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Donnerstag, 3. April 2025
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Museums - und Ausstellungstipps

Freiburger Museumsnacht
Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg
 
Freiburger Museumsnacht
Führungen, Konzerte und Mitmachaktionen an zehn verschiedenen Orten in der Innenstadt

Auf ein Neues: Die beliebte Freiburger Museumsnacht bietet am Samstag, 20. Juli, allen Fans von Kunst und Kultur in der Stadt und darüber hinaus ein abwechslungsreiches Programm. Ob Pop auf der Welte-Orgel, Tänze unter den Wasserspeiern, Märchen für Erwachsene, Airbrush-Tattoos für Kinder, Silent Disco oder Swing – für alle ist etwas dabei. Tickets für die besondere Sommernacht gibt es im Online-Shop der Städtischen Museen Freiburg.

An zehn Stationen können die Gäste von 18 Uhr bis 1 Uhr einiges erleben und entdecken, aber auch bei Musik und Drinks entspannen. Von den Städtischen Museen Freiburg öffnen das Augustinermuseum mit dem Haus der Graphischen Sammlung, das Museum für Neue Kunst und das Museum Natur und Mensch die Türen. Die Häuser bieten einen Blick hinter die Kulissen ihrer vielfältigen Arbeit, zum Beispiel bei Führungen und Gesprächen in Sonderausstellungen und Sammlungen. Sechs Partnerinstitutionen ergänzen das Programm: die Münsterbauhütte, der Kunstverein Freiburg, das Planetarium, das Uniseum und das Fasnetmuseum.

Die museumspädagogischen Werkstätten sind auch dabei und laden Familien mit Kindern zum Mitmachen ein. Ob Insekten-Nistkästen für die heimische Fensterbank, Kastagnetten oder ein Daumenkino – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer einfach reinschauen möchte ohne zu basteln, kann lebende Schlangen hautnah erleben oder bei einer Schatzsuche im Sand Edelsteine finden. Im Museum Natur und Mensch können sich Kinder beim Schminken in lustige Tiere verwandeln, mit Airbrush-Tattoos schmücken oder bei modernen Tänzen zuschauen.

Die Museumsnacht ist auch wieder ein kleines Musikfestival. Denn an fast allen Standorten gibt es bis in die Nacht hinein Live-Musik in besonderer Kulisse. Im Augustinermuseum spielt Moritz Herzog Pop auf der Welte-Orgel, das Heim- und Fluchtorchester tritt im Dachgeschoss auf und das Hildegard Brinkel Trio bietet Vocal Jazz. Im Haus der Graphischen Sammlung stimmt das Holzbläserquartett die Gäste auf eine klangvolle Nacht ein. Das Museum für Neue Kunst lädt abends zu Summertime mit dem Klarinettenensemble in seinen Innenhof ein. Nachts lässt sich dort gut tanzen bei einer Silent Disco mit Nathan Thurlow. Im Museum Natur und Mensch gibt es Capoeira sowie Drumming mit Murat Coşkun. Die Marchingband Kiss El Funk tritt an mehreren Orten nacheinander auf, zum Beispiel vor dem Kunstverein. Das Pierre Schmuck Trio sorgt für abendliche Museumsklänge beim Uniseum. Im Garten der Münsterbauhütte spielt die Indie-Folk-Pop-Band Catastrophe Waitress und vor dem Fasnetmuseum gibt’s natürlich Guggenmusik.

Die Partnerinstitutionen bieten neben den Konzerten weitere tolle Programmpunkte: Die Freiburger Münsterbauhütte zeigt ihre Gipssammlung und Steinwerkstatt, im Uniseum gibt’s Führungen über die ersten Frauen an der Universität und über den Gewölbekeller der Alten Universität, im Planetarium geht‘s in einer nächtlichen Reise durch den Kosmos, im Freiburger Kunstverein erwartet die Besuchenden eine Soundperformance und im Fasnetmuseum herrscht Narrenfreiheit beim geselligen Beisammensein.

Wie gewohnt ist auch für Speisen und Getränke gesorgt. Bei thailändischen und französischen Spezialitäten, Pizza, Crêpe, Galette und Eis kommen die Gäste auf ihre Kosten. Mehrere mobile Bars und Stände bieten erfrischende Sommerdrinks.

