|
|

Museums - und Ausstellungstipps
© David von Becker | | | | | "Wolken und Licht. Impressionismus in Holland" | Ausstellung ab 8. Juli im Museum Barberini, Potsdam
Eine eigene, holländische Form des Impressionismus: Wolken und Licht präsentiert rund 100 in Deutschland bislang kaum gezeigte Werke von Vincent van Gogh bis Piet Mondrian
Potsdam, 7. Juli 2023 – Die Landschaftsmalerei hat in den Niederlanden ihren Ursprung. Der Realismus der Alten Meister des 17. Jahrhunderts blieb lange der Maßstab, an dem es sich zu messen galt. Mit der in Frankreich entwickelten Malerei unter freiem Himmel erhielten die niederländischen Malerinnen und Maler des 19. Jahrhunderts neue Impulse. Die Ausstellung Wolken und Licht. Impressionismus in Holland zeigt vom 8. Juli bis zum 22. Oktober 2023, wie sich Künstlerinnen und Künstler durch die französischen Einflüsse zu einer ganz eigenen, holländischen Form des Impressionismus inspirieren ließen.
Die umfassende Schau ist die erste Ausstellung, die sich dem Thema widmet und versammelt rund 100 Werke von etwa 40 Künstlerinnen und Künstlern, darunter in Deutschland bislang kaum gezeigte Schlüsselwerke von Johan Barthold Jongkind, Vincent van Gogh, Jacoba van Heemskerck und Piet Mondrian. Zu den Leihgebern gehören das Rijksmuseum und das Stedelijk Museum in Amsterdam, das Kunstmuseum Den Haag, das Dordrechts Museum, das Kröller Müller-Museum in Otterlo und das Singer Museum in Laren.
Seit dem 17. Jahrhundert gehörten Wolken, Wellen und Strand in der altmeisterlichen Landschaftsdarstellung zum Charakteristischen der niederländischen Kunst. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt die Landschaftskunst mit Caspar David Friedrich, William Turner und Pierre-Henri de Valenciennes in ganz Europa Relevanz. Als die französischen Impressionisten in der Malerei unter freiem Himmel den Moment als Signum der Moderne feierten, forderte dies unweigerlich die Reaktion der holländischen Künstler heraus. Die Ausstellung Wolken und Licht. Impressionismus in Holland widmet sich diesem europäischen Dialog. Sie nimmt die Entwicklung der niederländischen Kunst zwischen den 1840er und den 1910er Jahren in ihrer Zwiesprache mit dem Impressionismus in den Blick.
Auch die französischen Impressionisten verehrten die holländische Landschaftsmalerei der Alten Meister. Dabei ging es ihnen weniger um die Identifikation mit einer nationalen Landschaft als um den Realismus dieser Malerei. Claude Monet hielt sich 1871 vier Monate in Holland auf. Hier hatte schon sein Vorbild Gustave Courbet in den 1840er Jahren Abstand vom französischen Kunstbetrieb gesucht, um seiner Malerei durch das Studium von Wolken und Wellen den für ihn charakteristischen realistisch-direkten Zugriff zu verleihen. Die Sammlung Hasso Plattner im Museum Barberini bewahrt zwei Gemälde Monets von diesem Aufenthalt. Sie zeigen eine für Monets Frühwerk ungewöhnlich intensive Farbigkeit und kraftvoll-kompakte Malweise.
