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Mittwoch, 20. März 2019
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Mai Thi Nguyen-Kim
 
Buchtipp: Mai Thi Nguyen-Kim "Komisch, alles chemisch!"
Was wir tun, was uns umgibt, was wir fühlen – alles hat mit Chemie zu tun. Daran lässt die junge Wissenschaftlerin und Journalistin Mai Thi Nguyen-Kim keinen Zweifel. Sie zerlegt vertraute Alltagsphänomene in ihre chemischen Elemente und erklärt, welche chemischen Reaktio­nen in und um uns herum insgeheim ablaufen. Das Ganze macht nicht nur schlau, sondern vor allem eins: Lust auf Chemie.

Der Tag beginnt mit der Chemie des Aufwachens, mit Stress- und Schlafhormonen, die zügig in den Griff gebracht werden wollen. Wir erfahren, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Kaffee ist, warum Fluoride in der Zahnpasta enthalten sein sollten und warum das Chaos, das uns im Arbeitszimmer auf dem Schreibtisch erwartet, vom Universum gewollt ist. Wir lernen Neues über die Zusammensetzung von Gorillaglas und die Funktionsweise von Handyakkus, wie sie länger halten und warum sie manchmal explodieren.

Wir verstehen plötzlich, warum nur Aluminiumsalze gegen Schweißflecken helfen, wieso Schweiß überhaupt stinkt und was man dagegen wirklich tun kann. Beim Einkauf im Supermarkt klärt Mai Thi, ob sich mit Sauerstoff angereichertes »Sport-Mineralwasser« wirklich lohnt und wie ein chemisches Grundverständnis vor allzu dreisten Marketingtricks schützen kann. Am Abend verrät sie das Geheimnis eines perfekten Schokotörtchens – und natürlich geht es zu fortgeschrittener Stunde auch darum, was auf molekularer Ebene eigentlich los ist, wenn die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt.

Die Auktorin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin. Während ihrer Doktorarbeit, die sie an der Harvard University schrieb, gründete sie den YouTube-Kanal The Secret Life Of Scientists und startete damit ihre Mission, Wissenschaft wie eine „Seuche" im Land zu verbreiten. Dieses Ziel verfolgt sie inzwischen auf allen Kanälen: Als Ranga Yogeshwars Nachfolgerin moderiert sie im WDR die Wissenssendung Quarks. Für funk, das Online-Angebot von ARD und ZDF, produziert sie den YouTube-Kanal maiLab, der mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Grimme Online Award 2018. Im selben Jahr erhielt sie als erste YouTuberin den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus für ihr Talent, mit ihrer Wissensvermittlung den Nerv der Zeit zu treffen.

Droemer Verlag 2019, 256 Seiten, € 16,99 (D)
ISBN: 978-3-426-27767-6
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Bibliotheken 
 
 
Karlsruhe: Digitaler Lesezirkel mit "Hublet"
Stadtbibliothek erweitert ihr Angebot im Neuen Ständehaus

Die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus ist seit Februar um eine Innovation reicher: das "Hublet". Dabei handelt es sich um ein Selbstbedienungsterminal mit sechs Tablets, die Intersessierte mit gültigem Bibliotheksausweis ausleihen können, um vor Ort aktuelle Zeitungen und Zeitschriften zu lesen. Nach jeder Verwendung werden die Tablets in der Dockingstation aufgeladen und aktualisiert. Zudem werden sämtliche Benutzerdaten automatisch gelöscht, um die Sicherheit und den Datenschutz der Benutzerinnen und Benutzer zu gewährleisten. Die Stadtbibliothek Karlsruhe ist Pilotanwender für das Hublet Terminal in Deutschland. Dabei kooperiert sie mit der Firma Axiell und der Firma Hublet OY aus Finnland.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Saša Stanišić
 
Buchtipp: Saša Stanišić "Herkunft"
HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.

HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh.

HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.

In HERKUNFT sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.

Diese sind auch HERKUNFT: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišić.

Der Autor Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman »Wie der Soldat das Grammofon repariert« wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit »Vor dem Fest« gelang Stanišić erneut ein großer Wurf; der Roman war ein SPIEGEL-Bestseller und ist mit dem renommierten Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Für den Erzählungsband »Fallensteller« erhielt er den Rheingau Literatur Preis sowie den Schubart-Literaturpreis. Saša Stanišić lebt und arbeitet in Hamburg.

Verlag Luchterhand 2019, € 22,00 (D), 22,70 [A] / SFr 30,90
ISBN: 978-3-630-87473-9
 
 

Sonstiges 
 
 
Theatertipp: UNTER VIER AUGEN: FACT TO FACE
Soloreihe für eine Zuschauerin oder einen Zuschauer mit Mitgliedern der SCHOOL OF LIFE AND DANCE

Die SCHOOL OF LIFE AND DANCE (SoLD) unter der Leitung von Graham Smith lädt im März 2019 eine exklusive Gruppe von Zuschauer_innen zu einer besonderen Reise durch Freiburg ein: Die achtzig Mitglieder der SoLD haben sich jeweils einen Ort ausgesucht, an dem sie im Rahmen von FACE TO FACE eine Mini-Inszenierung zeigen werden:
Die SoLD’ner sind teilweise echte Freiburger Bobbele-Urgesteine, andere sind neu zugezogen. Alle haben aber einen ganz individuellen Blick auf diese Stadt: Jedes Solo ist speziell von einer Tänzerin oder einem Tänzer für eine Zuschauerin oder einen Zuschauer konzipiert. Aber niemand, weder auf Seiten der Akteure, noch des Publikums, weiß vorab, wer sich begegnen wird! Um die 80 Orte entstehen 5 völlig unterschiedliche Rundgänge voller Überraschungen.

