lesen-oder-vorlesen.de
Montag, 20. April 2026
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Lesungen, Vorträge und Diskussionen

 
Klaus Theweleit beim Freiburger Andruck
Sein neues Buch „a - e - i - o – u. Die Erfindung des Vokalalphabets auf See, die Entstehung des Unbewussten und der Blues“ wird vorgestellt

Lesung und Gespräch mit dem Autor am 16. Juli um 11 Uhr

Klaus Theweleit veröffentlichte seit den 1970er zahlreiche Werke – unter anderem die bekannte zweibändige Untersuchung „Männerphantasien“, eines der ersten Werke der internationalen Männerforschung. Zuletzt erschien 2020 der dritten Pocahotas-Band „Warum Cortés wirklich siegte“. In der Lesereihe „Freiburger Andruck“ stellt der freie Schriftsteller sein frisch erschienenes Buch „a - e - i - o – u“ vor. Im Zentrum stehen Seeräuber, die Erfindung des Vokalalphabets und die Ursprünge der europäischen Kultur.

In vielen Kulturtheorien nimmt das Vokalalphabet bis heute einen zentralen Stellenwert ein. Kein Wunder: Im Gegensatz zu den historischen Vorgängern können auch a,e,i,o,u verschriftlicht werden. Das hat viele Vorteile. Das Vokalalphabet kann mit weniger Zeichen viel mehr ausdrücken und stellt damit in der Menschheitsgeschichte einen wichtigen Meilenstein dar: Alphabetisierung und Demokratisierung waren und sind schon immer eng verknüpft.

Obwohl die Bedeutung des Vokalalphabets unstrittig ist, lässt sich über die Herkunft bestens debattieren. Kam es aus der Donaukultur nach Süden, brachten es die Phönizier auf ihren Handelsrouten mit oder hat es seine Wurzeln doch in den semitischen Sprachen des Nahen Ostens? War es gar Homer, der es im Alleingang erschuf, als er die Illias und die Odyssee dichtete?

Wer hat es also nun erfunden? Und wie passen Seeräuber in die Geschichte? Theweleit stellt eine gewagte These auf: Es waren griechische Händler und Piraten, die keinen festen Hafen mehr ansteuern konnten. So setzte sich um 800 v. Chr. das Vokalalphabet wellenartig im östlichen Mittelmeer durch. Daher auch der Untertitel für Theweleits Buch: „Wellenroman“.

Ins Gespräch über diese rasante Reise zu den Ursprüngen der europäischen Kultur kommt Klaus Theweleit mit dem Freiburger Autoren, Journalisten und Übersetzer Jürgen Reuß ins Gespräch.

Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturhaus Freiburg, der Stadtbibliothek, dem Theater Freiburg, dem SWR Studio Freiburg und der Badischen Zeitung. Seit 2009 stellt die Lesereihe in Premierenlesungen die neuen Bücher von Freiburger Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer vor. Die Lesungen mit Gespräch finden abwechselnd im Literaturhaus, in der Stadtbibliothek, im SWR Studio oder im Theater statt.

Die Veranstaltung findet am Sonntag, 16. Juli, im Winterer-Foyer, Theater Freiburg, um 11 Uhr statt. Eintritt 9 Euro/ermäßigt 6 Euro. Tickets: Theaterkasse, Bertholdstr. 46, 0761/201 2853, www.theater.freiburg.de
Mehr
 

Cäcilie Kowald liest aus ihrem Roman
© Stadt Karlsruhe, Stadtbibliothek
 
Cäcilie Kowald liest aus ihrem Roman "Menschenkette"
Stadtbibliotheks-Lesung erinnert an Menschenkette von Stuttgart nach Ulm

Am Donnerstag, 13. Juli, um 19:30 Uhr hält die Karlsruher Autorin Cäcilie Kowald mit ihrem Roman "Menschenkette" eine Lesung in der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus. Die Lesung findet anlässlich des 40. Jahrestags der Menschenkette Stuttgart-Ulm statt.

Sie seien naiv und utopisch, Unruhestifter und Krawallpöbel, und die Frage, ob Straßenblockaden als Gewalt anzusehen seien oder nicht, erregte die Gemüter. Nein, es geht nicht um die "Letzte Generation", sondern um die Friedensbewegung der 1980er Jahre. Damals trieb die geplante Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen in Deutschland im Rahmen des sogenannten NATO-Doppelbeschlusses Millionen von Menschen zu Protesten auf die Straße. Ein Höhepunkt der Aktionen war eine 108 Kilometer lange Menschenkette von der Befehlszentrale der europäischen US-Truppen in Stuttgart-Vaihingen bis zu den Wiley-Barracks in Neu-Ulm im Herbst 1983, an der 350 000 Menschen teilnahmen.

