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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | „Freiburger Andruck“ am Mittwoch, 17. Oktober, im Literaturhaus | Karl-Heinz Ott liest aus seinem neuen Buch „Und jeden Morgen das Meer“
In der Reihe „Freiburger Andruck“ stellt Karl-Heinz Ott am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr sein neues Buch „Und jeden Morgen das Meer“ im Literaturhaus in der Bertoldstraße 17 vor. Er liest und erzählt im Gespräch mit Bettina Schulte von der Badischen Zeitung von der Arbeit an seinem neu erschienenen Roman.
Was geschieht mit einem, wenn plötzlich alles schief läuft? Dreißig Jahre war Sonja Chefin eines Hotels am Bodensee; ihr Mann Bruno bekam als Koch sogar einen Stern. Doch dann stirbt Bruno. Sein Bruder Arno ist bereit, alles, und damit auch einen Berg von Schulden, zu übernehmen – vorausgesetzt, sie verschwindet. Also reist sie nach Wales zu Mister Pettibone. Obwohl dieser sie gewarnt hat. Vor der abgetakelten Pension, dem Essen, seinem Onkel, und überhaupt vor diesem traurigen Land: zugige Fenster, zugige Türen, rundum Ödnis. Doch das Meer ist herrlich! Und ist Wales im Regen nicht allemal besser als ein Feinschmeckerhotel ausgerechnet am Bodensee? In Karl-Heinz Otts brillantem, bösem Roman entfaltet sogar das Unglück seinen ironischen, bissigen Reiz.
Karl-Heinz Ott ist 1957 in Ehingen bei Ulm geboren. Nach zwölf Jahren Theaterarbeit in Esslingen, Freiburg, Basel und Zürich ist er seit 1998 freier Schriftsteller. 1998 erschien sein erster Roman „Ins Offene“, gefolgt von „Endlich Stille“ (2005), „Ob wir wollen oder nicht „(2008), „Wintzenried“ (2011) und
zuletzt „Die Auferstehung“(2015). Daneben auch Theaterstücke und Essays, etwa „Tumult und Grazie - Über Georg Friedrich Händel“ (2008) sowie literarische Übersetzungen, aktuell „Kindheit in der Bretagne“ von François-René de Chateaubriand. Ott erhielt unter anderem den Johann-Peter-Hebel-Preis (2012) und den Wolfgang-Koeppen-Preis (2014).
Seit 2014 stellt die Lesereihe „Freiburger Andruck“ in Premierenlesungen die neuen Bücher von Freiburger Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer vor. Vier bis sechs Lesungen pro Jahr finden abwechselnd im Literaturhaus, im Theater, in der Stadtbibliothek oder im SWR-Studio statt.
Veranstalter sind das Kulturamt, das Literaturhaus, die Stadtbibliothek, das Theater Freiburg, das SWR Studio Freiburg und die Badischen Zeitung.
Der Eintritt kostet 9, ermäßigt 6 Euro. An der Abendkasse 1 Euro Aufpreis.
Vorverkaufsstellen: Literaturhaus-Büro, Bertoldstraße 17, Mittwoch bis Freitag von 14 bis 16 Uhr, www.literaturhausfreiburg.de oder BZ-Kartenservice, www.reservix.de , Telefon: 01806/700733. | | | | |
| | | | Freiburg: Lirum Larum Lesefest feiert 25jähriges Jubiläum | VielSpaß rund um die Welt der Kinderliteratur
Kinderbuchautorinnen und -autoren lesen in Schulen und an öffentlichen Orten – Auftakt am Sonntag, 14. Oktober, im Literaturhaus – Finale mit großem Lesefest am Sonntag, 21. Oktober, im Theater
Von Sonntag, 14. bis Sonntag, 21. Oktober, dürfen sich große und kleine Lesefans aus Freiburg und Umgebung wieder auf ein spannendes Programm rund um die Welt der Kinderliteratur und Bücher freuen.
