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Museums - und Ausstellungstipps

Städtische Galerie wird zum Kunstmuseum Karlsruhe
Außenansicht der Städtischen Galerie Karlsruhe © ARTIS-Uli Deck
 
Städtische Galerie wird zum Kunstmuseum Karlsruhe
Gemeinderat beschließt Weiterentwicklung
Einführung des neuen Namens im Februar 2026

Mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 25. November 2025 steht es offiziell fest: Die Städtische Galerie Karlsruhe wird zum Kunstmuseum Karlsruhe. Damit folgt die Stadt einer institutionellen Entwicklung, die das Haus seit vielen Jahren prägt: weg von einer lokalen Galerie hin zu einem wissenschaftlich arbeitenden Museum mit einer Sammlung von über 20.000 Werken, einem Schwerpunkt auf Kunst seit 1960 sowie starken Profilbereichen in Malerei, Fotografie und Gegenwartskunst.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup begrüßt die Entscheidung des Gemeinderats ausdrücklich: „Das Kunstmuseum Karlsruhe stärkt die kommunale Museumslandschaft und schafft Klarheit im kulturellen Profil der Stadt. Die Umbenennung ist eine Investition in Sichtbarkeit, Kooperationen und Zukunftsfähigkeit – und sie erfolgt vollständig aus eigenen Mitteln. Damit setzen wir ein wichtiges kulturpolitisches Signal für die kommenden Jahre.“

Auch Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, betont die Bedeutung des Schrittes: „Der Name Kunstmuseum Karlsruhe macht sichtbar, was unser Haus schon lange ist – und er macht es für alle verständlich. ‚Museum‘ ist ein klarer, nachvollziehbarer Begriff: für Kinder, für Menschen mit wenig Museumserfahrung, für Besucherinnen und Besucher aus anderen Ländern. Der Name senkt Hürden, schafft Orientierung und lädt ein“, so Patruno. „Er steht zugleich für die Arbeit, die wir seit Jahrzehnten leisten: sammeln, erforschen, vermitteln und Gegenwartskunst zugänglich machen.“

Einführung Anfang Februar 2026 – zwei öffentliche Höhepunkte

Die Einführung des neuen Namens wird bewusst mit zwei besonderen Ereignissen verbunden:

Am 1. Februar 2026 – am Tag der offenen Tür im Hallenbau – lädt das Haus die Karlsruher Stadtgesellschaft ein, das Museum, seine Sammlung und seinen neuen Auftritt kennenzulernen.

Nur wenige Tage später präsentiert sich das Kunstmuseum Karlsruhe erstmals mit neuem Logo und neuer visueller Identität auf der art karlsruhe – ein starkes Signal für den Start in die neue Phase der Institution.

Hintergrund

Die Umbenennung erfolgt auf Basis einer strategischen Bewertung der Stadt Karlsruhe und der Museumsleitung. Sie trägt der gewachsenen musealen Realität Rechnung, stärkt die Position des Hauses in der nationalen und internationalen Museumslandschaft und verbessert die Förderfähigkeit bei Bund, Land, Stiftungen und privaten Partnern.
Die Umsetzung wird vollständig aus internen Mitteln finanziert, unter anderem durch Mehreinnahmen aus dem Lotto-Museumspreis.
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Recht auf Hoffnung – das beeindruckende Utopia-Symposium in Berlin!
In Kooperation mit der Akademie der Künste (AdK) fand am 13. Dezember 2025 am Pariser Platz das Symposium Utopia. Recht auf Hoffnung statt. Die Veranstaltung begleitete die gleichnamige Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg und widmete sich aktuellen gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Fragestellungen im Kontext utopischer Zukunftsszenarien.

Nach der Begrüßung durch Karin Sander, Direktorin der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste, eröffneten mehrere Impulsvorträge die jeweiligen Panels des Symposiums. Thematische Schwerpunkte lagen unter anderem auf Ressourcen und Stadtplanung, Ökologie und Nachhaltigkeit, Demokratie sowie globaler Gerechtigkeit. In den anschließenden Diskussionsrunden wurde intensiv und interdisziplinär über Perspektiven einer zukunftsfähigen Gesellschaft debattiert, in die auch das Publikum einbezogen wurde.

