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Montag, 16. September 2019
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Kalendertipps 
 
Kalendertipp:
 
Kalendertipp: "Carl Larsson" - Einsteckkalender 2020
Kalender mit 12 eingesteckten Kunstkarten, Titelblatt mit Passepartout und Foliendeckblatt. Dreisprachiges Kalendarium. Kalenderformat: 19 x 24,5 cm. Jede Kunstkarte kann nach Monatsende zum Sammeln, Verschenken oder Schreiben von Kartengrüßen weiter verwendet werden.

"Carl Olof Larsson war ein schwedischer Künstler. Seine Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen zeigen überwiegend das Leben seiner Familie in und um das Wohnhaus in Sundborn, Schweden." (Wikipedia)

Fink Verlag 2019, 12 Blatt, € 15,95
ISBN 978-3-7717-1790-2
 
 

Buchtipps 
 
 
Neue Buchreihe: »Bibliothek der Nachhaltigkeit«
Auch die Ökologie und Nachhaltigkeit hat ihre »Klassiker« – Vordenkerinnen und Vordenker, die ihrer Zeit voraus waren, Pioniere und Autorinnen, ohne deren Konzepte und Analysen spätere Erkenntnisse nicht möglich gewesen wären. In seiner neuen Buchreihe »Bibliothek der Nachhaltigkeit« legt der oekom verlag ab Oktober 2019 bedeutende Öko-Klassiker wieder auf: »Wiederentdeckungen für das Anthropozän«, die uns noch heute wichtige Impulse für die Diskussion und Praxis der Nachhaltigkeit, Transformation und Zukunftsfähigkeit liefern.

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Der große Kritiker des Größenwahns

Größe ist kein Wert an sich. Sie kann vorteilhaft sein, muss es aber nicht. In der Ökonomie führt Größe zu Machtkonzentration, verdrängt Vielfalt und ist häufig nicht nachhaltig. Diesen Drang nach »immer mehr« hat Ernst F. Schumacher bereits 1972 kritisiert – und damit eine Frage aufgeworfen, die heute aktueller ist denn je: die nach dem »rechten Maß«.

In »Small is beautiful. Die Rückkehr zum menschlichen Maß« plädiert Schumacher für eine »Miniaturisierung der Technik« sowie dafür, »ein Maximum an Glück mit einem Minimum an Konsum zu erreichen«. Die Wiederauflage seines Weltbestsellers erscheint am 7. Oktober 2019.

Ernst F. Schumacher, »Small is beautiful. Die Rückkehr zum menschlichen Maß«, 320 Seiten, Hardcover mit Leinenrücken, ISBN 978-3-96238-136-3, 22 Euro / 22,70 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Ernst F. Schumacher (1911–1977) war ein britischer Ökonom deutscher Herkunft, der sich für humane Wirtschafts- und Technikstrukturen einsetzte. Schumacher glaubte an die Überwindbarkeit des Kapitalismus und an eine Ökonomie, deren Grundlage die Würde des Menschen ist.

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Die Frau hinter den »Limits to Growth«

Um existenzielle Probleme wie den Klimawandel anzugehen, müssen wir die Strukturen und Prozesse verstehen, die ihnen zugrunde liegen. Donella H. Meadows’ nachgelassenes Werk »Die Grenzen des Denkens. Wie wir sie mit System erkennen und überwinden können« zeigt mit vielen praxisnahen Beispielen und einfacher Sprache, wie komplexe Systeme funktionieren, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und wie man sie steuern kann.

Bekannt wurde Meadows vor allem mit »Die Grenzen des Wachstums« (»Limits to Growth«). Die Grundlagen für ihren bahnbrechenden Bericht an den Club of Rome sind jedoch in den »Grenzen des Denkens« dargelegt. Wer das Gedankengebäude hinter den Wachstumsgrenzen verstehen will, sollte dieses am 7. Oktober 2019 in Wiederauflage erscheinende Buch lesen.

