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Donnerstag, 3. April 2025
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Museums - und Ausstellungstipps

 
Regionale 20: Trinationale Kunstausstellung in 4 Freiburger Ausstellungshäusern
LOKALE 01: Ausstellung im Kunsthaus L6 anlässlich des 20 jährigen Jubiläums der Regionale

Im städtischen Kunsthaus L6 eröffnet zum 20 jährigen Jubiläum der „Regionale“ die Ausstellung „LOKALE 01“ am 22. November mit neun Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dreiländereck.

Im Kunsthaus L6 kuratieren die Künstler Kriz Olbricht und Jacob Ott ein neues Format. Im Orbit des Kunstgeschehens in Freiburg wird das Kunsthaus L6 für sechs Wochen zum Zentrum der LOKALE 01. Diese definiert einen ganzen Stadtteil als Ausstellungsraum und zeigt an sechs ausgewählten Orten im Stadtteil Zähringen Kunstwerke von neun Künstlerinnen und Künstlern. Startpunkt ist das Kunsthaus L6, wo auch ein Lageplan und nähere Informationen zu den Kunstwerken erhältlich sind.

Die neun Künstlerinnen und Künstler sind Jérôme Grivel, Claudia Holzinger, Istihar Kalach, Rebecca Kunz, Jonathan Mink, Eva Olbricht, Gregor Peschko, Yanik Soland und Nils Weiligmann.


Trinationale Kunstausstellung Regionale 20 in vier Freiburger Ausstellungshäusern

Am 22. November beginnt um 18 Uhr der Freiburger Regionale-Marathon im Kunsthaus L6. Danach geht es um 19 Uhr weiter im E-WERK, Galerie für Gegenwartskunst, um 20 Uhr im Kunstverein Freiburg und um 21 Uhr im T66 Kulturwerk. Ab 21.30 Uhr findet die Freiburger RegionaleParty im Kunsthaus L6 statt.

In seinem 20. Jahr wird das größte, grenzüberschreitende Ausstellungsprojekt am Oberrhein wieder vielfältige Einblicke in die regionale Kunstszene des Elsass, der Nordwestschweiz und Südbadens ermöglichen. Neben der Ausstellung im Kunsthaus L6 eröffnen Ende November in Basel, Freiburg, Mulhouse und Straßburg parallel 19 Ausstellungen und präsentieren insgesamt 181 Künstlerinnen und Künstler aus allen drei Ländern. Fast 700 Künstlerinnen und Künstler haben sich beworben. Am Donnerstag, 21. November eröffnen zwei Ausstellungen in Mulhouse und am Freitag, 22. November dann vier Freiburger Ausstellungen im Kunsthaus L6, imE-WERK, im Kunstverein Freiburg und im T66 Kulturwerk. Am Samstag folgen ab 11 Uhr weitere Vernissagen in und um Basel.

Anlässlich des 20. Geburtstags wurde zudem eine Ausschreibung für künstlerische Neuproduktionen lanciert. So konnten sich erstmals Künstlerinnen und Künstler mit einem spezifischen Projekt zusätzlich zur jährlich stattfindenden Ausschreibung für die Regionale bewerben. Realisiert wurden zwei Projekte im öffentlichen Raum vom künstlerinnenkollektiv marsie und von Sanna Reitz, die sich beide inhaltlich mit den Voraussetzungen der Regionale auseinandersetzen, Bezüge zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten herstellen und grenzüberschreitende Begegnungen ermöglichen.

Wie jedes Jahr bietet die Regionale zu den Vernissagen einen kostenlosen Bus-Shuttle an. Zudem gibt es geführte Bustouren, für die eine Anmeldung erforderlich ist. Nähere Informationen auf www.regionale.org.

Veranstaltungen Kunsthaus L6

7. Dezember, 17 Uhr: Spaziergang zu den Kunstwerken in Freiburg/Zähringen mit anschließendem Kneipenabend mit den Kuratorinnen und Kuratoren. Treffpunkt im Kunsthaus L6.