Ein besonderes Merkmal der Veranstaltung war ihre internationale Ausrichtung: Live zugeschaltet beteiligten sich auch Wissenschaftlerinnen aus Jakarta und Newcastle an den Diskussionen und erweiterten den Austausch um globale Perspektiven.

An der Veranstaltung wirkten zahlreiche Expert*innen aus Kunst, Wissenschaft und Stadtplanung mit, darunter Anh-Linh Ngo (ARCH+/AdK), Karin Sander (Künstlerin, AdK), Friedrich von Borries (HfbK Hamburg), Ina-Marie Orawiec (Stadtplanerin/Architektin), Folke Köbberling (TU Braunschweig), Lisa Garforth (Newcastle University, GB), Tilo Wesche (Universität Oldenburg), Violeta Burckhardt (Landschaftsarchitektin/Stadtplanerin), Andreas Greiner (Künstler), Nikita Dhawan (TU Dresden), Ludger Schwarte (Kunstakademie Düsseldorf) sowie Marina Naprushkina (Künstlerin und Aktivistin).

Ein bewegender Moment des Symposiums war der Hinweis von Marina Naprushkina, dass zeitgleich zu den Diskussionen über Demokratie und globale Gerechtigkeit 123 politische Gefangene aus belarussischen Gefängnissen freigelassen wurden – ein starkes Zeichen der Hoffnung, das dem Titel der Veranstaltung besondere Aktualität verlieh.

Ein besonderer Dank gilt Angela Lammert und Karoline Czech von der Akademie der Künste für ihre umfassende Unterstützung. Organisiert und moderiert wurde das Symposium durch das Wolfsburger Utopia-Team Andreas Beitin, Sebastian Mühl, Dino Steinhof sowie Veronika Mehlhart.

Nach der breiten und positiven medialen Resonanz auf die Ausstellung Utopia. Recht auf Hoffnung im Kunstmuseum Wolfsburg, unter anderem in FAZ, ZEIT, SZ, taz, ZDF heute journal, ZDF aspekte und beim NDR, stellte das Berliner Symposium einen weiteren Höhepunkt dar. Es unterstrich eindrucksvoll die gesellschaftliche Relevanz von Utopien und die Notwendigkeit von Hoffnung in einer Zeit globaler Umbrüche.

Die Ausstellung Utopia. Recht auf Hoffnung ist noch bis zum 11. Januar 2026 im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen.

Begleitet wird das Ausstellungsprojekt Utopia. Recht auf Hoffnung von einer transdisziplinär ausgerichteten und reichhaltig bebilderten Publikation (dt./engl., 280 Seiten, 289 Abbildungen) mit Texten von Inke Arns, Andreas Beitin, Friedrich von Borries, Dagmar Fink, Lisa Garforth, Jörg Heiser, Jakob Huber, Wolfgang Kaleck, Sebastian Mühl, Ludger Schwarte, Maristella Svampa, Tilo Wesche, Kerstin Wolff und Alex Zamalin. Die Publikation ist im Museumsshop vor Ort oder im Onlineshop für 39 € erhältlich.
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VIVA FRIDA KAHLO - IMMERSIVE EXPERIENCE
© Alegria Exhibition
 
VIVA FRIDA KAHLO - IMMERSIVE EXPERIENCE
Ausstellung in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle Stuttgart
bis Mitte März 2026

VIVA FRIDA KAHLO ist die immersive Inszenierung der weltberühmten Werke der legendären mexikanischen Künstlerin und Ikone Frida Kahlo. Ein wahrhaftes sinnliches Erlebnis, eine Explosion voller Farben und purer Lebenskraft! Das 360-Grad-Erlebnis entführt die BesucherInnen nach Mexiko in die Casa Azul in Coyoacán, wo die junge Frida Kahlo, nach einem schweren Unfall an ihr Bett gefesselt, beginnt zu malen.

„Ich bin nicht krank, ich bin zerbrochen. Aber solange ich malen kann, bin ich froh, dass ich am Leben bin.“ (Frida Kahlo)

VIVA FRIDA KAHLO ist ein Erlebnis für alle und jeden: die BesucherInnen werden in Frida Kahlos Welt förmlich hineingezogen. Sie erleben die 1920-er bis 40-er Jahre und tauchen ein in die farbenfrohen Gemälde und Selbstbildnisse als Zeugnis eines Lebens voller Anmut, Schmerzen und ungebrochenem Lebenswillen. Dabei bewegen sich die BesucherInnen der Ausstellung frei im Raum, aufwändige Rundumprojektionen erzeugen exotische Farbwelten voller Emotionen und lassen Frida Kahlos Werke auf nie zuvor gesehene Weise erfahren.

