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Buch- und Lesetipps

Neuerscheinung: Buch zur Geschichte des Haus Solms
Außenaufnahme von Haus Solms © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
Neuerscheinung: Buch zur Geschichte des Haus Solms
Das Haus Solms in der Bismarckstraße ist als Ort für Trauungen in einem besonderen Ambiente bekannt. Viele Tausend Karlsruherinnen und Karlsruher haben sich in den letzten Jahrzehnten dort das Jawort gegeben. Dabei ist dies nur ein Aspekt seiner spannenden und wechselvollen Geschichte.

1881/82 wurde es als Ruhesitz eines Lahrer Fabrikanten erbaut und nach dessen Tod von seinem Schwiegersohn Hermann Götz, Künstler und Direktor der Kunstgewerbeschule, übernommen. 1902 gelangte es in den Besitz des Grafenpaares Max und Marie zu Solms-Sonnenwalde-Rösa. Ihnen verdankt das Gebäude den Namen Palais Solms.

Das neu vom Stadtarchiv Karlsruhe herausgegebene Buch erzählt von den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie von ihren Kunstsammlungen, die in großen Teilen bis heute erhalten sind, aber auch von der weiteren Nutzung des Gebäudes für Museen und als Gästehaus der Stadt Karlsruhe.

Peter Pretsch: Das Haus Solms. Wohnsitz, Museum, Gästehaus. (Häuser- und Baugeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 17) - Bretten, Lindemanns Verlag & Agentur, 2025 - 80 Seiten, 12,80 €

Das Buch ist beim Verlag, im Buchhandel sowie im Stadtarchiv Karlsruhe und im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais erhältlich.
 
 

 
Neue Publikation: Widerstand wagen?! – 500 Jahre Bauernkrieg
In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Bauernkriegsmuseen – der Erinnerungsstätte Baltringer Haufen, dem Deutschen Bauernkriegsmuseum Böblingen und dem Württemberg-Haus Beutelsbach Museum Bauernkrieg – gibt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) eine neue, reich illustrierte Publikation heraus. Auf neun Doppelseiten eröffnet das Faltblatt einen Überblick über die größte Massenerhebung der Geschichte, die sich 2024/2025 zum 500. Mal jährt. Die Publikation zeichnet die Ursachen und Dynamiken des Aufstands des „Gemeinen Mannes“ nach und zeigt seine Wirkung bis in die Gegenwart auf.

Der Bauernkrieg brachte die Herrschaftsordnung für kurze Zeit ins Wanken. Die „Empörer“, wie sie genannt wurden, fanden sich zu „Haufen“ zusammen und protestierten gegen die Obrigkeit, gegen ständig steigende Belastungen und die Unfreiheit der Leibeigenschaft. Der deutsche Südwesten, das heutige Baden-Württemberg, war ein Hotspot des Aufstandes. Wie ein Lauffeuer breitete sich ab dem Frühsommer 1524 die „Uffrur“ von der Schweiz über den Hegau bis nach Oberschwaben und Württemberg aus und erfasste nahezu jedes Dorf und jede Stadt. Die Bauern bezogen ihre Legitimation für ihre Forderungen aus den Ideen der Reformation. Das Manifest der „Zwölf Artikel“ – für Freiheit, Gerechtigkeit, gegen die herrschaftliche Willkür und vor allem für die Abschaffung der Leibeigenschaft – wird heute als erste Menschenrechtserklärung betrachtet.

Die Obrigkeit schlug, wie in der Schlacht bei Böblingen, den Aufstand mit Hilfe des gut gerüsteten Schwäbischen Bundes gewaltvoll nieder und stellte die alte Ordnung wieder her. Historisch gesehen markiert der Bauernkrieg den ersten großen Aufstand für Freiheit und gegen Unterdrückung und wird deshalb zusehends als Teil der deutschen Demokratie-Geschichte eingeordnet.

