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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | | | Karlsruhe: Begeisterung für Literatur wecken | Karlsruher Kinderliteraturtage (KLiK) vom 14. Juni bis 9. Juli mit 100 Veranstaltungen
Die neunten Karlsruher Kinderliteraturtage (KLiK) vom 14. Juni bis 9. Juli knüpfen thematisch erneut an die Europäischen Kulturtage an. Deren Leitmotiv "Europa – Ein Versprechen" hat das federführende städtische Kulturamt auch zu dem des Literaturfestivals für Kinder und Jugendliche vom Kindergartenalter bis zur Oberstufe gemacht. Über 100 digitale Veranstaltungen beleuchten Facetten des Themas. So geht es etwa um die Freiheit, seine Träume zu leben, Gleichheit und Gleichberechtigung oder neue Formen des Miteinanders in einer vielgestaltigen Welt.
Die Eröffnung der Kinderliteraturtage kann ab Montag, 14. Juni, als Video-on-Demand auf der Website www.kinderliteraturtage.de abgerufen werden. Auf Grußworte von Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein und Stefanie Heiner, Leiterin des Jungen Staatstheaters, folgt eine Aufführung des Klassenzimmerstücks "Nina und Paul" von Thilo Reffert.
Etwa 30 Karlsruher Schulen nehmen an rund 80 Literaturprojekten teil. Markus Orths stellt in "Luftpiraten" den mutigen Zwolle vor, Andrea Liebers erzählt mit "Finn macht es anders" eine spannende Geschichte von Bedrohung und Angst und einem ungewöhnlichen Befreiungsschlag. Dorit Linke hat ihr Buch "Jenseits der blauen Grenze" im Gepäck und der als führender Journalist in Sachen Kinder und Computer geltende Thomas Feibel liest aus seinem Jugendroman "Ich weiß alles über dich". Darüber hinaus bieten Schauspielerinnen und Schauspieler oder Theatergruppen digitale Poetry-Slam- oder Rap-Workshops sowie Schreibwerkstätten im Unterricht an. Dabei können Kinder und Jugendliche Literatur auf spielerische Weise kennenlernen oder ihre Schreibkompetenz ausbauen - sei es beim Verfassen eigener Texte oder beim Umsetzen von Literatur in Theaterprojekten.
Ergänzend zu den Angeboten in Schulen bieten Karlsruher Kulturinstitutionen wie die Kindermalwerkstatt Kind & Kunst oder die Literarische Gesellschaft ein öffentliches Rahmenprogramm mit über 20 Veranstaltungen. Zur Auswahl stehen Theateraufführungen, kreative Mitmachangebote oder auch ein Lesepaten-Seminar für Erwachsene. Details zum Programm sowie tagesaktuelle Informationen etwa zu Corona-Lockerungen finden sich auf der Website www.kinderliteraturtage.de. | | Mehr | | | |
| Prof. Schüller (c) Lars Berg / KNA-Bild | | | | | Leitungsmodelle zwischen kirchenrechtlichen Normen und pastoraler Praxis | online-Veranstaltung in der Reihe Kirchenvisionen
Laut Kirchenrecht obliegt die Leitung einer Pfarrei einem Priester. Aufgrund des Priestermangels werden in manchen Diözesen bereits alternative Leitungsmodelle erprobt. Die Frage, welche anderen Formen der Leitung es in der Kirche überhaupt gibt, nimmt die Online-Veranstaltung „Leitungsmodelle zwischen kirchenrechtlichen Normen und pastoraler Praxis“ am Mittwoch, 19. Mai um 19:30 Uhr in den Blick. Thomas Schüller, Professor für Kirchenrecht an der Universität Münster, wird überraschende Möglichkeiten des Kirchenrechts in dieser Frage aufzeigen. Gleichzeitig kommt mit Barbara Metzner eine Pastoralassistentin zu Wort, die in Mettau in der Schweiz bereits seit einigen Jahren als Gemeindeleiterin arbeitet.
Die Katholische Akademie Freiburg veranstaltet die Reihe „Kirchenvisionen“ gemeinsam mit der Katholischen Hochschulgemeinde Littenweiler/PH Freiburg, der Studienbegleitung für Theologiestudierende an der Universität Freiburg und dem Diözesanrat in der Erzdiözese Freiburg.
Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink. | | Mehr | | | |
| | | | | | Freiburger Andruck | Der Übersetzer Tobias Scheffel stellt seine Übersetzung des Briefwechsels von Albert Camus und Maria Casarès vor
Premierenlesung als Livestream aus dem Literaturhaus Freiburg auf #inFreiburgzuhause am 18. Mai um 19.30 Uhr
Die Lesereihe Freiburger Andruck setzt sich bei der kommenden Veranstaltung mit der Neuerscheinung „Schreib ohne Furcht und viel“.Eine Liebesgeschichte in Briefen 1944-1959 auseinander. In einer Lesung und im Gespräch mit dem Übersetzer Tobias Scheffel wird das Werk vorgestellt. Die Veranstaltung findet statt als Livestream am 18. Mai, von 19.30 Uhr an auf der Seite www.infreiburgzuhause.de
Im Frühjahr 1944 lernen sich die Theaterschauspielerin Maria Casarès und Albert Camus, der Autor von „Die Pest“ und „Der Fremde“ im besetzten Paris kennen. Wenig später beginnt eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, die anderthalb Jahrzehnte währt – bis zu Camus' tragischem Unfalltod am 4. Januar 1960. Welche Intensität diese Liebe hatte, welche Höhen und Tiefen sie durchlebte, das dokumentiert ausführlich und eindrucksvoll der Briefwechsel der beiden. In einer höchst poetischen Sprache versichern sie einander ihre Liebe, tauschen sich aus über Alltägliches wie über die großen Ereignisse in Politik und Literatur.
2017 erschien der umfangreiche Briefwechsel der beiden aus den Jahren 1944-1959 in Frankreich. Der Rowohlt Verlag veröffentlicht die deutsche Übersetzung von Claudia Steinitz, Andrea Spingler und Tobias Scheffel am 18. Mai. Die Freiburger Andruck-Veranstaltung ist somit eine veritable Premierenlesung.
Der Freiburger Übersetzer Tobias Scheffel stellt den Briefwechsel im Gespräch mit dem Chefdramaturgen des Theater Freiburg Rüdiger Bering vor. Gemeinsam mit der Schauspielerin Anja Schweitzer liest er ausgewählte Briefe aus diesem Band.
Tobias Scheffel, 1964 in Frankfurt am Main geboren, lebt seit 1988 in Freiburg. Er übersetzt Essays, Belletristik und Kinder- und Jugendliteratur aus dem Französischen. Er übersetzte unter anderem Bücher von Robert Bober, Georges Perec, Denis de Rougement, Frédéric Beigbeder, Véronique Olmi und Pierre Lemaitre – von ihm zuletzt die beiden Romane“ „Die Farben des Feuers“ und „Spiegel unseres Schmerzes“. Für seine Übersetzungen von Robert Bober und Fred Vargas erhielt er 2005 den erstmals verliehenen Eugen-Helmlé-Preis. 2011 wurde ihm der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk als Übersetzer zugesprochen.
Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturhaus Freiburg, der Stadtbibliothek, dem Theater Freiburg, dem SWR Studio Freiburg und der Badischen Zeitung. Seit 2009 stellt die Lesereihe in Premierenlesungen die neuen Bücher von Freiburger Autorinnen und Autoren und Übersetzerinnen und Übersetzern vor. DieLesungen mit Gespräch finden abwechselnd im Literaturhaus, in der Stadtbibliothek, im SWR Studio oder im Theater statt.
Der Freiburger Andruck findet als Livestream aus dem Literaturhaus auf #inFreiburgzuhause statt. Der Stream ist kostenlos, eine Spende ist erwünscht. | | Mehr | | | |
| | | | | | Karlsruhe: Sich der badischen Juden erinnern | Online-Vortrag von Dr. Ernst Otto Bräunche am 6. Mai
Schon früh stellte sich die Stadt Karlsruhe der Verpflichtung, an das Schicksal der nach 1933 zunächst diskriminierten, dann zur Flucht gezwungenen, in das südfranzösische Lager Gurs verschleppten und ermordeten Juden zu erinnern. Sie initiierte (und leitete) in den 1950er Jahren die Instandsetzung des Lagerfriedhofs und übernahm die Geschäftsführung der daraus entstandenen Arbeitsgemeinschaft.
In einem Online-Vortrag erinnert Dr. Ernst Otto Bräunche am Donnerstag, 6. Mai, um 18 Uhr an die badischen Juden, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors geworden sind. Bräunche spannt darin den Bogen vom so genannten Judenboykott am 1. April 1933 bis zur Erinnerung 80 Jahre nach der Deportation im Jahr 2020.
Die Veranstaltung ist Teil der 25. Europäischen Kulturtage Karlsruhe und kann auf dem EKT-Youtube-Kanal www.karlsruhe.de/ekt-tv abgerufen werden. | | Mehr | | | |
| © Wallstein Verlag GmbH | | | | | Karlsruhe: Online-Vortrag "Heimat Europa?" | Lesung und Gespräch am 6. Mai im Rahmen der Europäischen Kulturtage
Die Stadtbibliothek und das Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe laden ein zum Vortrag "Heimat Europa?" am Donnerstag, 6. Mai. Referent Holger Zaborowski hat unter diesem Titel einen Sammelband veröffentlicht, der mit einer Vielzahl von Beiträgen prominenter Autorinnen und Autoren die aktuelle Diskussion zu Europa beleuchtet und unterschiedliche Perspektiven einnimmt.