Dieses Jahr können es der Lesedachs und seine Freundin Leselotte kaum noch erwarten, denn das Lirum Larum Lesefest wird 25 Jahre alt! Zu diesem besonderen Ereignis sind viele Geburtstagsgäste, vertraute Weggefährten und einige neue Freunde der Einladung des Lesedachses gefolgt: Etwa die Königin Malwida und ihre Untertanen Sanftes Blau, Gefährliches Rot und Zickiges Gelb; die menschenscheue Elise und der neugierige Emil; die fabelhafte englische Austauschlehrerin Miss Braitwhistle, die die ganze Schule „Albtraum“ auf den Kopf stellt; die kleine Hexe Serafina; die selbstbewusste Paula und ihre Zauberschuhe; der Obdachlose Stromer; der den besten Keks der Welt geschenkt bekommt und der neugierige Mäuserich Edison, der fantastische Abenteuer mit aufregend neuen Entdeckungen erlebt.
Außerdem: der niemals lächelnde und schrecklich gut gelaunte Bärbeiß; der Ratz-Fatz-x-weg-23-Superstaubsauger der Firma „Gründlich“; Pedro, der „niemals auf-geben“ will; oder die
aufgeweckte Martha, die auf philosophisch-poetischen Zugreisen ihren Gedanken freien Lauf lässt.
Zum Auftakt am Sonntag, 14. Oktober, lädt in diesem Jahr das Junge Literaturhaus zum Mitdenken und Mitmachen ein. Dort fragen sich die Illustratorinnen Anke Kuhl und Natascha Vlahovic der Frankfurter LABOR Ateliergemeinschaft: Was ist schon normal?
Normal sind beim Lirum Larum Lesefest die vielen Lesungen, Filme und Workshops, die im Laufe der Woche an besonderen Orten stattfinden: in der Stadtbibliothek und ihren Zweigstellen, im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof, im Füchsleclub des SC Freiburg, im Centre Culturel Français, in den Freiburger Buchhandlungen, im Büchertreff Herdern, bei den Freiburger Stadtpiraten, bei MikiXX (Verein zur Förderung von begabten Migrantenkindern in der Grundschule) und an weiteren Orten. Auch gibt es wieder die zahlreichen kostenlosen Lesungen direkt an den Freiburger Schulen.
Das Finale des 25. Freiburger Kinderliteraturfestivals findet am Sonntag, 21. Oktober, im Theater statt. Dort treten unter anderem Torben Kuhlmann, Sabine Ludwig, Salah Naoura, Annette Pehnt und Jutta Bauer, Alexandra Haag und die Compagnie Les Voisins auf.
Begleitet wird das Lesefest durch die Kinder der Klasse 3a der Emil-Gött-Schule, die für das Leseheft alle Autorinnen und Autoren zu ihrem Schreiben und ihrer Kunst befragt haben und das große Finale am Sonntag, 21. Oktober, moderieren werden.
Das Lesefest ist eine Kooperationsveranstaltung des Kulturamts mit dem Jungen Theater Freiburg und dem Jungen Literaturhaus Freiburg in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern.
Das komplette Programm steht im Internet ... | Mehr | | | |
| | | | Gamardschoba! | Der fröhliche Stalin-Ähnlichkeitswettbewerb
präsentiert von TITANIC und Caricatura Museum Frankfurt
Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse 2018 lädt das endgültige Literaturmagazin TITANIC zum fröhlichen Vorlesewettbewerb und huldigt dem größten Georgier aller Zeiten: Jossif Wissarionowitsch „Väterchen“ Dschughaschwili, genannt Stalin. Den Autor so einfühlsamer Werke wie „Voll am Archipel GULag!“ und „Besser bei 60 Grad – Die Kunst der großen Säuberung“ gilt es ebenso wieder zu entdecken wie dessen Heimatland, schließlich verfügt Georgien über eine der ältesten Alkoholikerkulturen der Welt. Alt-Apparatschik Oliver Maria Schmitt führt durch den literarischen Schauprozess, in dem Deutschlands beste Alt- und Jungstalinisten sich gegenseitig denunzieren: Leo Fischer, Torsten Gaitzsch, Moritz Hürtgen, Paula Irmschler, Fabian Lichter, Leo Riegel, Tim Wolff, Ella Carina Werner, Hans Zippert und Ehrenstalinist Dietmar Dath (FAZ). Gemeinsam verhöhnen und verherrlichen sie das Buchmessengastland Georgien und verwandeln die Brotfabrik in eine kochende, dampfende Literatursauna. Jeder überlebende Teilnehmer erhält eine Stalin-Note, der Sieger wird in Wodka aufgelöst.
