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Donnerstag, 2. Juli 2020
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Neue Werke in der Ausstellung FEELINGS. Kunst und Emotion
Ausstellungsansicht in der Pinakothek der Moderne fotografiert von Roland Fische
 
Neue Werke in der Ausstellung FEELINGS. Kunst und Emotion
Pinakothek der Moderne, München
bis 4. Oktober 2020

Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern.

Neu in der Ausstellung zu entdecken sind insgesamt 13 überwiegend großformatige Fotoarbeiten:

Um die pure, uninszenierte Darstellung junger Menschen geht es der niederländischen Künstlerin Rineke Dijkstra (*1959). In den sensiblen Porträts junger Besucherinnen eines Musikclubs spiegelt sich ein Gefühlsleben voller Verheißung, Verwirrung und Neugier in der Umbruchphase zum Erwachsensein wider.

Von Roland Fischer (*1958) sind zwei seiner „Los Angeles Portraits“ zu sehen. Diese inszenieren Frauen, die bis zu den Schultern in einem Swimmingpool stehen und deren Gesichtsausdruck nichts von ihrer emotionalen Situation verrät. Auch das Bildnis eines Mönchs (1984) scheint persönliche Regungen zu verbergen und ausschließlich die gewählte Einsamkeit zu verkörpern.

In ihrer Serie „Ricas y famosas“ porträtierte Daniela Rossell (*1973) schwerreiche Frauen aus der mexikanischen Upper-Class, die sich stolz und sexy gestylt in einer absurden Parallelwelt des Konsums selbst inszenieren. Die Fotografin stammt gleichfalls aus dieser privilegierten Oberschicht, was ihr den Zugang zu den Privathäusern der Dargestellten erst ermöglichte.

Von der britischen Künstlerin Sam Taylor Johnson (*1967) sind zwei weitere Werke aus der Serie "Soliloquis" (1998) zu sehen. Auch in ihnen konfrontiert sich die Darstellung eines einzelnen Menschen mit einer zweiten, vielleicht imaginierten Bildebene, in der sich Räume der Sehnsucht oder der Angst zeigen.

Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet?

Die Ausstellung FEELINGS möchte diesen unmittelbaren Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachtenden anregen, um eine intensive emotionale Auseinandersetzung zu motivieren. Geheimnisvolle Motive und atmosphärische Bildräume prägen die ausgestellten Arbeiten. Freude, Begeisterung, Ärger, Abscheu, Traurigkeit sowie unzählige weitere emotionale Reaktionen können sich bei der Betrachtung einstellen. Die Auswahl der Exponate ist subjektiv, auf den kunsthistorischen Kontext oder erklärende Wandinformationen wird bewusst verzichtet.

Bei der Betrachtung von Kunst wird dem Gefühl meist weniger Bedeutung beigemessen als dem Verstand. Denn es scheint der Komplexität und intellektuellen Tiefe von Kunst zu widersprechen. Diese Dominanz des Rationalen schreckt viele ab, sich insbesondere mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen.

FEELINGS möchte diese Schwellenängste unterlaufen. Denn die Intuition stellt einen wesentlichen Zugang zur Kunst dar. Und schließlich basiert auch die Entstehung eines Werkes auf persönlichem Erleben. FEELINGS möchte diese Perspektive auf die Kunst in den Mittelpunkt stellen.

Die Ausstellung zeigt Beiträge folgender Künstler und Künstlerinnen:

Hans Aichinger, Jan Albers, Monika Baer, Heike Kati Barath, Vlassis Caniaris, Alex Da Corte, Rineke Dijkstra, Nathalie Djurberg und Hans Berg, Drei Hamburger Frauen, Marlene Dumas, Elmgreen & Dragset, Tracey Emin, Roland Fischer, Gotthard Graubner, Wade Guyton, Thilo Jenssen, Nikita Kadan, Tadeusz Kantor, Ruprecht von Kaufmann, Mike Kelley und Paul McCarthy, Jochen Klein, Rosa Loy, Rosilene Luduvico, Stephan Melzl, Olaf Metzel, Robert Morris, Miwa Ogasawara, Laura Owens, Beate Passow, Bernhard Prinz, Alexandra Ranner, Daniela Rossell, Wilhelm Sasnal, Markus Schinwald, Norbert Schwontkowski, Sam Taylor Johnson, Rosemarie Trockel, Amelie von Wulffen und Artur Zmijewski.

Die gezeigten Werke entstammen dem Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Sammlung Goetz sowie weiteren privaten Sammlungen.
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Sonstiges 
 
 
Schauspiel: NUR DAS BESTE
Eine Posse von Dirk Laucke
Premiere Sa, 04.07.2020 // 20.00 Uhr // Kleines Haus, Freiburger Theater
Uraufführung

Ludi ist verzweifelt: Weil er seine Miete nicht rechtzeitig zahlen konnte, wurde ihm fristlos gekündigt. Aber als freier Karikaturist bei einer Zeitung wartet er leider ständig auf sein Honorar. Lebensgefährtin Sanne ist trotzdem wütend, denn die Lage scheint aussichtslos. Ein Auszug und Umzug mitten im Schuljahr von Töchterchen Lou? Bei dem Wohnungsnotstand und den horrenden Mietpreisen? Auch die Miete für den Kiosk von Ludis Kumpel Murat wurde deutlich erhöht. Und woher nehmen, wenn nicht stehlen? Murat und Ludi brechen ins Büro der Wohnungsverwaltung ein und lassen entscheidende Papiere verschwinden. Währenddessen kommt Sanne über die „sozialen Kontakte“ ihrer Freunde Larissa und Stéfan an eine Wohnung in einem schicken Viertel. Der Einzug ins Eigentum von Ehepaar Weiss ist allerdings an einige Bedingungen geknüpft. Drei Paare mit unterschiedlichen Beziehungskonflikten, finanziellen Möglichkeiten und Startvoraussetzungen wollen alle „nur das Beste“…

Dirk Laucke, einer der wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren, der u. a. mit dem Kleist Förderpreis ausgezeichnet und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen wurde, widmet sich in seinen Werken fast ausnahmslos Figuren mit Existenznöten in unserer sogenannten Wohlstandsgesellschaft: Es sind die Außenseiter, Einkommensschwachen, Kleinkriminellen und Identitätssuchenden, die ihn interessieren. Regisseur Bastian Kabuth bringt die Uraufführung der hochaktuellen, satirischen Alltagsgeschichte um Wohnungsnot, Kindererziehung und unterschiedliche Lebensentwürfe auf die Bühne des Kleinen Hauses.

Regie und Video Bastian Kabuth Dramaturgie Rüdiger Bering Bühne Manuela Freigang Kostüme Charlotte Morache
Mit Tim Al-Windawe, Iris Becher, Martin Hohner, Elisabeth Kopp,Holger Kunkel, Henry Meyer, Moritz Peschke
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Das Glück der Anderen
Von Stewart O' Nan
Aus dem Amerikanischen von Thomas Gunkel
Mit: Ulrich Matthes, Dörte Lyssewski, Friedhelm Ptok, Michael Tregor, Jule Ronstedt, Gottfried Breitfuß u. v. a.
Musik: Pierre Oser
Hörspielbearbeitung und Regie: Walter Adler
(Produktion: SWR 2002)

Sonntags ist er Reverend, wochentags bewacht er als Sheriff die Gefängnisse. "Jake" Hansen ist die wichtigste Person in Friendship, einer amerikanischen Kleinstadt. Ob sie über ihn lachen oder nicht - er kümmert sich um die Gemeinde auch noch als Leichenbestatter. Eines Tages stellt der Doc eine Seuche fest. Keiner weiß, woher sie kommt und wie sie sich verbreitet, und immer mehr Leute sterben an ihr. Einsam müssen Hansen und der Doc entscheiden: Soll man es den Leuten sagen? Wann eine Quarantäne verhängen? Hansen verstrickt sich in eine Schuld von apokalyptischem Ausmaß.

