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Museums - und Ausstellungstipps
| | | | | Ausstellungstipp: Katharina Greve – Qualitätsideen seit 1972 | Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst
bis 17. Januar 2027
Katharina Greve gehört zu den renommiertesten Vertreterinnen der Komischen Kunst. Ihr vielfach ausgezeichnetes Werk ist geprägt von satirischem Humor sowie architektonisch inspirierten Zeichnungen und wird nun in einer umfassenden Gesamtschau präsentiert. Greves künstlerisches Repertoire ist breit gefächert und umfasst neben Cartoons und Comics auch Malerei, Illustrationen, Fotos sowie Objekt-, Film- und Textarbeiten. Mal verspielt und leicht, mal pointiert kritisch und nah am Zeitgeschehen, und dann von Nonsens getragen, überrascht sie immer wieder mit ihrem scharfsinnigen Blick auf unsere Welt.
Katharina Greve, geboren 1972 in Hamburg, schloss 1999 ihr Architekturstudium an der TU Berlin ab. Seit 2002 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig, widmete sich zunächst dem szenischen Schreiben, Performances, Installationen und Designarbeiten. Ab 2004 folgten erste Cartoons, die bis heute in vielen Zeitungen und Magazinen erscheinen, darunter Titanic, taz, neues deutschland und Süddeutsche Zeitung.
Bereits bei ihrem Comic-Debüt Ein Mann geht an die Decke erregte Greve Aufmerksamkeit mit ihrer unverwechselbaren Stilistik. Zentrale Merkmale zeigen sich bereits hier in konzeptuellen Erzählansätzen, seriellen Strukturen und spielerischen Perspektivwechseln, die aus absurden Ausgangssituationen heraus grundlegende Fragen zu Wahrnehmung und gesellschaftlicher Ordnung entwickeln. Diesen Ansatz führt sie sowohl in Patchwork, einer lakonisch erzählten Geschichte über eine Transplantationsforscherin, die ihre Kinder im Labor erschafft, wie auch in Hotel Hades, ihrem Entwurf einer absurden Jenseitswelt, konsequent fort.
Die dicke Prinzessin Petronia stellt wiederum Greves parodistische Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis (seit 2015 in Das Magazin). Mit ironischer Zuspitzung überführt sie Saint-Exupérys Kunstmärchen Der kleine Prinz in eine episodische Comic-Erzählung. Im Mittelpunkt steht die stets übel gelaunte Cousine des kleinen Prinzen: Prinzessin Petronia, die sich den Erwartungen ihres Umfelds widersetzt und um Selbstbestimmung ringt. Hier schafft Greve eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit Rollenbildern, Körpernormen, gesellschaftlicher Zuschreibung, Identität und Anpassung. Die Besucherinnen und Besucher des Museums werden indes bereits im Schaufenster von einem Skulptoon der Prinzessin Petronia begrüßt, die zusammen mit dem Multifunktionswurm Mirco auf ihrem Planeten durch das Universum schwebt. Angefertigt wurde das Werk vom Kasseler Bildhauer Sigi Böttcher.
Zu Greves bedeutendsten Werken zählt ihr 2015 gestarteter Webcomic Das Hochhaus – 102 Etagen Leben. Über zwei Jahre hinweg wuchs das virtuelle Gebäude täglich um ein Stockwerk. Inzwischen auch als Buch erhältlich (Buchrolle vergriffen), entwirft Greve ein absurd komisches Panorama des (zwischen-)menschlichen Lebens. Hinter den scheinbar abgeschlossenen, privaten Mikrokosmen der Bewohner und Bewohnerinnen entfalten sich ungefiltert die großen gesellschaftlichen Themen der Gegenwart: Arbeit und Leistungsdruck, Familien- und Rollenbilder, Einsamkeit und soziale Nähe, Migration, Identität und Zugehörigkeit, Wohlstand und Ungleichheit. Auf engstem Raum verdichtet sich so ein vielschichtiges Bild gesellschaftlicher Realität – präzise beobachtet und zugleich von feinsinnigem Humor durchzogen.
Greves Liebe zu außergewöhnlichen Figuren und Geschichten zeigt sich wiederum in ihrem Werk Die letzten 23 Tage der Plüm. In minimalistischer Bildsprache und pointierten Texten entwirft Greve ein amüsantes Lehrstück zum Krisenmanagement der Plüms, zwischen ehrlichen Bemühungen zur Rettung ihrer Welt und tiefster Resignation vor der scheinbar unabdingbaren Apokalypse.