Donella H. Meadows, »Die Grenzen des Denkens. Wie wir sie mit System erkennen und überwinden können«, 288 Seiten, Hardcover mit Leinenrücken, ISBN 978-3-96238-135-6, 22 Euro / 22,70 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Donella H. Meadows (1941–2001) war eine amerikanische Pionierin der Umweltanalyse. Sie wurde als Hauptautorin des Bestellers »Limits to Growth« weltbekannt. Das Werk basiert auf Meadows’ Kenntnissen über Systemtheorie und komplexe Systeme.

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Schlüsseltexte eines Nobelpreisträgers

Paul J. Crutzen ist einer der vielseitigsten Denker unserer Tage. Ob nuklearer Winter, globale Erwärmung oder Ozonabbau – die Objekte der Forschung von Crutzen sind so vielfältig wie bahnbrechend. Aktuell wird er insbesondere mit dem Begriff des »Anthropozän« in Verbindung gebracht, den er wesentlich geprägt und in die Diskussion eingebracht hat.

Das am 7. Oktober 2019 erscheinende Buch »Das Anthropozän« versammelt »Schlüsseltexte des Nobelpreisträgers für das neue Erdzeitalter« sowie Einführungen in sein Werk von Michael Müller, Klaus Töpfer, Hans-Joachim Schellnhuber, Kai Niebert und Volker Gerhardt.

Paul J. Crutzen, »Das Anthropozän. Schlüsseltexte des Nobelpreisträgers für das neue Erdzeitalter«. Herausgegeben von Michael Müller. 224 Seiten, Hardcover mit Leinenrücken, ISBN 978-3-96238-137-0, 20 Euro / 20,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Paul J. Crutzen (geb. 1933) hat den Begriff »Anthropozän«, auch Menschenzeitalter genannt, populär gemacht. Der niederländische Meteorologe erhielt 1995 den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten über das Ozonloch. Darüber hinaus forschte er zum Klimawandel und nuklearen Winter.

Michael Müller (Hrsg.) war Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt sowie langjähriger Sprecher der Enquete-Kommission »Schutz der Erdatmosphäre« und Vorsitzender der Enquete-Kommission »Schutz des Menschen und der Umwelt«. Bis heute arbeitet er unermüdlich für die sozial-ökologische Transformation.
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 16. bis 22. September
Augustinermuseum

Hinweis:
Derzeit laufen im Augustinermuseum Untersuchungen am Bau. Deshalb ist das Dachgeschoss nicht zugänglich. Es gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Sonderausstellung ausgenommen.

Kunstpause: Die Gutacher Malerschule
Um die Gutacher Malerschule geht es bei einer Kurzführung am Mittwoch, 18. September, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Museumsleiter Tilmann von Stockhausen führt dabei durch die Ausstellung „Schwarzwald-Geschichten. #blackforeststories“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Zwischen Himmel und Hölle: Schwarzwald-Geschichten
Über die Ausstellung „Schwarzwald-Geschichten. #blackforeststories“ sprechen der Kunsthistoriker Peter Kalchthaler und der Theologe Stephan Langer am Donnerstag, 19. September, um 15.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Der Dialog ist Teil der Reihe „Zwischen Himmel und Hölle“, bei dem das Augustinermuseum mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem Bildungszentrum Freiburg (beide vom Bildungswerk der Erzdiözese) kooperiert. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Führung: Schwarzwald-Geschichten
Eine Führung durch die Ausstellung „SchwarzwaldGeschichten. #blackforeststories“ findet am Sonntag, 22. September, um 10.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.


Museum für Stadtgeschichte

Kurzgeschichten: Zünftige Zeiten
„Zünftige Zeiten – Von der Zunftlade bis zum Stiefel“ lautet das Thema einer Kurzführung am Freitag, 20. September, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30. Identitätsstiftende Objekte und Glasbilder erzählen von der Vielfalt und Bedeutung der Handwerkskunst in Freiburg. Wer teilnehmen möchte, zahlt den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.


Museum für Neue Kunst

Führung mit der Kuratorin: Wilhelm Lehmbruck
Um Wilhelm Lehmbruck geht es bei einer Führung mit der Museumsleiterin und Kuratorin Christine Litz am Donnerstag, 19. September, um 16.30 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienplatz 10a. Wer teilnehmen möchte, zahlt 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.


