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Museums - und Ausstellungstipps
| | | Verlängerung für Sonderausstellung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe | Durlacher Fayencen sind bis 28. Januar 2024 zu sehen / Führungen und Weihnachtsausstellung
Noch bis zum 28. Januar 2024 zeigt das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach in der Sonderausstellung „Aufgetischt! 300 Jahre Durlacher Fayencen“ ausgewählte Stücke der kunsthandwerklichen Keramiken. Interessierte haben somit zwei Wochen mehr Zeit, die anlässlich des 300. Jahrestages der Manufaktur eröffnete Ausstellung zu besuchen.
Einblicke in die Sonderausstellung
Am Mittwoch, 29. November, um 18 Uhr führen Günter Widmann, Sammler Durlacher Fayencen und Leihgeber für die Ausstellung, und Kurator Dr. Ferdinand Leikam durch die Sonderausstellung und vermitteln spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Fayencen. Die Führung ist kostenfrei, Interessierte müssen sich im Vorfeld nicht anmelden.
Unter den Dachstuhl der Karlsburg
Bei der Laternenführung am Sonntag, 3. Dezember, wird der historische Dachstuhl ganz anders erlebbar. Ein stimmungsvolles Wechselspiel aus Licht und Schatten erwartet die Besucherinnen und Besucher unter dem Ziegeldach der Karlsburg. Ausgerüstet mit elektrischen Laternen folgen sie ab 17 Uhr dem von Eva Unterburg geführten Rundgang durch die spannende Geschichte von Handwerk und Landwirtschaft in Durlach.
Teilnehmende sollten warme Kleidung anziehen, der Dachspeicher ist nicht beheizt. Die Teilnehmerzahl bei der kostenfreien Führung ist begrenzt, daher wird um Anmeldung bis spätestens 1. Dezember unter stadtmuseum[at]kultur.karlsruhe.de oder 0721 133-4231 gebeten.
Achtung Zugdurchfahrt: Weihnachtsausstellung im Pfinzgaumuseum
Bereits zum 16. Mal heißt es in diesem Jahr im Pfinzgaumuseum: "Achtung Zugdurchfahrt!"
Vom ersten bis dritten Adventswochenende (2. bis 17. Dezember) drehen im Museum bunte Spielzeugeisenbahnen ihre Runden. Die Eisenbahnvorführungen sind samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr bei kostenfreiem Eintritt zu sehen.
Zahlreiche Kinder aus Durlach und Karlsruhe haben die Weihnachtsausstellung im Pfinzgaumuseum schon mit ihren Familien besucht. Auch in diesem Jahr freut sich das Museumsteam auf eine Schar von kleineren und größeren Eisenbahnfans. | Mehr | | | |
| | | | Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 27. Nov. bis 3. Dez. | (Kalenderwoche 48)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt unter 27 Jahren sowie mit dem Museums-PASS-Musées ist frei.
Augustinermuseum
Kammerkonzert mit Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters
Violine, Cello und Schlagzeug: Kammermusik im besonderen Ambiente der Skulpturenhalle des Augustinermuseums am Augustinerplatz erwartet das Publikum am Freitag, 1. Dezember, um 20 Uhr bei einem Konzert mit Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters. Jing Siefert-Wen, Dita Lammerse und Markus Maier spielen Werke von Jean-Philippe Rameau, Erik Satie und Morton Feldman. Tickets kosten 10 Euro, ermäßigt 8 Euro und sind an der Museumskasse und im Vorverkauf im Online-Shop sowie an der Abendkasse erhältlich. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich.
