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Sonntag, 14. August 2022
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Kalendertipps 
 
Kalendertipp:
 
Kalendertipp: "Bauhaus 2023" - Einsteckkalender
Kalender mit 12 eingesteckten Kunstkarten, Titelblatt mit Passepartout und Foliendeckblatt. Dreisprachiges Kalendarium. Kalenderformat: 19 x 24,5 cm. Jede Kunstkarte kann nach Monatsende zum Sammeln, Verschenken oder Schreiben von Kartengrüßen weiterverwendet werden.

Das Staatliche Bauhaus, inzwischen meist nur Bauhaus, war eine 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Kunstschule. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. Das historische Bauhaus stellt heute die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert dar. Das Bauhaus bestand zeitlich parallel mit und in der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 und gilt heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur. Die Resonanz des Bauhauses hält bis heute an und prägt wesentlich das Bild modernistischer Strömungen.

Fink Verlag 2022, 12 Blatt, € 15,95 (D)
ISBN 978-3-7717-1932-6
 
 


Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Hunkelers Geheimnis (1/4)
Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Hansjörg Schneider
Mit: Ueli Jäggi, Charlotte Schwab, Hanspeter Müller-Drossaart, Peter Kner u. a.
Musik: Martin Bezzola
Hörspielbearbeitung: Helmut Peschina
Regie: Reto Ott
(Produktion: SRF/SWR 2016)

Eigentlich dürfte der Hunkeler gar nicht mehr ermitteln: Er ist ja offiziell pensioniert, ein Polizist im Ruhestand. Aber wenn etwas passiert, dann ist es schnell vorbei mit der Ruhe. Sogar dann, wenn der Hunkeler ausdrücklich Ruhe bräuchte - weil er nämlich gar nicht gut beieinander ist … Da zieht er sich gern zurück ins Elsass. Dort hat der Kommissär neben seiner Basler Wohnung ein altes Haus. Und nun hat der Hunkeler auch mehr Zeit. Zeit zum Lesen, zum Spazierengehen - und für seine Freundin Hedwig. Plötzlich stolpert er über einen dubiosen Fall, der mit dem Schweizer Bankwesen zu tun hat.

Samstag, 20. August 2022, 19:05 Uhr
SWR2 Krimi

(Teil 2, Samstag, 27. August 2022, 19.05 Uhr)
 
 

Buchtipps 
 
Buchpräsentation „Die große Marie Marcks“
 
Buchpräsentation „Die große Marie Marcks“
Anlässlich des 100. Geburtstags der Karikaturistin, Grafikerin und Buch-Illustratorin lädt das Caricatura Museum Frankfurt zur Präsentation des Buches „Die große Marie Marcks“ ein. Zu Gast sind Satirikerin und Autorin Ella C. Werner und Verlegerin Antje Kunstmann, die im Gespräch Leben und Werk der Ausnahmekünstlerin betrachten.

Veranstaltungsort: Caricatura Museum Frankfurt, Weckmarkt 17, 60311 Frankfurt/Main
Datum: Mittwoch, 17. August 2022
Beginn: 19.30 Uhr. Einlass: 19.15 Uhr
Eintritt: 12 Euro. Vorverkauf im Museumsshop und unter Tel. 069 212 30161

„Die große Marie Marcks“

Zum Wiederentdecken, zum Neuentdecken: Die wegweisenden Karikaturen und Bildergeschichten von Marie Marcks, Chronistin eines halben Jahrhunderts und Feministin der ersten Stunde, sind aktuell und erfrischend geblieben. Ihr besonderer Blick auf die Umwelt und die Ungleichheit, auf Männer und Frauen, auf Familie, Erziehung und Bildung erzählt, wie es war und wie es sein könnte, ja müsste. Zu ihrem 100. Geburtstag am 25. August 2022 erinnern zwei Bände an die »Großmeisterin, die – auf dem Papier – Detektivin, Anwältin, Richterin und Strafvollzugsbeamte in einer Person ist und eine Ikone für nicht nur eine Generation von Frauen.« (F.W. Bernstein)

Marie Marcks: Die große Marie Marcks / Zweibändige Werkausgabe
Verlag Antje Kunstmann, ISBN: 978-3-95614-520-9
448 Seiten, 58,00 Euro (D), lieferbar ab 24.08.2022

Marie Marcks
Marie Marcks (1922 - 2014), besuchte das reformpädagogische Internat Birklehof, Abitur 1941. Sie studierte Architektur in Berlin und Stuttgart, brach ihr Studium 1945 ab, heiratete, übersiedelte nach Heidelberg und begann als freie Grafikerin zu arbeiten. Marcks war zweimal verheiratet und hatte fünf Kinder. Am 7. Dezember 2014 verstarb sie in Heidelberg.

Caricatura Museum Frankfurt - Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17, D-60311 Frankfurt am Main, Tel. +49 (0) 69 212 30161
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Sonstiges 
 
Karlsruhe: Nachhaltige Kunst und Textilproduktion
Kopfhörer auf Blumenwiese © Sai Kiran Anagani / Unsplash
 
Karlsruhe: Nachhaltige Kunst und Textilproduktion
EFFEKTE-Wissenschaftsreihe zeigt Entwicklungen aus Musikinformatik und Siebdruck

Ob mit Tönen die Luft in der eigenen Umgebung erkundet werden kann und T-Shirts nach Fischfutter riechen, wenn sie mit Algen grün gefärbt werden sind nur zwei von vielen Fragen, die am Dienstag, 16. August, ab 19:30 Uhr, in der EFFEKTE-Wissenschaftsreihe beantwortet werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Musikinformatik und Musikwissenschaft (IMWI) der Staatlichen Hochschule für Musik (HfM) und des Bio Design Lab der Hochschule für Gestaltung zeigen, was nachhaltige Kunst und Produktion leisten kann. Die Vorträge samt Mitmachstationen und Workshops finden im Triangel Open Space am Kronenplatz statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Mediale Kunst und Nachhaltigkeit im Zwiespalt

Mediale Kunst und Nachhaltigkeit erscheinen manchen zunächst widersprüchlich, denn der Gedanke, dass sich Kunst um der Nachhaltigkeit Willen einschränken muss, ist weit verbreitet. Dass das Gegenteil der Fall sein kann, will IMWI Masterstudent Jakob Schreiber nachweisen. Er geht der Frage nach, wie nachhaltig beispielsweise Musikinformatik sein kann. Über sie eröffnet sich die Möglichkeit der Sensibilisierung und Erweiterung menschlicher Wahrnehmung. Im Anschluss an den Vortrag kann die Besucherschaft dies auch konkret miterleben, etwa mit dem "Drone-Stick" von Anselm Weber. Er übersetzt Messdaten von Gassensoren in Klänge und macht die Zusammensetzung der Luft in der Umgebung erfahrbar. Hinzu kommt die Installation "Speaking Objects" von Lukas Körfer. Sie macht mit Hilfe von Augmented Reality virtuelle Klangobjekte in der Umwelt hörbar.

Färben mit natürlichen Pigmenten

Im zweiten Vortrag des Abends geht es um Rote Beete, Spirulina Algen und Kurkuma, genauer um das Färben und Drucken mit natürlichen Pigmenten. Und um die Frage, wie sich diese eigentlich jahrhundertealte Technik nutzbringend in unseren heutigen Alltag übertragen lässt. Julia Ihls vom Bio Design Lab an der Hochschule für Gestaltung und Kommunikationsdesigner Severin Geißler zeigen in dem interaktiven Workshop "Printing Nature" wie verschiedene Naturpigmente hergestellt und per Siebdruck kombiniert werden. Thematisiert wird auch die Ökobilanz pflanzlicher Farbstoffe und die Frage, wo im Vergleich zur chemisch-synthetischen Herstellung die Grenzen liegen mit Blick auf Farbechtheit und Dauerhaftigkeit. Die Materialien werden dabei gestellt, T-Shirts oder Beutel zum Bedrucken können auch mitgebracht werden.

Zur EFFEKTE-Wissenschaftsreihe

Fragen aufwerfen und Antworten geben. Das hat sich die EFFEKTE-Wissenschaftsreihe des Wissenschaftsbüros der Stadt Karlsruhe bis zum EFFEKTE-Wissenschaftsfestival im Sommer 2023 auf die Fahne geschrieben und zwar mit Vorträgen, Ausstellungen, Mitmach-Exponaten. Immer am "Wissenschaftsdienstag" präsentieren sich Karlsruher Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einem Einblick in ihre Forschung. Die Vortragsreihe steht in Anlehnung an das Wissenschaftsjahr 2022 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Motto "Nachgefragt".