Ihr neuestes Werk Meine Geschichten von Mutter und Tochter ist Greves Hommage an Erich Ohsers (alias e. o. plauen) Vater und Sohn. Mit großem Gespür übersetzt sie seine berühmten Bildergeschichten in das Hier und Jetzt. Ihre Protagonistinnen begegnen den Herausforderungen des modernen Alltags und beantworten Fragen nach Geschlecht, Normen und Erwartungen mit viel Kreativität, Herz und Verstand.
Über ihre Buchpublikationen hinaus entfaltet Katharina Greve ihre künstlerische Vielseitigkeit in zahlreichen weiteren Projekten: Regelmäßig erscheinen Textbeiträgein der Titanic-Rubrik „Vom Fachmann für Kenner“, im Jahr 2020 widmete sie sich der Acrylmalerei. Ebenso erstreckt sich Greves künstlerisches Repertoire auf Fotografie wie die „Aussagekräftigen Symbolbilder“. Von Kreativität zeugt ebenso ihre Objektkunst, so präsentiert die Ausstellung unter anderem ihr Werk Kalendula, den ersten Armband-Abreißkalender.
Insbesondere sind Greveszahlreiche Cartoons für Zeitungen und Magazine hervorzuheben. Pointiert kommentiert sie gesellschaftliche und politische Themen wie die Gefahren der Robotik, die Krise des Gesundheitswesens, den Klimawandel oder die Rentendebatte. Internationale Beachtung fand Greves Cartoon, der im Karicartoon-Kalender exakt am 10. Februar 2013 den Papstrücktritt von Benedikt XVI. vorhersagte.
Die Werkschau „Qualitätsideen seit 1972“ im Caricatura Museum gibt einen umfassenden Einblick in das künstlerische Œuvre von Katharina Greve. Ein Highlight der Ausstellung ist unter anderem das komplette Hochhaus, über fünf Meter hoch. Das einem Cartoon nachempfundene Verlierertreppchen dürfte zudem für viele Lacher und Selfies sorgen. Auch die Tapete als prägendes Gestaltungselement und heimlicher Star in Greves Cartoons rückt in den Fokus der Ausstellung: Ein für sie charakteristisches Tapetendesign gestaltet eine gemütliche Leseecke. In dieser ruhigen, einladenden Atmosphäre können Besucherinnen und Besucher in Greves Bildwelt eintauchen und in ihren Publikationen schmökern. | | | | | |
| © Marcel van Eeden | | | | | Marcel van Eeden präsentiert seinen Werkzyklus „6. August 1870“ | Neue Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum
Die Geschichte eines nordafrikanischen Kolonialsoldaten führt von den Schlachtfeldern des Deutsch-Französischen Krieges über Algerien und Tunesien bis ins Freiburg der Gegenwart. Diesem Kapitel europäischer und kolonialer Geschichte widmet sich der niederländische Künstler Marcel van Eeden (*1965 in Den Haag) in seinem 70-teiligen Werkzyklus „6. August 1870“. Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum zeigt die Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 18. Oktober.
Marcel van Eeden, dem 2023 der Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg (seit 2024: Landespreis für Bildende Kunst BadenWürttemberg) verliehen wurde, setzt sich in seinem Werkzyklus mit den Verflechtungen von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Forschung ist das Schicksal des aus Nordafrika stammenden Abdel Kader Ben Lahcen (früher geschrieben: Abdel Kader Ben Ladsche). Dieser kämpfte im Deutsch-Französischen Krieg auf französischer Seite, wurde am 6. August 1870 in der Schlacht von Wœrth/Frœschwiller verwundet und starb wenige Monate später an den Folgen seiner Verletzungen in einem Lazarett in Schwetzingen. Van Eeden rekonstruiert nicht nur die letzten Monate seines Lebens, sondern verfolgt auch dessen Herkunft.