Es finden am Sa, 23.03., So, 24.03., Sa, 30.03. und So, 31.03.2019 gleichzeitig insgesamt 5 Rundgänge statt. Jeder dauert ca. 2,5 Stunden pro Weg. Alle Wege beinhalten den einen oder anderen Schleichweg oder schwieriges Terrain. Es wird deswegen um entsprechende und vor allem wetterfeste Kleidung gebeten. An jedem Vorstellungstag finden jeweils 4 Runden um 16.00, 16.30, 17.00 und 17.30 Uhr statt, die alle an der Passage 46 enden, so dass die Teilnehmer_innen am Ende sich austauschen und gemeinsam etwas trinken können.

Karten gibt es nur im Vorverkauf an der Theaterkasse (Telefon 0761/201-28 53). Beim Kauf einer Karte müssen die Zuschauer ihre E-Mail-Adresse hinterlegen, so dass Sie im Vorfeld der Veranstaltung vom Produktionsteam mit Informationen versorgt werden können.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Justinus und seine Brüder
Eine Familiengeschichte aus dem Württemberg des 19. Jahrhunderts
Mundarthörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Relix Huby
Regie: Günter Maurer
Produktion: SWR 2019
Teil 1

Die Kerners waren eine ungewöhnliche Familie, insbesondere die Brüder Georg, Karl und Justinus. Am bekanntesten ist der Dichter und Arzt Justinus Kerner. Georg, der Älteste, war ein begeisterter Anhänger der französischen Revolution und diente Frankreich als Diplomat, bis er sich mit Napoleon überwarf und in seinen ursprünglichen Beruf als Arzt zurückkehrte. Bruder Karl schlug erfolgreich die militärische Laufbahn ein, brachte es bis zum Generalmajor, war Gutsbesitzer, Hüttenfachmann, Bergrat und kurzzeitig Innenminister im Königreich Württemberg. Der Jüngste, Justinus Kerner, ist durch seine Lieder "Preisend mit viel schönen Reden..." und "Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein..." bis heute im Gedächtnis geblieben. Als Arzt machte er sich mit seinen medizinischen Forschungen einen Namen. Aufsehenerregend waren seine Heilungsversuche im Bereich übersinnlicher Phänomene. Mit seiner Frau Friederike unterhielt er in Weinsberg ein offenes Haus, in dem bekannte Dichter wie Nikolaus Lenau, Ludwig Uhland, Adalbert von Chamisso und Wilhelm Müller aus- und eingingen. Mit den eng ineinander verflochtenen Biografien der drei Brüder eröffnet sich ein packendes Zeitpanorama von der Französichen Revolution bis in die Zeit nach der Revolution 1948. "Ond sie schwätzed meischtens schwäbisch"!

Sonntag, 24.03.2019, 21:03 Uhr Ursendung ca. 50`00 Min.
SWR4 Mundarthörspiel

(Teil 2 am Sonntag, 31.03.2019, 21:03 Uhr)
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: René Nyberg
 
Buchtipp: René Nyberg "Der letzte Zug nach Moskau"
Zwei Freundinnen, zwei Schicksale, eine jüdische Familiengeschichte

Deutsch von Angela Plöger

»Mutter Jüdin, aber hat die Deutsche Schule besucht.« Diese Notiz über sich fand René Nyberg eines Tages in den Unterlagen des finnischen Außenministeriums, für das er als Diplomat tätig war. Dass seine Mutter Fanny Jüdin war, hatte er selbst erst als Jugendlicher erfahren. Viel mehr wusste er lange Zeit nicht, denn es wurde in der Familie kaum darüber gesprochen. Erst Jahrzehnte später, als er Lena, die Tochter von Fannys heißgeliebter Cousine Mascha kennenlernte, die inzwischen in Israel lebte, beschloss er, der Geschichte seiner Familie nachzugehen. Er forschte in Archiven, befragte Zeitzeugen, sammelte verstreute Familiendokumente und studierte die einschlägige historische Literatur. So konnte er schließlich diese außergewöhnliche und abenteuerliche Familiengeschichte erzählen. Fanny war von ihrer jüdischen Familie verstoßen und sogar für tot erklärt worden, als sie 1937 den nichtjüdischen Finnen Bruno Nyberg heiratete. Von da an gab es über viele Jahre keinen Kontakt, obwohl alle Familienmitglieder in Helsinki lebten. Alle überlebten den Krieg, denn die Juden in Finnland blieben vor der Verfolgung verschont. Anders als in Lettland. Dort in Riga lebte Mascha mit ihrem Mann Josef und ihrer Familie. Fanny und Mascha hatten vor dem Krieg viel vergnügte Zeit miteinander verbracht. Mascha war Musikpädagogin, Josef Geiger. Die beiden bestiegen mit zwei Koffern den letzten Zug, der noch in Richtung Moskau fuhr, zwei Tage vor dem Einmarsch der Deutschen 1941. Eltern und Geschwister schlossen sich der Flucht nicht an. Sie wurden alle ermordet. Mascha und Josef jedoch überlebten den Holocaust in der Sowjetunion und kehrten gegen Kriegsende wieder nach Riga zurück. Lena wurde dort als erstes jüdisches Kind nach dem Krieg geboren. Die Familie wanderte schließlich nach Israel aus, aber Josef fühlte sich dort nicht heimisch. Den letzten Teil ihres Lebens verbrachte das Ehepaar in Berlin, als deutsche Staatsbürger. Denn Josefs Eltern waren Deutsche gewesen und er hatte nach dem Bundesentschädigungsgesetz Anspruch auf eine Rente und die deutsche Staatsangehörigkeit.

