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Donnerstag, 3. April 2025
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Lesungen, Vorträge und Diskussionen

 
SÄTZLINGE. Mit frischen Texten auf Lesewanderung im Stühlinger
Bislang unentdeckte Freiburger Talente erfrischen am 16. Mai 2013 Literaturbegeisterte an verschiedenen öffentlichen Orten des Stühlingers mit bisher nie Gehörtem, geheimen Entwürfen und Schubladenhütern. In kleinen Gruppen zieht das Publikum von Ort zu Ort und wird zum Entdecker urban-poetischer Zusammenspiele: Welche bitteren Kurzgeschichten werden im Süßigkeitenladen erzählt? An welchem Roman wird in der Autowerkstadt geschraubt? Was für eine Geschichte wartet im Wartezimmer? Im Anschluss würdigt Singer-Songwriter Lukas Meister mit seiner Musik den Liedtext als literarische Form. Im gemütlichen Ambiente klingt der Abend mit den Sätzlingen bei Leckereien aus dem Hofcafé Corosol aus. Die „Sätzlinge“ wurden unter einer Vielzahl von Einsendungen im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt. Bisher unerprobte Texte erhalten hier eine Bühne und Literatur betritt den städtischen Raum.

Es lesen: Fabian Schwamb, Irina Butter (engl.) und Julia Rothenburg

Musik: Lukas Meister, Belle (DJ der Pop Society)

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, dem u-asta der Universität Freiburg, dem Studentenwerk Freiburg sowie der Dr. Rolf Böhme-Stiftung der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau.

Das Projekt ist entstanden im Rahmen der Übung „staub & trocken. Literatur und ihre Vermittlung“ am Deutschen Seminar der Universität Freiburg.

Do, 16.05. | 18:30 Uhr
Treffpunkt: Hofcafé Corosol | Ferdinand-Weiß-Straße 9-11
6/4 Euro

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Europa erfindet die Zigeuner | Lesung und Gespräch mit Klaus-Michael Bogdal
In diesem Buch wird von einer anderen Geschichte erzählt, von einer Geschichte, die fortschreitet, ohne Fortschritte hervorzubringen, von Veränderungen, auf die Europa wenig stolz sein kann, von versäumten und zerstörten Chancen. Klaus-Michael Bogdal

Die Geschichte der Roma ist die Geschichte einer Ausgrenzung über 600 Jahre hinweg.Wie es möglich wurde, daß sich jahrhundertealter Hass zwischen Faszination und Verachtung bis heute halten konnte, analysiert der Literaturwissenschaftler Klaus-Michael Bogdal zum ersten Mal im europäischen Vergleich. Anhand von historischen und literarischen Quellen veranschaulicht der Autor, wie die Europäer stets die größtmögliche Distanz zum verachteten Volk am unteren Ende der Gesellschaftsskala suchten. Keine der unterschiedlichen Gesellschafts- und Machtordnungen, in denen sie lebten, ließ und läßt eine endgültige Ankunft in Europa zu. Ohne einen schützenden Ort sind die Roma seit ihrer Einwanderung vor 600 Jahren ständigen Verfolgungen und Ausgrenzungen ausgesetzt: in den Imaginationen der Kunst ebenso wie in der politischen Realität.

Klaus-Michael Bogdal, geboren 1948, ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Für sein Buch Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung erhiet Klaus-Michael Bogdal den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2013.

Mit dem Autor spricht Prof. Albert Scherr vom Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzungen.

Eine Veranstaltung des Kommunalen Kinos Freiburg und des Literaturbüros Freiburg im Rahmen des Freiburger Filmforums 2013.

So 12.05.| 11 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40
7/5 Euro

Kartenvorbestellung unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 

 
ZWISCHEN/MIETE! Junge Literatur in WGs
Zu Gast: Annika Scheffel mit "Bevor alles verschwindet"

"Damals, als alles anders war, als sie noch keine Ahnung hatten von nichts und ihre Phantasie sperrangelweit offen stand, wurden ihnen zwei Dinge prophezeit: erstens, ihr werdet einmal sehr glücklich sein, und zweitens, alles geht unter." Annika Scheffel

Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur "Zwischenmiete" in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Die von ihren Bewohnern ganz unterschiedlich geprägten studentischen Räume werden so zu einem Ort der jungen Literatur und etablieren eine Plattform für den deutschsprachigen literarischen Nachwuchs.

Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, studierte in Gießen und Bergen Angewandte Theaterwissenschaft. Sie ist Prosa- und Drehbuchautorin. 2010 erschien ihr Debütroman Ben, der auf der SWR-Bestenliste stand. Aktuell lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. Bevor alles verschwindet ist ihr zweiter Roman.

