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Donnerstag, 21. Februar 2019
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
„Nam June Paiks Pre Bell Man – Eine Ikone der Medienkunst kehrt zurück!“
Paik Nachschoepfung Pferd © MKF Stefanie Kösling
 
„Nam June Paiks Pre Bell Man – Eine Ikone der Medienkunst kehrt zurück!“
Internationale Tagung am 14. März 2019 im Museum für Kommunikation.

Anlass ist die Nachschöpfung nach sieben Jahren im Depot. Die multimediale Reiterskulptur entstand als Auftragsarbeit zur Eröffnung des Museums und musste aus konservatorischen Gründen im Jahr 2012 ins Depot umziehen. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Künstler im Rahmen vorausgegangener Restaurierungen und auch Paiks öffentlich immer wieder bekundeter Haltung zum Original und zur Konservierung seiner multimedialen Werke, konnte das Museumsteam eine große wissenschaftliche Expertise von Restauratoren und Kunsthistorikern zusammenführen, die 2018 zu einem außergewöhnlichen Ergebnis führte:

Paik verwendete für die Gestaltung des Reiters Objekte aus der Sammlung. Von den historischen Kommunikationsgeräten können Dank glücklicher Umstände alle ersetzt werden. Die Doubletten werden nun für die Nachschöpfung des Reiters verwendet, die konservatorisch unbedenklich an ihrem ursprünglichen Ort im Freien vor dem Museum aufgestellt werden kann.

Am 14. März 2019 werden wir einen Tag lang mit internationalen Experten ausgehend von der Nachschöpfung des prominenten Reiters Aspekte der künstlerischen Authentizität diskutieren. Fragen wie „Wo fängt das Original des Kunstwerks an?“, „Wie darf es zu seinem Erhalt von Restauratoren behandelt werden?“ und „Was macht eigentlich multimediale Kunst aus?“ stehen im Fokus der Vorträge und anschließenden öffentlichen Diskussion.

Es werden sprechen Prof. Dr. Wulff Herzogenrath, der Nam June Paik 1974 erstmals in Deutschland ausstellte, Prof. Dr. Bernhard Serexhe, Herausgeber des ZKM books digital art conservation, die Restauratorinnen Zeeyoung Chin und Kathrin Sündermann, sowie die Expertinnen Hanna B. Hölling und Dr. Franziska Stöhr. Die Sicht des Sammlers digitaler Kunst vertritt der Frankfurter Sammler Mario von Kelterborn. Mit ausgewählten Werken aus seiner Sammlung werden wir am 5. Juni 2019 die Begleitausstellung zur Wiederaufstellung eröffnen.


Anmeldungen für die Tagung nehmen wir entgegen über buchungen-mfk@mspt.de oder (069) 60 60 650
Kosten: 15 Euro / 7,50 Euro ermäßigt
Förderung: Kunst auf Lager, Kulturfonds RheinMain
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Bibliotheken 
 
 
Veranstaltungen der städtischen Bibliotheken vom 26. Februar bis 1. März
Dienstag, 26. Februar, 15 Uhr
Lesetreff mit Ursula Dietrich (Stadtbibliothek)
Ursula Dietrich lädt monatlich zu einem Austausch über Bücher in
lockerer Form ein. Beim Lesetreff am Dienstag, 26. Februar, um 15
Uhr in der Stadtbibliothek am Münsterplatz, wird über den Roman
„Die Kieferinseln“ von Marion Poschmann gesprochen. Der Eintritt ist
frei.

