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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | Freiburger Andruck 13|1: Nachhinein|Lesung mit Lisa Kränzler | Moderation: Bettina Schulte
Wir schneiden passende Stücke aus unserer Wirklichkeit und basteln uns eine Welt, in der wir einander nahe sind. Sichtbare Klebestellen und verunglückte, grobgezackte Formen, deren Farben nur selten harmonieren, kümmern uns wenig, denn noch arbeiten wir ohne fremde Vorlagen, Muster und Maßstäbe. Lisa Kränzler
In ihrem zweiten Roman Nachhinein erzählt Lisa Kränzler von der Freundschaft zweier Mädchen: Die eine Akademikerkind, die andere Arbeiterkind. Die eine wächst behütet auf, wird geliebt, spielt Klavier und darf rebellisch sein. Die andere wird gehänselt, gemobbt, missbraucht. Die Beziehung der beiden ist geprägt von Zuneigung, Sehnsucht und erwachender Sexualität ebenso wie von Eifersucht, Macht und Grausamkeit. Bis die Ereignisse außer Kontrolle geraten.
Lisa Kränzler, geboren 1983 in Ravensburg, studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und lebt heute als Malerin und Schriftstellerin in Freiburg. 2012 eschient ihr Debütroman Export A; im selben Jahr erhielt Lisa Kränzler den 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur für ihren Auszug Willste abhaun aus ihrem neuen Roman Nachhinein. Nachhinein stand zudem auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013.
Die Lesereihe Freiburger Andruck ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturbüro Freiburg, der Stadtbibliothek, dem Theater Freiburg, dem Südwestrundfunk und der Badischen Zeitung.
Freitag, 12. April, 20 Uhr (NEUER TERMIN!!!)
BZ Haus, Bertoldstraße 7, 79098 Freiburg | 7 / 5 Euro
Eintrittskarten sind in der Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17, sowie an der Abendkasse erhältlich. | | | | |
| | | | Lesung: Evelyn Grill | Der Sohn des Knochenzählers | "Das Verhältnis zu seinem Vater bestand seit jeher nur aus Mißverständnissen. Daran war er gewöhnt. Ein Verständnis seines Vaters für seine Interessen, ja schon die Kenntnis davon, hätte ihn irritiert." Evelyn Grill
Acht Monate ist es her, dass Titus’ Mutter spurlos verschwand. Als Italienerin war sie im Dorf eine Fremde geblieben; der Vater hatte sie von einer Forschungsreise mitgebracht. Nun kursieren Gerüchte und Vermutungen: Hat der See sie verschluckt, ist sie mit einem Liebhaber durchgebrannt oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Titus selbst ist seit Jahren ein Außenseiter. Durch ein Brandmal gezeichnet, meidet er Menschen. Das Angebot, dem neuen Totengräber zu assistieren und bei ihm zu wohnen, erscheint ihm als Möglichkeit, der Enge des Elternhauses zu entkommen. Doch der Totengräber ist kein Unbekannter und führt ihn bald in eine düstere Welt voller Geheimnisse.
Evelyn Grill, geboren 1942 in Garsten, Oberösterreich, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg. Im Residenz Verlag erschienen die Romane: Vanitas oder Hofstätters Begierden (2005, nominiert für den Deutschen Buchpreis), Der Sammler (2006, mit dem Otto-Stoessl-Preis ausgezeichnet), Wilma (Neuauflage 2007) und zuletzt Das römische Licht (2008).
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.
Di 19.03. | 20 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 7/5 €
Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761.289989 | | | | |
| | | | Freiburg: Detektiv Heinz Schlapp | Kinderlesung mit der Autorin Marion Klötzer und dem Bilderkünstler Hanjörg Palm
Er heißt Heinz Schlapp, ist ein alter Schuh und hält sich für den besten Detektiv aller Zeiten. Doch statt wilde Abenteuer zu erleben, schlurft Heinz nur jeden Morgen miesepetrig von seinem Schuhschrank zum Bäcker. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse: Dem Maharadscha von Prunk und Protz wird der goldene Schnürsenkel aus seiner Bändelsammlung geklaut – und das ausgerechnet von Lotti Langfinger, der berühmtesten Räuberin im ganzen Schuhreich! Eine rasante Detektivgeschichte mit vielen Bildern, jeder Menge verrückter Schuhen, wilder Verfolgungsjagden und einem schusseligen Held, der sich nicht unterkriegen lässt: Ein echter Schlapp macht nämlich niemals schlapp!
Marion Klötzer (Text) ist Krimifreak, Basteltante, Leseratte, Tiernärrin und Sperrmüllsammlerin – und ausserdem noch Kulturjournalistin und Kinderbuchautorin. Hansjörg Palm (Fotos) ist BilderKünstler und SchuhFan – wenn andere Leute ihre alten Schuhe wegwerfen, fängt er sie auf und macht Kunst damit.