Tickets
Die Tickets gelten für alle Orte und Veranstaltungen. Im Vorverkauf an den Museumskassen und unter www.museen-freiburg.de/shop/museumsnacht sind sie für 10 Euro erhältlich. An der Abendkasse kosten sie 12 Euro, mit Museums-PASS-Musées und für Freundeskreismitglieder 10 Euro. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

Öffnungszeiten rund um die Museumsnacht
Bei den Städtischen Museen Freiburg gibt es aufgrund der Museumsnacht am Samstag, 20. Juli, besondere Öffnungszeiten. Das Archäologische Museum Colombischlössle und das Museum für Stadtgeschichte am Münsterplatz öffnen von 10 bis 17 Uhr, beide Häuser können in diesem Jahr aufgrund von Baumaßnahmen leider nicht an der Museumsnacht teilnehmen. Das Augustinermuseum mit dem Haus der Graphischen Sammlung, das Museum für Neue Kunst und das Museum Natur und Mensch öffnen hingegen nur von 18 bis 1 Uhr. Am Sonntag, 21. Juli, öffnen alle Häuser von 12 Uhr bis 17 Uhr.

Aktuelle Informationen und das Programm stehen auf
www.freiburg.de/museumsnacht.
Impressionen gibt es zudem auf
www.facebook.com/munafreiburg und
www.instagram.com/museumsnachtfreiburg.

zum Bild oben:
Freiburger Museumsnacht 2023 beim Swing im Garten der Münsterbauhütte
Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg.
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Richard Wagner Museum im Juli und August 2024
Öffnungszeiten:
Richard Wagner Museum: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Jean-Paul-Museum und Franz-Liszt-Museum: Montag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Wahnfried-Konzerte zur Festspielzeit:
Konzert am 24. Juli 2024 entfällt‌

Das für Mittwoch, den 24. Juli angekündigte Konzert des Klavier-Duos Clara & Marie Becker in Haus Wahnfried, Richard Wagner Museum, muss leider entfallen und wird auf das nächste Jahr verschoben.

Bereits gekaufte Tickets können gegen Erstattung des Kaufpreises an der Museumskasse zurückgegeben werden.
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Sonderausstellung "Mensch Wagner"
Richard Wagner Museum, Bayeuth
14. Juli bis 6. Oktober 2024 ‌

Richard Wagner: Komponist, Dichter, Dramatiker, Schriftsteller, Kunstphilosoph, Regisseur, Dirigent, Egomane, Schwerenöter, Antisemit, Linksradikaler, Klimaschützer, Tierfreund, Genie… – Aber wer war Richard Wagner wirklich?

Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerausstellung „Mensch Wagner“ unternimmt das Richard Wagner Museum den Versuch, den „Mythos Wagner“ zu dekonstruieren, um sich dem Menschen Richard Wagner zu nähern.

Die Ausstellung ist vom 14. Juli bis 6. Oktober 2024 im Museumsneubau des Richard Wagner Museums Bayreuth zu sehen.
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 15. bis 21. Juli
(Kalenderwoche 29)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und mit dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Vortrag: Jungfräulichkeit. Zur Entstehung eines Bildprogramms
Magnus Striet, Professor für Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, spricht bei einem Vortrag am Mittwoch, 17. Juli, um 12.15 Uhr über das Thema „Jungfräulichkeit. Zur Entstehung eines Bildprogramms“. Die interdisziplinäre Vortragsreihe ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Augustinermuseum und dem Mittelalterzentrum der Universität Freiburg anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Bellissimo!“. Die Veranstaltung findet in der Alten Universität, Max-Kade-Auditorium 1, statt und ist kostenfrei.

Haus der Graphischen Sammlung

Vortrag: Blick in die Werkstatt von Giovanni Battista Piranesis
Bei einem Vortrag am Donnerstag, 18. Juli, von 18 bis 20 Uhr gibt der Kunsthistoriker Stefan Morét einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten Piranesis. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Augustinermuseum und der Dante Alighieri Gesellschaft anlässlich der aktuellen Ausstellung „Giovanni Battista Piranesi: Vedute di Roma“. Die Veranstaltung findet in der Albert-Ludwigs-Universität, Platz der Universität, Kollegiengebäude I, im Hörsaal 1199 statt und ist kostenfrei.

