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Museums - und Ausstellungstipps

 
Aargau, Schweiz: Helle Nacht
Freitag, 5.11.2022, 14–22 Uhr

Die dritte Ausgabe der Aargauer Industriekulturnacht «Helle Nacht» bietet für Gross und Klein ein spannendes und vielseitiges Angebot.

Über 30 teilnehmende Institutionen und «Helle Köpfe» aus Forschung, Wirtschaft, Tourismus und Kultur werfen Licht auf brennende Fragen und Herausforderungen der Aargauer Industriekultur und Gesellschaft im Umgang mit Energie. Wie hat Pioniergeist im GESTERN dazu beigetragen, Krisen zu überwinden? Mit welchen Herausforderungen sind wir im HEUTE konfrontiert? Und mit welchen Innovationen können wir im MORGEN Krisen überwinden? Tauchen Sie ein in die Helle Nacht und stellen Sie Ihr persönliches Programm zusammen.

Auch das Museum Langmatt beteiligt sich und stellt den Besucher*innen passend zum Thema einen Postenlauf bereit. Die fünf Informations-Posten geben Aufschluss zu Elektrizität, Licht und Technik sowie zu Besonderheiten des Hauses (Staubsaugeranlage, Glühbirne, etc.). Kinder gehen mit einem Leporello auf die Suche nach speziellen Gegenständen der Browns.
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Oberschwäbisches Museumsdorf Kürnbach
Museumsdorf Kürnbach (c) Landratsamt Biberach / Werner Schad
 
Oberschwäbisches Museumsdorf Kürnbach
In Kürnbach bei Bad Schussenried wird Interessierten das dörfliche Leben anhand von mehr als 30 historischen Gebäuden aus der Region nähergebracht. Sie stammen aus sechs Jahrhunderten und zeigen, wie sich die Wohn- und Lebensbedürfnisse über Generationen veränderten. Freilaufende Hühner, grunzende Schweine und gemütlich grasende Kühe beleben neben anderen Bauernhoftieren die Szenerie. Wie sich einst der Garten eines reichen Bauern von dem eines armen Tagelöhners unterschied, kann man ebenso entdecken wie eine der sortenreichsten Streuobstwiesen der Gegend. In den Ausstellungen werden etwa das „Leben am Rand“, die typischen Speisen, regionale Trachten und auch die Motorisierung in Oberschwaben gezeigt.
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Statement zum Vorfall am 23. Oktober im Museum Barberini
Am frühen Nachmittag des 23. Oktobers wurde Claude Monets Gemälde Getreideschober im Museum Barberini durch zwei Aktivisten der „Letzten Generation“ mit Kartoffelbrei beworfen. Da das Bild verglast ist, hat es der umgehenden konservatorischen Untersuchung zufolge keinerlei Schäden davongetragen. Bereits am Mittwoch, 26. Oktober, wird das Werk wieder in den Ausstellungsräumen zu sehen sein.

Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Ich bin erleichtert, dass das Bild keine Schäden davongetragen hat und wir das Werk bald wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen können. Bei allem Verständnis für das drängende Anliegen der Aktivisten angesichts der Klimakatastrophe bin ich erschüttert über die Mittel, mit denen sie ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen suchen. Gerade in den Werken der Impressionisten sehen wir die intensive künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur. Die vielen Landschaftsgemälde in der Sammlung Hasso Plattner können Besucherinnen und Besuchern auch dazu Anstoß geben, ihre Beziehung zur Umwelt zu reflektieren und zu hinterfragen.“

Das Werk Getreideschober stammt aus dem Jahr 1890 und ist Bestandteil der Sammlung Hasso Plattner. Als Dauerleihgabe der Hasso Plattner Foundation ist es permanent im Museum Barberini ausgestellt.
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Neue Ausstellung im Museum für Neue Kunst
Werke des Freiburger Künstlers Rudolf Großmann treffen auf künstlerische Fotografie

Moderne im Dialog mit zeitgenössischer Kunst: Ab Freitag, 28. Oktober, präsentiert das Museum für Neue Kunst die Ausstellung „Phänomen Großmann trifft auf künstlerische Fotografie“. Bis Samstag, 19. Februar 2023, sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, das Werk des in Freiburg geborenen Künstlers im Zusammenspiel mit fotografischen Ausdrucksformen aus der renommierten Kunstsammlung der DZ Bank zu erkunden.

