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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Gemälde des amerikanischen Südens
Landwirtschaftliche Szenerie im Süden der USA © Fred Goraieb
 
Gemälde des amerikanischen Südens
"Southern American Landscapes" eröffnet in der Amerikanischen Bibliothek Karlsruhe

Die Kunstausstellung "Southern American Landscapes" des amerikanischen Künstlers Fred Goraieb eröffnet am Samstag, 8. Oktober, um 14 Uhr in der Amerikanischen Bibliothek. Goraieb, der im Raum Karlsruhe lebt, stellt Gemälde aus, die auf einer Reise durch den Süden der USA entstanden sind. Vor allem die von Amischen bewohnten Gebiete in Alabama nahm Goraieb dabei in Augenschein.

Der Künstler hat "Art History" in Kalifornien studiert, wo er auch Kurse des amerikanischen Pop-Art Künstlers Wayne Thiebaud besuchte. Seine Gemälde, die bereits mehrere Preise gewonnen haben, waren unter anderem schon auf der Durlach-Art zu sehen. Die Ausstellung kann bis zum 23. Dezember kostenfrei während der Öffnungszeiten der Amerikanischen Bibliothek besichtigt werden.
 
 

Lesungen / Vorträge / Diskussionen 
 
 
Lesung mit Klezmer-Musik in der Stadtbibliothek Karlsruhe
Am 11. Oktober liest Hedi Schulitz aus ihrem neuen Buch "Das Chippendale"

Die Karlsruherin Hedi Schulitz liest am Dienstag, 11. Oktober, um 20 Uhr aus ihrem neuen Buch "Das Chippendale". Die kostenfreie Veranstaltung im Rahmen der Literaturtage Karlsruhe findet im Ständehaussaal in der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus statt.

"Das Chippendale" ist der Titel einer essayistischen Erzählung, in der es um die Odyssee eines Damenzimmers geht, das die Autorin, Hedi Schulitz, von ihrer Mutter geerbt hat. Dass die Besitzerin des feinen Stilmöbels eine jüdische Familie aus Karlsruhe gewesen ist, hat die Autorin erst viel später herausgefunden. Die Erzählung schildert den langwierigen und zum Teil mühsamen, aber auch faszinierenden Weg dieser Spurensuche. Und sie blickt auf die Entstehung einer wunderbaren Freundschaft, die Grenzen überwindet.

Die Musiker Jochen Roddewig und Leonhard Schneider begleiten die Lesung mit Klezmer-Musik.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Blume Wolke Vogel Fisch
Von Ruth Johanna Benrath
Mit: Wolf-Dietrich Sprenger, Bibiana Beglau, Boris Aljinovic, Paulina Bittner
Komposition: Janko Hanushevsky
Regie: Stefan Kanis
(Produktion: MDR 2021)

Herr B. steht zwischen den Zeiten. Alltagswahrnehmungen durchfärben sich mit Kriegserinnerungen; die letzten Tage im „Volkssturm“, das Geräusch des Gewehrs 43 überlagern sich mit vorchristlichen Gottesvorstellungen. Ich bin die leere Mitte Gottes, sagt Herr B., Sohn eines Pfarrers, immer wieder. Die Verständnisebenen mäandern. Nur eines scheint sicher: Draußen wartet das Kind auf ihn. Alles ist daran zu setzen, zu ihm zu gelangen. Doch gibt es das Kind wirklich - und wenn ja, kann Herr B. dessen Wirklichkeit verstehen?
Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats November 2021.

Sonntag, 09. Oktober 2022, 18:30 Uhr
SWR2 Hörspiel
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Karlsruhe: Familienführung und Radtour
Sonderausstellung "Das kommt auf den Teller!" bietet am Samstag ein besonderes Erlebnis

Bei einer Familienführung „Das kommt auf den Teller! Landwirtschaft und Ernährung in Durlach früher und heute“ nimmt Susanne Stephan-Kabierske am Samstag, 8. Oktober, um 15 Uhr ihre Gäste mit auf einen Rundgang durch die Ausstellung im Pfinzgaumuseum und liefert dabei spannende Einblicke in die geschichtliche Entwicklung von Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung, Einkauf und Ernährung in Durlach. Die anschließende Radtour (Fahrräder müssen selbst mitgebracht werden) führt zur Backerei Weber in Durlach-Aue, wo die Backstube besichtigt wird.

Anhand von vielfältigen Objekten, Fotografien und Mitmachstationen schildert die Ausstellung die Entwicklung der letzten 100 Jahre und beschäftigt sich auch mit den Auswirkungen dieser Veränderungen auf Gesundheit und Natur. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Kalendertipps 
 
Kalendertipp: 3-Monats-Planer Comfort Grau 2023
 
Kalendertipp: 3-Monats-Planer Comfort Grau 2023
Dieser Wandkalender bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Büroorganisation und Geschäftstermine stets im Blick zu haben. Die große Schrift ermöglicht es auch aus etwas Entfernung zu wissen, welcher Tag gerade ist oder in welcher Kalenderwoche Sie sich befinden.

1 Seite 3 Monate im Überblick; umweltfreundliches FSC Papier; Kalendarium auf D/E/F/I mit farblich hervorgehobenen Feiertagen für Deutschland, Österreich und Schweiz. Praktische Ringbindung zum einfachen Umblättern der Kalenderseiten. Mit Datumsschieber

Korsch Verlag 2022, Format: 30 x 39 cm, € 7,95 (D)
ISBN: 9783731862505
 
 

Sonstiges 
 
 
Care-Arbeit – Pflege auf dem Prüfstand
Zeitschrift „Bürger & Staat“ mit Neuausgabe

Die Themen Pflege, Fürsorge und Betreuung (engl. „Care“) stehen im Mittelpunkt der Neuausgabe der Zeitschrift „Bürger & Staat“. Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) ist das neue Heft mit acht Fachbeiträgen jetzt erschienen.

Auch der Pandemie ist zuzurechnen, dass viele Bereiche der Care-Arbeit als sichtbare Defizite zutage treten und so verstärkt Gegenstand von politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wurden. Wer ist für die Betreuung von Kindern, Alten und Pflegebedürftigen zuständig? Wie teilen sich die Geschlechter die Care-Arbeit? Und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es dabei im deutschen Ost-West-Vergleich? Wie sieht eine angemessene Entlohnung und Anerkennung für diese Arbeit aus? Neben diesen Aspekten thematisiert die Ausgabe die aktuellen wie fundamentalen Probleme des Fachkräftemangels und der notwendigen Reformen in der Pflege. Über Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland stellen, informiert das Heft ebenso. Vorgestellt werden mit „Palliative Care“ Ansprüche und ethische Herausforderungen eines Versorgungsansatzes der professionellen Pflege in der letzten Lebensphase von Menschen. Die Bedeutung von zivilgesellschaftlich flankierten Pflegearrangements beleuchtet schließlich eine Abhandlung zu „Caring Communities“, ein sozialpolitisches Konzept, das als maßgebliche Bedingung den Ort betont, an dem Pflege stattfindet.

Die LpB-Zeitschrift „Bürger & Staat“ bietet Bestandsaufnahmen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen. Sie erscheint dreimal jährlich und richtet sich an das Fachpublikum und gleichermaßen an die interessierte Öffentlichkeit.

