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Museums - und Ausstellungstipps

Neuerwerbung: »Need III« von Berlinde De Bruyckere
© Berlinde De Bruyckere
 
Neuerwerbung: »Need III« von Berlinde De Bruyckere
Staatsgalerie Stuttgart

Zwischen Körperlichkeit und Vergänglichkeit: Berlinde De Bruyckere trifft auf Doris Salcedo und Teresa Margolles. Drei weibliche Positionen, die jeweils eine eigene, eindringliche visuelle Sprache für das Unsagbare gefunden haben, werden aktuell in »THIS IS TOMORROW« in der Staatsgalerie Stuttgart gezeigt.

Berlinde De Bruyckere (geb. 1964) lebt und arbeitet in Gent und gehört zu den international renommiertesten belgischen Künstlerinnen. Seit den frühen 1990er Jahren entwickelt sie ein eindringliches Œuvre, in dem die menschliche Existenz, die Verletzlichkeit des Körpers und die Spannung zwischen Leben und Tod im Zentrum stehen. Ihr Werk zeichnet sich durch eine tiefe Sensibilität für Bilder aus – sei es aus der Kunstgeschichte oder von aktuellen Ereignissen – und spiegelt sowohl kollektive als auch intime Erfahrungen wider: von Leid, Vergänglichkeit und Traumata zu Geborgenheit und Schönheit.

Ein zentrales Interesse von De Bruyckere liegt in der Körperlichkeit des Menschen. So beeinflusst ihre intensive Beschäftigung damit auch die Werkreihe »Need«. Hier werden aus in Wachs geformte Körperfragmente mit gefundenen, präzise arrangierten Materialien kombiniert und in zu Vitrinen umgebauten alten Glasfenstern gezeigt. Das Wachs erscheint durch seine Brüche, Verletzungen und Abformungen fast wie Fleisch, wodurch die Grenze zwischen Belebtem und Unbelebtem, zwischen Realität und Imagination aufgehoben wird. Die Vitrine mit ihren brüchigen Streben und dem alten Glas gehört zum Gesamtensemble und versetzt die Objekte zu körperhaften Erscheinungen, die jeden Betrachtenden in einen Zustand des Nachdenkens über Verletzlichkeit und Transzendenz versetzen.

Die Freunde der Staatsgalerie Stuttgart e. V. ermöglichen mit dem Ankauf von »Need III, 2023–2024« von Berlinde De Bruyckere nun eine bedeutende Erweiterung der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Staatsgalerie Stuttgart. Der Neuankauf unterstreicht das kontinuierliche Engagement der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart e. V., herausragende künstlerische Positionen für die Sammlung zu sichern und aktuelle Perspektiven in den Museumsdialog einzubringen.

Im Rahmen der Sammlungspräsentation »THIS IS TOMORROW« wird die Installation »Need III, 2023-2024« in Gegenüberstellung mit Werken von Doris Salcedo und Teresa Margolles gezeigt. Drei weibliche Positionen, die jeweils eine eigene, eindringliche visuelle Sprache für das Unsagbare gefunden haben. Die gemeinsamen Themen dieser drei Künstlerinnen sind: Gewalt, Verlust und Trauer. Daher wählte De Bruyckere spezifische Werke der Alten Meister aus, stellte sie in einen neuen Kontext und stellte eine Verbindung zu ihren eigenen Arbeiten her: die Kreuzigung Christi, moderne Tragödien wie die Waffengewalt in amerikanischen Städten, Kartellgewalt und Femizide.

Ein weiteres Schlüsselwerk De Bruyckeres ist ihre Serie auf Papier »It almost seemed a lily«. Ausgangspunkt dafür war ihre Begegnung mit den »Eingeschlossenen Gärten« (Hortus Conclusus) der Augustiner-Hospital-Schwestern in Mechelen. Deren akribisch gestaltete Andachtskästen vereinen Textilien, Wachs, Holz, künstliche Blumen und andere Materialien und dienen den Nonnen als intime Räume spiritueller Versenkung. Das Motiv der welkenden Blume ist der Inbegriff der Vereinigung von Leben und Tod, und so friedlich die Blumen-Collagen auch wirken mögen, die brutalen Kratzer auf dem Kohlepapier lassen eine verborgene Gewalt erahnen. Für De Bruyckere symbolisieren sie zugleich Orte des Begehrens und werden zu Ausgangspunkten für eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit diesen Themen. Drei Blätter dieser Folge sind aktuell im Dialog mit zwei Werken aus unserer Altmeister-Sammlung zu sehen: Die Künstlerin hat dafür ein Diptychon von Aelbert Bouts aus der Sammlung der Staatsgalerie ausgewählt und in Gegenüberstellung zu ihren Arbeiten im Bereich der zeitgenössischen Sammlung gebracht.

