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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | Karlsruhe: Lebendiges Stück Zeitgeschichte | Gudrun Gloth liest aus ihrem Buch über Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg
Aus ihrem Buch „Ich dachte, das sei mein Ende – Gespräche mit Zeitzeugen über ihre Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg“ liest am Dienstag, 10. Mai, um 20 Uhr die gebürtige Karlsruherin Gudrun Gloth in der Stadtbibliothek. Gloth, ehemalige Fichte-Gymnasiastin und Scheffelpreisträgerin von 1951, blickt auf eine über 50-jährige Karriere als Journalistin zurück. Über Jahrzehnte haben Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kunst, darunter Sepp Herberger, Hans-Joachim Kulenkampf, Inge Meysel, Günter Pfitzmann, Max Schmeling, Beate Uhse oder Richard von Weizäcker, die Autorin in ihre Seele schauen lassen und ihr aus der düstersten Zeit ihres Lebens erzählt. Eintrittskarten zu sechs, ermäßigt vier Euro gibt es ab sofort in der Stadtbibliothek oder der Buchhandlung Hoser und Mende. | Mehr | | | |
| | | | Frankfurt: Ich küsse ihre Hand, Madame! | Jüdische Künstler auf Schellack
Jo van Nelsens Grammophone-Lesung im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“
im Museum für Kommunikation
Das Museum für Kommunikation lädt am Donnerstag, den 21. April um 19.30 Uhr zu einer Lesung der besonderen Art ein. In seiner Reihe „Grammophon-Lesungen“ lässt der Musikkabarettist Jo van Nelsen längst vergangene Stimmen erklingen und liefert so den Soundtrack zu spannenden Texten. Im Rahmen der Reihe „Frankfurt liest ein Buch“, die 2016 David Seuthes Roman „Frankfurt verboten“ in den Mittelpunkt stellt, und zur Ausstellung „Jukebox Jewkbox! Ein jüdisches Jahrhundert auf Schellack und Vinyl“ im Museum für Kommunikation präsentiert Jo van Nelsen eine neue Grammophon-Lesung.
Die Sänger Richard Tauber und Adele Kern, der Dirigent Julius Prüwer, die Pianisten Erik Then-Bergh und Alfred Cortot – sie alle sind eng verbunden mit der Stadt Frankfurt am Main und ihrem regen Musikleben vor 1933, das in Seuthes Roman eindrücklich geschildert wird. Über Ihre Biographien wird Jo van Nelsen an diesem Abend erzählen, Passagen aus „Frankfurt verboten“ lesen und immer wieder die Kurbel seines roten Koffergrammophons drehen.
Die Ausstellung und das Museumscafé sind an diesem Abend geöffnet.
Termin: Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr
Kosten: 6 Euro pro Person,
Vorverkauf am Museumsempfang
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| | | | Karlsruhe: Lesung und Illustrationen | Mehrnousch und Mehrdad Zaeri-Esfahani in der Stadtbibliothek
Die eine schreibt, der andere zeichnet. Am Dienstag, 19. April, gestalten die aus dem Iran stammende Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani und ihr Bruder Mehrdad eine Lesung in der Stadtbibliothek Karlsruhe. Die Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Kulturtage ("Wanderungen - Glück | Leid | Fremdheit") beginnt um 20 Uhr. Die beiden berichten von ihrer Flucht in den Achtzigerjahren über die Türkei und die DDR in die Bundesrepublik. Mehrnousch Zaeri-Esfahani liest aus ihrer Autobiographie "33 Bogen und ein Teehaus" und ihrem Buch "Das Mondmädchen", Mehrdad präsentiert seine Illustrationen dazu.
In "33 Bogen und ein Teehaus" geht es um Mehrnouschs Kindheit in Isfahan, das heitere Familienleben, aber auch um die durch das Regime verursachten Qualen. Und schließlich um das Ankommen in Deutschland, das Gefühl der Sprach- und Heimatlosigkeit. "Das Mondmädchen" nimmt die Themen Flucht und Suche nach einer neuen Heimat in poetischer Sprache und in Form eines Märchens auf.
Der Eintritt zu dem Abend, der von Stadtbibliothek und der Buchhandlung Hoser und Mende veranstaltet wird, beträgt 6 Euro, ermäßigt 4. | Mehr | | | |
| | | | EIN ABEND MIT DANNY LAFERIÈRE | Lesung und Gespräch
Nicht das Land, in dem er zufällig geboren wurde, sondern die Büchersammlung des Schriftstellers ist seine wahre Heimat. In Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama (Wunderhorn, 2015) erzählt der große haitianische Autor Dany Laferrière von seinen Anfängen als Schreibender. Er entdeckt, dass er die Welt über das Lesen kennenlernen kann und dass sie ebenso wie allen anderen auch ihm gehört. Denn es gibt einen individuellen Raum, auf den keine Ideologie, keine Macht, auch nicht der Diktator Haitis, Zugriff hat. »Dany Laferrières mitteilsame Selbstreflektion über sein Schreiben, seine inneren Kämpfe, Ängste und Glücksempfindungen kommt so leichtfüßig, witzig und unprätentiös daher.« (SZ)
Mit der französischsprachigen Originalausgabe von Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama sowie der deutschen Übersetzung von Beate Thill setzt der Abend an und mündet in ein Gespräch über das Lesen und Schreiben, über Widerstand und die Kraft der Literatur. Durch den Abend führt Dr. Guillaume Plas, Lektor am Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg.