Haus der Graphischen Sammlung
Führung: Japanische Fotografien
Bis heute prägen frühe Fotografien von eindrucksvollen Tempelanlagen, traditionell gekleideten Menschen und faszinierenden Landschaften das Japan-Bild in Europa. Teilnehmende erfahren bei einer Führung am Samstag, 2. Dezember, um 15 Uhr durch die Ausstellung „Erinnerungen schaffen: Japanische Fotografien“ im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34, wie das Land im 19. Jahrhundert zu einem Sehnsuchtsort für viele Reisende wurde. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
Museum für Neue Kunst
Artist Talk mit Pia Stadtbäumer
Beim Artist Talk am Donnerstag, 30. November, um 18 Uhr ist diesmal die Künstlerin Pia Stadtbäumer zu Gast im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, und spricht über ihr Werk. Aktuell ist ihre „Köpfe-Serie“ Teil der Ausstellung „Köpfe – maskiert, verwandelt“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Museum Natur und Mensch
Führung: Welt der Edelsteine
Was sich im Inneren von Turmalinen versteckt, erfahren Interessierte bei einer Führung am Sonntag, 3. Dezember, um 14 Uhr durch die Ausstellung „Kristallmagie“ im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32. Hauchdünn geschliffen offenbaren die unscheinbaren Kristalle faszinierende Farben und Bildwelten. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
Archäologisches Museum Colombischlössle
Familienführung: KeltenKids
Durch die Comic-Helden Asterix und Obelix wurden die Kelten weltberühmt. Aber wie lebten die Menschen in der Eisenzeit wirklich? Die interaktive Zeitreise am Samstag, 2. Dezember, um 15 Uhr durch die Ausstellung „KeltenKids“ im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, führt Familien mit Kindern ab 5 Jahren mit Spiel und Spaß vom Schiffshafen über den Markt ins Wohnhaus. Die Teilnahme kostet für Kinder 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 2,50 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
Bitte beachten: Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen.
Museum für Stadtgeschichte
Kurzgeschichte(n): Gemeinsam einsam?
Bei einer Führung am Freitag, 1. Dezember, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, erfahren Teilnehmende mehr über die klösterlichen Gemeinschaften und geistlichen Ritterorden, die im mittelalterlichen Freiburg existierten. Sprechgitter, Nietbrille und Christuskind erzählen vom Leben und Wirken der Nonnen und Mönche. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. | Mehr | | | |
| | | | Telefonführung durch das Stadtmuseum Karlsruhe | hema sind "Karlsruher Apotheken"
Am Samstag, 25. November, um 13 Uhr bietet das Stadtmuseum eine kostenlose Telefonführung zum Thema "Karlsruher Apotheken" an. Bei diesem barrierefreien Angebot gehen die Hörerinnen und Hörer bequem von Zuhause aus per Telefon mit Helene Seifert auf Entdeckungsreise und erfahren Wissenswertes über historische Apotheken in Karlsruhe.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist bis spätestens 24. November unter stadtmuseum(at)kultur.karlsruhe.de oder 0721 133-4231 erforderlich.
Mehr Informationen zum Stadtmuseum finden Sie unter www.karlsruhe.de/stadtmuseum. | Mehr | | | |
| © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | | | Führung durch die Dauerausstellung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe | Bei der Themenführung "Widerspruchsgeist und Revolution: Das rote Durlach" am Sonntag, 26. November, um 15 Uhr nimmt Eva Unterburg die Besucherinnen und Besucher mit auf einen spannenden Rundgang durch die Dauerausstellung des Pfinzgaumuseums in der Karlsburg Durlach und berichtet von dem ausgeprägten Eigensinn, der den Durlacherinnen und Durlachern seit Jahrhunderten nachgesagt wird.
Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mehr Informationen zu den Ausstellungen und Veranstaltungen im Pfinzgaumuseum gibt es unter www.karlsruhe.de/pfinzgaumuseum
zum Bild oben:
Das Pfinzgaumuseum ist in der Durlacher Karlsburg untergebracht.
© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin | Mehr | | | |
| | | | Trinationale Kunstausstellung Regionale 24 | Eröffnung am 24. November in fünf Freiburger Ausstellungshäusern
Kunsthaus L6 zeigt TREASURE
Am Freitag, 24. November um 17 Uhr beginnt der Freiburger Regionale-Marathon im Kunsthaus L6. Weiter geht es im EWERK (18.30 Uhr), Kunstverein Freiburg (19.30 Uhr), T66 Kulturwerk (20.00) und DELPHI-space (20:30).