zum Bild oben:
Berlinde De Bruyckere, Need III, 2023–2024, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart e.V.
© Berlinde De Bruyckere
 
 

 
Museum für Neue Kunst schließt am Donnerstag, 2. Juli, um 17 Uhr
Am Donnerstag, 2. Juli, nehmen die Mitarbeiter*innen der Museen Freiburg, des Kulturamts und des Stadtarchivs am jährlichen Betriebsausflug teil. Aus diesem Grund fallen im Museum für Neue Kunst die verlängerten Öffnungszeiten weg. Normalerweise ist das Museum für Neue Kunst donnerstags bis 19 Uhr offen. An diesem Tag schließt das Haus, genau wie das Augustinermuseum mit dem Haus der Graphischen Sammlung, das Archäologische Museum Colombischlössle, das Museum Natur und Mensch und das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, um 17 Uhr. Der Schnupperkurs „Tabata“, der für 17 Uhr geplant war, findet nicht statt.
 
 

Neue Sonderausstellung
© Harald Wacker
 
Neue Sonderausstellung "Lost Places" in Karlsruhe
Fotografien von Harald Wacker“ im Stadtmuseum

Mit der Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe. Fotografien von Harald Wacker“ präsentiert das Stadtmuseum vom 4. Juli 2026 bis 7. Februar 2027 einmal eine ganz andere, eher unbekannte Seite der Fächerstadt. Mit der Kamera hat der Fotograf Harald Wacker heute nicht mehr existente, inzwischen vergessene oder umgenutzte Karlsruher Orte festgehalten und ihre einzigartigen Geschichten bewahrt.

Seine Fotografien zeigen nicht nur urbane Architektur, sondern laden auch dazu ein, in die Ästhetik der Orte einzutauchen. Dazu präsentiert das Stadtmuseum ausgewählte Objekte aus seiner Sammlung, die Teil dieser Orte waren oder dort hergestellt wurden – wie Kosmetikartikel der Seifenfabrik F. Wolff & Sohn, Fleischerhaken vom Alten Schlachthof oder ein Gemälde aus den ehemaligen Künstlerateliers am Hauptbahnhof.

Teil der Sonderausstellung ist außerdem das Escape Game „Der letzte Badetag“, das alle Besuchenden dazu einlädt, spielerisch in die Geschichte des einstigen Tullabads einzutauchen, das heute als Exotenhaus des Zoologischen Gartens genutzt wird.

Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Kuratorinnenführung durch die Sonderausstellung

Am Sonntag, 5. Juli, um 15 Uhr führt Dr. Christiane Sutter durch die Sonderausstellung. Die Teilnehmenden erhalten spannende Einblicke in das fotografische Schaffen von Harald Wacker.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.
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Ausstellungstipp: Katharina Greve – Qualitätsideen seit 1972
Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst
bis 17. Januar 2027

Katharina Greve gehört zu den renommiertesten Vertreterinnen der Komischen Kunst. Ihr vielfach ausgezeichnetes Werk ist geprägt von satirischem Humor sowie architektonisch inspirierten Zeichnungen und wird nun in einer umfassenden Gesamtschau präsentiert. Greves künstlerisches Repertoire ist breit gefächert und umfasst neben Cartoons und Comics auch Malerei, Illustrationen, Fotos sowie Objekt-, Film- und Textarbeiten. Mal verspielt und leicht, mal pointiert kritisch und nah am Zeitgeschehen, und dann von Nonsens getragen, überrascht sie immer wieder mit ihrem scharfsinnigen Blick auf unsere Welt.

Katharina Greve, geboren 1972 in Hamburg, schloss 1999 ihr Architekturstudium an der TU Berlin ab. Seit 2002 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig, widmete sich zunächst dem szenischen Schreiben, Performances, Installationen und Designarbeiten. Ab 2004 folgten erste Cartoons, die bis heute in vielen Zeitungen und Magazinen erscheinen, darunter Titanic, taz, neues deutschland und Süddeutsche Zeitung.

