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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | Barbara Schaeffer-Hegel liest in der Stadtbibliothek | Im Rahmen der Aktionswoche „100 Jahre Internationaler
Frauentag“ liest Barbara Schaeffer-Hegel am Donnerstag,
10. März, um 15 Uhr in der Stadtbibliothek am Münsterplatz
aus ihrem 2010 erschienenen Erzählband „Julia und der
Schattenmann“. Darin geht sie Lebensspuren nach, die die
Geschichte des 20. Jahrhunderts im Leben ihrer
Protagonistinnen hinterlassen hat.
Schaeffer-Hegel war bis 2002 Professorin am Institut für
Erziehungswissenschaften der Technischen Universität
Berlin. Sie ist Gründerin und Vorstandsvorsitzende der
Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft
Berlin und dem FEMTEC-Hochschulkarrierezentrum für
Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften. 2002 erhielt
sie das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der
städtischen Stelle zur Gleichberechtigung der Frau im
Rahmen der Lesereihe „Nachmittags um Drei“ statt. Der
Eintritt ist frei. | | | | |
| | | | IM WALD DER WELT - Oskar Loerke. Über einen vergessenen Dichter | »Wie kommt man heran an einen dieser Alten, deren Ton und Gangart auf den ersten Blick ganz fremd erscheint?« fragt der Schriftsteller und Lyriker Lutz Seiler in seinem einführenden Essay zur zweibändigen Ausgabe sämtlicher Gedichte Oskar Loerkes, 2010 im Wallstein Verlag erschienen. »Gar nicht, wäre eine Antwort. Aber etwas hält einen fest« so Seiler. Loerkes Gedichte werden in Anthologien unter den Stichworten Expressionismus, Naturdichtung oder Innere Emigration abgedruckt. Doch wird diese Reduktion der thematischen Vielfalt und dem Formenreichtum seiner Dichtung nicht gerecht, die weite geschichtliche, mythologische und geographische Räume umgreift. Ihr grundsätzliches Einverständnis mit der Welt erfährt in der NS-Zeit einen tiefen Riss, der auch durch offen eingestandene Wut und Verzweiflung am Weltzustand nicht mehr zu heilen ist. Geschätzt und anerkannt von Dichtern wie Paul Celan, Günter Eich und Peter Huchel war Oskar Loerke, geboren 1884 und gestorben 1941 in Berlin-Frohnau, über Jahrzehnte weitgehend aus dem kulturellen und literarischen Gedächtnis verschwunden. Uwe Pörksen, emeritierter Professor für Sprache und Ältere Literatur und, zusammen mit Wolfgang Menzel, Herausgeber der zweibändigen Ausgabe, stellt diesen bisher vergessenen Autor vor und führt im Wechselgespräch mit dem Freiburger Schauspieler Ullo von Peinen, der Loerkes Gedichte liest, in dieses kennenswerte und unbekannte Werk ein.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.
am Do 10.03. um 20.00 Uhr
in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 5 bzw 3 Euro | | | | |
| | | | Lesung und Buchpräsentation mit Pim van Lommel | "Endloses Bewusstsein - Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung"
Die Kirchengemeinde Mundingen-Landeck und die Emmendinger
Buchhandlung Sillmann laden gemeinsam zu einer Lesung mit
dem niederländischen Kardiologen Pim van Lommel ein:
Donnerstag, den 03. März 2011
20.00 Uhr
Emmendingen-Mundingen
in der evangel. St. Barbara Kirche
Pim van Lommel war als Kardiologe in leitender Position
im Rijnstate Krankenhaus in Arnhem/Niederlande tätig.
Seit 1986 untersucht er Nahtoderfahrungen aus wissenschaftlicher
Sicht und ist Mitbegründer der niederländischen Sektion der
International Association for Near-Death Studies.
Mit seinem Buch "Endloses Bewusstsein - Neue medizinische Fakten
zur Nahtoderfahrung" hat er für Furore gesorgt, in dem er die
Erfahrungen von Patienten mit Herzstillstand und deren
Nahtoderlebnisse auswertete.
Das Herz steht still, die Atmung ist ausgefallen. Die Diagnose
lautet: klinisch tot. Kann man in einem solchen Zustand noch
etwas Wahrnehmen? Ja - sagt der Kardiologe Pim van Lommel.
Denn Millionen von Menschen, die eine solche Phase überlebten,
berichten von Nahtoderfahrungen. Van Lommel illustriert seine
Untersuchungen mit eindringlichen Erfahrungsberichten. Seine
Erkenntnisse sind spektakulär und stellen die bisher üblichen
Erklärungsmodelle in Frage: Denn selbst wenn das Gehirn
nachweislich nicht mehr funktioniert, können Menschen ein
klares Bewusstsein erfahren - eine Erkenntnis, die uns zwingt,
über Leben und Tod neu nachzudenken.
An diesem Abend wird Pim van Lommel seine interessanten
Ergebnisse vorstellen und zwei Gäste werden von ihren Nahtod-
erlebnissen berichten.