Rudolf Großmann (1882-1941), der große Teile seines Lebens in Paris und Berlin verbrachte, ist mit zahlreichen Werken in der Sammlung des Museums für Neue Kunst vertreten. Er arbeitete mit Stift, Feder, Nadel und Pinsel und experimentierte viel mit Drucktechniken. Als Publizist veröffentlichte er unzählige Texte und Illustrationen in Tageszeitungen oder Zeitschriften. Dadurch war er ab den 1920er Jahren einer größeren Öffentlichkeit bekannt und wegen seiner spitzen Feder ein gefürchteter Chronist seiner Zeit. Zu Lebzeiten in einer Reihe genannt mit Otto Dix, George Grosz oder Ernst Ludwig Kirchner, kennen ihn heute nur noch wenige.

Um sein Werk neu zu betrachten, bringt die Ausstellung es mit künstlerischen Fotografien der Gegenwart zusammen. So stehen etwa Großmanns Lithografien berühmter Zeitgenossen aus den 1920er Jahren neben Sven Johnes Arbeit „Anomalien des frühen 21. Jahrhunderts / Einige Fallbeispiele“, 2015. Hier nutzt Johne im Internet gefundene Portraits mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten. Barbara Klemms ikonisches Bild vom Treffen Willy Brandts mit Leonid Breschnew in Bonn 1973 steht im Dialog mit einer Zeichnung Großmanns, die Max Beckmann umringt von Menschen zeigt. Beate Gütschows digitale Konstruktion von Raum steht Großmanns Radierungen der Straßen von Montmartre gegenüber. Und Wolfgang Tillmans und Nan Goldins Portraits werden gezeigt mit klassischen Portraits, die Großmann wohl als Auftragsarbeiten schuf. Welche Parallelen offenbaren sich, welche Unterschiede? Und wie spielen unsere Sehgewohnheiten mit hinein?

Großmanns Werke in der Ausstellung stammen aus der Sammlung des Museums für Neue Kunst, dem Nachlass und dem Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft. Sie treffen auf Fotoarbeiten von Viktoria Binschtok, Pietro Donzelli, Valie Export und Peter Weibel, Arno Fischer, Gisèle Freund, Nan Goldin, Beate Gütschow, Sven Johne, Barbara Klemm, Lilly Lulay, Will McBride, Simone Nieweg, Angelika Platen, Barbara Probst, Jörg Sasse, Beat Streuli, Wolfgang Tillmans und Ulrich Wüst.

Isabel Herda, Lisa Bauer-Zhao und Sarah Lorbeer vom Museum für Neue Kunst haben die Schau zusammen mit Dietmar Mezler von der Kunststiftung DZ BANK kuratiert. Für die Bildungsangebote war Beate Reutter, Referentin für Kunstvermittlung, zuständig.

Der zweisprachige Katalog (deutsch, englisch) ist vor Ort oder online im Museumsshop der Städtischen Museen Freiburg für 29,80 Euro und im Buchhandel für 39,80 Euro erhältlich.

Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins und mit Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gibt es online
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 24. bis 30. Oktober
(43. Kalenderwoche)

Infos zu Preisen und Tickets: www.freiburg.de/museen-tickets
Freier Eintritt unter 27 Jahren und mit Museums-Pass-Musées

Augustinermuseum

Kunstpause: „Kolonialwaren“
Kaffee, Kakao, Medikamente: Eine Kurzführung am Mittwoch, 26. Oktober, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz beleuchtet, welche Freiburger Firmen Produkte aus dem kolonialen Handel verarbeiteten oder anboten. Die Kunstpause führt durch die Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Führung der Augustinerfreunde: „Das Ende ist nah!“
Um die Darstellung des Jüngsten Gerichts geht es bei einer Führung mit Lea von Berg vom Freundeskreis Augustinermuseum am Sonntag, 30. Oktober, um 11 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Führung: Phänomen Großmann
Um die Wechselwirkung zwischen der heutigen Fotografie und dem Werk des Freiburger Künstlers Rudolf Großmann (1882–1941) dreht sich eine Führung am Sonntag, 30. Oktober, um 15 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Die Veranstaltung findet in der Ausstellung „Phänomen Großmann trifft auf künstlerische Fotografie“ statt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro; dazu kommt der Eintritt von 7 Euro Eintritt, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum Natur und Mensch