Der Eintritt zur EFFEKTE-Reihe ist kostenfrei. Auf der Internetseite www.effekte-karlsruhe.de und auf dem Facebook-Kanal des Wissenschaftsbüros gibt es weitere Informationen zur EFFEKTE-Reihe.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 15. bis 21. August
Infos zu Preisen und Tickets: www.freiburg.de/museen-tickets
Freier Eintritt unter 27 Jahren und mit Museums-Pass-Musées

Augustinermuseum

Expertenführung: Koloniale Ausbeutung der Natur
Die wirtschaftliche Ausbeutung der Natur war ein zentrales Ziel der europäischen Kolonialmächte. Wie sich diese Idee in vielen Strukturen des heutigen Welthandels wiederfindet, erklärt Biologe Peter Geißler bei einer Führung durch die Ausstellung „Freiburg und Koonialismus: Gestern? Heute!“ am Freitag, 19. August, um 17 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro, plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Haus der Graphischen Sammlung

Führung: Typisch Freiburg!?
Eine Führung durch die Ausstellung „Typisch!? Freiburg und die Region in Fotos von Willy Pragher" findet am Samstag, 20. August, um 15 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, statt. Würste für 70 Pfennig, Proteste gegen Atomkraft und der Schauinsland als Rennbahn: Die Schwarz-Weiß- und frühen Farbfotografien von Pragher erzählen vom Freiburger Leben in der Nachkriegszeit bis zu den 80er Jahren. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro, plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Führung: Wilhelm Lehmbruck
Um Wilhelm Lehmbrucks (1881–1919) Plastiken geht es am Donnerstag, 18. August, um 18 Uhr bei einer Führung durch die Dauerausstellung im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Der Künstler ist bekannt für seine übergroßen Figuren mit charakteristisch überlangen Proportionen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro, plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum Natur und Mensch

Führung: Handle with care!
Raubkunst, koloniale Vergangenheit und Verantwortung für die Zukunft: Eine Führung rund um die Objekte der Ethnologischen Sammlung im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, regt am Sonntag, 21. August, um 14 Uhr zur Diskussion an. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie das Museum heute mit seinen sensiblen Objekten umgeht. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro, plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Führung: Habalukke
Eine Führung durch die Ausstellung „Habalukke – Schätze einer vergessenen Zivilisation" findet am Sonntag, 21. August, um 12 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, statt. Die ausdrucksstarken Statuetten der vergessenen Mittelmeer-Kultur Habalukke sind erstmals in Freiburg zu sehen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro, plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Stadtgeschichte

Freiburger Kurzgeschichte(n): Vauban und die Folgen
Der Museumsleiter und Kunsthistoriker Peter Kalchthaler spricht am Freitag, 19. August, um 12.30 Uhr bei einer Führung im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, über die Veränderungen Freiburgs unter französischer Krone durch den Festungsbaumeister Marquis de Vauban. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Christoph Frommherz
 
Buchtipp: Christoph Frommherz "Wildstrubel"
Bergkrimi

»Als er sich auf sein Velo schwingt, entdeckt Reto einen Zettel, der auf den Gepäckträger geklemmt ist. Neugierig liest er die Botschaft: ›Lass die Hände weg von Anna!‹ Er ist perplex. Wer hat das geschrieben? Und was will er damit bezwecken? Reto stützt den Kopf in beide Hände. Er muss Anna warnen - und das möglichst schnell.«

Jemand scheint Anna und Reto ihr heimliches Liebesglück zu missgönnen. Doch nachdem Reto einen Drohbrief erhalten und Anna das Simmental verlassen hat, um einige Zeit bei ihrer Tante zu verbringen, wird klar, dass dies nicht der einzige Grund ist, warum der Täter Reto ins Visier genommen hat. Mit seinem Engagement gegen die geplante Verbindungsstraße im Simmental hat er sich Feinde gemacht. Erst als in der Region des Wildstrubels ein Unglück geschieht, offenbart sich das ganze Ausmaß der Intrige.

Gmeiner Verlag 2022, 256 Seiten, € Buch 15,00 (D)
ISBN 978-3-8392-0316-3
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Führungen durch Ausstellungen in Stadtmuseum und Pfinzgaumuseum
Interessierte erhalten Einblicke in die Karlsruher Stadtgeschichte

Zwei Sonderausstellungen im Stadtmuseum und Pfinzgaumuseum stellen die Vergangenheit der Stadt Karlsruhe in den Fokus. Interessierte erhalten in den kommenden zwei Wochen bei Führungen die Gelegenheit, die Ausstellungen zu erkunden, Fragen zu stellen und dabei tiefer in die Stadtgeschichte einzutauchen.

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Kurzführung durch die Sonderausstellung "Karlsruhe im Fokus"

Größtenteils erstmals veröffentlichte fotografische Ansichten Karlsruhes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner zeigt die Sonderausstellung "Karlsruhe im Fokus. Fotografische Impressionen aus den 1970er- bis 1990er-Jahren von Adelheid Heine-Stillmark, Walter Schnebele und Dietmar Hamel" im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais.

Bei einer After-Work-Kurzführung am Donnerstag, 18. August, um 17:30 Uhr gibt Kuratorin Dr. Christiane Sutter einen halbstündigen Überblick über die Ausstellung und die rund 400 Fotografien aus den Beständen des Stadtarchivs Karlsruhe, die unterschiedliche und mitunter ungewöhnliche Blickwinkel auf Gebäude, Ereignisse und das Leben in der Fächerstadt eröffnen.

Der Eintrittspreis beträgt vier Euro, ermäßigt zwei Euro. Die Teilnahme an dern Führungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Familienführung und Führung für sehbehinderte und blinde Menschen im Pfinzgaumuseum

Die Sonderausstellung "Das kommt auf den Teller! Landwirtschaft und Ernährung in Durlach früher und heute" im Pfinzgaumuseum beleuchtet am Beispiel Durlachs den Wandel der Herstellung und des Konsums von Lebensmitteln von etwa 1900 bis heute.

Bei einer Familienführung am Sonntag, 14. August, um 15 Uhr nimmt Eva Unterburg große und kleine Besucherinnen und Besucher mit auf einen Rundgang und liefert dabei Einblicke in die geschichtliche Entwicklung von Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung, Einkauf und Ernährung in Durlach.

Am Sonntag, 21. August, um 11:15 Uhr bietet Eva Unterburg eine Führung durch die Sonderausstellung für sehbehinderte und blinde Menschen. Bei diesem barrierefreien Angebot werden die Inhalte der Ausstellung durch ausführliche Beschreibungen der Objekte, sinnliche Eindrücke und haptische Erlebnisse vermittelt.

Der Eintrittspreis in die Sonderausstellung beträgt zwei Euro, ermäßigt einen Euro. Die Teilnahme an einer Führung ist kostenlos. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Jugend und Vollendung des Königs Henri Quatre (1/6)
Nach den Romanen von Heinrich Mann
Mit: Gerry Wolff, Peter Reusse, Inge Keller, Eckhart Strehle, Ruth Glöss, Hans Teuscher u. v. a.
Hörspielbearbeitung: Alfred Schrader
Komposition: Tilo Medek
Regie: Fritz Göhler
(Produktion: Rundfunk der DDR 1971)

Heinrich Mann stieß 1893 während seiner ersten Frankreichreise auf die Biografie des Königs Henri IV., ab 1933 schrieb er einen Roman-Zweiteiler über den Herrscher, der Frankreich von 1589 bis 1610 regierte, das von Bürgerkriegen zerrüttete Land wieder aufbaute und den französischen Protestanten freie Religionsausübung zusicherte.
Teil 1 zeigt den jungen Henri im politischen Spannungsfeld politischer Machtkämpfe zwischen den Hugenotten und Katholiken. Diese gipfeln in seiner Hochzeit mit der katholischen Prinzessin Marguerite von Valois, die als "Bartholomäusnacht" in die Geschichte einging.
(weitere Sendetermine: 21.08. / 28.08. / 04.09. / 11.09. / 18.09.2022, jeweils 18.20 Uhr)

Sonntag, 14. August 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel
 
 

Buchtipps 
 
CHAMISSIMO
Bildrechte Cover: Verlagshaus Römerweg
 
CHAMISSIMO
Roman

Interview mit Sebastian Guhr

Am 20. August 2022 veröffentlicht der Berliner Autor Sebastian Guhr im S. Marix Verlag seinen Roman CHAMISSIMO: Die faszinierende Lebensgeschichte des Schriftstellers, Wissenschaftlers und Weltreisenden Adelbert von Chamisso – ein wacher und empfindsamer Geist des 19. Jahrhunderts.

