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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | BLUMENBERG | Sibylle Lewitscharoff liest! | Groß, gelb, gelassen: mit bedrückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein dummer Studentenwitz? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?
BLUMENBERG ist nur nebenbei eine Hommage an einen großen Philosophen, vor allem ist es ein Roman voll lewitscharoffschem Sprachwitz, ein Roman über einen sympathischen Weltbenenner, dem das Unbenennbare in Gestalt eines umgänglichen Löwen begegnet. Die Moderation der Lesung übernimmt der Freiburger Schriftsteller Karl-Heinz Ott.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und der Buchhandlung jos fritz.
Freitag, 27.01. | 20 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 8/6 €
Kartenreservierungen unter: info@literaturbuero-freiburg.de | | | | |
| | | | Literatur-Kaffee: Mascha Kaléko | „Sie kommt aus der Welt von Eugen Roth, sie ist eine Tochter Christian Morgensterns, eine Schwester von Joachim Ringelnatz. Vor allem aber hat sie viel von Kurt Tucholsky und Erich Kästner gelernt.“ (Marcel Reich-Ranicki)
Mascha Kaléko feierte um 1930 in Berlin Triumphe. Nach 1933 teilte sie das Schicksal der literarischen Avantgarde: Ihre Bücher wurden verboten. 1938 verließ sie mit Mann und Kind Deutschland und emigrierte nach New York. In ihren „Versen für Zeitgenossen“ spricht sie von den Erfahrungen der Emigration, von den existentiellen Sorgen und der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in Israel. Vereinsamt und nahezu vergessen starb sie 1975 in Zürich.
Es liegt sicher auch an der „Grammatik“ ihres Lebens, dass die Gedichte Mascha Kalékos jeden Liebenden, jeden Reisenden, jeden Einsamen so unmittelbar erreichen. Aus ihren Versen klingt das, was Thomas Mann „eine gewisse aufgeräumte Melancholie“ nannte.
Vorgetragen werden Gedichte, Briefe, persönliche Erinnerungen und vieles mehr.
Es lesen: Doris Wolters und Holger Heddendorp
15.1.2012, 16.00 Uhr im Wallgrabentheater Freiburg | | | | |
| | | | Theater im Marienbad Freiburg: Leseung mit Peter Urban und zwei Theaterpremieren | Zu Beginn dieses Jahres laden wir sie gleich zu zwei neuen Stücken ein:
Schräg ist wie Daniil Charms, der Autor unseres neuen Stückes, Alltäglichkeiten beschreibt, Menschen und Worte treffen aufeinander, werden aufgefangen und rutschen ab in andere Wirklichkeiten, Wirklichkeiten die zu Bewegungen drängen, die in einer Drehung, in einer Schlaufe, einem Knoten einen Luftzug wahrnehmen, der eine Lücke öffnet zu neuem Raum. Lassen Sie sich überraschen von „ZWISCHENFÄLLE“ am 20. Januar um 20h ist Premiere und wir freuen uns auf ihr Erstaunen.
Auf Überraschungen ein wenig vorbereitet zu sein, erhöht manchmal die Vorfreude, auch deshalb haben wir am Freitag, den 13.Januar um 20:00h Peter Urban eingeladen. Der vielfach ausgezeichnete Übersetzer russischer Literatur ist vor allem bekannt durch seine Cechowübersetzungen, aber seit 1967 sammelt und übersetzt er Charms, dessen Texte er für den deutschen Sprachraum erschlossen hat. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn gewinnen konnten, das Tor zur Charm’schen Welt zu öffnen, er wird Texte von Charms lesen und in seine Zeit einführen.
Ein 13jähriger Junge auf einem Pflaumenbaum mutet noch nicht absurd an. Aber die Normalität gerät ins Wanken, bleibt er dort oben sitzen und behauptet, dass nichts im Leben wichtig ist, dass es also auch keinen Sinn mache, irgendetwas zu tun, man also auch auf einem Baum sitzen könne. In der zweiten Premiere am 4. Februar, in „NICHTS was im Leben wichtig ist“ nach dem viel beachteten Jugendroman von Janne Teller, erinnern sich erwachsen gewordene junge Menschen an die Zeit als Pierre Anton auf dem Baum saß und sie ihm beweisen wollten, dass das Leben einen Sinn macht, wie sie gesucht und sich verausgabt haben, gewonnen und verloren haben und schließlich den Weg weitergegangen sind. Hier geraten Jugendliche in ihrem Drang nach Absolutheit in eine Schräglage, die ins Totalitäre abrutscht. Ein Lebenssinn, der das Leben kostet, entbehrt jeder Sinnhaftigkeit, aber es macht durchaus Sinn, sich ab und an damit auseinanderzusetzen, was Leben ausmacht.
Spielplan auf der Homepage des Theaters | Mehr | | | |
| | | | Karlsruhe: "Tod im Albtal" im Bürgerzentrum Mühlburg | Lesung der Stadtteilbibliothek Mühlburg mit Autorin Klingler und Gitarrist Schäfer
Eva Klingler kommt ins Bürgerzentrum Mühlburg: Für Donnerstag, 19. Januar, 19 Uhr, hat die Stadtteilbibliothek Mühlburg die Autorin badischer Krimis zusammen mit dem Gitarristen Volker Schäfer in das Bürgerzentrum, Hardtstraße 37a (Bau 2), eingeladen.
