich.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Reihe „Gegenworte“: Lesung und Gespräch
Per Leo liest am Mittwoch, 29. Juni, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17, aus seinem Essayband „Tränen ohne Trauer“ (2021). Ins Gespräch kommen Géraldine Schwarz, deutsch-französische Journalistin und Dokumentarfilmerin, und Elke Gryglewski, Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Durch den Abend führt Julia Wolrab, Leiterin des entstehenden Dokumentationszentrum Nationalsozialismus. Die gemeinsame Gesprächsreihe „Gegenworte“ vom Literaturhaus Freiburg, dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus und Radio Dreyeckland thematisiert Möglichkeiten eines Erinnerns für die Zukunft. Tickets kosten im Vorverkauf 9 Euro, ermäßigt 6 Euro und sind hier erhältlich: literaturhaus-freiburg.de.
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Sonstiges 
 
Popakademie des Barock
Mannheim Music Week: ContainerMusicFestival (c) Daniel Wetzel
 
Popakademie des Barock
Die Rhein-Neckar-Metropole Mannheim ist nicht nur Heimat der Musiktalentschmiede Popakademie. Ihre Musikgeschichte lässt sich noch viel weiter zurückschreiben: Nämlich bis ins 18. Jahrhundert, der Zeit des Barock und der „Mannheimer Schule“. Sie nahm ihren Anfang 1743 mit der Ernennung des Geigenvirtuosen Johann Stamitz zum Konzertmeister durch Kurfürst Carl Theodor. Bald entstand eine der einflussreichsten Orchester- und Kompositionsschulen Europas, die bis heute nachwirkt. Sie bildete erfolgreiche Komponisten wie Christian Cannabich und Franz Xaver Richter aus, aber auch viele namhafte Instrumentalvirtuosen. Zu den wohl berühmtesten Gästen und Bewunderern gehörte der junge Wolfgang Amadeus Mozart. Erleben kann man die „UNESCO City of Music“ zum Beispiel bei der „Mannheim Music Week“.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: türken, feuer
Von Özlem Özgül Dündar
Mit: Johanna Gastdorf, Lilay Huser, Marina Galic, Kathleen Morgeneyer, Ansgar Sauren, Francesco Schramm und Tula Rilinger
Musik: Schneider TM
Regie: Claudia Johanna Leist
(Produktion: WDR 2020)

Am 29. Mai 1993 kommen in Solingen fünf Menschen türkischer Abstammung bei einem Brandanschlag ums Leben. Eine von ihnen ist Gürsün Inçe, die sich für ihre dreijährige Tochter opfert, als sie mit ihr aus dem Fenster springt. Das Hörspiel gibt ihr eine Stimme. Und weiteren Frauen: der Mutter eines mutmaßlichen Täters, einer zweiten Toten und einer Überlebenden. Der Fenstersprung, die Angst vor dem Feuer und das Schweigen, bis die Polizei eintrifft - die Frauen bleiben in ihrem Erleben gefangen und suchen nach Verständigung.
Ausgezeichnet als Hörspiel des Jahres 2020.

Sonntag, 26. Juni 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel
 
 

Bibliotheken 
 
 
Angebote der Stadtbibliothek Freiburg vom 27. Juni bis 2. Juli
(Kalenderwoche 26)

Montag, 27. Juni, 14 bis 16 Uhr
Abi-Scout – Online- und Vorort-Beratung (Stadtbibliothek)
Ihren Abi-Scout, die Recherchehilfe für das mündliche Abitur, bietet die Stadtbibliothek in diesem Jahr zweigleisig an: Beratung vor Ort in der Hauptstelle am Münsterplatz 17 erhalten Schüler am Montag, 27. Juni von 14 bis 16 Uhr. Um 14 Uhr startet eine kurze allgemeine Einführung in relevante Datenbanken. Alternativ steht eine Online-Beratung zur Auswahl mit individueller Recherchehilfe per Videochat. Der Termin für die Online-Beratung ist am Mittwoch, 29. Juni, von 15 bis 16 Uhr. Für die Online-Beratung sollten die Prüfungsthemen im Voraus genannt werden. Alle Infos unter www.stadtbibliothek.freiburg.de Der Eintritt ist frei.

Montag, 27. Juni, 16 Uhr
Bilderbuchkino „Mit einer Katze nach Paris“ (Mediothek Rieselfeld)
Maus Ronald wird beim Baguettekaufen von einer hungrigen Katze aufgehalten. Nur nicht gefressen werden! Um von sich abzulenken kauft er ihr Sauerkirschen. Und ehe er sich versieht sitzt Ronald im Cabrio neben der Katze. Wird er die Reise nach Paris unversehrt überstehen? In der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, wird am Montag, 27. Juni, um 16 Uhr, das Bilderbuchkino „Mit einer Katze nach Paris“ gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 28. Juni, 15.30 Uhr
Vorlesestunde (Kinder- und Jugendbibliothek)
Für Kinder von 3 - 5 Jahren liest Vorlesepatin Lisa Adams lustige und spannende Bilderbücher am Dienstag, 28. Juni, um 15.30 Uhr, in der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 28. Juni, 15 Uhr
Lesetreff (Stadtbibliothek)
Beim Lesetreff am Dienstag, 28. Juni, um 15 Uhr, in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, bespricht Ursula Dietrich den Roman „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni und Donnerstag, 30. Juni, 14 bis 15.45 Uhr
E-Learning-Sprachkurse (Stadtbibliothek)
Über die Onleihe bietet die Stadtbibliothek E-Learning Sprachkurse an. Für die E-Learning Deutschkurse (Niveau A1-C1) wird jeden Mittwoch und Donnerstag, von 14 bis 15.45 Uhr in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, eine Einführung angeboten. Infos über Marius Barbot, Tel. 0176/8114 8756. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni und Donnerstag, 30. Juni, 16 bis 18 Uhr
SprachCafé Deutsch (Stadtbibliothek)
Jeden Mittwoch und Donnerstag findet in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, von 16 bis 18 Uhr, das Sprachcafé Deutsch statt. In lockerem Rahmen wird die Möglichkeit geboten, Deutsch zu sprechen (ab Niveau A2), sich kennenzulernen und auszutauschen. Infos über Marius Barbot, Tel. 0176/8114 8756. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni und Donnerstag, 30. Juni, 14 bis 16 Uhr
SprachCafé Deutsch für Anfänger (Stadtbibliothek)
Jeden Mittwoch und Donnerstag findet in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, von 16 bis 18 Uhr, das Sprachcafé Deutsch für Anfänger statt. In lockerem Rahmen werden sprachliche Grundlagen vermittelt, um die Angst vor der deutschen Sprache zu nehmen. Infos über Tel. 0176/3454 0899, Kontakt ist auf deutsch, persisch oder englisch möglich. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni, 15.30 Uhr
Bilderbuchkino in Mooswald (Stadtteilbibliothek Mooswald)
Vorlesepatin Beate Düe liest für Kinder von 3 bis 6 Jahren lustige Geschichten und zeigt die Bilder auf der Leinwand. Das Bilderbuchkino findet in der Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr. 21, am Mittwoch, 29. Juni, um 15.30 Uhr, statt. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni, 15.30 bis 17.30 Uhr, und Freitag, 1. Juli, 15 bis 16.30 Uhr
Gaming in der Kinder- und Jugendbibliothek (Stadtbibliothek)
In der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17, können Kinder ab 8 Jahren jeden Mittwoch von 15.30 bis 17 Uhr und jeden Freitag von 15 Uhr bis 16.30 Uhr für 30 Minuten Nintendo Switch- und PS4-Spiele ausprobieren. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni, 16 Uhr
Vorlesen für Kinder (Mediothek Rieselfeld)
Für Kinder ab 3 Jahren liest Vorlesepatin Marion Ernst lustige und spannende Geschichten am Mittwoch, 29. Juni, um 16 Uhr, in der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 29. Juni, 16 Uhr
Vorlesespaß in 30 Minuten (Stadtteilbibliothek Haslach)
Was gibt es Neues in der Bilderbuchecke? Unsere Vorlesepatinnen und Handpuppe Bibo lesen in der Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstr. 10, am Mittwoch, 29. Juni, um 16 Uhr, für Kinder ab 3 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 30. Juni, 16 bis 17 Uhr
Die Stunde Kunterbunt (Mediothek Rieselfeld)
Die Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, lädt am Donnerstag, 30. Juni, von 16 bis 17 Uhr, zur „Stunde Kunterbunt“. Charlotte bietet lesen, spielen und basteln für Kinder ab 5 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 1. Juli, 15 bis 18 Uhr
eSports-Games Training (Stadtteilbibliothek Haslach)
Der Verein Freiburg eSports und die Stadtteilbibliothek Haslach bieten in der „Gaming-Zone“ der Jugendbibliothek Club Training an. Das nächste Training für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren findet am Freitag, 1. Juli, ab 15 bis 18 Uhr, in die Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstr. 10, statt. Der Eintritt ist frei.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Auf den Spuren der Kolonialzeit
Augustinermuseum, FR und Kolonialismus: Nashornschädel (c) Foto: Seeger
 