Die Regionale ist eine jährliche Gruppenausstellung, entwickelt im Kontext einer grenzüberschreitenden Kooperation von 20 Institutionen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Der Fokus liegt auf lokaler, zeitgenössischer Kunstproduktion in der Drei-Länder-Region um Basel. In seinem 24. Jahr wird das größte Ausstellungsprojekt am Oberrhein wieder vielfältige Einblicke in die regionale Kunstszene des Elsass, der Nordwestschweiz und Südbadens ermöglichen. Neben den Ausstellungen in Freiburg eröffnen Ende November in Basel, Mulhouse und Straßburg parallel weitere 15 Ausstellungen
Wie jedes Jahr bietet die Regionale zu den Vernissagen einen kostenlosen Bus-Shuttle an. Zudem gibt es geführte Bustouren, für die eine Anmeldung erforderlich ist. Nähere Informationen: www.regionale.org
Ausstellung im Kunsthaus L6
Im Kunsthaus L6 ist die Ausstellung TREASURE zu sehen, die von Valentina Ehnimb und Tuula Rasmussen kuratiert wird. Bei der Eröffnung am 24. November gibt es Performances von Claire Megumi Masset (um 17.30 Uhr) und Sultan Çoban (um 18:30 Uhr und 20:00 Uhr).
Die Dinge, mit denen wir uns umgeben, sind Fragmente persönlicher Geschichten. Aufgeladen mit Werten, Emotionen und Bedeutungen schreiben sich verschiedene narrative Schichten in die Objekte ein – sie werden zu Spiegeln individueller und kollektiver Identität. Gleichzeitig üben sie eine mysteriöse Macht auf uns aus und geben Handlungs- und Bewegungsräume vor. Die Ausstellung TREASURE nimmt diese Wechselbeziehungen zwischen Menschen und Objekten in den Blick: Im heutigen von Beschleunigung, Konsum und der Auflösung fester Konturen geprägten Leben lassen sich Intimität und Ware, emotionale und ökonomische Investition nicht mehr getrennt voneinander denken. Auf je eigene Weise behandeln die Künstler:innen die Frage, woran wir festhalten und womit wir Wert verbinden. Oft objekthaft arbeitend und in intensiver Auseinandersetzung mit dem Material transformieren sie Vorgefundenes und erheben es zum wertvollen Gegenstand.
Die Ausstellung ist zu sehen in der Lameystraße 6, vom 25. November bis zum 7. Januar. Geöffnet ist Donnerstag und Freitag jeweils von 16 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. An Feiertagen bleibt das L6 geschlossen. Der Eintritt ist frei. | Mehr | | | |
| | | | Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 20. bis 26. November | (Kalenderwoche 47)
Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt unter 27 Jahren sowie mit dem Museums-PASS-Musées ist frei.
Augustinermuseum
Führung: Wilhelm Hasemann und die Erfindung des Schwarzwalds
Idyllische Landschaften, stattliche Höfe und der Bollenhut – dieses Bild des Schwarzwalds ist heute allgegenwärtig. Wie Wilhelm Hasemann diese Motive im 19. Jahrhundert malerisch in Szene gesetzt hat, erfahren Interessierte am Sonntag, 26. November, um 10.30 Uhr bei einer Führung durch die Ausstellung „Wilhelm Hasemann und die Erfindung des Schwarzwalds“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
Haus der Graphischen Sammlung
Kunstpause: Japanische Fotografien in der Ethnologischen Sammlung
Bei einer Kurzführung spricht die Kuratorin Lisa Bauer-Zhao am Mittwoch, 22. November, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, über Reisefotografien im 19. Jahrhundert. Die Führung ist Teil der Ausstellung „Erinnerungen schaffen: Japanische Fotografien“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Museum für Neue Kunst
Artist Talk mit Anna Schütten
Beim Artist Talk am Donnerstag, 23. November, um 18 Uhr ist diesmal die Kölner Künstlerin Anna Schütten zu Gast im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Ihre Rauminstallation „o.T. (11 Bahnen, Köln)“ aus dem Jahr 2020 bildet den Ausgangspunkt für ein Gespräch über Räume, Klänge, Bewegung oder Licht. Das Werk wurde kürzlich vom Museum für Neue Kunst erworben und ist noch bis Sonntag, 26. November, in seiner Sammlungspräsentation zu sehen. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Archäologisches Museum Colombischlössle
After Work: Feste Rollen seit Urzeiten?