Kostenlose Einzelhefte und Gruppensätze können im Webshop der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Gewicht von 500 g werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Leonid Wolkow
 
Buchtipp: Leonid Wolkow "Putinland"
Der Nawalny-Vertraute über Russlands Weg zur Diktatur und über eine Zukunft ohne Putin

Spätestens seit Putins Invasion der Ukraine ist klar: Moskau bedroht die Freiheit und das Lebensmodell Europas. Doch wie konnte es so weit kommen? Wieso wollte der Westen so lange nicht sehen, was in Putins Russland passiert?

Leonid Wolkow ist politischer Direktor der von Alexei Nawalny begründeten Antikorruptionsstiftung (FKB) und widmet sich im Buch „Putinland. Der imperiale Wahn, die russische Opposition und die Verblendung des Westens“ Putins Aufstieg bis zum Ukraine-Krieg. Aus dem litauischen Exil heraus analysiert er, was in Deutschland und Europa aufgrund wirtschaftlicher Interessen und geopolitischer Naivität ignoriert wurde. Als Wahlkampfmanager, enger Vertrauter und Freund Nawalnys hat Wolkow die Entstehung der russischen Diktatur hautnah miterlebt und war selbst mehrfach inhaftiert. Doch trotz aller Gefahr, die von Moskau für die freie Welt ausgeht, so Wolkow: Putins Zeit läuft ab. Und Russlands Zukunft liegt in Europa.

Lesen Sie über:
- Putins Weg an die Macht im Russland der 90er Jahre
- Den planmäßigen Wandel Russlands zur Diktatur
- Die Arbeit von Nawalny, Wolkow und anderen Oppositionellen
- Den Überfall Russlands auf die Ukraine
- Eine mögliche Zukunft Russlands als Teil von Europa

Donnerstag, 20. Oktober 2022, 14:30 Uhr: Podiumsdiskussion mit Leonid Wolkow auf der Frankfurter Buchmesse, Pavillon, Agora

Leonid Wolkow betrat 2009 die politische Bühne Russlands und wurde für vier Jahre zum Abgeordneten der städtischen Duma von Jekaterinburg gewählt. 2013 leitete er die Kampagne Alexei Nawalnys bei der Moskauer Bürgermeisterwahl, 2018 als Stabschef dessen Präsidentschaftswahlkampf. Seit 2019 lebt er in Litauen, von wo aus er die politischen Projekte der Antikorruptionsstiftung FBK leitet.

Verlag Droemer 2022, 240 Seiten, € 22,00 (D)
ISBN: 978-3-426-27899-4
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
»HYPERIMAGE. SAMMLUNG ROLF H. KRAUSS«
Staatsgalerie Stuttgart eröffnet neue Ausstellung in THE GÄLLERY

Die Staatsgalerie präsentiert die dritte Fotoausstellung in THE GÄLLERY: »HYPERIMAGE« zeigt Werke aus der Sammlung Rolf H. Krauss, die sich seit 1989 im Besitz der Staatsgalerie befindet. Krauss betrieb bis 1991 ein Fotofachgeschäft in der Königstraße in Stuttgart. Er war nicht nur ein leidenschaftlicher Sammler von Fotoliteratur, Kameras und Fotokunst, sondern selbst auch als Fotokünstler tätig. Bei den meisten Werken seiner Fotosammlung handelt es sich um sogenannte Hyperimages. Als Hyperimage versteht man die Zusammenstellung mehrerer Einzelbilder zu einer neuen, übergreifenden Sinneinheit. Die Ausstellung läuft vom 7.10.2022 bis 5.2.2023.

Die dritte Ausstellung in THE GÄLLERY befasst sich mit einer besonderen Form der Bildpräsentation, dem Hyperimage. Als Hyperimage versteht man die Verknüpfung mehrerer Bilder zu einer übergreifenden Einheit. Das Hyperimage beginnt beim Bildpaar: Platziert man zwei Fotografien nebeneinander, treten sie nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich miteinander in Beziehung. So entstehen Bedeutungen, die die Einzelbilder für sich genommen nicht vermitteln. Der Fokus der Ausstellung »HYPERIMAGE« liegt auf der Fotokunst der 1960er- bis 1980er-Jahre, als Künstlerinnen und Künstler intensiv mit den Möglichkeiten der Gruppierung von Fotografien experimentierten.

Die in der Ausstellung »HYPERIMAGE« präsentierten Werke stammen aus der Sammlung »Kunst mit Photographie« von Dr. Dr. Rolf H. Krauss, einer bemerkenswert vielseitigen Stuttgarter Persönlichkeit. Er führte den auf Fotozubehör spezialisierten Familienbetrieb »G. A. Krauss KG« mit Hauptsitz in der Königstraße von 1963 bis 1991 in dritter Generation, war selbst als Fotokünstler aktiv und machte sich auch um die Erforschung der Fotogeschichte verdient: als Vorsitzender der Sektion Geschichte in der Deutschen Gesellschaft für Photographie (1977 – 1996), als kunsthistorisch promovierter Lehrbeauftragter für Fotogeschichte an der Universität Stuttgart (1999 – 2004) sowie als Sammler von Fotoliteratur, Kameras und Fotokunst. 1989 erwarb die Staatsgalerie sein rund 350 Werke umfassendes Konvolut »Kunst mit Photographie«, das gemeinsam mit den 90 Werken der Sammlung Rolf Mayer den Grundstock des Fotobestandes der Staatsgalerie bildet. Die Ausstellung »HYPERIMAGE« ist eine Hommage an den 2021 verstorben Dr. Dr. Rolf H. Krauss.

Die Ausstellung »HYPERIMAGE« läuft vom 7.10.2022 bis 5.2.2023 in THE GÄLLERY mit Werken unter anderem von Helena Almeida, Monika Baumgartl, Bernd und Hilla Becher, Gilbert & George, Rebecca Horn, Nikolaus Koliusis, Rolf H. Krauss, Dennis Oppenheim, Helmut Schweizer, Katharina Sieverding und Dolores Wyss.

In THE GÄLLERY werden seit 2022 dreimal im Jahr wechselnde Fotografie-ausstellungen präsentiert. Neben Werken aus dem eigenen Bestand zeigen wir Leihgaben von internationalen und lokalen Partnerinnen und Partnern. Wer sich für analoge oder digitale Bilder in all ihren Facetten interessiert, hat in den vier Räumen von THE GÄLLERY also immer die Möglichkeit, einer ganz besonderen Leidenschaft nachzugehen: der Fotografie.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Glaube, Liebe, Hoffnung
Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern
Hörspielbearbeitung: Heinz Huber
Musik: Otto-Erich Schilling
Regie: Franz Peter Wirth
(Produktion: SDR 1956)

"Alle meine Stücke sind Tragödien; sie werden nur komisch, weil sie unheimlich sind" (Ödön von Horváth). 1936 in Wien uraufgeführt, erzählt "Glaube Liebe Hoffnung" von der Vergeblichkeit christlicher Erlösungsgedanken im alltäglichen Leben. In diesem Klassiker der Kritik am "Klassismus" steht im Mittelpunkt eine junge Frau, die nur leidenschaftlich lieben und leben will, aber durch ihre Herkunft mit Vorurteilen vergeblich kämpfen muss, die sie ins Elend und schließlich in den Selbstmord treiben. Nach einem authentischen Fall.

Samstag, 08. Oktober 2022, 23:03 Uhr
SWR2 Ohne Limit Hörspiel
 
 

Kalendertipps 
 
Kalendertipp: Bäume – Alleen 2023
 
Kalendertipp: Bäume – Alleen 2023
Wandkalender mit 12 Monatsblättern

Internationales Kalendarium mit Feiertagen für Deutschland, Österreich und die Schweiz - mit Mondphasen und Kalenderwochen - ein wunderbares Geschenk für Naturliebhaber oder bester Wandschmuck für die eigenen vier Wände, der schon vom nächsten Urlaub oder Kurztrip in die Natur träumen lässt.