Fr 10.05. |20 Uhr
Studentensiedlung, Sundgauallee 12, Etage 10, 79110 Freiburg
3 Euro inkl. Bier und Brötchen
 
 

 
Wünsche | Lesung und Gespräch mit Judith Kuckart
Was hat Vera eigentlich die letzten zehn Jahre gemacht? Dem eigenen Leben zugeschaut, wie man Farbe zuschaut, wenn sie trocknet? Sie setzt sich auf die schmale Bank unter dem Kabinenspiegel und nimmt die fremde Wildlederjacke auf den Schoß. Mit den Fingern kämmt sie das Fell am Kragen. Als sie die Westernstiefel anzieht, passen sie. Jetzt muss sie nur noch aufstehen und gehen. Judith Kuckart

Silvester in einer kleinen Stadt: Vera geht schwimmen. Es ist ihr 46. Geburtstag, zu Hause warten wie jedes Jahr ihr Mann, ihr Sohn und ihre Freunde, um gemeinsam zu feiern. Da findet sie im Schwimmbad den Ausweis einer anderen Frau und haut ab. Nach London, wo sie sich mehr erhofft, als ihr bisheriges Leben ihr bieten konnte. Am selben Tag feiert Friedrich Wünsche die Wiedereröffnung seines Warenhauses. Er hat es geerbt und hegt große Träume. Was wäre ein besserer Ort für Utopien als das "Haus Wünsche"? Vera und die anderen Geburtstagsgäste, die sich einen Silvesterabend lang Sorgen um sie machen, erwartet ein Jahr voller Veränderung. Kuckarts Wünsche erkundet, ob ein besseres Leben möglich wäre. Ob man nach dem Neuanfang ein anderer ist oder nur um eine Lebenslüge leichter.

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm, lebt als Autorin und Regisseurin in Zürich und Berlin. 1986 gründete sie das Tanztheater Skoronel, das sie bis 1998 leitete. Judith Kuckart veröffentlichte bei DuMont den Roman Lenas Liebe (2002), den Erzählband Die Autorenwitwe (2003) sowie die Romane Kaiserstraße (2006) und Die Verdächtige (2008). Judith Kuckart wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.

Do 25.04. | 20 Uhr
artjamming, Günterstalstraße 41, 79102 Freiburg
7/5 Euro

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Im Schutzgebiet | Lesung und Gespräch mit Hans Hoischen
In der Reihe "Freiburger Andruck"

Im Schutzgebiet erzählt vom Rückzug zweier Freunde in verlorene Naturräume und Traumwelten der Sucht. In den Poststuben lernen sie sich kennen. Richards Erscheinen ist ein Ereignis. Mit einem wie ihm kann man es aushalten, trinken und abtauchen wie sonst nur in der Natur. Dann aber verschwindet Richard plötzlich. Erst Jahre später finden sich die Freunde wieder. Gestrandet im Elternhaus, beruflich am Ende, ist Richard ein anderer. Doch die Freundschaft hält. Hoischen ist eine große Erzählung gelungen, in der er mit lakonischem Witz tragisch-groteske Szenen eines Lebensverlustes schildert.

Hans Hoischen, geboren 1944, arbeitete als Lehrer und Pädagoge. Er veröffentlichte Gedichte und Prosa in Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk. Der in Freiburg im Breisgau lebende Autor erhielt mehrere Literaturstipendien. Mit Im Schutzgebiet legt Hoischen seine erste größere Erzählung vor.

Moderation: Bettina Schulte, Redakteurin der Badischen Zeitung

Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturbüro Freiburg, der Stadtbibliothek Freiburg, dem Theater Freiburg, dem Südwestrundfunk und der Badischen Zeitung.

Di 23.04. | 20.00 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof |Urachstraße 40
7/5 Euro

Kartenvorverkauf: Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17
Kartenreservierung: info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Literatur im Sortiment: Schüchtern | Florian Werner liest und legt auf
"Telefongespräche, die nicht absolut notwendig sind, suche ich, wie erwähnt, tunlichst zu vermeiden; als meine hochschwangere Frau vor der Geburt unserer Tochter einen Blasensprung hatte, musste sie den Krankenwagen rufen, weil es mir unhöflich schien, die Rettungsstelle mit diesem Problem zu belästigen". Florian Werner

Selbstdarstellung scheint heute selbstverständlich, Schüchternheit hingegen ist passé. Stimmt nicht, wie Florian Werner in seinem neuen Buch erhellend analysiert. Die Gesellschaft der Schüchternen ist auch im 21. Jahrhundert präsent. Tragikkomisch erzählt Florian Werner von seiner Rolle als zweitgeborener Zwilling, von der Bedeutung der Kapuzenpullis und warum er auch gegenüber unverschämten Kellnern zwanghaft höflich bleibt. Werner erklärt außerdem, wie Schüchternheit bei Kindern entsteht und sich im Anschluss der Markt der Schüchternheitsbekämpfung Bahn bricht – und: warum und wann Schüchternheit auch eine Stärke sein kann. Ein geistreicher, ungewöhnlicher und verblüffender Erlebnisbericht. Mit dem Autor spricht der Freiburger Journalist Stephan Kuß.