Pilzkunde: Färbepilze
Färben mit Pilzen? Wie das funktioniert, erfahren Interessierte bei einem Kurs am Montag, 24. Oktober, um 18 Uhr in der museumspädagogischen Werkstatt, Gerberau 15. Veronika Wähnert informiert über das kreative Hobby sowie geeignete heimische Pilzarten. Die Teilnahme kostet 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Familiennachmittag: Ab ins Frühmittelalter
Zur Zeitreise ins Frühmittelalter lädt das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, am Sonntag, 30. Oktober, von 14 bis 16 Uhr ein. Familien mit Kindern ab 5 Jahren können eine spannende Entdeckungstour zu den alamannischen Kriegern unternehmen. Anschließend kann jedes Kind einen Schild gestalten. Die Teilnahme kostet 5 Euro, für Erwachsene kommt der Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, dazu. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Stadtgeschichte

Führung: Baustelle Gotik
Mit welcher Spitzentechnologie das Freiburger Münster gebaut wurde, erfahren Interessierte bei einer Führung am Sonntag, 30. Oktober, um 12 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30. Ein dreidimensionales Modell des gotischen Meisterwerks veranschaulicht die Bauweise. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
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Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022
 
Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne
Museum Barberini, Potsdam

Vom 22. Oktober 2022 bis zum 29. Januar 2023 zeigt das Museum Barberini mit Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne die erste umfassende Werkschau, die das Interesse der Surrealisten an Magie und Mythos in den Blick nimmt. Die Ausstellung spannt mit rund 90 Werken den Bogen von der „metaphysischen Malerei“ Giorgio de Chiricos um 1915 über Max Ernsts ikonisches Gemälde Die Einkleidung der Braut (1940) bis zu den okkulten Bildwelten im Spätwerk von Leonora Carrington und Remedios Varo. Weltbekannte Arbeiten von lange im Kanon verankerten Malern wie Salvador Dalí, Giorgio de Chirico, Max Ernst und René Magritte werden neben Schlüsselwerken weniger bekannter Künstler gezeigt, darunter Victor Brauner, Enrico Donati, Kay Sage, Óscar Domínguez, Wifredo Lam, Jacqueline Lamba, Wolfgang Paalen, Roland Penrose und Kurt Seligmann. Die Ausstellung beleuchtet zudem den zentralen Beitrag von Frauen zur Entwicklung des Surrealismus, mit Werken von Leonora Carrington, Leonor Fini, Dorothea Tanning und Remedios Varo.

Mit Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus 15 Ländern und Exponaten aus den Jahren 1914 bis 1987 präsentiert sich der Surrealismus als globale, transnationale Bewegung, deren Wirkkraft weit über das Frankreich der 1920er-und 1930er-Jahre hinausstrahlte. Die Leihgaben stammen aus über 50 Museums- und Privatsammlungen, darunter das Art Institute of Chicago, die Menil Collection in Houston, das Israel Museum in Jerusalem, das Museo nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, das Metropolitan Museum of Art und das Whitney Museum of American Art in New York sowie das Centre Pompidou in Paris.

Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne entstand in Kooperation mit der Peggy Guggenheim Collection, Venedig. Hier war die Ausstellung in diesem Frühjahr und Sommer parallel zur Biennale di Venezia zu sehen. Sie wurde von Daniel Zamani (Potsdam) und Grazina Subelyte (Venedig) kuratiert.