Holländische Künstlerinnen und Künstler sahen die Werke der Maler von Barbizon bei ihren Reisen nach Frankreich und seit den 1880er Jahren in der Sammlung des Malers Hendrik Willem Mesdag in Den Haag. Wie die französischen Impressionisten im Wald von Fontainebleau, so malten die holländischen Künstler bereits ab etwa 1850 das durch die Bäume hereinbrechende Licht im Wald von Oosterbeek. Die Haager Schule widmete sich der Polderlandschaft unter hohem Himmel und schloss darin wie Eugène Boudin in Frankreich an die Wolkenmalerei der Alten Meister an. Charakteristisch für die Malerei von Willem Roelofs, Anton Mauve und Jacob Maris sind lichthaltige Grautöne, mit denen sie regenschwere Wolken über der Wiesenlandschaft zu Akteuren ihrer Bilder machten. Der Strand ist Schauplatz der Fischer, die ausfahren oder ihren Fang anlanden, wobei im Unterschied zur Marinemalerei oder Ausblicken auf das Meer aus der Zeit der Romantik bereits die subjektive Beobachtung ausschlaggebend ist.
Auf die Maler der Haager Schule folgten in den 1880er Jahren die Amsterdamer Impressionisten. Sie entdeckten die Stadt als Ort des modernen Lebens mit Einkaufsstraßen, Kaffeehäusern und elektrischem Licht. Der Strand wird nun Schauplatz für Freizeitaktivitäten wie Spazierengehen oder Eselreiten. Künstler wie George Hendrik Breitner und Isaac Israels, die die Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir oder Gustave Caillebotte aus den Pariser Ausstellungen kannten, suchten Motive des technischen Fortschritts und gesellschaftlichen Wandels in der eigenen Umgebung. Die nächste Generation niederländischer Künstler ließ sich ab 1890 vom französischen und belgischen Pointillismus inspirieren, den sie auf Ausstellungen in Amsterdam und Leiden kennenlernten. Für die nach 1905 entstandenen Landschaften, die Anregungen des französischen Fauvismus aufnahmen, fand sich bald der Begriff Luminismus.
Unvermischte Farben und ihre expressive Steigerung in Simultankontrasten verbinden den späten Vincent van Gogh mit dem pointillistischen Frühwerk Piet Mondrians und belegen, wie der Impressionismus der Avantgarde auch in Holland Vorschub leistete. Mit Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde hat das Museum Barberini 2021, ausgehend von seinem impressionistischen Forschungsschwerpunkt, erstmals eine Ausstellung zum europäischen Dialog mit den französischen Vorbildern gezeigt und den Bogen vom Realismus eines Ilja Repin zur Abstraktion von Natalja Gontscharowa, Michail Larionow und Kasimir Malewitsch vorgestellt.
„Nach den Ausstellungen Van Gogh. Stillleben und Rembrandts Orient steht ein neues Kapitel holländischer Kunst im Museum Barberini im Zentrum. Auch dank phantastischer Leihgeber wie dem Rijksmuseum, dem Stedelijk Museum oder dem Kunstmuseum Den Haag zeigt die Ausstellung ein prominent besetztes Panorama niederländischer Wolkenmaler und Lichtkünstler“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini.
„Die holländische Kunst des 19. Jahrhunderts wird in Deutschland kaum gezeigt und ist mit Ausnahme der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die in den 1880er Jahren Werke der Haager Schule ankauften, in hiesigen Museen kaum vertreten. Abgesehen von Künstlern wie Van Gogh und Mondrian, die mit zahlreichen monographischen Ausstellungen präsent waren, sind Malerinnen und Maler wie Jacoba van Heemskerck, Jan Toorop, Jan Sluijters und viele andere, die in den Niederlanden mit großen Retrospektiven gewürdigt wurden, in Deutschland nahezu unbekannt. Durch ihre Nähe zu den Landschaften Max Liebermanns und die Van Gogh-Rezeption der Brücke-Künstler erscheinen sie dennoch vertraut“, erläutert Michael Philipp, Chefkurator am Museum Barberini und Kurator der Ausstellung.
Zur Ausstellung erscheint ein 312-seitiger Katalog (Prestel, 2023, englisch/deutsch) mit Beiträgen von Sterre Barentsen, Renske Cohen Tervaert, Frouke van Dijke, Marijn Geist, Jacqueline Hartwig, Mayken Jonkman, Jeroen Kapelle, Quirine van der Meer Mohr, Lucien Midavaine, Michael Philipp und Renske Suijver.