Dienstag, 26. Februar, 16 Uhr
Winterzeit – Vorlesezeit (Mediothek Rieselfeld)
Für Mädchen und Jungen von drei bis sechs Jahren liest
Vorlesepatin Marion Ernst in der Mediothek Rieselfeld, Maria-von-
Rudloff-Platz 2, am Dienstag, 26. Februar, um 16 Uhr, lustige,
spannende oder auch nachdenkliche Geschichten. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 26. Februar, 15 bis 17 Uhr
Der IT-Scout kommt! (Stadtbibliothek)
Alle kleinen und größeren Fragen rund um den Computer und das
Internet beantwortet der IT-Scout am Dienstag, 26. Februar, von 15
bis 17 Uhr in der Infothek der Stadtbibliothek am Münsterplatz
ausführlich und individuell. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 26. Februar, 20 Uhr
Barcamp #Freiburg_gestalten (Stadtbibliothek)
#freiburg_gestalten ist ein kommunaler Begegnungsraum, der allen
Menschen offen steht, die den digitalen Wandel in Freiburg mit
kreieren wollen. Der Austausch erfolgt als Privatperson und immer
auf Augenhöhe. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 26.
Februar, um 20 Uhr, in der Stadtbibliothek am Münsterplatz statt.
Vorbeikommen, Ideen einbringen, diskutieren, mitgestalten! Der
Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 10 bis 12 Uhr
Der IT-Scout kommt! (Stadtbibliothek)
Alle kleinen und größeren Fragen rund um den Computer und das
Internet beantwortet der IT-Scout am Mittwoch, 27. Februar, von 10
bis 12 Uhr in der Infothek der Stadtbibliothek am Münsterplatz
ausführlich und individuell. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 14 bis 16 Uhr
E-Learning-Sprachkurse (Stadtbibliothek)
Über die Onleihe bietet die Stadtbibliothek E-Learning Sprachkurse
an. Für Deutschlernende können die Deutschkurse (Niveau A1-C1)
kostenlos an Laptops in der Stadtbibliothek genutzt werden.
Einführung in die Kurse und Unterstützung bei der Durchführung
werden jeden Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr in der
Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, angeboten. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 15 bis 17 Uhr
Gamingnachmittag (Stadtbibliothek)
Für Kinder ab 8 Jahren bietet die Kinder- und Jugendbibliothek,
Münsterplatz 17, jeden Mittwoch und Donnerstag einen
Gamingnachmittag zwischen 15 und 17 Uhr. Gespielt wird auf den
Konsolen Nintendo Switch und PS4. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 16 bis 18 Uhr
Sprachcafé Deutsch (Stadtbibliothek)
Jeden Mittwoch und Donnerstag findet von 16 bis 18 Uhr das
Sprachcafé Deutsch in der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, statt. In
lockerem Rahmen wird die Möglichkeit geboten, Deutsch zu
sprechen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Das Sprachcafé
ist offen für alle und ohne Anmeldung. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 15 Uhr
Bilderbuchkino „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“
(Stadtteilbibliothek Haslach)
Eine Reise auf dem Hexenbesen ist lustig, vor allem, wenn noch
Platz ist für Hund und Katz und Frosch und Vogel. Doch auch für
Hexen ist das Leben voller Gefahren … Vorlesepatin Pia Zirwes liest
und zeigt die Geschichte „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ in
der Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstraße 10, am Mittwoch,
27. Februar, um 15 Uhr. Für Mädchen und Jungen ab 3 Jahren. Der
Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 16 Uhr
Vorlesestunde (Stadtteilbibliothek Mooswald)
Vorlesepatin Beate Düe liest für Kinder von 3 bis 6 Jahren lustige
Geschichten in der Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr.
21, am Mittwoch, 27. Februar, um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 16 Uhr
Gaming in der Mediothek (Mediothek Rieselfeld)
Alle, die ihr Können bei Spielen an der Konsole testen oder einfach
mal ausprobieren wollen, sind zum nächsten Gaming-Nachmittag am
Mittwoch, 27. Februar, ab 16 Uhr, in die Mediothek Rieselfeld, Maria-
von-Rudloff-Platz 2, eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 27. Februar, 19.30 Uhr
Büchertreff in der Mediothek (Mediothek Rieselfeld)
Die Mediothek im Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, lädt zum
Büchertreff am Mittwoch, 27. Februar, um 19.30 Uhr, ein.
Literaturbegeisterte haben die Möglichkeit, sich über Bücher
auszutauschen, das derzeitige Lieblingsbuch vorzustellen oder
Lesetipps zu erhalten. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 28. Februar, 15.30 Uhr
Erzähltheater Kamishibai: „Wenn Lisa wütend ist“
(Stadtteilbibliothek Mooswald)
Wenn Lisa wütend ist, wird ihr Schatten riesengroß. Und dann schreit
sie so lange, bis es ihre ganze Wut zerreißt. Aber wie kommt sie da
wieder heraus? Für Mädchen und Jungen ab 4 Jahren zeigt die
Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr. 21, am Donnerstag,
28. Februar, um 15.30 Uhr, die Geschichte „Wenn Lisa wütend ist“
als japanisches Erzähltheater Kamishibai. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 28. Februar, 16 Uhr
Spanische Geschichten (Kinder- und Jugendbibliothek)
Die Vorlesepaten Raul Páramo und Eva Santafe erzählen und lesen
Geschichten auf Spanisch am Donnerstag, 28. Februar, um 16 Uhr,
in der Kinder- und Jugendbibliothek, Münsterplatz 17, für Kinder ab 3
Jahren. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 1. März, 16 Uhr
Freitagsbasteln (Mediothek Rieselfeld)
Am Freitag, 1. März, um 16 Uhr, findet in der Mediothek Rieselfeld,
Maria-von-Rudloff-Platz 2, Basteln für Kinder ab 4 Jahren statt. Der
Eintritt ist frei.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Thomas Sünder und Dr. Andreas Borta
 
