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Museums - und Ausstellungstipps

Forschungsprojekt über den Kaiserlichen Marinekreuzer S.M.S. Cormoran
(c) Foto: Godwin Kornes
 
Forschungsprojekt über den Kaiserlichen Marinekreuzer S.M.S. Cormoran
Museum Natur und Mensch Freiburg: Herkunft von etwa hundert Objekten der Ethnologischen Sammlung aus Ozeanien untersucht

Mehr als 3000 Objekte aus Ozeanien lagern in der Ethnologischen Sammlung des Freiburger Museums Natur und Mensch – über ein Drittel ist während der deutschen Kolonialherrschaft in Ozeanien in die Sammlung gekommen. Etwa hundert von ihnen kamen mit einem Kreuzer der Kaiserlichen Marine: der S.M.S. Cormoran. Handelt es sich dabei um Raubkunst oder haben die Besatzungsmitglieder die Werke durch Handel in ihren Besitz gebracht? Diese Frage steht im Zentrum der Forschung zur S.M.S. Cormoran am Museum Natur und Mensch – jetzt gibt es erste Ergebnisse: Ein großer Teil der Objekte wurde allem Anschein nach als Reisesouvenirs erworben. Einige jedoch stammen möglicherweise aus einem Kriegseinsatz der Marine in Mikronesien und wurden in diesem Fall unrechtmäßig durch Besatzungsmitglieder angeeignet.

Das Forschungsprojekt „Die S.M.S. Cormoran, deutsche ‚Strafexpeditionen‘ in Ozeanien und die Ethnologische Sammlung des Museums Natur und Mensch. Zum Zusammenhang von Kolonialismus und dem Sammeln von Ethnographika“ läuft seit Januar und soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Die finanziellen Mittel für das Projekt mit zwei Forschungsreisen nach Mikronesien stammen aus einer Förderung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK). Das Forschungsprojekt ist mit dem Ziel angetreten, Erwerbsumstände, Herkunft und Bedeutung der Objekte zu klären. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus den Herkunftsgesellschaften widmen sich die Freiburger Forscherinnen

und Forscher auch der Frage nach einem Zusammenhang mit den ‚Strafexpeditionen‘ der S.M.S. Cormoran. Im Fokus stehen die Sammler Paul Werber und Walther Brandt, beide Besatzungsmitglieder der S.M.S. Cormoran, die einen biografischen Bezug zur Stadt Freiburg haben. Über sie gelangten viele Ethnographika ins Museum. Darüber hinaus leistet das Projekt Grundlagen- und Kontextforschung zu den Reisen des Marineschiffes, der Durchführung von sogenannten ‚Strafexpeditionen‘ und anderen militärischen Aktionen.

Alle Objekte wurden – sofern möglich – erfasst, auf ihre Herkunft untersucht, dokumentiert und digitalisiert. Dabei zeigte sich, dass die Sammlung von Walther Brandt in keiner Verbindung zu militärischen ‚Strafexpeditionen‘ steht. Bei den untersuchten Objekten handelt es sich zum Großteil um klassische Reisesouvenirs. Einige Ethnographika von Paul Werber hingegen stammen aus Pohnpei, Mikronesien, wo er an einem Kriegseinsatz der Marine gegen einen antikolonialen Aufstand in führender Rolle beteiligt war. Ein Unrechtskontext ist nicht auszuschließen.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts waren zwei Forschungsreisen nach Pohnpei und auf die Insel Guam. Ziel war es, den Austausch mit Nachfahren von Menschen zu suchen, die von der deutschen Kolonialherrschaft und der Strafexpedition der S.M.S. Cormoran betroffen waren. Zum einen wurde dieser Teil der Geschichte in Ozeanien bislang nur wenig erforscht, zum anderen konnte so die historische Verbindung Freiburgs zu den deutschen Kolonien konkret herausgearbeitet werden. Auf beiden Reisen im Herbst 2023 und im Frühjahr 2024 wurden die wichtigsten historischen Orte des Kolonialkrieges (1910–1911) dokumentiert, darunter auch ein Massengrab hingerichteter antikolonialer Rebellen sowie deutsche Kriegsgräber und Denkmäler. Es wurde ermittelt, wie aus heutiger Sicht an den damaligen Aufstand erinnert wird.