Museum für Neue Kunst

Führung: Hörspaziergang mit Lautpoesie
Im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, findet am Donnerstag, 18. Juli, um 16.30 Uhr zusammen mit Andreas Hagelüken von der Universität der Künste Berlin ein Hörspaziergang mit Lautpoesie statt. Ob der Stundenschlag des Münsters oder die Auspuffrohre an kernigen Motoren: In der Veranstaltung geht es um den unscheinbaren Klang des Alltags, der im Allgemeinen von uns ausgeblendet wird. Im Selbstversuch erfassen die Teilnehmenden unterschiedliche Geräuschquellen und lassen daraus gemeinsam Musik entstehen. Die Veranstaltung ist Teil der aktuellen Sonderausstellung „anders hören“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Treffpunkt ist der Museumseingang.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Expertinnenführung: Vom Grab zur Bühne
Mit der Expertin Anita Scheuerle tauchen Interessierte bei einer Führung am Mittwoch, 17. Juli, um 17.30 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, in die Glaubensvorstellungen des Frühmittelalters ein. Fragen zur Rolle von Grabbauten oder der sorgfältig inszenierten Ausstattung von Verstorbenen im frühen Mittelalter beantwortet sie anhand aktuellster Forschungserkenntnisse. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Webtalk: Strukturen der kommunalen NS-Politik in Südbaden
Bei einem Webtalk am Mittwoch, 17. Juli, um 20.15 Uhr stellt der Historiker Robert Neisen die Strukturen der kommunalen NS-Politik in Südbaden dar und veranschaulicht diese am Beispiel des Freiburger Oberbürgermeisters Franz Kerber. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Freiburger und die Region im Nationalsozialismus“ und findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG), der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Verbund Gedenkstätten Südlicher Oberrhein statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Über den folgenden Link geht es zur Veranstaltung: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq
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Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit,
(c) Peter Gaymann
 
Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit,
wusste bereits vor über 2.000 Jahren der griechische Philosoph Aristoteles. Unsere neue große Sonderausstellung Typisch Dreiland! Cartoons von Peter Gaymann bietet also bald beste Gelegenheit, den Wert Ihrer Gesundheit zu steigern…

Der bekannte Cartoonist, Grafiker und Autor Peter Gaymann ließ sich vom Dreiland zu neuen Cartoons, Zeichnungen und Objekten inspirieren. Dabei lässt er, neben seinen bekannten Hühnern, auch allerlei zwei- und mehrbeiniges Getier über die Grenzen blicken, was ungeahnte Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Klischees und andere Wahrheiten aus allen Lebensbereichen in Frankreich, in der Schweiz und in Deutschland zum Vorschein bringt...
Skurrile, überraschende, selten gezeigte Exponate aus der Sammlung des Dreiländermuseums ergänzen die Schau, die so einen humorvollen und vielseitigen Blick auf die Besonderheiten des Zusammenlebens im Dreiländereck ermöglicht.

Vernissage: Freitag, 19. Juli 2024, 19 Uhr

Der Künstler Peter Gaymann wird persönlich anwesend sein und signieren. Jazzmusik mit Tilman Günther und die Urban Sketchers Dreiländereck, die sich beim spontanen Anfertigen von Zeichnungen über die Schulter blicken lassen, runden die Eröffnung ab. Nach dem offiziellen Teil mit Grußwort von Oberbürgermeister Jörg Lutz und Einführung in die Ausstellung freuen wir uns, Sie auch zum Apéro und Ausstellungsbesuch einladen zu dürfen.