Mit Hochleistungsprojektoren werden Kahlos Bilder, die im Original fast winzig erscheinen, zum Leben erweckt und auf bis zu 10 Meter lange und 5,5 Meter hohe Wände sowie auf den Boden der Ausstellungshalle projiziert. Für ein Rundumerlebnis der Sinne, führt eine Sprecherin in der Rolle der Künstlerin mit Originalzitaten durch die erlebbare Gefühlswelt der schon damals emanzipierten Malerin. Ein eigens komponierter Soundtrack untermalt die immersive Inszenierung dabei akustisch.

Somit wird ein immersives Gesamterlebnis für die BesucherInnen erzeugt, das dem heutigen Zeitgeist entsprechend Transformation, Neuinterpretation und Lichtkunst verbindet. Ein Ereignis nicht nur für Frida Kahlo Fans, sondern für alle, die Kunst in dieser neuen multimedialen Form erleben, mit ihr interagieren und sich aus dem Alltag entführen lassen wollen.

VIVA FRIDA KAHLO – IMMERSIVE EXPERIENCE ist eine wahrhaft mexikanische Farbexplosion der großen Frida Kahlo und ihrem beeindruckenden Leben.

EIN BEWEGTES LEBEN IN BILDERN
Frida Kahlo ist die mit Abstand bekannteste Malerin Mexikos, wenn nicht sogar Lateinamerikas. Die eindringlichen kleinformatigen Bilder artikulieren Frida Kahlos körperliches und seelisches Leiden, ihre Trauer und ihre Tragik. Ihre Selbstporträts seien der ehrlichste und wahrhaftigste Ausdruck dessen, was sie empfinde, schreibt sie 1939.

„Sie hielten mich für einen Surrealisten, aber das war ich nicht. Ich habe nie Träume gemalt. Ich habe meine eigene Realität gemalt.“ (Frida Kahlo)

Künstlerische Inspirationsquelle für Frida Kahlo ist neben ihr selbst, die mexikanische Folklore mit ihrer unerschöpflichen Farbwelt sowie die Elemente der Natur. Damit erschafft sich Frida Kahlo selbst als Ikone – das traditionelle mexikanische Tehuana-Kostüm wird ihr Markenzeichen und Frida Kahlo selbst zum Symbol ihrer Zeit.

EINE GALIONSFIGUR DER FRAUENBEWEGUNG
Wegen ihrer politischen Gesinnung, ihres Kampfs für Frauen, Indigene und Unterprivilegierte, ihrer Zähheit und ihres unbändigen Willens, sich durch keinerlei Widrigkeiten einer von Machismo geprägten Gesellschaft unterkriegen zu lassen, wird Frida Kahlo seit den 1980er-Jahren in den USA als Galionsfigur der mexikanischen Frauenbewegung gefeiert. Die Hollywoodverfilmung ihres Lebens im Jahr 2002 mit Salma Hayek in der Hauptrolle trägt gleichfalls zur postumen weltweiten Popularität bei.

FRIDA KAHLOS WERK HEUTE
Frida Kahlos Bilder erzielen hohe Preise; das Gemälde Raices (Wurzeln) wurde 2006 für 5,5 Millionen Dollar versteigert. Es gibt Gerüchte, dass die anonyme Käuferin die Pop-Ikone Madonna gewesen sein soll, die bereits zwei andere Werke Kahlos besitze. Jene Gemälde allerdings, die noch in Frida Kahlos Heimat sind, dürfen gemäß einer Verfügung ihres Erben Diego Rivera Mexiko nicht verlassen.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 15. bis 21. Dezember
(Kalenderwoche 51)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS)

Lesung: Gedenken neu denken
Gedenken auf Social Media? Das DZNS lädt anlässlich der Reihe
Gegenworte mit dem Literaturhaus Freiburg am Dienstag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr zu einer Lesung mit Susanne Siegert ein. Seit 2020 klärt die Journalistin auf Instagram und TikTok Menschen über den Holocaust auf. In ihrem neuen Buch „Gedenken neu denken“ bringt sie ihre Recherchen auf den Punkt. Mit der DZNS-Leiterin Julia Wolrab spricht sie darüber, was eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ausmacht. Tickets kosten 11 Euro, ermäßigt 7 Euro, erhältlich im Literaturhaus oder bei Reservix. Veranstaltungsort ist das St. Ursula Gymnasium, Eisenbahnstraße 45.