4. Januar 2020, 17 Uhr: Spaziergang zu den Kunstwerken in Freiburg/Zähringen mit anschließendem Kneipenabend mit den Kuratorinnen und Kuratoren, Treffpunkt im Kunsthaus L6


Orte und Öffnungszeiten in Zähringen

Kunsthaus L6, Lameystraße 6 Donnerstag und Freitag 16 bis 19 Uhr Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr Ausstellungsdauer: 23. November 2019 – 5. Januar 2020

Unicum im Türmle, Hinterkirchstraße 1 Montag bis Sonntag, 11 bis 23 Uhr

Zähringer Stüble, Zähringer Straße 329 Montag bis Sonntag, 10 bis 1 Uhr

MRPencil Schreibwaren, Zähringer Straße 334 Montag bis Freitag, 7.30-13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr

Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau Zähringer Straße 338a Montag bis Sonntag 0 bis 24 Uhr

Kommagene Grill-Pizza, Zähringer Straße 348 Montag bis Samstag, 11 bis 23 Uhr, Sonntag 12 bis 23 Uhr

Eintritt frei!
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 18. bis 24. November
Augustinermuseum

Derzeit laufen im Augustinermuseum Untersuchungen am Bau. Deshalb ist das Dachgeschoss nicht zugänglich. Es gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Zwischen Himmel und Hölle – Das Lamm Gottes
Um das „Lamm Gottes“ geht es am Donnerstag, 21. November, um 15.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Dabei treten die Kunsthistorikerin Stefanie Stroh und der Theologe Stephan Langer in Dialog. Die Führung findet innerhalb der Reihe „Zwischen Himmel und Hölle“ statt, eine Kooperation des Augustinermuseums mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem Bildungszentrum Freiburg, beides Einrichtungen des Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Führung – 900 Jahre Leben in der Stadt
Eine Führung durch die Ausstellung „freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt“ findet am Sonntag, 24. November, um 10.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Besucherinnen und Besuchern erhalten einen lebendigen und umfassenden Einblick in die Stadtgeschichtsforschung vom Zeitpunkt der Verleihung des Marktrechts bis in die Neuzeit. Wer teilnehmen möchte, zahlt 2 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.


Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause – Beckmanns Symbolik
Kerze, Katze und Co.: Um Beckmanns Symbolik geht es bei einer Kurzführung mit Kuratorin Verena Faber durch die Ausstellung „Max Beckmann. Die Sammlung Classen“ am Mittwoch, 20. November, um 12.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum. Wer teilnehmen möchte, zahlt den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.


Museum für Neue Kunst

Familiennachmittag – Feuerwerk der Farben
Die Gemälde des Expressionisten Hermann Scherer sind richtig bunt. Familien mit Kindern ab 5 Jahren erleben im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, am Sonntag, 24. November, von 14 bis 16 Uhr ein Feuerwerk der Farben und malen selbst. Kinder zahlen 3 Euro, Erwachsene 3 Euro zuzüglich Eintritt.


Archäologisches Museum Colombischlössle

Kinder führen Kinder – Tausche Tunika gegen Hose
Die Kulturlotsinnen und -lotsen vom Jugendclub „Junges ArCo“ nehmen alle kleinen Gäste ab 6 Jahren im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, am Samstag, 23. November, um 15 Uhr mit in die Ausstellung „Tales & Identities. Deine Entscheidung – Deine Geschichte“. Gemeinsam entdecken sie das keltische und römische Leben vor 2000 Jahren. Für Kinder ist der Eintritt frei. Erwachsene zahlen 7 Euro Eintritt, ermäßigt 5 Euro.