Bereits bei ihrem Comic-Debüt Ein Mann geht an die Decke erregte Greve Aufmerksamkeit mit ihrer unverwechselbaren Stilistik. Zentrale Merkmale zeigen sich bereits hier in konzeptuellen Erzählansätzen, seriellen Strukturen und spielerischen Perspektivwechseln, die aus absurden Ausgangssituationen heraus grundlegende Fragen zu Wahrnehmung und gesellschaftlicher Ordnung entwickeln. Diesen Ansatz führt sie sowohl in Patchwork, einer lakonisch erzählten Geschichte über eine Transplantationsforscherin, die ihre Kinder im Labor erschafft, wie auch in Hotel Hades, ihrem Entwurf einer absurden Jenseitswelt, konsequent fort.

Die dicke Prinzessin Petronia stellt wiederum Greves parodistische Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis (seit 2015 in Das Magazin). Mit ironischer Zuspitzung überführt sie Saint-Exupérys Kunstmärchen Der kleine Prinz in eine episodische Comic-Erzählung. Im Mittelpunkt steht die stets übel gelaunte Cousine des kleinen Prinzen: Prinzessin Petronia, die sich den Erwartungen ihres Umfelds widersetzt und um Selbstbestimmung ringt. Hier schafft Greve eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit Rollenbildern, Körpernormen, gesellschaftlicher Zuschreibung, Identität und Anpassung. Die Besucherinnen und Besucher des Museums werden indes bereits im Schaufenster von einem Skulptoon der Prinzessin Petronia begrüßt, die zusammen mit dem Multifunktionswurm Mirco auf ihrem Planeten durch das Universum schwebt. Angefertigt wurde das Werk vom Kasseler Bildhauer Sigi Böttcher.

Zu Greves bedeutendsten Werken zählt ihr 2015 gestarteter Webcomic Das Hochhaus – 102 Etagen Leben. Über zwei Jahre hinweg wuchs das virtuelle Gebäude täglich um ein Stockwerk. Inzwischen auch als Buch erhältlich (Buchrolle vergriffen), entwirft Greve ein absurd komisches Panorama des (zwischen-)menschlichen Lebens. Hinter den scheinbar abgeschlossenen, privaten Mikrokosmen der Bewohner und Bewohnerinnen entfalten sich ungefiltert die großen gesellschaftlichen Themen der Gegenwart: Arbeit und Leistungsdruck, Familien- und Rollenbilder, Einsamkeit und soziale Nähe, Migration, Identität und Zugehörigkeit, Wohlstand und Ungleichheit. Auf engstem Raum verdichtet sich so ein vielschichtiges Bild gesellschaftlicher Realität – präzise beobachtet und zugleich von feinsinnigem Humor durchzogen.

Greves Liebe zu außergewöhnlichen Figuren und Geschichten zeigt sich wiederum in ihrem Werk Die letzten 23 Tage der Plüm. In minimalistischer Bildsprache und pointierten Texten entwirft Greve ein amüsantes Lehrstück zum Krisenmanagement der Plüms, zwischen ehrlichen Bemühungen zur Rettung ihrer Welt und tiefster Resignation vor der scheinbar unabdingbaren Apokalypse.

Ihr neuestes Werk Meine Geschichten von Mutter und Tochter ist Greves Hommage an Erich Ohsers (alias e. o. plauen) Vater und Sohn. Mit großem Gespür übersetzt sie seine berühmten Bildergeschichten in das Hier und Jetzt. Ihre Protagonistinnen begegnen den Herausforderungen des modernen Alltags und beantworten Fragen nach Geschlecht, Normen und Erwartungen mit viel Kreativität, Herz und Verstand.

Über ihre Buchpublikationen hinaus entfaltet Katharina Greve ihre künstlerische Vielseitigkeit in zahlreichen weiteren Projekten: Regelmäßig erscheinen Textbeiträgein der Titanic-Rubrik „Vom Fachmann für Kenner“, im Jahr 2020 widmete sie sich der Acrylmalerei. Ebenso erstreckt sich Greves künstlerisches Repertoire auf Fotografie wie die „Aussagekräftigen Symbolbilder“. Von Kreativität zeugt ebenso ihre Objektkunst, so präsentiert die Ausstellung unter anderem ihr Werk Kalendula, den ersten Armband-Abreißkalender.

