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Lesungen, Vorträge und Diskussionen
| | | Verfolgung von Sinti und Roma in Karlsruhe im Nationalsozialismus | Vortrag von Johannes Kaiser am 8. Juli im Prinz-Max-Palais Karlsruhe / Telefonische Anmeldung
Die "Verfolgung von Sinti und Roma in Karlsruhe im Nationalsozialismus" beleuchtet der Historiker Johannes Kaiser von der Universität Heidelberg am Donnerstag, 8. Juli, um 18 Uhr im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais.
Das Thema ist wegen mangelhafter Überlieferung an amtlichen Quellen wissenschaftlich nur bruchstückhaft erforscht. Die nach 1933 zunächst anhaltende traditionelle Diskriminierung und Stigmatisierung, die mithilfe von Gesetzen und Verordnungen nach 1933 unter rassistischen Kriterien verschärft wurde, ist jedoch gut belegbar. Mit der "Verreichlichung" der Polizei und der damit 1937 errichteten Kriminalpolizeistelle Karlsruhe und ihrer "Zigeunerstelle" wuchsen der Druck und die Verfolgung bis zur Deportation von 1940 und dem sich später anschließenden Völkermord an den Sinti und Roma.
Eine telefonische Anmeldung unter 0721 133-4231 ist notwendig. Der Eintritt ist frei.
Für die Teilnahme ist weder der Nachweis eines Corona-Tests, einer Impfung oder Genesung, sondern nur die Hinterlegung der Kontaktdaten erforderlich. Während der Dauer der Veranstaltungen besteht Maskenpflicht. Es gelten weiterhin die aktuellen Abstandregelungen. Die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen für den Besuch der Veranstaltung sind unter www.karlsruhe.de/stadtmuseum zu finden. | Mehr | | | |
| | | | Vortrag im Stadtmuseum Karlsruhe: Roma in den Ländern des Westbalkan | Stephan Müller ist Referent für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Zu einem Vortrag über Sinti und Roma lädt das Stadtmuseum Karlsruhe am Donnerstag, 24. Juni, um 18 Uhr ins Prinz-Max-Palais ein.
In seinem Vortag beleuchtet der Politikwissenschaftler Stephan Müller die aktuelle politische Situation in den sechs Ländern des westlichen Balkans. Er vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der Lage der dortigen Roma, die sich verstärkt im Zentrum von Rassismus und Diskriminierung befinden – ein Zustand, für dessen Verbesserung sich der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma seit Jahren einsetzt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Gesellschaft für bedrohte Völker, Regionalgruppe Karlsruhe.
Anmeldung notwendig
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation trägt Stephan Müller via digitaler Liveschaltung vor. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Gelegenheit Fragen zu stellen.
Eine telefonische Anmeldung unter 0721/133-4231 ist notwendig. Der Eintritt ist frei.
Die Teilnahme ist nur mit Nachweis eines negativen Corona-Tests (nicht älter als 24 Stunden), einer Impfung oder Genesung sowie mit Hinterlegung der Kontaktdaten möglich. Während der Dauer der Veranstaltung besteht Maskenpflicht. Es gelten die aktuellen Abstandregelungen. Die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen für den Besuch der Veranstaltung finden Sie auch unter www.karlsruhe.de/stadtmuseum. | Mehr | | | |
| | | | Lesung: PORTO ZAHLT EMPFÄNGER | Briefe ins 1.000-jährige Stadtjubiläum
Di 15.06. | 19:00 Uhr | Livestream über #infreiburgzuhause.de
Im Rahmen des Freiburger Stadtjubiläums können Freiburger*innen noch bis zum 15.07.21 Briefe in die Zukunft unserer Stadt schicken. Diese werden erst 2120 geöffnet und bis dahin im Stadtarchiv verwahrt. Niemand weiß, was in diesen Briefen steht, es sei denn die Briefeschreiber selbst erklären sich freiwillig bereit, ihren Brief vorzutragen und uns schon 2021 einen spannenden Einblick in Ihre Gedanken zu geben.
Getrieben von der puren Neugier, was denn nun in die Zukunft geschrieben worden ist, tragen bei „PORTO ZAHLT EMPFÄNGER“ zehn repräsentative Absender*innen auf der Bühne des E-WERK Freiburg die Briefe vor und lassen uns an ihren Botschaften teilhaben. Unter dem Titel „PORTO ZAHLT EMPFÄNGER“ bekommen die Zuschauer*innen so einen beeindruckenden Einblick davon, welche Gedanken und Fragen in die nächste Generation gerichtet werden.
Eine Veranstaltung des E-WERK Freiburg in Kooperation mit der Stadt Freiburg zum Stadtjubiläum.