Sonntag, 5. Juli 2020, 18:20 Uhr, 98´00 Min.
SWR2 Hörspiel an Sonntag
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Annette und Lars Freudenthal
 
Buchtipp: Annette und Lars Freudenthal "Wanderungen für Senioren Elsass"
35 entspannte Touren mit Aussicht und Kulturgenuss

Egal ob ausgedehnte Spaziergänge oder Halbtagesausflüge - im Elsass gibt es für Senioren viel zu entdecken. 35 leichte Wandertouren führen zu interessanten Stätten inmitten der Natur. Auf traumhaften Wegen geht es dabei zu Burgen, Kirchen und schönen Aussichtspunkten, die mit einem Blick über die elsässischen Weinberge, Winzerdörfer und den Rhein locken. Empfehlungen für idyllische Rastplätze und gemütliche Gasthöfe kommen dabei nicht zu kurz. Mit ausführlichen Wegbeschreibungen, Detailkarten und GPS-Tracks zum Download

J. Berg Verlag 2020, 160 Seiten, € 19.99 (D)
ISBN: 9783862466948
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Wahnfried-Konzerte 2020 im Richard Wagner Museum
Musik trotz(t) Corona-Krise

Vorverkauf ab 1. Juli: Hochkarätig besetzte Konzertreihe in Kooperation mit Musica Bayreuth, mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth und der Kulturfreunde Bayreuth

Trotz Corona-Krise und Ausfalls der Bayreuther Festspiele will das Richard Wagner Museum im Rahmen der Bemühungen der Stadt Bayreuth um einen „Kultursommer“ auch in diesem Jahr die erfolgreichen und beliebten Wahnfried-Konzerte fortsetzen.

Den Schwerpunkt bilden im Beethoven-Jahr naturgemäß Werke des Komponisten, der von Wagner wie kein anderer verehrt wurde und sein musikalisches Schaffen beeinflusst hat. Nachdem das Richard Wagner Museum die überragende Bedeutung Beethovens als Wagners Hausgott bereits zu einer entsprechenden thematischen Intervention in der Dauerausstellung genutzt hat, wird im Saal des Hauses Wahnfried in den Monaten Juli und August an jeweils drei Sonntagen ein einmaliges kammermusikalisches Ereignis geboten: Das Voyager Quartet präsentiert in einem sechsteiligen Zyklus am 5., 12. und 19. Juli sowie am 9., 16. und 23. August sämtliche (!) Streichquartette Ludwig van Beethovens!

Die wunderbare Sopranistin Katharina Konradi, die in der „Tannhäuser“-Neuproduktion des vergangenen Festspieljahres als Hirtenknabe zu sehen und zu hören war, wird am 14. und 15. August gemeinsam mit Eric Schneider am Wahnfried-Steinway einen Liederabend mit Werken von Strauss, Mozart und Schubert geben.

Am 19. und 20. August wird dann Markus Eiche, Bariton und bei den Bayreuther Festspielen zuletzt als Gunther und Wolfram von Eschenbach zu erleben, gemeinsam mit Christoph Berner am Klavier und der Rezitation von Hans-Jürgen Schatz „Die schöne Magelone“ des Wagner-Antipoden Johannes Brahms nach Gedichten von Ludwig Tieck aufführen.

Schließlich jährt sich am 25. August der 175. Geburtstag König Ludwigs II. von Bayern. Aus diesem Anlass veranstaltet das Museum an diesem und am Folgetag, also am 25. und 26. August, eine Konzertlesung aus dem Briefwechsel zwischen Ludwig II. und Cosima Wagner, umrahmt von Kompositionen Richard Wagners mit Hans-Jürgen Schatz als Ludwig II., Maria Hartmann als Cosima Wagner, Hilko Dumno, Klavier, Roland Glassl, Viola, und Beate Aanderud, Oboe/Englischhorn.

Aufgrund der aktuellen Lage können diese Planungen allerdings leider nur vorläufig sein. Terminverschiebungen und auch gegebenenfalls kurzfristige Absagen von Veranstaltungen sind angesichts der sich laufend ändernden Rahmenbedingungen möglich. Außerdem gelten für alle Veranstaltungen die jeweils aktuellen Sicherheits- und Hygienebestimmungen. Dies bedeutet nach heutigem Stand vor allem die Einhaltung der Abstandsregeln, Maskenpflicht und die Erfordernis der Registrierung von Namen, Adressen und Telefonnummern der Besucher (Datenerhebung gem. Art. 13 der EU-Verordnung 2016/679). Hierfür bitten wir um Verständnis!
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Auf die Natur kann man nicht böse sein
Hörspiel von Andreas Jungwirth
Mit: Daniel Lommatzsch, Inka Löwendorf, Max Hegewald, Matti Schmidt-Schaller, Lucie Thiede und Vincent Redetzki
Regie: Steffen Moratz
(Produktion: hr/MDR 2019)

Robert, ein Soldat, der vorzeitig aus einem Anti-Terroreinsatz nach Hause zurückkehren musste, ist vom Dach eines Hochhauses gesprungen. Dort oben, heißt es in einer Zeitungsnotiz, befanden sich auch vier Jugendliche, darunter Roberts 14-jähriger Bruder Paul. Zwei Monate nach Roberts Tod will Ina, Roberts Ex-Freundin, von Paul, Andi und Fabi wissen, was auf dem Hochhausdach passiert ist. Nur Seyda kann sie nicht befragen, sie ist mit ihren Eltern in den Libanon zurückgekehrt. Als sich die Jugendlichen in Widersprüche verwickeln, lässt Ina nicht locker, bis sie die ganze Wahrheit erfährt.

Freitag, 03. Juli 2020, 22:03 Uhr, 57´00 Min.
SWR2 Krimi
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Dirk Günther
 
Buchtipp: Dirk Günther "Ausgeschlafen"
Ihre persönliche Schlaf-Formel zu mehr Glück und Erfolg im Job - endlich mal ausschlafen

„Wer schlecht schläft, verliert im Leben.“ So lautet die Quintessenz von Schlafexperte Dirk Günther. Er lädt mit der von ihm entwickelten ENS-Methode (Einfach Natürlich Schlafen) ein, eine Reise zu unserer ureigensten Energiequelle – dem Schlaf – anzutreten. Jeder kann perfekten Schlaf finden, aber auch mit der richtigen Ernährung, Entspannungs- und Mentaltechniken sowie Bewegung Energie für den Tag gewinnen.

Schlaf ist mehr, als lediglich die Nacht zu überbrücken. Wer schlecht schläft, ist energie- und antriebslos und steht am nächsten Tag nur noch mit einem Bein im Berufsleben. Niemand, ob berufstätig oder nicht, ob Mitarbeiter, Führungskraft oder Unternehmer, kann es sich leisten, auf seine volle Leistungsfähigkeit zu verzichten. Hier setzt der Ratgeber „Ausgeschlafen“ von Dirk Günther an.

Das Buch beleuchtet nicht nur die Bedeutung des Schlafes für den Erfolg im Job und die eigene Gesundheit. Der Schlafexperte stellt auch seine ENS-Methode (Einfach Natürlich Schlafen) vor; ein System, mit dessen Hilfe jeder zu erholsamem Schlaf finden kann. Die richtige Ernährung, Entspannungs- und Mentaltechniken sowie Bewegung setzen das Plus an Energie frei, das man braucht, um langfristig leistungsfähig, konzentriert und erfolgreich zu sein. „Eine exzellente Schlafqualität ist der Schlüssel für berufliche wie private Freude“, so der Autor im Vorwort zu seinem Buch.