Insbesondere sind Greveszahlreiche Cartoons für Zeitungen und Magazine hervorzuheben. Pointiert kommentiert sie gesellschaftliche und politische Themen wie die Gefahren der Robotik, die Krise des Gesundheitswesens, den Klimawandel oder die Rentendebatte. Internationale Beachtung fand Greves Cartoon, der im Karicartoon-Kalender exakt am 10. Februar 2013 den Papstrücktritt von Benedikt XVI. vorhersagte.

Die Werkschau „Qualitätsideen seit 1972“ im Caricatura Museum gibt einen umfassenden Einblick in das künstlerische Œuvre von Katharina Greve. Ein Highlight der Ausstellung ist unter anderem das komplette Hochhaus, über fünf Meter hoch. Das einem Cartoon nachempfundene Verlierertreppchen dürfte zudem für viele Lacher und Selfies sorgen. Auch die Tapete als prägendes Gestaltungselement und heimlicher Star in Greves Cartoons rückt in den Fokus der Ausstellung: Ein für sie charakteristisches Tapetendesign gestaltet eine gemütliche Leseecke. In dieser ruhigen, einladenden Atmosphäre können Besucherinnen und Besucher in Greves Bildwelt eintauchen und in ihren Publikationen schmökern.
 
 

Marcel van Eeden präsentiert seinen Werkzyklus „6. August 1870“
© Marcel van Eeden
 
Marcel van Eeden präsentiert seinen Werkzyklus „6. August 1870“
Neue Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum

Die Geschichte eines nordafrikanischen Kolonialsoldaten führt von den Schlachtfeldern des Deutsch-Französischen Krieges über Algerien und Tunesien bis ins Freiburg der Gegenwart. Diesem Kapitel europäischer und kolonialer Geschichte widmet sich der niederländische Künstler Marcel van Eeden (*1965 in Den Haag) in seinem 70-teiligen Werkzyklus „6. August 1870“. Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum zeigt die Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 18. Oktober.

Marcel van Eeden, dem 2023 der Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg (seit 2024: Landespreis für Bildende Kunst BadenWürttemberg) verliehen wurde, setzt sich in seinem Werkzyklus mit den Verflechtungen von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Forschung ist das Schicksal des aus Nordafrika stammenden Abdel Kader Ben Lahcen (früher geschrieben: Abdel Kader Ben Ladsche). Dieser kämpfte im Deutsch-Französischen Krieg auf französischer Seite, wurde am 6. August 1870 in der Schlacht von Wœrth/Frœschwiller verwundet und starb wenige Monate später an den Folgen seiner Verletzungen in einem Lazarett in Schwetzingen. Van Eeden rekonstruiert nicht nur die letzten Monate seines Lebens, sondern verfolgt auch dessen Herkunft.

Für seine Recherchen reiste der Künstler vom Elsass über Baden bis nach Tunesien und Algerien. Aus zeitgenössischen Fotografien und historischen Texten entstand ein vielschichtiger Werkzyklus, der historische Ereignisse mit aktuellen Fragen nach Erinnerung, Verantwortung und gesellschaftlichen Machtstrukturen verbindet. Van Eeden arbeitet mit einem alten Objektiv und nutzt für seine Aufnahmen das historische Gummidruckverfahren. Die handwerklich bearbeiteten Abzüge verleihen den Bildern eine besondere Bildsprache, die sich zwischen Fotografie und Malerei bewegt.


Ein besonderer Bezug zur Stadt Freiburg ergibt sich durch den unrechtmäßig angeeigneten Leichnam des Verstorbenen Abel Kader Ben Lahcen, der sich heute im kolonialen Verantwortungsbestand der Universität Freiburg befindet. Die Ausstellung beginnt mit Fotografien einer Stele vor dem Anatomischen Institut der Universität Freiburg. Bis 2021 trug sie die Büste des Anatomen und Anthropologen Alexander Ecker (1816–1887). Er hatte die koloniale Wissenschaftssammlung begründet, in die auch der Verstorbene Ben Lahcen überführt wurde. Im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung geriet das Denkmal in den Fokus öffentlicher Debatten über rassistische Wissenschaftsgeschichte. Die Universität Freiburg arbeitet ihren historischen Verantwortungsbestand aktuell auf – auch in Kooperation mit Herkunftsgesellschaften – und setzt sich für einen respektvollen Umgang ein.

Weitere Stationen des Werkzyklus führen nach Wœrth/Frœschwiller im Elsass, auf das ehemalige Schlachtfeld des Deutsch-Französischen Krieges, nach Schwetzingen sowie nach Tunis, Algier, Oran und Mostaganem.