Das Projekt läuft noch bis Jahresende. Bis dahin sollen alle Daten zusammengeführt und in die Museumsdatenbank ‚imdas pro‘ übertragen werden.

zum Bild oben:
Blick von der Insel Lenger auf die Sokehs-Berge, wo die Hauptkämpfe des antikolonialen Aufstands von 1910/1911 stattfanden. Auf Lenger befand sich damals ein Handelsposten der deutschen Jaluit-Gesellschaft, dessen Reste man noch teilweise im Wasser erkennen kann.
(c) Foto: Godwin Kornes
 
 

Stadtmuseum: Führung durch Sonderausstellung „Karlsruhe hat Pläne“ am 3.11.2024
© Foto: Gustai/Pixelgrün
 
Stadtmuseum: Führung durch Sonderausstellung „Karlsruhe hat Pläne“ am 3.11.2024
Das Stadtarchiv und das Stadtmuseum nehmen in der Sonderausstellung „Karlsruhe hat Pläne! Schatzkammer Bauakte“ die Besucher und Besucherinnen bis 2. Februar 2025 mit auf eine Zeitreise in die architektonische Vergangenheit der Fächerstadt. Wer durch die Stadt flaniert, dem begegnet ein Mix an Architekturstilen – vom Klassizismus über den Jugendstil bis hin zu modernen Bauten. Doch wie sah die Stadt in der Vergangenheit aus? Am Sonntag, 3. November 2024, um 15 Uhr führt Kira Kokoska durch die Ausstellung und vermittelt spannende Einblicke in die Ausstellung und die bauliche Entwicklung Karlsruhes. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.

In der Sonderausstellung im Stadtmuseum zeigt das Stadtarchiv eine breite Auswahl ästhetisch hochwertiger, teilweise handkolorierter Architekturpläne aus historischen Bauakten. Die papiernen Zeitzeugen vermitteln einen Eindruck des früheren Erscheinungsbildes der Fächerstadt.

Die Ausstellung ermöglicht Vergleiche von früher mit heute, zeigt die unterschiedliche Nutzung von Gebäuden über die Jahrzehnte hinweg und erzählt die persönlichen Geschichten der Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser. Ein Ausblick thematisiert die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und den Wiederaufbau Karlsruhes. Neben Originalplänen und historischen Fotografien zu Wohn- und Geschäftshäusern, Villen, öffentlichen Gebäuden, Handwerksbetrieben oder Fabriken regen Modelle und multimediale Angebote dazu an, mehr über die wechselhafte Architekturgeschichte Karlsruhes zu erfahren.
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„Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“
100.000 Besucher:innen in der Ausstellung im Museum Brandhorst

Seit der Eröffnung am 27. Juni 2024 haben bereits über 100.000 Menschen die Ausstellung „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ besucht. Das Publikumsinteresse ist riesig.

Kunstminister Markus Blume betont: „Pop, Party, Publikumsmagnet! Die Ausstellung ‚Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life‘ zieht die Massen ins Brandhorst und zeigt eindrucksvoll: Kunst lebt, Kunst verbindet, Kunst begeistert! Ich freue mich sehr, dass seit der Eröffnung vor vier Monaten bereits über 100.000 Menschen die Ausstellung besucht haben. Gerade bin ich in New York und spüre hier im Zentrum der Pop-Art-Bewegung selbst die kreative Energie dieser pulsierenden Kunstmetropole. Diese einzigartige Atmosphäre holt das Brandhorst nach München – ein Stück New York mitten in Bayern. So sehen moderne Ausstellungskonzepte aus. Wer noch nicht im Brandhorst war, unbedingt nachholen!“

Direktor Achim Hochdörfer ist begeistert: „Wir sind überwältigt von den vielen Menschen, die täglich in unser Museum strömen. Was gibt es Schöneres als ein belebtes Museum? Das große Interesse zeigt, wie relevant die Arbeiten von Andy Warhol und Keith Haring auch heute noch sind und wie viele thematische Verbindungen sie bieten zu den Fragen und Diskursen unserer Gegenwart. Der Spirit der 1980er-Jahre in New York wird spürbar, und das nicht nur für diejenigen, die die Zeit selbst miterlebt haben, sondern auch für junge Menschen. Die Themen der Ausstellung umfassen Musik, Lifestyle, Mode, Party, Sexualität und Politik. Warhol und Haring legten mit ihrer künstlerischen Praxis den Grundstein für Phänomene, die in unserer heutigen Kultur als selbstverständlich gelten: von frühen Formen des Reposting und Remixing, bei denen sie Elemente und Motive anderer Künstler:innen in ihre eigene Ästhetik integrierten, über die Überhöhung der Celebrity-Kultur bis zur Verbindung von Underground und Mainstream.“

Mit „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ präsentiert das Museum Brandhorst die weltweit erste umfassende institutionelle Ausstellung, die sich beiden Künstlern widmet. Der Titel der Schau ist dem Motto von Keith Harings Geburtstagsfeiern entlehnt: „Party of Life“ erzählt vom Kosmos der 1980er-Jahre, von MTV, Discos, Voguing, Hip-Hop, New Wave und Graffiti. In diesem Umfeld zeichnet die Ausstellung Warhols und Harings Künstlerfreundschaft nach. Dabei offenbart sie Parallelen in ihrem künstlerischen Selbstverständnis, ihrer Offenheit für Kooperation und gemeinschaftliche Projekte sowie in ihrer inklusiven Haltung: Kunst und ihre Botschaften sollten möglichst viele Menschen erreichen.