Karten für Euro 7.- sind erhältlich im ev. Pfarramt in Mundingen
und in der Emmendinger Buchhandlung Sillmann,
Theodor-Ludwig-Strasse 24, Tel. 07641-8563 | | | | |
| | | | Italienische Vorlesestunde für Erwachsene | Für Erwachsene lesen Mitglieder des Vereins „Centro
Culturale Italiano“ aus italienischen Romanen und
Erzählungen vor. Die Veranstaltung findet am Samstag, 26.
Februar, um 11 Uhr im 3. Obergeschoss der Stadtbibliothek
am Münsterplatz statt. Der Eintritt ist frei. | | | | |
| | | | Lesung: Die Hundeblume - Prosa und Lyrik v. Wolfgang Borchert | „Man wird tierisch. Das macht die eisenhaltige Luft. Aber das faltige Herz fühlt manchmal noch lyrisch…“: Kein anderer Autor hat die Situation in Deutschland unmittelbar nach dem Kriegsende 1945 so eindringlich geschildert wie Wolfgang Borchert. Doch nicht nur in seinem bekannten Stationendrama „Draußen vor der Tür“ hat der Autor die (Spät-)Folgen des Soldatentums in und nach dem 2. Weltkrieg beschrieben. Auch in seinen kurzen Prosatexten und Gedichten antwortete er auf den Zusammenbruch der alten Strukturen mit dem Ziel eines inhaltlichen und formalen Neuanfangs – durch eine beeindruckend ungeschönte Darstellung der Realität. In der Lesung „Die Hundeblume“, die zusammen mit Schülern der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule und der Staudinger Gesamtschule im Rahmen des Schulprojekts zu unserer Inszenierung von „Draußen vor der Tür“ entstanden ist, werden die bewegendsten Werke von Wolfgang Borchert vorgetragen, dem wohl bekanntesten Vertreter der deutschen Kahlschlags- und Trümmerliteratur.
Mit: Regine Effinger, Renée Schweisfurth, Mascha Preibisch, David Mangold, Julian Henninger
Redaktion Regine Effinger, Tim Lucas
Wallgrabentheaer Freiburg am 1. März, 20 Uhr | | | | |
| | | | Beate Thill liest Èdouard Glissants „Das magnetische Land“ | Übersetzer-Lesung am 16. März in der Reihe Freiburger Andruck
Die Osterinsel, das einsamste Eiland auf der Welt, liegt
fünftausend Seemeilen von jedem Ufer entfernt im Pazifik.
Wer fuhr einst dorthin, unter höchster Gefahr, mit dem
Segelschiff in mörderischem Seegang, und brachte Mythen
zurück und berichtete von am Strand aufgestellten steinernen
Riesen? Wer nimmt heute die Mühen eines viele Stunden
dauernden Flugs auf sich, in diese Einsamkeit? Sylvie
Glissant, die Frau des Autors, hat es gewagt, und sie hat
zudem die Nächte ihres Aufenthalts auf einem von den
Wellen gebeutelten Segelschiff verbracht. Wir lesen die
Geschichte einer zeitgenössischen Entdeckung der
Osterinsel, die zunächst die abweisende Natur und eine
menschliche Einöde überwinden muss. Edouard Glissant
wertet die Bilder und Berichte seiner Frau aus und verfolgt
altchinesische, japanische Spuren, Traumpfade, die über die
Insel verlaufen. Wer wohnt heute dort?
Die Freiburger Übersetzerin Beate Thill hat das französische
Original kürzlich ins Deutsche übertragen und liest aus „Das
magnetische Land“ in einer Veranstaltung der Reihe
„Freiburger Andruck“. Thill, Jahrgang 1952, wuchs mit der
deutschen und der französischen Sprache auf. Nach dem
Studium der Anglistik und Geographie arbeitete sie als
Redakteurin. Seit 1983 ist sie als freischaffende literarische
Übersetzerin und Dolmetscherin bei Filmfestivals, Funk und
Fernsehen tätig. Thill hat sich auf frankophone Literatur,
hauptsächlich aus der Karibik, auf Film, Psychoanalyse und
Feminismus spezialisiert.
Der französischen Schriftsteller, Dichter und Philosoph
Édouard Glissant (1928-2011) gilt als der bedeutendste
Autor der französischsprachigen Karibik und als intellektueller
Vordenker zu Fragen postkolonialer Identität und
Kulturtheorie. Glissant wurde auf Martinique geboren, kam
1946 nach Paris und begann dort ein Studium Philosophie,
Ethnologie und Literatur. Anfang der 1950er Jahre erschienen
erste Gedichte. Als Sprecher des Kongresses Schwarzer
Schriftsteller und Künstler in Paris 1956 und in Rom 1959
stand Glissant im Zentrum intellektueller Diskussionen. 1958
erhielt er für seinen ersten Roman „Die Sturzflut“ den Prix
Renaudot. Bald schon schloss er sich künstlerischliterarischen
Zirkeln an und engagierte sich in
antikolonialistischen Bewegungen. 1965 kehrte Glissant in
seine Heimat zurück und gründete das Institut d’Etudes
Martiniquaises als Kultur- und Forschungszentrum. Von 1980
bis 1988 arbeitete er als Chefredakteur des UNESCO-Kuriers.
