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Montag, 20. April 2026
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Lesungen, Vorträge und Diskussionen

 
Der Juni im Literaturhaus Freiburg
Liebes Publikum,

kommen Sie mit auf eine „Reise durch die Zeit mit Kurt Tucholsky“: Der Musiker und Schauspieler Robert Stadlober legt mit Daniel Moheit (Akkordeon) Melodien über hundert Jahre alte Texte. Zeile um Zeile wandert ins Ohr, durch den Kopf, in die Gegenwart (5.6.).

Unsere Reihe „Ins Freie“ setzen wir fort mit Deniz Utlus Roman „Vaters Meer“, moderiert von Karl-Heinz Ott (7.6.). Ivna Žic spricht über „Vertrauen in das Wort“ in Kriegszeiten mit Sivan Ben Yishai, die am letzten Wochenende den Mülheimer Dramatikpreis 2024 erhielt (13.6.). Direkt nach der Europawahl denken Emma Braslavsky und Carolin Amlinger mit Karl-Heinz Ott über Politik, Freiheit und Fiktion nach (19.6.).

Das Junge Literaturhaus fährt im Juni „Bus“: Mit Christina Röckls Kinderbuch im Gepäck düst das Freileser-Fahrrad vom Bolzplatz Zähringer Park (12.6.) über den Bolzplatz Langemarckstraße (13.6.) zum „Wilden Freitag“ ins Literaturhaus (14.6.).

Nach draußen geht es mit Caroline Wahl und „Windstärke 17“ (21.6., Hinterhof der Günterstalstraße 55, ausgebucht), während wir im Literaturhaus die Ausstellung „Rude Girl“ zu Birgit Weyhes Graphic Novel aufbauen (Vernissage: 27.6.). Wie jeden Monat sind Sie außerdem willkommen zu Buchclub und Literarischem Werkstattgespräch (beides 20.6.).

Herzliche Grüße und auf bald!
Martin Bruch, Hanna Hovtvian und Katharina Knüppel
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Vortrag „Huhn oder Ei“
Gehen der Gesellschaft die Denkmale verloren oder den Denkmalen die Gesellschaft?

Das Ortskuratorium München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt ein am Montag, den 3. Juni 2024 um 18.30 Uhr in der Veranstaltungsreihe: "Denkmalschutz - Geschenk an die Zukunft" zu dem Vortrag „Huhn oder Ei – Gehen der Gesellschaft die Denkmale verloren oder den Denkmalen die Gesellschaft?“. Im Suresnes-Schlössl der Katholischen Akademie in Bayern, Werneckstraße 24 in 80802 München referiert der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Dr. Georg Steinmetzer. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung oder bei Axel Hofstadt, Tel. 089-2710750. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.

Gehen der Gesellschaft die Denkmale verloren oder den Denkmalen die Gesellschaft? Auf dem Hintergrund dieser Frage versucht Dr. Steinmetzer mit seinen Zuhörern, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Seit den Anfängen der Denkmalpflege hatte deren Grundsatz, Vergangenes für Künftige zu erhalten, ausschließlich die materiellen Zeugnisse der Vergangenheit im Blick und nicht die künftigen Generationen, für die sie erhalten wurden. Der Konsens der Gesellschaft zu Erhalt und Pflege der Denkmale galt trotz umwälzender Veränderungen im 20. Jahrhundert als gesichert. Doch seit der Jahrtausendwende bröckelt dieser Konsens. Die Hochzeit der Denkmalpflege scheint vorbei und ein wirtschaftlich wie politisch rauer Wind weht ihr entgegen. Noch schwerer als der Verlust einzelner Denkmale wiegt die Prognose für deren Adressaten in der Zukunft: Angesichts der durch neue Sehgewohnheiten, digitale Erlebnisformen, schwindendes Geschichtsbewusstsein und unscharfe Kulturbegriffe sich verändernden Gesellschaft stellt sich die Frage, wer in 50 Jahren den bis dahin überlieferten Denkmalbestand überhaupt noch wahrnehmen kann und unser Kulturerbe erhalten will.
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Marie Antoinette und ihr Retter auf vier Pfoten, Gilles Buscot
Musikalische Lesung

Am Mittwoch, den 15. Mai um 19:00 Uhr kommt der Straßburger Germanist Gilles ins Centre Culturel Français, um gemeinsam mit Michel Ott eine musikalische deutsch-französische Lesung seines neuen Romans zu geben.