Lesen Sie im Folgenden das große Interview, das Julia Meyn mit Sebastian Guhr zu seinem Roman geführt hat:

Wer ist Sebastian Guhr? Können Sie sich kurz vorstellen?
Ich wohne in Berlin, ich habe Philosophie und Germanistik studiert, und ich schreibe Romane. Und ich lese viel, klar, bin ja Schriftsteller.

Und wer war Adelbert von Chamisso? Warum widmen Sie sich in Ihrem neuen Buch dem Dichter und Forscher?
Chamisso hatte ein ziemlich aufregendes Leben. Er lebte von 1781 bis 1838, ist als Aristokrat vor der Französischen Revolution geflohen, war Schriftsteller, Botaniker und Weltreisender. Und er hat mit „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ einen Weltbestseller geschrieben. Gleichzeitig war er ein unsteter Wanderer, auch ein etwas linkischer Pechvogel und ein Außenseiter. Und Außenseiter-Figuren reizen mich literarisch einfach.

Warum hat Chamisso heute noch Bedeutung?
Als Migrant, und als jemand, dessen Muttersprache nicht Deutsch war, hat Chamisso auf Deutsch geschrieben, er hatte einen fremden Blick auf deutsche Verhältnisse. Das hat ihm vielleicht geholfen, auf seinen Reisen nach Südamerika und Hawaii eine offenere, man kann schon sagen antikolonialistische Perspektive einzunehmen – und das ist ein sehr aktuelles Thema.

Wer sollte Ihr Buch lesen?
Alle, die einen natur- und literaturbegeisterten Nerd als Hauptfigur mögen, die lesen wollen, wie ein französischer Preuße durch den brasilianischen Urwald stapft, auf der Suche nach... der blauen Blume? Um es mit Tolstoi zu sagen: Als Roman eines klugen, unsicheren und verirrten Menschen wird er lehrreich sein.

Inwiefern ist Ihr Buch auch eine fiktive Biographie?
Zwar beschreibe ich die wichtigsten Stationen im Leben Chamissos, ich nehme mir aber auch ein paar Freiheiten heraus. Ich wollte ja schon etwas Eigenes machen. Da gibt es in meinem Roman zum Beispiel die Figur des grauen Mannes, dem Chamisso in seinem Leben immer wieder begegnet. Der Graue ist eine mephistophische Figur, also eigentlich ein Gegenspieler und Verführer, der aber letztlich auch Gutes schafft. Diesen Grauen hat es in Chamissos Leben natürlich nicht wirklich gegeben. Außerdem hatte ich beim Schreiben viel Spaß an den amourösen Verwicklungen des jungen Adelbert; so slapstickhaft dürfen Biografien natürlich nicht sein.

Im Roman steckt also genauso viel von Sebastian Guhr wie von Chamisso?
Ja, ich habe meinem Helden zum Beispiel einen Tinnitus verpasst, weil ich selbst einen Tinnitus habe und weil es eine gute Metapher für das oben erwähnte „Unheimlichwerden des eigenen Inneren“ ist. Ich hatte mir vorgenommen, nicht mit zu viel Respekt an die historische Figur und die Zeit zu gehen; ich wollte das sinnliche und spannende Erzählen keinesfalls der historischen Korrektheit opfern.

Ihr Buch liest sich wie eine turbulente Reise in die europäische und literaturhistorische Vergangenheit. Können Sie uns schon mal eine kurze Vorschau auf diese bewegte Zeit geben?
Man kann sagen, dass Adelbert in einer Übergangsepoche lebte, als Kind ist er im Absolutismus aufgewachsen, als älterer Erwachsener hat er aber auch schon die beginnende industrielle Revolution erlebt. Es gibt da die Wirren der Französischen Revolution, den Pomp am preußischen Hof in Berlin, auch die romantischen Salons dort, wo er die Größen der Zeit traf. Gegen Ende seines Lebens ist er auf einer der ersten Eisenbahnstrecken Deutschlands mitgefahren.

War „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann Inspiration für Ihr Buch?
Als Autor ist Daniel Kehlmann auf jeden Fall ein Vorbild dafür, wie ein historischer Roman leicht, unterhaltsam und intelligent erzählt werden kann. Adelbert trifft in seinem Leben ja mehrmals Alexander von Humboldt, also einen der beiden Protagonisten von „Die Vermessung der Welt“. Da habe ich mich schon inspirieren lassen, ja.

Das Cover Ihres Buches ist sehr schön geworden. Hatten Sie einen Einfluss darauf?
Ja, wir haben eine Verbindung zwischen Rokoko und Naturwissenschaft gesucht und gefunden. Rokoko kommt ja von Rocaille, was Muschel bedeutet, und tatsächlich kann man an den Decken der alten Rokokosäle viele Muscheln und Meeresgetier sehen. Das passt perfekt zum Meeresbiologen Chamisso. Auf dem Cover gibt es deshalb echte Muscheln und Rokoko-Schnörkel.

Welchen Bezug haben Sie zu Berlin, der Stadt, in der Adelbert von Chamisso die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und auch begraben liegt?
Ich wurde in Berlin geboren, ich habe hier studiert, ich wohne hier. Kürzlich bin ich von Neukölln nach Wilmersdorf gezogen, und ich bin immer noch dabei, die Stadt zu entdecken. Manchmal macht mich Berlin fertig, aber wenn ich im Abendrot über den Ku’damm spaziere, bin ich versöhnt.

Und last but not least: Sind Sie auch selbst ein Weltreisender?
In meinen Zwanzigern habe ich Westafrika, China und Kanada bereist - aber inzwischen ist das ja gar nichts besonderes mehr, und außerdem gleichen sich die Weltgegenden immer mehr an. Wobei mich bei der Recherche zum Roman übrigens überraschte, wie globalisiert die Welt zu Chamissos Zeiten schon war. Ich selbst reise heute lieber in Büchern, da findet man noch das wirklich Unbekannte.

Danke für das Gespräch, Sebastian Guhr

© Julia Meyn für das Verlagshaus Römerweg

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Lesung
im Rahmen des BOOKFEST zur Frankfurter Buchmesse, Hotel Lindenberg
19. Oktober 2022 um 19:30 Uhr
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Sonstiges 
 
 
Sommergrüße aus dem Literaturhaus Freiburg
Seien Sie im Herbst wieder bei uns zu Gast: Das neue Literaturhaus-Programm erscheint am 7. September als Heft und online auf unserer Website. Das 36. Freiburger Literaturgespräch findet vom 10. bis 13. November 2022 statt (Vorverkauf ab 10. Oktober).

Im Sommer gastiert unser Lesekiosk Freileser im Freiburger Strandbad und am 10. September mit der Kinderbuchautorin Stefanie Höfler bei den Spielplätzen im Stühlinger. Ferienworkshops für alle zwischen 10 und 16 Jahren finden innerhalb der Lirum Larum Leselabore statt. Jugendliche ab 13 Jahren sind bei der nächsten Schreibcouch willkommen.
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Sonstiges 
 
Zoo erhält Majolika-Flusspferd
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Zoo erhält Majolika-Flusspferd
Skulptur weist auf Bedrohung hin / 10.000 Euro für Artenschutzstiftung

Der neuste Zuwachs im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe steht auf Beton, sieht aus, als sei er gerade dem Wasser entstiegen und ist aus Keramik: Die kürzlich enthüllte Majolika-Flusspferdskulptur ist das nunmehr vierte „Karlsruhe Multiple“ mit dem Namen „Blue“. Sie macht auf die zunehmende Bedrohung der Art aufmerksam. Geschaffen wurde sie von Künstlerin Irmela Maier. „Das ist ein ganz tolles Werk geworden“, befand Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt bei der Enthüllung. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein erklärte: „Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, bekommen eine Stimme.“ Denn es gibt weltweit nur noch rund 100.000 Flusspferde. Diese werden wegen ihrer Zähne gewildert, erklärte Reinschmidt.