Empfehlungen und Tipps zu Raumtemperatur, Schlafbekleidung, Wohn- und Umweltgiften, ein Schlafkalender und die Technik des Powernap runden das Programm ab. Die „persönliche Schlafformel“ bietet den Fahrplan zu höherer Schlafqualität und dies auch für chronische Schlecht-Einschläfer, Nicht-Durchschläfer oder sorgenvolle Träumer. Schäfchenzählen war gestern, wer gut schlafen will, ist mit Dirk Günthers Buch „Ausgeschlafen“ gut beraten.

Verlag Wiley 2020, 224 Seiten, € 17,99 (D)
ISBN: 978-3-527-51013-9
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 29. Juni bis 5. Juli
Augustinermuseum

Hinweis: Derzeit laufen im Augustinermuseum Untersuchungen am Bau. Deshalb ist das Dachgeschoss nicht zugänglich. Es gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Sonderausstellung ausgenommen.

Kunstpause – Die Gemälde von Hans Baldung Grien
„Die Gemälde von Hans Baldung Grien“ ist der Titel einer Kurzführung mit Tilmann von Stockhausen am Mittwoch, 1. Juli, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201 2501 ist bis Dienstag, 30. Juni, 15 Uhr erforderlich.

Orgelmusik im Augustinermuseum
David Kiefer von der Hochschule für Musik Freiburg spielt am Samstag, 4. Juli, um 12 Uhr ausgewählte Stücke auf der Welte-Orgel im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Das Konzert kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201 2501 ist bis Donnerstag, 2. Juli, 15 Uhr erforderlich.

Führung – 900 Jahre Leben in der Stadt
Eine Führung durch die Ausstellung „freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt“ findet am Sonntag, 5. Juli, um 10.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Besucher_innen erhalten einen umfassenden Einblick in die Stadtgeschichtsforschung vom Zeitpunkt der Verleihung des Marktrechts bis in die Neuzeit. Wer teilnehmen möchte, zahlt 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201 2501 ist bis Donnerstag, 27. Juni, 15 Uhr erforderlich.


Archäologisches Museum Colombischlössle

Archäologischer Kulturgenuss – Der Legionär als Allroundtalent?
„Der Legionär als Allroundtalent?“ ist das Thema einer Kurzführung zur Mittagszeit am Mittwoch, 1. Juli, um 12.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201 2501 ist bis Dienstag, 30. Juni, 15 Uhr erforderlich.


Museum für Neue Kunst

Führung – Priska von Martin
Eine Führung durch die Ausstellung „Priska von Martin“ findet am Sonntag, 5. Juli, um 10 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201 2501 ist bis Donnerstag, 2. Juli, 15 Uhr erforderlich.


Museum für Stadtgeschichte

Stadtgeschichte(n) aufgedeckt – Von der Ausgrabung zum virtuellen Modell
„Stadtgeschichte(n) aufgedeckt – Von der Ausgrabung zum virtuellen Modell“ lautet der Titel einer Führung durch die Ausstellung „freiburg.archäologie – 200 Jahre Forschen in der Stadt“ am Samstag, 4. Juli, um 10.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30 Wer teilnehmen möchte, zahlt 2,50 Euro zuzüglich Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 0761 / 201 2501 ist bis Donnerstag, 2. Juli, 15 Uhr erforderlich.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Höllenkinder
Von Gabriele Kögl
Mit: Gudrun Ritter
Musik: Fatima Dunn
Regie: Elisabeth Weilenmann
(Produktion: ORF 2018)

Die österreichischen Autorin Gabriele Kögl lässt in diesem inneren Monolog eine gebrechlich gewordene Bäuerin zu Wort kommen, die an ihrem 80. Geburtstag nicht von den bohrenden Fragen ihrer Tochter verschont bliebt. Ist die Wahrheit den Kindern zumutbar? Kann man/frau eine Geschichte erzählen, die man/frau jahrzehntelang verschwiegen hat?
Ausgezeichnet mit dem Prix Europa 2019 als "besten Hörspiel", begründete die Jury ihre Entscheidung so: "Es ist eine Geschichte über Inzest und sexuellen Missbrauch, ein ganzes Leben lang verschwiegen. Die Kinder verlangen nach ihrem Recht zu erfahren, woher sie kommen. Aber ist es tatsächlich ihr Recht? Ein Meisterstück, eine rücksichtslose Rückschau, die uns zur Frage führt, ob es wirklich immer besser ist, die Wahrheit zu kennen."

Donnerstag, 02. Juli 2020, 22:03 Uhr, 55´00 Min.
SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
Begleitprogramm zur Sammlungspräsentation Raffael 1520-2020
© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München
 
Begleitprogramm zur Sammlungspräsentation Raffael 1520-2020
Alte Pinakothek, München
bis 8. November 2020

Raffaels 500. Todestag gibt Anlass, an die Geschichte seines Ruhms zu erinnern und zu reflektieren, wie stark er mit seiner Kunst die Bildsprache der neuzeitlichen westlichen Welt prägte. Als Schöpfer von Bildern vollkommener Schönheit erlangte er vor allem im 19. Jahrhundert Kultstatus. Ludwig I. von Bayern und sein Galeriedirektor Johann Georg von Dillis verehrten ihn als „König von der Mahlerei“. In der Alten Pinakothek, deren Grundstein 1826 an Raffaels Geburtstag gelegt wurde, steht deshalb im Florentiner Saal der Galerie ein frühes Hauptwerk des Meisters im Fokus, die sogenannte „Heilige Familie Canigiani“.

Die konzentrierte Sammlungspräsentation zeigt unter fünf Werken der Alten Pinakothek zwei Andachtsbilder Raffaels und lässt dabei die „Heilige Familie Canigiani“ mit einem Gemälde von Friedrich Overbeck aus der Neuen Pinakothek und einer Leihgabe der Bayerischen Schlösserverwaltung, einem Porzellanbild von Christian Adler, in Dialog treten. Mit einer Altartafel von Pietro Perugino und einem Werk von Fra Bartolommeo erinnert die Auswahl zunächst daran, dass die Karriere des 1483 geborenen Raffaelo Sanzio in Umbrien und in der Toskana ihren Anfang nahm.

Kurator: Dr. Andreas Schumacher; Wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Andreas Raub

FÜHRUNGEN „AUS ERSTER HAND“

DI 30. JUNI 2020, 18.00 | Andreas Raub
Idyll und Passion - Raffaels Heilige Familie Canigiani und die Dialektik von Ostern – Dialogführung mit Pfarrer Dr. Philipp Gmelin (Schwabing)

DI 14. JULI 2020, 18.00 | Andreas Schumacher
Raffaels Madonnen: Bilder von vollkommener Schönheit – Kult oder zeitlos?

MI 05. AUGUST 2020, 18.00 | Andreas Raub
Zwei Väter und eine heilige Familie? - Ikonographie und Theologie eines beliebten Motives

DI 08. SEPTEMBER 2020, 18.00 | Andreas Raub
Zwei Väter und eine heilige Familie? - Ikonographie und Theologie eines beliebten Motives

MI 14. OKTOBER 2020, 18.00 | Andreas Raub
Idyll und Passion - Raffaels Heilige Familie Canigiani und die Dialektik von Ostern – Dialogführung mit Pfarrer Dr. Philipp Gmelin (Schwabing)

MI 28. OKTOBER 2020, 18.00 | Andreas Schumacher
Ludwig und Dillis ringen um Raffael: Freud und Leid und ein herber Verlust

Teilnahme kostenfrei
Anmeldung unter programm@pinakothek.de
Begrenzte Anzahl an Teilnahmeplätzen
Erwerb von Restkarten ab 17.45 Uhr an der Kasse möglich

Für Ihren Museumsbesuch beachten Sie bitte unsere Hinweise zu den Schutzmaßnahmen auf der Website www.pinakothek.de/willkommen-zurueck.