Für seine Recherchen reiste der Künstler vom Elsass über Baden bis nach Tunesien und Algerien. Aus zeitgenössischen Fotografien und historischen Texten entstand ein vielschichtiger Werkzyklus, der historische Ereignisse mit aktuellen Fragen nach Erinnerung, Verantwortung und gesellschaftlichen Machtstrukturen verbindet. Van Eeden arbeitet mit einem alten Objektiv und nutzt für seine Aufnahmen das historische Gummidruckverfahren. Die handwerklich bearbeiteten Abzüge verleihen den Bildern eine besondere Bildsprache, die sich zwischen Fotografie und Malerei bewegt.
Ein besonderer Bezug zur Stadt Freiburg ergibt sich durch den unrechtmäßig angeeigneten Leichnam des Verstorbenen Abel Kader Ben Lahcen, der sich heute im kolonialen Verantwortungsbestand der Universität Freiburg befindet. Die Ausstellung beginnt mit Fotografien einer Stele vor dem Anatomischen Institut der Universität Freiburg. Bis 2021 trug sie die Büste des Anatomen und Anthropologen Alexander Ecker (1816–1887). Er hatte die koloniale Wissenschaftssammlung begründet, in die auch der Verstorbene Ben Lahcen überführt wurde. Im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung geriet das Denkmal in den Fokus öffentlicher Debatten über rassistische Wissenschaftsgeschichte. Die Universität Freiburg arbeitet ihren historischen Verantwortungsbestand aktuell auf – auch in Kooperation mit Herkunftsgesellschaften – und setzt sich für einen respektvollen Umgang ein.
Weitere Stationen des Werkzyklus führen nach Wœrth/Frœschwiller im Elsass, auf das ehemalige Schlachtfeld des Deutsch-Französischen Krieges, nach Schwetzingen sowie nach Tunis, Algier, Oran und Mostaganem.
Ergänzt wird die Präsentation durch Arbeiten von Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, an der van Eeden als Rektor und Professor für Malerei tätig ist. Sie setzen sich in eigenen Werken mit van Eedens Recherche und den behandelten Themen auseinander.
Die Ausstellung wurde von Isabel Herda vom Museum für Neue Kunst erarbeitet. Sie knüpft an aktuelle Forschungen zu kolonialen Wissenschaftssammlungen an und verbindet kunsthistorische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Perspektiven. Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unterstützte das Projekt fachlich. Der Katalog zur Ausstellung kostet im Online-Shop und an der Museumskasse 20 Euro.
Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum, Salzstraße 32/34, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises Augustinermuseum und des Fördervereins Museum für Neue Kunst, mit Freiburg-Pass, Familien-Card und MuseumsPASS-Musées ist er frei. Weitere Informationen gibt es unter
www.museen.freiburg.de/museen/am/sonderausstellungen-am.
zum Bild Oben:
Marcel van Eeden, aus: 6. August 1879, 2024-25, Repro: Lukas Plener © Marcel van Eeden | | | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 29. Juni bis 5. Juli | (Kalenderwoche 27)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Augustinermuseum
Lecture Performance und Gespräch
Das Augustinermuseum lädt Interessierte am Freitag, 3. Juli, von 16.30 bis 18 Uhr zur „Lecture Performance" in der Ausstellung „Marcel van Eeden. 6. August 1870" im Haus der Graphischen Sammlung, Salztsraße 32/34, ein. Benjamin Djamel Belhocine, Student an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, trägt einen eigenen Text vor. Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen Marcel van Eeden und dem französisch-algerischen Schriftsteller Xavier Le Clerc statt. Le Clerc wird digital zugeschaltet. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Treffpunkt ist in der Ausstellung im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Matinee: Die Geheimnisse der römischen Heilkunst
Skalpell, Salbe und Segen: Bei der Matinee im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, am Sonntag, 5. Juli, von 11 bis 13 Uhr geht es um die Heilkunst im alten Rom. Mit der Expertin Maya Sandhaas tauchen die Teilnehmenden in eine Welt ein, in der antike Chirurgie auf die Kraft der Kräuter und den Beistand der Götter traf. Das Arcadia Ensemble mit Sonja Kanno-Landoll und Christian Zimmermann spielt dazu Werke von John Playford, Antonio Vivaldi, Jean-Baptiste Lully, Jacob van Eyck und anderen. Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich.
Museum für Neue Kunst
Familiennachmittag: Hast du dir die Regel ausgedacht?