Archäologisches Museum Colombischlössle

Kostümführung: Auf Tuchfühlung
Ein keltischer wird Krieger lebendig – und zwar am Samstag, 21. September, um 15.30 Uhr in der Jugendausstellung „Tales & Identities. Deine Entscheidung – Deine Geschichte“ im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Der Kelte erklärt seine Ausstattung und nimmt Familien mit Kindern ab 8 Jahren auf eine spannende Zeitreise. Dabei dürfen sie auch selbst antike Kleidungsstücke anprobieren und viele Fragen stellen. Der Eintritt kostet 2 Euro; für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.


Museum Natur und Mensch

Pilzberatung
Giftpilz oder Gaumenschmaus? Pilzsammlerinnen und sammler können ihre Funde am Montag, 16. September, von 16 bis 18 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, den Expertinnen Annika Stobbe und Veronika Wähnert vorlegen und sich informieren. Die Teilnahme kostet 3 Euro.

Kinoabend: Vaiana. Das Paradies hat einen Haken
In Kooperation mit dem Museum Natur und Mensch zeigt das Kommunale Kino, Urachstraße 40, am Sonntag, 22. September, um 15.30 Uhr die Walt Disney-Produktion „Vaiana. Das Paradies hat einen Haken“ (2016). Der Filmbeitrag ist Teil des Rahmenprogramms zur aktuellen Ausstellung „Südsee – Traum und Wirklichkeit“ im Museum Natur und Mensch. Im Anschluss findet eine Bastelaktion in der Galerie des Alten Wiehre-Bahnhofs statt. Große und kleine Film-Fans zahlen den regulären Kino-Eintritt. Infos gibt es unter www.koki-freiburg.de.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Ein paar Dinge, die ich loswerden wollte
Hörspiel von Dirk Laucke nach seinem gleichnamigen Roman
Mit: Sebastian Urzendowsky, Charly Hübner u. a.
Musik: Ira Göbel, Bernhard Raser
Regie: Dirk Laucke
(Produktion: SWR 2017)

Bitterfeld 2002: Philips Mutter ist in den Westen abgehauen, sein Vater schiebt seitdem den Blues. Und Phillip muss Rindenmulch im Park verteilen (ABM Aufschwung Ost). Warum nicht die Ödnis in ein Kunstprojekt verwandeln? Phillip zeichnet alles auf: die Schimpftiraden der ABM-Leidensgenossen Jutta (alleinerziehende Mutter) und Tilo (Klimaschutzgegner), den verschuldeten Kumpel Ralf (Ex-Klein-Dealer), und natürlich die hübsche Krankenpflegerin Nicole (spröde). Inzwischen schreibt Vater Hermann einen Brief an Margot Honecker, von der er sich Hilfe für Phillip erhofft.

Sonntag, 22.09.2019, 18:20 Uhr, 52´00 Min.
SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Christina Baumann und Roswitha Stark
 
Buchtipp: Christina Baumann und Roswitha Stark "Homöopathische Symbolapotheke"
Gesundheit im digitalen Zeitalter: Neues aus der Homöopathischen Symbolapotheke

Viele Frequenzeinflüsse wirken auf den Organismus und auf alles Lebendige ein und können körperliche wie psychische Symptome verursachen. Christina Baumann und Roswitha Stark führten die klassische Homöopathie in ein neues Zeitalter, indem sie deren Heilmittel in Symbole übersetzten. Nach ihrem Bestseller-Buch Homöopathische Symbolapotheke erscheint nun die Fortsetzung Homöopathische Symbolapotheke: 70 wichtige „Kleine Mittel“ mit einem Extra zu acht Spezialmitteln gegen die Störfrequenzen des digitalen Zeitalters.