DIGITALE INHALTE

Unter dem Hashtag #PinaRaffael ergänzen wir fortwährend vertiefende Inhalte auf unserer Webseite und in den Sozialen Medien.

zum Bild oben:
RAFFAEL (1483 – 1520)
Heilige Familie Canigiani, ca. 1507
Detail
Öl auf Holz, 131 x 107 cm
© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Karlsruhe: Führungen in der Weimar-Ausstellung
Vortrag und Stadtrundgang fallen jedoch aus

Drei Rundgänge durch die Sonderausstellung "Charleston und Gleichschritt. Karlsruhe in der Weimarer Republik" im Stadtmuseum, Karlstraße 10, stehen im Juli auf dem Programm. Am Donnerstag, 2. Juli, um 18 Uhr wird eine Führung zum Thema "Frauen in der Weimarer Republik" angeboten. An den Sonntagen 5. Juli, um 11.15 Uhr und 19. Juli, um 15 Uhr gibt es Überblicksführungen. Die 30-minütigen Rundgänge in Kleingruppen sind kostenlos. Um Anmeldung bis drei Tage vor dem jeweiligen Führungstermin unter stadtmuseum@kultur.karlsruhe.de oder Telefon 0721/133-4231 wird gebeten. Für die Teilnahme ist das Tragen einer Gesichtsmaske Pflicht.

Ausstellung individuell ansehen

Die Ausstellung kann außerdem auch ohne Führungstermin bei freiem Eintritt individuell zu den regulären Öffnungszeiten des Stadtmuseums dienstags und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr besucht werden.

Kein Vortrag über das Leben Homosexueller in der Weimarer Republik

Der für den kommenden Donnerstag, 25. Juni, um 18 Uhr geplante Vortrag "Zwischen Emanzipation und Strafverfolgung: Leben Homosexueller in Karlsruhe in der Weimarer Republik" von Dr. Christian Könne muss leider entfallen.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais, Karlstraße 10: www.karlsruhe.de/weimar

Stadtrundgang über Brunnen und Denkmäler findet nicht statt

Der vom Durlacher Pfinzgaumuseum geplante Stadtrundgang "Durlacher Brunnen und Denkmäler" mit Susanne Stephan-Kabierske am Sonntag 28. Juni, um 11.15 Uhr muss leider entfallen.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Jeanine Cummins
 
Buchtipp: Jeanine Cummins "American Dirt"
Aus dem Englischen übersetzt von Katharina Naumann

Seit Wochen steht Jeanine Cummins mit ihrem viel diskutierten Roman «American Dirt» auf der New York Times Bestsellerliste. Die Story erzählt von der Flucht einer Mutter mit ihrem Sohn vor einem rachsüchtigen Kartellboss über die grüne Grenze von Mexiko in die USA, durch ein Land, das von Gewalt und Korruption regiert wird.

Gestern besaß sie noch einen wunderbaren Buchladen. Gestern war sie glücklich mit ihrem Mann, einem Journalisten. Gestern waren alle, die sie am meisten liebte, noch da. Heute ist ihr achtjähriger Sohn Luca alles, was ihr noch geblieben ist. Für ihn bewaffnet sie sich mit einer Machete. Für ihn springt sie auf den Wagen eines Hochgeschwindigkeitszugs. Aber findet sie für ihn die Kraft, immer weiter zu rennen? Furchtlos und verzweifelt, erschöpft und jede Sekunde wachsam. Lydias gesamte Verwandtschaft wird von einem Drogenkartell ermordet. Nur Lydia und ihr kleiner Sohn Luca überleben das Blutbad und fliehen in Richtung Norden. Sie kämpfen um ihr Leben.

Bereits im Vorfeld des Erscheinens in den USA sorgte der Roman für große Aufmerksamkeit. Die Verlage weltweit rissen sich um den Titel, die Filmrechte wurden nach Hollywood verkauft und zahlreiche andere Autoren äußerten sich begeistert. So auch Stephen King, der urteilte: «‹American Dirt› ist ein herausragendes Werk, dem die perfekte Balance zwischen Hochspannung auf der einen und Gefühl auf der anderen Seite gelingt. Bereits das erste Kapitel raubt einem den Atem […]. Ein phantastisches Buch.»

Rowohlt Taschenbuch Verlag 2020, 560 Seiten, € 15,00
ISBN: 978-3-499-27682-8
 
 

Sonstiges 
 
 
Vereint nach drei Jahrzehnten?
Zeitschrift „Bürger & Staat“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit neuem Themenheft

Mit der Zeitenwende 1989/1990 und ihren Nachwirkungen beschäftigt sich ein neues Heft, das bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) jetzt vorliegt. „Vereint nach drei Jahrzehnten?“ lautet der Titel der Neuausgabe von „Bürger & Staat“. 13 Beiträge thematisieren die Umwälzungen dieser beiden „Epochenjahre“, die Folgen der Transformationsprozesse und vor allem die Umbruchserfahrungen, die die ostdeutsche Bevölkerung erlebte.
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Lesungen / Vorträge 
 
 
Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ startet wieder
Bei der ersten Lesung am Sonntag, 5. Juli, stellt Klaus Theweleit im Theater sein neues Buch „Warum Cortés wirklich siegte“ vor

Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ geht in eine neue Runde und bringt einige Änderungen mit sich. Der erste Termin findet nun nicht Ende Juni, sondern am Sonntag, 5. Juli, um 11 Uhr im Theater Freiburg statt: Klaus Theweleit stellt sein neues Buch „Warum Cortés wirklich siegte“ vor. Ursprünglich war dafür eine Abendveranstaltung im Winterer-Foyer des Theaters geplant. Die Veranstaltung findet nun in einer Matinée im Großen Haus statt, um die aktuell zulässige Besucherzahl von 99 Personen zu ermöglichen. Der Freiburger Autor, Journalist und Übersetzer Jürgen Reuß moderiert die Lesung.

Der „Pocahontas-Komplex“ findet seinen lang erwarteten Abschluss: Nach der Neuauflage von „Männerphantasien“ legt der Freiburger Kulturhistoriker Klaus Theweleit mit „Warum Cortés wirklich siegte“ (Matthes & Seitz Berlin, 2020) nun den dritten Band seiner 1999 begonnenen, groß angelegten Untersuchung vor. Dabei nimmt er die Tiefengeschichte der globalen Herrschaft in den Blick, deren Anfang Klaus Theweleit in den Verfahren von Sequenzierung und Segmentierung sieht. Diese wurden in Eurasien vor 14.000 Jahren erstmals erprobt, als die Menschen sesshaft wurden und begannen Haustiere zu züchten. Davon ausgehend nimmt eine ebenso revolutionäre wie martialische Entwicklung ihren Lauf – über die Geometrisierung und Mathematisierung der Welt bis hin zum heutigen Digitalzeitalter. Kenntnisreich legt Klaus Theweleit den Quellcode unserer Zivilisation offen und erlaubt einen Blick in die Abgründe unserer „Erfolgsgeschichte“.

Klaus Theweleit, 1942 in Ostpreußen geboren, hat Germanistik und Anglistik studiert. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Freiburg mit Lehraufträgen in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich. Zwischen 1998 und 2008 war Klaus Theweleit Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Nach der Sommerpause geht es dann im Herbst weiter: Am Freitag, 2. Oktober, stellt der Literaturkritiker Michael Braun im Gespräch mit SWR-Redakteurin Ina Held „Eine Tür aus Glas, weit offen“ von Christoph Meckel vor. Die Veranstaltung war ursprünglich für Juli geplant. Sie findet nun um 20 Uhr im Schlossbergsaal des SWR Studio Freiburg statt. Der Autor ist am 29. Januar dieses Jahres verstorben und der Band mit gesammelter Prosa ist postum erschienen.

Die dritte Lesung findet am Mittwoch, 7. Oktober, um 19.30 Uhr im Literaturhaus statt. Iris Wolff präsentiert ihren neuen Roman „Die Unschärfe der Welt“. Martin Bruch moderiert den Abend.