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt Familien mit Kindern ab 7 Jahren am Sonntag, 5. Juli, von 14 bis 16 Uhr in die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst" ein. Bei einem Rundgang können Klein und Groß auch das Tischtennisspielen mit Hindernissen oder Fußballspielen mit eckigen Bällen testen. Anschließend gestalten die Teilnehmenden in der Werkstatt ein eigenes Brettspiel. Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, Erwachsene zahlen zusätzlich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Sitzführung: Hinter den Fassaden
Die „Machtergreifung" der Nationalsozialist*innen 1933 veränderte auch in Freiburg Politik und Alltag. Bei der Führung durch die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, am Sonntag, 5. Juli, von 15 Uhr bis 16.30 Uhr erfahren die Teilnehmenden anhand verschiedener Zeugnisse mehr über lokale Akteur*innen und reflektieren die Ereignisse. Bei der Führung wird darauf geachtet, dass die Teilnehmenden sitzen können, Platz für Hocker, Rollstühle und Rollatoren in Standardgrößen wird eingeplant. Das Veranstaltungsticket kostet 4 Euro, es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | | | | | |
| Fotoshootingraum auf Schloss Waldburg (c) Max Haller | | | | | Gel(i)ebte Geschichte: Schloss Waldburg | | Erhaben auf einem Hügel gelegen, schaut die Waldburg im Landkreis Ravensburg nicht nur auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück, sondern bietet auch eine überragende Aussicht über die Region Oberschwaben, den Bodensee und die Alpen. Doch auch in ihrem Inneren gibt es einiges zu sehen. Mit einem angestaubten Museum hat das Stammhaus der Waldburger nämlich nicht viel gemein: in der digitalisierten Burg gibt es sprechende Porträts berühmter Persönlichkeiten, man kann sich per App durch die Räume führen lassen und sich im Foto-Shooting-Raum oder am Insta-Selfie-Point auf dem Dach verewigen. Dazu finden das ganze Jahr über besondere Events statt. | | Mehr | | | |
| Foto: Milena Wojhan. Museum Brandhorst, Bayr.Staatsgemäldesammlungen, München | | | | | Open-Air-Festival Junge Nacht | Das Museum Brandhorst lädt ein zum Open-Air-Festival Junge Nacht mit Kunst, Musik, Workshops, Visuals, Foodtrucks & Getränkeständen am 26. Juni
Festivalwiese | Pavillon 333 | Museum Brandhorst
17 - 24 Uhr | Ausstellungen im Museum geöffnet | Eintritt frei
Open Air & Open House
Die Junge Nacht des Museums Brandhorst findet jährlich am letzten Freitag im Juni statt. Das Open-Air Festival bietet bis Mitternacht freien Eintritt in die aktuellen Ausstellungen und ein vielfältiges Programm auf der Festivalwiese hinter dem Museum.
Junge Nacht 2026
Am Freitag, den 26. Juni findet die 6. Junge Nacht des Museums Brandhorst im Herzen des Kunstareals statt. Das Museum Brandhorst lädt am Abend in die Ausstellungen „Confrontations“, „Long Story Short“ und „Carrying“ ein und belebt das Kunstareal mit Open-Air-Konzerten, Workshops, Kunstgesprächen, Visuals, Soundperformances, Foodtrucks und Getränkeständen. Der Eintritt ist frei.
Musikprogramm
Das musikalische Programm in Kooperation mit dem Blitz Club nimmt die Themen von „Carrying“ auf und trägt die Vielstimmigkeit einer jungen lokalen und nationalen (post-)migrantischen Musikszene ins Kunstareal. Ergänzt wird das Programm durch vier lokale Chöre, die im Lepanto-Saal Cy Twomblys gleichnamigen Zyklus musikalisch begegnen.