Die Ausstellung läuft bis zum 17. November 2024, begleitet von einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm, hier bereits die ersten Termine:

Sonntag, 4. August 2024, 14 – 16 Uhr
Workshop: Hühner zeichnen!
Die Künstlerinnen Imke Kämpf von den Urban Sketchers Dreiländereck und Julia Moll-Rakus bieten einen Zeichenworkshop für Jung und Alt in der Sonderausstellung. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl verbindliche Anmeldung beim Besucherservice im Museum.
Kosten: 12 €, ermäßigt 8 €

Sonntag, 11. August + 1. September 2024, jeweils 16 Uhr
Öffentliche Führung „Typisch Dreiland!“
mit Wolfgang Baaske von Baaske Cartoons, Müllheim im Markgräflerland, der die Ausstellung mitkuratiert hat und Peter Gaymann seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist

Diese und alle weiteren Museumstermine sind im Veranstaltungskalender online tagesaktuell abrufbar.

Dreiländermuseum | Musée des Trois Pays
Basler Straße 143
D-79540 Lörrach
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg vom 8. bis 14. Juli
(Kalenderwoche 28)

Bitte beachten: Aktuelle Informationen zu Preisen stehen auf www.freiburg.de/museen-tickets. Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop. Der Eintritt ist unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass und mit dem Museums-PASS-Musées frei.

Augustinermuseum

Kuratorinnenführung: Bellissimo!
Bei einer Führung am Freitag, 12. Juli, um 17 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz stellt Eva Maria Breisig die Bilderwelt der italienischen Malerei mit ihren leuchtenden Farben, technischen Raffinessen und motivischen Innovationen vor. Die von ihr kuratierte Ausstellung „Bellissimo!“ zeigt Kunstwerke des 13. bis ins frühe 16. Jahrhundert aus dem Lindenau-Museum Altenburg. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.

Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause: Kirchen, Kuppeln und Portale
Felix Reuße führt am Mittwoch, 10. Juli, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34, durch die von ihm kuratierte Ausstellung „Giovanni Battista Piranesi: Vedute di Roma“. Im Fokus stehen faszinierende Kuppelbauten und eindrucksvolle Portale römischer Bauwerke. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Museum für Neue Kunst

Gespräch: Klingende Archive
Was gilt als Volkslied? Und was findet den Weg in ein musikalisches Archiv? Im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, findet am Donnerstag, 11. Juli, um 18 Uhr ein Konzert mit Gespräch von Studierenden der Hochschule für Musik und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt. Die Veranstaltung nimmt das Thema „Volkslied-Sammlungen“ in den Fokus. Interessierte erhalten einen Einblick in das musikalische Archiv der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Studierenden des interdisziplinären Seminars unter der Leitung von Johannes Müske und Christine Löbbert laden zum Mitdenken, Mithören und Mitsingen ein. Die Veranstaltung ist Teil der aktuellen Sonderausstellung „anders hören“ und kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Führung: Himmel und Erde
Welche Vorstellungen gab es in der Glaubenswelt des Frühmittelalters?
Wie wurde damals mit Verstorbenen umgegangen? Das erfahren Interessierte bei einer Führung am Sonntag, 14. Juli, um 12 Uhr in der neuen Schatzkammer des Archäologischen Museums Colombischlössle, Rotteckring 5. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro plus Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Tickets gibt es im Online-Shop.
 
 

Schätze für die Ewigkeit
Bügelfibel mit Runeninschrift aus Neudingen (c) Foto: Axel Killian
 
Schätze für die Ewigkeit
Neu gestaltete Schatzkammer im Archäologischen Museum Colombischlössle

Himmel, Hölle oder Paradies? Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt und wie dieses aussieht, beschäftigt die Menschen seit jeher. Welche Vorstellungen gab es in der Glaubenswelt des Frühmittelalters? Und wie ging man damals mit den Verstorbenen um? Das zeigen kostbare Grabbeigaben, die auch Rückschlüsse auf damalige Bestattungsrituale zulassen, in der neu gestalteten Schatzkammer im Archäologischen Museum Colombischlössle. Die Präsentation steht unter dem Motto „Himmel und Erde – Frühmittelalterliche Schätze für die Ewigkeit“ und ist ab Donnerstag, 4. Juli, für die Museumsbesucherinnen und -besucher geöffnet.

Zu sehen sind rund 300 Objekte vom 5. bis zum 7. Jahrhundert, die aus den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Tuttlingen, Waldshut, dem Schwarzwald-Baar-Kreis und dem Ortenaukreis stammen.