Auf den Spuren der Kolonialzeit
Ausstellung im Augustinermuseum blickt kritisch auf die Rolle Freiburgs
Rassistische Muster prägen bis heute unseren Alltag

Noch immer profitieren wir ökonomisch, politisch und kulturell von den Strukturen der Unterdrückung und Ausbeutung, die vor 1919 geschaffen wurden. Was hatte und hat Freiburg und seine Bevölkerung mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Wie wurden bestimmte rassistische Verhaltensmuster über Generationen hinweg weitergegeben? Und wie äußern sie sich auch heute noch in unserem Alltag? Das erfahren die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!“ ab Samstag, 25. Juni, im Augustinermuseum. Die Schau blickt bis Sonntag, 11. Juni 2023, auf die kolonialen Verflechtungen der Stadt und regt dazu an, das eigene Handeln im Hier und Jetzt zu hinterfragen.

Das Deutsche Kaiserreich hatte sich ab 1884 Gebiete in Afrika, Asien und Ozeanien angeeignet. Auch Freiburgerinnen und Freiburger waren aktiv an der Unterdrückung und Ausbeutung der dort lebenden Menschen beteiligt. Die Ausstellung blickt kritisch auf die Rolle einzelner Kolonialbeamter in der gewaltgeprägten Geschichte des ehemaligen ‚Schutzgebietes‘ Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia.

Ein Fokus liegt auf dem Alltäglichen, das ins persönliche Leben jedes Menschen reichte und es der Freiburger Bevölkerung schwer machte, sich dem Kolonialismus zu entziehen: der Genuss von Kaffee, Tee und Südfrüchten, das Tragen von Baumwollkleidung, der Besuch von sogenannten ‚Völkerschauen‘ im Stadtteil Stühlinger oder die Mitgliedschaft in bestimmten Vereinen.

Wie die Wissenschaft die Verbreitung des kolonialen Gedankenguts beeinflusste, zeigt die Ausstellung am Beispiel des heutigen Museums Natur und Mensch und der Universität Freiburg: Das ehemalige Museum für Natur- und Völkerkunde erhielt nach seiner Gründung im Jahr 1895 einen Großteil seiner Objekte von Menschen, die in den deutschen Kolonien aktiv waren – zum Teil auch unter Anwendung von Gewalt. Und auch die Wissenschaftler der Freiburger Universität nutzten die koloniale Infrastruktur für ihre Forschung. Zugleich verbreiteten Professoren und Dozenten in ihren Vorlesungsreihen rassistische Inhalte an das städtische Bildungspublikum.

Der deutsche Kolonialismus endete 1919. Doch seine Ideologie wirkt bis heute. Wie ist das möglich? Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie rassistisches Denken, Sprechen und Handeln bis weit in das 20. Jahrhundert hinein zum Alltag gehörten. Vorurteile und abwertende Verhaltensmuster gegenüber Menschen außereuropäischer Herkunft wurden unbewusst oder sogar bewusst über Generationen hinweg weitergegeben – und äußern sich auch heute noch in unserer Gesellschaft. Eine Medienstation lädt zur Selbstreflektion ein.

Dem Motto „Nichts über uns ohne uns“ folgend, wurde die Ausstellung nicht nur aus dem Museum heraus gestaltet. Vielmehr räumt sie Platz für den Blickwinkel externer Partnerinnen und Partner ein. Stellvertretend für zahlreiche Freiburger Initiativen, die den deutschen Kolonialismus aufarbeiten, kommen einige Gruppen zu Wort. Dabei geht es beispielsweise um die Friedensarbeit in Burundi, dessen Bevölkerung durch postkoloniale Strukturen zutiefst gespalten ist. Beleuchtet wird auch, welche Aufgaben die Schülerinnen und Schüler des UWC Robert Bosch College Freiburg für eine gerechtere Welt sehen.

Die Ausstellung ist deutschlandweit eine der ersten, die den Kolonialismus mit Blick auf eine Stadtgesellschaft aufarbeitet. Sie zeigt, dass Freiburg kein ‚key player‘ des europäischen oder deutschen Kolonialismus war – aber Teil der breiten Basis, die ihn getragen und ermöglicht hat. Zwar haben sich einzelne Personen aktiv militärisch, ökonomisch oder wissenschaftlich an der Ausbeutung beteiligt. Es waren aber vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner, die durch ihr Denken und ihren Konsum mit dem Kolonialismus verflochten waren. Die Schau zeigt, dass wir auch heute noch umgeben sind von Spuren der Kolonialzeit und dass Rassismus und Ausbeutung – anders als viele annehmen – noch immer alltäglich sind.

Die Ausstellung wird durch die Baden-Württemberg Stiftung und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Kuratorin ist Beatrix Hoffmann-Ihde, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Städtischen Museen Freiburg.

Interdisziplinäre Bildungsangebote, Veranstaltungen und Führungen begleiten die Schau. Schulklassen und Interessierte sind eingeladen, sich tiefer mit Themen wie Rassismus und kolonialen Strukturen auseinanderzusetzen oder Einblicke in die Praxis der Provenienzforschung zu erhalten. Angelika Zinsmaier, Referentin für Kulturvermittlung, und Peter Geißler, Referent für Naturvermittlung, haben das Programm für diese und die parallel laufende Ausstellung „Handle with care – Sensible Objekte der Ethnologischen Sammlung“ im Museum Natur und Mensch gemeinsam konzipiert. Es folgt den Leitlinien zur Bildung für nachhaltige Entwicklung der UNESCO, indem es wertvolle Impulse für das zukünftige, globale Zusammenleben gibt. Kooperationspartner ist das Informationszentrum 3. Welt (iz3w) des Vereins Aktion Dritte Welt. Die Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg fördert das Programm. Alle Veranstaltungen und weitere Infos zu den Ausstellungen gibt es unter freiburg.de/kolonialismus oder freiburg.de/handle-withcare.

Der Katalog zur Sonderausstellung erscheint am 23. September im Sandstein Verlag und ist ab dann für 29,80 Euro an der Museumskasse und für 34,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Das Augustinermuseum am Augustinerplatz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Das Ticket gilt als Tagesticket für alle Häuser der Städtischen Museen Freiburg und damit auch für die Ausstellung „Handle with care“ im Museum Natur und Mensch. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises und mit Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei.

zum Bild oben:
Schädel eines Nashorns, ehemals DeutschOstafrika, um 1910.
Foto: Patrick Seeger.
Das Nashorn ist ein gewaltiges Säugetier und die Jagd darauf prestigeträchtig. Der Schädel ist eine Jagdtrophäe. Der Schenker Wilhelm Winterer (1879–1969) war als Offizier der sogenannten „Schutztruppe“ möglicherweise selbst der Schütze.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Museum
Dachbegrünung und Anlegen einer Blühwiese gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main

Peter Dommermuth übergibt Förderbescheid an das Museum für Kommunikation Frankfurt

Das Museum für Kommunikation eröffnet am 12. Oktober 2022 die große Sonderausstellung „KLIMA_X“, eine Ausstellung über die Kommunikation der Klimakrise und die große Diskrepanz, die zwischen Wissen und Handeln besteht. In Vorbereitung auf das Ausstellungsprojekt startet das Museum auch selbst verschiedene Veränderungsaktionen: Gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main und dem Förderprogramm „Frankfurt frischt auf“ wird das Museumsdach neu begrünt, um die Vielfalt an Insekten, Vögeln und Kleinstlebewesen zu fördern. Am Dienstag, 21. Juni 2022 hat der Leiter des Umweltamtes der Stadt Frankfurt am Main Peter Dommermuth den Förderbescheid in Höhe von 19.750 EUR und damit die Hälfte der entstehenden Gesamtkosten an Dr. Helmut Gold übergeben.