Archäologisches Museum Colombischlössle

After Work: Eiszeitkunst Europas
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt Interessierte am Mittwoch, 17. Dezember, um 17.30 Uhr zu einer Feierabend-Führung durch die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ ein. Vor 40.000 Jahren fertigten unsere Vorfahren kunstvolle Figuren, magische Malereien und die ältesten Musikinstrumente der Welt. Nachbildungen berühmter Kunstwerke laden zum Fühlen von Formen und Rohstoffen ein. Melodien der Knochenflöte sowie Düfte eiszeitlicher Kräuter erzählen von Gemeinschaft und Umwelt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Jazz & Talk: Günter A. Buchwald
„Jazz & Talk“ am Donnerstag, 18. Dezember, von 19 bis 21 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist kein Konzert im klassischen Sinne. Vielmehr ist es ein Begegnungsraum für Musik, Gedanken und das Unvorhergesehene. Der Saxofonist Niko Halfmann lädt Gäste ein, die mehr zu erzählen haben als nur Noten. Diesmal mit dabei: ein Musiker mit Zeitmaschine. Günter A. Buchwald ist Dirigent, Pianist, Violinist und Komponist – vor allem aber ein Magier der Stummfilmkunst. Seit 1978 begleitet er Filmklassiker aus der Frühzeit des Kinos live. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit „La Terrazza ad Arte“.

Augustinermuseum

Augustinerfreunde führen: Bete – und wo bleibt die Arbeit?
Ursula Speckamp vom Freundeskreis Augustinermuseum nimmt Interessierte am Sonntag, 21. Dezember, um 11 Uhr mit auf eine Führung durch die Sammlung des Hauses am Augustinerplatz. Dabei stehen Überlegungen zum Klosterleben im Mittelpunkt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Museum Natur und Mensch

Familienführung: Schillernde Welt der Insekten
Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lädt am Sonntag, 21. Dezember, um 11 Uhr zu einer Familienführung durch die Ausstellung „Insekten – schillernd schön und tierisch wichtig“ ein. Spielerisch und mit allen Sinnen erforschen die Teilnehmenden ab 6 Jahren die Welt der Insekten. Sie entdecken, wie schön und wichtig diese Tiere für Mensch und Natur sind. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus 5 Euro, ermäßigt 3 Euro Eintritt. Tickets gibt es im Online-Shop. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.
 
 

Führungen durch die Sonderausstellung „Szenen einer Stadt“ im Stadtmuseum
© Stadtmuseum Karlsruhe
 
Führungen durch die Sonderausstellung „Szenen einer Stadt“ im Stadtmuseum
Im Dezember finden im Stadtmuseum zwei Führungen statt. An den Sonntagen, 14. Dezember, und 28. Dezember jeweils um 15 Uhr, führt Susanne Stephan-Kabierske durch die Sonderausstellung „Szenen einer Stadt. Der Karlsruher Fotograf Horst Schlesiger“.

Schlesigers Fotografien aus den Jahren 1950 bis 1990 spiegeln das öffentliche, politische und gesellschaftliche Leben der Stadt, aber auch den Alltag, die Freizeit und die Arbeitswelt der Menschen, die hier auf besondere Weise sichtbar werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an der Führung ist kostenlos beziehungsweise im Eintrittspreis inbegriffen.

zum Bild oben:
Blick in die Sonderausstellung „Szenen einer Stadt. Der Karlsruher Fotograf Horst Schlesiger“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais
© Stadtmuseum Karlsruhe
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Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)
© Stadtmuseum Karlsruhe
 
Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)
Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum Karlsruhe
Kuratorinnenführung und Führung im Dezember

Manche Gemälde erzählen mehr als ihr bloßes Motiv: Auf den ersten Blick übersehene Details, spannende Hintergründe zu ihrer Entstehung, Anekdoten zu den dargestellten Personen und vieles mehr warten auf ihre Entdeckung. Eine Auswahl solcher Kunstwerke und die mit diesen verknüpften Geschichten präsentiert das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais vom 13. Dezember bis zum 14. Juni 2026 in der Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“.