Artenschutzstiftung profitiert von „Karlsruhe Multiple“

Nachdem das Projekt im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie pausieren musste, ist das „Karlsruhe Multiple“ nun zurück. Die Skulptur wurde auf der Kunstmesse art Karlsruhe erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Für die Majolika sei dieses Projekt eine tolle Möglichkeit zu zeigen, was sie drauf hat, sagte Käuflein. Bereits am ersten Tag wurde die komplette Edition der auf 100 Stück limitierten Auflage verkauft. Davon profitiert auch die Artenschutzstiftung des Zoos. Denn von jedem verkauften Exemplar gehen 100 Euro an sie. In diesem Fall sind das 10.000 Euro. Diese sollen laut Reinschmidt in ein Artenschutzprojekt in Kenia investiert werden.

Projekt gibt es seit 2018

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Zoo, Majolika Manufaktur Karlsruhe und der Vollack Gruppe, die es 2018 initiiert hat. „Wir machen das nachhaltig“, sagte Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter der Vollack Gruppe. Es wird also zukünftig weitere Skulpturen geben. „Ich freue mich schon auf das nächste Tier“, betonte er.

zum Bild oben:
Zoo-Chef Reinschmidt, Bürgermeister Käuflein und Vollack Geschäftsführer Blaurock (v.l.) präsentieren die Majolika-Skulptur „Blue“.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Die Normannen nehmen Kurs auf Mannheim
Die Normannen waren Meister der Vernetzung und Wanderer zwischen den Kulturen. Auf diese Weise wurden aus einfachen Kriegern und kleinen Herren Kulturvermittler und mächtige Fürsten. Sie beeinflussten die Geschicke Europas – politisch wie kulturell – nachhaltig. Ihrer faszinierenden und facettenreichen Geschichte widmen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim vom 18. September 2022 bis 26. Februar 2023 erstmals eine umfassende museale Präsentation. Die Sonderausstellung „Die Normannen“ begleitet ihren beispiellosen Aufstieg vom 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts, von Skandinavien bis ans Mittelmeer. Die Schau vereint rund 300 hochkarätige Exponate mit aufwändigen Inszenierungen, virtuellen Rekonstruktionen und Mitmach-Stationen. Die Besucherinnen und Besucher begegnen eindrucksvollen Persönlichkeiten – vom Wikingerführer Rollo über Emma von der Normandie, Wilhelm den Eroberer und „Kaiserin“ Mathilde bis hin zu Roger II. von Sizilien und Konstanze von Hauteville. Die Ausstellung wird von der Bassermann-Kulturstiftung Mannheim und der Baden-Württemberg Stiftung großzügig gefördert.

Die „Männer aus dem Norden“ kamen häufig als Eroberer. Auch wenn sie zunächst mit großer Brutalität vorgingen, um sich Land und gegebenenfalls eine Herrschaft zu sichern, verfolgten sie langfristigere Ziele. Sie integrierten sich in vorhandene Strukturen und verschmolzen gleichzeitig mit der lokalen Bevölkerung, veränderten diese aber auch. Ihr Erfolg basierte auf hoher Mobilität, kultureller Flexibilität und Adaptionsfähigkeit sowie dem Drang, zu neuen Ufern aufzubrechen. So verbinden die Normannen – Männer wie Frauen, Mächtige wie einfache Leute – das nördliche Europa mit Italien und dem gesamten Mittelmeerraum. Zugleich führte ihr Weg über die Ostsee und durch Osteuropa bis ans Schwarze Meer.

Zahlreiche bedeutende Museen und Institutionen unterstützen das Projekt. Hochkarätige Leihgaben kommen unter anderem aus London, Paris, Stockholm, Barcelona, Palermo und dem Vatikan. Einzigartige Handschriften, seltene Textilien, Kunsthandwerk aus Gold und Elfenbein, Schmuck und Waffen machen sich auf den Weg nach Mannheim. Darunter befinden sich Pretiosen wie die Krone Rogers II., die Angelsächsische Chronik, der Viking Raider Stone mit der ältesten bekannten Darstellung eines Wikingerangriffs in Westeuropa, eine der berühmten Schachfiguren von der Insel Lewis und der Krönungsmantel Friedrich II.. Virtuelle Rekonstruktionen, Stop-Motion-Filme und Mitmach-Stationen lassen das Mittelalter lebendig werden.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museumsverband „Réunion des Musées Métropolitains“ in Rouen und dem „Musée de Normandie“ in Caen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachrichtungen fließen direkt in die Präsentation und die dazugehörigen Publikationen ein. Im Verlag Schnell und Steiner ist bereits der Essayband „Norman Connections – Normannische Verflechtungen zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer“ erschienen. Ein ausführlicher bebilderter Katalogband ist in Vorbereitung und folgt zur Ausstellungseröffnung.

Die Schau „Die Normannen“ ist vom 18. September 2022 bis 26. Februar 2023 im Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen.
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Sonstiges 
 
 
Bandprojekt zieht in frühere Molkereizentrale
Kulturausschuss unterstützt Einmalzuschuss für Umbau der Proberäume

Wer in Karlsruhe Proberäume findet, kann sich glücklich schätzen. Wie das Bandprojekt, das sein langjähriges Domizil auf dem CAreal in der Nordstadt räumen musste, jetzt aber mit der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in der Neureuter Straße wieder eine Perspektive hat.

Käuflein informiert Kulturausschuss

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein informierte den Kulturausschuss in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause über die vielversprechende Entwicklung. Zum Ausbau der mehr als 30 Proberäume sowie für Brandschutz will die Stadt einen einmaligen Zuschuss über 300 000 Euro aus dem nicht ausgeschöpften CoronaKulturHilfsfonds beisteuern, 60 000 Euro schultert der Verein selbst. Bevor im Herbst der Hauptausschuss die Idee verhandelt, war es Käuflein wichtig, noch vor der Sommerpause ein politisches Stimmungsbild einzuholen. Und das fiel durchweg positiv aus.

Politisches Stimmungsbild positiv

Nur „ein bisschen kritisch“ sah die Umwidmung der als Nothilfe gedachten Gelder Thorsten Frewer (GRÜNE), freute sich aber dennoch. Es sei überfällig, dass das Bandprojekt Ersatz finde, sei es doch „unverschuldet“ in diese missliche Lage geraten, erklärte Karin Wiedmann (CDU). Allerdings müsse der Zugang über die Neureuter Straße erfolgen, um das benachbarte Wohngebiet nicht zu behelligen. Kein Problem mit der Finanzierung über den CoronaFonds hatte Dr. Anton Huber (SPD). Bevor „wir das ins Leere laufen lassen“, biete sich diese Lösung an. Von einer „aus unserer Sicht idealen Situation“ sprach Michael Haug (KAL/Die PARTEI), „großartig“ fand den Vorschlag Oliver Schnell (AfD), und auch Karin Binder (DIE LINKE) unterstützte die Rettung des Projekts. Die Frage nach Übungsstätten ist auch bei Jugendlichen aktuell. Weil der Stadtjugendausschuss meist erfolglos versucht welche anzubieten, meldete dessen Geschäftsführerin Elisabeth Peitzmeier vorsorglich „Mehrbedarf“ an.

Mittel aus Coronahilfe als Anschubfinanzierung

Bislang seien beim Kulturamt nur zwei Anträge auf CoronaHilfe eingegangen, informierte Kulturamtsleiterin Dominika Szope. Die Karlsruher Kulturszene habe wohl vorwiegend auf Bundes und Landesmittel zurückgegriffen. Bei dem UmbauZuschuss „sprechen wir von einer Anschubfinanzierung“, nicht „von institutioneller Förderung in den kommenden Jahren“, machte Szope deutlich. Im Übrigen liege den Planungen für das künftige „Kulturzentrum West“ ein betriebswirtschaftliches Konzept zugrunde, das Bandprojekt bleibe weiterhin autark.