Seit Anfang Mai wird der Rasen zwischen dem Glaskegel des Behnisch-Baus und der historischen Villa abgetragen und eine Magerwiese angelegt. „Dank der Kooperation mit dem Umweltamt haben wir viel über die Veränderung des Stadtklimas durch die Anlage von grünen Flächen in der Stadt gelernt. Schon kleinste Begrünungen tragen dazu bei, die Temperatur zu senken. Eine Fläche von rund 800qm wie unsere Wiese leistet dazu einen wesentlichen Beitrag – auch angesichts von Hitzeperioden, wie wir sie am vergangenen Wochenende erlebt haben.“ (Dr. Helmut Gold, Direktor Museum für Kommunikation Frankfurt) „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Sowohl beim Klimaschutz, als auch bei der zwingend notwendigen Anpassung an den Klimawandel, ist ein dringend notwendiges Umdenken erforderlich. Die Frankfurter Bürgerschaft sowie Unternehmen sind aufgerufen, sich an dem Vorbild der Museumsstiftung ein Bespiel zu nehmen und eine Dach-, Fassaden- oder Hofbegrünung zu prüfen und initiativ zu werden“, so Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamts der Stadt Frankfurt am Main.

Das blühende Museumsdach

Eine Besonderheit des Museumsgebäudes ist, dass 30 % der Ausstellungsfläche unter der Erde liegen. Das Museumsdach überspannt das Hauptausstellungsgeschoss, das die Dauerausstellung beherbergt. Beim Architekturwettbewerb für den Neubau (Eröffnung 1990) wurde es zur Auflage gemacht, den Baumbestand auf dem Grundstück weitestgehend zu erhalten. Damals hatte das Architekturbüro Behnisch & Partner mit seinem lichten Gebäude überzeugt und das Zusammenspiel von Natur und Architektur (u.a. durch die Rundungen der Außenwände für die alte Platane) am besten umgesetzt. Das Museumsdach war von einer geschlossenen Grasdecke bedeckt.

Im Zuge der Gartenarbeiten wurde die bestehende Grasnarbe jetzt abgetragen und der Mutterboden mit Sand abgemagert, um den Nährstoffgehalt zu reduzieren und gleichzeitig die Tragfähigkeit des Daches nicht zu gefährden. Hier sollen in Zukunft Pflanzen gedeihen, die mit Trockenheit besonders gut zurechtkommen, gleichzeitig aber auch Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten bieten.

Anfang Mai 2022 wurden verschiedene Wildblumen, Gräser und Kleearten gesät wie etwa weißer Steinklee, Inkarnatklee oder Gelbklee, die besonders reich an Nektar sind und damit eine Vielzahl von Insekten anlocken. Außerdem wurzeln diese Pflanzen im Gegensatz zu Rasen bis zu 35 cm tief und können damit durch das natürliche Drainage-System be- und entwässert werden. Mit dem Anlegen der Magerwiese kann der Wasserverbrauch in Zukunft um bis zu 70 % reduziert werden.

Bei der Auswahl des Saatgutes wurde zudem darauf geachtet, dass es sich vorrangig um Spätblüher handelt, also Pflanzen, die im Spätherbst üppig blühen – und damit pünktlich zur Ausstellungseröffnung. Rund um die Museumswiese, im alten Baumbestand, hat das Museumsteam Nistkästen für Gartenvögel angebracht. Das Baumaterial entstammt den Restbeständen vergangener Ausstellungen.

Förderprogramm „Frankfurt frischt auf“

Die Wiese entsteht mit der Unterstützung des Förderprogramms „Frankfurt frischt auf“. Der Antragsstellung von Seiten des Museums war ein Expert:innengespräch vorausgegangen, bei dem das Museumsdach begutachtet wurde und ein Substrat bzw. Pflanzen empfohlen wurden, die sich besonders gut für den Standort eignen. Das Kooperationsprogramm von Umweltamt und Grünflächenamt unterstützt die Begrünung der Stadt Frankfurt am Main. Flächen, Fassaden oder Hinterhofbegrünungen von Privatpersonen und Institutionen werden gefördert. Die Summe einer Vielzahl kleiner Veränderungen, wie ein Baum, ein Beet oder eine Pergola, tragen dazu bei, dass die Temperatur gesenkt, der Schall gemindert und die Luft verbessert wird. Das trägt zur Kühlung der Innenstadt bei und bietet einen attraktiveren Lebensraum für Mensch und Insekt. In Frankfurt können noch viel mehr Dächer begrünt werden. Jede:r Frankfurter:in, die ein Dach besitzt und jede Institution kann Unterstützung beantragen.

Ausstellung KLIMA_X (13. Oktober 2022 bis 28. August 2023)

Wir kennen alle die Last der guten Vorsätze: Wir wollen weniger Zucker essen, unseren Fleischkonsum reduzieren, uns mehr bewegen, nicht mehr Rauchen oder das Fahrrad statt das Auto nehmen. Oft wissen wir bereits, was gesund und gut für uns wäre, doch die Umsetzung fällt uns schwer. Das gilt auch in Bezug auf die Klimakrise. Wir wissen, dass wir unsere Mobilität, Ernährung und unseren Konsum verändern müssen. Wir wissen, dass das Thema uns alle angeht. Doch warum tun wir nicht, was wir wissen? Die Ausstellung „KLIMA_X“ geht dieser Frage auf den relevanten Ebenen der Kommunikation nach. Anhand ausgewählter Beispiele zeigt sie, dass Veränderung möglich ist und wir den Planeten retten können.

Eine Besonderheit des Ausstellungsprojekts ist, dass vor dem Start der Ausstellung bereits verschiedene sog. „Outreach-Projekte“ auf den Weg gebracht werden, die sich an Besuchende richten, die bislang kaum Berührungspunkte mit Museen haben. Außerdem sollen durch diese Begleitprojekte neue Blickwinkel auf den Klimawandel eingenommen werden. Während der Ausstellungsdauer werden z.B. Mitarbeitende des Umweltamts der Stadt Frankfurt am Main die Wiese vorstellen und Informationen zum Förderprogramm an interessierte Besuchende geben.

Im März und Mai 2022 fand in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie die Veränderungswerkstatt #change statt: 15 Jugendliche debattierten an zwei Wochenenden darüber, wie Veränderung gelingen kann.
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Lesungen / Vorträge / Diskussionen 
 
 
Qualitätsjournalismus in Zeiten globaler Krisen
Ein diskursiver Abend in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk und dem Frankfurter Presseclub
Mi, 29. Juni 2022, 19 Uhr

Wie gut hat sich der Qualitätsjournalismus in Funk, Fernsehen, Online und Print in den Zeiten von Pandemie und Mehrfachkrise bewährt? Zwei Journalisten und eine Neurowissenschaftlerin üben (Selbst)Kritik und diskutieren konstruktive Ansätze anhand aktueller Beispiele. Das Gespräch zwischen Maren Urner, Ulli Janovsky und Carsten Knop wird moderiert von Sylvia Kuck (hr-iNFO).

Als Medienpsychologin hat Prof. Dr. Maren Urner eine verbreitete „Sehnsucht nach Eindeutigkeit“ diagnostiziert, aber bei komplizierten Sachverhalten gibt es oft keine klaren, einfachen Antworten. Wie sollte ein Informationsangebot gestaltet sein, um das Publikum bestmöglich „abzuholen“, zu informieren und zur Meinungsbildung beizutragen? Journalistinnen und Journalisten müssen immer wieder ausloten, wieviel Komplexität und „Graustufen“ sie ihrem Publikum abverlangen.