Beeindruckende alte Bäume und Alleen im Wechsel der Jahreszeiten. Überwältigende Naturfotografien in großformatigen Reproduktionen von höchster Qualität. Aufgenommen in Deutschland, Frankreich und Spanien. Lassen Sie sich verzaubern von wunderschönen Alleen mit Linden, Platanen, Zierkirschen, Säuleneichen, Robinien, Ahorn, Kiefern, Urweltmammutbäumen, Kastanien, Pinien und Eichen.

Dieser DUMONT Kalender wurde in Deutschland gestaltet, gedruckt und verarbeitet, er ist „Made in Germany". Dies gilt auch für das eingesetzte Papier, welches allen Standards einer zertifizierten und umweltverträglichen Herstellung entspricht. In jedem DUMONT Kalender steckt viel Liebe zum Detail und langjährige Erfahrung.

DUMONT Kalender, 52 x 42,5 cm, € 28,00 (D)
GTIN 4250809649160
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Gefährliche Riten (2/2)
Petra Delicado löst ihren ersten Fall
Juan Jardiel
Hörspiel in 2 Teilen nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Alicia Giménez-Bartlett
Aus dem Spanischen von Sybille Martin
Mit: Lena Stolze, Michael Mendl, Bodo Primus, Hedi Kriegeskotte, Walter Renneisen, Laura Maire u. v. a.
Musik: Henrik Albrecht
Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: SWR 2004)

Die Anwältin Petra Delicado ermittelt mit Subinspector Fermín Garzón in einem Vergewaltigungsfall. Offenbar handelt es sich um einen Serientäter. Doch die Ermittlungen laufen mehr als schleppend, der Druck der Medien nimmt zu. Aber es kommt noch schlimmer: Kurz vor seiner Verhaftung wird die Leiche des mutmaßlichen Vergewaltigers gefunden. Delicado und Subinspektor Garzon sehen sich zu spektakulärem Handeln gezwungen.
Alicia Gimenez-Bartlett beschreibt glaubhaft die Selbstfindung eines unerfahrenen Teams und nutzt die polizeiliche Spürarbeit, um in die ärmeren Viertel Barcelonas einzutauchen.

Samstag, 08. Oktober 2022, 19:05 Uhr
SWR2 Krimi
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Luise Kinseher erhält den Salzburger Stier 2022
Kabarett-Oscar für Kabarettistinnen und Kabarettisten aus drei Ländern
Moderation und Musik: Hannes Ringlstetter & Band
(Aufnahme vom 21. Mai 2022 aus dem Stadttheater in Lindau am Bodensee)

Luise Kinseher ist eine wandlungsfähige Vollblutkabarettistin und vereint philosophischen Tiefgang mit politischer Schärfe und absurdem Witz. Seit 1998 steht sie auf der Bühne und hat über die Jahre nicht nur eine kraftvolle Bühnenpräsenz, sondern auch ihren eigenen unverwechselbaren Stil entwickelt: Sie ist intelligent und saukomisch, menschlich anrührend und klar analysierend, bodenständig und weltoffen. Was ist Glück? Was ist Freiheit? Luise Kinseher bricht die großen Fragen der Menschheit auf das Alltägliche herunter. Sie wirft schräge Blicke auf das Leben an sich und hinterfragt die Entgleisungen des Lifestyles im Besonderen.

Freitag, 07. Oktober 2022, 22:05 Uhr
SWR2 Vor Ort Spätvorstellung
 
 

Hörbuchtipps 
 
Hörbuchtipp: Richard David Precht und Harald Welzer
 
Hörbuchtipp: Richard David Precht und Harald Welzer "Die vierte Gewalt"
Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird - auch wenn sie keine ist.
Ungekürzte Lesung

Was Massenmedien berichten, weicht oft von den Ansichten und Eindrücken großer Teile der Bevölkerung ab – gerade, wenn es um brisante Geschehnisse geht. So entsteht häufig der Eindruck, die Massenmedien in Deutschland seien von der Regierung oder »dem Staat« manipuliert. Aber die heutige Selbstgleichschaltung der Medien hat mit einer gelenkten Manipulation nichts zu tun. Die Massenmedien in Deutschland sind keine Vollzugsorgane staatlicher Meinungsmache. Sie sind die Vollzugsorgane ihrer eigenen Meinungsmache: mit immer stärkerem Hang zum Einseitigen, Simplifizierenden, Moralisierenden, Empörenden und Diffamierenden. Und sie bilden die ganz eigenen Echokammern einer Szene ab, die stets darauf blickt, was der jeweils andere gerade sagt oder schreibt, ängstlich darauf bedacht, bloß davon nicht abzuweichen. Diese Angst ist der bestmögliche Dünger für den Zerfall der Gesellschaft. Denn Maßlosigkeit und Einseitigkeit des Urteils zerstören den wohlmeinenden Streit, das demokratische Ringen um gute Lösungen. In ihrem ersten gemeinsamen Buch analysieren die Bestsellerautoren Richard David Precht und Harald Welzer die Mechanismen, die in diese Sackgasse führen: Wie kann eine liberale Demokratie mit pluraler Medienlandschaft sich selbst so gefährden? Wie ist es in Deutschland, dem Land einer lange vorbildlichen Qualitätspresse und eines im internationalen Vergleich ebenso vorbildlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunks dazu gekommen? Wie konnte und kann die Medienlandschaft durch die »vierte Gewalt« selbst unfreier werden? Und was bildet das veröffentlichte Meinungsbild ab, wenn es mit dem öffentlichen so wenig übereinstimmt? Wir müssen verstehen, wie unsere Demokratie nicht durch Willkür und Macht »von oben«, sondern aus der Sphäre der Öffentlichkeit selbst unterspült wird –erst dann kann die »vierte Gewalt« ihrer Rolle wieder gerecht werden.

der Hörverlag 2022, Hörbuch MP3-CD, 7h 5min, € 22,00 (D), 22,70 (A) / SFr 30,90
ISBN: 978-3-8445-4844-0
 
 

Sonstiges 
 
 
Auftakt zur musikalischen Reihe FEIERABEND-KONZERTE im „Haus auf der Alb“
Musikalischer Kulturaustausch im Rhythmus historischer und gesellschaftspolitischer Gezeiten

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) lädt ein in ihr Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ in Bad Urach zum Auftakt ihrer musikalischen Reihe FEIERABEND-KONZERTE. Am Dienstag, den 11. Oktober 2022 um 19.15 Uhr spielen das Götz-Adamsky-Projekt und die jazzmates art&music auf. An diesem Abend trifft Jazz auf Klassik, Eigenkompositionen auf Meisterwerke aus Barock, Romantik und Moderne.

Die fünf erfahrenen Musikerinnen und Musiker Susanne Götz (Klavier), Christian Adamsky (Violoncello), Reinhold Uhl (Sax), Horst Götz (Bass) und Wieland Braunschweiger (drums) beherrschen ihre Instrumente in Perfektion und treten in einen gekonnten Dialog miteinander, mit dem Publikum und dem Ort, an dem sie spielen – das von der Bauhaus-Schule inspirierte denkmalgeschützte „Haus auf der Alb“. Sein Architekt, Adolf Gustav Schneck, hat es als Kurheim für Kaufleute entworfen und mit seinem Schneck-Flügel im Foyer von Beginn an die Räume mit Musik erfüllt.