Eine Ausstellung des Museums Barberini, Potsdam, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Den Haag. Unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Königreichs der Niederlande in Deutschland, S. E. Ronald van Roeden.
Museum Barberini
Humboldtstraße 5–6
14467 Potsdam | | Mehr | | | |
| | | | | | Kunst, Kultur und Sommer-Flair | Die Freiburger Museumsnacht lockt am Samstag, 22 Juli, bis spät in die Nacht mit zahlreichen Führungen, Live-Acts, Mitmachaktionen und exklusiven Angeboten
Am Samstag, 22. Juli, ist endlich wieder soweit: Die Freiburger Museumsnacht lädt Kunst- und Kultur-Fans von 18 bis 1 Uhr ein, zahlreiche Ausstellungen zu entdecken, Konzerte und Performances zu genießen, selbst aktiv zu werden und sich bei kühlenden Drinks und Snacks miteinander auszutauschen. Ob Wasserspeier oder leuchtende Kristalle, große Meister oder Newcomer, Bollenhut oder Blumenkranz, Liedermacherei oder Zauberkunst – ein vielfältiges Programm garantiert eine unvergessliche Nacht. Tickets gibt es ab sofort im Online-Shop. | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 10. bis 16. Juli | (Kalenderwoche 28)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen und Tickets stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Der Eintritt unter 27 Jahren sowie mit dem Museums-PASS-Musées ist frei.
Augustinermuseum
Themenführung: Highlights mittelalterlicher Kunst
Gemälde, Skulpturen und Glaskunstwerke: Bei einer Führung am Freitag, 14. Juli, um 17 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz erfahren Interessierte mehr zu den mittelalterlichen Werken in der Sammlung des Museums. Darunter befinden sich Gemälde von Lucas Cranach, Matthias Grünewald und Hans Baldung Grien sowie originale Skulpturen des Freiburger Münsters und Glasgemälde. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus 8 Euro Eintritt, ermäßigt 6 Euro.
Haus der Graphischen Sammlung
Kunstpause: Römische Helden
Eine Kurzführung Felix Reuße findet am Mittwoch, 12. Juli, um 12.30 Uhr durch die von ihm kuratierte Ausstellung „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“ im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, statt. Reuße stellt die Serie „Römische Helden“ des niederländischen Kupferstechers vor. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Museum für Neue Kunst
Midissage: Dreißig Gefäße
Eine Midissage zur Kurzausstellung „AKT NACKT KUSS“ von Christina Ohlmer findet am Donnerstag, 13. Juli, um 18 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Präsentation ist von Dienstag, 11. Juli, bis Sonntag, 16. Juli, zu sehen und Teil einer Reihe: 22 lokale Künstlerinnen, Künstler und Kollektive bespielen jeweils eine Woche einen Raum der Sonderausstellung „Bis die Bude brummt“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Workshop: Jedes Buch ist anders
Bei einem Workshop am Donnerstag, 13. Juli, mit Grafikdesignerin Annett Frey dreht sich von 16.30 Uhr bis 18 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, alles um das Gestalten von Büchern. Die Kursleiterin konzipiert, plant und realisiert kreative Projekte und deren Prozesse der visuellen Kommunikation. Im Workshop stellt sie den langen Weg bis zur Veröffentlichung eines Buchs vor. Der kostenfreie Workshop ist Teil der Ausstellung „Bis die Bude brummt“. Plätze können nur im Online-Shop reserviert werden. Treffpunkt ist die Museumskasse.
