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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | | | Karlsruhe: Lesung und Illustrationen | Mehrnousch und Mehrdad Zaeri-Esfahani in der Stadtbibliothek
Die eine schreibt, der andere zeichnet. Am Dienstag, 19. April, gestalten die aus dem Iran stammende Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani und ihr Bruder Mehrdad eine Lesung in der Stadtbibliothek Karlsruhe. Die Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Kulturtage ("Wanderungen - Glück | Leid | Fremdheit") beginnt um 20 Uhr. Die beiden berichten von ihrer Flucht in den Achtzigerjahren über die Türkei und die DDR in die Bundesrepublik. Mehrnousch Zaeri-Esfahani liest aus ihrer Autobiographie "33 Bogen und ein Teehaus" und ihrem Buch "Das Mondmädchen", Mehrdad präsentiert seine Illustrationen dazu.
In "33 Bogen und ein Teehaus" geht es um Mehrnouschs Kindheit in Isfahan, das heitere Familienleben, aber auch um die durch das Regime verursachten Qualen. Und schließlich um das Ankommen in Deutschland, das Gefühl der Sprach- und Heimatlosigkeit. "Das Mondmädchen" nimmt die Themen Flucht und Suche nach einer neuen Heimat in poetischer Sprache und in Form eines Märchens auf.
Der Eintritt zu dem Abend, der von Stadtbibliothek und der Buchhandlung Hoser und Mende veranstaltet wird, beträgt 6 Euro, ermäßigt 4. | | Mehr | | | |
| | | | | | EIN ABEND MIT DANNY LAFERIÈRE | Lesung und Gespräch
Nicht das Land, in dem er zufällig geboren wurde, sondern die Büchersammlung des Schriftstellers ist seine wahre Heimat. In Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama (Wunderhorn, 2015) erzählt der große haitianische Autor Dany Laferrière von seinen Anfängen als Schreibender. Er entdeckt, dass er die Welt über das Lesen kennenlernen kann und dass sie ebenso wie allen anderen auch ihm gehört. Denn es gibt einen individuellen Raum, auf den keine Ideologie, keine Macht, auch nicht der Diktator Haitis, Zugriff hat. »Dany Laferrières mitteilsame Selbstreflektion über sein Schreiben, seine inneren Kämpfe, Ängste und Glücksempfindungen kommt so leichtfüßig, witzig und unprätentiös daher.« (SZ)
Mit der französischsprachigen Originalausgabe von Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama sowie der deutschen Übersetzung von Beate Thill setzt der Abend an und mündet in ein Gespräch über das Lesen und Schreiben, über Widerstand und die Kraft der Literatur. Durch den Abend führt Dr. Guillaume Plas, Lektor am Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg.
Dany Laferrière, geboren 1953 in Port-au-Prince, arbeitete als Journalist in Haiti bis er sich unter dem Druck des politisch repressiven Klimas 1976 gezwungen sah, nach Montréal auszuwandern. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 1985. Als erster Haitianer und erster Kanadier wurde er im Mai 2015 in die Académie Française aufgenommen. Sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk Das Rätsel der Rückkehr und dessen Übersetzung von Beate Thill wurde 2014 mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin ausgezeichnet.
Veranstalter: Centre Culturel Français Freiburg, Literaturbüro Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg
Di 26.04., 20 Uhr | Centre Culturel Français, Münsterplatz 11 | Eintritt: 7/5 Euro, Studierende: Eintritt frei | | | | | |
| | | | | | TASCHENPARADIESE | Vorlesereise für kleine Leute
Für Zuhörer ab drei Jahren kramt ein Freiburger Leser seine Kinderbücher hervor und liest im bunten Zelt aus seinen Lieblingsgeschichten. Es wird gelauscht, gespielt, gemalt und getobt. Eltern können sich währenddessen im Café bei Kaffee und Croissant entspannen.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises Literaturhaus Freiburg und der Volksbank Freiburg
So 24.04., 11 Uhr | Alter Wiehrebahnhof, Galerie | Eintritt pro Kind: 3 Euro (inkl. Kaffee und Croissant für Mama oder Papa: 5 Euro) | | | | | |
| | | | | | JENNY ERPENBECK: GEHEN, GING, GEGANGEN | Lesung und Gespräch
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Eine zufällige Begegnung mit Asylsuchenden bringt den emeritierten Professor Richard auf die Idee, nach Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europa, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.
Mit Gehen, ging, gegangen (Knaus, 2015) ist Jenny Erpenbeck ein kluger und sorgfältig recherchierter Roman über das Fremdsein gelungen, ein Buch »von bezwingender Aktualität – und zugleich eines, das diese Brisanz literarisch weder gesucht noch einkalkuliert hat, weil ihm jeglicher Zynismus fremd ist« (FAZ). Über das »Buch zur Stunde« kommt die Autorin ins Gespräch mit dem Journalisten Thomas Steiner und Clemens Hauser, Sozialarbeiter im Caritasverband Emmendingen.
Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Berlin, debütierte 1999 mit der Novelle Geschichte vom alten Kind, auf die Romane, Erzählungen und Theaterstücke folgten. Ihr Roman Aller Tage Abend wurde vielfach ausgezeichnet; Gehen, ging, gegangen war für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg, Theater im Marienbad, Buchhandlung Schwarz
Fr 15.04., 20 Uhr | Theater im Marienbad, Marienstraße 4 | Eintritt: 10/6 Euro, Vorverkauf: Theater im Marienbad, 0761. 3 14 70 | | | | | |
| | | | | | LANGER ABEND DER FREIBURGER LITERATUR | Ein Abend am Puls der Freiburger Literatur: Über zwölf Autorinnen und Autoren verwandeln den Alten Wiehrebahnhof in einen Schauraum des literarischen Schaffens in der Region. Kinosaal und Galerie laden ein, bekannte Stimmen neu und neue Stimmen erstmals zu entdecken. Von Lyrik bis Krimi, von Prosa bis Übersetzung verschafft das Lesefest einen vielfältigen Überblick. Den Auftakt machen die jüngsten Schreibenden. In unserem Jugend-Schreibprojekt entstehen seit letztem Sommer Texte zu einem Haus aus Fantasie und Erinnerung: Wer da im Keller lauert? Was man sich auf den Stiegen, in der Küche erzählt? Und wie die Geräusche von draußen im Dachstuhl klingen? Kommen Sie mit!