Der Auktor René Nyberg, geb. 1946, ist ein ehemaliger finnischer Diplomat. Er ist mit der Professorin Kaisa Nyberg verheiratet und hat drei erwachsene Töchter und vier Enkelkinder.
Seine Laufbahn im finnischen Außenministerium begann im Jahr 1971. Während seiner fast 40-jährigen Dienstzeit hatte er verschiedene wichtige Positionen sowohl im Ministerium in Helsinki als auch auf Auslandsposten inne. Er war u.a. Botschafter von Finnland in Moskau, bevor er nach Berlin wechselte, wo er von 2004 bis 2008 ebenfalls als Botschafter tätig war. Nach seiner diplomatischen Karriere wechselte er in die finnische Wirtschaft und wurde zum Geschäftsführer des East Office of Finnish Industries berufen. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2013 inne.
Aufgrund seines umfassenden Fachwissens im politischen und wirtschaftlichen Bereich wird er heutzutage häufig als Experte und als Russland-Kenner zu verschiedenen Fachforen in Finnland und auch im Ausland eingeladen. Darüber hinaus ist er ein gern gesehener Gast in politischen Sendungen finnischer Medien.
René Nyberg stammt aus einer finnlandschwedischen Familie. Sein erstes Buch „Der letzte Zug nach Moskau“ erschien 2015 und wurde sowohl von Literaturkritikern als auch von den Leserinnen und Lesern sehr geschätzt. Im selben Jahr wurde das Werk als Finnlands „Buch des Jahres“ nominiert. Das Buch ist bisher in 5 Sprachen übersetzt worden.

dtv 2019, 240 Seiten, € 22 (D), 22,70 (A)
ISBN 978-3-423-28173-7
 
 

Lesungen 
 
 
Karlsruhe: Leseabend "Tödliche Tapas" in Neureut
Gina Greifenstein stellt ihren aktuellen Roman vor und lädt zur Verkostung

Aus ihrem aktuellen Roman "Rieslingtrüffel", dem fünften Teil ihrer Pfalz-Krimireihe, liest Gina Greifenstein am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek Neureut. Während der Lesung begleitet das Publikum den Kommissar und Feinschmecker Bernd Keeser bei seinem neuesten Fall, der ihn direkt in eine Konditorei führt, die in der ganzen Pfalz für ihre Pralinen bekannt ist.

Dass die Hauptfigur Gourmet ist, kommt indes nicht von ungefähr. Die Autorin aus der Südpfalz hat sich nämlich nicht nur auf Krimis spezialisiert, sondern auch schon diverse Kochbücher geschrieben. Zur Lesung serviert sie Häppchen aus ihrem neuesten Kochbuch "Noch mehr Pfälzer Tapas".

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es wird jedoch um Anmeldung gebeten. Dies kann entweder unter der Telefonnummer 0721/7818796 geschehen oder mit einer E-Mail an bibliothek-neureut@kultur.karlsruhe.de.
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Der letzte Tag von Lissabon
Hörspiel von Günter Eich
Mitarbeit: Ilse Aichinger
Mit: Paul Hoffmann, Hans Mahnke, Lina Carstens, Margot Hielscher u. a
Komposition: Mladen Gutesha
Regie: Otto Kurth
(Produktion: SDR 1961)

Am 31. Oktober 1755, am Vorabend jenes Allerheiligentages, an dem die Stadt Lissabon über Gerechte und Ungerechte zusammenstürzen wird, wartet ein Geistlicher auf die Vollstreckung seines Urteils. Die Inquisition hat ihn wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. In der Zelle ist sein einziger Gesprächspartner der Gefängniswärter. Ihm erzählt er Geschichten, die von einer Welt handeln, in der sich die menschlichen Kreaturen mit dem Versuch quälen, ihr sie peinigendes Leben zu meistern. Sie alle scheitern.

Sonntag, 24.03.2019, 18:20 Uhr 77´00 Min.
SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 



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