Neben berühmten Schlüsselwerken fokussiert die Ausstellung dabei auch auf Film- und Fotoaufnahmen, Archivmaterial sowie Poster, Schallplatten und Alltagsgegenstände. Damit eröffnet die Schau im Museum Brandhorst, das mit über 120 Werken die größte Warhol-Sammlung in Europa und ein wachsendes Konvolut an Haring-Arbeiten beherbergt, neue Blickwinkel auf beide Künstler.

Die Ausstellung „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ ist noch bis zum 26. Januar 2025 im Museum Brandhorst zu sehen.

Langer Donnerstag
Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist der lange Donnerstag. Von 17 bis 20 Uhr können Besucher:innen die Ausstellung „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ samt passender Musik erkunden (die Playlist zur Ausstellung ist auch auf Spotify verfügbar). Jeden letzten Donnerstag im Monat legen DJs des Münchner Music Labels Public Possession live vor Ort auf.

Magazin zur Ausstellung
Angelehnt an Warhols wegweisendes „Interview Magazine“ und inspiriert von Harings Haltung, Kunst für alle zugänglich zu machen, gibt es in Kooperation mit ART – das Kunstmagazin ein Sonderheft begleitend zur Ausstellung. Interviews, Beiträge und Fotostrecken bieten viele Einblicke in die Freundschaft und das Schaffen der beiden Jahrhundertkünstler im aufregenden New York der 1980er-Jahre.
Im Museumsshop für 16 € erhältlich.
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 28. Okt. bis 3. Nov.
(Kalenderwoche 44)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und mit dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Hinweis: Bis Freitag, 8. November, ist die Gemäldegalerie im Dachgeschoss des Augustinermuseums wegen Ausstellungsumbaus geschlossen.

Kunstpause: Strahlend schön!
„Strahlend schön! Heiligenscheine“ ist der Titel einer Kunstpause am Mittwoch, 30. Oktober, um 12.30 Uhr in der Ausstellung „Bellissimo!“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Der Heiligenschein oder Nimbus ist eine Leucht- oder Lichterscheinung. Er krönt in der christlichen Kunst Jesus Christus, Maria und weitere heilige Männer und Frauen. Welche Materialien und Formen ihm die Künstler der Renaissance geben, erfahren Interessierte bei einer Kurzführung mit der wissenschaftlichen Volontärin Adana Schulz. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Tanzperformance: shadow
Anlässlich der Ausstellung „Modern Times“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, erforscht die Choreografin und Tänzerin Julia Klockow in einer Tanzperformance am Donnerstag, 31. Oktober, um 18 Uhr ihre Beziehung zu den Themen Krieg und Trauma sowie Freiheit und Freizügigkeit. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum Natur und Mensch

Familiennachmittag: Das Ei des Archaeopteryx
Beim Familiennachmittag am Sonntag, 3. November, von 14 bis 16 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, werden Kinder ab 6 Jahren zu Detektivinnen und Detektiven: Sie begeben sich auf die Suche nach dem wertvollsten Dino-Ei der Welt – dem des sagenumwobenen Archaeopteryx. In der Werkstatt filzen Groß und Klein anschließend kleine Dino-Küken. Die Teilnahme kostet für Kinder 5 Euro, Erwachsene zahlen 5 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop. Bitte beachten Sie, dass Kinder nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen können. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket

Archäologisches Museum Colombischlössle

Matinee: Von Göttergaben zu geheimnisvollen Druiden
Bei einer Matinee am Sonntag, 3. November, von 11 bis 13 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, erkunden Teilnehmende mit der Expertin Angelika Zinsmaier die keltische Glaubenswelt. Dabei folgen sie der Spur von Mistelzweigen, Zaubertränken, geheimnisvollen Ritualen und kostbaren Geschenken an die Götter und decken dabei so manches „Klischee“ auf. Begleitet wird die Veranstaltung von der Gruppe „TrioManie“ mit Violine, Baritonsaxophon und Akkordeon. In Kooperation mit dem Verein „Freunde des Archäologischen Museums“. Die Teilnahme kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Webtalk: Die Causa Wolf Middendorff
Bei einem Webtalk am Mittwoch, 30. Oktober, um 20.15 Uhr referiert der Historiker Markus Wolter zur Geschichte der Alten Synagoge in Freiburg und ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Dabei geht er auch auf die Rolle von Wolf Middendorff ein, von dem eine der bekanntesten Fototaufnahmen der zerstörten Synagoge stammt. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Freiburg und die Region im Nationalsozialismus“ im Wintersemester 2024/25 und findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG), der Universität Freiburg und dem Verbund Gedenkstätten Südlicher Oberrhein statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Über den folgenden Link geht es zur Veranstaltung: meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq
 
 

Wir wöllen frei sein. Druckgraphik aus der Zeit des Bauernkriegs
© Staatsgalerie Stuttgart
 
Wir wöllen frei sein. Druckgraphik aus der Zeit des Bauernkriegs
Staatsgalerie Stuttgart
Ausstellung bis 16.2.2025

Vor 500 Jahren geschieht schier Unglaubliches: Die Bauern begehren gegen den Adel und die ständische Ordnung auf. Diese »Revolution des gemeinen Mannes« wird von der Obrigkeit brutal niedergeschlagen – und ist doch der Beginn eines Wandels, der in eine moderne Welt führen wird.

Wenn die Bauern Luthers Postulat der »Freiheit eines Christenmenschen« skandieren, meinen sie damit die Abschaffung der Leibeigenschaft sowie die Befreiung von ungerechten Steuerlasten und Repressalien. Dabei bezieht sich die Parole eigentlich auf das Seelenheil, das allein durch den Glauben zu erlangen sei. Die Befreiung von irdischen Nöten hat Luther nicht im Sinn, weshalb er schließlich gegen die Bauern Stellung bezieht.

Der Ruf nach geistlicher und weltlicher Freiheit hallt auch in den Werken der Künstler wider – und findet gerade im Medium der Druckgraphik weite Verbreitung. Auf diese Weise gelangen die neuen religiösen und politischen Ideen unter die Menschen und entfalten ihre Wirksamkeit. Mit oft hintersinnigem Bildwitz stellen die Künstler die großen Fragen ihrer Zeit: Haben wir einen freien Willen? Was ist Sünde? Was verschafft uns Erlösung? Hat unsere Vernunft unsere Sinnlichkeit unter Kontrolle? Und wie können wir in einer Welt im Aufruhr Orientierung finden?

Meisterhafte Blätter aus dem Bestand der Graphischen Sammlung u.a. von Albrecht Dürer, Lucas Cranach dem Älteren und den Beham-Brüdern zeigen uns, dass der Wunsch nach Freiheit und Gerechtigkeit zeitlos ist und immer wieder neu verhandelt werden muss.

zum Bild oben:
Sebald Beham, Ein nach links tanzendes Paar (Blatt 9 aus der Folge: Das Bauernfest), 1537, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
© Staatsgalerie Stuttgart
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Pfinzgaumuseum: Telefonführung zur Bad.Revolution und zu Henriette Obermüller
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Pfinzgaumuseum: Telefonführung zur Bad.Revolution und zu Henriette Obermüller
Anmeldung bis spätestens 31. Oktober erforderlich

Am Samstag, 2. November, um 13 Uhr bietet das Pfinzgaumuseum eine kostenlose Telefonführung zur Dauerausstellung an. Bei diesem barrierefreien Angebot gehen die Hörerinnen und Hörer bequem von Zuhause aus per Telefon mit Kulturvermittlerin Eva Unterburg auf Entdeckungsreise durch die Museumsräume. Unter dem Titel "'Vom republikanischen Schwindel ergriffene Weiber‘: Henriette Obermüller und die Badische Revolution 1848/49" erfahren die Teilnehmenden mehr über die revolutionären Ereignisse in Baden und lernen eine engagierte Durlacher Verfechterin der neuen politischen Ideen kennen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 31. Oktober unter
stadtmuseum(at)kultur.karlsruhe.de oder 0721 133-4231 ist erforderlich

zum Bild oben:
Das Pfinzgaumuseum ist in den Räumlichkeiten der Durlacher Karlsburg beheimatet.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
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Sondermann-Preise 2024 an Rainald Grebe und Samuel Eschmann
Frankfurt, 22.10.2024. Die diesjährigen Sondermann-Preise gehen an Rainald Grebe und Samuel Eschmann. Das gab der Sondermann-Verein zur Förderung, Erforschung und Verbreitung der Komischen Kunst und Literatur am 21. Oktober 2024 bekannt. Die Preise werden seit 2004 verliehen und sind mit € 5000 und € 2000 dotiert.