Dienstag 9. 10. 2018, 20.00 Uhr
Brotfabrik Frankfurt
Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt
www.brotfabrik.de
VVK: 13 €, AK: 16 € | Mehr | | | |
| | | | Verdichten – versprachlichen | Lese-Café und Interaktionen
Sa 29.09. | 18:00 Uhr | Foyer im EWERK Freiburg
Verdichten – versprachlichen – sich zwischen den Sprachen bewegen. Der deutsche Künstler Johannes Itten schrieb 1916, dass alle Künstler Dichter seien, weil sie das Wesentliche – ob Farben und Formen, Töne oder Worte – verdichten und es in der Sprache der Kunst ausdrücken.
Das Lese-Café bietet die Gelegenheit, sich informell kennenzulernen und kreativ mit Sprache umzugehen. Hier werden Bücher von Autoren gelesen, die im CORDIALE-Programm zu Gast sind (Doğan Akhanlı, Robert Menasse, Hartmut Rosa, Niklas Maak und andere), die Installation „Harakuka“ sowie interaktive Aktionen wie „Vermisste Worte“ präsentiert.
Eintritt frei | | | | |
| | | | Karlsruhe: Sonntagscafé - Szenische Lesung | "Das achte Zimmer" beleuchtet Träume und Wunden im Leben
Der Aktionskreis Sonntagscafé lädt für Sonntag, 16. September, um 11 Uhr zu seiner nächsten Veranstaltung ein, die sich der szenischen Lesung "Das achte Zimmer" widmet. Autorin Sigrid Kleinsorge gibt in ihrer Geschichte Einblick in ein "Haus der Glückseligkeit", einst Anwaltskanzlei, heute Station von acht Menschen zwischen 75 und 85 Jahren. Alle leben dort unter anderen Namen – Namen, mit denen sie etwas verbinden, was in ihrem Leben gefehlt hat. Die Zuhörer erfahren von den Träumen und Wunden, die das Leben jedem geschlagen hat. Die Lesung mit verteilten Leserollen und Musik wird vom Kulturbüro der Stadt Karlsruhe unterstützt.
Veranstaltungsort ist der Große Saal des Internationalen Begegnungszentrums in der Kaiserallee 12d (Haltestelle Yorckstraße, Parkplätze befinden sich hinter dem Haus). Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Das Sonntagscafé findet üblicherweise jeden dritten Sonntag im Monat statt und wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, alleinstehenden Menschen sonntags eine Möglichkeit der Begegnung und Unterhaltung zu bieten. | Mehr | | | |
| | | | 18. internationale literaturfestival berlin | Das 18. ilb findet vom 5. bis 15. September 2018 statt. Das vollständige Programm erschien am 6. August. Der Ticketvorverkauf beginnt am 18. August.
