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Museums - und Ausstellungstipps

Oliver Ressler. Scenes from the Invention of Democracy
We Are the Forest Enclosed (c) Oliver Ressler
 
Oliver Ressler. Scenes from the Invention of Democracy
Museum Tinguely | Paul Sacher-Anlage 1 | 4002 Basel
24. September 2025 – 1. März 2026

Mit Scenes from the Invention of Democracy zeigt das Museum Tinguely vom 24. September 2025 bis zum 1. März 2026 die erste museale Einzelausstellung des österreichischen Künstlers Oliver Ressler (*1970) in der Schweiz. Ressler bewegt sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus. Er behandelt in seinen Werken Themen wie Demokratie, Arbeit, Migration und Ökologie – Bereiche, die eng miteinander verwoben und wesentlich von den Auswirkungen der Globalisierung und des Kapitalismus betroffen sind. Sein kritischer Blick richtet sich auf politische Systeme, den Einfluss der Wirtschaft sowie auf den Umgang mit unserem Planeten im Kontext des Klimanotstands. Präsentiert werden Arbeiten von 2009 bis 2025 wie What is Democracy? oder We Are the Forest Enclosed by the Wall, die dazu anregen, bestehende (Macht-)Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig Handlungsoptionen aufzeigen, um diese zu verändern. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm greift die Fragestellungen seiner Arbeiten auf. Protagonist:innen der Videoarbeiten werden im Museum Tinguely zu Gast sein und die behandelten Themen in aktuelle politische und gesellschaftliche Kontexte setzen. Das Museum Tinguely bietet seinen verschiedenen Besucher:innengruppen eine Plattform an, um in einen Dialog über drängende Herausforderungen unserer Zeit zu treten.

Öffnungszeiten: Di – So täglich 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr
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GIBT'S HIER GEISTER?
Gewitterstimmung über dem Schloss Ludwigsburg (c) TMBW / Isabela Pacini
 
GIBT'S HIER GEISTER?
Verlorene Seelen, Tod und Teufel: ein schaurig-schöner Rundgang durchs abendliche Residenzschloss Ludwigsburg

Unsere Schritte knarzen auf dem Parkettboden. Die Ahnengalerie ist ein langer schmaler Saal. Und es ist ziemlich dunkel hier in der Dämmerung, wenn die Kronleuchter aus bleiben. Und das ist heute Abend der Fall: „Schaurig schön“ heißt die Führung, die das Residenzschloss Ludwigsburg während der Wintermonate nach dem Ende der Öffnungszeit anbietet, Gruselmomente inklusive. Im Licht von flackernden LED-Laternen, die die Gäste in den Händen halten, tauchen an den Wänden schemenhaft die gemalten Gesichter verblichener Prinzessinnen und Herzöge auf. Man spürt beim Rundgang manchmal die Dunkelheit fast physisch im Nacken. Und hört irgendwann natürlich auch seltsame Geräusche: Hat es dort hinten am Ende des großen Raumes geknarzt? Hat da wer geflüstert? Flackert die Laterne plötzlich stärker?

Beruhigend, den Geschichten von Schlossführerin Kerstin Frisch wenigstens im Schutz der Gruppe zu lauschen. Und zu spüren, dass diese Frau sich hier überhaupt nicht fürchtet. Im Gegenteil, sie hat richtig Freude am Erzählen der alten, seltsamen Geschichten: von Herzog Karl Alexander, der aus Versehen den Teufel zu seinem Fest einlud – und der die Nacht, in der das passierte, nicht überleben sollte. Von den unerklärlichen Schrittgeräuschen im leeren Schlosstheater. Und von dem schüchternen Gespenst im Weinkeller, zu dem Geisterjäger Kontakt aufgenommen haben wollen. Paul soll es heißen.

Vier Flügel, 452 Zimmer

Nicht nur Gruselgeschichten sind Thema bei der Führung, es geht auch um Bestattungsriten und Schönheitsrituale vergangener Zeiten. Und so erlebt man beim Gang durch die dunklen Flure, Säle und Treppenaufgänge eben nicht nur das eine oder andere mulmige Gefühl im Bauch – man erfährt auch ganz viel über den Schlossalltag von einst: dass man wie heute nach dem Tod eines Menschen das Fenster öffnete, damit die Seele hinausgelangen konnte. Und dass es bei den adligen Damen als schön galt, große Pupillen zu haben. Also tropfte man sich Belladonna – Tollkirsche – in die Augen und sah dann so aus wie zum Beispiel Prinzessin Sophia von Thurn und Taxis in der Ahnengalerie: Auf dem Porträt dort hat sie sehr dunkle, groß wirkende Augen. Die Schönheitsrituale klingen für heutige Schlossbesucherinnen eher abwegig – so nutzte man zum Beispiel auch das Blut junger Tiere, um Cremes reichhaltiger zu machen und der Haut etwas Gutes zu tun.