Buchtipp: Thomas Sünder und Dr. Andreas Borta "Ganz Ohr"
Wer besser hört, bleibt länger fit im Kopf!

DJ Thomas Sünder legte auf mehr als 500 Hochzeiten auf – bis ein Hörsturz sein Ohr schädigte und er schließlich aufgrund von Schwindelattacken seinen Beruf an den Nagel hängen musste. Diese existentielle Erfahrung nahm Sünder zum Anlass, sich zusammen mit dem Wissenschaftler Dr. Andreas Borta auf eine spannende Reise in unser Gehör zu begeben. Wussten Sie, dass Schwerhörigkeit eine der verbreitetsten Zivilisationskrankheiten ist? Bereits heute ist jeder Dritte über 50 betroffen! Aber auch junge Menschen sind durch pausenlose Beschallung gefährdet. Hörgeräte werden meist schamhaft belächelt, dabei sind sie ein unverzichtbares Hilfsmittel: Die neueste Forschung bestätigt, dass eine Hörminderung ohne den Ausgleich durch ein Hörgerät das Risiko, an Demenz zu erkranken, um bis zu vierhundert Prozent erhöht! Eins ist daher klar: Nichts ist wirksamer gegen Demenz, als das Gehör zu pflegen!

Zu den Autoren:

Thomas Sünder, Jahrgang 1975, wuchs in einem hessischen Dorf auf und studierte in Marburg Neuere Deutsche Literatur und Medien, Philosophie und Kunstgeschichte. Nach einem Volontariat zum PR-Berater machte er sich als Musiker, DJ und Texter selbstständig – bis 2016 die Diagnose Morbus Menière seine Karriere als internationaler Hochzeits-DJ abrupt beendete. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau Sylvia in Hamburg.

Dr. Andreas Borta, Jahrgang 1975, studierte in Marburg Psychologie und Medizin. Nach dem Erwerb des Doktortitels in Psychologie begann er als Wissenschaftler mit der Erforschung von Lernprozessen sowie neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer. Seit 2012 ist er bei Boehringer Ingelheim und befasst sich mit der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Hörverlust.

Thomas Sünder und Andreas Borta sind seit dem gemeinsamen Abitur Mitte der Neunziger Jahre eng befreundet.

Verlag Goldmann 2019, 384 Seiten, € 14,00 [D] / 14,40 [A] / SFr 20,50
ISBN: 978-3-442-15963-5
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Tinnitus
Mundarthörspiel von Hugo Rendler
Mit: Jörg Adae, Andreas Klaue, Kathrin Hildebrand, Martin König und Boris Rosenberger
Regie: Günter Maurer
Produktion: SWR 2015

Ulf hat seinen Vater schon längere Zeit nicht mehr gesehen. Bei einem unangemeldeten Besuch findet er ihn neben der Badewanne liegend. Und schon reiht sich Frage an Frage! Wie lange hat der Vater noch zu leben, und wo hat er sein Geld versteckt? Wieso schützt der Vater seinen Fuß mit einer Plastiktüte? Ist Tinnitus immer ein Problem des Innenohrs?
Hat Carolin, die Altenpflegerin, gelegentlich ein Techtelmechtel mit dem Bereitschaftsarzt? War Mutti dem Vater immer treu? Was bedeutet ihr ständig wiederholter Auspruch: "Wer will schon ganze Sätze von einem, der gut tapezieren kann?" Und schließlich: Ist Theo wirklich Ulfs Vater? Nun klingelt es auch Ulf in den Ohren. Und das hängt nicht nur mit dem Innenohr zusammen, ein bisschen bimmelt da auch das Chaos der ganzen Welt.