Immer mehr Menschen wählen zur Behandlung von Beschwerden und gesundheitlichen Störungen Therapieformen, die mit sanften, nichtinvasiven Verfahren möglichst nebenwirkungsfrei die körperliche oder emotionale Harmonie wiederherstellen können. Nicht nur durch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch durch die Angebote der Energie- und Schwingungsmedizin, wie etwa homöopathische Mittel, Farben, Klänge und Symbole, kann dem Körper das zugeführt werden, was er benötigt. Dabei gilt die Arbeit mit Schwingungsfrequenzen als Erfahrungsheilkunde – mit vielversprechenden Ergebnissen.

Wie das „echte“ homöopathische Mittel tritt das „Symbolmittel“ in Resonanz zum Körperlichen, Emotionalen oder Geistigen und aktiviert die dem Organismus innewohnenden Selbstheilungskräfte. Die homöopathischen Symbole übernehmen so die Aufgabe von Arzneimitteln, Beschwerden zu harmonisieren und innere und äußere Einflüsse verträglicher zu machen.

Christina Baumann und Roswitha Stark experimentieren seit Jahren zum Thema Elektrosmog mit Symbolen und wissen, „dass Symbole den Einfluss schädlicher Strahlungen mildern oder sogar vollständig ausgleichen können“. In ihrem neuen Buch „Homöopathische Symbolapotheke“ stellen sie deshalb – neben 70 bewährten „Kleinen Mitteln“ der Homöopathie – acht ganz besondere „Spezialmittel“ in Symbolform zur Verfügung. Unter anderem für die Bereiche Mobilfunk, Mikrowellen und W-LAN gibt es kraftvolle Symbolenergien, um diesen zum Teil schädigenden Einflüssen mit energetischer Medizin begegnen zu können.

Mankau Verlag 2019, 218 Seiten, € 19,90 (D), 20,50 (A)
ISBN 978-3-86374-525-7
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Ausstellungstipp: Javagold – Pracht und Schönheit Indonesiens
Goldene Meisterwerke von zeitloser Schönheit und faszinierender Einblick in moderne Methoden der Gold-Forschung – ab Herbst 2019 in den Reiss-EngelhornMuseen Mannheim

15.9.2019 – 13.4.2020
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim Museum Zeughaus C5

Java – tiefe Regenwälder, gefährliche Vulkane, geheimnisvolle Tempel. Über viele Jahrhunderte lang war die indonesische Inselwelt Heimat mächtiger hinduistischer und buddhistischer Königreiche. Zeitlos schöne Schmuck- und Kultgegenstände künden heute von ihrer längst vergangenen Pracht und Kunstfertigkeit. Gefertigt sind sie aus jenem Material, das die Menschen seit Jahrtausenden in den Bann zieht – Gold.

Mit der Sonderausstellung „Javagold“ fangen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim die Pracht und Schönheit Indonesiens ein. Die Schau präsentiert vom 15. September 2019 bis 13. April 2020 ein faszinierendes Kaleidoskop hinduistischer und buddhistischer Handwerkskunst. Sie vereint rund 400 einzigartige Schätze aus dem 7. bis 15. Jahrhundert. Ein Großteil der aus einer Privatsammlung stammenden Kostbarkeiten ist erstmals öffentlich zu sehen.

Goldene Meisterwerke wie Ringe, Arm- und Halsreifen sowie beeindruckende Diademe waren häufig bestimmten Gruppen, Schichten oder Lebensphasen vorbehalten. Sie erzählen von einer Gesellschaft, in der Macht, religiöse Ansprüche und Schönheit durch Goldobjekte ausgedrückt wurden. Stets haben die filigran verzierten Kleinodien neben ihrer dekorativen Funktion auch rituelle oder soziale Bedeutung. Diese lässt sich an den abwechslungsreichen Motiven ablesen.

Java liegt im Spannungsfeld zwischen Indien und China, zwischen Hinduismus und Buddhismus. Zwischen dem 7. und 15. Jahrhundert – in der so genannten klassischen javanischen Periode – wurde das Inselreich von konkurrierenden Dynastien regiert. Um ihre Herrschaft zu legitimieren, verglichen sich die Könige mit Gottheiten. Sie bauten ein weit verzweigtes Handelsnetz auf und ließen prächtige Tempel- und Palastanlagen erbauen. Gold war als Zeichen von Status, Reichtum und Macht allgegenwärtig. Insbesondere Herrscher waren von Kopf bis Fuß mit kostbarem Goldschmuck ausgestattet. Die Fülle ist umso erstaunlicher, da es auf Java selbst kaum Goldvorkommen gibt und der seltene Rohstoff importiert werden musste.