Gilles Marie, begleitet von dem Pianisten Michel Ott, liest Auszüge aus seinem letzten Jugendroman En mission secrète pour Marie Antoinette, sowohl in französischer als auch in deutscher Sprache vor. Ausgehend von seinen Recherchen in den Freiburger und Straßburger Stadtarchiven mischt er geschichtstreue Fakten und Fantasie, um dem jungen Publikum, aber auch allen Erwachsenen, die Geschichte dieser spannenden Reise vor Augen zu führen…und zwar aus der Perspektive eines kleinen, hinreißenden Hundes! Dabei wird der Aufenthalt der Prinzessin in Freiburg und dann in Straßburg besonders anschaulich und erfrischend erzählt.

Eintritt: € 9 | € 6 | Sprache: F/D. Anmeldung: kultur@ccf-fr.de.
 
 

 
Runder Geburtstag: Lirum Larum Lesetreffen am 14. Mai im Theater Freiburg
Leseteam stellt Programm der Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendliteraturtage vor

Schulen in und um Freiburg sind eingeladen

Das beliebte „Lirum Larum Lesefest“ feiert im Herbst runden Geburtstag. Seit 30 folgen im Oktober verschiedene Lesegäste der Einladung des Freiburger Kinderliteraturfestivals. Aber damit nicht genug: Anlässlich des Jubiläumsjahr finden dieses Jahr die Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendliteraturtage vom 5. bis 16. Oktober in Freiburg statt; es wird regionaler, jugendlicher und länger.

Bereits am Dienstag, 14. Mai, um 16 Uhr stellt das Leseteam im Theater Freiburg die diesjährigen Lesegäste vor. Das Spektrum ist breit gefächert: von Bilderbüchern über Comics zu Kinderromanen, von Kinderbuch-Debütantinnen und -debütanten bis zu bekannten Autorinnen und Illustratoren. Der Lesedachs freut sich besonders auf die Olchis und Erhard Dietl sowie auf Nemos neue Monsterpost und Charlotte Habersack.

Zum Auftakt des Lesefestes im Oktober gibt es eine zweitägige Geburtstagsparty. Hier haben die Kinder und Jugendlichen das Literaturhaus und das Theater nur für sich und ihre Literatur. Zusätzlich finden in Zusammenarbeit mit Schulen, Bibliotheken, Kulturinstitutionen, Vereinen und Buchhandlungen an zwölf Tagen stadtweit und in der Region Veranstaltungen rund um die Welt der Kinder- und Jugendliteratur statt.
Vieles davon passiert zusammen mit Schulen, um mehr kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Besonders interessant: Die Jugendkunstschule und das Junge Theater bieten ein „Lesekunstlabor“ an, in dem eine Schulklasse eine Woche lang zusammen mit einer Illustratorin und einem Schauspieler je ein eigenes Hosentaschenbuch und ein gemeinsames Riesenleporello entwickeln. Die Ergebnisse werden beim Auftakt im Theater Freiburg präsentiert.

Alle Schulen in und um Freiburg mit Schülerinnen und Schülern zwischen sechs und sechszehn Jahren sind zum Lirum Larum Lesetreffen 2024 eingeladen. Interessierte müssen am Lesetreffen teilnehmen, um sich für die kostenlosen Veranstaltungen anzumelden. Über das genaue Procedere wird beim Lesetreffen informiert. Das Leseteam steht anschließend für Beratungen zur Verfügung.

Wer teilnehmen möchte, sollte sich unter www.freiburg.de/lesefest anmelden. Eine virtuelle Teilnahme ist auch möglich. Der Zugang wird mit der Anmeldung vergeben.

Die Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendliteraturtage sind eine Veranstaltung des Kulturamts in Kooperation mit dem Theater Freiburg und Literaturhaus Freiburg sowie in Zusammenarbeit mit vielen Institutionen, Vereinen und Buchhandlungen. Die Literaturtage werden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

Weitere Informationen gibt es beim Kulturamt unter der Telefonnummer: 0761/ 201-2101 oder per E-Mail unter kulturamt@stadt.freiburg.de .
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Der Mai im Literaturhaus Freiburg
Das Literaturhaus bittet zum Tanz: Am kommenden Dienstag geht es ab 21 Uhr im Schein der Discokugel querbeet durch den Stilgarten des Pop (30.4.)!

Nächsten Donnerstag folgt der fulminante Auftakt unserer Reihe „Ins Freie“: Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann stellen ihr Buch „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ in Leseperformance und Gespräch mit Karl-Heinz Ott vor. Unseren Salon zwischen Literatur und Gesellschaftspolitik kuratiert er gemeinsam mit der Autorin Ivna Žic, die mit Ronya Othmann über den Roman „Vierundsiebzig“ spricht (16.5.). Fortsetzung folgt: Freuen Sie sich schon jetzt auf Deniz Utlu, Sivan Ben Yishai, Emma Braslavsky und Carolin Amlinger im Juni.