Seit 2009 stellt die Lesereihe „Freiburger Andruck“ in Premierenlesungen die neuen Bücher von Freiburger Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer vor. Vier bis sechs Lesungen pro Jahr finden abwechselnd im Literaturhaus, im Theater, in der Stadtbibliothek oder im SWR-Studio statt. Veranstalter sind das Kulturamt, das Literaturhaus, die Stadtbibliothek, das Theater Freiburg, das SWR Studio Freiburg und die Badische Zeitung.

Insgesamt gibt es wegen der gesetzlichen Corona-Vorgaben maximal 99 Tickets. Im Vorverkauf kosten diese 9, ermäßigt 6 Euro. Resttickets gibt es an der Tageskasse. Vorverkaufsstelle: Theaterkasse, Bertoldstraße 45, Montag bis Freitag von zehn bis 18 Uhr, Samstag zehn bis 13 Uhr, theaterkasse@theater.freiburg.de, www.theater.freiburg.de oder Telefon: 0761/201-2853

Wer die Lesung besucht, wird gebeten, das Hygienekonzept des Theaters www.theater.freiburg.de beachten.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Das alemannische Quartett
Elsässisches Mundarthörspiel von Martin Graff
Regie: Martin Graff
Produktion: SWR 2020

Das alemannische Quartett: Albert Schweitzer, René Schickele, Martin Heidegger und Jean-Paul Sartre.
René Schickele und Albert Schweitzer treffen sich nach dem Ersten Weltkrieg in Königsfeld, wo der Arzt ein Haus besitzt. Der Schriftsteller René Schickele wohnt in Badenweiler. Beide verbindet das Elsass: Sprache und Landschaft. Beide emigrierten in den Schwarzwald.
Sartre verliebt sich nicht nur in die Schriftstellerin Simone de Beauvoir, sondern philosophisch auch in Heidegger, der dem Führerprinzip an der Uni Freiburg huldigt und im Februar 1945, noch in kurzen Hosen, in Neu-Breisach auftritt, um das deutsche Elsass zu verteidigen. Sartre, der Vater der Existentialisten, will Heidegger später in Todtnauberg besuchen.
„Der wahre Existentialismus ist die Ethik des Friedens. Wie kannst du für Heidegger schwärmen, der Hitler verehrte“, schimpft Schweitzer mit Sartre. Immer wieder gibt es illustre Treffen zwischen den vier Protagonisten. Zum Schluss erhält Schweitzer den Friedensnobelpreis und Sartre lehnt den Literaturnobelpreis ab. Heidegger und Schickerle gratulieren.

Sonntag, 28. Juni 2020, 21:03 Uhr, Ursendung, 55´00 Min.
SWR4 BW Mundarthörspiel
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Stefan von der Lahr
 
Buchtipp: Stefan von der Lahr "Das Grab der Jungfrau"
Kriminalroman

Rom könnte in diesem Frühjahr so schön sein - sonnig, turbulent, sogar inspiriert vom Geist des herannahenden Konzils. Doch leider haben Wissenschaftler, Bibliothekare der Vatikanischen Bibliothek, die Hohe Geistlichkeit, Polizei und Mafia von einem einzigartigen Papyrus aus der Frühzeit des Christentums erfahren. Sein Besitz verheißt Ruhm und Reichtum, stellt aber zugleich fundamentale Glaubenssätze in Frage.

Zunächst sind alle Beteiligten bemüht, sich das wertvolle Schriftstück unauffällig zu beschaffen. Dann aber kommt es zu einem Zwischenfall, der jeden Versuch, die Angelegenheit diskret zu lösen, Makulatur werden lässt - der geheimnisvolle Papyrus verschwindet. Als Commissario Bariello von der römischen Polizei und Monsignor Montebello aus der Vatikanischen Bibliothek gemeinsam versuchen, das jahrtausendealte Dokument wieder aufzutreiben, entbrennt eine mörderische Konkurrenz um das Wissen, das der Papyrus birgt. Aber in dem ausbrechenden Chaos scheint es jemanden zu geben, der alle Fäden in der Hand hält und weder Tod noch Teufel scheut …

Verlag C.H.Beck 2020, 400 Seiten, € 19,95 (D)
ISBN 978-3-406-75658-0
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Die Ilias des Homer
Von Raoul Schrott als Nachdichtung aus dem Altgriechischen
Buch 24: Héktoros Lýtra - Hektors Auslösung
Mit: Manfred Zapatka
Musik und Regie: Klaus Buhlert
(Produktion: HR 2008)

In den beiden letzten Gesängen ändert sich der Charakter der "Ilias". Im Verlaufe des 24. und letzten Gesangs scheint sogar ein neues utopisches Bild auf: das einer möglichen Versöhnung zwischen Troern, Griechen und Göttern über die im Krieg Gefallenen. Bevor die Leichen von Hektor und Patroklos bei einem Totenmahl ausgelöst werden und die "Ilias" schließt, schändet aber Achilles aus Rache an dem Tod seines Freundes den Leichnam Hektors vor den Stadtmauren Trojas, von deren Fall erst im Epos der "Odyssee" erzählt wird.
Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats September 2008 und mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2008.

Sonntag, 28. Juni 2020, 18:20 Uhr, 61´00 Min.
SWR2 Hörspiel an Sonntag
 
 

Sonstiges 
 
Tanz: über.schwellen
über.schwellen / Foto: Bernd Ka
 
Tanz: über.schwellen
Tanzabend der Schule für Tanz, Improvisation und Performance TIP | bewegungs-art Freiburg

PREMIERE: Fr 24.07. | 20:00 Uhr | Saal im EWERK Freiburg
Weitere Vorstellungen: Sa 25.07.| So 26.07. || jew. 20:00 Uhr

Ein Schritt, wirbelnd, stolpernd, taumelnd – tanzend! Im Neuen sich selbst erlebend. Anders. Sie wagen sich in Räume des Alt-Bekannten, Neu-Bekannten, Unerwarteten.
Von einer Stufe zur nächsten springend schillern Träume, Bilder, Szenen und Fragmente. Es sprudelt Tanz.

Elf Tänzerinnen präsentieren die Abschlussstücke ihrer einjährigen Tanzausbildung. Die vielfältigen Einflüsse verschiedener Stilelemente aus Tanz, Theater und Improvisation spiegeln sich in den Kompositionen wieder.

MIT
Tanz: Jule Fuchs (DE) | Julie McGovern (IRL) | Lily Bromley (DE) | Louisa Ostermann (DE) | Luisa Arndt (DE) | Michaela Dašková (CZE) | Miriam Seifert (DE) | Nora Wyss (CH) | Priscilla Roeck (CH) |Yasmin Metzger (DE) | Leà Iannone (CH)
Begleitung: Irene Carreño | Lilo Stahl | Oliver Lange
Licht: Georg Hallmann
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Sammlungsaufruf der Museumsstiftung
Kommunikation in Zeiten von Corona: Bürger*innen sind aufgerufen, Corona-Objekte online einzureichen

Wir alle sind durch die Covid-19-Pandemie mit großen Veränderungen und neuen Herausforderungen konfrontiert. Dabei verändert sich auch unsere Kommunikation: Der Prozess der Digitalisierung wird beschleunigt, die Kommunikation per Videokonferenz oder in sozialen Netzwerken erlebt einen Aufschwung und auch der Postversand boomt wie sonst nur in der Vorweihnachtszeit. Doch prägt das auch nachhaltig die Art, wie wir miteinander kommunizieren? Die Museen für Kommunikation in Berlin, Frankfurt und Nürnberg stellen sich die Frage, wie wir später auf diese Zeit zurückblicken werden und auch der Generation von übermorgen ein lebendiges Bild der aktuellen Zeit vermitteln können. Dafür starten die drei Häuser unter dem Dach der Museumsstiftung einen Sammlungsaufruf. Bürger*innen sind aufgerufen, ihre Corona-Objekte auf der neu eingerichteten Website www.sammlungsaufruf.museumsstiftung.de einzureichen.