MIT:
Moderation: Bühnenduo Einfachso | Mehr | | | |
| Dr.Manuela Boatcă (c) Rita Eggstein | | | Dekolonisierung als Zukunftsprojekt – Lehren aus der Karibik | Online-Vortrag in der Reihe „Konturen der nächsten Gesellschaft“
Die Freiburger Soziologin Manuela Boatcă spricht am Donnerstag, 17. Juni um 19.30 Uhr in ihrem Online-Vortrag in der Reihe „Konturen der nächsten Gesellschaft“ über die Dekolonisierung als Zukunftsprojekt. Nach wie vor sind kolonial geprägte Hierarchien, allen voran Rassismus, allgegenwärtig – in Europa wie in den USA, in ehemals kolonisierten Ländern wie in den einstigen Kolonialmächten. Am Beispiel der Karibik zeigt Manuela Boatcă Möglichkeiten der Dekolonisierung auf, die auf Wiedergutmachung kolonialen Unrechts abzielen.
Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink. | Mehr | | | |
| | | | Karlsruhe: Begeisterung für Literatur wecken | Karlsruher Kinderliteraturtage (KLiK) vom 14. Juni bis 9. Juli mit 100 Veranstaltungen
Die neunten Karlsruher Kinderliteraturtage (KLiK) vom 14. Juni bis 9. Juli knüpfen thematisch erneut an die Europäischen Kulturtage an. Deren Leitmotiv "Europa – Ein Versprechen" hat das federführende städtische Kulturamt auch zu dem des Literaturfestivals für Kinder und Jugendliche vom Kindergartenalter bis zur Oberstufe gemacht. Über 100 digitale Veranstaltungen beleuchten Facetten des Themas. So geht es etwa um die Freiheit, seine Träume zu leben, Gleichheit und Gleichberechtigung oder neue Formen des Miteinanders in einer vielgestaltigen Welt.
Die Eröffnung der Kinderliteraturtage kann ab Montag, 14. Juni, als Video-on-Demand auf der Website www.kinderliteraturtage.de abgerufen werden. Auf Grußworte von Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein und Stefanie Heiner, Leiterin des Jungen Staatstheaters, folgt eine Aufführung des Klassenzimmerstücks "Nina und Paul" von Thilo Reffert.
Etwa 30 Karlsruher Schulen nehmen an rund 80 Literaturprojekten teil. Markus Orths stellt in "Luftpiraten" den mutigen Zwolle vor, Andrea Liebers erzählt mit "Finn macht es anders" eine spannende Geschichte von Bedrohung und Angst und einem ungewöhnlichen Befreiungsschlag. Dorit Linke hat ihr Buch "Jenseits der blauen Grenze" im Gepäck und der als führender Journalist in Sachen Kinder und Computer geltende Thomas Feibel liest aus seinem Jugendroman "Ich weiß alles über dich". Darüber hinaus bieten Schauspielerinnen und Schauspieler oder Theatergruppen digitale Poetry-Slam- oder Rap-Workshops sowie Schreibwerkstätten im Unterricht an. Dabei können Kinder und Jugendliche Literatur auf spielerische Weise kennenlernen oder ihre Schreibkompetenz ausbauen - sei es beim Verfassen eigener Texte oder beim Umsetzen von Literatur in Theaterprojekten.
Ergänzend zu den Angeboten in Schulen bieten Karlsruher Kulturinstitutionen wie die Kindermalwerkstatt Kind & Kunst oder die Literarische Gesellschaft ein öffentliches Rahmenprogramm mit über 20 Veranstaltungen. Zur Auswahl stehen Theateraufführungen, kreative Mitmachangebote oder auch ein Lesepaten-Seminar für Erwachsene. Details zum Programm sowie tagesaktuelle Informationen etwa zu Corona-Lockerungen finden sich auf der Website www.kinderliteraturtage.de. | Mehr | | | |
| Prof. Schüller (c) Lars Berg / KNA-Bild | | | Leitungsmodelle zwischen kirchenrechtlichen Normen und pastoraler Praxis | online-Veranstaltung in der Reihe Kirchenvisionen
Laut Kirchenrecht obliegt die Leitung einer Pfarrei einem Priester. Aufgrund des Priestermangels werden in manchen Diözesen bereits alternative Leitungsmodelle erprobt. Die Frage, welche anderen Formen der Leitung es in der Kirche überhaupt gibt, nimmt die Online-Veranstaltung „Leitungsmodelle zwischen kirchenrechtlichen Normen und pastoraler Praxis“ am Mittwoch, 19. Mai um 19:30 Uhr in den Blick. Thomas Schüller, Professor für Kirchenrecht an der Universität Münster, wird überraschende Möglichkeiten des Kirchenrechts in dieser Frage aufzeigen. Gleichzeitig kommt mit Barbara Metzner eine Pastoralassistentin zu Wort, die in Mettau in der Schweiz bereits seit einigen Jahren als Gemeindeleiterin arbeitet.
Die Katholische Akademie Freiburg veranstaltet die Reihe „Kirchenvisionen“ gemeinsam mit der Katholischen Hochschulgemeinde Littenweiler/PH Freiburg, der Studienbegleitung für Theologiestudierende an der Universität Freiburg und dem Diözesanrat in der Erzdiözese Freiburg.
Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink. | Mehr | | | |
| | | | Freiburger Andruck | Der Übersetzer Tobias Scheffel stellt seine Übersetzung des Briefwechsels von Albert Camus und Maria Casarès vor
Premierenlesung als Livestream aus dem Literaturhaus Freiburg auf #inFreiburgzuhause am 18. Mai um 19.30 Uhr
Die Lesereihe Freiburger Andruck setzt sich bei der kommenden Veranstaltung mit der Neuerscheinung „Schreib ohne Furcht und viel“.Eine Liebesgeschichte in Briefen 1944-1959 auseinander. In einer Lesung und im Gespräch mit dem Übersetzer Tobias Scheffel wird das Werk vorgestellt. Die Veranstaltung findet statt als Livestream am 18. Mai, von 19.30 Uhr an auf der Seite www.infreiburgzuhause.de
Im Frühjahr 1944 lernen sich die Theaterschauspielerin Maria Casarès und Albert Camus, der Autor von „Die Pest“ und „Der Fremde“ im besetzten Paris kennen. Wenig später beginnt eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, die anderthalb Jahrzehnte währt – bis zu Camus' tragischem Unfalltod am 4. Januar 1960. Welche Intensität diese Liebe hatte, welche Höhen und Tiefen sie durchlebte, das dokumentiert ausführlich und eindrucksvoll der Briefwechsel der beiden. In einer höchst poetischen Sprache versichern sie einander ihre Liebe, tauschen sich aus über Alltägliches wie über die großen Ereignisse in Politik und Literatur.
2017 erschien der umfangreiche Briefwechsel der beiden aus den Jahren 1944-1959 in Frankreich. Der Rowohlt Verlag veröffentlicht die deutsche Übersetzung von Claudia Steinitz, Andrea Spingler und Tobias Scheffel am 18. Mai. Die Freiburger Andruck-Veranstaltung ist somit eine veritable Premierenlesung.
Der Freiburger Übersetzer Tobias Scheffel stellt den Briefwechsel im Gespräch mit dem Chefdramaturgen des Theater Freiburg Rüdiger Bering vor. Gemeinsam mit der Schauspielerin Anja Schweitzer liest er ausgewählte Briefe aus diesem Band.
Tobias Scheffel, 1964 in Frankfurt am Main geboren, lebt seit 1988 in Freiburg. Er übersetzt Essays, Belletristik und Kinder- und Jugendliteratur aus dem Französischen. Er übersetzte unter anderem Bücher von Robert Bober, Georges Perec, Denis de Rougement, Frédéric Beigbeder, Véronique Olmi und Pierre Lemaitre – von ihm zuletzt die beiden Romane“ „Die Farben des Feuers“ und „Spiegel unseres Schmerzes“. Für seine Übersetzungen von Robert Bober und Fred Vargas erhielt er 2005 den erstmals verliehenen Eugen-Helmlé-Preis. 2011 wurde ihm der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk als Übersetzer zugesprochen.
Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturhaus Freiburg, der Stadtbibliothek, dem Theater Freiburg, dem SWR Studio Freiburg und der Badischen Zeitung. Seit 2009 stellt die Lesereihe in Premierenlesungen die neuen Bücher von Freiburger Autorinnen und Autoren und Übersetzerinnen und Übersetzern vor. DieLesungen mit Gespräch finden abwechselnd im Literaturhaus, in der Stadtbibliothek, im SWR Studio oder im Theater statt.
Der Freiburger Andruck findet als Livestream aus dem Literaturhaus auf #inFreiburgzuhause statt. Der Stream ist kostenlos, eine Spende ist erwünscht. | Mehr | | | |
| | | | Karlsruhe: Sich der badischen Juden erinnern | Online-Vortrag von Dr. Ernst Otto Bräunche am 6. Mai
Schon früh stellte sich die Stadt Karlsruhe der Verpflichtung, an das Schicksal der nach 1933 zunächst diskriminierten, dann zur Flucht gezwungenen, in das südfranzösische Lager Gurs verschleppten und ermordeten Juden zu erinnern. Sie initiierte (und leitete) in den 1950er Jahren die Instandsetzung des Lagerfriedhofs und übernahm die Geschäftsführung der daraus entstandenen Arbeitsgemeinschaft.
In einem Online-Vortrag erinnert Dr. Ernst Otto Bräunche am Donnerstag, 6. Mai, um 18 Uhr an die badischen Juden, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors geworden sind. Bräunche spannt darin den Bogen vom so genannten Judenboykott am 1. April 1933 bis zur Erinnerung 80 Jahre nach der Deportation im Jahr 2020.
Die Veranstaltung ist Teil der 25. Europäischen Kulturtage Karlsruhe und kann auf dem EKT-Youtube-Kanal www.karlsruhe.de/ekt-tv abgerufen werden. | Mehr | | | |
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