Das Haus schwingt mit im Rhythmus der historischen Gezeiten und so auch die Musikerinnen und Musiker bei diesen außergewöhnlichen einstündigen Abendkonzerten an diesem besonderen Ort. In wechselnder Besetzung erwarten Sie Klassik- und Jazzkonzerte, Crossover- und auch Gesprächskonzerte sowie Lesungen mit musikalischer Untermalung.

Die Abende klingen aus mit kleiner Bewirtung auf der Sonnenterrasse oder im Foyer des Hauses.

Die weiteren Konzerte der Reihe finden statt am 18. April 2023, 23. Mai 2023 und 4. Juli 2023 im „Haus auf der Alb“, jeweils Dienstagabend, um 19.15 Uhr. Tickets sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich: 12 Euro, 6 Euro ermäßigt.

Weitere Informationen und das Programm zu allen Konzerten finden Sie auf der Website des Tagungszentrums.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Das große Heft (2/2)
Nach dem gleichnamigen Roman von Ágota Kristóf
Mit: Libgart Schwarz, Kristof van Boven
Komposition: Martin Schütz
Hörspielbearbeitung und Regie: Erik Altorfer
(Produktion: Deutschlandfunk/HR/SRF 2021)

Bei ihrer Großmutter auf dem Land sind zwei Brüder der Grausamkeit des Kriegs ungeschützt ausgesetzt. Die Zwillinge erfahren, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Und folgen eigenen Moralvorstellungen: Sie helfen, wo die Not noch größer ist, sie rächen Ungerechtigkeit, leisten Sterbehilfe. Im großen Heft schreiben sie ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in einfachen Sätzen auf und schützen sich mit der Kraft einer sachlichen Sprache vor dem Zynismus des Elends.

Montag, 03. Oktober 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel
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Hörspieltipp: Luise Kinseher erhält den Salzburger Stier 2022

Kabarett-Oscar für Kabarettistinnen und Kabarettisten aus drei Ländern
Moderation und Musik: Hannes Ringlstetter & Band
(Aufnahme vom 21. Mai 2022 aus dem Stadttheater in Lindau am Bodensee)

Luise Kinseher ist eine wandlungsfähige Vollblutkabarettistin und vereint philosophischen Tiefgang mit politischer Schärfe und absurdem Witz. Seit 1998 steht sie auf der Bühne und hat über die Jahre nicht nur eine kraftvolle Bühnenpräsenz, sondern auch ihren eigenen unverwechselbaren Stil entwickelt: Sie ist intelligent und saukomisch, menschlich anrührend und klar analysierend, bodenständig und weltoffen. Was ist Glück? Was ist Freiheit? Luise Kinseher bricht die großen Fragen der Menschheit auf das Alltägliche herunter. Sie wirft schräge Blicke auf das Leben an sich und hinterfragt die Entgleisungen des Lifestyles im Besonderen.

Freitag, 07. Oktober 2022, 22:05 Uhr
SWR2 Vor Ort Spätvorstellung
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Andreas Winter
 
Buchtipp: Andreas Winter "Die Sache mit dem Alkohol"
Genuss statt Muss

Wer nicht mittrinkt, gilt oft als Langweiler und gar Spielverderber; andererseits haben weit über zehn Millionen Menschen in Deutschland nach offiziellen Schätzungen ernsthafte Alkoholprobleme. Wie ein Genuss ohne Abhängigkeit möglich ist und sich eingefahrene Trinkgewohnheiten ändern lassen, das zeigt Andreas Winter in seinem Buch und dem gleichnamigen Hörbuch „Die Sache mit dem Alkohol“.

Wer möchte nicht gerne jederzeit einen guten Tropfen genießen können und dabei mühelos die Kontrolle behalten? Dazu muss man nur eines wissen: den Grund, warum man trinkt. Wird dieser bewusst, behält man die Kontrolle und wird zum souveränen Genusstrinker; diesen geht es ausschließlich um die geschmacklichen Sinnesreize, und sie hören auf zu trinken, sobald die Rauschwirkung überhandnimmt. Genusstrinker kennen keine Mangelerscheinungen, keine Minderwertigkeitsgefühle und keine Selbstzweifel – im Gegensatz zu Alkoholikern. Denn, so die provokante These des Diplom-Pädagogen Andreas Winter: „Das Hauptmerkmal, das alle Alkoholiker gemeinsam haben, ist ein Hang zur übertriebenen Selbstdisziplin, also zur Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse und übersteigerten Wahrnehmung von Fremderwartung“.

In seiner langjährigen Coaching-Praxis traf er Menschen, die nach einem aufklärenden und sehr in die Tiefe gehenden Gespräch ihren bislang chronischen und pathologischen Alkoholkonsum auf ein optionales Maß herunterfahren konnten – also nicht mehr trinken müssen, sondern trinken können, wenn sie dies ganz bewusst wollen, und das, ohne deshalb rückfällig zu werden.

Winters Buch „Die Sache mit dem Alkohol“ wendet sich vor allem an Menschen, die verunsichert sind, ob ihr Alkoholkonsum noch unbedenklich ist. Das Buch soll helfen, zu einem befreiten Konsumgefühl und damit zu einem gesunden Konsumverhalten zurückzufinden. Aber auch Alkoholiker, deren Angehörige sowie Therapeuten und in der Suchtarbeit Tätige finden darin viele hilfreiche Erkenntnisse und bewährte Empfehlungen. Das vom Autor selbst eingesprochene gleichnamige Hörbuch umfasst den ungekürzten Inhalt des Buchs sowie zwei Audio-Coachings.

mankau Verlag 2022, 190 Seiten, € 18,00 (D), 18,50 (A)
ISBN 978-3-86374-676-6
 
 

Sonstiges 
 
 
Karlsruher Forum tagt zum Thema "Bauen, Wohnen, Leben"
Jetzt anmelden für öffentliches Symposium am 12. Oktober im ZKM

"Bauen, Wohnen, Leben" lautet der Titel der nächsten Veranstaltung des Karlsruher Forums für Kultur, Recht und Technik. Sie findet am 12. Oktober ab 10 Uhr in Kooperation mit dem Kulturamt Karlsruhe und dem ZKM statt.

Aus verschiedenen Blickwinkeln beschäftigt sich das Symposium mit dem Themenkomplex Wohnen, wirft Fragen auf und sucht nach Antworten. Bezahlbares Wohnen kommt ebenso zur Sprache wie ökologisches Bauen und Aspekte der Nachhaltigkeit. Ein Schwerpunkt wird der Themenbereich Nachbarschaft, Gemeinwohl und soziale Quartiersentwicklung sein. Auch unter philosophischen und künstlerischen Aspekten nähern sich Fachleute dem Thema. Teilnehmende sind zum Zuhören und Mitdiskutieren eingeladen.

Die Moderation haben die städtische Kulturamtsleiterin Dominika Szope und Dr. Dorothee Schlegel, Geschäftsführerin Karlsruher Forum für Kultur, Recht und Technik e. V. Eingangs begrüßt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bevor dann ZKM-Chef Peter Weibel ein Grußwort spricht.

Weitere Tagesordnungspunkte sind unter anderem um 10:25 Uhr "Eigentum verpflichtet … zu bezahlbarem Wohnraum? Die Bedeutung von Art. 14 GG", zu dem Dr. Yvonne Ott, Richterin des Bundesverfassungsgerichts, spricht sowie "Wohnoptionen mit Zukunft" mit Susanne Dürr, Professorin für Städtebau an der Hochschule Karlsruhe, um 15 Uhr. Das Ende ist für 18:30 Uhr geplant.