Sicherung des Bestands an Proberäumen

Nach dem P8 in Bulach ist die frühere Molkerei die zweite Immobilie, die den Wegfall von Übungsstätten durch die Umnutzung von Gebäuden etwas abfedert und zumindest den Bestand sichert. Der chronische Mangel an Atelier und Proberäumen ist damit allerdings nicht behoben. Eigentümer der früheren Molkereizentrale ist Siegfried Weber, Betreiber des Hotels Kübler. Auch er wird investieren und etwa die Kosten für die Erschließung des Geländes über die Neureuter Straße übernehmen (maf).
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
„Ist alles so schön bunt hier!“
Kath. Akademie: Ist alles so schön bunt hier (c) Manuel Wagner / Stadt.Wand.Kuns
 
„Ist alles so schön bunt hier!“
Exkursion zur Street-Art-Galerie Mannheim und Pop-Art-Church Goldscheuer

Zur Street-Art-Galerie Mannheim und zur Pop-Art-Church Goldscheuer führt die Exkursion der Katholischen Akademie Freiburg am Samstag, 24. September von 7 bis 19 Uhr. Seit 2013 verwandeln nationale und internationale Street-Art-Künstler*innen Mannheims graue Hausfassaden in farbintensive großformatige Wandgemälde, sogenannte „Murals“. So entsteht dort das erste frei zugängliche Museum für Fassadenkunst in Baden-Württemberg. Die Teilnehmenden der Exkursion können bei einem geführten Rundgang einen Teil der Murals kennenlernen und erleben, wie diese Gemälde der Stadt ein anderes, buntes Gepräge verleihen. Auf der Rückfahrt ist ein Halt in Goldscheuer geplant, wo der Graffiti-Künstler Stefan Strumbel die Kirche „Maria, Hilfe der Christen“ gestaltet hat. Die Führung in der Kirche erläutert, welches Potential in der Kombination von traditioneller Ikonographie und Pop-Art steckt und wie eine zeitgemäße Kunstsprache die Welt, auch die kirchliche, verändern kann.

Die Exkursion findet in der Reihe „Kunst trifft Kirche“ in Zusammenarbeit mit dem Referat Kunst, Kultur, Kirche im Erzbischöflichen Ordinariat statt. Die Kosten betragen für Fahrt und Führungen 60,00 €, ermäßigt 35 €. Anmeldung bitte bis 9. September auf unserer Website: www.katholische-akademie-freiburg.de.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Ramsch
Kriminalhörspiel von Dirk Laucke
Mit: Maike Knirsch, Johannes Kienast, Katja Bürkle, Matthias Reichwald u. a.
Regie: Stefan Kanis
(Produktion: MDR 2022)

Auf dem Lörbener Recyclinghof wird die Leiche von Kathrin Fräse, einer jungen Mutter mit Drogenvergangenheit, gefunden. Polizeimeisterin Nancy Ritter bittet ihren chaotischen Bruder um Hilfe: Was weiß Tommi über die Tote, über deren Partner Aaron Pfeiffer und ihre Kinder? Tommi und seine Freundin Steffi sind gerade Eltern geworden und sehen die Ermittlungen gegen Aaron von klassistischen Vorurteilen gelenkt. Als Aaron abhaut, weil das Jugendamt ihm die Kinder entziehen will, wird dies von den Ermittler*innen als Indiz für seine Täterschaft gedeutet. Was verbergen Tommi und Steffi vor Nancy?

Samstag, 13. August 2022, 19:05 Uhr
SWR2 Krimi
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Thomas Perry
 
Buchtipp: Thomas Perry "Pantherjagd"
Thriller
Übersetzt von: Alexandra Baisch

Actionreiche Verfolgungsjagden, faszinierende Charaktere und haarsträubende Wendungen - der düstere und überraschende Thriller von US-Autor Thomas Perry.

Was passiert, wenn ein pensioniertes Ermittlerpaar des Los Angeles Police Department und zwei Auftragskiller aus San Fernando Valley von gegnerischen Seiten auf denselben ungeklärten Mordfall angesetzt werden? Es kracht gewaltig.

Irre Schusswechsel und Verfolgungsjagden durch Los Angeles sind vorprogrammiert, während die Abels und die Hoyts sich gegenseitig aus dem Verkehr ziehen. Es geht um den Mord an James Ballantine, einem Afroamerikaner mittleren Alters, der als Forscher für ein renommiertes Unternehmen arbeitete, bis er mit zwei Kugeln in den Hinterkopf getötet wurde. Die Auftragnehmer der Hoyts wollen nicht, dass ihr Coup ans Licht kommt - die Abels wollen genau das.

Eine gnadenlose Jagd beginnt.

"Sardonischer Humor ist in amerikanischen Krimis selten. Es ist die Art von Humor, die sich an einen heranschleicht, und plötzlich reagiert man mit einem schiefen Lächeln, während man das zweischneidige Melodrama liest, das in Thomas Perrys Werk reichlich vorhanden ist." The Washington Times

„Perry setzt eine Reihe kleiner, aber beständiger Überraschungen in Gang, die den Leser immer tiefer in das Buch hineinziehen, bis alles aufgedeckt ist... Wer übrig bleibt, wenn sich der Staub legt und der Rauch sich lichtet, hängt vom Eingreifen eines äußerst unerwarteten Verbündeten während des überraschenden Höhepunkts des Buches ab.“ Bookreporter

Der Autor Thomas Perry, 1947 in Tonawanda, New York, geboren hat weit über zwanzig Kriminalromane und Thriller veröffentlicht. In den USA gilt er als einer der Großen seines Metiers und wurde mit dem wichtigsten Krimi-Preis der USA, dem Edgar-Allan-Poe-Award ausgezeichnet.

Verlag Knaur 2022, 400 Seiten, € 11,99 (D)
ISBN: 978-3-426-52690-3
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Stuttgart: Hopf, Margolles, Steyerl
Drei Neuerwerbungen von zeitgenössischen Künstlerinnen

Die Staatsgalerie präsentiert Neuerwerbungen von drei renommierten Vertreter-innen der internationalen Szene der Gegenwartskunst: Mit ihren großformatigen Arbeiten setzen sich Judith Hopf, Teresa Margolles und Hito Steyerl mit gesellschaftlich brisanten Themen in unterschiedlichen Medien wie Stahl, Keramik und Video und Künstlicher Intelligenz auseinander. Zu sehen sind die drei Neuerwerbungen ab sofort in der Staatsgalerie.

Die Staatsgalerie erwirbt 2021/22 Werke von drei renommierten Vertreter­innen der Gegenwartskunst: Judith Hopf, Teresa Margolles und Hito Steyerl. Mit den Ankäufen verfolgt die Staatsgalerie das Ziel, die Anzahl von weiblichen, zeitgenössischen und international etablierten Positionen zu erhöhen.

Mit Plastiken, Installationen, Gemälden und Arbeiten auf Papier aus den 1970er-Jahren bis heute bietet die Sammlung zeitgenössischer Kunst einen Überblick auf die Vielfalt an Perspektiven: Von einem ironischen Blick auf die Konsumkultur über die Beschäftigung mit dem menschlichen Körper bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit Gewalt und Entfremdung. In dem Kontext sind die Werke von Hopf, Margolles und Steyerl in der Sammlung der Staatsgalerie zu verorten: Ihr gesellschaftskritischer Blick tritt in einen spannenden Dialog mit unserem Bestand und ermöglicht, die Geschichte der Sammlung der Staatsgalerie aus einer globalen und gegenwärtigen Perspektive immer wieder neu zu denken.

Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, sagt: »Der herausragende Sammlungsbestand der Staatsgalerie Stuttgart erfährt mit den Erwerbungen eine sehr attraktive Bereicherung im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Gleichzeitig werden die Präsenz und Sichtbarkeit weiblicher Positionen gestärkt. Judith Hopf, Teresa Margolles und Hito Steyerl gehören international zu den erfolgreichsten und spannendsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihre Perspektiven stärken die Sammlung auch aufgrund der inhaltlichen und formalen Brisanz der Werke – eine fantastische Einladung an die Besucherinnen und Besucher, auch die Sammlung wieder einmal neu zu entdecken!«

Die drei Neuerwerbungen sind in verschiedenen Bereichen der Staatsgalerie installiert: »Untitled (Tongue on Floor)« von Judith Hopf in der Rotunde, »The Black Shroud« von Teresa Margolles in der Präsentation »Angespannte Zustände« und die utopischen »Power Plants« von Hito Steyerl treten bis Ende des Jahres im Bereich Niederländische Malerei in einen Dialog mit Naturbildern der Vergangenheit.

Die Stahl-Skulptur »Untitled (Tongue on Floor)« von Hopf aus dem Jahr 2019 gleicht einer auf dem Boden liegenden, überdimensionierten, roten Zunge. Sie wirkt witzig und harmlos, erkennt man in ihr die Geste einer aus dem Mund herausgestreckten Zunge, aber wegen ihrer Größe zugleich bedrohlich und brutal. Die Zunge soll in Hopfs Worten auf »das Fehlen eines alltäglichen Gesprächs über die Lebensbedingungen in der Stadt verweisen«, die uns alle mehr denn je herausfordern.