Sonntag, 24.02.2019, 21:03 Uhr, 38 ´00 Min. SWR4 BW
SWR4 BW Mundarthörspiel
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Stefan Rehberger und Balz Wydler
 
Buchtipp: Stefan Rehberger und Balz Wydler "Hopmop"
Topfit ohne Sport

Keine Zeit, regelmäßig Sport zu treiben? Keine Lust, sich frühmorgens oder spätabends noch mit Yoga oder Joggen zu quälen? Aktiv sein ja, aber am liebsten in Reichweite der Couch? Wem es so geht, für den ist Hopmop genau das Richtige.

Mit Hopmop macht man den Alltag zum Workout und wird ganz nebenbei fit. In ihrem völlig neuartigen, lustigen Ratgeber präsentieren Autor Stefan Rehberger und Fitness-Coach Balz Wydler über 40 Übungen zu fast allem, was sonst vom Training abhält: Von Aufräumen, übers Bettbeziehen, E-Mail-Schreiben und Dating bis zum Zähneputzen – Kraft, Ausdauer und Koordination lassen sich überall trainieren. Denn das günstigste Fitness-Studio ist der Alltag.

„Hopmop – Topfit ohne Sport“ ist ein erzählerischer Fitness-Ratgeber mit Graphic-Novel-Appeal. Die Anleitungen sind von Peter Blodau brillant illustriert, und Stefan Rehbergers humorvolle Texte motivieren den Leser, es ihm gleich zu tun.

Seit Stefan Frau und zwei kleine Kinder hat, kommt er zu nichts mehr, am allerwenigsten zu Sport. Für den ist im täglichen Triathlon von Familie, Haushalt und Beruf nämlich einfach keine Zeit! Da spült der Zufall Fitnesscoach Balz in seine Küche, der meint: Wenn der Alltag keinen Platz für Sport lässt, muss man den Alltag zum Sport machen! Nach medizinischen Gesichtspunkten und basierend auf neusten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt Balz für Stefan einen Trainingsplan: an alle nur denkbaren Tätigkeiten gekoppelte Übungen, die Kraft, Ausdauer, Konzentration und Koordination fördern. Ob Zuhause, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen – das Training kann überall stattfinden und erfordert weder Vorbereitungszeit noch Ausrüstung.

Auf Nimmerwiedersehen, Schweinehund!

rororo 2016, 208 Seiten, € 16,00 (D)
ISBN: 978-3-499-63244-0
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Magma
Hörspiel von Werner Fritsch
Mit: Michael Altmann
Musik und Regie: Werner Fritsch
(Produktion: HR 2011)

Original Siggi taumelt mit geladener Pistole auf dem Karneval herum, doch er wird die Bilder seines Lebens nicht los: Folterungen während seiner Fremdenlegionszeit in Afrika, nach seiner Desertion strafversetzt nach Mururoa, wo er schutzlos den französischen Atomtests ausgesetzt war. Sein Herz, ein brennendes Ölfeld. Siggi hat überlebt und wünscht sich einmal noch, ein einziges Mal, seine schönste Zeit zurück, als er zusammen mit seiner großen Liebe Maja seine Varieté-Künste zeigte - sie jonglierte mit ihren Schleiern, und er zerschnitt sie in Stücke mit seinem Säbel. Das war seine ganz große Show!
Doch hinter jeder jetzigen Karnevalsmaske lauert sein Verfolger, die Vergangenheit ...

Sonntag, 24.02.2019, 18:20 Uhr, 78´00 Min.
SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Christian Hardinghaus
 
Buchtipp: Christian Hardinghaus "Die Spionin der Charité"
Ein Roman über Liebe und wahren Mut in der Zeit des Nationalsozialismus, basierend auf der bisher unbekannten Geschichte der Widerstandsgruppe in der Charité

Christian Hardinghaus ist ein Meister genreübergreifenden Schreibens: Sein Credo lautet: In einem Sachbuch oder einer Biografie müssen alle Fakten stimmen; im historischen Roman kann der Autor die zwischen den Fakten liegenden Lücken interpretieren und fiktional schließen. So arbeitet er auch in diesem zeitgeschichtlich inspirierten Roman.