Fürchtet sich Guide Kerstin Frisch in den Schlosssälen denn niemals? Selten, sagt sie und lacht. Und fügt hinzu: „Wir haben noch jeden Gast hier wieder heil herausgebracht.“ „Hier“, das ist in diesem Fall ein stattliches vierflügeliges Schloss mit 452 Zimmern. Das kleine Jagdschloss, das hier einst stand, wurde ab Anfang des 18. Jahrhunderts über 100 Jahre von den Herzögen von Württemberg zum Residenzschloss ausgebaut. So entstand ein eindrucksvoller Stilmix aus Barock, Rokoko und Klassizismus.

Heute sind in den glanzvollen Gebäudeteilen mehrere Museen untergebracht: Im Mode­museum etwa erleben Gäste eine Modenschau mit originaler Kleidung vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Im Keramikmuseum ist Ludwigsburger Porzellan ausgestellt. Und kleine Gäste haben Spaß im interaktiven Museum „Kinderreich“.

Durch die Ausstellungen geht es heute Abend nicht. Stationen unserer Tour sind die Grotte, in der früher auch Feste gefeiert wurden, der Weinkeller, die Ahnengalerie, das Schlosstheater mit seiner originalen Bühnenmaschinerie aus dem Jahr 1758 und die Schlosskirche. In der Gruft unterm Kirchenschiff liegen viele Herzöge und Herzoginnen, die ab 1730 dort bestattet wurden. Kerstin Frisch erwähnt das fast beiläufig, als wir vor dem dunklen Altar stehen. Puh, alles klar.

Wie war das hier früher?

Der Grusel bleibt letztendlich wohldosiert. Frisch erzählt die alten Anekdoten durchaus mit einem Augenzwinkern. Und so gewinnt an diesem Abend nicht das Schaurige die Oberhand, sondern die Freude darüber, mit einer kleinen Gruppe ganz alleine in diesem riesigen Schloss sein zu dürfen. Die Gedanken fangen an zu wandern. Wie war das hier früher? War es kalt im Winter? Auch so still wie jetzt? Oder gab es viele Bedienstete? Wie erging’s den Nachwuchsherzögen und -herzoginnen, hatten die auch Angst im Dunklen? Bestimmt. In Momenten wie diesem zum Beispiel: Es kracht über unseren Köpfen, als wir durch die Ahnengalerie wandeln. Ein Gewitter zieht über die Stadt. Blitze erhellen die Beletage. Überm Burghof haben sich dunkle Wolken zusammengebraut. Man könnte meinen, das hat Kerstin Frisch so bestellt, aber die schüttelt den Kopf. Egal, es passt perfekt zu diesem schaurig-schönen Abend in Ludwigsburg.

Zusatz: Nachts im Monument

Im Süden gibt es noch mehr spannende Angebote für alle, die Schlösser und Burgen einmal anders entdecken möchten. Sechs davon stellen wir vor:

Sternenbeobachtung, Ruine Hohenneuffen
Bei dieser Veranstaltung blicken Familien mithilfe von modernen Teleskopen tief in den Nacht­himmel. festungsruine-hohenneuffen.de

Winterzauber, Burg Hohenzollern
Königlich weihnachtlich: Besucherinnen wandeln durch das aufwendig dekorierte und illuminierte Schloss. Dazu gibt’s ein stimmungsvolles Programm. burg-hohenzollern.com

Dürnitz Night Call, Altes Schloss Stuttgart
Führung, Talkrunde und Clubnacht: Die Dürnitz-Night-Call-Reihe widmet sich thematisch den aktuellen Ausstellungen im Landesmuseum Württemberg. landesmuseum-stuttgart.de

Open Airs, Schloss & Kloster Salem
Bei der sommerlichen Konzertreihe erleben Besucher Stars verschiedener Genres vor der einzigartigen Schlosskulisse. salem.de

