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Museums - und Ausstellungstipps
(c) Foto: Patrick Seeger | | | | | Augustinermuseum zieht erste Zwischenbilanz | Über 82.000 Besucher*innen in sieben Monaten
Neue Präsentation im Schwarzwaldbereich: Historische Originale lösen immersive Rauminstallation ab
Seit gut sieben Monaten ist das Augustinermuseum wieder vollständig für Besucher*innen geöffnet und lädt auf rund 3400 Quadratmetern Ausstellungsfläche zum Erkunden ein. Vorangegangen waren mehr als 20 Jahre Bauzeit. Im Bereich Schwarzwald konnten Museumsgäste zum Auftakt in eine digital animierte Rauminstallation eintauchen. Ab Samstag, 10. Oktober, präsentiert das Museum nun die historischen Originale aus der Schwarzwaldsammlung. Bei einem Pressetermin im Museum stellten Kulturbürgermeister Roland Meder und die Leitende Direktorin der Museen Freiburg Jutta Götzmann heute nicht nur die neue Präsentation vor, sondern zogen auch eine erste Bilanz: Über 82.000 Besuchende kamen seit der Gesamteröffnung bis Ende September ins neue Augustinermuseum.
Zwischen Innovation, kultureller Vielfalt und historischer Lebenswirklichkeit: der Schwarzwald
Die Ausstellung zum Schwarzwald lädt in drei Räumen dazu ein, die Region jenseits der bekannten Klischees von Bollenhut und Kuckucksuhr neu zu entdecken – als Ort gesellschaftlicher Veränderungen, kultureller Vielfalt und einer oft herausfordernden Lebenswirklichkeit.
Ein Raum widmet sich der Innovationskraft und der Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung. Aus der Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu sichern, entwickelten sich traditionelle Handwerke wie die Glas- und Textilherstellung, der Bergbau und die Eisenverhüttung weiter. Der Austausch mit anderen Regionen führte zu vielfältigen Erwerbsformen – von der Strohflechterei und Hinterglasmalerei bis hin zu international erfolgreichen Betrieben des Uhrmacherhandwerks. Die vielfältigen und farbenfrohen Schwarzwälder Trachten stehen im Mittelpunkt eines weiteren Raums. Ursprünglich praktische Kleidung, wurden sie im 19. Jahrhundert zum Ausdruck von sozialem Status, regionaler Herkunft und Tradition.
Zugleich sicherte ihre Herstellung zahlreichen Berufsgruppen – darunter Handwerker*innen, Strohflechter*innen und Sticker*innen – den Lebensunterhalt. Der dritte Raum stellt dem idyllischen Bild des Schwarzwalds mit urigen Höfen, verschneiten Landschaften und fröhlich spielenden Kindern die oft harte Lebenswirklichkeit gegenüber, die von Entbehrungen, strengen Hierarchien und der Mitarbeit aller Familienmitglieder geprägt war.
Rund 200 kulturgeschichtliche Exponate – darunter Gemälde, historische Fotografien, Glas- und Keramikobjekte oder Alltagsgegenstände wie Kleidung und Schlittschuhe – veranschaulichen die damalige Lebenswelt. Digitale Stationen zu Themen wie „Ausgrenzung“ oder „Was ist der Schwarzwald für dich?“ laden die Besuchenden zum Nachdenken ein. Wer möchte, kann außerdem eine hölzerne Rückentrage, die sogenannte „Krätze“, ausprobieren und dabei einen Eindruck von den körperlich anspruchsvollen Arbeiten vergangener Zeiten gewinnen.
Die Realisierung der Ausstellungsräume wurde durch die Raumpatenschaft der wvib Schwarzwald AG und etliche Verbundfirmen großzügig unterstützt. Hierzu zählen PWO AG, Endress + Hauser AG, Sick AG, Badische Stahlwerke GmbH und Burger Group. Auch Objektpatenschaften von Schwarzwaldfirmen und Privatpersonen ermöglichten die aufwendige Restaurierung von Werken der kulturhistorischen Sammlung.
Das Augustinermuseum zieht Bilanz
Mit neuen Themen – von der Schatzkammer bis zum FREI_Raum – präsentiert sich das mehr als 100 Jahre alte Augustinermuseum nun vielfältiger und moderner und lädt Menschen dazu ein, sich aktiv einzubringen. Das Haus hat von der Gesamteröffnung am 28. Februar bis zum 30. September insgesamt 82.494 Besuchende gezählt. Die positive Resonanz schlägt sich auch in der großen Nachfrage bei den Vermittlungsangeboten nieder. Insgesamt haben 256 Erwachsenengruppen, Schulklassen und Kitagruppen das Augustinermuseum besucht.