Einst jagte der Mann das Wild, während die Frau stets die Höhle hütete und Beeren sammelte – aber stimmt das wirklich? Am Mittwoch, 22. November, um 17.30 Uhr werden im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, auf einer Spurensuche zum Thema Rollenverteilung in der Steinzeit gängige Annahmen in Frage gestellt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Museum für Stadtgeschichte
Kurzgeschichte(n): Vauban und die Folgen
Bei einer Führung am Freitag, 24. November, um 12.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, erfahren Interessierte, mit welcher Spitzentechnologie das Freiburger Münster gebaut wurde. Ein dreidimensionales Modell des gotischen Meisterwerks veranschaulicht die Bauweise. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt | | | | |
| (c) Museum Tinguely | | | The Last Reality Show. Boris Nikitin | Museum Tinguely | Paul Sacher-Anlage 1 | 4002 Basel
6. Dezember 2023 – 21. Januar 2024
Das Museum Tinguely präsentiert die Installation The Last Reality Show des Basler Theaterregisseurs Boris Nikitin: eine Replika des Wohncontainers der ersten deutschen Staffel der Reality-TV-Show Big Brother aus dem Jahr 2000. Sie war Bestandteil der Inszenierung Erste Staffel. 20 Jahre Grosser Bruder am Staatstheater Nürnberg. Für die Ausstellung haben Nikitin und sein Team das Objekt neu bearbeitet und das 10 x 10 m grosse Bühnenbild in eine aussergewöhnliche Installation umgewandelt, die vom 6. Dezember 2023 bis 21. Januar 2024 in Basel zu sehen sein wird. Sie spiegelt auf vielfache Weise die globalen gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 23 Jahre und verbindet sie mit jenem Zeitpunkt, als sich gewöhnliche Menschen zum ersten Mal, für eine Show freiwillig rund um die Uhr beobachten liessen.
Big Brother war die erste Reality-Show, die gleichzeitig im Fernsehen und im Internet zu sehen war. Mit ihr vollzog sich ein Paradigmenwechsel – die erste konsequente Reality-Show war der Startschuss in ein Zeitalter der digitalen Sichtbarkeit.
Die vierte Wand zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit wurde endgültig durchbrochen, das Wort 'Fremdscham' war geboren, das alltägliche Leben verwandelte sich zu einer Frage der Performance und damit auch zu einer Frage der Politik. Heimlicher Protagonist der Show war von Beginn an der Wohncontainer. Er war demokratische Utopie, Dystopie und populäre Konzeptkunst in einem: ein Selbstüberwachungsapparat, ein sich permanent aktualisierendes Ready-made, eine paradoxe Authentizitätsmaschine und der sozio-architektonische Prototyp für das 21. Jahrhundert.
Die Dimensionen von Nikitins Wohncontainer sind leicht verschoben, ein Raum fehlt, der Container ist nicht aus echtem Metall, sondern aus weiss lackiertem Holz. Es ist die Imitation eines Gebäudes auf 10 x 10 m, das selbst bereits ein Simulakrum war. Die Replika des Containers ist leer, seine Bewohner:innen haben ihn längst verlassen. Als historisches Artefakt steht er wie eine einsame Reliquie im Raum, er ist zu einer Zeitkapsel geworden, die das Jahr 2000 mit dem Heute verbindet. Die Welt hat sich in den zwei Jahrzehnten umgestaltet, der Container ist zu einem Museumsobjekt geworden, die Überwachungskameras sind alt, die Möbel unzeitgemäss, die Fragen nach der Realität omnipräsent.