Dem 1971 geborenen Rainald Grebe wird der Hauptpreis in Anerkennung seiner Leistungen als Theater- und Liedermacher verliehen. Die Jury lobt den Witz seines Umgangs mit populären Mythen: „Rainald Grebe schreibt Texte, die an die deutsche Seele rühren, indem sie deutsche Szenen verrühren. Seine Aneignung von allgemein bekannten Kulturphänomenen – Karl May, Sisi, Brandenburg, Autobahnen und vieles mehr – in Liedern und Bühnenstücken haben das, was wir über uns zu wissen glaubten, kräftig gegen den Strich gebürstet. Und das geht nicht wenigen Menschen gegen den Strich. Uns aber gefallen diese formbewusste Frechheiten.“

Der Förderpreis wird dem 1976 in der Schweiz geborenen und in Berlin lebenden Satiriker Samuel Eschmann zugesprochen. Sein erstes Buch trug den Titel „Mein erstes Buch schreib ich gleich selbst“ und erschien 2017. In zahlreichen Zeichnungen und auf Youtube veröffentlichten Videos hat er seitdem die Absurdität des Alltags in leisen Tönen ironisiert, was die Sondermann-Jury begeistert hat. „Samuel Eschmann ist kein Spötter, sondern ein Spotter. Er erspäht Groteskes, das uns ganz normal erscheint, und setzt es auf eine Art in Szene, dass es uns zu Humoresken wird. Das ist komische Kunst: die Welt mit dem zu befremden, was ihr das Selbstverständlichste scheint.“

Die Sondermann-Preise werden im Rahmen einer von Oliver Maria Schmitt moderierten abendlichen Gala am Samstag, dem 9. November 2024, im Caricatura-Museum der Stadt Frankfurt überreicht. Der Vorverkauf für die Veranstaltung hat begonnen.

Sondermann-Gala
Caricatura Museum
9.11.2024, 20 Uhr
Einlass ab 19 Uhr
Karten 29 Euro, erhältlich im Caricatura Museum (Dienstags bis Sonntags 11-19 Uhr)

Sondermann e.V.
Verein zur Förderung, Erforschung und Verarbeitung der Komischen Kunst und Literatur e.V.
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Neues aus dem Dreiländermuseum
Klassische Moderne im Markgräflerland

Im Hebelsaal des Dreiländermuseums ist die nächste Ausstellung in Vorbereitung:
Vernissage am Sonntag, 27. Oktober 2024, um 11:15 Uhr
Wir zeigen Werke des ‚Markgräfler Malers‘ Emil Bizer (1881-1957) der zweifellos zu den bedeutendsten Künstlern der Region am Oberrhein zählt. Ab 1912 lebte er mit Unterbrechungen in Badenweiler und war zeitweise Vorsitzender der Künstlervereinigung „Badische Secession“. In seinen Ölgemälden wird auch sein grafisches Schaffen der 1920er Jahre erkennbar, aufgrund dessen er überregional bekannt, aber bald auch von den Nationalsozialisten ausgegrenzt wurde. In der Nachkriegszeit lehrte er, zusammen mit seinem Künstlerfreund, dem Lörracher Ehrenbürger Adolf Strübe, an der Kunstakademie Freiburg. Unter dem Titel Emil Bizer – Klassische Moderne im Markgräflerland sind Leihgaben aus Privatbesitz und Neuerwerbungen für die Museumssammlung zu sehen.

Die große Sonderausstellung Typisch Dreiland! Cartoons von Peter Gaymann neigt sich ihrem Ende zu…
Zur Finissage bei einem Glas Sekt mit Wolfgang Baaske, Kurator der Ausstellung und enger Freund Gaymanns, und Museumsleiter Jan Merk am Sonntag, 17. November um 16 Uhr, laden wir Sie herzlich ein!

Die Ausstellung können Sie auch nach ihrem Ende noch ‚mit nach Hause nehmen‘. Der zur Ausstellung erschienene Katalog mit über 40, teilweise ganz neuen Cartoons, einem Interview mit Peter Gaymann und Texten zur kuratorischen Idee hinter der Ausstellung wird sehr gut nachgefragt – noch sind Exemplare im Museumsladen für nur 12 Euro erhältlich!

Diese und alle weiteren Museumstermine sind im Veranstaltungskalender online tagesaktuell abrufbar.

Dreiländermuseum
Basler Straße 143
D-79540 Lörrach
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