Das 2020 konzipierte Werk »The Black Shroud« von Teresa Margolles besteht aus 1.800 polierten Keramikstücken, die von der Künstlerin in Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern in Mata Ortiz (Mexiko) handgefertigt wurden. Jede dieser schwarzen Keramikkacheln erinnern an eines der unbekannten Opfer, die unter der eskalierenden Gewalt in dieser Region brutal getötet wurden. Damit erzählt »The Black Shroud«, der schwarze Mantel, von der Trauer der Hinterbliebenen und verbindet damit die Menschen in Mexiko und in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die 2019 entstandene Videoskulptur »Power Plants« von Hito Steyerl ist auf Gerüststrukturen installiert und umfasst mehrere Videos, die auf LED-Bildschirmen zu sehen sind. Man stelle sich einen Garten der Zukunft vor, in dem Pflanzen ganz besondere und manchmal eigentümliche Kräfte haben. Einen solchen utopischen Garten hat die Künstlerin in ihren Videos mit KI basierten, digitalen Animationen kreiert. Die speziellen Kräfte dieser Pflanzen und Blumen werden wie Rezepte und Anleitungen zu ihrer therapeutischen Anwendung vorgestellt.

Die Neuerwerbungen sind ab sofort in der Staatsgalerie zu sehen
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Frances Cha
 
Buchtipp: Frances Cha "Hätte ich dein Gesicht"
Roman
Aus dem Englischen von Nicole Seifert

Schöner, reicher, mächtiger – nur wer perfekt ist, steigt auf im schillernden Seoul. Vier junge Frauen versuchen, in den gnadenlosen Hierarchien hinter Gangnams Hochglanzfassaden zu bestehen. Kyuri, mit ihrem makellosen Gesicht, unterhält Nacht für Nacht mächtige Geschäftsmänner in exklusiven Room-Salons. Miho, aufstrebende Künstlerin, findet sich unfreiwillig in der superreichen Elite wieder. Ara, stumm seit ihrer Jugend, flieht in den Schein der glitzernden K-Pop-Welt. Und Wonna, frisch verheiratet, sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrem vorgeformten Leben.

In bonbonfarbenen Schönheitskliniken und an den Marmortischen der High Society offenbaren sich die Abgründe einer Gesellschaft, in der Fehler nicht geduldet werden und Erfolg nur ein einziges Gesicht trägt.

Unionsverlag 2022, 288 Seiten, € 23.00 (D), 23.70 (A) / SFr 31.00
ISBN 978-3-293-00586-0
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Hörführung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum
"Kindheit in Durlach" ist das Thema /Anmeldung erbeten

Das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach bietet am Samstag, 13. August, um 13 Uhr eine Telefonführung an. Bei diesem barrierefreien Angebot begeben sich die Hörerinnen und Hörer bequem von zuhause aus per Telefon auf einen Streifzug durch die Dauerausstellung. In einer unkomplizierten Telefonkonferenz gibt Eva Unterburg, die vor Ort im Museum sein wird, spannende Einblicke in das Thema „Kindheit in Durlach“.

Das Angebot richtet sich an Blinde und Sehbehinderte sowie Menschen mit Bewegungseinschränkungen und alle, die von zuhause aus das Pfinzgaumuseum kennenlernen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung bis spätestens 11. August unter stadtmuseum(at)kultur.karlsruhe.de oder 0721/133-4231 erforderlich.
 
 

Kalendertipps 
 
Kalendertipp: Peace Kalender
 
Kalendertipp: Peace Kalender
Wandkalender

Mit dem Kauf dieses Kalenders unterstützen Sie die UNO-Flüchtlingshilfe. Athesia spendet die kompletten Erlöse des Projekts. Denn auch uns lässt der Krieg in der Ukraine nicht kalt. Im Gegenteil. Und darum möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, die Welt ein kleines bisschen friedlicher zu machen.

Heye Verlag 2022, Format 37.00 x 53.50 cm, 15 Seiten, € 19,99 (D)
Monatskalender mit Spiralbindung
ISBN 978-3-8401-9189-3
 
 

Sonstiges 
 
 
Black Forest Swing – The Shoo-Shoo
Gastspiel im Rathaushof Freiburg

10 Jahre Bandgeschichte, 4 inhaltlich zusammenhängende Bühnenprogramme und 2 CD-Veröffentlichungen haben die Shoo-Shoo-Saga zu einer runden Sache gemacht.
Nun schlägt die quicklebendige Truppe ein neues Kapitel auf und setzt den Fokus stärker auf die Musik. Im neuen Konzertprogramm begeben sich die sechs Freunde auf einen wilden Wandertrip durch das musikalische Unterholz vom American Songbook hin zu europäischen Wurzeln. Ausgehend von der Schwarzwälder Wahlheimat gehen sie auf Schatzsuche, heben überraschende musikalische Fundstücke und schmieden daraus neue Kostbarkeiten im typischen Shoo-Shoo-Stil.

Black Forest Swing ist eine rasante Songrevue, eine musikalische Weltreise, die immer wieder in die Schwarzwälder Wahlheimat zurückführt. Geprägt von den drei charaktervollen und wunderbar harmonierenden Frauenstimmen und dem glänzend aufgelegten Instrumentaltrio – und einer Bühnenshow voller wirbelnder Röcke und schrägem Humor.

Und pssst – es gibt auch einen kleinen und exklusiven Ausblick auf unser neues Programm „Der Schatz im Titisee“.

The Shoo-Shoos sind:
Philipp Kailer – Gitarre
Michael Tiefenbeck – Kontrabass
Beni Reimann– Drums
Anna Boëthius, Juliane Hollerbach und Dina Salák – Gesang

Termin:
Dienstag, 23.08., 20.30 Uhr

Rathausinnenhof Freiburg
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Sonstiges 
 
 
Gastspiel im Rathaushof Freiburg: Azabache Tango
Azabache Tango geht aus der aktuellen Tangoszene von Buenos Aires hervor und bietet im Format eines klassischen Streichquartetts eine neue und überraschende Interpretation der argentinischen Popularmusik.
Seit 2017 treten sie in Buenos Aires mit einem Repertoire auf, das ausschließlich aus neuen Werken besteht, großteils eigenen Kompositionen. Vergangenes Jahr veröffentlichten sie ihr erstes Album unter dem Namen „Azabache“. Die künstlerische Suche der Musiker geht den perkussiven Elementen und klanglichen Effekten der Instrumentenfamilie nach und versucht stets, die Erwartungen an die Besetzung in spielerischer Weise zu unterwandern.

Azabache Tango sind:
Katharina Deissler und Adriana Miranda – Violine
Juan Ignacio Gobbi – Viola
Bruno Bragato – Cello

Termine:
Sonntag, 21.08., 20.30 Uhr
Montag, 22.08., 20.30 Uhr

Rathausinnenhof Freiburg
 
 

Sonstiges 
 
Karlsruhe: Medienkunst ist hier
© Jonas Denzel
 
Karlsruhe: Medienkunst ist hier
UNESCO City of Media Arts zeigt zur ÖRK-Vollversammlung Installationen im öffentlichen Raum

Das Kulturamt der Stadt Karlsruhe und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe präsentieren vom 18. August bis 18. September in der Innenstadt, flankierend zu den Schlosslichtspielen, sechs medienkünstlerische Positionen.

"Kultur und Kreativität bringen Menschen zusammen und fördern den sozialen Zusammenhalt. Die Medienkunststadt Karlsruhe freut sich, ihren Gästen während der Vollversammlung des Ökumenischen Rates spektakuläre Kunstwerke und Interaktionen vorstellen zu dürfen. In der Innenstadt wird an mehreren Plätzen die Faszination von Medienkunst spürbar sein", so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

"Die ausgewählten Werke zeigen, wie Medienkunst es schafft, im öffentlichen Raum jenseits des Museums buchstäblich einleuchtend und aufklärend auf aktuelle soziale Probleme, von der Corona- bis zur Klimakrise, zu reagieren. Die Werke adressieren sich an alle Sinnesorgane und erreichen dadurch eine erhöhte Teilhabe des Publikums. Ein Streifzug durch die Medienlandschaft Karlsruhe bietet den Besucherinnen und Besuchern des Ökumenischen Rats nicht nur einen anregenden Überblick innovativer Medienkunst, sondern vor allem einen Einblick in neue Gedankenräume.", bekräftigt Peter Weibel, künstlerisch-wissenschaftlicher Leiter des ZKM.