Die gezeigten Goldobjekte bestechen durch ihre kunstvolle und detailreiche Bearbeitung. Verschiedene Techniken kommen zum Einsatz. Die Vielfalt an Formen und Verzierungen ist atemberaubend. Die Motive sind von Indien beeinflusst, weisen aber auch typische Charakteristika auf, die die Kunst Javas einzigartig und unverwechselbar machen. Das Spektrum reicht von Tierdarstellungen wie dem Elefantengott Ganesha über Dämonenfratzen bis hin zu aufwändigen Blüten- und Rankenmotiven. Oft sorgen Schmucksteine wie Amethyst, Granat oder Saphir für farbenfrohe Glanzpunkte.

Forschung an Goldobjekten aus Java – modernste Methoden, neue Herausforderungen

Von Objekten aus Gold geht nicht nur eine besondere Faszination für den Betrachter aus, sondern sie sind auch für Wissenschaftler eine wichtige Quelle und ein spannendes Fenster in die Vergangenheit. Die Idee zur Sonderausstellung „Javagold“ entstand über eine lange Forschungskooperation mit der „Golden Lotus Foundation“ aus Singapur. An den ReissEngelhorn-Museen befindet sich das renommierte Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA). Ein Spezialgebiet ist die naturwissenschaftliche Untersuchung von archäologischen und historischen Goldobjekten aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen. So haben die Mannheimer Experten sich unter anderem mit der Erforschung der Himmelsscheibe von Nebra, Goldfunden aus Troia oder dem Goldschmuck des Fürsten von Hochdorf international einen Namen gemacht. Bereits seit fast zehn Jahren werden die aus einer Privatsammlung stammenden javanischen Goldobjekte beim CEZA untersucht. Im Vordergrund stehen neben der Echtheit Erkenntnisse zu Herstellungstechnik und Herkunft. Dabei kommen modernste Geräte und Methoden zum Einsatz – von Digitalmikroskopie über Röntgenfluoreszenzanalysen bis hin zu Massenspektrometrie (ICP-MS) mit Laserablation.

Im CEZA werden auch neue Verfahren entwickelt. Diese sollen in Zukunft dabei helfen, das Alter von Goldobjekten zu bestimmen. Da Metalle keinen Kohlenstoff enthalten, stoßen herkömmliche Methoden wie die 14C-Analyse an ihre Grenzen. Allerdings werden bei der Bildung von Gold immer auch radioaktive Spurenelemente aufgenommen. Durch deren Zerfall entsteht Helium das im Kristallgitter des Goldes verbleibt. Erhitzt man das Edelmetall, weitet sich die Struktur auf und Helium kann aus dem Gold extrahiert werden. Das freigesetzte Helium wird quantitativ bestimmt, sodass aus dem Verhältnis Uran-Thorium-Helium ermittelt werden kann, wann das Gold geschmolzen wurde, um es in ein Schmuckstück zu gießen. Um selbst kleinste Proben auswerten zu können, arbeiten die Wissenschaftler des CEZA momentan an einem neuen Massenspektrometer zur Helium-Analyse.

Die Besucher der Schau „Javagold“ werfen auch einen Blick hinter die Labormauern und bekommen in einem Spezialraum am Ende der Ausstellung einen spannenden Einblick in die Methoden der Gold-Forscher.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufe
Mit: Johann von Bülow, Florian Lukas, Stefan Kaminski, Peter Jordan, Kai Magnus Sting, Judith Engel u. v. a.
Künstlerische Gesamtleitung: Leonhard Koppelmann
Regie: Viviane Koppelmann
(Produktion: Der Audio Verlag 2015)
Audio unter SWR2.de/hoerspiel

Als auf der Türschwelle von 221b Baker Street der russische Journalist Alexej Komarow zusammenbricht, sind seine letzten Worte: "Noga d'yavola" - Teufelsfuß. Watson leistet Erste Hilfe. Doch im Krankenwagen werden der Doktor und der zwischen Leben und Tod schwebende Journalist gekidnappt. Gewarnt durch eine kurze Nachricht Watsons, verlässt Sherlock die Baker Street und entgeht so dem Besuch des russischen Geheimdiensts. Sein Bruder Mycroft legt ihm nahe, mit der Regierung zusammenzuarbeiten: denn Alexej Komarow sei im Besitz eines brisanten Manuskripts.