Live auf der Bühne
DJ Süperfly
Istanbul Ghetto Club
Kettalynne
Madanii
Selam Araya
Sinem
Lokale Chöre im Lepanto-Saal
Corner Chor
Gold Chor
Misafirler | Μουσαφίρηδες
Suzi Dil Koro
Junge Nacht x Carrying
Das Ausstellungsprojekt „Carrying“ aktiviert Räume innerhalb und außerhalb des Museums Brandhorst. Kunstwerke der internationalen Künstlerinnen Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce besetzen historisch aufgeladene Orte, Transitzonen sowie den öffentlichen Raum. Ausgangspunkt ist die Frage danach, welche Geschichten die „Türkenstraße“ oder der „Lepanto“-Saal tragen und welche Erzählungen das Museum sicht- und hörbar macht. Spotify-Playlist zur Einstimmung: Carrying - playlist by Museum Brandhorst | Spotify
In Kooperation mit FILMFEST MÜNCHEN – CineYou & Ciné Vélo Cité
Seit Jahren bildet die Junge Nacht den Auftakt zum FILMFEST MÜNCHEN. Dieses Jahr bietet das mobile Fahrradkino und Filmlabor Ciné Vélo Cité gemeinsam mit dem FILMFEST MÜNCHEN eine Workshop-Station an, bei der sich Interessierte aller Altersgruppen als Filmemacher:innen ausprobieren können. Die Ergebnisse des Filmlabors werden bei Einbruch der Dunkelheit von der Künstlerin Su Steinmaßl an die Hauswand der Pinakothek der Moderne projiziert.
Zur Ausstellung „Carrying“ gibt eine gemeinsame Filmreihe: „Inventuren einer Stadt: München neu betrachtet“. Ausgewählte filmische Perspektiven machen die pluralen und vielschichtigen Geschichten Münchens sichtbar – kuratiert von Can Sungu. Mit Filmen von Cana Bilir-Meier, Daniel Asadi Faezi, Kevin Jerome Everson, Hans Andreas Guttner, Narges Kalhor, Mila Zhluktenko und Želimir Žilnik.
Weitere Informationen zum Filmprogramm online
In Kooperation mit
FILMFEST MÜNCHEN – CineYou, Blitz Club und Ciné Vélo Cité
Die Junge Nacht wird ermöglicht durch die Udo und Anette Brandhorst Stiftung. | | Mehr | | | |
| | | | | | „Es war einmal …“ – Ein Ausflug in die bäuerliche Vergangenheit der Raußmühle | Das Ortskuratorium Bad Wimpfen lädt zu einer Führung ein
Das Ortskuratorium Bad Wimpfen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Sonntag, den 26. Juli 2026 jeweils um 14.00 Uhr und um 16.00 Uhr zu einer Führung in die Raußmühle, Sulzfelder Weg 40 in 75031 Eppingen ein – in ein bäuerlich-technisches Kulturdenkmal unter dem Motto „Es war einmal …“ - Ein Ausflug in die bäuerliche Vergangenheit“. Christoph Waidler, Gästeführer und Gründungsvorsitzender des Fördervereins Raußmühle e. V., öffnet alle Bereiche des Gehöftes und führt durch Hof, Mühle und Museum. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.
Etwa einen Kilometer vor den Toren Eppingens, verborgen hinter Büschen und Bäumen, liegt die Raußmühle am Zusammenfluss der Elsenz und des Himmelreichbaches. Die Mühle wurde 1334 erstmals urkundlich erwähnt und 1765 letztmalig umgebaut. Mit dem Verlust der Wasserrechte 1958 verlor sie ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage, wurde zunächst Heim für Arbeiter und verkam schließlich zum Schrottplatz. 1975 wurde die Mühle vom Heimatforscher und Volkskundler Frank Dähling entdeckt, der das fast völlig zerfallene Bauwerk mit seinem Planetarium wieder aufbaute und die Gebäude des Hofs so herstellte, wie sie im 18. Jahrhundert aussahen. Er baute auch die halb verfallene Scheune wieder auf, in der er das „Museum des ländlichen Lebens – Archiv der bäuerlichen Alltagskultur“ einrichtete, das 2002 eröffnet wurde. 2024 bekam die Mühle ein neues Mühlrad. | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 22. bis 28. Juni | (Kalenderwoche 26)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Veranstaltungs- und Eintrittstickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop oder an der jeweiligen Museumskasse. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées frei.
Museum Natur und Mensch
Vortrag: Save Kendeng
Bei einem Vortrag im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, am Dienstag, 23. Juni, von 19 bis 20.30 Uhr steht das bedrohte Kendeng-Karstgebirge in Indonesien im Fokus. Unter dem Titel „Save Kendeng – Widerstand für Wasser, Land und Leben“ sprechen Michaela Haug vom Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität Freiburg und Janty Jie von Watch Indonesia über den Widerstand lokaler Gemeinschaften und die Rolle des deutschen Konzerns Heidelberg Materials. Die Veranstaltung ist Teil der Sonderausstellung „Voll unfair!“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten ist die Teilnahmezahl auf 50 Personen beschränkt.