Wir freuen uns auf die erste Ausgabe der Messe freiBUCH, bei der unser Lesekiosk Freileser seinen Saisonstart feiert (4.5.) – und direkt weiterfährt zum Familienfest in der VHS (5.5.). Mit dem Zeichner Ferdinand Lutz steuern wir zum bundesweiten Kindercomictag den Seepark an (11.5.), bevor er tags darauf das Comic-Magazin POLLE mit Musik von Dominik Merscheid im Literaturhaus vorstellt (12.5.).

Seien Sie außerdem willkommen zu Deniz Ohde im Gespräch mit Bettina Schulte über den Roman „Ich stelle mich schlafend“ (14.5.), zu unserem Nachholtermin mit Christina Clemm und Stefanie Lohaus im kostenfreien Livestream (3.5., ausverkauft!) und wie gewohnt zu Buchclub und Literarischem Werkstattgespräch (16.5.).
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„Der Meister der Karten“
Johanna von Wild (c) Nadine Gerber
 
„Der Meister der Karten“
Lesung mit Johanna von Wild am Dienstag, 23. April in der Stadtbibliothek am Münsterplatz, Freiburg

Eine Lesung mit Johanna von Wild findet am Dienstag, 23. April, um 19.30 Uhr in der Hauptstelle der Stadtbibliothek, Münsterplatz 17, statt. Von Wild liest aus ihrem neuen Roman „Der Meister der Karten“.

Hauptfigur des historischen Romans ist Martin Waldseemüller, der die erste Weltkarte erstellte, auf der Amerika abgebildet ist. Nach dem Studium der sieben Künste an der Universität Freiburg, entdeckte Waldseemüller seine Liebe zur Kosmographie und widmete sich ganz der Wissenschaft. Während spanische und portugiesische Seefahrer immer mehr unbekannte Winkel der Erde entdeckten, beschloss er, sein beschauliches Leben aufzugeben und eine lange Reise anzutreten.

Johanna von Wild alias Biggi Rist, geboren 1964 in Reutlingen, veröffentlichte 2012 ihren ersten Kriminalroman und wechselte danach zum Genre des historischen Romans. „Der Meister der Karten“ ist ihr sechster historischer Roman.

Die Teilnahme an der Lesung ist kostenfrei.
 
 

 
Lesung | Tanz des Verrats, Mathias Enard
Am Freitag, den 12. April um 19.00 Uhr kommt der französische Schriftsteller und Übersetzer Mathias Enard nach Freiburg ins Centre Culturel Français, um aus seinem neuen Roman „Tanz des Verrats“ zu lesen.

Zum Buch: September 2001, ein Kongress auf der Havel. Gewürdigt wird Paul Heudeber, Mathematiker, Kommunist und KZ-Überlebender, der spätestens seit seinem ungeklärten Tod Heiligenstatus genießt. Alle Blicke der Anwesenden wandern verstohlen zu Maja Scharnhorst, Pauls großer Liebe, mit 83 faszinierend wie eh und je, auch sie eine Legende, die sich irgendwann für eine Karriere im Westen entschieden hat – ohne Paul. Als die Bilder der zerstörten Twin Towers die Festgesellschaft erreichen, nimmt die Veranstaltung eine ganz andere Wendung. Und es ist an Irina, der Tochter dieser überlebensgroßen Liebenden, die losen Fäden ihrer Geschichte zu entwirren und neu zu verflechten.

Eintritt: Vorverkauf online über Reservix, Abendkasse (wenn noch Tickets vorhanden sind) € 9 | € 6. Sprache: D/F.
 
 

 
Der Kislau-Prozess: Ludwig Marum und seine Henker
Ein szenischer Bericht zum 90. Todestag des badischen Politikers

Der Karlsruher Rechtsanwalt Ludwig Marum gehörte zu den bedeutendsten badischen Politikern in der Zeit der Weimarer Republik. Konsequent trat er für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Als Sozialdemokrat jüdischer Abstammung war er den Nationalsozialisten besonders verhasst. Wenige Monate nach der Machtübernahme, im Mai 1933, verschleppten sie Ludwig Marum in das Konzentrationslager Kislau, wo sie ihn in der Nacht vom 28. auf den 29. März 1934 ermordeten. Seinen Tod gaben sie als Selbstmord aus. Im Frühjahr 1948 wurden die Täter vor Gericht gestellt. Die Akten des Prozesses sind im Generallandesarchiv Karlsruhe überliefert. Ulrich Wiedmann hat sie ausgewertet und daraus einen szenischen Bericht zusammengestellt, der Aufschluss über die näheren Umstände des Mordes bietet.

Der Lernort Kislau e. V., das Stadtarchiv Karlsruhe und der Forum Ludwig Marum e. V. führen diesen szenischen Bericht in einer überarbeiteten und gekürzten Fassung am Donnerstag, 28. März 2024, 19 Uhr im Ständehaussaal im Neuen Ständehaus auf. Der Eintritt ist frei.
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