Die Teilnahme ist kostenlos. Zur besseren Planung wird um eine Anmeldung gebeten unter: www.karlsruher-forum.de.

Die Veranstaltung findet im Medientheater im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien statt.
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Lesungen / Vorträge / Diskussionen 
 
 
Lirum Larum Lesefest im Haus der Jugend Freiburg
Mehr als 60 Veranstaltungen in der ganzen Stadt
„Frau Honig“-Autorin Sabine Bohlmann zu Gast
Taxi-Ausstellung im Literaturhaus bis 14. Oktober

Zehn Lesegäste folgen in diesem Jahr der Einladung zum 29. Lirum Larum Lesefest und lesen stadtweit Kindern aus ihren frisch erschienenen Werken vor. Zum Auftakt des Freiburger Kinderliteraturfestivals am 9. Oktober gibt es eine Comic-Lesung im Haus der Jugend und eine Ausstellungseröffnung im Literaturhaus. Außerdem beehren „Frau Honig“-Autorin Sabine Bohlmann und PUR+-Moderator Eric Mayer das Lesefest.

Rosa und hellblau, Krönchen und Bauarbeiterhelme, Einhörner und Bagger – alles alte Hüte. Aber in den verschmitzten Kinderbuchparodien „Mauer, Leiter, Bauarbeiter“ und „Power-Prinzessinnen-Patrouille“ wird diese Welt auf den Kopf gestellt: Die Prinzessinnen pfeifen auf die Hofetikette und pesen auf der Suche nach Abenteuern durch die Provinz, während Bauarbeiter Boris nach dem Baggern erstmal mit seinen Kumpels bummeln geht. Der preisgekrönte Berliner Comiczeichner Mawil zieht am Sonntag, 9. Oktober, um 11 Uhr im Haus der Jugend mit einer Mischung aus Humor, Fabulierfreude und wildem Strich Klischees durch den Kakao – ein Riesenspaß für Einhörner- und Bagger-Fans!

Ebenfalls am Sonntag, 9. Oktober, um 14 Uhr, öffnet die Lirum Larum Leseausstellung „Gute Nacht Taxi“ im Literaturhaus. „Hey, hey, hey, Taxi!“ – mit diesem Zauberspruch beginnen die traumhaften Taxi-Geschichten von Buchpreisträger Saša Stanišić in seinem ersten Kinderbuch.

Zum Schreibwettbewerb im vergangenen Jahr flatterten Taxi-Texte von 286 kleinen Freiburger Autorinnen und Autoren ins Haus. Das Literaturhaus, eingerichtet als Lausch- und Liegelandschaft mit Kissen, Zelten und Mobiles, lädt ein zum Schmökern und Basteln, Entdecken und Anschauen: 24 der Geschichten werden als Kurzfilme präsentiert. Und inmitten der Ausstellung setzen die Kinder Taxigeschichten als Schattenspiel um: Selbst gebastelte Figuren werden animiert und als kleine Filmclips festgehalten. Die Ausstellung ist am Sonntag, 9. Oktober, von 14 bis 17 Uhr und von Montag, 10. Oktober, bis Freitag, 14. Oktober, von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Am Montag, 10. Oktober, um 16 Uhr liest die Autorin und Vorlesekünstlerin Lisa Krusche in der Buchhandlung Fundevogel aus „Das Universum ist verdammt groß und supermystisch“. Schräge Dialoge, witzige Einfälle und eine ungewöhnlich gegenwärtige, ausdrucksstarke Sprache macht diese Vatersuche-Roadnovel, welche die Protagonisten quer durch Europa bis nach Istanbul führt, zu einem wahren Lesevergnügen.

Ebenfalls am Montag, 10. Oktober, um 16 Uhr liest der Illustrator Jörg Mühle in der Mediothek Rieselfeld aus seinem Erzähldebüt „Als Papas Haare Ferien machten“: skurril, witzig, temporeich – ein großes und schräges Vergnügen in Wort und Bild, mit LiveZeichnen.

Am Mittwoch, 12. Oktober, um 16 Uhr liest der Autor Tobias Goldfarb in der Stadtteilbibliothek Haslach aus „Fonk“, einem Alien mit perfekter Wellensittich-Tarnung. Seine Mission: Herausfinden, ob die Menschen gut oder böse sind. Ein galaktischer Spaß, originell und temporeich, durchgeknallt und kunterbunt, vor allem aber warmherzig und witzig.

Am Freitag, 14. Oktober, um 14.30 Uhr jagt die Jugendliteraturpreisträgerin Dita Zipfel in der Stadtteilbibliothek Mooswald mit wilden Wortspielen durch ihren neusten Kinderroman „Brummps“, eine Geschichte vom Anderssein. Grandios ist das Zusammenspiel von Zipfels Text und Bea Davies‘ starken Bildern. Bea Davies kommt zudem für eine gemeinsame Veranstaltung mit Dita Zipfel zum Finale am Sonntag, 16. Oktober, nach Freiburg.

Am Samstag, 15. Oktober, um 16 Uhr liest Autor Boris Pfeiffer in der Stadtbibliothek am Münsterplatz aus der Kult-Reihe „Die drei ??? Kids“. Boris Pfeiffer ist auch beim Finale am Sonntag, 16. Oktober im Theater Freiburg dabei, dann aber mit der Unterwassergeschichte „Survivors“, in der sich ein seltsam-schräger Schwarm aus den letzten Überlebenden eines Riffs durch den warmen Ozean bewegt, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Außerdem sind auch „Frau Honig“-Autorin Sabine Bohlmann mit ihrem neusten Band „Frau Honig und die Magie der Worte“ und PUR+-Moderator Eric Mayer zu Gast. Eric Mayer eröffnet das Finale mit einer Familien-Bühnenshow zu seinen Sachbüchern „Eric erforscht…“.

Im Werkraum ist die Werkschau der „Lirum Larum Leselabore“ zu sehen, die in den Sommerferien zum ersten Mal stattfanden: Zwei Autoren und 2 Illustratorinnen experimentierten eine Woche lang mit 22 Kindern in Wort und Bild. Im Malsaal gibt es eine Druckwerkstatt zum Thema Kinderrechte. Außerdem bieten Schülerinnen und Schüler literarische Theaterführungen an, welche sie während des Festivals in der Jugendkunstschule im JBW erarbeiten. Auf dem Theatervorplatz ist der mobile Lesekiosk „Freileser“ des Literaturhauses am Start sowie der Bücherbus der Stadtbibliothek. Und auch das Maskottchen des Literaturfestivals, der Lesedachs, steht irgendwo in ein Buch versunken rum und freut sich.

Insgesamt finden beim 29. Freiburger Kinderliteraturfestival stadtweit mehr als 60 Veranstaltungen statt, davon über 40 an und mit Freiburger Schulen, darunter auch zwei Veranstaltungen in Kooperation mit dem SC Freiburg im Europa-Park-Stadion. Das Festivalprogramm findet sich unter www.freiburg.de/lesefest. Dort finden sich auch alle Informationen zu den kostenlosen Tickets.