Die Installation des Künstlers und Theaterregisseurs Boris Nikitin ist eine Quintessenz seiner seit über fünfzehn Jahren andauernden Auseinandersetzung mit der Inszenierung von Realität und ihrer Fälschung, mit dokumentarischen Behauptungen und dem Wesen der Propaganda. Mit The Last Reality Show denkt er seine Themen weiter und verknüpft sie neu. Dabei verbindet Nikitin die Frage der Illusionserzeugung mit einem anderen Thema, dem er sich in letzter Zeit besonders gewidmet hat: der Verwundbarkeit, die entsteht, wenn Menschen sich exponieren. Nikitin gilt als eine der wichtigen Stimmen des zeitgenössischen Theaters. Er ist Regisseur, Autor, konzipiert Bühnenbilder, realisiert Videoarbeiten, kuratiert Festivals, Symposien und Happenings. Die Frage nach der Manipulierbarkeit von Wahrheitsbehauptungen ist kontinuierliches Merkmal all seiner Arbeiten. Lange bevor der Begriff Fake News zum zwiespältig geflügelten Wort wird, stellt er die Frage nach dem Realen.
Eine Produktion von It’s The Real Thing Studios. Gefördert aus den Mitteln des Fachausschuss Theater & Tanz der Kantone Basel-Stadt und Basel-Land. Ausstellung in Koproduktion mit dem Museum Tinguely.
Das Veranstaltungsprogramm «Realitätsmaschinen 1-4» begleitet die Präsentation und beleuchtet eingehend, wie in unserer heutigen Zeit Realität dargestellt und produziert wird. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei und ohne Anmeldung.
Mittwoch, 6. Dezember 2023, 18.30 Uhr
Realitätsmaschine 1: The Planetary Test-bed: Big Data, AI, and the Future of Human Life Talk with Orit Halpern (in English)
Mittwoch, 20. Dezember 2023, 18.30 Uhr
Realitätsmaschine 2: Imitations of Life
Boris Nikitin im Gespräch mit dem Kurator und Autor Florian Malzacher über emanzipatorische Fälschungen, radikale Verwundbarkeit, reality-tv und ihr Buch Das Gegenteil der Dinge.
Mittwoch, 10. Januar 2024, 18.30 Uhr
Realitätsmaschine 3: Mindbombs
Talk mit Sebastian Baden
In seinem Vortrag über die Begriffsgeschichte der «Mindbombs» stellt Sebastian Baden Aspekte einer visuellen Kultur der politischen Gewalt im Kontext terroristischer Medienereignisse vor.
Mittwoch, 17. Januar 2024, 18.30 Uhr
Realitätsmaschine 4: Jahrzehnt ohne Grenzen
Der Journalist Jens Balzer im Gespräch mit Boris Nikitin über die Neunzigerjahre, Reality-TV und die Revolution der Performance.
Öffnungszeiten: Di – So täglich 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr
zum Bild oben:
Boris Nikitin: Erste Staffel, Aussenansicht Container (c) Museum Tinguely | Mehr | | | |
| | | | Zeitzeugen im Weltformat - Schweizer Plakatkunst 1940 bis heute | Das Dreiländermuseum in Lörrach zeigt 25 herausragende Werbeplakate des Basler Sammlers Dieter Tschudin aus den letzten 80 Jahren. Die Ausstellung zeigt, wie kreativ und eigenständig sich die international stark beachtete Schweizer Plakatszene entwickelt hat. Die anfangs neue visuelle Sprache wird durch Arbeiten für Industrie, Tourismus und Kultur bekannt und bleibt bis heute für ihre formale Disziplin bewundert. Die Ausstellung vereint unterschiedlichste gestalterische Stilrichtungen und dokumentiert auch Zeitgeschichte.
Eröffnung mit Oberbürgermeister Jörg Lutz,
am Freitag, 17. November 2023 um 18:30 Uhr
Einführende Worte sprechen Museumsleiter Jan Merk und Dieter Tschudin. Danach können Sie die Ausstellung beim Apéro entdecken.
Zur Ausstellung finden ein Vortrag und Führungen statt, alle Infos zur Ausstellung und Termine des Programms sind online zu finden.
Der Eintritt in die Hebelsaalausstellungen ist übrigens immer frei.
Dreiländermuseum|Musée des Trois Pays
Basler Straße 143
D-79540 Lörrach | Mehr | | | |
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