Mit: Maya Durstewitz, Dana Fabini, Birgit Heiderich, Cornelia Holfeldervon der Tann, Heide Jahnke, Antigone Kiefner, Ulrich Land, Jonathan Löffelbein, Tobias Scheffel, Dirk Schindelbeck, Beate Thill, Kai Weyand und dem Jugend-Schreibprojekt Das Haus.
Moderation: Werner Baur, Eberhard Bittcher, Manuela Fuelle und Nathalie Knors
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg und Förderkreis Literaturhaus Freiburg
Das Haus ist ein Projekt im Rahmen des Programms Jugend-Kultur-Werkstatt: Wir machen Kultur, wie sie uns gefällt! der Baden-Württemberg Stiftung.
Do 07.04., ab 19 Uhr | Kinosaal und Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Eintritt: 8/6 Euro | | | | | |
| | | | | | PETER STAMM: WEIT ÜBER DAS LAND | Lesung und Gespräch
Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wieder- kommt, schließlich, ob er noch lebt. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. Sein neuer Roman Weit über das Land (S. Fischer, 2016) stellt mit großer poetischer Dringlichkeit die alltäglichste aller Fragen: die nach dem eigenen Leben.
Mit dem Schweizer Publikumsliebling ins Gespräch kommt seine Freiburger Schriftstellerkollegin Annette Pehnt.
Peter Stamm, geboren 1963, ist für seine Werke vielfach ausgezeichnet worden. Seit seinem Romandebüt Agnes (Arche, 1998) sind vier weitere Romane, fünf Erzählsammlungen, Theaterstücke und Hörspiele erschienen.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg und Theater Freiburg mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
Mo 04.04., 20 Uhr | Theater Freiburg, Winterer Foyer | Eintritt: 10/8 Euro, Vorverkauf: Theater Freiburg: 0761-201 2853 | | | | | |
| | | | | | BARBARA KÖHLER: ISTANBUL, ZUSEHENDS | Lesung und Gespräch mit der Peter-Huchel-Preisträgerin
Blicke auf das Fremde, alltägliche Szenen einer Stadt, festgehalten mit einer »besseren Knipse, wie sie in jede Tasche passt« und mit der Sprache der Lyrikerin. Anfang des Jahres 2014 hielt sich die Autorin Barbara Köhler fünf Wochen in Istanbul auf. Inspiriert von ihren Erlebnissen am Bosporus entstand eine poetische Montage aus Lyrik und Fotografie: Für Istanbul, zusehends (Lilienfeld, 2015) erhält Barbara Köhler den diesjährigen Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik.
»Mit dem doppelten Blick der Fotografin und Dichterin formuliert Barbara Köhler eine Liebeserklärung an eine Stadt, die ihr immer zugleich fremd und vertraut bleibt. Ein raffiniertes Netz von Sprachbildern und Bildsprache knüpft einen fliegenden lyrischen Teppich, der ganz selbstverständlich im Alltag auch die Wucht des Politischen einfängt.« –so die Begründung der Jury.
Namensgeber des Peter-Huchel-Preises ist der gleichnamige Dichter und Redakteur der Zeitschrift Sinn und Form, der seinen Lebensabend bis zu seinem Tod 1981 in Staufen im Breisgau verbrachte. Eben dort wird Barbara Köhler am Vormittag des 3. April, dem Geburtstag Huchels, der Preis überreicht. Am Abend ist die Autorin zu Gast im Literaturbüro Freiburg; die Moderation übernimmt Prof. Dr. Manfred Koch, Jury-Mitglied des Peter-Huchel-Preises 2016.
Barbara Köhler, geboren 1959, arbeitete zunächst als Altenpflegerin und am Theater in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz. Anschließend studierte sie am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. Nach der Wiedervereinigung war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Barbara Köhler lebt heute als Autorin in Duisburg.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg in Kooperation mit dem Südwestrundfunk
So 03.04., 20 Uhr | Alter Wiehrebahnhof, Galerie | Eintritt: 8/6 Euro | | Mehr | | | |
| | | | | | Karlsruhe: Orlandos Fächer - Roman einer Stadt | Lesung mit Martina Bilke im Stadtmuseum
Orlando ist ein Schelm und Abenteurer. Sein Leben beginnt im Hardtwald und führt durch die dreihundertjährige Stadtgeschichte Karlsruhes. Er baut am Schloss als einfacher Arbeiter mit, erlebt die Feiern zur Badischen Verfassung von 1818, trauert während der beiden Weltkriege und wandert schließlich durch die Baustellen der Kombilösung.
Martina Bilke liest aus ihrem Buch "Orlandos Fächer. Roman einer Stadt" am Donnerstag, 7. April, um 18 Uhr im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais (1. OG). Musikalisch begleitet wird die Lesung von Sandro Eramo (Flöte und Gitarre). Der Eintritt zu der Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Karlsruhe ist frei. Bilkes Roman ist am 31. März erschienen. Die Autorin wohnt und schreibt in Karlsruhe. | | Mehr | | | |
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