Interaktive COVID-Klangskulptur
Die Medieninstallation STREAMERS – a COVID Sculpture von Benoit Maubrey ist eine interaktive Klangskulptur, erbaut aus recycelten Lautsprechern, Röhrenradios und Tastaturen. Die sieben Meter hohe Skulptur ist auf dem Friedrichsplatz zu sehen und kann über einen Video-Livestream, durch einen Anruf oder eine Textnachricht von Personen direkt am Platz oder von jedem beliebigen Ort der Welt aktiviert werden. Die Installation ist architektonisch an die Wiener Pestsäule von 1679 angelehnt. Maubrey verweist mit dem Titel auf die seit 2020 anhaltende Pandemie und bietet einen zeitgenössischen Umgang mit einer gesellschaftlichen Krise. Die Arbeit wurde im Frühjahr 2022 in Wien im Zuge des TONSPUR_festival STREAMERS — a COVID Sculpture vom TONSPUR Kunstverein Wien produziert.

Videoinstallation zu ökologischem Fußabdruck
Der Karlsruher Medienkünstler Jonas Denzel zeigt am Regierungspräsidium am Rondellplatz seine interaktive Videoinstallation footprint, die über den ökologischen Fußabdruck reflektiert. Eine Kamera erfasst live Füße von Besucherinnen und Besuchern. Dieses Bild wird abstrahiert, gespiegelt und entfremdet dargestellt. Dabei wird aus einem einfachen Bild eine komplexe Vervielfältigung. Diese entsteht aus mehrfacher Spiegelung der Live-Aufnahme, wobei das Tageslicht Form und Farbe der Installation beeinflusst. Das Ergebnis variiert je nach Position und Bewegung des Einzelnen. Die Arbeit entstand mit freundlicher Unterstützung des Innovationspartners Bechtle GmbH Karlsruhe und der Werner-Stober-Stiftung.

Lichtkunstwerk aus Globen
Der Globenbogen ist ein Lichtkunstwerk in Form einer Ellipse von innenbeleuchteten Globen, die wie ein Tor aus Licht den Weg zum Schloss hin überwölben. Der Künstler Rainer Kehres hat bereits 2019 die Rathausfassade anlässlich der Aufnahme der Stadt Karlsruhe in das UNESCO City of Media Arts Netzwerk mit einer Lichtkunstinstallation bespielt. Er lebt und arbeitet in Karlsruhe. Seine Werke wurden sowohl im ZKM als auch weltweit präsentiert.

Wandzeichnung zu Menschlichkeit und Gesellschaft
Die ukrainische Graphikdesignerin und Künstlerin Alina Bukina setzt im intro Café am Kronenplatz ihre One Line Series fort. Das kontinuierliche Element der Linie zieht sich durch die Wandgestaltung des Cafés hindurch, das die Bedeutung menschlicher Verbindungen und der horizontalen Struktur der Gesellschaft in diesen schwierigen Zeiten verdeutlichen. Demokratische Werte sind im Moment wichtiger denn je. Dafür kämpfen die Menschen in ihrem Heimatland, der Ukraine. Mit ihrer Wandzeichnung möchte sie das Café als Begegnungsort und die Innenarchitektur mit ihren Windungen und Rundungen neu denken.

Zusammenfinden mit Roboter-Handshake
Im Triangel Open Space am Kronenplatz wird die Installation Handshake der Gruppe AATB (Andrea Anner, Thibault Brevet) gezeigt. Sie besteht aus zwei Roboterarmen, die jeweils mit einer überdimensionalen Hand ausgestattet sind. Eine dazugehörige Website ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, die Kontrolle über die Roboter zu übernehmen. Die Arbeit bietet die Chance, einen üblicherweise in der Industrie eingesetzten Roboter mit Leichtigkeit zu steuern. Eine Interaktion, die so einfach ist wie ein Händedruck mit einem Freund auf der anderen Seite der Welt. Die Teilnehmenden werden paarweise zusammengeführt, wenn sie die Website aufrufen. Jeder steuert einen Roboterarm in seinem Browser in Echtzeit über Maus- oder Toucheingaben. Ziel der Interaktion ist es, einander die Hand zu geben, sich zu berühren. Alle Besucherinnen und Besucher der Website können diese Interaktion zwischen den beiden Robotern in Echtzeit über eine Liveübertragung beobachten.

Mit Muskelkraft elektronische Musik erzeugen
Composing on Wheels ist eine interaktive Installation von Johannes Jensen und Yannick Hofmann, die im Eingangsbereich des Karlsruher Rathauses zu erleben sein wird. Die Arbeit entstand 2020-2021 und nimmt Bezug auf das größer werdende Anliegen von Medienkünstlerinnen und Medienkünstlern, den immateriellen CO2-Fußabdruck ihrer Praxis zu reflektieren. In der Installation können Besucherinnen und Besucher durch ihre eigene Muskelkraft Strom auf einem fest installierten Fahrrad produzieren und mit dieser Energiequelle elektronische Musik erzeugen. Der in sich geschlossene Stromkreis macht die Erzeugung und den Verbrauch von Energie sichtbar und führt gleichzeitig Besucherinnen und Besuchern an das Handwerk und die Methoden der elektronischen Musikproduktion heran.

zum Bild oben:
Großformatige Videoinstallation "footprint" von Jonas Denzel
© Jonas Denzel
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Streife
Hörspiel von Niki Stein
Mitarbeit: Tatiana Nekrasov
Mit: Silke Bodenbinder, Hans-Jochen Wagner, Jakob Gühringer, Tatiana Nekrasov u. a.
Musik: Jackie Engelken
Regie: Niki Stein
(Produktion. SWR 2022 - Ursendung)

Zwei Polizisten der Einsatzhundertschaft Böblingen sind das erste Mal gemeinsam auf Streife: Rebecca - Single, eine junge, schon erfahrene Beamtin - und André - verheiratet, am Anfang seiner Laufbahn. Angefordert wurden sie als Verstärkung für den eher lächerlichen Einsatz "Saubere City" in Heilbronn. Am Ende des Einsatzes wird Rebecca erschossen. André überlebt traumatisiert; mit Hilfe einer Therapeutin soll der Tathergang rekonstruiert werden. Das Polizeimilieu dient hier als Folie für eine psychologische Charakterstudie, die auch ins Innere staatlicher Überwachungssysteme führt.

Sonntag, 07. August 2022, 18:20 Uhr, Ursendung
SWR2 Hörspiel
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Florian Bechert
 
Buchtipp: Florian Bechert "Gipfelrausch & Vesperpause"
40 entspannte Wanderungen rund um Freiburg, Kandel, Elztal, Feldberg & Belchen

Das angestaubte Image vom Wandern ist längst passé. Der Freiburger Florian Bechert begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das hippe Hobby. In seinem neuen Tourguide „Gipfelrausch & Vesperpause“ verrät er 40 abenteuerliche Routen rund um Freiburg im Südschwarzwald.

Wozu Wandern? Diese Frage kennt der siebenfache Vater Florian Bechert zu gut. Doch der 50-Jährige hat es geschafft, dass keines seiner Kinder genau diese Frage stellt. Sobald sie die Wanderstiefel schnüren konnten, ging er mit ihnen durch wilde Schluchten, zu gemütlichen Aussichtsbänken oder einem Kickplatz mit Höhenfeeling. Damit alle Spaß beim Wandern haben, legt Bechert einige Kriterien fest: kurze Anfahrtswege, moderate Anstiege, schöne Plätze zum Chillen, geniale Aussichten, Felsen, Wasserfälle, Vesperpausen und – sofern an der Strecke – ein Gasthaus zum Einkehren.

Für sein neues Buch hat der Autor 40 Wanderungen in den Gebieten Belchen, Elztal, Feldberg, Freiburg, Kaiserstuhl, Kandel und Schauinsland ausgesucht. Darunter sind wenig bekannte Strecken wie die Goldsbachschlucht in Simonswald, das Kuriseck Spick in Obersexau oder der Gschasifelsen im Prechtal. Bei heißen Temperaturen empfiehlt er die Eislöcher im Zastlertal oder die Teichschlucht bei Gütenbach und er weiß, wie man überlaufene Wanderautobahnen umgeht.

Becherts Einkehrtipps reichen vom Sauerkirscheis auf dem Eckhof über Käsesahne im Bäreneckle bis zu Brägele auf dem Gießhübel.

Jede Tour enthält eine ausführliche Wegbeschreibung, eine Detailkarte zur Orientierung, Angaben zur Anfahrt, Schwierigkeitsgrad und Höhenunterschied sowie GPS-Daten.