Das internationale literaturfestival berlin – kurz: ilb – trägt seinen Anspruch nicht nur prominent im Namen. Im Rahmen des Festivals werden alljährlich im September zeitgenössische Entwicklungen der Prosa, Lyrik, Nonfiction, Graphic Novel und Kinder- und Jugendliteratur aus aller Welt vorgestellt, hochaktuelle politische Themen und wissenschaftliche Diskurse verhandelt sowie aktive Leseförderung und Literaturvermittlung betrieben. Mit dem Ziel, ein möglichst breites Publikum anzusprechen und auf verschiedene Weise in das Festival einzubeziehen, finden an elf Tagen in Berlin Lesungen, Gespräche, Begegnungen und Workshops statt. Hauptveranstaltungsort ist das Haus der Berliner Festspiele. Das Festival bietet Menschen in Berlin und der Region die außergewöhnliche Möglichkeit, einen konzentrierten Einblick in das weltweite Literaturgeschehen mit höchst unterschiedlichen Formen, Temperamenten und Stilen zu gewinnen. Die Hauptstadt wird während der Festivalzeit zu einem Zentrum und Resonanzraum des internationalen literarischen Lebens. Das internationale literaturfestival berlin sieht sich den Menschenrechten, der Weltoffenheit, der Multiperspektivität, dem Dialog und der Gastfreundschaft verpflichtet.
Zu den Gästen vergangener Festivalausgaben zählten unter anderem: Leila Aboulela (Sudan/ Großbritannien), Swetlana Alexijewitsch (Ukraine/ Weißrussland), Isabel Allende (Chile), Assia Djebar (Algerien), Tahar Ben Jelloun (Marokko/ Frankreich), John M. Coetzee (Südafrika/ Australien), John Green (USA), David Grossman (Israel), Daniel Kehlmann (Deutschland), Judith Kerr (Deutschland/ UK), Judith Hermann (Deutschland), Robert Menasse (Österreich), Michael Ondaatje (Kanada), Yvonne Adhiambo Owuor (Kenia), Yasmina Reza (Iran/ Frankreich), Arundathi Roy (Indien), Salman Rushdie (Indien/ USA), Elif Shafak (Türkei/ Großbritannien), Charles Simic (Serbien/ USA), Wole Soyinka (Nigeria), Mario Vargas Llosa (Peru/ Spanien), Irvine Welsh (Großbritannien). | Mehr | | | |
| | | | Unter Sternen – Vorlesen im August | 03.08. - 31.08.2018
Beginn jew. 21.30 Uhr | Einlass ab 20 Uhr
Freiburg, Spechtpassage, bei Regen im josfritzcafé
Laue Sommernächte, gute Lesungen – lassen Sie sich vorlesen!
In Kooperation mit dem Vorderhaus – Kultur in der Fabrik
Info: www.vorderhaus.de und www.ewerk-freiburg.de
Vorverkauf: BZ-Kartenservice und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online:
vorderhaus.de, reservix.de
Unter Sternen: Thomas Gsella
Das Allerbeste aus 50 Jahren
Fr 03.08. | 21:30 Uhr |Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
In seinem stündlich aktualisierten Best-of-Programm präsentiert der ehemalige „Titanic“-Chefredakteur, Robert-Gernhardt-Preisträger, „Titanic Boygroup“-Gitarrist und „Stern“- Hauslyriker ein paar ewigschöne alte und viele schöne neue Texte gegen die da oben, die da unten, Abenteuer, Forschung, Wissenschaft, Reise, Liebe, Fußball, Umwelt u.s.w.: zwei labende erhebende Stunden mit Texten in Sätzen und Versen zu Menschen und Tieren und Schweinen.
Thomas Gsella war zwischen 1992 und 2005 Redakteur und bis 2008 Chefredakteur der Frankfurter Satirezeitschrift „Titanic“. Er schrieb und schreibt Lyrik und Prosa für die F.A.Z., taz, Titanic, FR, WOZ, den SWR und WDR und RBB und andere. 2004 erhielt er den Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis, 2011 den Robert-Gernhardt-Preis.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Franz Dobler
Ein Schlag ins Gesicht
Sa 04.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
Robert Fallner ist ziemlich am Ende. Seinen Job als Kriminalhauptkommissar ist er endgültig los. Seine Frau wohl auch. Zeit für einen Neuanfang, den ihm ausgerechnet sein Bruder, selbst Ex-Bulle und Privatermittler, ermöglicht. Er drängt ihm einen speziellen Fall in seiner Sicherheitsfirma auf: Den Stalker einer bekannten Schauspielerin zu stellen, von dem keiner glaubt, dass es ihn gibt.