Wir sammeln Ihre Corona-Objekte
Welche Kommunikationsformen sind Ihnen besonders wichtig? Haben Sie etwa Briefe oder Pakete von Verwandten oder Freunden bekommen, die Ihnen in der Krise eine Freude machen wollten oder Sie mit Nützlichem versorgt haben? Haben Sie vielleicht ein Smartphone, Tablet oder Laptop angeschafft, um mit der Familie per Video in Kontakt zu sein? Oder hatten Sie ein besonderes Erlebnis, in dem Kommunikation – digital oder analog – eine wichtige Rolle gespielt hat?
Mögliche Objektbeispiele finden Sie bereits in der Bildergalerie auf der Website.

Unser Dankeschön
Wir freuen uns, wenn Bürger*innen den Sammlungen der Museumsstiftung diese Objekte, Fotos und ihre Geschichte überlassen! Als Dankeschön laden die Museen die Objekt-Stifter*innen in das jeweilige Museum vor Ort ein.
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 22. bis 28. Juni
Augustinermuseum

Hinweis:
Derzeit laufen im Augustinermuseum Untersuchungen am Bau. Deshalb ist das Dachgeschoss nicht zugänglich. Es gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Sonderausstellung ausgenommen. In der ehemaligen Klosterkirche sind von Montag, 22. Juni, bis Freitag, 26. Juni, Techniker am Werk. So lange bleiben die Ausstellung „freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt“ und die Dauerausstellung geschlossen. Das Haus der Graphischen Sammlung ist regulär geöffnet

Orgelmusik
Alexandra Wolfgang von der Musikhochschule Freiburg spielt am Samstag, 27. Juni, um 12 Uhr ausgewählte Stücke auf der Welte-Orgel im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Das Konzert kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder per Telefon unter 0761 / 201-2501 ist bis Donnerstag, 25. Juni, 15 Uhr erforderlich.

Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause - Vom Tiber an die Dreisam
„Vom Tiber an die Dreisam: Ponte Molle“ lautet der Titel einer Kurzführung durch die Ausstellung „Gottlieb Theodor Hase – Freiburgs erster Fotograf“ am Mittwoch, 24. Juni, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum, Salzstraße 32. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de oder per Telefon unter 0761 / 201-2501 ist bis Dienstag, 23. Juni, 15 Uhr erforderlich.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Mr. Duckworth sammelt den Tod
Kriminalhörspiel nach der gleichnamigen Trilogie von Tim Parks
Aus dem Englischen von Ulrike Becker
Mit: Barnaby Metschurat, Caroline Junghanns, Svenja Liesau, Sandra Gerling, Nico Eleftheriadis, Bernd Gnann u. v. a.
Musik: Lisa Marie Neumann
Hörspielbearbeitung: Sabine Grimkowski
Regie: Philippe Bruehl
(Produktion: SWR 2017)

Nach "Der ehrgeizige Mister Duckworth" werden auf Anregung des Krimipublikums nun auch die Bände 2 und 3 von Tim Parks Krimi-Trilogie wiederholt. In drei eigenständigen Geschichten, die gekonnt mit Motiven aus Patricia Highsmiths Ripley-Romanen spielen, erzählt Tim Parks vom Aufstieg eines skrupellosen Hochstaplers in Verona. Um reich zu werden und in die gute Gesellschaft aufzusteigen, schreckt er vor nichts zurück. Tom Ripley ist wirklich harmlos dagegen. Tim Parks ist 1954 in Manchester geboren und lebt seit vielen Jahren in Italien. Er hat u. a. Werke von Italo Calvino und Alberto Moravia übersetzt.

Freitag, 26. Juni 2020, 22:03 Uhr, 57´00 Min.
SWR2 Krimi
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Günther Thömmes
 
Buchtipp: Günther Thömmes "Mit besten Absichten"
Aufstieg und Fall einen Genies. Die Katastrophen des 20. Jahrhunderts: das Ozonloch, der Klimawandel und der Treibhauseffekt wurden alle von einer Person herbeigeführt: Fred Phelps. Selbst bei der Atombombe hatte er seine Finger im Spiel. Ein beängstigender Roman über einen Wissenschaftler, getrieben von Neid und Ehrgeiz. Und über das leichtfertige Spiel mit der Zerstörung der Welt.

Der gelernte Brauer, studierte Braumeister und Buchautor Günther Thömmes stammt aus der Bierstadt Bitburg in der Eifel. Bierbesessen und weitgereist in Sachen Brauereien, hat er mittlerweile vier »Bierzauberer«-Romane über die Biergeschichte, sowie diverse Kurzkrimis und den Reiseführer »So braut Deutschland«, veröffentlicht. »Der Limonadenmann« ist nach »Der Papstkäufer« sein zweiter Ausflug außerhalb des Gerstensafts. Der Autor schreibt weiterhin für diverse Bierblogs und Fachmagazine. Von 2010 bis 2016 betrieb er mit der »Bierzauberei« ein Pionierprojekt der jungen wilden Craftbier-Szene, zuletzt als Wanderbrauer in Österreich, Deutschland, Ungarn und Brasilien. Günther Thömmes ist verheiratet und lebt mit Frau und Sohn in der Nähe von Wien.

Gmeiner Verlag 2020, 282 Seiten, €16,00
ISBN 978-3-8392-2639-1
 
 

Buchtipps 
 
 
Sammlungsaufruf der Museumsstiftung
Kommunikation in Zeiten von Corona: Bürger*innen sind aufgerufen, Corona-Objekte online einzureichen

Wir alle sind durch die Covid-19-Pandemie mit großen Veränderungen und neuen Herausforderungen konfrontiert. Dabei verändert sich auch unsere Kommunikation: Der Prozess der Digitalisierung wird beschleunigt, die Kommunikation per Videokonferenz oder in sozialen Netzwerken erlebt einen Aufschwung und auch der Postversand boomt wie sonst nur in der Vorweihnachtszeit. Doch prägt das auch nachhaltig die Art, wie wir miteinander kommunizieren? Die Museen für Kommunikation in Berlin, Frankfurt und Nürnberg stellen sich die Frage, wie wir später auf diese Zeit zurückblicken werden und auch der Generation von übermorgen ein lebendiges Bild der aktuellen Zeit vermitteln können. Dafür starten die drei Häuser unter dem Dach der Museumsstiftung einen Sammlungsaufruf. Bürger*innen sind aufgerufen, ihre Corona-Objekte auf der neu eingerichteten Website www.sammlungsaufruf.museumsstiftung.de einzureichen.

Wir sammeln Ihre Corona-Objekte
Welche Kommunikationsformen sind Ihnen besonders wichtig? Haben Sie etwa Briefe oder Pakete von Verwandten oder Freunden bekommen, die Ihnen in der Krise eine Freude machen wollten oder Sie mit Nützlichem versorgt haben? Haben Sie vielleicht ein Smartphone, Tablet oder Laptop angeschafft, um mit der Familie per Video in Kontakt zu sein? Oder hatten Sie ein besonderes Erlebnis, in dem Kommunikation – digital oder analog – eine wichtige Rolle gespielt hat? Mögliche Objektbeispiele finden Sie bereits in der Bildergalerie auf der Website.

Unser Dankeschön
Wir freuen uns, wenn Bürger*innen den Sammlungen der Museumsstiftung diese Objekte, Fotos und ihre Geschichte überlassen! Als Dankeschön laden die Museen die Objekt-Stifter*innen in das jeweilige Museum vor Ort ein.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Live-Baustelle zum „DesignBuild-Pavillon“ am Architekturmuseum der TUM startet
Im Münchner Kunstareal entsteht ein neuer Ort zur Vermittlung und Begegnung: Am 15. Juni 2020 starten die Bauarbeiten für einen temporären Pavillon-Bau an der Südseite der Pinakothek der Moderne.