Seit März findet der reguläre Museumsbetrieb mit einem vielfältigen Programm von Führungen, Workshops, Lesungen und Familienangeboten statt. Neue Veranstaltungsformate wie eine Konzertreihe in der Welte-Lounge oder Themenführungen in den hinzugekommenen Ausstellungsbereichen Protest und Revolution, Stadtgeschichte oder Schatzkammer lockten die Besuchenden ins Haus. Aber auch zu Events wie der Woche der Inklusion, dem Internationalen Museumstag oder dem Tag des offenen Denkmals kamen viele kleine und große Gäste. | | | | | |
| | | | | | Fotoausstellung: Lars Eidinger | Present Perfect. Im Dialog mit der Sammlung
Kunsthalle Tübingen,
bis 28.02.2027
Seit über dreißig Jahren fängt der Schauspieler Lars Eidinger die Wirklichkeit zunächst mit der Spiegelreflexkamera später mit seinem Smartphone ein. Mit dem Blick für das Besondere gibt er dabei die Wirklichkeit so wieder wie sie ist: eine steinerne Nymphe ohne Hände am Wegesrand, geometrisch zugerichtete Bäume und Hecken oder Passanten im Doppelgänger-Look. | | Mehr | | | |
| Gasolin-Tankstelle aus Brem im Freilichtmuseum Glentleiten (c) Frederik Nagies | | | | | Deutsche Stiftung Denkmalschutz kürt den Denkmalschnappschuss 2026 | Hunderte nahmen am Fotowettbewerb zum Tag des offenen Denkmals® teil
Knapp 450 Einreichungen gingen zum diesjährigen Fotowettbewerb zum Tag des offenen Denkmals der Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ein. Seit Juni waren Hobby- und Profifotografen dazu aufgerufen, ihren Blick auf Denkmale mit der Kamera festzuhalten. Zentraler Bewertungsaspekt ist der Bezug zum Jahresmotto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Teilnehmer aller Altersklassen beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit mit Motiven, die einen vielseitigen Blick auf die deutsche Denkmallandschaft bieten.
Über den ersten Platz darf sich in diesem Jahr Frederik Nagies (29) aus Rostock freuen. Sein Motiv zeigt eine in den Jahren 1955/1956 errichtete Gasolin-Tankstelle aus Brem, die sich im Freilichtmuseum Glentleiten in Großweil (Bayern) befindet. Der Fotograf hatte einen besonderen Schwerpunkt im Blick: „Der besondere Schatz liegt für mich in dem kleinen ‚Tankruf‘-Schild. Es zeigt, wie persönlich Mobilität früher organisiert war: Wer Kraftstoff brauchte, meldete sich direkt an der Tankstelle. Gerade dieses unscheinbare Detail macht die historische Infrastruktur greifbar und erzählt vom Alltag einer Zeit, in der Reisen, Versorgung und Technik noch enger miteinander verbunden waren. Für mich bewahrt das Motiv deshalb nicht nur Technikgeschichte, sondern auch ein Stück gelebte Alltagskultur.“
Die Wahl des Gewinnerfotos soll alle begeisterten Denkmal-Fotografen zur mehrmaligen Teilnahme am jährlichen Fotowettbewerb der Stiftung motivieren: Bereits im letzten Jahr durfte sich Frederik Nagies zu den ersten drei Gewinnern zählen und belegte mit einem Rostocker Denkmal den dritten Platz. Dank der bundesweiten Ausrichtung des Tags des offenen Denkmals können Fotografinnen und Fotografen ihre Motive aus einer Vielzahl an historischen Orten und Regionen Deutschlands wählen.
Die Entscheidung der Jury basierte insbesondere auf Kriterien wie der Bildkomposition, der Inszenierung von Licht und Schatten sowie der Stärke des inhaltlichen Bezugs zum diesjährigen Jahresmotto.
Die ersten drei Gewinnerfotos veröffentlicht die DSD in der Novemberausgabe ihres Förderer-Magazins „Monumente“. Darüber hinaus dürfen sich die Preisträger aller zehn Gewinnerfotos über Gutscheine des Preisstifters und Onlineservices Pixum freuen. Die drei Erstplatzierten erhalten zusätzlich ihre Gewinnerfotos als hochwertiges Wandbild auf Alu-Dibond. Online sind die Fotos und ihre Beschreibungen einsehbar unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/fotoaktion.