Museum Natur und Mensch
Auerhuhn-Wanderung am Feldberg
Interessierte begeben sich am Sonntag, 16. Juli, um 10.30 Uhr bei einer Wanderung am Feldberg auf die Spuren des Auerhuhns. Gemeinsam mit dem Verein Auerhuhn im Schwarzwald e. V. und Norbert Widemann vom Museum Natur und Mensch erkunden die Teilnehmenden den natürlichen Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Tieres. Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist nur in Begleitung eines Erwachsenen möglich. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de bis Donnerstag, 13. Juli, um 15 Uhr, ist notwendig. Weitere Informationen erhalten die Teilnehmenden nach der Anmeldung.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Familiennachtmittag: Mit Würfelglück in die Zeit der Römer
Familien mit Kindern ab 5 Jahren erkunden am Sonntag, 16. Juli, um 14 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, mit Spiel und Spaß die römische Lebenswelt am Oberrhein und fertigen das Lieblingsspiel der Legionäre an. Die Teilnahme kostet für Kinder 5 Euro, Erwachsene zahlen 5 Euro plus 5 Euro Eintritt, ermäßigt 3 Euro.
Museum für Stadtgeschichte
Führung: Zünftig!
Von der Zunftlade bis zum Stiefel: Bei einer Führung am Sonntag, 16. Juli, um 12 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, geht es um identitätsstiftende Objekte und Glasbilder, die von der Vielfalt und Bedeutung der Handwerkskunst in Freiburg erzählen. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus 3 Euro Eintritt, ermäßigt 2 Euro. | | Mehr | | | |
| © Chris Ware, «Paper Life», 2023 | | | | | Chris Ware. Paper Life | Cartoonmuseum Basel
bis 29.10.2023
Die in enger Zusammenarbeit mit Chris Ware entwickelte Retrospektive «Chris Ware. Paper Life» zeigt erstmals im deutschsprachigen Raum den ganzen Reichtum des Werks des aktuell bedeutendsten US-amerikanischen Comicautors und -zeichners. Der 1967 in Omaha, Nebraska, als Franklin Christenson Ware geborene Künstler veröffentlichte schon sehr früh im Avantgarde-Magazin «RAW» von Art Spiegelman und Françoise Mouly. In den frühen 1990er-Jahren startete er seine «ACME Novelty Library»-Serie, in der er seine wichtigsten Charaktere etablierte. Chris Ware zeichnet mit perfektionistischer Akribie und technischer Präzision, seine Bücher sind erzählerische und formale Gesamtkunstwerke, in denen von der Typografie bis zum Einband alles aus einer Hand kommt. In der Ausstellung wird nachvollziehbar, wie er über suchende Vorskizzen zu seinen durchkomponierten, an Konstruktionszeichnungen erinnernden Bildsequenzen gelangt. Aus unterschiedlichsten Perspektiven und in konzentrierter Dichte erfährt die Leserschaft von menschlichen Unzulänglichkeiten, Kommunikationsschwierigkeiten und Enttäuschungen. Besonders eindrücklich ist die aufwendig produzierte Comic-Sammlung «Building Stories» aus dem Jahr 2012, die 14 Bücher in verschiedensten Formaten und ohne vorgegebene Reihenfolge vereint. Neben seinen grossen Graphic Novels wie «Jimmy Corrigan» (2000) und «Rusty Brown» (2019) arbeitet Chris Ware für die Presse, insbesondere den «The New Yorker», und hat Animationsfilme um seine Figuren Quimby the Mouse und Rusty Brown konzipiert.
Die Retrospektive zeigt Originalwerke aus den wichtigsten Arbeiten des Ausnahmekünstlers sowie Objekte wie Modelle, Skulpturen und Konstruktionen, die seine Geschichten in der dritten Dimension ergänzen.
Cartoonmuseum Basel
St. Alban-Vorstadt 28, CH-4052 Basel | | Mehr | | | |
| © Stadt Karlsruhe, Roland Fränkle | | | | | "Vom Bankierspalast zum Kulturzentrum" | Bau- und Hausgeschichte des Prinz-Max-Palais
Telefonführung am 8. Juli bequem von zu Hause "ins Museum"
Das Stadtmuseum Karlsruhe bietet am Samstag, 8. Juli, um 13 Uhr eine Telefonführung an. Bei diesem barrierefreien Angebot begeben sich die Hörerinnen und Hörer bequem von Zuhause aus per Telefon auf eine Reise durch das Prinz-Max-Palais.