Der Vermittlungsraum mit Werkstattcharakter wurde auf Initiative der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München (TUM) als DesignBuild-Projekt für Studierende ins Leben gerufen und wird von den Lehrstühlen von Hermann Kaufmann und Florian Nagler betreut.

Anlässlich der aktuellen Ausstellung „Experience in Action! DesignBuild in der Architektur“ des Architekturmuseums der TUM wird das Projekt nun als studentische Live-Baustelle realisiert. Besucherinnen und Besucher können so DesignBuild als 1:1-Lehrmethode der Architekturausbildung am konkreten Beispiel erleben.
Es entsteht ein Aktionsraum von und für Studierende sowie weitere Zielgruppen.

Nach Fertigstellung wird der Neubau ab Herbst 2020 von TUM, allen vier Museen der Pinakothek der Moderne (Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Die Neue Sammlung – The Design Museum, Staatliche Graphische Sammlung München und Architekturmuseum der TUM sowie Museum Brandhorst) als Werkstatt zur Vermittlung von Kunst, Design und Architektur genutzt. Der Pavillon-Bau soll Kooperationen zwischen den Kulturinstitutionen begünstigen sowie niedrigschwellige Angebote, Austausch und Begegnungen für Besucherinnen und Besucher des Kunstareals verstärken.

Realisierung und Betrieb des temporären Bauwerks werden durch eine großzügige Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. und Generali Foundation ermöglicht, ergänzt um Materialsponsorings von Baustoffunternehmen. Die Bauherrenschaft bis zur Schlüsselübergabe übernimmt der Förderverein Holz-architektur an der TU München e.V.

Die Eröffnung findet im September 2020 statt.

Laufende Informationen finden Sie unter: https://www.ar.tum.de/aktuell/designbuild-werkstattpavillone Museen die Objekt-Stifter*innen in das jeweilige Museum vor Ort ein.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Die Ilias des Homer
Von Raoul Schrott als Nachdichtung aus dem Altgriechischen
Buch 1: Loimós ménis - Die Pest. Der Groll
Mit: Manfred Zapatka
Musik und Regie: Klaus Buhlert
(Produktion: HR 2008)

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert SWR2 mit dem ersten und letzten Buch der "Ilias" an den ältesten europäischen Text über ein Kriegsgeschehen, das der Hybris des Menschen gegenüber den allgewaltigen Göttern geschuldet ist. Das 1. Buch erzählt, wie im 10. Jahr der Belagerung Trojas das Heer der Griechen von der Pest heimgesucht wird. Nur die Rückgabe einer Beutesklavin kann die Götter friedlich stimmen. Es entsteht Streit unter den Griechen. Achill zieht sich aus den Kämpfen zurück.
(Buch 24: Héktoros Lýtra - Hektors Auslösung: Sonntag, 28. Juni, 18.20 Uhr)

Donnerstag, 25. Juni 2020, 22:03 Uhr, 47´00 Min.
SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

Buchtipps 
 
DAS BUCH: 8 Autoren. 8 Fiktionen. Acht Visionen.
 
DAS BUCH: 8 Autoren. 8 Fiktionen. Acht Visionen.
Texte von Katharina Adler, Isabelle Lehn, Mariana Leky, Lukas Rietzschel, Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker, Daniel Wisser und Julia Wolf

„Die Literatur war schon immer ihrer Zeit voraus.“ Doch gilt dies auch noch in Zeiten einer weltweiten Pandemie? Ob Thomas Morus 1516 in „Utopia“ oder Aldous Huxley 1932 in „Schöne neue Welt““ – schon immer haben Autorinnen und Autoren ihren literarischen Blick auf die Zukunft gerichtet und gefragt, wie unsere Welt, unsere Gesellschaft, aussehen könnte. Genau diese Frage stand am Anfang des Projekts „Acht Visionen. Zukunft. Arbeit. Literatur“, das 2019 vom Literaturhaus Frankfurt und dem Museum für Kommunikation Frankfurt ins Leben gerufen wurde. Diese Frage ist derzeit spannender denn je, denn mit Homeoffice, Homeschooling und anderen hybriden Arbeitsweisen hat die Zukunft der Arbeit im digitalen Transformationsprozess durch die Corona-Krise über Nacht begonnen, beginnen müssen. Und eventuell sogar die Literatur überholt. Welch unterschiedlich literarische Blicke in die Zukunft die acht Autorinnen und Autoren Katharina Adler, Isabelle Lehn, Mariana Leky, Lukas Rietzschel, Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker, Daniel Wisser und Julia Wolf geworfen haben, lässt sich jetzt im Buch „8 Autoren. 8 Fiktionen. Acht Visionen“, herausgegeben von Hauke Hückstädt und Dr. Helmut Gold, nachlesen.

„Dies ist kein Buch über eine Krise. Diese »Acht Visionen« ragen aber in eine Krise hinein. Wir haben Kontaktverbot. Und das hätte eine mögliche Szenerie für eine der Visionen sein können, die Beschreibung einer heruntergekühlten Arbeitswelt, in der man einander nur noch virtuell begegnen darf. Die entworfenen Visionen, denen wir im Buch begegnen, sind in Summe eher kritischer Apparat. Also vielmehr Skepsis, Analyse und Überspitzung anstatt Jubelstimmung, Technologieglaube und Fortschrittsdoktrin“, so Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhaus Frankfurt e.V.

Dialog zwischen Gegenwart und Zukunft
Aufgerufen waren die acht Autorinnen und Autoren zu einem Dialog zwischen Gegenwart und Zukunft, zwischen Realität und Fiktion, zwischen Kommunikation und Literatur. Thomas von Steinaecker formuliert seine Teilnahme an dem Projekt so: „Über die Dinge, die mir wichtig sind, kann ich mir nur klar werden, wenn ich eine Geschichte über sie erfinde.“ Daniel Wisser führt aus: „In einem Großteil der literarischen Werke verschwindet die Arbeit der Protagonist*innen, das Projekt Acht Visionen hingegen will Arbeit in der Literatur sichtbar machen und sie in die Zukunft weiterdenken.“

Leben & Lernen X.0
Thematisch inspiriert wurden die Visionen von dem Projekt „Leben & Lernen X.0. Digitale Bildung– Unsere Zukunft“, welches das Museum für Kommunikation 2017 angestoßen hat. „Eine bemerkenswerte Überraschung war für mich bei dem Projekt »Acht Visionen«: Dass der Blick nach vorne oft mit dem Blick zurück verbunden ist“, so Dr. Helmut Gold, Direktor des Museums für Kommunikation. Und weiter: „In den Texten der Autorinnen und Autoren werden Relikte aus der Jugendzeit in Verbindung gebracht mit gegenwärtigen und zukünftigen Diskussionen. Das ist genau das, was wir im Museum für Kommunikation unter Storytelling versuchen: Geschichte und Geschichten zu erzählen, die in den Objekten schlummern, in Dialog treten mit der Gegenwart und Zukunft wie bei den Leseabenden.“

Sechs der acht Autorinnen und Autoren trafen zwischen September 2019 und Februar 2020 im Museum in Premierenlesungen auf ihr Publikum, die Veranstaltungen mit Mariana Leky und Lukas Rietzschel sowie die für Juni geplante Buchpremiere werden aufgrund der Kontakteinschränkungen zusammengefasst und auf 2021 verschoben.