Von diesem historischen Ereignis erzählt der Roman "Menschenkette" der Karlsruher Autorin Cäcilie Kowald. Er begibt sich auf die Spur von Menschen, die sich am 22. Oktober 1983 auf den Weg machten, um gegen die geplante Stationierung von Atomraketen zu protestieren. Die Lesung wird musikalisch umrahmt von der Band "Slowhands", die mit drei Gitarren und Gesang die Musik der damaligen Zeit wiederaufleben lässt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Karlsruhe, der ältesten Friedensorganisation Deutschlands, statt. Die ehemaligen Landesgeschäftsführer dieser Organisation, Ulli und Sonnhild Thiel aus Karlsruhe, hatten damals die Idee zur Menschenkette Stuttgart-Ulm und realiserten sie auch.

Der Eintritt ist frei.

zum Bild oben:
Der Roman "Menschenkette" von Cäcilie Kowald handelt von der Menschenkette Stuttgart-Ulm vor 40 Jahren.
© Stadt Karlsruhe, Stadtbibliothek
Mehr
 

 
„Wer weiß, wo dieses stille Leid begraben liegt“
Die Folgen von Krieg gestern und heute – eine literarische Annäherung

Am Sonntag, 9. Juli um 17 Uhr findet in der Aussegnungshalle des Bruchsaler Friedhofs eine Lesung unter dem Titel „Wer weiß, wo dieses stille Leid begraben liegt. Die Folgen von Krieg gestern und heute“ mit Katharina Nast und Sabine Scharberth statt. Musikalisch begleiten Eva Henke (Klarinette, Freiburg) und Carlotta Reiser (Querflöte, Freiburg) die Lesung. Bereits vorab um 16.15 Uhr führt Volker Schütze vom Volksbund Nordbaden über den Bruchsaler Friedhof zu Kriegsdenkmälern und Kriegsspuren. Treffpunkt ist vor der Aussegnungshalle des Bruchsaler Friedhofs.

Mitten auf dem Friedhof, an der Seite mehrerer Kriegsdenkmäler und Grabfelder, stimmen die vorgetragenen Werke aus verschiedenen Epochen und Ländern nachdenklich und erinnern auf besondere und poetische Weise daran, dass Frieden und Versöhnung keine Selbstverständlichkeit sind.

Die Veranstaltung ist kostenfrei; sie findet anlässlich des Schüler*innenprojekts „Krieg und Frieden“ mit dem St. Paulusheim, Bruchsal, statt und in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Bezirksverband Nordbaden. Keine Anmeldung nötig.
Mehr
 

 
Verschuldete Gesellschaften
Zu Gast in der Reihe „Konturen der nächsten Gesellschaft“ ist die Soziologin Ute Tellmann am Donnerstag, 6. Juli um 20.15 Uhr in der Universität Freiburg, Kollegiengebäude 1, Hörsaal 1010. In ihrem Vortrag „Verschuldete Gesellschaften“ geht es darum, die Debatte um Schulden kultursoziologisch neu einzuordnen: In der Rede von Rettungsschirmen, Staatsschulden und Wachstumschancen werden die Konturen einer neuen Gesellschaft ausgehandelt, die Gemeinschaft und Kollektivität in Europa neu bestimmen.

Schulden sind ein uraltes Band. Sie rufen die Fragen der Verpflichtung, der Versprechen und der Garantien auf den Plan. Die Finanzialisierung verändert dieses uralte Band: Sie multipliziert die Verkettungen und bindet die Zukunft in einem neuen Ausmaß. Die Finanz- und Schuldenkrise von 2008 hat die umstrittene Natur dieser finanzialisierten Versprechen sichtbar gemacht: Welche Verpflichtungen werden höher bewertet als andere? Was bindet uns? Welche Zukunftserwartungen werden staatlich garantiert?

Der Eintritt ist frei.
Mehr
 

Demut - Mut zu Größerem
Annette Behnken (c) Patrice Kunte
 
Demut - Mut zu Größerem
Lesung und Gespräch mit Annette Behnken

Die Fernsehmoderatorin der Sendereihe „Das Wort zum Sonntag“ und evangelische Pastorin Annette Behnken ist zu Lesung und Gespräch in der Veranstaltungsreihe „dies|seits“ am Mittwoch, 5. Juli um 20 Uhr zu Gast in der Katholischen Akademie Freiburg, Wintererstr. 1. Annette Behnken liest an diesem Abend aus ihrem Buch „Demut – Hymne an eine Tugend“. Für sie bedeutet Demut Mut zu Größerem, die Bereitschaft, gemeinsame Werte über persönliche Interessen zu stellen und sich für eine größere Sache einzusetzen. Annette Behnken schildert, wie wichtig Demut für Menschen ist, die in der ersten Reihe stehen wollen, und erzählt von eigenen Erfahrungen.

Die Reihe dies|seits findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtkirchenarbeit Freiburg statt und eröffnet Räume der Orientierung und Zeit für Einsichten für die vorletzten, aber durchaus entscheidenden Fragen zwischen Himmel und Erde.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Anmeldung unter www.katholische-akademie-freiburg.de
Mehr
 

 
Doppel-Lesung im Literaturhaus Freiburg
Lesung und Gespräch mit Katharina Mevissen und Annika Reich

Von Töchtern, Müttern, Großmüttern

Zwei neue Romane mit schillernden Frauenfiguren. Hier ein prachtvolles Anwesen am See, dort ein leeres Haus mit ungedämmtem Dach. Hier spült das Wasser tote Frauen ans Ufer, dort unterspült das Meer den Keller. Hier liegen edelsteinbesetzte Ringe in der Schatulle, dort ausgefallene Zähne. Schmuckstücke mit Eigenleben. In starken Bildern befragen Annika Reich und Katharina Mevissen die Herrschaft von Frauen über ihr Leben.