Florian Werner, 1971 in Berlin geboren, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik, promovierte mit einer Arbeit über HipHop und Apokalypse und ist Texter und Musiker in der Gruppe "Fön". Sein Buch "Die Kuh. Leben, Werk und Wirkung" (2009) wurde in mehrere Sprachen übersetzt und als originellstes Wissenschaftsbuch des Jahres ausgezeichnet. Zuletzt erschien "Dunkle Materie. Die Geschichte der Scheiße" (2011).

Im Anschluss an die Lesung: Kontraphobisches Tanzen mit DJ Florian Werner.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Gutmann.

Do 18.04. | 20 Uhr
Tanzschule Gutmann, Brombergstraße 11
Eintritt: 7/5 Euro inkl. ein Glas Sekt zur Auflockerung.

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Literaturkaffee: Ingeborg Bachmann
im Wallgrabentheater Freiburg am Sonntag, 14.04.2013 um 16:00 Uhr

Von Ingeborg Bachmann hörte man zuerst, als sie 1953 bei der Mainzer Tagung der Gruppe 47 Gedichte vorlas und dafür mit dem Preis der Gruppe (den vorher Günter Eich, Heinrich Böll und Ilse Aichinger erhalten hatten) ausgezeichnet wurde.

Bald darauf sah man ihr Gesicht als Titelfoto des Nachrichtenmagazins >>Der Spiegel<<. Der Artikel im Innern des Heftes berichtete von ihrem Aufenthalt in Rom, wie sie lebte, wie sie arbeitete, was die italienischen Nachbarn über Signora Bachmann zu erzählen wussten. Kein Autor der deutschen Nachkriegsdichtung war bis dahin so auffällig vorgestellt worden. Ihrem ersten Auftritt wurde gleich eine Story hinzugegeben.

Den Namen Ingeborg Bachmann merkten sich auch die, die keine Gedichte lasen.

Ingeborg Bachmann (1926-1973) zählt heute zu den größten Dichterinnen deutscher Sprache des vergangenen Jahrhunderts. Wohl ist ihr lyrisches und erzählerisches Werk Spiegelbild der Verletzbarkeit und Leidenserfahrungen dieser Frau. Aber in ihrem Reichtum, in der beschwörenden Schönheit ihrer Sprache, in der das Entsetzen abwehrenden Härte sprechen die poetischen Bilder weit über die Person der Dichterin hinaus. Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Autorin stehen im Mittelpunkt unseres Literatur-Kaffees. Vorgetragen werden Auszüge aus den Romanen und Erzählungen (u.a. „Malina“, „Das dreißigste Jahr“), Gedichte, Essays und Briefe.

Es lesen: Doris Wolters und Holger Heddendorp

Redaktion: Holger Heddendorp
 
 

 
Bo | Lesung und Gespräch mit Rainer Merkel
"Irgendwo klingelte das Telefon seines Vaters. Irgendwo dort draußen in der liberianischen Landschaft, von der Benjamin nur ein paar krumme dunkelgrüne Bäume zu sehen bekam, die am Rande der Straße im Licht der Scheinwerfer kurz aufblitzten, dann aber schnell wieder verschwanden." Rainer Merkel

Eigentlich sollte Benjamin von seinem Vater abgeholt werden. Aber stattdessen steht der Dreizehnjährige mitten in der Nacht allein am Flughafen von Monrovia, Liberia. Ohne Pass und Gepäck, aber mit einem fremden Mantel, in dessen Taschen dicke Geldbündel stecken. Auf dem Weg in die Stadt wird er von zwielichtigen Gestalten verfolgt und steht plötzlich vor dem gleichaltrigen Bo und der wohlstandsverwöhnten Brilliant. Haben sie ihn schon erwartet? Rainer Merkel, dessen letzter Roman "Lichtjahre entfernt" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, erzählt uns mit waghalsiger Leichtigkeit von einer Reise durch die afrikanische Welt und das Erwachsenwerden, eine rasante Road-Novel in unsere unbekannte Gegenwart.

Rainer Merkel, 1964 in Köln geboren, hat Psychologie und Kunstgeschichte studiert und lebt in Berlin. Von 2008 bis 2009 arbeitete er für Cap Anamur im einzigen psychiatrischen Krankenhaus Liberias.

Die Moderation übernimmt Prof. Dr. habil. Nausikaa Schirilla, Professorin für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Migration und interkulturelle Kompetenz an der Katholischen Hochschule Freiburg.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.
am Mi. 10.04. | 20 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40 | 6/4 Euro
Kartenvorbestellung unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 



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