Museum Natur und Mensch

Muse:um 12 – Seefahrt, Fischfang und Handel in der Südsee
Wie leben Inselbewohnerinnen und -bewohner in der Südsee mit dem Meer? Um Seefahrt, Fischfang und Handel geht es bei einer Kurzführung mit der Ethnologin Heike Gerlach durch die Ausstellung „Südsee – Traum und Wirklichkeit“ am Donnerstag, 21. November, um 12.30 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
 
 

 
Karlsruhe: Turmbergausstellung wird verlängert
Pfinzgaumuseum präsentiert Wissenswertes noch bis Anfang März

All diejenigen, die an der Sonderausstellung "Durlach: Der Turmberg ruft!" interessiert sind, können sich im Durlacher Pfinzgaumuseum jetzt noch länger über den dortigen "Hausberg" informieren. Die beliebte Sonderausstellung wird bis Sonntag, 1. März, verlängert. Zudem wird am Sonntag, 17. November, um 11.15 Uhr eine Führung mit Susanne Stephan-Kabierske angeboten. Im Zentrum stehen die touristische Nutzung und Erschließung des Turmbergs seit dem 19. Jahrhundert. Vielfältige Ausstellungsstücke zeigen zudem auf, wie sich der Berg zur heutigen Attraktion entwickelte.

Der Eintritt in die Ausstellung beträgt zwei Euro, ermäßigt nur einen Euro. Die Führung selbst ist kostenfrei.
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Viel los in der Städtischen Galerie Karlsruhe
Führungen, Workshop "Experiment Zeichnen" und Kinderwerkstatt

Viel geboten ist in den nächsten Tagen in der Städtischen Galerie: Dem Kunstgeschehen zwischen Kriegsende und 1960 gilt deren aktuelle Ausstellung. Rundgängen durch "Tradition und Aufbruch" können sich Interessierte an folgenden Tagen anschließen: Freitag, 15. November, um 16 Uhr, Sonntag, 17. November, um 15 Uhr, Donnerstag, 21. November, um 12.15 Uhr sowie Freitag, 22. November, um 16 Uhr.

Zeichnen mit Kunstpädagogin

Zeichnungen gehören zu den frühesten künstlerischen Äußerungen, die von Menschen überliefert sind. Bis heute zählt die Handzeichnung zu den unmittelbarsten und persönlichsten Ausdrucksmöglichkeiten in der bildenden Kunst. In dem dreistündigen Workshop "Experiment Zeichnen" für Jugendliche ab 16 Jahren und für Erwachsene am Samstag, 16. November, von 15 bis 18 Uhr beschäftigen sich die Teilnehmenden unter der Anleitung der Kunstpädagogin Sanne Pawelzyk mit unterschiedlichen Zeichensprachen und den unerschöpflichen Gestaltungsmöglichkeiten der Linie. Vorkenntnisse braucht es nicht. Der Workshop kostet sechs Euro, hinzu kommt der ermäßigte Eintritt in die Galerie von 3,50 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter den Telefonnummern 0721/133-4444 oder-4401.

Kreativangebote für Kinder

Tags darauf am Sonntag, 17. November, haben Kinder von 15 bis 16.30 Uhr Gelegenheit, sich an einer experimentellen Druckwerkstatt zu beteiligen. Für Freitag, 22. November, lädt Eva Wittig in Zusammenarbeit mit der vhs Karlsruhe zu einem interkulturellen Eltern-Kind-Workshop ein. Unter dem Motto "Mit Kindern Ansehen" begegnen sich von 15 bis 17 Uhr Familien mit Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren zum Schauen, Sprechen und Kreativsein. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich, entweder telefonisch unter 0721/3351608 oder per E-Mail an reich.kuk@mail.de. Eintritt und Teilnahme sind frei.
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 11. bis 17. November
Augustinermuseum

Hinweis:
Derzeit laufen im Augustinermuseum Untersuchungen am Bau. Deshalb ist das Dachgeschoss nicht zugänglich. Es gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Kunstpause: Maria, ohne Makel
„Maria, ohne Makel“ ist der Titel einer Kurzführung durch die Dauerausstellung mit Stefanie Stroh am Mittwoch, 13. November, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.


Haus der Graphischen Sammlung

Schule des Sehens – Offenes Zeichnen
Bei der „Schule des Sehens“ gibt es am Sonntag, 17. November, um 14 Uhr wieder die Gelegenheit zum freien Zeichnen im Museum: Die Teilnehmenden können sich im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, unter Anleitung in der Kunst des Zeichnens üben. Als Inspiration dienen die Werke der aktuellen Ausstellung „Max Beckmann. Die Sammlung Classen“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Das Material wird gestellt.