Geschichten über Karlsruhe und seine Bevölkerung

Die überwiegend aus den Beständen des Stadtmuseums stammenden Gemälde umspannen zwei Jahrhunderte und vereinen somit unterschiedliche Epochen und Stilrichtungen. Sie erzählen überraschende, oft unerwartete Geschichten über Karlsruherinnen und Karlsruher oder über die Fächerstadt und ihre Entwicklung. Erstaunliche Vorbesitzer, tragische Schicksale und persönliche Glücksmomente werden dabei ebenso ans Licht gebracht wie von Veränderungen geprägte Schauplätze wie beispielsweise der Marktplatz.

Die Sonderausstellung bietet daher nicht nur spannende Einblicke in die sonst nicht öffentlich zu sehenden Gemäldebestände des Stadtmuseums. Ebenso im Fokus stehen sowohl individuelle als auch stadthistorische Ereignisse auf und hinter den Kunstwerken, die verblüffen, ergreifen, amüsieren und zum Eintauchen in die ereignisreiche Stadtgeschichte einladen.

Interaktive Stationen ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern, sich auf spielerische Art und Weise den Gemälden und ihren Motiven zu nähern, sich auf Spurensuchen zu begeben und die versteckten Stadtgeschichten zu entdecken. Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro, ermäßigt ein Euro.

Führungen durch die neue Sonderausstellung

Bei der Kuratorinnenführung am Sonntag, 14. Dezember, um 16:30 Uhr führt Saskia Baude durch die neue Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais und stellt eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende „verborgenen Geschichten“ verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen.

Am Sonntag, 28. Dezember, um 16:30 Uhr führt Kira Kokoska durch die neue Sonderausstellung „Hidden Stories. Gemälde erzählen Stadtgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais und stellt eine Auswahl von Gemälden vor, hinter denen sich überraschende „verborgenen Geschichten“ verbergen, die vielfältige Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Stadt Karlsruhe und in das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen.

Eine Anmeldung für die Führungen ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 8. bis 14. Dezember
(Kalenderwoche 50)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Museum Natur und Mensch

Führung: Das Geheimnis der Insekten – Heimliche Herrscher
Jonas Pfistner, Wissenschaftlicher Volontär des Museums Natur und Mensch, Gerberau 32, erklärt am Dienstag, 9. Dezember, um 17.30 Uhr, warum Insekten im Verborgenen die Welt beherrschen. Die Führung ist Teil der Ausstellung „Insekten – schillernd schön und tierisch wichtig“. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Haus der Graphischen Sammlung

EXTRABLATT: Christoph Meckels Holzschnitte
Die Graphischen Sammlungen des Augustinermuseums und des Museums für Neue Kunst öffnen im Wechsel einmal im Monat ihre Mappen und laden im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, zu einer Präsentation ausgewählter Werke ein. Am Mittwoch, 10. Dezember, um 12.30 Uhr stellt Isabel Herda ausgesuchte Holzschnitte des Zeichners, Grafikers und Schriftstellers Christoph Meckel (1935-2020) vor. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Um sich einen Platz zu sichern, ist die Buchung eines zusätzlichen kostenfreien Veranstaltungstickets im Online-Shop nötig

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Führung: Zwangsarbeit von Osteuropäer*innen und die Frage des Nachlebens nach 1945
Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, bietet am Mittwoch, 10. Dezember, um 14 Uhr eine Führung über Zwangsarbeit von Osteuropäer*innen an. Sie beleuchtet einzelne Biographien von Zwangsarbeiter*innen und nimmt dabei auf die Frage des Nachlebens nach 1945 Bezug, die auch von der Angst einer „doppelten Verfolgung“ im stalinistischen Russland geprägt war. Die Führung findet in Kooperation mit dem Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg statt. Die Teilnahme kostet 4 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Museum für Neue Kunst

Jour Fixe: Gespräch zum Werk von Christoph Meckel
Anlässlich des 90. Geburtstages von Christoph Meckel lädt der Förderverein des Museums für Neue Kunst, Marienstraße 10a, am Donnerstag, 11. Dezember, um 18 Uhr zum Jour Fixe ein. Im Gespräch teilen Galerist Albert Baumgarten und Journalist Werner Witt Gedanken und Anekdoten zum Lebenswerk des Künstlers, der Radierer, Zeichner, Maler, Poet, Romanautor und Essayist war. Jour Fixe ist ein Veranstaltungsformat des Fördervereins. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Augustinermuseum