Rittermahl, Schloss Waldburg
In den uralten Gewölben wird regelmäßig ein Vier-Gänge-Menü bei Kerzenschein aufgetischt. Das Essen wird von Theaterszenen begleitet und endet mit einer Führung. schlosswaldburg.de

Nachtwächter-Tour, Schloss Heidelberg
Der Rundgang entführt Gäste in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Kostümierte Guides erzählen hautnah von damals. schloss-heidelberg.de

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Bei „Schaurig schön“ dabei sein? www.schloss-ludwigsburg.de. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg bieten aber auch darüber hinaus viel Programm: www.schloesser-und-gaerten.de
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Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 22. bis 28. September
(Kalenderwoche 39)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinder führen Kinder: Unterwegs auf römischen Spuren
Die archäologiebegeisterten Kinder und Jugendlichen des „Kulturlotsen-Teams“ nehmen Kinder ab 6 Jahren am Samstag, 27. September, um 15 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, mit auf eine Zeitreise in die römische Welt am Oberrhein. Gemeinsam erforschen sie den Tagesablauf der Legionäre, spüren das Gewicht eines Kettenhemdes und entdecken, wie römische Kinder vor 2.000 Jahren lebten. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen. Diese benötigt ebenfalls ein Ticket.

Augustinermuseum

Führung: Impressionisten
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt Interessierte am Sonntag, 28. September, um 10.30 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung „Licht und Landschaft. Impressionisten in der Normandie“ ein. Schroffe Felsen oder lange Sandstrände, das Meer und ein malerischer Himmel: Mehr als siebzig Werke – etwa von Jean-Gustave Courbet, Baptiste Camille Corot und Claude Monet – zeigen die Bedeutung der Region für die Stilrichtung. Die Ausstellung basiert auf der Sammlung „Peindre en Normandie“ aus Caen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Museum Natur und Mensch

Insekten-Dates
Bei den Insekten-Dates im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, am Sonntag, 28. September, von 14.30 bis 16.30 Uhr können Neugierige ab 2 Jahren lebende Gespenstschrecken, Schaben und weitere spannende Krabbeltiere hautnah erleben. Die Veranstaltung ist Teil der aktuellen Sonderausstellung „Insekten – schillernd schön und tierisch wichtig“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Museum für Neue Kunst

Führung: Marta!
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am Sonntag, 28. September, um 15 Uhr zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Marta! Puppen, Pop & Poesie“ ein. Marta Kuhn-Weber (1903–1990) verband als künstlerische Grenzgängerin Malerei, Skulptur, Fotografie, Film und Poesie. Im Mittelpunkt stehen ihre einzigartigen Puppen, die gesellschaftliche Rollenbilder, Gender und Sexualität thematisieren: Sie zeigen Berühmtheiten wie Marylin Monroe, Mick Jagger oder Salvador Dalí. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
 
 

Utopia. Recht auf Hoffnung
Lama, UYRA, 2017 Serie Elementar (c) Foto: Keila Sankofa
 
Utopia. Recht auf Hoffnung
Kunstmuseum Wolfsburg
27. September 2025 – 11. Januar 2026

Aktuell erleben wir weltweit eine bisher so nicht gekannte Phase der Polykrise: Neben Kriegen, globalen Fluchtbewegungen und einem sich ausdehnenden Vertrauensverlust in Demokratien dominiert vor allem die menschengemachte Klimakatastrophe das Denken und Handeln vieler. Jenseits von Zynismus und Weltuntergangsstimmung sollte jedoch ein auf Solidarität und Gemeinsamkeit basierendes Zusammenleben als Grundlage für ein zivilisatorisches und ökologisches Überleben möglich sein. Im 21. Jahrhundert sind es vor allem Künstler*innen, die solche Gedanken in ihren Werken aufgreifen und den Diskurs um mögliche Utopien vorantreiben.

Das vom Kunstmuseum Wolfsburg initiierte Ausstellungs- und Publikationsprojekt Utopia. Recht auf Hoffnung will ein Zeichen der Zuversicht setzen, wie ein besseres und gerechteres Leben für alle auf diesem Planeten gelingen kann. Dabei geht es nicht um den neuen großen Weltentwurf, sondern um eine Vielzahl von Mikro-Utopien, die in ihrer Gesamtheit etwas Positives bewirken können. Im Zentrum von Utopia stehen daher künstlerische Werke und Installationen sowie Beispiele aus dem angewandten Bereich, die utopische Projekte oder Ideen innerhalb verschiedener Medien vorstellen. Neben der kritischen Auseinandersetzung mit der Utopie selbst richtet sich der Fokus von Utopia auf aktivistische und praxisorientierte Handlungsfelder. Die verschiedenen Werke und Objekte bieten Vorschläge zu einem gerechteren und nachhaltigeren Miteinander, das ebenso marginalisierte Gesellschaftsgruppen wie auch die belebte und die unbelebte Natur berücksichtigt.