Informationen zur Publikation
„8 Autoren. 8 Fiktionen. Acht Visionen. Zukunft. Arbeit. Literatur“
Texte von Katharina Adler, Isabelle Lehn, Mariana Leky, Lukas Rietzschel, Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker, Daniel Wisser und Julia Wolf
Herausgegeben von Hauke Hückstädt und Helmut Gold
Preis: 12 Euro // ISBN 978-3-96320-029-8
Erscheinungstermin: 15.06.2020 // Verlag Henrich Editionen

ACHT VISIONEN ist ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt mit dem Museum für Kommunikation in Zusammenarbeit mit hr2-kultur. Gefördert von „experimente#digital“, einer Kulturinitiative der Aventis Foundation, sowie dem Kulturamt Frankfurt am Main.
 
 

Sonstiges 
 
 
SCHAUSPIEL: GLOBAL BELLY
Flinn Works

Premiere Sa, 20.06.2020 // 20.00 Uhr // Kleines Haus, Theater Freiburg

Der unerfüllte Kinderwunsch treibt Paare aus Deutschland und der Schweiz ins Ausland. In Indien, den USA und der Ukraine beauftragen sie Leihmütter, ein Kind für sie auszutragen. Die Wunscheltern umgehen dabei rechtliche Grenzen und betreten moralisches Neuland. Flinn Works hat in allen fünf Ländern recherchiert, um der transnationalen Leihmutterschaft auf den Grund zu gehen: Ist sie ein Segen der Medizin oder Kolonialisierung der Körper? In einem multiperspektivischen Parcours treffen windige Agenturchefinnen auf zufriedene Leihmütter und streitende Feminist_innen auf liebevolle Wunschväter. GLOBAL BELLY porträtiert Menschen im Leihmutterschafts-Geschäft zwischen grenzenloser Sehnsucht, fein justierter Intimität, heißen Debatten und der kühlen Logik des Marktes.

Die preisgekrönte Kompanie Flinn Works fokussiert sich in ihren Arbeiten auf aktuelle Themen der globalisierten Welt mit feministischen und postkolonialen Fragestellungen. Die Stücke entstehen an der Schnittstelle zu Ethnologie, Musik- und Dokumentartheater und basieren auf intensiven Rechercheprozessen.

Die als Parcours angelegte Aufführung ist auf 20 Zuschauer_innen limitiert und findet unter Einhaltung der Corona-bedingten Sicherheitsabstände statt.

Konzept und Regie Sophia Stepf Mitarbeit Regie Lisa Stepf Ausstattung Philine Rinnert Musik Jörg-Martin Wagner, Flinn Works Dramaturgie Tamina Theiß, Anna Gojer
Mit Atischeh Braun, Lukas Hupfeld, Stefanie Mrachacz, Anja Schweitzer
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Bibliotheken 
 
Stadtbibliothek Karlsruhe: Aktionen zum Digitaltag 2020
© Stadt Karlsruhe
 
Stadtbibliothek Karlsruhe: Aktionen zum Digitaltag 2020
Online-Stream für Kinder / Neues Angebot Overdrive

Zum bundesweiten Digitaltag am Freitag, 19. Juni, hat auch die Stadtbibliothek Karlsruhe mehrere Aktionen im Gepäck.

An den Start geht etwa das neue digitale Angebot Overdrive. Overdrive ist das fremdsprachige Pendant zur deutschsprachigen Onleihe. Dort finden sich E-Books und E-Audios auf Englisch und Französisch für Erwachsene und Kinder. Da diese Sprachen sehr gefragt sind, soll neben dem Printbestand auch ein digitaler Zugriff ermöglicht werden. Das Ausleihen und Lesen der Medien funktioniert über eine einfach nutzbare App.

Storytime for Kids und Workshop
Zudem bietet die Bibliothek zwei Veranstaltungen im Online-Stream: Englischsprachig ist die "Storytime for Kids" des Freundeskreises der Amerikanischen Bibliothek zum Bilderbuch "A Squash and a Squeeze" via Zoom. Außerdem wird eine Veranstaltung der TechnoTHEK als Kooperation des Verbandes deutscher Ingenieure, Karlsruher Bezirksverein und der Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max-Palais als Online-Kurs stattfinden. Dabei lernen Kinder ab acht Jahren das Programmieren von Computer- und Konsolenspielen mit der Software KODU kennen. Dieser Kurs ist bereits ausgebucht.

Die Stadtbibliothek Karlsruhe hat die Veränderungen, die mit der Digitalisierung der Lebenswelten einhergehen, stets als große Chance begriffen. Im Zentrum ihres digitalen Engagements stehen vielfältige Angebote, die eine Teilhabe an Wissen, Bildung und Kultur auch in diesem Bereich für alle Karlsruher*innen bietet.
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Buchtipps 
 
 
Sommergeschichten
Medienempfehlungen zum Ferienbeginn

Den Sommerurlaub auf weit entfernten Inseln verbringen? In den Ferien gemeinsam mit vielen Kindern ins Zeltlager fahren? Diese und andere Reisepläne müssen fast alle aufs nächste Jahr verschoben werden. Zeit um umzudenken und neu zu planen, um trotzdem schöne freie Wochen zu erleben! Mit unseren aktuellen Leseempfehlungen möchten wir Kindern und Jugendlichen zeigen, wie der Sommer mit Geschichten zu einem spannenden, witzigen und überraschenden Abenteuer wird.

Gemeinsam mit den Tieren Hubert und Huschl können Kitakinder zu einem sommerlichen Picknick aufbrechen, das allerdings anders abläuft als erwartet. Aber das ist halb so wild, denn für einen tollen Nachmittag braucht es keine komplizierten Pläne. Erstleserinnen und –leser begleiten Stubenhocker Otto auf eine Landpartie mit seiner Familie. Obwohl das zunächst nicht nach actionreichen Tagen klingt, findet Otto beim Baumhausbau einen neuen Freund. Mit ihm entdeckt er, wie viel man draußen in der Natur erleben kann. Für Cat und ihren jüngeren Bruder Küken hingegen fällt der lang ersehnte Urlaub ganz ins Wasser. Stattdessen sind Ferien bei den Großeltern angesagt, denen sie noch nie begegnet sind. Trotzdem oder gerade deshalb wird es für die ganze Familie ein unvergesslicher Sommer. Und falls es einmal regnen sollte, vertreibt ein Mitmach-Tagebuch größeren Kindern ab 10 Jahren die Langeweile. Mit diesen und anderen Leseempfehlungen wird selbst der Urlaub auf Balkonien zum Erlebnis.
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Sonstiges 
 
Theater: Bunker Buddyz
Bunker BuddyZ © Irene Carreño
 
Theater: Bunker Buddyz
Ein Theaterstück von und mit Bastian Wienands und Oliver Lange

PREMIERE: Do 25.06. | 20:00 Uhr | Saal im EWERK Freiburg
Weitere Termine: Fr 26.06. – So 28.06. | jew. 20:00 Uhr

Der Weltuntergang liegt in den letzten Zügen: zwei Überlebende abgeschottet in einem selbstgebauten Bunker. Die Lebensmittel könnten noch für einige Jahre reichen. Genug Zeit! – Nur für was? Die Ursachen herausfinden – wozu? Weitermachen – aber warum? Sind sie die Einzigen? Und was soll man jetzt mit dem Anderen machen?

Zwanghafte Rituale, skurrile Dispute und tiefgreifende Einsichten – mal humorvoll-satirisch, mal erschreckend ungeschminkt – prägen diese Reise ans Ende der Welt. Auf 25 qm kämpfen, philosophieren und tanzen sich Ingo und Volker durch Alltäglichkeiten und existentielle Herausforderungen. Und landen immer wieder bei der einen Frage: Was bedeutet es wohl, diejenigen zu sein, die das Licht ausmachen?

In Kooperation mit dem E-WERK Freiburg

MIT
Bastian Wienands & Oliver Lange (Stück, Regie, Schauspiel) | Stephanie Moers (dramaturgische Assistenz) | Valija Zink (Texterarbeitung) | Chris Huwer (Musik) | Olaf Reuter (Licht)

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg und der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg

Eintritt: 18,00€/12,00€
 
 



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Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
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