Museum Barberini
Humboldtstraße 5–6
14467 Potsdam

zum Bild oben:
Leonora Carrington
Großmutter Moorheads aromatische Küche, 1975
Öl auf Leinwand
79 x 124 cm
The Charles B. Goddard Center for the Visual and Performing Arts, Ardmore, Oklahoma
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022 / Abbildung: The Charles B. Goddard Center for the Visual and Performing Arts, Ardmore, Oklahoma
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Denkraum Deutschland 2022: LOVE & PEACE. Kunst, Konflikt und Frieden
© Estate Birgit Jürgenssen/Bildrecht Wien, 2022, Courtesy Galerie Hubert Winter
 
Denkraum Deutschland 2022: LOVE & PEACE. Kunst, Konflikt und Frieden
Pinakothek der Moderne, München
22.10. bis 30.10.2022, täglich außer Montag 12-bis18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Eintritt frei

Bereits zum vierten Mal findet in der Pinakothek der Moderne der DENKRAUM DEUTSCHLAND statt. 2021 wurde das Kunstvermittlungsformat von der European Museum Academy (EMA) für seine experimentelle Auseinandersetzung mit der sozialen Rolle des Museums ausgezeichnet.

Im DENKRAUM DEUTSCHLAND, einem Ausstellungs- und Aktionsraum, tauschen sich eine Woche lang Künstler:innen, Designer:innen und Expert:innen unterschiedlicher Fachgebiete mit dem Museumspublikum über aktuelle gesellschaftspolitische Themen aus – ganz im Sinne von Joseph Beuys, der das Museum als einen Ort der permanenten Konferenz verstand und dessen „Reden über das eigene Land: Deutschland“ 1985 in den Münchner Kammerspielen Inspiration für das Projekt war.

Als öffentlich sichtbares, bewusst niederschwelliges Projekt der Kunstvermittlung setzt der DENKRAUM DEUTSCHLAND die sammlungsübergreifende Zusammenarbeit in der Pinakothek der Moderne über das 20-jährige Jubiläum des Museums hinaus fort.

Der DENKRAUM DEUTSCHLAND 2022 widmet sich unterschiedlichen Konfliktfeldern und dem sozialen Frieden.
Die Weltgesellschaft des 21. Jahrhunderts ist konfrontiert mit Krisen globalen Ausmaßes, die durch die digitale Vernetzung überall und für alle sichtbar und erfahrbar werden. Zwar leben wir in Deutschland in vergleichsweise noch sicheren bzw. friedlichen Zeiten, doch werden die möglichen Folgen bewaffneter Konflikte immer unübersichtlicher. Klimawandel, Ressourcenknappheit, internationale organisierte Kriminalität, Diskriminierung von Minderheiten oder Identitätskonflikte beschleunigen bestehende Dynamiken und verschärfen sie. Wo es Staaten nicht gelingt, für die Sicherheit ihrer Bürger:innen zu sorgen, drängen andere Kräfte in das Vakuum –mit oft kaum mehr zu kontrollierenden Auswirkungen. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen eröffnen Kunst und Kultur neue Blickwinkel – und Menschen können ihr Denken zur Gestaltung einer friedvollen Welt einsetzen. Kunst und kreatives Denken sind möglicherweise Wege zu einem respektvollen Miteinander, um Widersprüche als energetisches Feld in Erkenntnisse zu verwandeln und einen Ausgleich zwischen Differenzen herzustellen. Wie lässt sich dieser Friedensprozess denken und aktiv mitgestalten? Welche Kompetenzen brauchen wir für diesen Frieden? Wie erhalten und fördern wir liberale Demokratien? Welche Rolle kann die Kunst dabei spielen?

Der DENKRAUM DEUTSCHLAND ist bewusst partizipativ und macht die soziale Rolle des Museums sichtbar.
Eine Woche lang wird der DENKRAUM DEUTSCHLAND zu einem utopischen Ort, an dem anhand von künstlerischen Konzepten und Projekten Ideen zum sozialen Frieden aufgezeigt werden und Expert:innen verschiedener Krisenfelder zusammen mit dem Museumspublikum diskutieren. Ziel ist es, die vermeintlich unterschiedlichen gesellschaftlichen Spannungsfelder (Klimawandel, Diskriminierung und Rassismus, Queerfeindlichkeit usw.) in einen kreativen Bezug zueinander zu setzen und gemeinsam mögliche Visionen für eine friedliche Zukunft zu entwickeln.