Haben Fake News auch hierzulande die Wahrnehmung der Pandemie, des Krieges in der Ukraine und anderer Krisen maßgeblich beeinflusst? Warum werden schlechte Nachrichten besser „geklickt“ als gute? Wie gelingt eine ausgewogene Berichterstattung und wo beginnt „False Balance“? In der Krise zeigt sich, dass Qualitätsjournalismus – trotz viel, zum Teil berechtigter Kritik – auf allen Kanälen stark nachgefragt wird. Was im Prinzip funktioniert und was im journalistischen Alltag noch besser werden kann, auch darum geht es in diesem Gespräch anhand von Beispielen aus der Praxis.

Eine Veranstaltung des Museums für Kommunikation Frankfurt in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk und dem Frankfurter Presseclub. Der diskursive Abend im Museum für Kommunikation begleitet die beiden Sonderausstellungen „Funk für Fans. Hessische Rundfunkgeschichten“ und „ON AIR. 100 Jahre Radio“.

Kosten: 4 €
Anmeldung unter: https://eveeno.com/journalismus-in-zeiten-von-fakenews

Es diskutieren:

Maren Urner
ist Neurowissenschaftlerin und Professorin für Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften, u. a. an der McGill University in Montreal, und wurde am University College London promoviert. 2016 gründete sie das erste werbefreie Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit. Sie leitete die Redaktion bis März 2019 als Chefredakteurin und war Geschäftsführerin. Ihre beiden Bücher „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ (Droemer 2019) und „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ (Droemer 2021) sind SPIEGEL-Bestseller.

Ulli Janovsky
hat Germanistik und Geschichte studiert. Von 1991 bis 1997 war er – zunächst noch studienbegleitend – als Redakteur, Reporter und Nachrichtensprecher für den Mitteldeutschen Rundfunk tätig. Seit 1999 ist er im Hessischen Rundfunk als Redakteur beschäftigt, seit 2008 kennen ihn die Hörerinnen und Hörer als „Station Voice“ von hr-iNFO. Hauptamtlich war er mehr als ein Jahrzehnt lang Hörfunk-Nachrichtenchef im Hessischen Rundfunk. Im November 2021 übernahm er die Leitung von hr-iNFO, dem (in seinem Verbreitungsgebiet) erfolgreichsten Info-Radiosender im ARD-Verbund.

Carsten Knop
wurde 1969 in Dortmund geboren. Auf das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster folgte 1993 das Volontariat im Hause der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Daran schloss sich 1995 die erste Redakteursstelle an: als Korrespondent für die „Börsen-Zeitung“ wechselte er nach Düsseldorf. Daran anschließend arbeitete Knop als Wirtschaftskorrespondent für die FAZ in New York und San Francisco. Seit 2003 ist er wieder in Frankfurt, leitete viele Jahre lang die Unternehmensberichterstattung. Von Anfang 2018 bis März 2020 zeichnete er als Chefredakteur für die digitalen Produkte verantwortlch, seit April 2020 ist einer der vier Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen.

Moderation: Sylvia Kuck (hr-iNFO)
Nach journalistischen Stationen beim Kölner Stadt-Anzeiger und Radio Luxemburg kam sie nach Nürnberg, moderierte bei einem der ersten deutschen Privatradios und drehte beim BR für die Frankenschau. Seit Ende der Achtziger Umzug war sie beim Hessischen Rundfunk u.a. am Aufbau von hr4 beteiligt und gehörte später auch zur Gründungscrew von hr-iNFO. Als Reporterin mit Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt gewann sie diverse Preise. Sylvia Kuck engagiert sich im Personalrat des Hessischen Rundfunks und auf Landesebene im Deutschen Journalistenverband DJV.
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Sonstiges 
 
Karlsruhe: KIT-Kammerorchester spielt
KIT-Kammerorchester / Foto: KIT
 
Karlsruhe: KIT-Kammerorchester spielt "Mozart pur"
Benefizkonzert für das Badische Konservatorium am 2. Juli im Audimax

Am Samstag, 2. Juli, gibt das KIT-Kammerorchester um 20 Uhr im Audimax mit "Mozart pur" das mittlerweile zehnte Benefizkonzert im Rahmen der "KONS Spendensymphonie" zu Gunsten eines neuen Flügels für die städtische Musikschule. Unter der Leitung von François Salignat spielt das Orchester gemeinsam mit Toomas Vana und Natalia Zagalskaia als Kons-Solisten Mozarts selten aufgeführtes Stück für zwei Klaviere Es-dur (KV 365). Auch der künstlerische Nachwuchs des Badischen Konservatoriums ist vertreten: Die Stipendiaten Seunjung Kim, Roman Unzer und Julius Dehnen sind in den drei Sätzen des Klavierkonzerts A-Dur (KV 414) zu hören. Zwei weitere Werke von Mozart - Divertimento D-Dur (KV 136) und "Adagio und Fuge c-moll" (KV 546) für Streichorchester - runden das Programm ab.

Tickets gibt es bei der Tourist-Info am Marktplatz, im Musikhaus Schlaile, in der Postgalerie in der Buchhandlung am Kronenplatz, per Mail an info@kammerorchester.kit.edu oder online über Reservix. Der Erlös des Abends fließt in den Fonds zur Anschaffung eines neuen Konzertflügels. Weitere Informationen und die Übersicht zu den Benefizkonzerten sind unter www.kons-spendensymphonie.de zu finden.

Hintergrund: Das Badische Konservatorium, die Musikschule der Stadt Karlsruhe, zieht 2023 in die ehemalige Dragonerkaserne. Um den dann wesentlich größeren Konzertsaal des neuen Unterrichtsgebäudes ausreichend mit Klang zu füllen, startete die Musikschule die Kampagne "KONS-Spendensymphonie" zur Finanzierung eines Steinway-Konzertflügels. Im Rahmen der Kampagne konzertieren bekannte Künstler wie Peter Lehel, Frank Dupree oder das KIT-Kammerorchester ebenso für die gute Sache wie die eigenen Lehrkräfte des Hauses.

zum Bild oben:
Im Kammerorchester des KIT kommen musizierende Studenten, Ehemalige und Freunde des Karlsruher Instituts für Technologie zusammen.
Foto: KIT
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Führung durch "Karlsruhe im Fokus"
Im Stadtmuseum Kalsruhe geht es am 26. Juni um Blickwinkel auf die Fächerstadt

Das Schaffen von Adelheid Heine-Stillmark, Walter Schnebele und Dietmar Hamel stellt Eric Schütt am Sonntag, 26. Juni, um 11:15 Uhr bei einer Führung durch die Sonderausstellung "Karlsruhe im Fokus" in den Mittelpunkt. Präsentiert werden im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais rund 400 Fotografien aus den 1970er- bis 1990er-Jahren, die unterschiedliche und mitunter ungewöhnliche Blickwinkel auf Gebäude, Ereignisse und das Leben in der Fächerstadt eröffnen.
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Bibliotheken 
 
 
Bücherflohmarkt in der Kinder- und Jugendbibliothek Karlsruhe
Am Dienstag, 28. Juni, findet in der Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max-Palais ein großer Schönwetter-Bücherflohmarkt statt. Von 11 bis 16 Uhr warten im Hinterhof des Prinz-Max-Palais Kinderbücher, Manga, Jugendromane und Sachbücher auf neue Besitzer.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
„Jeder Mensch ist ein Künstler“. Zum 101. Geburtstag von Joseph Beuys
Familienworkshop in der Reihe „Kunst für Kinder“

Kinder ab 8 Jahren und ihre Familien können sich am Sonntag, 3. Juli von 15 bis 17 Uhr in der Katholischen Akademie Freiburg, Wintererstr. 1, mit dem Künstler Joseph Beuys auseinandersetzen. Die Kunsthistorikerin Katharina Herrmann begleitet den Workshop „Jeder Mensch ist ein Künstler“ in der Reihe „Kunst für Kinder“ mit folgenden Fragen: Warum gestaltet Beuys seine Kunst mit Fett, Filz und Wachs? Inwiefern lässt er sich als Vordenker der ökologischen Bewegung bezeichnen? Und was meint er damit, wenn er Menschen als „soziale Plastik“ bezeichnet?