Kammerkonzert mit Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters:
Streichertrio
Eine musikalische Einstimmung in die Adventszeit: Im besonderen Ambiente der Skulpturenhalle des Augustinermuseums am Augustinerplatz erwartet das Publikum am Freitag, 12. Dezember, um 20 Uhr ein Kammerkonzert von Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters. Mozarts „Divertimento Es-Dur KV 563“ spielen Michael Dinnebier an der Violine, Janis Lielbardis an der Viola und Fionn Bockemühl am Cello. Tickets kosten 10 Euro, ermäßigt 8 Euro und sind im Online-Shop und an der Museumskasse im Vorverkauf sowie an der Abendkasse erhältlich. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinder führen Kinder: Eiszeit – Kalt, aber cool!
Auf Zeitreise in die Eiszeit: Die Kinder und Jugendlichen des Kulturlotsen-Teams nehmen Neugierige ab 6 Jahren am Samstag, 13. Dezember, um 15 Uhr mit durchs Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Dabei begegnen sie Mammuts, Höhlenmenschen und kleinen Krabbeltieren. Mit allen Sinnen entdecken sie die Lebenswelt unserer Vorfahren: Sie fühlen Formen und Rohstoffe, lauschen dem Klang der Knochenflöte oder erschnuppern eiszeitliche Düfte. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.
 
 

Madame Butterfly in Walhall. „Fest-Spiele“ 1945-1950
(c) Veranstalter
 
Madame Butterfly in Walhall. „Fest-Spiele“ 1945-1950
Neue Sonderausstellung im Grafik-Kabinett des Richard Wagner Museums, Bayreuth‌

An Richard Wagners 136. Geburtstag, dem 22. Mai 1949, dirigierte Hans Knappertsbusch im Festspielhaus ein Konzert der Münchner Philharmoniker. Symbolträchtig wurde es mit Beethovens „Weihe des Hauses“ eröffnet und damit ein Schlussstrich gezogen unter dessen eher profane Nutzung seit Kriegsende 1945, die von vielen als Sakrileg empfunden wurde.

Nach der Besetzung der Stadt Bayreuth am 14. April 1945 beschlagnahmte die amerikanische Militärregierung den Besitz von prominenten Nationalsozialisten und Unterstützern des Regimes, so auch den von Winifred Wagner. Das unversehrte Festspielhaus wurde fortan zur Betreuung der amerikanischen Truppen genutzt. Neben Gottesdiensten wurde die Bühne vor allem für Unterhaltungsprogramme im Rahmen der sogenannten „USO-Camp-Shows“ genutzt. Ingrid Bergman und Jack Benny traten mit einer Show auf, die Revuegirls aus „Billy Rose’s Diamond Horseshoe Nightclub“ und „The Rockettes“ schwangen die Beine.

Erich Bohner, ein ehemaliger Mitarbeiter der Bayreuther Festspiele, gründete das Bayreuther Symphonieorchester, das fast 14-tägig Konzert- oder Operettenabende veranstaltete und zu Opernaufführungen wie „Fidelio“, „Tiefland“ oder „Madame Butterfly“ spielte.

Eine Kabinettausstellung im Richard Wagner Museum beleuchtet ab 9. Dezember 2025 diese kurze Zeitspanne, in der im Festspielhaus ganz andere „Fest-Spiele“ gegeben wurden, während im Hintergrund auf den Trümmern des Dritten Reichs um Gestalt und Leitung künftiger Richard Wagner Festspiele gerungen wurde.

Für die Überlassung von Leihgaben und Abbildungsvorlagen dankt das Richard Wagner Museum dem Stadtarchiv und dem Historischen Museum Bayreuth.

Madame Butterfly in Walhall. „Fest-Spiele“ 1945-1950.
Sonderausstellung im Richard Wagner Museum, Grafik-Kabinett, Haus Wahnfried
9. Dezember 2025 – 31. Mai 2026
September-Juni: Di-So, 10-17 Uhr
Im Eintrittspreis enthalten
 
 



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