Bei der Telefonführung "Vom Bankierspalast zum Kulturzentrum. Bau- und Hausgeschichte des Prinz-Max-Palais" führt Helene Seifert durch die Räumlichkeiten des Prinz-Max-Palais. Die Teilnehmenden erfahren dabei viel Spannendes über die wechselvolle Entwicklung der Gründerzeit-Villa von einem privaten Altersruhesitz hin zu einem öffentlichen Kulturzentrum.
Die Museumsrundgänge am Telefon sind ein barrierefreies Angebot an Blinde und Sehbehinderte, Menschen mit Bewegungseinschränkungen und alle, die von zuhause aus das Stadtmuseum erkunden möchten. Die Teilnehmenden wählen sich in eine unkomplizierte Telefonkonferenz ein und können den Ausführungen der Museumspädagogin lauschen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung bis spätestens 7. Juli ist erforderlich unter: stadtmuseum(at)kultur.karlsruhe.de oder 0721 133 4231. | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 3. bis 9. Juli | (Kalenderwoche 27)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen und Tickets
stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Der Eintritt unter 27
Jahren sowie mit dem Museums-PASS-Musées ist frei.
Augustinermuseum
Orgelmusik im Augustinermuseum
Am Freitag, 7. Juli, um 18 Uhr spielt Carola Simrock von der Hochschule für Musik Freiburg im Augustinermuseum am Augustinerplatz ausgewählte Stücke auf der Welte-Orgel. Das Konzert kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Haus der Graphischen Sammlung
Führung: Verwandlung der Welt
Erzählerische Darstellungen, spielerische Neuschöpfungen und große Dynamik zeichnen das Werk von Hendrick Goltzius aus. Bei einer Führung am Samstag, 8. Juli, um 15 Uhr durch die Ausstellung „Verwandlung der Welt“ im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, erfahren Interessierte mehr über den niederländischen Kupferstecher. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Museum für Neue Kunst
Midissage: Dreißig Gefäße
Eine Midissage zur Kurzausstellung „Dreißig Gefäße“ von Annette Merkenthaler findet am Donnerstag, 6. Juli, um 18 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Präsentation ist von Dienstag, 4. Juli, bis Sonntag, 9. Juli, zu sehen und Teil einer Reihe: 22 lokale Künstlerinnen, Künstler und Kollektive bespielen jeweils eine Woche einen Raum der Sonderausstellung „Bis die Bude brummt“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Workshop für Kinder: Kreativwerkstatt für kreative Köpfe
Bei einem Workshop für Kinder von 6 bis 8 Jahren am Samstag, 8. Juli, um 14 Uhr wird die Ausstellung „Bis die Bude brummt“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, zur Ideenwerkstatt. Das Museum tauscht die Werke in einem Raum regelmäßig aus – perfekt für immer neue Geschichten und Ideen. In der letzten halben Stunde präsentieren die kreativen Köpfe ihre Ergebnisse den Familien, Freundinnen und Freunden. Die Teilnahme ist für Kinder kostenfrei, Erwachsene zahlen den regulären Eintritt. Eine Anmeldung per Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de ist bis Donnerstag, 6. Juli, erforderlich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Förderverein Museum für Neue Kunst Freiburgs statt.
Archäologisches Museum Colombischlössle
After Work: Operation in der Jungsteinzeit!