Der DENKRAUM DEUTSCHLAND wird von Expert:innen unterschiedlicher Fachrichtungen begleitet – bei der Auswahl der Ausstellungsbeiträge und durch ihre Mitwirkung an Diskussionsveranstaltungen:
Natalie Amiri, München: Journalistin, Fotografin, bis 2020 Leiterin des ARD-Studios Teheran, 2022 Publizistik-Preis der Landeshauptstadt München
Sara-Duana Meyer, Berkeley und München: Politische Ökologin und Kulturproduzentin
Dr. Cole Collins, Edinburgh und München: Kunsthistoriker und Dozent an der Universität Edinburgh für Feminist and Queer Theories
Zentrum für Konfliktforschung, Philipps-Universität, Marburg

Im Ausstellungsraum finden täglich Performances, Führungen, Vorträge, Workshops und Diskussionen statt.

Konzeption und Organisation DENKRAUM DEUTSCHLAND:
Miro Craemer (Künstler und Kunstvermittler) in Zusammenarbeit mit Ulrich Ball (Kunstvermittlung Pinakothek der Moderne)

zum Bild oben:
Birgit Jürgenssen, „Love & Peace“, 2001,
© Estate Birgit Jürgenssen/Bildrecht Wien, 2022, Courtesy Galerie Hubert Winter, Wien
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Augustinermuseum erhält 30.000 Euro für die Restaurierung des Korntawerplans
Foto: Georg Röbcke / Augustinermuseum
 
Augustinermuseum erhält 30.000 Euro für die Restaurierung des Korntawerplans
Große Freude im Augustinermuseum: Die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau stellt für die Restaurierung und die Ausstellung des Korntawerplans, einem Gemarkungsplan der Stadt Freiburg aus dem 17. Jahrhundert, 30.000 Euro bereit. Schon jetzt können Interessierte in einer gläsernen Werkstatt im sogenannten Kaiserfenster-Foyer des Museums den Prozess der Restaurierung mitverfolgen und einen Blick auf das großformatige Ölgemälde werfen.

Die Karte ist in zweierlei Hinsicht beeindruckend: Zum einen besticht sie mit einer Länge von 4,50 Meter durch ihre Größe. Zum anderen ist der Korntawerplan aus dem Jahre 1608 die älteste Darstellung der Freiburger Gemarkung – er zeigt die damaligen städtischen Gerichts- und Bannbezirke. Benannt wurde er nach seinem Schöpfer, dem Kartografen Job Korntawer, der die Karte im Auftrag des Bürgermeisters und des Rats der Stadt Freiburg schuf.

Seit der Einweihung der Schalterhalle der Sparkasse Freiburg im Jahr 1911 in der Franziskanerstraße schmückte das Original bis circa 1940 die sogenannte Meckelhalle, den größten Raum des Gebäudes. In den Jahren danach wurde das Werk gegen eine Kopie ausgetauscht. Historiker erforschen aktuell die genauen Umstände und den Zeitpunkt, zu dem diese Kopie entstand.

Marcel Thimm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse betont: „Da der Plan seit mehr als einem Jahrhundert die Meckelhalle schmückt, war schnell klar, dass wir für die Restaurierung und Ausstellung des Originals Mittel zur Verfügung stellen. Damit soll ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte erhalten und Museumsbesucherinnen und -besuchern zugänglich gemacht werden“.

Die historische Fassade der Sparkasse und die Meckelhalle zählen zu den Besonderheiten im Stadtbild – geplant von den bekannten Architekten Max Meckel und seinem Sohn Carl Anton. Die Meckelhalle ist heute losgelöst vom Bankgeschäft für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen reserviert.

Weitere Informationen zum Korntawerplan gibt es online (klicke auf "mehr").

zum Bild oben:
Ein Blick in die damals neue Schalterhalle der Sparkasse (heute: Meckelhalle) aus dem Jahr 1911. An der Westwand der Korntawerplan.
Foto: Georg Röbcke / Augustinermuseum.
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