Der Autor Florian Bechert, geb. 1972, ist Einzelhändler und Mitinhaber eines Skateboard- und Snowboardgeschäfts in Freiburg.

Rombach Verlag 2022, 240 Seiten, € 24,95 (D)
ISBN 978-3-7930-5199-2
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Mühlheimers Experiment
Von Bodo Traber
Mit: Torsten Ranft, Gunda Aurich, Cathleen Gawlich, Horst Mendroch und Martin Reinke
Regie: Hein Bruehl
(Produktion: WDR 2003)

August 2022 - Die Klimakatastrophe schlägt zu. Wo Häuser standen, peitschen Taifune über die Lagunen. Die Bewohner der überfluteten Großstädte werden von resistenten Krankheitserregern dahingerafft. Der Ex-Journalist Peter Müller und seine Frau Bea fliehen vor dem sicheren Tod auf die riesige neue Ostsee hinaus, Richtung Emigrantenparadiese Skandinavien, Grönland und Kanada. Sie landen auf einer schrecklichen Insel: Im Irrglauben, die Menschheit retten zu können, hat der geniale Genetiker Jakob Mühlheimer einen Albtraum erschaffen. Und sein grausiges Experiment ist wohl nicht mehr zu stoppen.

Samstag, 06. August 2022, 19:05 Uhr
SWR2 Krimi
 
 

Hörbuchtipps 
 
Hörbuchtipp: Isabel Allende
 
Hörbuchtipp: Isabel Allende "Violeta"
Gesprochen von Angela Winkler, übersetzt von Svenja Becker

Violeta handelt vom Leben der leidenschaftlichen, kämpferischen Violeta Del Valle im Spiegel der Umwälzungen des zwanzigsten Jahrhunderts.

Violeta Del Valle ist 100 Jahre alt und erzählt während der Corona-Pandemie ihrem Enkel in Briefen aus ihrem unglaublichen Leben: 1920 wurde sie während der Zeit der Spanischen Grippe als erste Tochter der Familie Del Valle geboren. Leidenschaft, Entschlossenheit und Humor tragen Violeta durch ein Jahrhundert südamerikanischer Geschichte voller Krisen und Umbrüche, aber auch durch ein intensiv gelebtes Leben.

der Hörverlag 2022, 2 mp3-CDs, Spieldauer: 14h 21min, € 26,00 (D), 26,80 (A) / SFr 36,50
ISBN 978-3-8445-4736-8
 
 

Sonstiges 
 
 
#1: Abhängen oder Krawall auf dem Schlossplatz? Jugendliche im öffentl. Raum
„Jetzt mal konkret! Anregungen für den Unterricht“ - Neue Materialienreihe für Lehrkräfte erscheint mit der ersten Online-Ausgabe zum Thema

Das „Team meX“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) stellt in Kooperation mit dem Verein ufuq.de unter https://www.team-mex.de/jetzt-mal-konkret eine zwölfseitige Materialiensammlung zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die erste Online-Ausgabe von „Jetzt mal konkret! Anregungen für den Unterricht“ vermittelt Lehrkräften Ideen für die Praxis. So eignet sich die Kontroverse um die sogenannte „Stuttgarter Krawallnacht“ gut, um mit Jugendlichen an einem konkreten Beispiel über ihr Verhalten im öffentlichen Raum, Ausgrenzung und Rassismus sowie Zukunftsvisionen und Beteiligungsmöglichkeiten einer „Stadt für alle“ zu sprechen. Die Materialien unterstützen dabei, die Debatte zu rekonstruieren und sie durch Anregungen für den Unterricht zu ergänzen. Sie richten sich an Schüler:innen ab Klasse 9 aller Schularten und berücksichtigen verschiedene Erfahrungs- und Wissensstände. Die Sammlung enthält ausformulierte Lernziele und liefert sowohl Hintergrundinformationen als auch methodisch vielfältige Arbeitsaufträge.

Die Publikation erscheint im Rahmen des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus (KN:IX) und in Kooperation mit dem Fachbereich „Team meX. Mit Zivilcourage gegen Extremismus“ der LpB.
 
 

Lesungen / Vorträge / Diskussionen 
 
 
Poet*innen zur Lage der Nation
Montag, 1.8.2022, 16–20 Uhr

Für viele ist es eines der Sommer-Highlights schlechthin: Die Poet*innen zur Lage der Nation am 1. August im Park der Langmatt. Dieses Jahr wird der bekannte Badener Autor und Slam Poet Simon Libsig begleitet von Lisa Brunner, Andreas Kessler, Stefan Brechbühl und Sarah Altenaichinger. Wortmächtig und mit hintergründigem Humor fesseln die Poet*innen das Publikum und verwandeln die etwas andere 1. August-Feier in eine funkelnde Hommage an die Schweiz. Bereits zum sechsten Mal kommt im Park der Langmatt Festivalstimmung auf.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei (Kollekte).

16 Uhr: Türöffnung, Bar und Grill, DJ
18–19.30 Uhr: Poetry Show

Museum Langmatt
Römerstrasse 30
CH-5401 Baden
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Museumsnacht 2022 zieht positive Bilanz
Die Haiducken im Archäologischen Museum Colombischlössle / Foto: Patrick Seeger
 
Museumsnacht 2022 zieht positive Bilanz
Gute Resonanz und begeisterte Stimmung

Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher haben die Städtischen Museen Freiburg und ihre Partner bei der Freiburger Museumsnacht 2022 gezählt. Die teilnehmenden Häuser haben insgesamt 16.300 Eintritte verzeichnet. Tilmann von Stockhausen, Leitender Direktor, zeigt sich erfreut: „Wegen hoher COVID-Infektionszahlen und vieler parallel laufender Veranstaltungen sind die Zahlen im Vergleich zu 2019 zwar gesunken, wir sind aber sehr zufrieden.“

Mit Blick auf die Corona-Pandemie wurden in diesem Jahr erstmals Sicherheitsbeauftragte eingesetzt, die den Besucherfluss regulierten. Von Stockhausen resümiert: „Bei der Planung wurde sehr darauf geachtet, dass es zu keinen großen Ansammlungen kommt. Das hat funktioniert und die Besuchenden konnten den Abend in den Museen entspannt genießen.“

Am Samstagabend hatten 14 Locations in der Stadt von 18 bis 1 Uhr ihre Türen geöffnet. Neben den Städtischen Museen Freiburg waren das Adelhauser Kloster, das Uniseum, der Kunstverein, das Fasnetmuseum, die Münsterbauhütte und das Planetarium mit von der Partie. Erstmals präsentierte sich das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus mit einem Infostand im Colombipark: Es eröffnet zwar erst 2023 – zur Museumsnacht gab es aber bereits Führungen durch die künftigen Räume des ehemaligen Verkehrsamtes am Rotteckring.

Mit Einblicken hinter die Kulissen, Mitmachaktionen für Familien, Führungen durch die Ausstellungen, Klang-Perfomances oder einem Poetry Slam gab es in den Häusern ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Auch in den Innenhöfen war einiges geboten: Von tanzbaren Beats und mitreißender Musik, klassischen Konzerten bis hin zur Silent Disco – vielfältige Live-Acts begeisterten die Kulturfans. Mit Knödel, Eis, Cocktails, Craft Beer und vielem mehr konnten sich die Gäste zwischendurch stärken.

Viele starteten im Colombipark mit einem Olympischen Parcours in die Museumsnacht und krönten sich für den Rest des Abends mit einem goldenen Lorbeerkranz. Ein Highlight für alle Nachtschwärmerinnen und Nachschwärmer waren hier „Die Haiducken“, die sich auf Klezmer und Balkanmusik spezialisiert haben. Auf viel Resonanz stießen auch „Die Sonografen“, die in der Skulpturenhalle des Augustinermuseums ein besonderes Licht-Klang-Erlebnis boten, oder die Elektropop-Band „Willman“, die vor dem Haus der Graphischen Sammlung spielte.

In der ganzen Stadt waren gut gelaunte Menschen mit bunten Blumenkränzen unterwegs, die sie im Hof des Museums für Neue Kunst geflochten hatten. Später trafen sich viele „Blumenkinder“ hier zur Silent Disco wieder. Im Museum Natur und Mensch zogen ein Figurentheater und eine Schminkaktion viele Kinder in ihren Bann. Die „Odenigbo cultural drumming dance group“ brachte hier den Innenhof zum Beben. Aus der Werkstatt der Museumspädagogik trugen Familien viele kreative Erinnerungsstücke mit nach Hause.
 
 



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