Das Faltblatt im handlichen DIN A 5-Format zeichnet die Widerstandsbewegungen in ihrer weitreichenden Dimension nach. Historische Abbildungen, Quellen und eine Karte illustrieren das Geschehen. Die Publikation richtet sich an alle Interessierten, an Einzelpersonen ebenso wie an Gruppen oder Einrichtungen wie etwa Bildungsinstitutionen, Bibliotheken, Verwaltungen und viele andere mehr. Es kann auch im Unterricht verwendet werden.

Das Faltblatt „Widerstand wagen?! – 500 Jahre Bauernkrieg“ ist kostenlos. Einzelexemplare und Gruppensätze können im Webshop der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Gewicht von 500 g werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Buchtipp: Volker Klüpfel
 
Buchtipp: Volker Klüpfel "Wenn Ende gut, dann alles"
Svetlana, der Dichter und der Fall mit dem einsamen Kind

»Halt an, Tommi! Kind ist ganz nass bei diese scheußliche Wetter, muss sich doch kümmern jemand.« Svetlana deutete energisch auf eine Stelle am Waldrand ...

Die erstaunliche Svetlana liebt russische Literatur und Detektivgeschichten. Ihre Lebensweisheiten sind so legendär wie ihre Grammatik. Tommi, liebenswerter Chaot Anfang 30, arbeitet konsequent an seinem Durchbruch als Bestsellerautor. Meistens jedenfalls. Wegen vorübergehender Finanzflaute haust er im alten Wohnmobil seines Vaters. Die Hymer B550 hat der ihm zusammen mit seiner ukrainischen Putzfrau Svetlana überlassen. Als Tommi und Svetlana eines Abends ein kleines Mädchen am Waldrand auflesen, ahnen sie nicht, dass ihre unkonventionelle und bisweilen tollkühne Suche nach der Mutter sie auf die Spur eines schrecklichen Verbrechens bringt. Und sie selbst in große Gefahr.

Der grandiose Auftakt zu einer neuen Krimireihe voller liebenswert-schräger Figuren mit Herz, Witz und Verstand. Volker Klüpfel in Bestform: Durch die Brille der erstaunlichen Svetlana und Schriftsteller Tommi beweist der Autor erneut seinen einzigartig humorvollen Blick auf menschliche Schwächen und Abgründe.

Penguin Verlag 2025, 416 Seiten, € 24,00 (D)
ISBN 978-3-328-60357-3
 
 

ICH BIN VIELE! Neue ungehaltene Reden ungehaltener Frauen
 
ICH BIN VIELE! Neue ungehaltene Reden ungehaltener Frauen
Buchpremiere zum Weltfrauentag (S. Fischer Verlage)
Sa, 8.3.2025, 19 Uhr

Fünf ungehaltene Reden ungehaltener Frauen werden am Weltfrauentag im Museum für Kommunikation in Kooperation mit den S. Fischer Verlagen, der Stiftung Brückner-Kühner und dem Frauen- und dem Kulturreferat Frankfurt gehalten. Frauen allen Alters, mit den unterschiedlichsten Hintergründen, reden über das, was sie beschäftigt: Unerreichbare Körperideale, Reduktion aufs Äußere, Outing, Perfektionismus, Erwartungsdruck, Vergessen und Aufbegehren. Gewohnt gemischt sind die Tonarten ihrer Reden: Manche sind ernst, andere humorvoll. Was sie eint, ist ihr gemeinsam wuchernder Widerstand gegen ein System, das die Einzelnen unsichtbar und unhörbar macht: Ich bin VIELE! Die Lesung findet begleitend zur Ausstellung „Apropos Sex“ statt, vor der Lesung ist der Besuch der Ausstellung möglich.