Ergänzt wird die Präsentation durch Arbeiten von Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, an der van Eeden als Rektor und Professor für Malerei tätig ist. Sie setzen sich in eigenen Werken mit van Eedens Recherche und den behandelten Themen auseinander.

Die Ausstellung wurde von Isabel Herda vom Museum für Neue Kunst erarbeitet. Sie knüpft an aktuelle Forschungen zu kolonialen Wissenschaftssammlungen an und verbindet kunsthistorische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Perspektiven. Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unterstützte das Projekt fachlich. Der Katalog zur Ausstellung kostet im Online-Shop und an der Museumskasse 20 Euro.

Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum, Salzstraße 32/34, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises Augustinermuseum und des Fördervereins Museum für Neue Kunst, mit Freiburg-Pass, Familien-Card und MuseumsPASS-Musées ist er frei. Weitere Informationen gibt es unter
www.museen.freiburg.de/museen/am/sonderausstellungen-am.

zum Bild Oben:
Marcel van Eeden, aus: 6. August 1879, 2024-25, Repro: Lukas Plener © Marcel van Eeden
 
 

 
Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 29. Juni bis 5. Juli
(Kalenderwoche 27)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Lecture Performance und Gespräch
Das Augustinermuseum lädt Interessierte am Freitag, 3. Juli, von 16.30 bis 18 Uhr zur „Lecture Performance" in der Ausstellung „Marcel van Eeden. 6. August 1870" im Haus der Graphischen Sammlung, Salztsraße 32/34, ein. Benjamin Djamel Belhocine, Student an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, trägt einen eigenen Text vor. Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen Marcel van Eeden und dem französisch-algerischen Schriftsteller Xavier Le Clerc statt. Le Clerc wird digital zugeschaltet. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Treffpunkt ist in der Ausstellung im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Matinee: Die Geheimnisse der römischen Heilkunst
Skalpell, Salbe und Segen: Bei der Matinee im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, am Sonntag, 5. Juli, von 11 bis 13 Uhr geht es um die Heilkunst im alten Rom. Mit der Expertin Maya Sandhaas tauchen die Teilnehmenden in eine Welt ein, in der antike Chirurgie auf die Kraft der Kräuter und den Beistand der Götter traf. Das Arcadia Ensemble mit Sonja Kanno-Landoll und Christian Zimmermann spielt dazu Werke von John Playford, Antonio Vivaldi, Jean-Baptiste Lully, Jacob van Eyck und anderen. Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich.

Museum für Neue Kunst

Familiennachmittag: Hast du dir die Regel ausgedacht?
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt Familien mit Kindern ab 7 Jahren am Sonntag, 5. Juli, von 14 bis 16 Uhr in die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst" ein. Bei einem Rundgang können Klein und Groß auch das Tischtennisspielen mit Hindernissen oder Fußballspielen mit eckigen Bällen testen. Anschließend gestalten die Teilnehmenden in der Werkstatt ein eigenes Brettspiel. Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, Erwachsene zahlen zusätzlich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Sitzführung: Hinter den Fassaden
Die „Machtergreifung" der Nationalsozialist*innen 1933 veränderte auch in Freiburg Politik und Alltag. Bei der Führung durch die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, am Sonntag, 5. Juli, von 15 Uhr bis 16.30 Uhr erfahren die Teilnehmenden anhand verschiedener Zeugnisse mehr über lokale Akteur*innen und reflektieren die Ereignisse. Bei der Führung wird darauf geachtet, dass die Teilnehmenden sitzen können, Platz für Hocker, Rollstühle und Rollatoren in Standardgrößen wird eingeplant. Das Veranstaltungsticket kostet 4 Euro, es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
 
 

Gel(i)ebte Geschichte: Schloss Waldburg
Fotoshootingraum auf Schloss Waldburg (c) Max Haller
 
Gel(i)ebte Geschichte: Schloss Waldburg
Erhaben auf einem Hügel gelegen, schaut die Waldburg im Landkreis Ravensburg nicht nur auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück, sondern bietet auch eine überragende Aussicht über die Region Oberschwaben, den Bodensee und die Alpen. Doch auch in ihrem Inneren gibt es einiges zu sehen. Mit einem angestaubten Museum hat das Stammhaus der Waldburger nämlich nicht viel gemein: in der digitalisierten Burg gibt es sprechende Porträts berühmter Persönlichkeiten, man kann sich per App durch die Räume führen lassen und sich im Foto-Shooting-Raum oder am Insta-Selfie-Point auf dem Dach verewigen. Dazu finden das ganze Jahr über besondere Events statt.
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Open-Air-Festival Junge Nacht
Foto: Milena Wojhan. Museum Brandhorst, Bayr.Staatsgemäldesammlungen, München
 