Museum für Neue Kunst
Schnupperkurs: Pilates
Am Donnerstag, 25. Juni, um 17 Uhr wird es sportlich im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Begleitend zur Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ lädt Benefit, Kooperationspartner der Ausstellung, zu Schnupperkursen ein. Im Ausstellungsraum können Interessierte verschiedene Sportarten ausprobieren. Trainerin Freya Guddas-Nebelung gibt diesmal einen Einblick in das Ganzkörpertraining Pilates, das Kraft und Beweglichkeit verbindet. Alexander Butz vom Ring Freiburg passt die Übungen für Rollstuhlfahrer*innen an. Die Teilnahme ist begrenzt und kostenfrei. Treffpunkt ist das Museums-Foyer.
Augustinermuseum
Augustinerfreunde führen: Frauen im Fokus der Kunst
Bei einer Führung am Freitag, 26. Juni, um 16 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz mit Monika Schacherer vom Freundeskreis geht es in die „Schatzkammer“. Anhand des Malterer- und Weiberlistenteppichs spricht sie über die Stellung der Frau als Bürgerin, Handwerkerin und Nonne im Mittelalter sowie in der Neuzeit. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Treffpunkt ist das Foyer im Haus der Graphischen Sammlung. Eintrittstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Führung: Ende der Zeitzeugenschaft?
Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, lädt am Sonntag, 28. Juni, um 10.30 Uhr zu einer Führung in die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ ein. Interessierte erhalten einen Einblick in das Thema „Erinnern an den Holocaust“. Da es nur noch wenige Überlebende gibt, rücken ihre überlieferten Erinnerungen in Texten, Bildern und Filmdokumentationen immer stärker in den Mittelpunkt. Die Führung beschäftigt sich damit, wer sich zu welcher Zeit an was und auf welche Weise erinnern kann – und wie die Gesellschaft damit umgeht. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro. Veranstaltungstickets gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | | | | | |
| © Gustai/Pixelgrün | | | | | Führungen im Pfinzgaumuseum im Juni und Juli | Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum
Unter dem Titel „Widerspruchsgeist und Revolution: Das rote Durlach“ nimmt Eva Unterburg am Sonntag, 28. Juni, um 15 Uhr die Teilnehmenden mit auf einen spannenden Rundgang durch die Dauerausstellung des Pfinzgaumuseums in der Karlsburg Durlach und berichtet von dem ausgeprägten Eigensinn, der den Durlacherinnen und Durlachern seit Jahrhunderten nachgesagt wird.
Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Badischen Landesmuseums zu Gast im Pfinzgaumuseum
Am Sonntag, 5. Juli, um 15 Uhr sind die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Badischen Landesmuseums zu Gast im Pfinzgaumuseum. In der von Eva Unterburg moderierten, lockeren Gesprächsrunde berichtet Zeitzeuge Heinrich Rink unter dem Titel „Meine Zeit bei den BNN – als ich Schriftsetzer wurde in den 1950ern-Jahren“ von seinem spannenden Berufsleben. Das Zeitzeugengespräch startet mit einem Besuch der Historischen Druckerei des Pfinzgaumuseums.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Badischen Landesmuseum statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.
Führung durch die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ im Pfinzgaumuseum
Am Sonntag, 12. Juli, um 15 Uhr führt Susanne Stephan-Kabierske durch die Sonderausstellung „Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach“ im Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach. Bei dieser Zeitreise tauchen die Teilnehmenden in ein vergangenes Durlach ein, in dem blau-uniformierte Soldaten auf den Straßen und Reiter auf dem Schlossplatz ein alltäglicher Anblick waren und die Karlsburg als Kaserne diente. Bei dem kurzweiligen Rundgang berichtet Frau Stephan-Kabierske Spannendes über Aufgaben und Ausbildung der Train-Soldaten, über die vom Militär genutzten Gebäude und die eindrucksvollen persönlichen Erinnerungsstücke, mit denen die Soldaten ihrer Dienstzeit gedachten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos bzw. im Eintrittspreis inbegriffen.
zum Bild oben:
Am 12. Juli findet eine Führung durch "Als die Karlsburg Kaserne war. Das Badische Train-Bataillon Nr. 14 in Durlach" statt.
© Gustai/Pixelgrün | | | | | |
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