Am 8. März 2025 ergreifen Freya Baur, Bushra Kanafani, Sabine Nilles, Alexa Rudolph und Hannah-Sofie Schäfers das Wort.
Musik: Tigisti und Welela
Moderation: Friederike Emmerling (S. Fischer Verlage)

Anmeldung: unter https://eveeno.com/ungehaltene-reden
Kosten: 4 € zzgl. Museumseintritt

Zum Buch: ICH BIN VIELE!
Neue ungehaltene Reden ungehaltener Frauen
(FISCHER Taschenbuch)
ET am 26.02.2025

Der dritte Band der Anthologie „Neue ungehaltene Reden“ bleibt der Vielstimmigkeit des ersten Bandes „Sag jetzt nichts, lass mich zu Ende reden!“ treu. Dem hartnäckigen Versprechen des zweiten Bandes „Aber jetzt ist Schluss!“ lassen die Ungehaltenen in diesem Jahr mit 25 neuen ungehaltenen Reden eine unbestrittene Tatsache folgen: „Ich bin VIELE!“.

Herausgegeben von Friederike Emmerling, Judith Heinz, Johanna Schwung und Julia Blando

Die Frankfurter Rednerinnen und ihre Reden

FREYA BAUR (Bremen)
Die Lücke

BUSHRA KANAFANI (Wolfhagen)
Die unerträgliche Schwere Tausender begrabener Träume

SABINE NILLES (Augsburg)
Lukas kommt

HANNAH-SOFIE SCHÄFERS (Saarbrücken)
Die Haut, die sich so seltsam emporwölbt

ALEXA RUDOLPH (Freiburg)
Verlust

Zum Ungehalten-Projekt
1983 erschien das Buch „Wenn du geredet hättest, Desdemona. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ von Christine Brückner. Zu ihrem 100. Geburtstag am 10. Dezember 2021 ergriffen viele ungehaltene Frauen selbst das Wort.

2024 riefen die S. Fischer Verlage und die Stiftung Brückner-Kühner bereits zum vierten Mal in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung und dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) dazu auf, ungehaltene Reden einzureichen.

Gesucht waren Reden von Frauen: Beiträge von gesellschaftlicher und persönlicher Bedeutung. Über 400 Frauen reichten seit 2021 ihre ungehaltenen Reden ein, allein 141 waren es im Jahr 2024. Sechs Reden wurden am 10. Dezember 2023 im Kasseler Rathaus vor Publikum gehalten. Fünf weitere Reden werden bei der Frankfurter Buchpremiere zu hören sein. In der FISCHER Anthologie „ICH BIN VIELE! Neue ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ können 25 dieser beeindruckenden Reden nachgelesen werden. Mehr Informationen zum Projekt und die Videos dieser und weiterer Reden finden sich unter https://ungehalten.net. Im Frühjahr 2025 beginnt die nächste Ausschreibung.

Ein Projekt der Stiftung Brückner-Kühner und von S. Fischer Theater & Medien in Kooperation mit der Stadt Kassel, dem Archiv der deutschen Frauenbewegung und dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur). Projektleitung: Friederike Emmerling und Julia Blando.
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Buchtipp: María Ospina Pizano
 
Buchtipp: María Ospina Pizano "Für kurze Zeit nur hier"
Roman
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen

Die Natur als Protagonistin: Ein einzigartiger, unverstellter Blick auf menschliche Krisen und Hoffnungen.

Unbemerkt von den Büromenschen hinter den Fenstern umkreisen Tausende Zugvögel das trügerische Licht des Wolkenkratzers in Manhattan. Ein Scharlachkardinal löst sich aus der erbarmungslosen Falle, zieht gen Süden über die Wunden hinweg, die der Mensch in die Erde geschlagen hat, Plantagen, Mauern, Gefängnisse. In einer Küche weit unter ihm wird ein Käferweibchen mit dem ersehnten Mangold verpackt und weckt Hunderte Kilometer weiter Erinnerungen, während in den lauten Straßen Bogotás zwei Hündinnen vor dem Alleinsein flüchten.

Zahllose Wesen fliegen, kuscheln, kriechen, knurren und werden im Verborgenen Zeuge menschlicher Krisen und Hoffnungen. Aus einzigartiger Perspektive lässt uns María Ospina Pizano den amerikanischen Kontinent als zusammenhängenden Organismus begreifen.