Ein aus verschiedenen Fachgebieten zusammengesetzter Wissenschaftlicher Beirat unterstützte die Vorbereitungsphase der Ausstellung. Begleitet wird das Ausstellungsprojekt Utopia. Recht auf Hoffnung von einer transdisziplinär ausgerichteten und reichhaltig bebilderten Publikation (dt./engl., ca. 300 Seiten) mit Texten von Inke Arns, Andreas Beitin, Friedrich von Borries, Dagmar Fink, Lisa Garforth, Jörg Heiser, Jakob Huber, Wolfgang Kaleck, Sebastian Mühl, Ludger Schwarte, Maristella Svampa, Tilo Wesche, Kerstin Wolff und Alex Zamalin. Im Museumsshop für 39 € erhältlich.

Idee und Konzeption der Ausstellung: Andreas Beitin
Kuratoren-Team: Andreas Beitin, Sebastian Mühl und Dino Steinhof
Kuratorische Assistenz: Veronika Mehlhart

zum Bild oben:
Uýra Sodoma,
Série Elementar – Lama, 2017, Druck auf
Aludibond, 80 × 120 cm, Courtesy Uýra
Sodoma,
Foto: Keila Sankofa
Instagram: @uyrasodoma
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FAMILIENWORKSHOP | Kamishibai | Wie Bilder erzählen
Alte Pinakothek, München
Samstag, 20.09. | 10.30

Mit dem Kamishibai-Papiertheater bringen wir die Bilder zum Sprechen – und sie haben so viel zu erzählen! Für die Sammlungspräsentation wurden eigene Kamishibai-Sets zu Gemälden der Ausstellung entwickelt: gemeinsam mit Christiane Schachtner, Illustratorin und Kunstvermittlerin, lassen wir uns von den menschlichen und tierischen Bewohner:innen der gemalten Geschichten ihre Welt zeigen – interaktiv, für Familien mit Kindern von 5 bis 10 Jahren.

Teilnahmetickets an der Museumskasse und im Online-Ticketshop
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ABENDFÜHRUNG | Vor-Bilder. Transformationen klassischer Kunst im 19. Jahrhundert
Bayerische Staatsgemäldesammlungen München, Sammlung Schack
Mittwoch 17.09. | 18.00

Ein Rundgang durch die Sammlung Schack weckt nicht nur im Kopiensaal mit den Gemälden nach prominenten Vorbildern von Bellini, Tizian und Giorgione Erinnerungen an die Alten Meister. Portraits von Lenbach, Frauengestalten Feuerbachs und ein Madonnenbild von Neureuther zitieren deutlich erkennbar ältere Kunst als Referenzwerke. Worin besteht ihre Vorbildlichkeit bzw. wie transformieren die Künstler den ursprünglichen Gehalt in die eigene Zeit?
Mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

Teilnahmetickets an der Tageskasse, solange Vorrat reicht
 
 

 
Veranstaltungstipps der Museen Freiburg vom 15. bis 21. September
(Kalenderwoche 38)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.museen.freiburg.de/ihr-besuch. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und dem Museums-PASS-Musées frei.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Filmvorführung: „Acht Geschwister“ (2022)
Die Reihe „HINSCHAUEN – FilmRäume von DZNS & KoKi“ geht in die nächste Runde: Am Montag, 15. September, zeigt das Kommunale Kino um 19.30 Uhr den Dokumentarfilm „Acht Geschwister“ (2022) von Christoph Weinert. Der Film behandelt die Geschichte von zwei Schwestern und sechs Brüdern, die zwischen 1933 und 1943 geboren wurden. Gemeinsam unternehmen sie eine Reise an ihren Geburtsort in Polen und blicken dort auf die Geschichte ihrer Familie zurück: Kindheitserinnerungen, Kriegs- und Fluchterfahrung und die jahrelange Trennung durch die innerdeutsche Grenze sind Themen, die sie gemeinsam verarbeiten. Im Anschluss gibt es Raum für Gespräche. Die Veranstaltung findet im Kommunalen Kino, Urachstraße 40, statt. Die Teilnahme kostet den regulären Kino-Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es unter www.koki-freiburg.de