Das Lirum Larum Lesefest ist eine Veranstaltung des Kulturamts in Kooperation mit dem Theater Freiburg und dem Literaturhaus Freiburg und in Zusammenarbeit mit vielen Institutionen, Vereinen und Buchhandlungen.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Florence Brokowski-Shekete
 
Buchtipp: Florence Brokowski-Shekete "Raus aus den Schubladen!"
Mit Fotografien von Rebecca Racine Ramershoven

Florence Brokowski-Shekete hat für ihr neues Buch mit 12 Schwarzen Deutschen aus verschiedensten Berufen über ihr Leben gesprochen - vom Metzgermeister in Speyer über den ostfriesischen Kfz-Mechaniker bis zur Gynäkologin in Saarbrücken. Wie sieht ihr Alltag aus? Welche Erfahrungen machen sie als Schwarze Menschen in Deutschland? Nach dem Motto »Raus aus den Schubladen!« lädt Florence Brokowski-Shekete dazu ein, verschiedene Lebenswege kennenzulernen, etwas über Alltagsrassismus zu erfahren, den Schwarze Menschen nach wie vor erleben, und den eigenen Horizont zu erweitern. Ein wichtiger Beitrag zur Sichtbarmachung und zum Empowerment von Schwarzen in Deutschland, aber auch zur Verständigung.Die vielen positiven Reaktionen auf ihre Autobiografie »Mist, die versteht mich ja! Aus dem Leben einer Schwarzen Deutschen« verdeutlichten Florence Brokowski-Shekete, wie solche Innensichten gegenseitiges Verständnis fördern und Mut machen können.

Orlanda Frauenverlag 2022, 192 Seiten, € 22,00 (D)
ISBN 978-3-949545-23-8
 
 

Sonstiges 
 
 
Karlsruhe: Dokumentarfilm zur Musikkultur türkischer Einwanderer
„Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod“ läuft am 1. Oktober in der Kinemathek

Die Kinemathek zeigt am Samstag, 1. Oktober, um 19 Uhr den Film „Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod“ von Cem Kaya in Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Die preisgekrönte Dokumentation thematisiert die Bedeutung der Musikkultur türkischer Einwanderinnen und Einwanderer für Deutschland früher und heute und stellt damit politisch und gesellschaftlich relevante Fragen der Zugehörigkeit, Identität und Partizipation.

Musikalischer Ausklang mit dem Duo Funda Banaz und Murat Yalçın
Im Anschluss an die Vorführung lädt das Büro für Integration zum Verweilen, zu Begegnung und Austausch ein. Dabei sorgt das Duo Funda Banaz und Murat Yalçın für den musikalischen Ausklang. Der Gitarrist und die Sängerin leben beide seit Jahrzehnten in Deutschland und pflegen ihre Musikkultur zwischen türkischen Wurzeln und vielfältigen Einflüssen. Ihr Repertoire reicht von traditioneller türkischer Musik über Arabeske bis hin zu Pop.

Der Eintritt beträgt acht Euro, das Rahmenprogramm ist darin enthalten.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 3. bis 9. Oktober 2022
(40. Kalenderwoche)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen und Tickets stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets.
Der Eintritt unter 27 Jahren sowie mit dem Museums-PASS-Musées ist frei.

Augustinermuseum

Familienführung: Wem gehört die Welt?
Was heißt Kolonialismus und wo begegnet er uns in unserem Alltag?
Das erfahren Familien mit Kindern ab 8 Jahren bei einer Führung durch die Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!“ am Sonntag, 9. Oktober, um 14 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Führung zeigt: Egal ob Kinder oder Erwachsene – alle können etwas beitragen, um das Leben auf der Erde ein Stück zu verbessern. Die Teilnahme kostet für Kinder 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 2,50 Euro plus 8 Euro Eintritt, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Haus der Graphischen Sammlung

Führung: Typisch Freiburg!?
Eine Führung durch die Ausstellung „Typisch?! Freiburg und die Region in Fotos von Willy Pragher“ findet am Samstag, 8. Oktober, um 15 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, statt. Würste für 70 Pfennig, Proteste gegen Atomkraft und der Schauinsland als Rennbahn: Die Schwarz-Weiß- und frühen Farbfotografien von Pragher zeigen das Leben in Freiburg von der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus 5 Euro Eintritt, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Kunst:Dialoge: Peter Dreher
Am Samstag, 8. Oktober, um 15 Uhr startet erneut das Format „Kunst:Dialoge" im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Interessierte treten mit Expertinnen und Experten in den Austausch. Über welches Kunstwerk gesprochen wird, entscheiden die Teilnehmenden spontan. Die erste Veranstaltung der Reihe findet in der Ausstellung „Peter Dreher – Malen, um zu malen" statt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum Natur und Mensch

Führung: Handle with care!
Raubkunst, koloniale Vergangenheit und Verantwortung für die Zukunft: Die Führung am Sonntag, 9. Oktober, um 14 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, rund um die Objekte der Ethnologischen Sammlung regt zur Diskussion an. Teilnehmende erfahren, wie das Museum heute mit seinen sensiblen Objekten umgeht. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinder führen Kinder: Leben in der Eiszeit
Wie „cool“ das Leben in der Steinzeit war, erfahren Familien mit Kindern ab 6 Jahren am Samstag, 8. Oktober, um 15 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Geführt werden die Teilnehmenden von archäologiebegeisterten Kindern und Jugendlichen des „Jungen ArCo". Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Stadtgeschichte

Kurzgeschichte(n): Wentzingers Haus
Im Fokus einer Führung am Freitag, 7. Oktober, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, steht der ehemalige Eigentümer des Hauses: Johann Christian Wentzinger. Er war Maler, Bildhauer und Architekt und baute 1761 sein Wohnhaus mit Münsterblick, das bis heute viele Spuren aus der Bauzeit aufweist. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Johan Eklöf
 
Buchtipp: Johan Eklöf "Das Verschwinden der Nacht"
Wie künstliches Licht die uralten Rhythmen unserer Umwelt zerstört
Übersetzt von: Dr. Ulrike Strerath-Bolz

Ein mitreißendes Plädoyer für mehr natürliche Dunkelheit und gegen Lichtverschmutzung – in bester Tradition des Nature Writing geschrieben vom schwedischen Zoologen und Fledermaus-Experten Johan Eklöf.

Natur- und Artenschutz sind in aller Munde, aber ein Aspekt, der unsere Natur massiv bedroht, wird dabei meist außer Acht gelassen: Das künstliche Licht, das unsere Städte und Dörfer erhellt. Alle Rhythmen der Natur sind in irgendeiner Weise abhängig vom Wechsel zwischen Tag und Nacht. Fällt dieser Wechsel weg, weil die Nacht verschwindet, dann hat das gravierende Folgen. Vögel singen in allzu heller Umgebung mitten in der Nacht. Und Nachtfalter umschwirren Straßenlaternen, statt ihrer nächtlichen Bestimmung, der Suche nach Nektar und der Befruchtung nachblühender Gewächse, nachzugehen. Und auch der Mensch leidet unter zu viel Licht, weil Störungen seines Schlaf-Wach-Rhythmus ihn körperlich und psychisch krank machen.

Der schwedische Zoologe Johan Eklöf vermittelt in seinem Buch eindrücklich, welche Bedeutung die Dunkelheit für die Natur hat – und welche Faszination von der Nacht ausgeht.

Ein mitreißender Appell zum Schutz der Dunkelheit – aus Gründen des Naturschutzes.
Ein kaum beachteter, aber wichtiger Aspekt: Wie zu viel künstliches Licht zum Artensterben beiträgt.
Persönlich erzählt, wissenschaftlich fundiert, erkenntnisreich

Verlag Droemer 2022, 240 Seiten, € 22.00 (D)
ISBN: 978-3-426-27882-6
 
 

Sonstiges 
 
 
Arbeitswelt 4.0
Neues Heft von „Politik & Unterricht – Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung“ erschienen.