Europa befindet sich heute in der größten Krise seit 1945. Dringliche Fragen werfen sich auf: Worin liegt die Zukunft Europas? Was ist geworden aus den christlichen, humanistischen und auf Friedenssicherung konzentrierten Traditionen, auf denen die europäische Idee gründet? Zugleich ist heute die Frage nach Identität und Heimat neu in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Diskurses getreten. So wird ausgelotet, was Heimat heute sein kann und inwiefern Europa als Heimat gedacht und gelebt werden kann und soll.
Die Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Kulturtage beginnt um 17 Uhr und findet online über die Plattform Zoom statt. Gerne dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer via Chat durch Fragen und Anmerkungen beteiligen. Nach der Anmeldung unter stadtbibliothek@kultur.karlsruhe.de wird der Zugangslink zeitnah versandt. | | Mehr | | | |
| | | | | | Demokratie – verunsichert | Gregor Gysi spricht am Donnerstag, 29. April um 19.30 Uhr über aktuelle politische Fragen unserer demokratischen Grundordnung und deren Infragestellung. Viele bisherige Gewissheiten der deutschen Gesellschaftsordnung scheinen angesichts von neuen autoritären und populistischen Strömungen, einer zunehmenden sozialen Spaltung und hasserfüllten politischen Debatten fraglich geworden zu sein. Ein diffuses Gefühl der Verunsicherung ist in unserer demokratischen Gesellschaft entstanden. Darüber sprechen Karsten Kreutzer und Julia Söhne in der Online-Veranstaltung „Demokratie – verunsichert“ mit dem streitbaren Linken-Politiker Gysi.
Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink. | | Mehr | | | |
| | | | | | Karlsruhe: "Es lebe das Patriarchat?" | Digitaltalk zu Frauen in der Kulturbranche
Gleichstellungsbeauftragte: Neustart der Veranstaltungsreihe "Forum" am 6. Mai
Charlotte Brontë nannte sich Currer Bell, Fanny Hensel komponierte unter dem Namen ihres berühmten Bruders Felix Mendelssohn-Bartholdy und Margaret Keane malte noch in den 60er Jahren im Schatten ihres Ehemanns. Die Zeit, in der Frauen Pseudonyme benutzen mussten, um veröffentlicht zu werden oder Anerkennung zu bekommen, ist vorbei. Doch wo sind die Frauen in der Kulturbranche? Warum entsteht der Eindruck, die Szene sei männlich dominiert? Und welchen Einfluss hat die Pandemie auf die bestehenden Ungleichheiten der Geschlechter? Um diese und weitere Fragen zur Rolle der Frauen in der Kulturbranche und die Auswirkungen von Corona zu beleuchten, lädt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Verena Meister für Donnerstag, 6. Mai, von 19 bis 21 Uhr zum digitalen Talk ein.
Zu Gast sind Lisa Bergmann, Vorstandsvorsitzende des Bezirksverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V. Karlsruhe, Marlène Rigler, Direktorin des Centre Culturel Franco-Allemand sowie Dr. Christa Hartnigk-Kümmel, Erste Vorsitzende der GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V. Karlsruhe. Wer dabei sein möchte, meldet sich unter gb@karlsruhe.de an und erhält bis 5. Mai einen Link mit den Zugangsdaten zur Veranstaltung.
Die Gesprächsrunde findet im Rahmen der Europäischen Kulturtage Karlsruhe statt. Zugleich bildet sie den Neustart der Veranstaltungsreihe "Forum", die von 2008 bis 2018 von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Karlsruhe durchgeführt wurde. Für dieses Jahr sind noch weitere Veranstaltungen der Reihe geplant. | | Mehr | | | |
| | | | | | Die nächste Gesellschaft: nachhaltig, feministisch, ökosozialistisch | Online-Vortrag in der Reihe „Konturen der nächsten Gesellschaft“
Der Jenaer Arbeits- Industrie- und Wirtschaftssoziologe Klaus Dörre, Direktor des DFG-Kollegs „Postwachstumsgesellschaften“, beschreibt in seinem Online-Vortrag in der Reihe „Konturen der nächsten Gesellschaft“ am Donnerstag, 22. April um 19.30 Uhr seine Vision einer nachhaltigen, feministischen und ökosozialistischen Gesellschaft. Seine These: Wir befinden uns inmitten einer ökonomisch-ökologischen Zangenkrise, die nur durch eine Nachhaltigkeitsrevolution zu überwinden ist. Nötig seien ein labour turn ökologischer Bewegungen und climate turn von Gewerkschaften.
Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink. | | Mehr | | | |
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