Die seit Jahren in Karlsruhe lebende Klingler und der Ettlinger Musiker Schäfer präsentieren mit Spannung und Gitarrenklängen den neuen Krimi "Tod im Albtal". Im Mittelpunkt steht die nicht ungefährliche Suche nach dem Mörder einer Politikergattin, der eindeutig aus den gehobenen gesellschaftlichen Kreisen kommen muss. Der Eintritt zur Krimilesung mit Wiedererkennungseffekt ist frei. | Mehr | | | |
| | | | Karlsruhe: "Literarische Spaziergänge" im Sonntagscafé | Straßen, Orte und Plätze im Blickpunkt von Lesungen
Das Sonntagscafé im Internationalen Begegnungszentrum, Kaiserallee 12 d, hat sich am Sonntag, 18. Dezember, um 11 Uhr Straßen, Orte und Plätze in der Fächerstadt als Thema vorgenommen. Die Autorinnen Jutta Dogan, Irmentraud Kiefer, Doris Lott, Judith Rimmelspacher und Hedi Schulitz lesen aus der aktuellen GEDOK-Anthologie "Karlsruher Orte". Die dazu ausgestellten Fotografien stammen von Renate Schweizer. Die Einführung übernimmt die GEDOK-Vorsitzende Dr. Christa Hartnigk-Kümmel. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, zum Preis von drei Euro einen Mittagsimbiss einzunehmen. | Mehr | | | |
| | | | Freiburg: Ulrich von Kirchbach liest am Kamin | Adventsnachmittag am Sonntag, 11. Dezember,
von 15 bis 17.30 Uhr im Waldhaus zugunsten der Aktion Weihnachtswunsch
Kinderkuscheln am knisternden Kaminfeuer, Eltern mit dampfendem
Kaffee, und daneben liest der Bürgermeister Weihnachtsgeschichten
vor – wer sich seinen dritten Advent so vorstellt, ist am Sonntag, 11.
Dezember, im Waldhaus (Wonnhaldestraße 6) bestens aufgehoben.
Von 15 Uhr an gibt es im Waldhaus-Café (das wie gewohnt sonntags
ab 14 Uhr geöffnet ist) frisch gemachte Waffeln und Kaffee. Dazu
werden SWR-Redakteur Heiner Terstiege und die Vorlesepatin der
Stadtteilbibliothek Haslach, Ute Hoffmann, Geschichten zum Thema
Wald, Winter, Advent und Weihnachten vorlesen. Um 16 Uhr
übernimmt dann Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach für eine
halbe Stunde die Rolle des Vorlesers. Die Texte richten sich an
Kindergarten- und Grundschulkinder, doch auch für Eltern und
Großeltern ist für Spiel und Spaß drumrum gesorgt.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Sie gehen mit dem
Erlös der Veranstaltung an die Aktion Weihnachtswunsch.
Auch in der Adventszeit gelten im Waldhaus die bekannten
Öffnungszeiten: Mi bis Fr 10 bis 17 Uhr, So 14 bis 17 Uhr (mit
Caféteria), Mo, Di, Sa auf Anfrage. Aktuell ist hier die Ausstellung
„Waldgesellschaften“ mit Holzskulpturen von Järmo Stablo zu sehen. | | | | |
| | | | Lesung: Martin Walser "Muttersohn" | Sonntag, 11.12.2011 / 20.00 Uhr
Theater Freiburg / Großes Haus
Theater Freiburg in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Walthari
Eintritt Euro 10,- / 7,- ermäßigt
"Muttersohn" ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auftrumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag. "Fräulein Hedwig gegenüber sprach er es zum ersten Mal aus, dass er keinen Vater hatte. Sie meinte natürlich, er sei ein Halbwaise oder der Vater habe sich davongemacht. Er aber, ohne in einen rechthaberischen Ton zu verfallen: Nein. Meine Mutter hat es mir gesagt, dass sie mich geboren habe, ohne dass vorher ein Mann nötig gewesen sei. Dass Fräulein Hedwig dann kein bisschen staunte! Sondern seine Hände nahm und sagte, ihr sei Percy gleich so vorgekommen, als sei er nicht wie alle anderen." | | | | |
| | | | „Kleist. Ein Leben“ | Übersetzerlesung mit Ragni Maria Gschwend | in der Reihe FREIBURGER ANDRUCK
Zweihundert Jahre und zwei Tage wird Heinrich von Kleist, der erratische Gigant der deutschen Literatur, an diesem 23. November 2011 tot sein: Die Faszination für das genialisch unbequeme Werk und das heftig durchwogte Leben des adligen Selbstmörders scheint im Kleist-Jahr nichtsdestotrotz ungebrochen.
Die italienische Schriftstellerin und Germanistin Anna Maria Carpi hat sich für ihre Aufsehen erregende neue Kleist-Biografie eines ungewöhnlichen erzählerischen Verfahrens bedient: In der Sache streng an den Fakten orientiert, in der Darstellung dagegen äußerst liberal. Sie imaginiert Begegnungen, Unterhaltungen, Einsamkeitsszenen und erteilt dem Dichter das Wort, der postum, wie von heute aus, zu uns spricht. Die Freiburger Übersetzerin und Celan-Preisträgerin Ragni Maria Gschwend liest aus ihrer Übersetzung und spricht mit BZ-Kulturredakteurin Bettina Schulte über ein poetisches Jahrhundertleben.
Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Kulturamt der Stadt Freiburg, Theater Freiburg, Stadtbibliothek Freiburg, SWR Studio Freiburg und der Badischen Zeitung.
Mi 23.11.| 20 Uhr | Stadtbibliothek Freiburg | Eintritt: 7/ 5 €
Vorverkauf in der Stadtbibliothek Freiburg | | | | |
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