Auch 2027 wird die DSD den Fotowettbewerb anlässlich des Tags des offenen Denkmals wieder ausrichten. Ab Juni nimmt sie Einsendungen online entgegen. Nähere Informationen dazu erhalten Interessierte im neuen Jahr auf der Website. Für private Veranstaltende oder Städte und Gemeinden lohnt sich ein Hinweis auf die Aktion als zusätzliche Bewerbung ihrer Denkmale. Dazu werden ab 2027 auch Freianzeigen zur kostenfreien Nutzung in den eigenen Medien unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zur Verfügung stehen.
Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Sie unterstützt die Veranstalter mit bundesweiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einem breiten Serviceangebot. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Mit diesem Tag schafft die private Stiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die App zum Tag des offenen Denkmals® kann ganzjährig genutzt werden, um Denkmale in der Nähe zu recherchieren. Ab August werden in jedem Jahr die Events und Denkmale, die Teil des größten Kulturevents Deutschlands sind, zu finden sein. Routenplanung, Favoritenliste und eine übersichtliche Karte runden die Planung des persönlichen Aktionstags ab. Jetzt kostenfrei in den Stores für Android und iOS herunterladen: www.tag-des-offenen-denkmals.de/app | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 12. bis 18. Oktober | (Kalenderwoche 42)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Museum Natur und Mensch
Afterwork-Führung: Voll unfair!
Bei der Feierabendführung am Dienstag, 13. Oktober, um 17.30 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, können Interessierte die Sonderausstellung „Voll unfair!“ entdecken. Die Leiterin der Ethnologischen Sammlung Nicole Landmann-Burghart stellt die künstlerischen Positionen von Marcello Martinez-Vega aus Ecuador und Dewi Candraningrum aus Indonesien vor. Mit ihren Porträts und Installationen beleuchten sie soziale, wirtschaftliche und politische Fragen rund um den globalen Handel mit Rohstoffen. Das Veranstaltungsticket kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.
Augustinermuseum
Extrablatt: Einblattholzschnitte von Hans Baldung Grien
Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum lädt am Mittwoch, 14. Oktober, um 12.30 Uhr zu einer Präsentation ausgewählter Werke ein. Felix Reuße stellt Einblattholzschnitte von Hans Baldung Grien vor. Die Teilnahme ist begrenzt und kostet den regulären Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Zusätzlich wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Treffpunkt ist das Foyer im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34.
Museum für Neue Kunst
Kuratorinnenführung: Künstlerin sein!
Ausstellungskuratorin Lisa Bauer-Zhao stellt bei einer Führung am Donnerstag, 15. Oktober, um 18 Uhr Künstlerinnen und ihre Werke aus der Sammlung des Museums für Neue Kunst, Marienstraße 10a, vor. Zu ihnen gehören unter anderem Maria Lassning, Susanne Kühn und Susi Juvan. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Konzert: Colombi klingt!
Am Freitag, 16. Oktober, um 16 Uhr heißt es wieder „Colombi klingt!“. Bei der neuen Konzertreihe im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, bekommen junge Musizierende der Musikschule Freiburg ihren großen Auftritt. Diesmal erfüllt das „Bassballett“ das prominente Treppenhaus mit seinen Klängen. Das Veranstaltungsticket kostet 3 Euro, es ist im Online-Shop oder an der Museumskasse erhältlich.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Führung: Hinter den Fassaden
Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialist*innen 1933 veränderte auch in Freiburg Politik und Alltag. Bei der Führung am Sonntag, 18. Oktober, um 10.30 Uhr durch die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, erfahren die Teilnehmenden anhand verschiedener Zeugnisse mehr über lokale Akteur*innen und reflektieren die Ereignisse. Das Veranstaltungsticket kostet 4 Euro, es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | | | | | |
| Große offene Halle der Orgelfabrik Durlach © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmel | | | | | Neues Programm in der Orgelfabrik: Oktober bis Dezember 2026 | Wie jedes Jahr wird es im Herbst kunstvoll in der Orgelfabrik: Mit „100 Jahre Gedok – Rückschau nach vorn" gibt es diesen Herbst eine große Jubiläumsausstellung. Ergänzt wird das Programm durch ein internationales Musikfestival, den Weihnachtsmarkt ARTVENT sowie Kabarett, Konzerte und Lesungen.