Dany Laferrière, geboren 1953 in Port-au-Prince, arbeitete als Journalist in Haiti bis er sich unter dem Druck des politisch repressiven Klimas 1976 gezwungen sah, nach Montréal auszuwandern. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 1985. Als erster Haitianer und erster Kanadier wurde er im Mai 2015 in die Académie Française aufgenommen. Sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk Das Rätsel der Rückkehr und dessen Übersetzung von Beate Thill wurde 2014 mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin ausgezeichnet.
Veranstalter: Centre Culturel Français Freiburg, Literaturbüro Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg
Di 26.04., 20 Uhr | Centre Culturel Français, Münsterplatz 11 | Eintritt: 7/5 Euro, Studierende: Eintritt frei | | | | |
| | | | TASCHENPARADIESE | Vorlesereise für kleine Leute
Für Zuhörer ab drei Jahren kramt ein Freiburger Leser seine Kinderbücher hervor und liest im bunten Zelt aus seinen Lieblingsgeschichten. Es wird gelauscht, gespielt, gemalt und getobt. Eltern können sich währenddessen im Café bei Kaffee und Croissant entspannen.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises Literaturhaus Freiburg und der Volksbank Freiburg
So 24.04., 11 Uhr | Alter Wiehrebahnhof, Galerie | Eintritt pro Kind: 3 Euro (inkl. Kaffee und Croissant für Mama oder Papa: 5 Euro) | | | | |
| | | | JENNY ERPENBECK: GEHEN, GING, GEGANGEN | Lesung und Gespräch
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Eine zufällige Begegnung mit Asylsuchenden bringt den emeritierten Professor Richard auf die Idee, nach Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europa, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.
Mit Gehen, ging, gegangen (Knaus, 2015) ist Jenny Erpenbeck ein kluger und sorgfältig recherchierter Roman über das Fremdsein gelungen, ein Buch »von bezwingender Aktualität – und zugleich eines, das diese Brisanz literarisch weder gesucht noch einkalkuliert hat, weil ihm jeglicher Zynismus fremd ist« (FAZ). Über das »Buch zur Stunde« kommt die Autorin ins Gespräch mit dem Journalisten Thomas Steiner und Clemens Hauser, Sozialarbeiter im Caritasverband Emmendingen.
Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Berlin, debütierte 1999 mit der Novelle Geschichte vom alten Kind, auf die Romane, Erzählungen und Theaterstücke folgten. Ihr Roman Aller Tage Abend wurde vielfach ausgezeichnet; Gehen, ging, gegangen war für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg, Theater im Marienbad, Buchhandlung Schwarz
Fr 15.04., 20 Uhr | Theater im Marienbad, Marienstraße 4 | Eintritt: 10/6 Euro, Vorverkauf: Theater im Marienbad, 0761. 3 14 70 | | | | |
| | | | LANGER ABEND DER FREIBURGER LITERATUR | Ein Abend am Puls der Freiburger Literatur: Über zwölf Autorinnen und Autoren verwandeln den Alten Wiehrebahnhof in einen Schauraum des literarischen Schaffens in der Region. Kinosaal und Galerie laden ein, bekannte Stimmen neu und neue Stimmen erstmals zu entdecken. Von Lyrik bis Krimi, von Prosa bis Übersetzung verschafft das Lesefest einen vielfältigen Überblick. Den Auftakt machen die jüngsten Schreibenden. In unserem Jugend-Schreibprojekt entstehen seit letztem Sommer Texte zu einem Haus aus Fantasie und Erinnerung: Wer da im Keller lauert? Was man sich auf den Stiegen, in der Küche erzählt? Und wie die Geräusche von draußen im Dachstuhl klingen? Kommen Sie mit!
Mit: Maya Durstewitz, Dana Fabini, Birgit Heiderich, Cornelia Holfeldervon der Tann, Heide Jahnke, Antigone Kiefner, Ulrich Land, Jonathan Löffelbein, Tobias Scheffel, Dirk Schindelbeck, Beate Thill, Kai Weyand und dem Jugend-Schreibprojekt Das Haus.
Moderation: Werner Baur, Eberhard Bittcher, Manuela Fuelle und Nathalie Knors
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg und Förderkreis Literaturhaus Freiburg
Das Haus ist ein Projekt im Rahmen des Programms Jugend-Kultur-Werkstatt: Wir machen Kultur, wie sie uns gefällt! der Baden-Württemberg Stiftung.
Do 07.04., ab 19 Uhr | Kinosaal und Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Eintritt: 8/6 Euro | | | | |
| | | | PETER STAMM: WEIT ÜBER DAS LAND | Lesung und Gespräch
Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wieder- kommt, schließlich, ob er noch lebt. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. Sein neuer Roman Weit über das Land (S. Fischer, 2016) stellt mit großer poetischer Dringlichkeit die alltäglichste aller Fragen: die nach dem eigenen Leben.
Mit dem Schweizer Publikumsliebling ins Gespräch kommt seine Freiburger Schriftstellerkollegin Annette Pehnt.
Peter Stamm, geboren 1963, ist für seine Werke vielfach ausgezeichnet worden. Seit seinem Romandebüt Agnes (Arche, 1998) sind vier weitere Romane, fünf Erzählsammlungen, Theaterstücke und Hörspiele erschienen.
Veranstalter: Literaturbüro Freiburg und Theater Freiburg mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
Mo 04.04., 20 Uhr | Theater Freiburg, Winterer Foyer | Eintritt: 10/8 Euro, Vorverkauf: Theater Freiburg: 0761-201 2853 | | | | |
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