Simone Thomas hat schon einiges hinter sich: zwei Ehemänner, dreiundvierzig Jahre Showgeschäft, Dutzende Nacktfotos, diverse Filmproduktionen, Drogenexzesse, Yellow-Press-Skandale. Da fehlte es ihr gerade noch, dass sie von einem Stalker bedroht wird. Und dass diese Idioten von der Sicherheitsfirma ihn einfach nicht zu fassen kriegen. Zwei unfähige Leute hat sie schon verschlissen, bis endlich Fallner für sie eingeteilt wurde. Und Fallner wäre nicht Fallner, wenn er nicht eine Gabe für aussichtslose Fälle hätte. Lässig, feinfühlig und mit sprachlich höchster poetisch-derber Präzision schickt Franz Dobler seinen Held Robert Fallner gefährlich nahe heran an eine exzentrische Diva, deren Stalker unberechenbar ist.
»Doblers Sprache ist maximal ungemütlich, sie hartgesotten und nicht jugendfrei zu nennen, wäre stark untertrieben.« (Jürgen Kaube, FAZ)
Franz Dobler lebt in Augsburg. Neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u.a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte er auch Erzählungen und Musikbücher. Er hat Kompilationen herausgegeben und ist Discjockey. Für sein Krimi-Debüt »Ein Bulle im Zug« erhielt er 2015 den Deutschen Krimi Preis.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Severin Gröbner
Mich hätten Sie sehen sollen!
Fr 10.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
Severin Groebner liest bei „unter Sternen“ Kolumnen und Geschichten aus der Welt und neueste Texte aus seinem demnächst erscheinenden Buch „Lexikon der Nichtigkeiten“. Dazwischen spielt er auf seiner Cigar-Box-Guitar und singt mit einer Stimme, die klingt, als hätte er sie nie abgegeben, Lieder zwischen Chanson und schon so spät? Ein Abend voll aufgehobenem Liegengebliebenen, zeitlosen Evergreens und Sternsekunden der großen Groebner-Kunst. Oder anders formuliert: Blöd wär’s, wenn Sie sich eines Tages sagen müssten „den hätt ich sehen sollen“.
Severin Groebner ist Kabarettist, Schauspieler, Autor, Maulheld, MöchtegernRockstar, der deutscheste Wiener, den es gibt, der lustigste Klugscheisser, den man sich vorstellen kann, der poetischste Zyniker seit Attila dem Hunnenkönig, und mit Sicherheit der mit Abstand allerbescheidenste Mensch im gesamten Universum.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Patricia Hempel
Metrofolklore
Sa 11.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
»Mitte 20 muss man unglücklich verliebt sein, damit man in den Dreißigern das Liebesglück noch mehr zu schätzen weiß« – das gilt auch für lesbische Archäologiestudentinnen. Wie aber damit umgehen, wenn einem das Flattern durch Mark und Bein schießt, sobald die schöne Helene im Universitätsflur auftaucht? Eine solche Frau, ebenso makellos wie heterosexuell, kann man schließlich nicht einfach von der Seite anquatschen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Anbetung einer unerreichbaren Geliebten ist zwar in der Theorie ganz nett, stellt aber in Wahrheit kein erfülltes Lebenskonzept dar. Doch selbst wenn einem Ovid mit seinen Verführungskünsten unter die Arme greift – wie besänftigt man gleichzeitig die unerwartet heftig auftretenden Kinderwünsche der eigenen Partnerin? Mit romantischen Gesprächen über Spermabeschaffung am Frühstückstisch? Alea non iacta est. Noch können Monogamie und schreiender Nachwuchs auf den geeigneten Lebensentwurf hin überprüft werden. Im Gewand eines Minneliedes verhandelt dieses unerschrockene Debüt die Grenzen der Liebe und der Lust.