„Jeder Mensch ist ein Künstler“ – mit dieser Aussage hat der Mann mit dem Filzhut, wie er weltweit bekannt wurde, Kunstgeschichte geschrieben. Joseph Beuys möchte zum Ausdruck bringen, dass wir gemeinsam an dem großen „Kunstprojekt Welt“ beteiligt sind und alle auf eigene Art und Weise dazu beitragen können, die Gegenwart verantwortungsvoll zu gestalten.

Der Eintritt beträgt für Kinder 3 Euro, für Erwachsene 6 Euro, Familien zahlen 12 Euro. Anmeldung bis zum 26. Juni unter www.katholische-akademie-freiburg.de..
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Eine Heimat für die Königin der Instrumente
In Waldkirch wimmelt es von Pfeifen. Denn die Schwarzwaldstadt gilt als „Zentrum des Orgelbaus“. Seit dem 19. Jahrhundert finden Kirchen- und Karussellorgeln, Orchestrien, Drehorgeln und Leierkästen von hier ihren Weg in die weite Welt. Heute haben noch fünf Orgelbauer ihre Werkstätten in der „Orgelstadt“ oder leben hier. Alle drei Jahre feiern die Waldkircher die „Königin der Instrumente“ mit einem Internationalen Klang- und Orgelfestival. Für drei Tage bringen Orgelspielerinnen und Schausteller aus Nah und Fern dann noch mehr Musik in die Stadt. Vom 24. bis 26. Juni 2022 ist es wieder soweit. Unter der Zeit kann man sich im städtischen Elztalmuseum oder im Orgelbauersaal der Waldkircher Orgelstiftung über die Geschichte informieren.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Don Carlos – Ein dramatisches Gedicht
Hörspiel nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Schiller
Ewald Balser, Eva Zilcher, Wolfgang Stendar, Gerd Brüdern, Gisela Mattishent u. v. a.
Komposition: Rolf Unkel
Hörspielbearbeitung und Regie: Leopold Lindtberg
(Produktion: Süddeutscher Rundfunk 1959)

Ein Kleinod aus dem SWR Hörspielarchiv von 1959: Schillers Drama wurde kurz vor der Französischen Revolution 1787 uraufgeführt. Am Beispiel von Don Carlos, Sohn Philipps II. von Spanien und Thronfolger, thematisiert er die Anfänge des Unabhängigkeitskriegs der niederländischen Provinzen von Spanien zwischen 1556- 1598. Das Historiendrama um den Widerstand gegen ungerechte Herrschaftsformen wird bei Schiller zum indirekten Spiegelbild seiner Gegenwart und erweist sich auch heute wieder von bedrückender Aktualität.

Samstag, 25. Juni 2022, 23:03 Uhr
SWR2 Ohne Limit - Hörspiel (bis 2 Uhr)
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Der Klang der Eiszeit
Elfenbeinflöte urmu (c) Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
 
Der Klang der Eiszeit
An keinem anderen Ort der Welt wurden bislang ältere Kunstobjekte gefunden als in den Höhlen der Schwäbischen Alb. Neben kleinen Skulpturen aus Mammutelfenbein kamen bei Grabungen auch acht Flöten zum Vorschein, die dort vor über 35.000 Jahren entstanden. Die filigranen Blasinstrumente bestehen aus Mammutelfenbein, Gänsegeier- und Schwanenknochen. Über die Spieltechnik lässt sich zum Teil nur spekulieren. Auch darüber, was und zu welchen Gelegenheiten gespielt wurde, herrscht keine Klarheit. Da die Flöten allerdings in den Höhlen gefunden wurden, wird vermutet, dass diese als natürlicher Resonanzkörper genutzt wurden, um ihren eher leisen Tönen einen volleren Klang zu geben. Besichtigen kann man die Flöten im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren und im Landesmuseum Württemberg Stuttgart.
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Bibliotheken 
 
 
Freiburg: Digitaltage am 23. und 24. Juni
In der Stadtbibliothek dreht sich alles um die digital-analoge Lebenswelt

Drucken wir in Zukunft unsere Häuser, anstatt sie zu bauen? Wird die virtuelle Welt hinter VR-Brillen unsere „richtige“? Mit dem 3D-Druck hat jede die Möglichkeit, das zu produzieren, was sie will. Und VR-Brillen sind längst nicht mehr nur zum „zocken“ da, sondern lassen den Tragenden in eine komplett andere Wirklichkeit abschweifen.

3D-Druck und VR-Brillen sind zwei der Themen bei den Freiburger Digitaltagen am Donnerstag, 23., und Freitag, 24. Juni. Sie drehen sich ums Thema digitaler Wandel und bieten allen Interessierten Raum zum Mitmachen, Diskutieren und Erleben. Der erste Teil wird am Donnerstag um 13 Uhr, unter anderem von Oberbürgermeister Martin Horn, im Kreativpark (Lokhalle, Paul-Ehrlich-Straße 7) eröffnet und dauert bis 20 Uhr. Im zweiten Teil, am Freitag von 10 bis 17 Uhr, steht die Stadtbibliothek am Münsterplatz 17 im Fokus.

Mit einem spielerischen Ansatz können am Freitag Kinder, Jugendliche und natürlich auch Erwachsene in der Stadtbibliothek in Sessions experimentieren. Zeitgleich finden in vier Zeitfenstern an sechs Orten Workshops oder Vorträge statt. Sandra Rosenstiel zum Beispiel, Bibliothekarin der Stabi, beantwortet bei den Digitaltagen alle Fragen um innovative Welten, 3D-Druck und VR-Brillen.

In einer anderen Session am Freitag geht es ums Programmieren, die Grundlage der digitalen Welt. Doch was versteht schon ein Laie davon? Mit sogenannten Bee-Bots können Besuchende das Programmieren erlernen und erkunden. Die putzigen Mini-Roboter bekommen eine Route über die Tasten auf ihrem Rücken vorprogrammiert und folgen dann ihrem Weg. Sonja Röcker und Steffanie Elzberg, Azubis der Stadtbibliothek, führen das Programmieren der Roboter vor.

Einem gefährlichen Phänomen unserer Zeit ist eine andere Session auf der Spur. Ob auf Social-Media, über Nachrichtendienste oder direkt in die Mailbox: Fake News finden ihren Weg in die Köpfe vieler Menschen. Gerade in den letzten Jahren spielen sie im Alltag eine zunehmende Rolle. Ein Vortrag von Nicole Palazzo, Bibliothekarin und Leiterin der Stabi-Informationsabteilung, zeigt, wie wichtig es ist, erkennen zu können, was vertrauenswürdige Quellen sind und wie man mit falschen Meldungen umgeht.

„Komm mal weg vom PC!“ oder „Lass endlich dein Handy aus!“ hört man aus vielen Kinder- und Jugendzimmern der Republik. Gaming ist eine der Hauptbeschäftigungen junger Leute in ihrer Freizeit. 60 Prozent der Kinder bis 13 Jahre spielen mehrmals die Woche Computer-, Konsolen-, Online- oder Smartphonespiele. Neben negativen Folgen hat die Bildschirmzeit aber auch was für sich: Das Gehirn kann sich weiterentwickeln und es werden unterschiedliche Fähigkeiten geschult. Sophie Plöger, die ihr FSJ Kultur 2021/2022 in der Stadtbibliothek absolviert, schafft in dieser Session einen niederschwelligen Zugang zu Spielen, mit denen Kinder und Jugendliche den Umgang mit der Technik lernen oder testen können.

Diese und weitere Sessions stehen am Freitag in der Stadtbibliothek zur Auswahl. Apps, digitale Lernangebote, der Umgang mit Social Media und andere digital-analoge Kontexte werden thematisiert und aufkommende Fragen beantwortet und diskutiert.

Zu den Digitaltagen laden gemeinsam die Stadt Freiburg (Stadtbibliothek), die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM), der DIGIHUB Südbaden, das Regionalbord von BadenWürttemberg: Connected e.V. (bwcon) und die Wirtschaftsförderung Region Freiburg (WRF) ein.

Die Teilnahme ist kostenfrei, weitere Infos und die Anmeldungen finden sich auf https://www.freiburg.digital/veranstaltungen-2022/.