Unionsverlag 2025, 208 Seiten, € 22.00 (D), 22.70 (A) / SFr 30.00
ISBN 978-3-293-00622-5
 
 

 
Berliner Autor Wolfgang Bellmer und seine Romane „Aufgescheucht“ & „Elises Sohn“
Er ist eine interessante Berliner Persönlichkeit - seit geraumer Zeit schreibt Wolfgang Bellmer Romane und Drehbücher: Mittlerweile sind von ihm neun Romane erschienen und sein neuestes biografisches Buch „Elises Sohn“ wird zur Leipziger Buchmesse erscheinen – oder er malt großflächige Bilder mit abstrakten farbigen Strukturen. Seine künstlerischen Arbeiten sind in Ausstellungen oder öffentlichen Raum zu sehen oder verleihen Firmenräumen eine positive Atmosphäre.

Sein aktueller Roman heißt „Aufgescheucht“ (Verlag Jörg Mitzkat) und erzählt von den Dämonen der Vergangenheit und der Suche nach Gerechtigkeit. Eine mitreißende Geschichte darüber, wie man das Leben auch im Alter stets in den eigenen Händen hält.

"Sie glauben, dass sie vom Leben ungerecht behandelt wurden und haben sich in eine luxuriöse Villa zurückgezogen: Eine Frau und zwei Männer wollen die Verletzungen, die ihnen das Schicksal zugefügt hat, vergessen. Das aber fällt ihnen sehr schwer.
Als eines Tages Olga, eine Zwangsprostituierte, Zuflucht in ihrer Idylle sucht, müssen die vor dem Leben Geflüchteten plötzlich Schutz gewähren und wieder Verantwortung übernehmen. Olga ist eine junge Frau ohne Tabus, die mit allen Tricks des Lebens vertraut ist. Und sie ist neugierig. Die Lebenslügen ihrer traumatisierten Lebensretter locken sie unwiderstehlich an, und als sie sogar einen riskanten Einbruch vorschlägt, ist bald nichts mehr, wie es war."
Der Autor vermittelt mit seinem gekonnt geschriebenen Werk, dass man auch in fortgeschrittenem Alter sein Leben selbst in die Hand nehmen kann.

Wolfgang Bellmer, Maler und Schriftsteller, Jahrgang 1940. Er lebt in Berlin und arbeitet in seinen Ateliers in Berlin, Rerik und Eschershausen. Von ihm erschienen sind u.a. die Romane „Die durstige Insel“, „Wer kauft schon den Eifelturm“, „Schöne Grüße von Olga“, „Bumerang“, „Das Pyrmont-Komplott“ und „Aufgescheucht“. Drei Drehbücher sind verfilmt (ZDF, Soko Leipzig). Mit der „Elise-Trilogie”, Romane über das Leben einer aufrechten Frau (1913-1948), setzte Bellmer seiner Heimatstadt Holzminden/Weser ein literarisches Denkmal. Bellmers Malerei konzentriert sich auf großflächige Gemälde und deren abstrakte farbige Struktur. Zu seinem Arbeitsfeld gehören weiterhin farbige Skulpturen und Gestaltungen auf Keramik und Porzellan, mit denen der Künstler nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten sucht.
 
 

Buchtipp: Sebastian Klein
 
Buchtipp: Sebastian Klein "Toxisch Reich"
Warum extremer Reichtum unsere Demokratie gefährdet. Wir müssen reden – über Geld, Steuergerechtigkeit, Milliardär:innen, Umverteilung und die Verteidigung unserer Demokratie

Elon Musk kauft sich in die mächtigste Regierung der Welt ein; auch in der deutschen Politik mischen amerikanische und heimische Milliardär*innen ordentlich mit. Und während tausende Menschen kaum ihre alltäglichen Ausgaben stemmen können, bekommt Mathias Döpfner steuerfrei Milliardengeschenke. Ist das noch Demokratie?

Sebastian Klein kennt die Welt der Superreichen. Der Mitgründer der Wissensplattform Blinkist wurde durch den Verkauf des Unternehmens Multimillionär – und entschied sich, 90 Prozent des Geldes abzugeben. Über die Gründe spricht er in seinem Buch.