Bei „100 Jahre Gedok – Rückschau nach vorn" präsentieren 30 Künstlerinnen Malerei, Zeichnung, Mixed Media, Skulptur, Assemblage, Installation und Fotografie. Die Ausstellung lädt zu einer künstlerischen Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein und stellt die Auseinandersetzung mit historischen GEDOK-Künstlerinnen aus Deutschland in den Mittelpunkt. Vernissage ist am Donnerstag, 15. Oktober um 19 Uhr, musikalisch begleitet von Leonie Klein an der Percussion. Die Ausstellung läuft bis zum 8. November 2026 und endet mit einer Finissage samt Performance. Begleitend findet am Donnerstag, 5. November 2026 die literarisch-musikalisch-szenische Lesung „Gesichter der Geschichte – Ida Dehmel und die vergessenen Künstlerinnen" statt.
Musikalisch dreht sich im November zudem alles um freie Improvisation: Zum elften Mal lädt das Karlsruher Festival für Improvisierte Musik vom 11. bis 15. November 2026 zu Workshops, Konzerten und einer offenen Session ein.
Zum Jahresausklang verwandelt sich die Orgelfabrik dann zum 24. Mal in den „etwas anderen Weihnachtsmarkt": ARTVENT öffnet vom 27. bis 29. November 2026 seine Türen. Daneben stehen im vierten Quartal noch zahlreiche weitere Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Kabarettabende, Konzerte und Lesungen. Das vollständige Herbst- und Winterprogramm ist online verfügbar. | | Mehr | | | |
| | | | | | Maximilian Dortu – Ein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit | Führungen durch die Ausstellung am 7. Oktober um 15 Uhr im Stadtarchiv Freiburg
Das Stadtarchiv Freiburg lädt am Mittwoch, 7. Oktober, um 15 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Studioausstellung „Maximilian Dortu – Ein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit“ ein (Stadtarchiv Freiburg, Neuer Messplatz 5a). Florian Hoffmann, Leiter des Stadtarchivs, führt durch die Ausstellung. Die Teilnahme ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Maximilian Dortu wurde 1826 in Potsdam geboren und starb mit nur 23 Jahren in Freiburg. Am 31. Juli 1849 wurde er auf dem Alten Friedhof in der Wiehre „wegen Kriegsverrats“ hingerichtet. Bis heute bewegt sein Schicksal viele Menschen in Freiburg.
Die letzten beiden Jahre seines kurzen Lebens widmete Dortu dem Kampf für Freiheit und soziale Gerechtigkeit – zunächst in seiner brandenburgischen Heimat, ab Mai 1849 als Mitstreiter der Badischen Revolution. Nach seinem Tod wurde er von Weggefährten schnell zum „Helden“ und „Märtyrer“ verklärt. In Freiburg entwickelte er sich zu einer Symbolfigur der revolutionären Bewegung von 1848/49.
Die Ausstellung im Stadtarchiv zeigt wichtige Stationen seines Lebenswegs, stellt Verbindungen zu weiteren Akteuren der demokratischen Bewegung her und ordnet die Ereignisse in die Freiburger Revolutionsgeschichte ein. | | Mehr | | | |
| © Renate Straub/stattreisen Karlsruhe e.V. | | | | | Führung und Stadtrundgang zur Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe" | Ausstellung des Fotografen Harald Wacker im Stadtmuseum
Führung durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe. Fotografien von Harald Wacker“ im Stadtmuseum
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 15 Uhr führt Kira Kokoska durch die Sonderausstellung „Lost Places in Karlsruhe. Fotografien von Harald Wacker“ im Stadtmuseum. Durch ausgewählte Objekte entdecken die Besucherinnen und Besucher nicht mehr existente Arbeits- und Freizeitwelten. Dabei tauchen die Teilnehmenden in die Ästhetik und Schönheit dieser "Lost Places" ein und erhalten Einblicke in das fotografische Schaffen von Harald Wacker. Im Anschluss kann auf Wunsch im Escape-Raum „Der letzte Badetag“ gespielt werden, der die Geschichte des ehemaligen Tullabads thematisiert, das heute als Exotenhaus des Zoologischen Gartens genutzt wird.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.
Parallel zu der Sonderausstellung bietet das Stadtmuseum am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 15 Uhr den Stadtrundgang „Lost Places um den Karlsruher Hauptbahnhof“ an.