Eckdaten Digitaltage Freiburg 2022
Donnerstag, 23. Juni, 13 bis 21 Uhr: Kreativpark, Lokhalle, PaulEhrlich-Straße 7
Freitag, 24. Juni, 10 bis 17 Uhr: Stadtbibliothek, Münsterplatz 17.
Tickets für das Session-Programm am Freitag (Stadtbibliothek) gibt es auf https://eveeno.com/digitaltage_freiburg_24juni2022
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 20. bis 26. Juni 2022
(25. Kalenderwoche)

Infos zu Preisen und Tickets: www.freiburg.de/museen-tickets
Freier Eintritt unter 27 Jahren und mit Museums-Pass-Musées

Augustinermuseum

Führung: Freiburg und Kolonialismus
Rassenideologie und wirtschaftliche Ausbeutung prägten die Zeit des Kolonialismus. Bei einer Führung durch die Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!" am Sonntag, 26. Juni, um 10.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz erfahren Teilnehmende, wie diese Ideologie bis heute in den Kolonien und auch in Freiburg nachwirkt. Die Teilnahme kostet 2,50
Euro zuzüglich Eintritt.

Museum für Neue Kunst

Let’s talk about: Jimmie Durham „Songs of My Childhood“
Am Donnerstag, 23. Juni, um 18 Uhr geht es im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, um die Videoarbeit „Songs of My Childhood, Part One: Songs to Get Rid Of, Part Two: Songs to Keep“ (2014) von Jimmie Durham. Interessierte sind eingeladen, im Anschluss an die Vorstellung des Werks gemeinsam zu diskutieren. Die Arbeit ist Teil der Ausstellung „Someone Else. Die Fremdheit der Kinder“. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Museum Natur und Mensch

Feierabendführung: Was macht ein Objekt „sensibel“?
Was macht ethnologische Sammlungen und ihre Objekte „sensibel“? Das erfahren die Teilnehmenden einer Führung mit Stefanie Schien, Kuratorin der Ausstellung „Handle with care – Sensible Objekte der Ethnologischen Sammlung“, am Dienstag, 21. Juni, um 17 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro; zuzüglich Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinder führen Kinder: Lieblingsstücke
Feuersteinklinge oder Kettenhemd? Bei einer Führung von Kindern für Kinder am Samstag, 25. Juni, um 15 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, stellen die Kulturlotsinnen und Kulturlotsen des Clubs „Junges ArCo“ ihre Lieblingsobjekte im Museum vor. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Für Kinder ist die Teilnahme frei, Erwachsene zahlen den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201-2501 ist bis Donnerstag, 23. Juni, 15 Uhr erforderlich.

Museum für Stadtgeschichte

Freiburger Kurzgeschichte(n): Das Wentzingers Haus
Im Fokus einer Führung am Freitag, 24. Juni, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, steht der ehemalige Eigentümer des Hauses: Johann Christian Wentzinger. Er war Maler, Bildhauer und Architekt und baute 1761 sein Wohnhaus mit Münsterblick, das bis heute viele Spuren aus der Bauzeit aufweist. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
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Sonstiges 
 
 
Freiburg: „Lirum Larum Leselabore“
Kostenloses Ferienangebot für Kinder und Jugendliche findet vom 4. bis zum 9. September statt
Anmeldefrist: Freitag, 15. Juli

Das „Lirum Larum Lesefest“ ist in Freiburg allseits bekannt – die dazugehörenden Leselabore eher weniger. Der einfache Grund: Das Ferienangebot findet dieses Jahr zum ersten Mal statt. Vom 4. bis zum 9. September können Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren gemeinsam mit professionellen Autoren und Illustratorinnen schreiben, zeichnen und jede Menge Spaß haben.

Am 4. September laden Christian Duda, Lena Steffinger, Benjamin Tienti und Nele Palmtag zum Kennenlernen in das Literaturhaus Freiburg ein. Fünf Tage lang forschen die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit den vier „Lesegästen“ zum Thema Wahnsinn. Die Leselabore finden im Literaturhaus Freiburg und in der Jugendkunstschule im JBW statt. Beim Finale des „Lirum Larum Lesefests“ am 16. Oktober im Theater Freiburg präsentieren die jungen „Leseforscherinnen und –forscher“ ihre literarischen Ergebnisse.

Christian Duda ist Autor von Kinder- und Jugendbüchern, Theaterstücken und Drehbüchern. Sein neuster Jugendroman „Baumschläfer“ erscheint diesen Sommer. Er handelt von einem Jungen, der durch alle Maschen des sozialen Netzes fällt. Lena Steffinger hat Psychologie, Illustration und grafisches Erzählen studiert und vor Kurzem das wundersam-lustige Bilderbuch „Monsteroma“ veröffentlicht. Benjamin Tienti erhielt für sein Kinderbuchdebüt „Salon Salami“ den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2018. Nele Palmtag illustriert hauptsächlich Kinderbücher – entweder zu eigenen Ideen oder im Auftrag Anderer. Ihre Bücher wurden bereits in viele Sprachen übersetzt.

Kinder und Jugendliche von 10 bis 16 Jahren können sich unter www.freiburg.de/lesefest anmelden. Es gibt 30 Plätze und das Ferienangebot ist kostenlos. Die Teilnehmenden forschen Montag bis Freitag täglich von 9 bis 16 Uhr. Am Freitag findet bis 18 Uhr ein Ausklang mit Familien im Haus der Jugend statt. Die Teilnahme am Auftakt im Literaturhaus und bei der Präsentation im Theater wird vorausgesetzt.

Die „Lirum Larum Leselabore“ sind eine Veranstaltung vom Kulturamt Freiburg, Literaturhaus Freiburg, Jugendkunstschule im JBW und Theater Freiburg im Rahmen des Kinder- und Jugendliteratursommers 2022, gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und der Volker-Homann-Stiftung.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Sprich dein Gebet, Shimon Lévy
Nach dem Kriminalroman „Fais ta prière Shimon Lévy“ von Annette Fern
Mit: Imogen Kogge, Luc Schillinger, Monique Seemann, Rosina Aichner, Tobias Kempf, Michele Mehn u. v. a.
Übersetzung, Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen
(Produktion: SWR 2022 - Ursendung)

Am Fest Yom Kippur wird der neue Kantor aus Israel in der Straßburger Synagoge sehnsüchtig erwartet. Shimon Lévy kommt nicht. Wenig später wird seine Leiche im Studio des jüdischen Radios gefunden. Er wurde erstochen. Kommissar Schweitzers Befragungen in der jüdischen Gemeinde führen nicht weiter. Zwar gibt es einen Neider und eine Liebeswahnsinnige, aber niemand besaß ein Motiv, den schüchternen jungen Sänger umzubringen. Die einzige Spur ist ein Foto, aufgenommen am Strand von Tel Aviv. Es zeigt Shimon zusammen mit einem Freund - einem Geliebten? Kommissar Schweitzer muss nach Israel reisen.

Samstag, 25. Juni 2022, 19:05 Uhr, Ursendung
SWR2 Krimi
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Alte Leier der Merowinger
Trossinger Leier (c) ALMBW / Manuela Schreiner
 
Alte Leier der Merowinger
Sechs Saitenwirbel, acht Schalllöcher, ein Steg aus Weiden- und ein Korpus aus Ahornholz, verziert mit kunstvollen Ornamenten und Abbildungen von Kriegern: Der älteste Nachweis über die weitreichende Historie der „Musikstadt“ Trossingen stammt aus dem 6. Jahrhundert und ist erstaunlich gut erhalten. Gefunden wurde die „Trossinger Leier“ in der reich bestückten Grabstätte eines merowingischen Adeligen, die 2001 bei Bauarbeiten zum Vorschein kam. Das Originalstück ist im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz zu bestaunen. Es gibt inzwischen aber zahlreiche Nachbauten. Auch im Museum Auberlehaus in Trossingen unweit der Fundstätte. Ein Besuch hier lohnt für Musikbegeisterte gleich doppelt, wenn er mit dem Deutschen Harmonikamuseum des weltberühmten Musikinstrumentenherstellers Hohner verbunden wird.
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Lesungen / Vorträge / Diskussionen 
 
 
Eine neue Aufklärung
Über eine Kultur der Endlichkeit sprechen Harald Welzer und Ernst Ulrich von Weizsäcker am Samstag, 25. Juni um 19.30 Uhr im Theater Freiburg.