Bern, 20. Juli 1974: Die 56-jährige Lily Kolbe zerreißt wütend die Zeitung, die über die stattfindenden Gedenkfeiern zum gescheiterten Attentat auf Hitler vor 30 Jahren berichtet. Dass an ihren Mann Fritz Kolbe und ihren ehemaligen Chef, Ferdinand Sauerbruch, nie erinnert worden ist, ist ihr unerträglich. Die acht Mitglieder der bis heute unbekannten Widerstandsgruppe »Donnerstagsclub« hatten sich nach dem Krieg geschworen, alles geheim zu halten. Lily will das Schweigen jetzt brechen. Sie greift zum Telefon und ruft Eddie Bauer, einen Journalisten der New York Times, an: »Ich bin bereit zu reden. Kommen Sie in die Schweiz!“

Die einstige Chefsekretärin Sauerbruchs erzählt Bauer von den stillen Helden der Charité, die sich 1941 entschließen, Patienten, die dem NS-Regime anhängen, auszuspionieren und ihren Tod, wenn nötig, zu beschleunigen. Als Lily 1943 beauftragt wird, den Mitarbeiter des Außenministeriums, Fritz Kolbe, zu bespitzeln, verliebt sie sich, kann ihn für den Widerstand gewinnen. Eine Zeit geht alles gut, dann häufen sich Besuche der Gestapo in der Klinik. Gibt es einen Verräter innerhalb der Gruppe? Die Lage spitzt sich nach dem 20. Juli 1944 dramatisch zu. Der Chef des Sicherheitsdienstes, Ernst Kaltenbrunner, überwacht persönlich die Charité. Als er versteckte Juden aufspürt, droht der Club endgültig aufzufliegen ... Journalist Bauer kann nicht fassen, welch brisante Informationen er bekommt. Bald jedoch interessieren sich auch andere dafür. Als Lily eine Wanze in ihrem Telefon entdeckt, kann sie selbst Bauer nicht mehr trauen

Der Autor Dr. phil. Christian Hardinghaus, geb. 1978 in Osnabrück, promovierte nach seinem Magisterstudium der Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaft im Bereich Propaganda- und Vorurteilsforschung des Zweiten Weltkriegs. Er ist außerdem studierter Lehrer und schulisch ausgebildeter Fachjournalist. Hardinghaus arbeitet auch Romane.

Europa Verlag 2019, 240 Seiten, € 20,00 (D), 20,60 (A)
ISBN 978-3-95890-237-4

Im Europa Verlag erscheint zeitgleich die Biografie über Ferdinand Sauerbruch von Christian Hardinghaus.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Frauenmörder Heinrich Pommerenke - Eine Spurensuche
Kriminalistisches Dokumentarhörspiel von Johannes Weiß
Mit: Martin Rentzsch, Lisbeth Felder, Bernd Tauber, Matti Krause, Eva Derleder u. a.
Musik: Andreas Bernhard
Regie: Mark Ginzler
(Produktion: SWR 2013)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel

"Vor Ihnen sitzt kein Mensch, sondern der Teufel", sagt er von sich selbst. Am 22. Oktober 1960 wird der 23-jährige Heinrich Pommerenke vom Landgericht Freiburg zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt: wegen Mordes in vier Fällen, Mordversuchs in zwölf Fällen, wegen versuchter Notzucht und gefährlicher Körperverletzung, wegen schweren Raubes und räuberischer Erpressung. 49 Jahre sitzt der Frauenmörder Heinrich Pommerenke (1937 - 2008) in Bruchsal im Gefängnis. Als Leiter der Religionsabteilung beim SDR und SWR hat sich Johannes Weiß viele Jahre mit dem "Fall" beschäftigt und Pommerenke häufig besucht.

Freitag, 22.02.2019, 22:33 Uhr, 56´00 Min.
SWR2 Krimi

(Das ursprünglich geplante Hörspiel "Bestie Angerstein" von Jan Decker wird am 5. Juli 2019 gesendet.)
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