»Heraus gekommen ist […] dieser schön wortpralle, überaus unkorrekte, prima zynische, unterhaltsame und lehrreiche Roman. Ein lesbischer Campusroman!«
(Rene Hamann, taz)
Patricia Hempel zog es von Berlin nach Hildesheim und von der Archäologie zum literarischen Schreiben. Es folgten Veröffentlichungen in Magazinen und Anthologien und 2014 die Ernennung zur Stadtschreiberin in Wolfsburg. Mittlerweile arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin.»Metrofolklore« ist ihr erster Roman.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Nachhall
Ein Lesungskonzertprojektmit Gottfried Haufe, Robert Wolf, Danny McClelland
Fr 17.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
Nachhall – das sind drei Männer mit Bart. Mit Text. Mit Ton. Mit Pfeffer und Pathos. Ihre Lesungskonzerte sind eine Reise durch autobiografisches Territorium mit einem selbstironischen Fremdenführer an der Spitze. Wer sich frisch getrennt hat, findet hier genug Gründe, sich über seine(n) Ex lustig zu machen. Und Anleitungen, um sich neu zu verlieben.
Alle zwei bis drei Monate sind sie in Freiburg in unterschiedlichen Locations am Start, immer wieder mit neuen Gedanken und Gedudel im Gepäck. Jedes Lesungskonzert hat ein anderes Thema. Flaschenpost. Nix mit Liebe. Punkte & Streifen – so Sachen halten.
„Zwischen Lieben, Leiden und Lachen.“ (uniCross)
Gottfried Haufe hat ein Lehramtsstudium hinter sich und eine Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit vor sich. Robert Wolf ist Radiomoderator und ein Filmmensch aus Freiburg.
Danny McClelland ist Singer&Songwriter, mal mit Band und mal ohne. Aber immer mit Gitarre.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Ulrich Chaussy
Rudi Dutschke. Die Biographie
Sa 18.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
„Achtundsechzig“ ist in der Bundesrepublik mit dem Namen Rudi Dutschke verbunden. Er war Gesicht und Stimme der deutschen Studentenbewegung, repräsentierte Aufbruch und Generationenkonflikt wie kein zweiter.
Niemand anders hat der 68er-Bewegung so sehr seinen Stempel aufgedrückt wie Rudi Dutschke (1940-1979). Mit ihm ist die Revolte der Studenten mehr als nur verbunden – seine individuelle Biografie ist mit dem Verlauf einer kollektiven Bewegung eins geworden insbesondere durch das Attentat vom Gründonnerstag 1968, das er nur um Haaresbreite überlebte und an dessen Spätfolgen er schließlich starb.
Ulrich Chaussy kennt Rudi Dutschke wie kein zweiter Biograph. Er hat mit allen wichtigen Zeitzeugen gesprochen, hat alle relevanten Archive ausgewertet, als Ergebnis seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit Dutschke und 68 legt er diese komplett neu bearbeitete und erweiterte Biographie vor.
Chaussy war als Autor und Moderator vor allem für den Bayerischen Rundfunk tätig. Seine Bücher über die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ und über das Oktoberfestattentat erschienen in mehreren Auflagen. Letzteres wurde unter dem Titel „Der blinde Fleck“ 2013 für das Kino verfilmt und trug zur Wiederaufnahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt bei. Sein Werk als investigativer Journalist und Buchautor wurde mit deutschen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Madeleine Prahs
Die Letzten
Fr 24.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
Ich als Haus würde Ihnen Widerstand empfehlen! Es ist Herbst in einer Großstadt: Das letzte, unsanierte Haus in der Hebelstraße wird »leergewohnt. Karl Kramer, 55 Jahre alt, Hausmeister, Elisabeth Buttkies, 72, Deutschlehrerin a. D., und Jersey, 28 Jahre, Studentin in Teilzeit, sind noch übrig – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Welt vor der Tür meint es nicht immer gut mit ihnen, so glauben sie, aber drinnen pflegen sie ihre Wunden und streicheln die Narben. Bis der Brief des neuen Hauseigentümers kommt: Auszug.