„Die Grenzen des Wachstums“ beschrieb der Bericht des Club of Rome vor 50 Jahren. Er untersuchte den Zusammenhang von Bevölkerung, Produktion, Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung. Damals lebten 3,8 Milliarden Menschen auf der Erde. Die Einsichten und Prognosen prägte eine ganze Generation, beförderte die Gründung von Umweltbewegungen und motivierte das ökologische Denken bis heute.

Harald Welzer und Ernst Ulrich von Weizsäcker gehören zu den Menschen, die sich fragen, warum wir seit 50 Jahren über den Zusammenhang unserer Lebensweise mit der Zerstörung des Planeten weitgehend informiert sind, aber völlig unzureichende Konsequenzen daraus ziehen. Bis heute habe die Moderne von der Illusion der Grenzenlosigkeit gelebt, so Harald Welzer. Über die Möglichkeit einer Kultur der Endlichkeit spricht er mit Ernst Ulrich von Weizsäcker, einem Pionier nachhaltigen Wirtschaftens. Von 2012 bis 2018 war von Weizsäcker Co-Präsident des Club of Rome. Mit seinem neuen Buch zur Klimakrise hat er Gedanken über eine neue Aufklärung vorgestellt.

In Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg.

Der Eintritt beträgt 12,00 €, ermäßigt 6,00 €. Eintrittskarten erhalten Sie ausschließlich über die Theaterkasse Freiburg, Tel. 0761 2012853, theaterkasse@theater.freiburg.de.
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Bibliotheken 
 
 
Abi-Scout 2022
Stadtbibliothek hilft online und in Präsenz bei Recherchen für die mündliche Prüfung

Das Thema für die mündliche Prüfung ist da – Und jetzt? Wie kommt man zu einem gut recherchierten Vortrag? Was braucht´s dafür? Wovon sollte man bei der Quellensuche eher Abstand nehmen? Diese und weitere Fragen beantwortet die Stadtbibliothek am Münsterplatz 17. Am Montag, 20. und 27. Juni, wird von 14 bis 16 Uhr in die Datenbanken Brockhaus, Genios, Munzinger und MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart) eingeführt. Außerdem bietet das Abi-Scout Programm eine individuelle Recherchehilfe.

Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, am Mittwoch, 22. und 29. Juni, von 15 bis 16 Uhr an einer Online-Beratung (Big Blue Button) teilzunehmen. Den Termin dazu vereinbaren Interessierte bis spätestens einen Tag davor und nennen ihre Prüfungsthemen unter infothek-stadtbibliothek@stadt.freiburg.de. Auch hier gibt es individuelle Hilfe. Die ausgesuchte Literatur kann dann selbstständig in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden.

Das Infomaterial (Bücher, Zeitschriften, Magazine, Zeitungen), das in der Stadtbibliothek zur Verfügung steht, bereitet auf alle Themen vor. Außerdem werden der vorhandene Bestand und die Datenbanken von Rechercheprofis auch außerhalb der Termine erklärt. Auf www.stadtbibliothek.freiburg.de/-/abi-scout-5-tipps-fur-deiner-echerche finden Interessierte schon vorab Infos.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen und die Nutzung der Materialien vor Ort sind kostenlos. Wer Bücher oder anderes ausleihen und die Datenbanken von zuhause aus nutzen möchte, braucht einen Bibliotheksausweis. Für Ü18-Jährige mit Schülerausweis beträgt die Jahresgebühr 10 Euro, für U18-Jährige ist der Ausweis frei. Es gibt auch Tagesausleihen für 2 Euro.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Frederick Douglass
 
Buchtipp: Frederick Douglass "Mein Leben als amerikanischer Sklave"
Neuübersetzung
Übersetzt von Hans-Christian Oeser
Nachwort von Hannah Spahn

»Wer Amerika verstehen will, muss dieses Buch lesen.«
Barack Obama

Frederick Douglass ist eine Ikone des afroamerikanischen Befreiungskampfes – mit seiner 1845 erschienenen Autobiographie, die jetzt in einer neuen Übersetzung vorliegt, wurde er schlagartig berühmt. Darin blickt er auf sein Leben in der Sklaverei zurück. Er erzählt vom Alltag der Ausgebeuteten, den Herrschaftsstrukturen auf den Plantagen und den kleinen Fluchten, die ihm das Leben als Diener einer Familie ermöglichte. Als Junge lernte er heimlich Lesen und erfuhr so immer mehr über Unterdrückung und Ausbeutung der Schwarzen. Schließlich gelang ihm die Flucht – und eine aufsehenerregende Karriere als Aktivist gegen die Sklaverei und als Politiker begann.

Seine Schilderungen führen auf die Tabakplantagen Marylands und in die Häfen Baltimores. Dabei beschreibt Douglass die Brutalität der Aufseher, die Lebensumstände der Sklaven, ihre Solidarität untereinander – und nicht zuletzt seinen mühseligen Weg in die Freiheit. Ganz nebenbei entsteht das Porträt einer starken Persönlichkeit, die sich schon in jungen Jahren für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzt – mit einer unverwechselbaren Stimme.

Reclam Verlag 2022, 154 Seiten, € 20,00 (D)
ISBN: 978-3-15-011372-1
 
 

Bibliotheken 
 
 
Angebote der Stadtbibliothek Freiburg vom 20. bis 25. Juni
(Kalenderwoche 25)

Montag, 20. Juni, 14 bis 16 Uhr
Abi-Scout: Online- und Vorort-Beratung (Stadtbibliothek)
Ihren „Abi-Scout“, die Recherchehilfe für das mündliche Abitur, bietet die Stadtbibliothek in diesem Jahr zweigleisig an. Beratung vor Ort in der Hauptstelle am Münsterplatz 17 erhalten Schüler an zwei Montagen, 20. und 27. Juni, von 14 bis 16 Uhr; um 14 Uhr startet eine kurze allgemeine Einführung in relevante Datenbanken. Alternativ gibt es eine Online-Beratung zur Auswahl mit individueller Recherchehilfe per Videochat; die Termine für die Online-Beratung sind mittwochs, am 22. und 29. Juni, von 15 bis 16 Uhr; hier sollten die Prüfungsthemen im Voraus genannt werden. Alle Infos unter www.stadtbibliothek.freiburg.de. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 21. Juni, 10 bis 12 Uhr
Sprachcafé für Frauen (Stadtbibliothek)
Im SprachCafé für Frauen bieten wir in lockerem Rahmen die Möglichkeit, Deutsch zu sprechen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Das nächste Sprachcafé für Frauen findet am Dienstag, 21. Juni, von 10 bis 12 Uhr in der Stadtbibliothek am Münsterplatz statt. Es ist offen für Frauen und ohne Anmeldung. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 21. Juni, 15.30 Uhr
Vorlesestunde (Kinder- und Jugendbibliothek)
Für Kinder von 3 bis 5 Jahren liest Vorlesepatin Lisa Adams lustige und spannende Bilderbücher am Dienstag, 21. Juni, um 15.30 Uhr, in der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. Juni, und Donnerstag, 23. Juni, 14 bis 15.45 Uhr
E-Learning-Sprachkurse (Stadtbibliothek)
Über die Onleihe bietet die Stadtbibliothek E-Learning Sprachkurse an. Für die Deutschkurse (Niveau A1-C1) wird jeden Mittwoch und Donnerstag, von 14 bis 15.45 Uhr in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, eine Einführung angeboten. Infos über Marius Barbot (Tel. 0176/8114 8756). Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. Juni und Donnerstag, 23. Juni, 16 bis 18 Uhr
SprachCafé Deutsch (Stadtbibliothek)
Jeden Mittwoch und Donnerstag findet in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, von 16 bis 18 Uhr, das Sprachcafé Deutsch statt. In lockerem Rahmen wird die Möglichkeit geboten, Deutsch zu sprechen (ab Niveau A2), sich kennenzulernen und auszutauschen. Infos über Marius Barbot (Tel. 0176/8114 8756). Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. Juni und Donnerstag, 23. Juni, 14 bis 16 Uhr
SprachCafé Deutsch für Anfänger (Stadtbibliothek)
Jeden Mittwoch und Donnerstag findet in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, von 16 bis 18 Uhr, das Sprachcafé Deutsch für Anfänger statt. In lockerem Rahmen werden sprachliche Grundlagen vermittelt, um die Angst vor der deutschen Sprache zu nehmen. Infos über Tel. 0176/3454 0899, Kontakt ist auf deutsch, persisch oder englisch möglich. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. Juni, 15.30 bis 17.30 Uhr, und Freitag, 24. Juni, 15 bis 16.30 Uhr
Gaming in der Kinder- und Jugendbibliothek (Stadtbibliothek)
In der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17, können Kinder ab 8 Jahren jeden Mittwoch von 15.30 bis 17 Uhr und jeden Freitag von 15 Uhr bis 16.30 Uhr für 30 Minuten Nintendo Switch- und PS4-Spiele ausprobieren. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. Juni, 16 Uhr
Vorlesen für Kinder (Mediothek Rieselfeld)
Für Kinder ab 3 Jahren liest Vorlesepatin Marion Ernst lustige und spannende Geschichten am Mittwoch, 22. Juni, um 16 Uhr, in der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. Juni, 16 Uhr
Vorlesespaß in 30 Minuten (Stadtteilbibliothek Haslach)
Was gibt es Neues in der Bilderbuchecke? Unsere Vorlesepatinnen und Handpuppe Bibo lesen in der Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstr. 10, am Mittwoch, 22. Juni, um 16 Uhr, für Kinder ab 3 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 23. Juni, 16 bis 17 Uhr
Die Stunde Kunterbunt (Mediothek Rieselfeld)
Die Mediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, lädt am Donnerstag, 23. Juni, von 16 bis 17 Uhr, zur „Stunde Kunterbunt“. Charlotte bietet lesen, spielen und basteln für Kinder ab 5 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 24. Juni, 15 bis 18 Uhr
eSports-Games Training (Stadtteilbibliothek Haslach)
Der Verein Freiburg eSports und die Stadtteilbibliothek Haslach bieten in der „Gaming-Zone“ der Jugendbibliothek Club-Training an. Das nächste Training für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren findet am Freitag, 24. Juni, ab 15 bis 18 Uhr, in der Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstr. 10, statt. Der Eintritt ist frei.
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Kurz-Essay 
 