Museum für Neue Kunst

Kunstdialoge
Der Freundeskreis des Museums für Neue Kunst in der Marienstraße 10a lädt am Dienstag, 12. November, um 11 Uhr zum Austausch über Werke von Wilhelm Lehmbruck, August Macke und anderen Künstlerinnen und Künstlern aus der Sammlung des Museums ein. Die Teilnahme am „kunst:dialog“ ist im regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro inbegriffen.

Scherer-Führung mit der Kuratorin
Ausstellungskuratorin Isabel Herda führt am Donnerstag, 14. Januar, um 16.30 Uhr durch die Schau „Expressionist Scherer“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Die Teilnahme kostet 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.


Archäologisches Museum Colombischlössle

Familiennachmittag: Jahrtausendealte Geschenke
Jahrtausendealte Geschenke für die Ewigkeit entdecken Familien mit Kindern ab 5 Jahren am Sonntag, 17. November, von 14 bis 16 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Vor 2.000 Jahren glaubten keltische und römische Menschen daran, Götter mit Gaben freundlich zu stimmen. Da zu den Geschenken oft persönliche Schmuckstücke gehörten, gestaltet jedes Kind ein Freundschaftsband im keltischen Stil. Die Teilnahme kostet 3 Euro; für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.


Museum Natur und Mensch

Kamishibai: Papiertheater mit Zaubergeschichten
Veronika Hinkelbein erzählt am Samstag, 16. November, um 15 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, spannende Zaubergeschichten in ihrem Schaukasten. Das Kamishibai, übersetzt Papiertheater, war in Japan der Vorläufer des Fernsehens. Es wurde auf der Straße öffentlich aufgeführt und täglich von zahlreichen Kindern und Erwachsenen gesehen. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder ab 5 Jahren. Der Eintritt kostet 2 Euro; für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Führung: Südsee. Traum und Wirklichkeit
Eine Führung durch die Ausstellung „Südsee – Traum und Wirklichkeit“ findet am Sonntag, 17. November, um 14 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, statt. Die Besucherinnen und Besucher reisen zu den Naturräumen und Kulturen der Südsee. Europäische Vorstellungen vom Tropenparadies passen dabei oft nicht mit der Lebenswirklichkeit der Menschen zusammen. Wer teilnehmen möchte, zahlt 2 Euro plus Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
 
 

 
Karlsruhe: Führung durch Lichtbild-Ausstellung
Am Sonntag, 10. November, führt Hildegard Schmid um 15 Uhr durch die aktuelle Ausstellung des Stadtmuseums im Prinz-Max-Palais "Vom Lichtbild zum Schnappschuss. Fotografie in Karlsruhe 1840 bis 1990". Die Schau spannt den Bogen vom Aufkommen der Daguerreotypie durch Wanderfotografen um 1840 und der Gründung des ersten Fotoateliers in Karlsruhe um 1852 bis zur Presse-, Werbe- und Reisefotografie im 20. Jahrhundert. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, die Führung selbst ist kostenfrei.
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Karlsruhe: Sonderführung durch die Städtische Galerie
"Ein anderer Blick" auf die Schau zur Nachkriegskunst in Karlsruhe

Unter der Überschrift "Ein anderer Blick" laden Gemälderestauratorin Anna Virgin und Kuratorin Sylvia Bieber Besucherinnen und Besucher für Mittwoch, 6. November, um 18 Uhr zu einem Rundgang durch die Ausstellung "Tradition und Aufbruch. Nachkriegskunst in Karlsruhe" in die Städtische Galerie ein. Eintritt und Teilnahmegebühr kosten 7 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die etwa 150 Kunstwerke in der Ausstellung gehören bis auf wenige Ausnahmen zum Sammlungsbestand der Städtischen Galerie. Viele von ihnen waren noch nie oder schon lange nicht mehr öffentlich ausgestellt. Bei der Vorbereitung der Präsentation mussten daher auch umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen realisiert werden.
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Ausstellungstipp: ARCHITEKTUR FÜR DEN MENSCHEN
BALKRISHNA DOSHI

ARCHITEKTURMUSEUM DER TU MÜNCHEN
bis 19.01.2020

Das Architekturmuseum der TUM zeigt eine umfassende Retrospektive des indischen Architekten, Städteplaners und Lehrers Balkrishna V. Doshi (* 1927 in Pune, Indien). Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. In über 60 Jahren architektonischer Praxis hat er eine Vielzahl von unterschiedlichen Projekten verwirklicht, wofür er 2018 mit dem renommierten Pritzker-Preis geehrt wurde.