Dort existieren einige aufgegebene Ecken und Winkel. Die Teilnehmenden erkunden diese mit Renate Straub von stattreisen e.V. Beispielsweise der sogenannte "Fürstenbahnhof" mit dem Fürstengang ist schon seit 1919 nicht mehr in Benutzung, die Post wird seit 1997 nicht mehr mit der Bahn transportiert und die Zeit des Bunkers für Reisende während des Zweiten Weltkriegs ist auch längst vorüber. Manches wurde neu genutzt, anderes verfiel.
Der Rundgang dauert etwa anderthalb Stunden und kostet 5 Euro pro Person. Der Treffpunkt ist das Blumengeschäft gegenüber vom Bahnhof, Ecke Bahnhofstraße/Bahnhofvorplatz. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist bis spätestens 9. Oktober erforderlich unter stadtmuseum(at)kultur.karlsruhe.de oder 0721/133-4231.
Stadtrundgang „Lost Places um den Karlsruher Hauptbahnhof“
© Renate Straub/stattreisen Karlsruhe e.V. | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 5. bis 11. Oktober | (Kalenderwoche 41)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Vortrag: Die ehemalige „Alexander-Ecker-Sammlung“
Das Museum für Neue Kunst lädt am Dienstag, 6. Oktober, von 19 bis 20.30 Uhr zum Vortrag „Die ehemalige ‚Alexander-Ecker-Sammlung‘, ‚Rassenlehre‘ und Verantwortung zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus“ ins Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, ein. Dieter Speck, ehemaliger Leiter des Universitätsarchivs Freiburg, und Christoph Balzer, Provenienzforscher an der Universität Freiburg, geben Einblicke in die kolonialen Wissenschaftssammlungen der Universität. Dabei präsentieren sie Anknüpfungspunkte zur Ausstellung „Marcel van Eeden. 6. August 1870“, die derzeit im Haus der Graphischen Sammlung zu sehen ist. Für die Teilnahme wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Dieses gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Archäologisches Museum Colombischlössle
After Work: Der Fluch der Gnata
Bei der Feierabendführung am Mittwoch, 7. Oktober, um 17.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, führt ein Fluchtäfelchen aus Blei in die Welt der Kriminalität in der römischen Provinz: Welche Delikte bedrohten die Menschen? Wie schützten sie sich und ihr Eigentum? Und wie ging der römische Staat gegen Diebstahl, Betrug und andere Verbrechen vor? Gemeinsam mit Archäologin Leonie Anders gehen die Teilnehmenden diesen Fragen auf den Grund. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zusätzlich wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.
Museum Natur und Mensch
Exkursion: Tropische Vielfalt auf unseren Tellern
Das Museum Natur und Mensch und der Botanische Garten der Universität Freiburg laden Interessierte am Donnerstag, 8. Oktober, um 16 Uhr zu einem Rundgang durch das Tropenhaus und das Französisch-Guyana-Haus ein. Die Biologin und Kustodin des Gartens, Friederike Gallenmüller, gibt spannende Einblicke in die Vielfalt der tropischen Nutzpflanzen. Banane, Kakao & Co. entführen die Teilnehmenden dabei in ihre tropischen Lebensräume und setzen den Fokus auf die Herausforderungen und Probleme rund um Landwirtschaft, Konsum und Nachhaltigkeit. Für die Teilnahme wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Dieses gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Treffpunkt ist der Botanische Garten am Eingang der Schaugewächshäuser, Schänzlestraße 1, 79104 Freiburg.
Museum für Neue Kunst
Schnupperkurs: Yoga
Am Donnerstag, 8. Oktober, um 17 Uhr wird es sportlich im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Begleitend zur Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ lädt der Kooperationspartner Benefit zu Schnupperkursen ein. Im Ausstellungsraum können Interessierte verschiedene Sportarten ausprobieren. Diesmal leitet Luca Haraszti Yoga-Übungen an, die zwischen Körperspannung und Meditation liegen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Treffpunkt ist im Foyer des Museums.
Augustinermuseum
Führung mit Deutscher Gebärdensprache (DGS): Mehr als Tracht und Tannen
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt Interessierte am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr zu einer Führung mit Simultanübersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) ein. Zwischen Idyll und Wirklichkeit zeigt sich der Schwarzwald überraschend vielfältig. Die Teilnehmenden entdecken, wie Höfe, Handwerk, Mobilität und Erfindungsgeist die Region prägten und Tradition und Fortschritt miteinander verbunden wurden. Das Veranstaltungsticket kostet 2,50 Euro, hinzu kommt der reguläre Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. | | | | | |
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