 
Kommerzieller Weltraumtransport – Utopie oder realistische Zukunftsvision?
Von Lars Jaeger

Auf dem Weg zu neuen Weltraumorten und der Nutzung dortiger kommerzieller Möglichkeiten – Eine realistische Zukunftsvision oder eine Vision, die kaum je Realität werden kann?
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Buchtipps 
 
 
Karlsruhe: Stadtbibliothek lädt zum Digitaltag
Präsentation der digitalen Angebote und Roboter

Zum dritten Digitaltag lädt die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus am Freitag, 24. Juni, unter dem Motto "Enter ↲ Digitale Bildung für alle" ein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentieren an diesem Tag die digitalen Angebote und Roboter der Stadtbibliothek.

Gezeigt werden die Roboter Ozobot und Pepper. Der Ozobot ist ein kleiner Roboter mit eingebautem Akku und fünf Farb-Sensoren auf der Unterseite. Der Roboter lässt sich ganz ohne Computer über Abfolgen von Farben (Farbcodes) programmieren– sowohl auf Papier als auch auf einem Bildschirm. Pepper ist ein humanoider Roboter der unter anderem darauf programmiert ist, Fragen rund um die Stadtbibliothek zu beantworten.

Streamingdienste und E-Learning-Kurse werden vorgestellt

Der Musik-Streamingdienst "Freegal" sowie der Film-Streamingdienst "Filmfriend" werden vorgestellt. Des Weiteren wird die Handhabung der digitalen Bibliotheken "Onleihe" und "Overdrive" erklärt. E-Learning-Kurse für Erwachsene und Schülerinnen werden ebenso gezeigt, wie die kindgerechte App "Tigerbooks" und das Statistik-Portal "Statista".

Der Digitaltag wird getragen von der Initiative "Digital für alle", einem Bündnis von 27 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand. Erklärtes Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können jederzeit während der Öffnungszeiten von 10 bis 18:30 Uhr vorbeischauen.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: George Saunders
 
Buchtipp: George Saunders "Bei Regen in einem Teich schwimmen"
Von den russischen Meistern lesen, schreiben und leben lernen

Die funktionieren gute Geschichten, wie schreibt man sie und was erzählen sie uns über unsere Welt: George Saunders führt den Leser durch sieben klassische Kurzgeschichten der russischen Meister Tschechow, Turgenjew, Tolstoi und Gogol, so wie er es zwanzig Jahre lang mit seinen Studenten im Creative-Writing-Programm machte. Und es ist unglaublich, wie unterhaltsam, witzig und erhellend Lernen bei George Saunders ist. Während er uns erklärt, wie Literatur funktioniert, fangen wir an, die Welt mit anderen Augen zu sehen, erkennen, dass gute Literatur moralische und ethische Vorstellungen beeinflussen, ja Leben verändern kann.

Die Geschichten sind in voller Länge abgedruckt: Anton Tschechow " Auf dem Wagen", "Herzchen", "Die Stachelbeeren"; Iwan Turgenjew "Die Sänger"; Leo Tolstoi "Herr und Knecht", "Aljoscha der Top"f; Nikolai Gogol " Die Nase".

»Es ist ohne Übertreibung das beste Buch über das Schreiben, das ich jemals gelesen habe.«
Daniel Kehlmann / Süddeutsche Zeitung (19. Mai 2022)

Luchterhand Literaturverlag 2022, 544 Seiten, € 24,00 [D], € 24,70 [A] / SFr 33,90
ISBN: 978-3-630-87697-9
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Mittelalterliche Lovesongs
Der berühmte „Codex Manesse“, auch „Große Heidelberger Liederhandschrift“ genannt, vereint auf 426 beidseitig beschriebenen Pergamentblättern die Hits des hochmittelalterlichen Minnesangs. Entstanden ist die aufwändig gearbeitete Bilderhandschrift mit ihren großen, farbprächtigen Miniaturen um 1300 in Zürich. Heute befindet sie sich in der Universitätsbibliothek Heidelberg. Viele der hier versammelten Minnesänger stammen aus dem schwäbisch-alemannischen Sprachraum: Gottfried von Neifen vom Hohenneuffen, Burkhart von Hohenfels aus dem Bodenseeraum oder Bruno von Hornberg aus dem Schwarzwald. Sie und viele weitere Sängerkollegen sind mit ihren Liedern zwischen den ledergebundenen Buchdeckeln verewigt. Von Zeit zu Zeit werden einzelne Seiten ausgestellt. Wer sich nicht so lang gedulden möchte, kann online durch die Handschrift blättern.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Hoffmanniana
Nach dem Szenario für einen nicht realisierten Film von Andrej Tarkowski
Aus dem Russischen von Gertraude Krueger
Mit: Ulrich Noethen, Dagmar Manzel, Otto Mellies, Arta Preuß, Joachim Siebenschuh, Jule Böwe, Peter Panhans, Annemone Haase, Philine Zebralla und Andreas Leupold
Komposition: Kai-Uwe Kohlschmidt
Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn
(Produktion: RBB/SWR 2004)

"Hoffmanniana" enthält das Szenario für Tarkowski niemals realisierten Film über E.T.A. Hoffmann. In seiner Filmnovelle verknüpft der russische Regisseur Episoden aus Hoffmanns Leben mit Zitaten, Motiven und Passagen aus dessen literarischem Werk zu einer szenischen Collage. Ort der Rahmenhandlung ist das Sterbezimmer Hoffmanns. Freunde, Verwandte und Figuren aus Hoffmanns Erzählungen finden sich am Bett des Todkranken ein, entführen ihn in seine Erinnerungen und in die fantastische Gegenwelt seiner Dichtung. (Prix Marulic Spezialpreis 2005)

Sonntag, 19. Juni 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel - Zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann
 
 



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Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
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