Von 1995 bis 2007 war er Professor am Graduiertenzentrum
der City University New York.
Die Lesung mit Beate Thill findet am Mittwoch, 16. März,
um 20 Uhr im Winterer-Foyer des Theaters Freiburg statt.
Bettina Schulte, Kulturredakteurin der Badischen
Zeitung, moderiert. Eintrittskarten kosten 7, ermäßigt 5
Euro. Sie sind ab sofort in der Stadtbibliothek am
Münsterplatz sowie am Tag der Veranstaltung an der
Abendkasse erhältlich.
In der Lesereihe „Freiburger Andruck“ lädt das städtische
Kulturamt Freiburger Autorinnen und Autoren zu einer ersten
Lesung ihres jeweils neuen Buches an wechselnden Orten in
Freiburg ein. Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem
Literaturbüro Freiburg, der Stadtbibliothek, dem Theater
Freiburg, dem Südwestrundfunk und der Badischen Zeitung
statt. | | | | |
| | | | Lesung – Pierre Kretz | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | 15.02.2011 @ 20:00
PIERRE KRETZ | „Ich, der kleine Katholik“
(Verlag Klöpfer & Meyer, 2010)
(“Quand j’étais petit, j’étais catholique” (La Nuée Bleue/DNA Strasbourg 2005, übersetzt von Irène Kuhn)
Lesung und Gespräch auf (Elsässer-)Deutsch. | Mehr | | | |
| | | | Literatur-Kaffee: Ernest Hemingway | am 13.02.2011, 16 Uhr
im Wallgrabentheater Freiburg
Ernest Miller Hemingway wurde 1899 als Sohn eines Landarztes in Oak Park, Illinois, geboren. 1917 begann er als Reporter des Kansas City Star seine journalistische Laufbahn, meldete sich als Sanitätsfreiwilliger zum Kriegsdienst und wurde 1918 in Italien schwer verwundet. Für ihn war das das Schlüsselerlebnis einer existentiellen Bedrohung, und er versuchte, diese Konfrontation mit dem Tode immer wieder in stilisierten und ritualisierten Wiederholungen nachzuvollziehen. Der Stierkampf, das Boxen, die Großwildjagd und die Hochseefischerei wurden für ihn Sinnbilder einer unmittelbaren und ständig vom Tode bedrohten Lebenswirklichkeit. Seine Romanhelden und auch er selbst suchen ständig in der Jagd oder dem Fischfang die extreme sportliche Herausforderung, die ihnen die Endlichkeit des Lebens auf elementare Weise erlebbar macht. Nach dem Krieg kehrt er nach Amerika zurück, das ihm nun künstlich, steril und geistig öde vorkommt.
1921 geht er als Korrespondent nach Paris, wo er aufgrund eines Empfehlungsschreibens von Sherwood Anderson Zugang zum Kreis um Gertrude Stein findet. Durch sie und Ezra Pound, mit dem ihn dann eine lebenslange Freundschaft verbindet, wurde er in seinen schriftstellerischen Versuchen ermutigt. Hier lernte er auch, seinen Stil so sehr zu verknappen, dass alle unkontrollierten Assoziationen und referentiellen Verweise getilgt wurden. Bis 1927 blieb er in Europa und ließ sich 1928 in Kuba nieder, das auch sein ständiger Wohnsitz blieb. Immer auf der Suche nach der ultimativen Herausforderung arbeitete er 1936/37 als Berichterstatter im spanischen Bürgerkrieg, war dann Korrespondent in China und nahm 1944 an der Invasion der Alliierten in Frankreich teil. 1953 erhielt er den Pulitzerpreis, und 1954 wurde ihm für sein Gesamtwerk, aber unter dem Eindruck von The Old Man and the Sea (1952), der Literaturnobelpreis verliehen. 1961 nahm er sich das Leben, vermutlich wegen einer unheilbaren Krankheit.
Hemingways außerordentlich verknappter Stil hat die moderne Prosa des vergangenen Jahrhunderts nachhaltig beeinflusst. Am 2. Juli jährt sich sein Todestag zum 50. Mal – Anlass genug, sich wieder einmal seinem Leben und Werk zu nähern...
Vorgetragen werden Auszüge aus den Romanen und Erzählungen („Wem die Stunde schlägt“, „Fiesta“, „Der alte Mann und das Meer“, „Schnee auf dem Kilimandscharo“), den Briefen und Aufzeichnungen seiner Zeitgenossen u.v.a.
Mit: Patrick Blank, Holger Heddendorp / Redaktion: Holger Heddendorp | | | | |
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