Freitag, 20.09.2019, 22:03 Uhr, 44´00 Min.
SWR2 Krimi

(Teil 2, Freitag, 27. September, 22.03 Uhr)
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Dr. Andrea Flemmer
 
Buchtipp: Dr. Andrea Flemmer "Gesund Ernährung ab 40"
So bleiben Sie fit und leistungsfähig

Was nach dem neuesten Stand der Anti-Aging-Forschung ab 40+ besonders gut tut, um gesund, attraktiv und aktiv zu bleiben

Wer sich mit 40 genauso ernährt wie in jüngeren Jahren und sich obendrein wenig bewegt, wird schnell merken, dass sein Körper ihm das nicht mehr verzeiht. Er nimmt zu, es zwickt hier und zwackt dort und die Vitalität war auch schon mal besser. Dass das definitiv nicht so sein muss, zeigt Dr. Andrea Flemmer in „Gesunde Ernährung ab 40“, denn das biografische Alter muss nicht zwangsläufig auch das biologische sein. Die Biologin stellt, auf dem neusten Stand der Anti-AgingForschung, Heilkräuter und Nährstoffe vor, die die Haut wieder strahlen und die Knochen stärker werden lassen. Sie präsentiert Lebensmittel, abgestimmt auf die Generation 40+, regt zu maßvoller Bewegung an, lässt auch das Thema Wechseljahre – bei Frauen und Männern – nicht aus. Mit ihren „10 Rezepten zum Jungbleiben“ macht die Autorin Lust auf die Vitamin-C-Bombe Tomaten-Paprika-Salat, die Gemüsesuppe für die schlanke Linie oder die Vitamin-D-reiche Leckerei geräucherter Aal mit Kartoffeln und Salat.

Was passiert eigentlich ab 40 mit uns? Der Körper nimmt an Gewicht zu, während Muskelmasse, Energieumsatz und Knochenmasse abnehmen. Ab 40 brauchen wir mehr Vitamine, das Immunsystem schwächelt, Haut und Haare verändern sich. Dass sich jedoch ein biografisch 65-Jähriger zehn Jahre jünger fühlen kann, ist keine Hexerei. Denn Menschen, die wissen, was ihnen gut tut und danach leben, bleiben länger fit, vital und auch attraktiver. Mit diesem Ratgeber finden alle ab 40+ gebündeltes Ernährungswissen und zahlreiche Anregungen für ein ausgewogenes Leben mit Sport, einer genussvollen Sexualität, erholsamem Schlaf, weniger Stress und stärkenden sozialen Kontakten. Zum Abschluss räumt Flemmer noch mit Gerüchten rund um die Ernährung ab 40 auf. Ist nun salzloses Essen wirklich so gesund oder ist das „böse“ Cholesterin Wegbereiter eines Herzinfarktes? Leser dieses Buches kennen die Antworten.

Die Autorin Dr. Andrea Flemmer ist Diplom-Biologin und Ernährungswissenschaftlerin. Sie arbeitet im Umweltschutz und veranstaltet Podiumsdiskussionen zu Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltthemen. Die Autorin hat bis heute zahlreiche Ratgeber rund um das Thema Ernährung veröffentlicht. 2002 erhielt Andrea Flemmer den Neubiberger Umweltpreis für ihr „kontinuierliches und ideenreiches Engagement in der Umweltbildung“.

Schlütersche Verlagsgesellschaft 2011, 204 Seiten, € 16,95 (D), 17,50 (A)
ISBN 978-3-89993-523-3
 
 



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