Die jetzt vorliegende Ausgabe der Zeitschrift „Politik & Unterricht“ befasst sich mit den Entwicklungen in der Arbeits- und Berufswelt, die unter dem Schlagwort „Arbeitswelt 4.0“ zusammengefasst werden. Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) ist das Heft ab sofort bestellbar.

Die Arbeitswelt heute unterscheidet sich erheblich von der früherer Generationen. Sie ist zunehmend von Individualisierung, Flexibilisierung und Digitalisierung geprägt. Demografischer und technischer Wandel, soziale und ökologische Veränderungen, internationaler Wettbewerb, aber auch Krisen sind Triebkräfte von Veränderungen.

Vier „Bausteine“ des Hefts ermöglichen Schülerinnen und Schülern, sich vergleichend mit diesen Entwicklungen in der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Chancen und Risiken von Veränderungen in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft können kennengelernt und reflektiert werden. Neben der individuellen Dimension (Baustein B) werden die wirtschaftlichen Beziehungen (Baustein C) sowie die Wirtschaftsordnung bzw. das Wirtschaftssystem als dritte Ebene (Baustein D) berücksichtigt. Von den Veränderungen, die die Arbeitswelt 4.0 kennzeichnet, sind auch Schülerinnen und Schüler vor dem künftigen Berufseinstig betroffen. Die Anforderungen in den jeweiligen Berufen ändern sich ständig, zugleich wandeln sich jedoch auch die Bedürfnisse der Menschen und damit ihr Verhältnis zur Arbeit. Zu diesem Themenbereich finden sich ebenso Materialien im Heft.

Die LpB-Fachzeitschrift „Politik & Unterricht“ enthält Materialien für den Gemeinschaftskundeunterricht in der Sekundarstufe I. Diese eignen sich je nach Thema auch für den Einsatz in anderen Fächern wie Geschichte, Ethik oder Religionslehre. Das aktuelle Heft kann auch in der schulischen Demokratiebildung oder in der unterrichtlichen Umsetzung der Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ eingesetzt werden. Die Zeitschrift richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg. Gleichermaßen sind Lehrkräfte in außerschulischen Jugend- und Bildungseinrichtungen angesprochen.

Das Heft steht im Internet unter www.politikundunterricht.de kostenlos zur Verfügung. Die Druckfassung ist ebenfalls kostenlos und kann (auch im Klassensatz) im Webshop der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Sendungsgewicht von 500 Gramm werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Das große Heft (1/2)
Nach dem gleichnamigen Roman von Ágota Kristóf
Mit: Libgart Schwarz, Kristof van Boven
Komposition: Martin Schütz
Hörspielbearbeitung und Regie: Erik Altorfer
(Produktion: Deutschlandfunk/HR/SRF 2021)

Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt, sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei.
Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats September 2021.

Sonntag, 02. Oktober 2022, 18:20 Uhr
SWR2 Hörspiel

(Teil 2, Montag, 3. Oktober 2022, 18.20 Uhr)
 
 

Sonstiges 
 
Theater: Gottlos - Theater eXplosiv
Gottlos / Foto: Alexandre Goebel
 
Theater: Gottlos - Theater eXplosiv
PREMIERE: Do 06.10. | 20:30 Uhr | Kammertheaterim EWERK Freiburg
Weitere Termine: Fr 07.10.-Sa 08.10. | Mi 12.10.-Sa 15.10. | jew. 20:30 Uhr | Kammertheater im EWERK Freiburg

Das Stück "Gottlos" verhandelt den Verlust des gefallenen Sohnes in Afghanistan. Nach der Trauerfeier treffen sich die Eltern des jungen Mannes mit einem befreundeten Paar auf einen letzten Absacker.

Der Abend beginnt zunächst harmonisch: Die Erinnerung an Anton wird zelebriert und zivilisierter Small-Talk betrieben. Doch je länger der Abend, desto schleichender der Stimmungswechsel. Im weiteren Verlauf werden die Vorwürfe lauter, die Schuldzuweisungen krasser. Wer hat was verpasst und wen trifft hier die Verantwortung? Kann der deutsche Staat sich schuldig machen? Was war das Ziel dieses zwanzigjährigen NATO-Einsatzes? Und in welchem Verhältnis standen die fünf Figuren eigentlich zueinander? Schlussendlich zwingt sie jede*n der Protagonist*innen, sich der Frage nach der eigenen Verantwortlichkeit zu stellen. Ein Häutungsprozess auf offener Bühne.

In Kooperation mit dem E-WERK Freiburg

MIT
Ein Stück von Natalja Althauser
Regie: Christian Theil
Es spielen: Georg Blumreiter, Sybille Denker, Natalja Althauser, Christian Packbier
Stück-Dauer: 90 min.

Gefördert von Kulturamt Freiburg, Regierungspräsidium Freiburg, gvl Neustart Kultur, Südwestmetall, LBBW

Eintritt: 20,00 € / 15,00 €
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Karlsruhe: Stadtarchiv erhält historische Quellen
Zeichen der Freundschaft: Tochter eines Kriegsgefangenen in Grötzingen übergibt Briefe

Fünf Jahre verbrachte Georges Darras aus Nordfrankreich in deutscher Kriegsgefangenschaft in Grötzingen. Dennoch behielt er die Menschen und den Ort, an dem er lebte, in freundlicher Erinnerung. Seine Tochter hat die Briefe ihres Vaters, wichtige Zeitzeugnisse, bei einem Besuch in Grötzingen Anfang September an das Karlsruher Stadtarchiv übergeben.

Seltene historische Quelle

Ein "Friedenszeichen", so Dr. Katrin Dort, Leiterin des Stadtarchivs, hat Francoise Poplar bei ihrem Besuch in Grötzingen dabei. Zuletzt hatte ihr Vater Grötzingen 1970 gemeinsam mit seiner Familie besucht. Über Jahre, fast über die ganze Kriegszeit, hat er insgesamt 300 Briefe nach Hause geschrieben. Seine Briefe und Postkarten, so steht zu vermuten, geben einen kontinuierlichen Einblick in den Arbeitsalltag und in das Leben eines Kriegsgefangenen auf einem Grötzinger Bauernhof, erwähnen möglicherweise auch allgemeine Ereignisse im Dorf. Darras' Tochter wünscht nun, dass diese Briefe für pädagogische und kulturelle Zwecke genutzt werden, "als ein Zeichen des Respekts zwischen Menschen und Ländern."

Françoise Poplar hat dieses Zeichen in einem roten Kästchen geordnet mitgebracht. Die Briefe sind eine einzigartige, seltene historische Quelle auf Grund ihrer Anzahl und der Dokumentation zeitlicher Abläufe. Im Stadtarchiv sollen sie zu Forschungszwecken bereitstehen und ergänzen bald die Sammlung der Feldpostbriefe deutscher Soldaten.