Moderation: Katharina Knüppel (Literaturhaus).

Literaturhaus Freiburg
Bertoldstraße 17
79098 Freiburg im Breisgau
Mittwoch, den 28. Juni 2023
19:30 Uhr
Mehr
 

Vortrag: Roboter, KI und ChatGPT
© Stadtbibliothek Karlsruhe
 
Vortrag: Roboter, KI und ChatGPT
Experte am 20. Juni in der Stadtbibliothek Karlsruhe

Am Dienstag, 20. Juni um 19:30 Uhr hält der Roboterexperte Dr. Friedrich-Carl Schaefer einen Vortrag zum Thema "Humanoide Roboter, KI und ChatGPT – ein Überblick" im Lesecafé der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus. Mit Hilfe von Karlotta, der Robotermitarbeiterin der Stadtbibliothek, gibt Schaefer einen Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) und ChatGPT im Zusammenhang mit humanoiden Robotern. Er erklärt wie diese KI genau funktioniert, was ihre Vorteile und potentiellen Probleme oder gar Gefahren sind. Im Anschluss an den Vortrag haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, das Thema zu diskutieren. Der Eintritt ist frei.

zum Bild oben:
Roboter Karlotta in der Stadtbibliothek: Der sympathische Android orientiert sich an Bewegung und Sprache, gibt Auskunft über sich selbst und erzählt gerne auch einen Witz.
© Stadtbibliothek Karlsruhe
Mehr
 

 
10 Jahre KinderLiteraturtage Karlsruhe
120 Veranstaltungen vom 19. Juni bis 15. Juli zum Thema "Nachhaltigkeit"

Die KinderLiteraturtage in Karlsruhe finden in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt. In diesem Jahr orientieren sie sich am Thema "Nachhaltigkeit" - vom globalen Klimaschutz bis zum alltäglichen Umgang miteinander. Die Eröffnung findet am 19. Juni um 11:00 Uhr in der Theaterstätte „Insel“ durch Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein statt. Anschließend führt das Ensemble des Jungen Staatstheater das Klassenzimmerstück „PLAN(ET) B“ von Stefan Hornbach auf.

120 Veranstaltung in vier Wochen

Bis 15. Juli werden nahezu 120 Veranstaltungen angeboten. So nehmen etwa an 35 Karlsruher Schulen rund 80 Literaturprojekte mit bekannten Autorinnen und Autoren teil. Diese gehen in die Klassenzimmer, lesen aus ihren Büchern und kommen mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch.

Dazu gehören Exponenten der regionalen Szene wie Markus Orths mit „Crazy Family“ oder Mehrnousch Zaeri-Esfahani mit „33 Bogen und ein Teehaus“, aber auch national bekannte Namen wie Eliza Girod und Amelie Hartung mit „Durdu und das Plastikmeer“ oder Lucie Kolb mit „Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen“. Darüber hinaus bieten Schauspielerinnen und Schauspieler oder verschiedene Theatergruppen Poetry-Slam- oder Rap-Workshops sowie Schreibwerkstätten im Unterricht an.

Viele Institutionen beteiligt

Viele Institutionen in Karlsruhe beteiligen sich mit einem reichhaltigen Rahmenprogramm für Kinder und Jugendliche. Mitmachen kann man etwa bei einem Monotypie-Workshop im Schrifthof oder einem Upcycling-Projekt in der Kindermalwerkstatt samt Ausstellung, bei der Gartenlesung „Leseratte trifft Bücherwurm“ von Together Karlsruhe oder einem Entdeckungs-Spaziergang beim Naturschutzzentrum Rappenwört.

Weitere Angebote kommen unter anderem von der städtischen Kinder- und Jugendbibliothek, vom ZKM oder vom Centre Culturel Franco-Allemand. Ein Seminar für Lesepatinnen und -paten, oder ein Werkstattgespräch der Pädagogischen Hochschule bieten Einblicke in die literarische Welt sowie Tipps für Eltern und Erziehende.

Am 29. Juni wird zum achten Mal der Prosapreis „JuLi | Junge Literatur 2023“ durch die GEDOK Karlsruhe, die Literarische Gesellschaft Karlsruhe und das Kulturamt der Stadt Karlsruhe im PrinzMaxPalais vergeben. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „make a difference – be the change“.

Die durch das Kulturbüro der Stadt Karlsruhe organisierten KinderLiteraturtage finden alle zwei Jahre statt und sollen bei Kindern und Jugendlichen vom Kindergartenalter bis hin zur Oberstufe das Interesse an Literatur wecken und fördern.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 


Copyright 2010 - 2026 B. Jäger