Archäologisches Museum Colombischlössle

After Work: Aus der Glut geboren
Bei einer Feierabendführung am Mittwoch, 17. September, um 17.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, schildert der Experte Hans Oelze, wie Zinn, Kupfer, Arsen, Antimon, Blei, Silber und Eisen das Leben der Menschen veränderten. Dass aus bestimmten Steinen Metalle gewonnen werden können, ist bis heute eine der prägendsten technologischen Entdeckungen der Menschheit. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt

Augustinermuseum

Offenes Zeichnen in der Ausstellung
Flüchtige Eindrücke, festgehalten durch schnelle Skizzen, gehören zum Repertoire der Malerei. Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt Interessierte am Freitag, 19. September, von 16 bis 18.30 Uhr zum offenen Zeichnen ein. Vor den Werken der Ausstellung „Licht und Landschaft. Impressionisten in der Normandie“ können sie eigenständig oder mit Hilfestellung der Kreativität freien Lauf lassen. Das Material wird gestellt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Nocturne
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, nimmt auch in diesem Jahr am Freitag, 19. September, von 18 bis 24 Uhr an der Nocturne teil. Besuchende sind zu Kurzführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Marta! Puppen, Pop & Poesie“ um 18.30, 20.30 und 22.30 Uhr eingeladen. Ab 22 Uhr beginnt die Afterparty mit den DJ-Artists Pia Pomikala und GérartP. Das Museums-Café La Terrazza ad Arte sorgt für kühle Getränke. Der Eintritt ist frei.
 
 

Stalag VII A Moosburg ist beim Tag des offenen Denkmals® dabei
Moosburg: Wachmannschaftsbaracken (c) Schabe / DSD
 
Stalag VII A Moosburg ist beim Tag des offenen Denkmals® dabei
Führungen ermöglichen Einblicke in die Geschichte des Bauwerks

Am Tag des offenen Denkmals können in Kooperation der Stadt Moosburg und des Vereins Stalag Moosburg e.V. die Räume der Wachmannschaftsbaracke Hausnummer 5 an der Schlesierstraße geöffnet werden. Der Stalag Moosburg e.V. wird im Rahmen von Führungen umfassend über den historischen Bestand und über den Zusammenhang zur Neustadtentwicklung Auskunft geben. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Förderung der musealen Erschließung der Wachmannschaftsbaracke. Das Stalag-Projekt ist ihr geradezu ein Herzensanliegen. Die Baracke und ihre Ausstattung als „Zeitkapseln“ präsentabel und nachvollziehbar zu gestalten, soll die Geschichte des Ortes greifbarer machen.

Die Eröffnung an der Baracke findet um 12.30 Uhr mit Worten von Karen Carlson und Tina Naumovic, der Ersten Vorsitzenden des Stalag Moosburg e.V., statt. Von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr ermöglichen Führungen durch das Gebäude zur jeweils vollen Stunde um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr, die Zeitepochen des Bauwerks mit Kriegsgefangenen und Wachsoldaten, Heimatvertriebenen und Gastarbeitern zu erfassen. Um 15.30 Uhr folgt eine Führung über das gesamte Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers mit Besuch der Gedenkorte, der Gefangenenbaracke – der sogenannten Sabathiel-Baracke – und des Stalag Gedenkplatzes. Treffpunkt zur Führung ist der Info-Point an der Sudetenlandstraße 1.

Die Baracken stehen als materielle Beweise für die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die Stadt Moosburg und als Basis für die spätere Stadtentwicklung. Durch den Verlust von Zeitzeugen bekommen die Bauzeugnisse aus dem Dritten Reich eine immer größere Bedeutung. Als "unbequeme Denkmäler" sind sie ein wichtiges Instrument der politischen Bildung.

Weitere Informationen: Webpage des Stalag Moosburg e. V.

Ergänzend eröffnet die Stadt Moosburg in der VHS Moosburg am Stadtplatz 2 eine kompakte Variante der Sonderausstellung `vergessen und vorbei?´, die im Frühjahr anlässlich des 80-jährigen Jahrestags der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag VII A bereits großen Anklang fand.
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