Kernsanierung. Endgültig. Der Kampf der Bewohner um ihr vermeintlich letztes Stückchen »Ich« beginnt. Man verbarrikadiert sich, Katzen werden vergiftet und Perücken abgefackelt – fast ist es zu spät, doch dann schließen sich „die Letzten“ zusammen. Am Ende blühen die Geranien wieder. Es ist Frühling. Drei sind glücklich. Und einer ist tot.
Madeleine Prahs lebt in Leipzig. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte in München und Sankt Petersburg. 2014 erschien ihr Debütroman ›Nachbarn‹. Für ihre Arbeit an dem Roman ›Die Letzten‹ erhielt sie mehrere Stipendien, u.a. vom Literarischen Colloquium Berlin.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Josefine Rieks
Serverland
Sa 25.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet. Die letzten Zeitzeugen sind alt und schweigsam, die Statussymbole von früher gibt es für kleines Geld als Elektroschrott zu kaufen. Josefine Rieks hat einen rasanten wie klugen Roman geschrieben, der vor allem eines ist: ein sezierender Blick auf unsere Gegenwart.
Reiner ist Mitte zwanzig und arbeitet bei der Deutschen Post. Er sammelt Laptops und wird damit nicht nur zu einem Experten einer lange vergangenen Zeit. Der schüchterne Computernerd wird auch zum Begründer einer Jugendbewegung, die sich auf Industriebrachen versammelt und das verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es Reiner, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Serverland erzählt von einer Zukunft, die sich anfühlt wie die Vergangenheit. Ein Romandebüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest.
Josefine Rieks lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indieband. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium. Serverland ist ihr erster Roman.
Eintritt 12,95€ / 10,65€
Unter Sternen: Michael Stauffer
Jeden Tag das Universum begrüßen
Fr 31.08. | 21:30 Uhr | Spechtpassage, Wilhelmstraße 15/1 (bei Regen im josfritzcafé)
»Wenn ein Buch kein Rätsel bleibt, ist es kein Buch. Schreiben ist wie den nächtlichen Sternenhimmel anschauen. Da kann man auch nichts planen. Da kann man nur staunen. Schreiben ist die Zusammenfassung von Zukunft und Vergangenheit. Ein Buch wird zur Verfügung gestellt, damit andere damit weiterarbeiten. So profitieren alle. Der Leser selbst, weil er sich mal lachend, mal schnaubend, mal zustimmend, mal schimpfend durch den Text bewegt. Der Autor, der mit dem Verkaufserlös ein Haus aus Schokolade bauen, sich langsam hindurchfressen, und dann die Versicherung anrufen und sagen kann: Es waren die Termiten!«
»Für alle, die so das Gefühl haben, dass es auch in unseren Zeiten mal wieder einen Lichtenberg braucht. Ganz ohne Attitüde.
Mit aufmerksamem Blick für die Details, die jeden Tag sichtbar machen, wie seltsam wir uns eigentlich verhalten. Und das meistens nicht mal merken, wenn es uns keiner sagt.« (Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung)
Michael Stauffer schreibt Prosa, Theaterstücke, Lyrik und macht Hörspiele fürs Radio und Spoken-Word-Performances. Er unterrichtet am Schweizerischen Literaturinstitut der Hochschule der Künste Bern. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet., u.a. mit dem Open-Mike-Preis der Literaturwerkstatt Berlin, dem Förderpreis Komische Literatur zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und dem Literaturpreis des Kanton Bern. Zuletzt erschien sein Roman »Pilgerreise«. »Dichterstauffer« lebt und arbeitet in der Schweiz und Europa.