In Deutschland gehört dem reichsten Prozent der Bevölkerung mehr als ein Drittel des gesamten Vermögens – Tendenz steigend. Das wirft Fragen auf: Woher kommt dieses Vermögen der Allerreichsten überhaupt? Warum streicht die Politik eher beim Bürgergeld, als Vermögen zu besteuern und Steuerschlupflöcher zu stopfen? Und was macht es mit einer Gesellschaft, wenn eine kleine Gruppe immer mehr wirtschaftliche und dadurch auch politische Macht vereinnahmt? In »Toxisch reich. Warum extremer Reichtum unsere Demokratie gefährdet« beleuchtet Sebastian Klein, wie die extreme Konzentration von Vermögen nicht nur unsere Demokratie aushöhlt, sondern auch die Klimakrise und soziale Ungleichheiten verschärft.

Der Autor berichtet aus erster Hand, wie es ist, Teil des reichsten Prozents zu sein, und warum er sich gegen dieses Leben entschied. »Geld kann wie ein Gift wirken: Es zerstört Beziehungen, verführt zu Machtmissbrauch und schürt eine Dynamik, die den Planeten und die Gesellschaft zerstört«, sagt er. Sein Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit fundierten Analysen – und es bietet Lösungen: von einem fairen Steuersystem bis hin zu alternativen Eigentumsformen und einer Wirtschaft, die dem Gemeinwohl dient. Es ist ein Plädoyer für Gerechtigkeit und ein Appell, extremen Reichtum endlich als Problem zu benennen und Geld in den Dienst der Gesellschaft zu stellen.

oekom Verlag 2025, 208 Seiten, € 19,00 (D), 19,60 (A)
ISBN 978-3-98726-138-1
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Kritisches Denken und Argumentieren für Dummies"
Die Kunst des kritischen Denkens

Kritisches Denken ist in einer von vielen als unübersichtlich empfundenen Zeit von großer Bedeutung. Martin Cohen führt in seinem neuen Buch "Kritisches Denken und Argumentieren für Dummies" anhand theoretischer Grundlagen und praktischer Anwendungen in das spannende Thema ein. So hilft der Experte seinen Lesern, das reflektierende Denken zu schärfen, den Sinn für kritische Analysen zu verbessern und effektive Argumente zu finden.

„Kritisches Denken ist keineswegs nur den Besserwissern vorbehalten, sondern vor allem für die Neugierigen, die Fantasievollen, die Kreativen gemacht“, so der Philosophie-Dozent Martin Cohen. Unter „kritischem Denken“ versteht man die Fähigkeit, sich einen Überblick über eine Situation oder ein Thema zu verschaffen, Informationen gezielt zu analysieren und Argumente herauszuarbeiten, um sich ein fundiertes Urteil zu bilden. Es ist eine grundlegende Fertigkeit, die zu schulen gleichermaßen herausfordernd wie lohnenswert ist.

Wer seine Fähigkeiten in Analyse und Argumentation weiter ausbauen möchte, verschafft sich mit dem Buch „Kritisches Denken und Argumentieren für Dummies“ einen fundierten Überblick, um den eigenen Kopf zu fordern. Kritisches Denken setzt ein Bündel erlernbarer Fähigkeiten voraus, das man für einen Anlass erlernt, aber mit dem gleichen Nutzen auch auf andere Anlässe anwenden kann. Diese Fähigkeiten decken die gesamte Bandbreite akademischer Disziplinen ab und lassen sich in allen Bereichen menschlichen Handelns nutzbringend anwenden. Deshalb ist kritisches Denken in allen Lebensbereichen nützlich, in der Wirtschaft ebenso wie beim Sport. „Es ist ein Werkzeugkasten, mit dem man das Beste aus seinem Leben machen kann“, davon ist Cohen überzeugt.

Abgerundet wird der Band mit hilfreichen Schummel-Seiten für einen schnellen Überblick und einem amüsanten Test zur Bewertung der eigenen Denkfähigkeiten.

Verlag Wiley-VCH, 320 Seiten, € 22,00 (D)
ISBN: 978-3-527-72246-4
 
 



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