Eine Veranstaltung der Bürgerstiftung Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg und dem Kommunalen Kino Freiburg.
So, 17.03. | 15 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40
Für Kinder ab 6 Jahren
Kartenvorbestellung unter 0761.289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de | | | | |
| | | | LOST WOR(L)DS. Ein literarischer Atlas Europas. | Lesung und Gespräch mit Katja Lange-Müller, Aris Fioretos und Goran Petrović auf der Leipziger Buchmesse
Doch wie wurde, Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts und unter DDR-sozialistischen Verhältnissen, aus dem vergleichsweise harmlosen ‚Bummler’ der regimefeindliche, ja staatsgefährdende ‚Bummelant’? Katja Lange-Müller
Von der „Berliner Stulle“ über die „Setzmilch“ zum „regimefeindlichen Bummelanten“:
14 Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus 12 Ländern haben sich auf die Suche nach verlorenen Wörtern und Welten in Europa gemacht. Entstanden ist eine Textsammlung, die im Rahmen der Leipziger Buchmesse erstmalig vorgestellt und im Mai 2013 in der edition.FOTOtapeta erscheinen wird. In den Essays reflektieren die Autorinnen und Autoren als Seismographen und Sinnbildstifter ihrer Gesellschaften die Geschichte europäischer Länder des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Sie benennen Wörter und Themen, die sowohl eng mit der eigenen Biographie verflochten sind als auch übergeordnete aktuelle Diskussionen um Europa.
in den jeweiligen Ländern aufgreifen. Hat doch die gegenwärtige globale Finanzkrise bei weitem nicht nur eine ökonomische Dimension, sondern auch soziale Bewegungen ausgelöst, die alle Gesellschaftsschichten erreichen und für einen Wandel im europäischen Bewusstsein sorgen. Wohin die Veränderungsprozesse führen, ist noch nicht absehbar; die Formierung einer sogenannten „europäischen Öffentlichkeit“ ist gegenwärtig erst im Entstehen. Dabei werden Fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden, nach Solidarität und Individualismus, nach Nationalem und Europäischen, Vielfalt und historischen Wurzeln neu gestellt. Die Autorinnen und Autoren des Bandes begegnen Fragen wie diesen kritisch, analytisch, wohltuend eigensinnig und nicht zuletzt auch mit der nötigen Portion Humor und Ironie.
Im Juni finden weitere Veranstaltungen im Literaturbüro Freiburg und in Berlin statt, nähere Informationen ab April unter www.lost-worlds.kulturgenossenschaft.de.
Eine Veranstaltung von Kulturgenossenschaft e. V., gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Robert Bosch Stiftung, die Schwedische Botschaft, in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg, dem Programmschwerpunkt der Leipziger Buchmesse „tranzyt. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus“ und dem Verlag edition.FOTOtapeta.
Do, 14.03. | 17 Uhr | Buchmesse Leipzig, Halle 4, Café Europa | Eintritt frei | | | | |
| | | | Inger-Maria Mahlke liest aus "Rechnung offen" | Dass der kaufsüchtige Claas Jansen eine leerstehende Wohnung im eigenen Mietshaus beziehen muss, hat weit mehr Gründe als die Bankenkrise. Und nicht nur er sieht sein früheres Leben in einem rasanten Abwärtsstrudel verschwinden. Am Scheidepunkt zwischen Kiezwirklichkeit und hipper Großstadt geht es um nicht minder Existenzielles. Jeder hat hier eine Rechnung offen: Die afrikanischen Dealer, die ihre Schlepperkosten abarbeiten, die alzheimerkranke Alte und der Hochstapler, die Kurzzeit-Domina, ihr achtjähriger Sohn und andere Gestalten einer globalisierten Notgemeinschaft. Sensibel, radikal und mit ganz eigenem Ton entwirft Inger-Maria Mahlke ein diagnostisches Zeitbild und eine große Parabel über die Abgründe unserer gentrifizierten Welt.
Inger-Maria Mahlke, geboren 1977 in Hamburg, wuchs in Lübeck auf, studierte Rechtswissenschaften und arbeitete am Lehrstuhl für Kriminologie. Preisträgerin des 17. Open Mike 2009 sowie des Debüpreises des Harbour-Front-Literaturfestivals 2010 für ihren Roman "Silberfischchen". 2012 erhielt sie den Ernst-Willner-Preis bei den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" in Klagenfurt. Sie lebt in Berlin.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.