Um Gräber geht es bei einer Führung am Mittwoch, 5. Juli, um 17.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Beigaben und anthropologische Untersuchungen von Bestatteten eröffnen einzigartige Einblicke in das Leben der Verstorbenen. Sie berichten von ihren Krankheiten, chirurgischen Eingriffen und handwerklichen Tätigkeiten. Die Teilnahme an der Führung kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | | Mehr | | | |
| (c) Foto: Colin Reiss 2019 | | | | | Von Helden, Göttinnen und Himmelsstürmern | „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“ im Haus der Graphischen Sammlung
Neuauflage der Ausstellung startet am 24. Juni
Die Schau „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“ war im Herbst 2020 pandemiebedingt nur zwei Tage für das Publikum zugänglich. Aufgrund des Teil-Lockdowns waren alle fünf Häuser der Städtischen Museen Freiburg bis Frühjahr 2021 geschlossen. Ab Samstag, 24. Juni 2023, können sich Besucherinnen und Besucher im Haus der Graphischen Sammlung auf eine Neuauflage freuen. Die Kabinettausstellung läuft bis Sonntag, 17. September 2023.
Der niederländische Kupferstecher Hendrick Goltzius begeistert bis heute mit seiner handwerklichen Virtuosität, seinem anspielungsreichen Witz und der enormen Dynamik seiner Bilder. Er wird 1558 in Mühlbracht (heute Bracht), einem kleinen Ort an der holländischen Grenze, geboren. Als er 1617 in Haarlem stirbt, gilt er bereits als bester Kupferstecher der Niederlande. Schon als Junge liebt es Hendrick Goltzius zu zeichnen – obwohl seine rechte Hand in Folge einer Verbrennung deformiert ist. Im Alter von 19 Jahren sticht er bereits Einzelblätter und Folgen nach eigenen und fremden Vorlagen. Mit Mitte zwanzig hat er seine eigene Druckwerkstatt aufgebaut – anders als viele seiner Zeitgenossen entwirft, sticht und verlegt das Allround-Talent selbst.
Mit seinen künstlerisch und technisch herausragenden Arbeiten erreicht Goltzius ein internationales Publikum. In die Kunstgeschichte geht er als erster Meta-Künstler der Grafik ein: Er ist bekannt dafür, die Stile und Techniken anderer Künstler nachzuahmen und diese mit künstlerischen Mitteln zu kommentieren. Antike Mythologien und christliche Themen gehören ebenso in sein Repertoire wie moralisierende Allegorien. Doch sein besonderes Interesse gilt dem menschlichen Körper: Seine Helden, Göttinnen und Himmelsstürmer, muskulöse Männer und anmutige Frauengestalten strahlen große Dynamik aus.
Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Kunstsammlung der Georg-August-Universität Göttingen entstanden. Sie zeigt 67 Arbeiten aus Goltzius‘ Œuvre, vom verlegerischen Erstlingswerk bis hin zu seinem letzten druckgrafischen Motiv. Zu den Kupferstichen aus Göttingen kommen Blätter aus der Sammlung des Augustinermuseums.
Kuratorin der Ausstellung ist Stephanie Stroh. Begleitend zur Schau gibt es einen Katalog, erschienen im Imhof Verlag, der für 24,80 Euro an den Museumskassen oder im Online-Shop und für 29,95 Euro im Buchhandel erhältlich ist.
Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum, Salzstraße 32, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, freitags bis 19 Uhr geöffnet. Tickets kosten 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Mitglieder des Freundeskreises, mit Museums-Pass- Musées und für Menschen unter 27 Jahren ist der Eintritt frei.
Beratung und Buchung von Führungen unter Tel. +49 761 201-2501. Weitere Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gibt es unter freiburg.de/goltzius
zum Bild oben:
Werkstatt Hendrik Goltzius, Die Erschaffung der Elemente, 1589, Kunstsammlung der Georg-August-Universität Göttingen,
Foto: Colin Reiss 2019 | | Mehr | | | |
| | | | | | Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 26.6. bis 2.7. | (Kalenderwoche 26)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen und Tickets stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Der Eintritt unter 27 Jahren sowie mit dem Museums-PASS-Musées ist frei.