Auch Ortsvorsteherin Karen Eßrich zunächst kaum glauben, mit welchem Ansinnen Françoise Poplar nach Grötzingen kommen wollte. „Als wir jung waren, hat mein Vater oft mit uns über diese Jahre gesprochen und uns von der Familie Reck erzählt, die ihn so gut behandelt hatte", berichtete Darras' Tochter. Die positiven Erinnerungen des Vaters an Grötzingen zeigten jedoch auch, so die Ortsvorsteherin, die krankheitshalber von Ortschaftsrätin Veronika Pepper vertreten wurde, dass Familie Reck und wahrscheinlich auch noch etliche andere im Ort sich menschlich verhielten, auch unter den Bedingungen eines totalitären Regimes. "Für solche Bürgerinnen und Bürger, die im Kleinen Widerstand im Rahmen ihrer Möglichkeiten geleistet haben, können wir dankbar sein!", so Eßrich.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Christiane Tramitz
 
Buchtipp: Christiane Tramitz "Der Geruch von Erde"
Das einfache reiche Leben der Totengräberin von Waging

Als ihr Ehemann Anderl, der schwer unter Kriegsfolgen leidet, 1953 zum Totengräber von Waging berufen wird, übernimmt die 25-jährige Rosa diese Aufgabe für ihn. Ein Handkarren und später ein schwarzer VW-Käfer mit Anhänger dienen als Leichenwagen. Mit der Zeit übernimmt Rosa die Bestattungsaufgaben sämtlicher umliegender Gemeinden und sorgt als Hauptverdienerin für das Überleben der Familie. Fast 70 Jahre lang ist sie im bayerischen Rupertiwinkel die Erste, die gerufen wird, wenn jemand gestorben ist. In ihrer Heimat gilt sie als Legende.

Die Bestsellerautorin Christiane Tramitz, deren Bruder von Rosa Wegscheider bestattet wurde, erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte dieser starken und eigenwilligen Frau. Sie entführt uns in die einfache, aber glückliche Welt einer dörflichen Gemeinschaft – zwischen Liebe und Tod, Tradition und Emanzipation.

Verlag Ludwig 2022, 256 Seiten, € 22,00 [DE], 22,70 [AT] / SFr 30,90
ISBN 978-3-453-28152-3
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 26.09. bis 2.10.
(39. Kalenderwoche)

Infos zu Preisen und Tickets: www.freiburg.de/museen-tickets
Freier Eintritt unter 27 Jahren und mit Museums-Pass-Musées

Augustinermuseum

Führung auf Englisch: Freiburg und Kolonialismus
Rassenideologie und wirtschaftliche Zeit prägten die Zeit des Kolonialismus. Wie diese Ideologie bis heute in den Kolonien und auch in Freiburg nachwirkt, zeigt eine Führung am Sonntag, 2. Oktober, um 10.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz auf. Die Veranstaltung ist Teil der Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? `"Heute!" und findet in englischer Sprache statt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro; plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause: Typisch Freiburg?
Was ist an Praghers Motiven eigentlich typisch? Das verrät Kuratorin Mirja Straub bei einer Kurzführung zur Mittagszeit am Mittwoch, 28. September, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32. In der Ausstellung „Typisch!? Freiburg und die Region In Fotos von Willy Pragher“ sind sowohl Schwarz-Weiß- als auch Farbfotografien zu sehen, die vom Leben in Freiburg erzählen. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Führung mit Gebärdensprache: Someone Else
Eine inklusive Führung durch die Ausstellung „Someone Else. Die Fremdheit der Kinder“ findet am Sonntag, 2. Oktober, um 15 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Führung wird simultan in Gebärdensprache übersetzt. Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, darunter viele Videoinstallationen, erkunden die Gefühle von Entfremdung innerhalb der Familie oder auch in uns selbst – ohne dabei moralisch oder psychologisch zu werten. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro; dazu kommt der Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Museum Natur und Mensch

Feierabendführung: Was macht ein Objekt „sensibel“?
Was machen ethnologische Sammlungen und ihre Objekte „sensibel“? Das erfahren Besucherinnen und Besucher bei einer Führung zum Feierabend am Dienstag, 27. September, um 17 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32. Die Veranstaltung ist Teil der aktuellen Sonderausstellung „Handle with care – Sensible Objekte der Ethnologischen Sammlung“. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro; plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Matinee: Vom Faustkeil zur Schmiedezange
Eine Matinee findet am Sonntag, 2. Oktober, von 11 bis 13 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, statt. Der Archäologe Hans Oelze berichtet bei einer Tour durch die Dauerausstellung über das Thema „Vom Faustkeil zur Schmiedezange“. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Ardinghello Ensemble Freiburg: Annette Rehberger an der Violine und Sebastian Wohlfarth an der Viola. Bei einem anschließenden Getränk besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Teilnahme kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Matinee ist eine Veranstaltung der Freunde des Archäologischen Museums Colombischlössle.

Museum für Stadtgeschichte

Familiennachmittag: Von Rittern und Edeldamen
Beim Familiennachmittag am Sonntag, 2. Oktober, ab 14 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, erkunden Familien mit Kindern ab 5 Jahren gemeinsam die Spuren von Rittern, Edeldamen und das mittelalterliche Leben in Freiburg. Nach einem Rundgang durchs Museum gestaltet jedes Kind einen Ritterhelm oder ein Diadem. Die Teilnahme kostet 5 Euro, für Erwachsene kommt der Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, dazu. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Schlimme Liebschaften
Hörspiel von Choderlos de Laclos
Aus dem Französischen von Heinrich Mann
Mit: Renate Schroeter, Christoph Bantzer, Sunnyi Melles u. a.
Mit Kompositionen von André-Ernest-Modeste Grétry
Bearbeitung und Regie: Pierre Claude Salmony
(Produktion: SRF 1978)

"Nur die Lust bringt die Geschlechter zusammen, und doch reicht sie nicht aus, eine Beziehung zu ernähren.“ Paris, 1782, kurz vor der Französischen Revolution: Die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont, Vertreter des dekadenten adligen Ancien Régime, schließen eine Wette ab: Wie kann es gelingen, die junge tugendsame Madame de Tourvel sexuell abhängig zu machen? Verführung und Verderben heißt das Thema dieses frivolen Briefromans von Choderlos de Laclos (1741 - 1803), der auch heute mit seiner Skizzierung des Spiels um Macht und sexuelle Libertinage abstößt wie fasziniert.

Samstag, 01. Oktober 2022, 23:03 Uhr
SWR2 Ohne Limit (bis 2 Uhr)
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Aroa Moreno Durán
 
Buchtipp: Aroa Moreno Durán "Die Tochter des Kommunisten"
Roman
Aus dem Spanischen von Marianne Gareis

Katia wuchs in den 1950er-Jahren in Ost-Berlin im Schatten des Eisernen Vorhangs auf. Kurze Zeit später teilt die Mauer die Stadt. Für ihre Eltern, die vor dem faschistischen Franco-Regime und dem Bürgerkrieg in Spanien geflohen sind, steht die kommunistische Seite Deutschlands für alles, wofür sie in ihrer Heimat gekämpft und gelitten haben. Sie haben sich eingerichtet in der winzigen Wohnung, in der es im Winter kalt ist und nach Kohlsuppe riecht, auch wenn das Exil schmerzhafter ist, als sie sich eingestehen wollen. Katia kennt kein anderes Leben, bis eine zufällige Begegnung mit einem jungen Mann aus dem Westen ihre Neugierde auf den Rest der Welt weckt. Sie verliebt sich in ihn, folgt ihm mit falschen Papieren, wechselt auf die andere Seite, ohne ein Wort an ihre Familie. Nichtsahnend, welches neue Leben sie erwartet und welchen Preis ihre Entscheidung fordert.

btb Verlag, 176 Seiten, € 22,00 (D), 22,70 (A) / SFr 30,90
ISBN: 978-3-442-75904-0
 
 



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