Eintritt 12,95€ / 10,65€ | Mehr | | | |
| | | | Freiburg: Schmökern bis es dunkelt | Am Donnerstag, 19. Juli, beginnt wieder das viertägige literarische Freiluftprojekt „StadtLesen“ auf dem Kartoffelmarkt. Für bibliophile Highlights sorgen diesmal Klaus Modick und Anne Grießer
Bequem auf einem Sitzsack fläzen, in Lektüre versinken oder einer Lesung lauschen, den Alltag vorbei ziehen lassen – das klingt nach „StadtLesen“. Zum sechsten Mal findet von Donnerstag, 19., bis Sonntag, 22. Juli, das literarische Freiluftprojekt auf dem Kartoffelmarkt statt. Auch in diesem Jahr laden ein Büchermeer von mehreren tausend Titeln und viele gemütliche Sitzgelegenheiten zum Ein- und Abtauchen in inspirierende Welten zwischen zwei Buchdeckeln.
„StadtLesen“ funktioniert ganz einfach: Man sucht am Bücherturm ein Buch aus, schnappt sich einen Sitzsack und schmökert bis zum Sonnenuntergang. Das Lesewohnzimmer im Freien steht allen offen. Zwischendurch gibt es ein Begleitprogramm mit Leseaktionen für Kinder und Erwachsene, Bastelaktionen rund um „Papier-Upcycling“ für Kinder von vier bis zwölf Jahren, und der Bücherbus der Stadtbibliothek darf im Riesenpuzzle zusammengesetzt werden.
Für bibliophile Highlights sorgen Klaus Modick und Anne Grießer. Am Donnerstag, 19. Juli, um 19 Uhr liest Modick aus seinem neuen Roman „Keyserlings Geheimnis“. Am Starnberger See im Jahr 1901: Eduard von Keyserling, Außenseiter, adeliger Dandy und Dichter von europäischem Rang, sitzt dort dem Maler Lovis Corinth Modell. Dabei entsteht das legendäre Porträt, das den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigt. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, um die sich Gerüchte ranken. Er bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch mit Frank Wedekind begegnet Keyserling einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig
vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor über 20 Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur Persona non grata werden ließ?
Für sein umfangreiches Werk wurde Modick, Jahrgang 1951, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Nicolas-Born-Preis und dem Rheingau Literatur Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo und der Villa Aurora.
Der Freitag, 20. Juli, ist wie gewohnt ein „Integrationslesetag“.
Freiburgerinnen und Freiburger mit und ohne Migrationshintergrund
präsentieren von 13 bis 20 Uhr eigene und/oder fremde Texte, auf
deutsch und/oder in ihrer Muttersprache.
Am Samstag, 21. Juli, um 18 Uhr liest Anne Grießer aus ihrem neuen Buch „Von Risiken und Nebenwirkungen“. Was tun, wenn man einen festen Termin für einen Banküberfall hat, vor Schnupfen aber kaum aus den Augen sehen kann? Wenn eine Frau für ihre Rache die Allergie ihres Peinigers nutzt? Wenn jemand eine Demenz vortäuscht? Da kann doch nur etwas Kriminelles dahinterstecken!
In ihren zwölf Krimis erzählt Anne Grießer, geboren 1967, sehr witzig von Fällen, in denen ein Arzt oder Apotheker todsicher zu helfen gewusst hätte. Als Autorin (Kurzgeschichte, Roman, Hörspiel, Theater), Herausgeberin und Krimi-Entertainerin schwingt sie in Freiburg die Feder und so manches blutige Theaterrequisit. Mehrfach war Anne Grießer für den Agatha-Christie-Kurzkrimipreis nominiert, den Freiburger Krimipreis hat sie selbst initiiert.
Am Sonntag, 22. Juli, dem Familienlesetag, erzählt der Schauspieler Christoph Kopp um 15 und 17 Uhr ein norwegisches Märchen von Glück und Unglück. | | | | |
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