Augustinermuseum
Augustinertag
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt Besuchende anlässlich des Augustinertags am Sonntag, 2. Juli, von 10 bis 14 Uhr, bei freiem Eintritt ein, seine renommierte Sammlung der Kunst vom Mittelalter bis zum Barock sowie der Malerei des 19. Jahrhunderts zu erkunden. Bei Baustellenführungen erhalten Interessierte einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem geben Restauratorinnen und Restauratoren spannende Einblicke in ihre Arbeit. Das komplette Programm gibt unter www.freiburg.de/augustinertag
Haus der Graphischen Sammlung
Führung: Verwandlung der Welt
Erzählerische Darstellungen, spielerische Neuschöpfungen und große Dynamik zeichnen das Werk von Hendrick Goltzius (1558–1617) aus. Bei einer Führung am Samstag, 1. Juli, um 15 Uhr durch die Ausstellung „Verwandlung der Welt“ im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, erfahren Interessierte mehr über den niederländischen Kupferstecher. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Museum für Neue Kunst
Workshop: SCHAU MICH AN
Zu einem reflexiven Erkundungsspaziergang mit der Künstlerin Brigitte Rost lädt das Museum für Neue Kunst gemeinsam mit seinem Förderverein am Donnerstag, 29. Juli, um 16 Uhr ein. Durch genaues Beobachten mit allen Sinnen werden Wahrnehmungen geschult und miteinander geteilt – eine Intervention nach der kulturwissenschaftlichen Methode von Lucius Burckhard, Begründer der Spaziergangswissenschaften. Treffpunkt ist das Restaurant Waldsee, Waldseestraße 84. Die kostenfreie Veranstaltung ist Teil der Ausstellung „Bis die Bude brummt". Plätze können nur im Online-Shop reserviert werden.
Midissage: Kunstraum Weißer Hase
Eine Midissage zur Kurzausstellung „Kunstraum Weißer Hase“ von der Freien Landesakademie Kunst Freiburg findet am Donnerstag, 29. Juni, um 18 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Präsentation ist von Dienstag, 27. Juni, bis Sonntag, 2. Juli, zu sehen und Teil einer Reihe: 22 lokale Künstlerinnen, Künstler und Kollektive bespielen jeweils eine Woche einen Raum der Sonderausstellung „Bis die Bude brummt“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Museum Natur und Mensch
Vortrag: Turmalinerlebnis Madagaskar
Im Fokus des Vortrags am Dienstag, 27. Juni, um 19 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, steht einer der wichtigsten Lieferanten für große, farbige Turmalinkristalle: Madagaskar. Dabei schildert der Turmalinexperte Paul Rustemeyer die Verhältnisse des Turmalinbergbaus im Hochland der Insel Madagaskar und präsentiert einige Prachtexemplare. Die Teilnahme kostet 3 Euro.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Matinee: Die Bronzezeit am Oberrhein
Am Sonntag, 2. Juli, findet um 11 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, eine Matinee mit dem Titel „Glänzend! Die Bronzezeit am Oberrhein“ statt. Die Expertin Angelika Mecking eröffnet neue Perspektiven diese Epoche. Am Ende der Jungsteinzeit begann der Siegeszug der Legierung. Die Beschaffung und Verarbeitung von Kupfer und Zinn bewirkte einen weitreichenden Tauschverkehr, spezialisierte Techniken und nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch Roland Zipfel an der Hang Drum. Eine Veranstaltung mit den Freunden des Archäologischen Museums e. V. Die Teilnahme kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.
Museum für Stadtgeschichte
Kurzgeschichte(n): Vauban und die Folgen
Im Fokus einer Führung am Freitag, 30. Juni, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, stehen die Veränderungen Freiburgs unter französischer Krone durch den Festungsbaumeister Marquis de Vauban. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | | Mehr | | | |
|
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347
|
|
|