Open-Air-Festival Junge Nacht
Das Museum Brandhorst lädt ein zum Open-Air-Festival Junge Nacht mit Kunst, Musik, Workshops, Visuals, Foodtrucks & Getränkeständen am 26. Juni

Festivalwiese | Pavillon 333 | Museum Brandhorst
17 - 24 Uhr | Ausstellungen im Museum geöffnet | Eintritt frei

Open Air & Open House
Die Junge Nacht des Museums Brandhorst findet jährlich am letzten Freitag im Juni statt. Das Open-Air Festival bietet bis Mitternacht freien Eintritt in die aktuellen Ausstellungen und ein vielfältiges Programm auf der Festivalwiese hinter dem Museum.

Junge Nacht 2026
Am Freitag, den 26. Juni findet die 6. Junge Nacht des Museums Brandhorst im Herzen des Kunstareals statt. Das Museum Brandhorst lädt am Abend in die Ausstellungen „Confrontations“, „Long Story Short“ und „Carrying“ ein und belebt das Kunstareal mit Open-Air-Konzerten, Workshops, Kunstgesprächen, Visuals, Soundperformances, Foodtrucks und Getränkeständen. Der Eintritt ist frei.

Musikprogramm
Das musikalische Programm in Kooperation mit dem Blitz Club nimmt die Themen von „Carrying“ auf und trägt die Vielstimmigkeit einer jungen lokalen und nationalen (post-)migrantischen Musikszene ins Kunstareal. Ergänzt wird das Programm durch vier lokale Chöre, die im Lepanto-Saal Cy Twomblys gleichnamigen Zyklus musikalisch begegnen.

Live auf der Bühne
DJ Süperfly
Istanbul Ghetto Club
Kettalynne
Madanii
Selam Araya
Sinem

Lokale Chöre im Lepanto-Saal
Corner Chor
Gold Chor
Misafirler | Μουσαφίρηδες
Suzi Dil Koro

Junge Nacht x Carrying
Das Ausstellungsprojekt „Carrying“ aktiviert Räume innerhalb und außerhalb des Museums Brandhorst. Kunstwerke der internationalen Künstlerinnen Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce besetzen historisch aufgeladene Orte, Transitzonen sowie den öffentlichen Raum. Ausgangspunkt ist die Frage danach, welche Geschichten die „Türkenstraße“ oder der „Lepanto“-Saal tragen und welche Erzählungen das Museum sicht- und hörbar macht. Spotify-Playlist zur Einstimmung: Carrying - playlist by Museum Brandhorst | Spotify

In Kooperation mit FILMFEST MÜNCHEN – CineYou & Ciné Vélo Cité
Seit Jahren bildet die Junge Nacht den Auftakt zum FILMFEST MÜNCHEN. Dieses Jahr bietet das mobile Fahrradkino und Filmlabor Ciné Vélo Cité gemeinsam mit dem FILMFEST MÜNCHEN eine Workshop-Station an, bei der sich Interessierte aller Altersgruppen als Filmemacher:innen ausprobieren können. Die Ergebnisse des Filmlabors werden bei Einbruch der Dunkelheit von der Künstlerin Su Steinmaßl an die Hauswand der Pinakothek der Moderne projiziert.

Zur Ausstellung „Carrying“ gibt eine gemeinsame Filmreihe: „Inventuren einer Stadt: München neu betrachtet“. Ausgewählte filmische Perspektiven machen die pluralen und vielschichtigen Geschichten Münchens sichtbar – kuratiert von Can Sungu. Mit Filmen von Cana Bilir-Meier, Daniel Asadi Faezi, Kevin Jerome Everson, Hans Andreas Guttner, Narges Kalhor, Mila Zhluktenko und Želimir Žilnik.

Weitere Informationen zum Filmprogramm online

In Kooperation mit
FILMFEST MÜNCHEN – CineYou, Blitz Club und Ciné Vélo Cité

Die Junge Nacht wird ermöglicht durch die Udo und Anette Brandhorst Stiftung.
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