Im Frühmittelalter würdigten die Hinterbliebenen die soziale Stellung Verstorbener durch aufwendige Grabbauten, festliche Kleidung und kostbare Beigaben. Frauen gab man meist ihren Schmuck mit. Beliebt waren auch Gürtel mit klappernden Gehängen aus Schnecken, Kristallkugeln und Kapseln, in denen Kräuter aufbewahrt wurden. Sollte der Klang böse Geister vertreiben? Amulette als Schutz vor Gefahren und Schaden waren bei allen Geschlechtern weit verbreitet. Ein besonders schöner Gürtelbehang mit vielen Amuletten stammt aus einem Frauengrab in Mengen aus dem 6. Jahrhundert.

Männer erhielten meist ihre Waffen als Grabbeigaben, einige Krieger später sogar ihre Reitausrüstung. Auf den ersten Blick unscheinbar und doch sehr bedeutend ist ein Fund aus Mahlberg: die Reste eines Faltstuhls aus dem späten 5. Jahrhundert. Faltstühle waren zu dieser Zeit eine seltene Grabbeigabe und galten schon in der Antike als Zeichen von Macht und Einfluss.

Ein Goldblattkreuz aus dem 7. Jahrhundert, das in Biengen gefunden wurde, zählt zu den größten Exemplaren seiner Art nördlich der Alpen. Es wurde vermutlich auf ein Leichentuch genäht, das den Körper des Toten bedeckte, und zeugt vom Aufkommen des christlichen Glaubens. Auch Alltagsgegenstände wurden mit christlichen Motiven verziert.

Seit 2009 gestaltet das Archäologische Museum Colombischlössle seine Dauerausstellung mit den Themen Stein-, Eisen-, Bronze- und Römerzeit sowie Frühmittelalter Schritt für Schritt neu. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf interaktiven Stationen und Modellen für Erwachsene und Kinder. Mit der Eröffnung der Schatzkammer ist dieser Prozess abgeschlossen.

Ob Kostümführungen mit Aperitif, interdisziplinäre Podiumsdiskussionen oder ein Poetry Slam: Zahlreiche Veranstaltungen begleiten die neue Präsentation. Alle Termine gibt es unter www.freiburg.de/museen-kalender

Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises, mit Freiburg-Pass und mit Museums-Pass-Musées ist er frei.

zum Bild oben:
Bügelfibel mit Runeninschrift aus Neudingen, frühes 7. Jahrhundert, Leihgabe Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Foto: Axel Killian
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After Work-Führung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Pfinzgaumuseum in der Karlsburg © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
 
After Work-Führung im Pfinzgaumuseum Karlsruhe
Das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: Vor hundert Jahren, am 13. April 1924, öffnete es erstmals seine Pforten. Von Beginn an erfuhr das Museum breite Unterstützung aus der Bevölkerung – vor allem in Form von Schenkungen. Mit der Sonderausstellung "Durlach x 100. 100 Schenkungen aus 100 Jahren Pfinzgaumuseum" würdigt das Pfinzgaumuseum diese bis heute anhaltende Verbundenheit der Durlacherinnen und Durlacher mit "ihrem" Museum und zeigt bis 15. September 100 Objekte, die es seit seiner Gründung als Schenkung erhalten hat. Am Donnerstag, 10. Juli, um 18 Uhr führt Kurator Dr. Ferdinand Leikam im Rahmen einer After Work-Führung durch die Sonderausstellung und stellt ausgewählte Stücke vor. Egal ob groß oder klein, ob alt oder noch relativ neu: Jedes der Objekte erzählt eine ganz besondere Geschichte und lässt ein Stück Vergangenheit wieder lebendig werden.

Die Besucherinnen und Besucher sind zu einer Entdeckungsreise eingeladen, bei der sie die Vielfalt der Ausstellungsstücke erleben. Die Bandbreite umfasst Alltagsgegenstände, Objekte aus Handwerk, Landwirtschaft und Handel, Kinderspielzeug, Kleidungsstücke, Urkunden, Gemälde und vieles mehr. Darunter vermutlich auch das ein oder andere Stück, das man nicht in der Museumssammlung erwartet hätte.

Die Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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