Di 19.02.| 20 Uhr |Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 6/4 Euro
Kartenvorbestellung unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de | | | | |
| | | | Lesung im Waldhaus Freiburg | Sonntag, 3. Februar, 11 Uhr
Matinee: Lesung mit Katharina Scharlowski
„Ein letztes Schneegestöber über Wiesen – dann ist der Winter
vollbracht“: Die Dichterin Katharina Scharlowski nimmt auf ihren
Spaziergängen die Spur von Licht, Wind, Wald und Weite gleicvh
schreibend auf oder gestaltet sie, nach Hause zurückgekehrt, in
ruhigen Stunden nach. Ihre Texte sind somit nicht nur Naturgedichte,
sondern poetische Verweise in inneres Leben, eingebettet in weit
darüber Hinausgehendes. Scharlowski lebt nach ihrem Literatur- und
Sprachwissenschaftsstudium in Paris seit 1996 als freischaffende
Dichterin in Freiburg. Die Lesung im Waldhaus am Sonntag, 3.
Februar, 11 Uhr, wird von Claudius Kroemmelbein am Flügel mit
kurzen Klavierstücken von Robert Schumann begleitet.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Gang
durch die Ausstellung „Waldimpressionen“ mit Virpi Törmänen und je
nach Wetterlage zu einem kleinen Waldspaziergang. Eintritt 3 Euro. | | | | |
| | | | Lyriklesung mit Sascha Kokot | »Schließer//Auch diese Nacht fällt/hinter deinem Haus zu Boden/du hast freie Sicht tief hinein/weißt von den Funkmasten, den Rasthöfen/wie Transit sich daran entlang spurt/mit rotem Licht die Sedimente abfährt/das Zurückgelassene nachdunkelt/viel hast du dort geborgen/dir stur in die Zimmer gestellt/Schwemmholz deiner Herkunft/nun bleibt dir der Blick vom Balkon/auf die halbe graue Stadt, die demontierten Gleise/der kalten Rodung folgte Stille nach/dein Heim ist ein begehbares Wesen/in dem unser Fehlen haust.« Sascha Kokot
Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur »Zwischenmiete« in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Die von ihren Bewohnern ganz unterschiedlich geprägten studentischen Räume werden so zu einem Ort der jungen Literatur und etablieren eine Plattform für den deutschsprachigen literarischen Nachwuchs.
Zu Gast: Sascha Kokot, geboren 1982 in Osterburg. Nach einer Lehre als Informatiker in Hamburg und Beschäftigungen als Erntehelfer und Fabrikarbeiter in Australien, studierte er von 2006 bis 2010 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo er auch Mitorganisator der Lesereihe Hausdurchsuchung war. Er bekam 2010 ein Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und war 2011 Finalist um den Leonce-und-Lena-Preis beim Literarischen März Darmstadt sowie 2012 beim open mike der Literaturwerkstatt Berlin. Am 25.1. erscheint sein Debütband Rodung in der Edition AZUR.
Die Lesung findet in Freiburg in der Kartäuserstraße 1 statt.
Beginn 20:00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr.
Freitag | 25. Januar 2013 | 20:00 Uhr | Eintritt 3 € inklusive Bier und Brötchen | | | | |
| | | | "Lietzenlieder" - Lesung mit Uwe Kolbe | Ich glaube nicht mehr ans Gedicht.
Ich glaube an Geld und Gericht,
Anwälte, Juristen, an die Macht,
abstrakte Institutionen, aber an dich,
Gedicht, glaube ich nicht. (...)
Uwe Kolbe
Souveräner Sprachgestalter und Kenner poetischer Traditionen: Uwe Kolbe bleibt ein Suchender. In seiner neuen Gedichtsammlung Lietzenlieder betritt der Lyriker Uwe Kolbe eine Traum- und Erinnerungslandschaft. Vergleichend und assoziativ nähert er sich Fragen nach Heimat und Biographie, betrachtet Landschaften und Menschen, in den USA und Brandenburg. "Nichts hält dich, nur die Melodie, das Lied - so unbedingt spricht Uwe Kolbe sein poetisches Anliegen im Gedicht Lietzenlied aus, das wie ein Echo aus den eignen, frühen Träumen klingt" (Carola Wiemers, Deutschland Radio Kultur).
Uwe Kolbe, 1957 in Ostberlin geboren, übersiedelte 1988 nach Hamburg und lebt heute, nach Jahren in Tübingen, wieder als freier Schriftsteller in Berlin. Seit 2007 mehrfach als ›poet in residence‹ in den USA. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Stipendium der Villa Massimo, dem Preis der Literaturhäuser und zuletzt 2012 mit dem Heinrich-Mann-Preis und dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet. Die Moderation übernimmt der Freiburger Schriftsteller Karl-Heinz Ott, der bereits die Laudation zur Preisverleihung der Literaturhäuser hielt.
Eine Veranstaltung des Freiburger Literaturbüros und des Carl-Schurz-Hauses Freiburg.
Do. 24.01. | 20 Uhr
Galerie | Alter Wiehrebahnhof | Urachstraße 40
7/5 Euro
Kartenvorverkauf unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761.289989 | | | | |
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