Anhand einer Fülle von Originalzeichnungen, Architekturmodellen, Plänen, Malereien, Fotografien, Filmen und begehbaren Rauminstallationen wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert. Die Ausstellung »Balkrishna Doshi. Architektur für den Menschen« bringt Doshis Werk einem globalen Publikum näher und untersucht die ihm zugrunde liegenden Ideen und Ideale.

Seit den 1950er-Jahren hat er mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich. Zu den Pionierleistungen gehören unter anderem das Indian Institute of Management (1977-1992), sein eigenes Architekturbüro Sangath (1980) und die berühmte Wohnsiedlung Aranya für Menschen mit geringem Einkommen (1989). Balkrishna Doshis humanistische Haltung ist durch seine indischen Wurzeln ebenso geprägt wie durch seine westliche Bildung und den rapiden Wandel der indischen Gesellschaft seit den frühen 1950er-Jahren. Seine poetische und zugleich funktionale Architektursprache wurde maßgeblich von der Zusammenarbeit mit Le Corbusier in Paris, Chandigarh und Ahmedabad beeinflusst, darüber hinaus waren die Erfahrungen beim Bau des von Louis Kahn entworfenen Institute of Managements prägend für den jungen Architekten. Doshi ging jedoch in seiner Formsprache über diese frühen Vorbilder hinaus und entwickelte eine ganz eigene Herangehensweise zwischen Industrialismus und Primitivismus, moderner Architektur und traditioneller Form. Seine Praxis beruht auf einer nachhaltigen Herangehensweise und strebt nach der Verortung der Architektur in einem weitgefassten Zusammenhang von Kultur, Umwelt, Gesellschaft, Ethik und Religion.

Die Retrospektive ist in vier Bereiche gegliedert und beginnt mit einem Blick auf die Themen Heimat und Identität. Inspiriert von Mahatma Gandhis Lehren, entwickelte Doshi eine neue Methode für den sozialen und experimentellen Wohnbau. Diese basiert zum einen auf einem partizipatorischen Ansatz, der die zukünftigen Bewohner mit einbindet und bezieht zum anderen Anpassungen an die wechselnden Bedürfnisse und Anforderungen ein. Die Sozialsiedlung für die »Life Insurance Corporation of India« (LIC) (1973) oder die Wohnsiedlung »Aranya« (1989) in Indore sind beides herausragende Beispiele dafür. Das als Musterprojekt gebaute Aranya hat heute über 80.000 Einwohner. Ausgehend von einer Parzelle mit Fundament, Sanitärblock und einem einzigen Raum können die Bewohner dank eines Modulsystems den Wohnraum nach ihren Bedürfnissen, persönlichen Vorlieben und wirtschaftlichen Möglichkeiten individuell ausbauen und gestalten. Ein weiteres Beispiel für Doshis Wohnbauprojekte, allerdings in kleinerem Maßstab, ist sein eigenes Haus, das »Kamala House« (1963). Der Entwurf dieses weitläufigen und doch kostengünstigen Gebäudes mit kreuzförmigem Grundriss versorgt alle Räume mit viel Tageslicht, während isolierte Backsteinwände die sommerliche Hitze einfangen und dadurch kühlend wirken.

Der zweite Ausstellungsbereich richtet den Blick auf Doshis Hochschulgebäude. Als eines seiner Schlüsselprojekte gilt der Campus des »Centre for Environmental Planning and Technology« (CEPT) in Ahmedabad, auf dem Doshi über einen Zeitraum von 40 Jahren einige seiner bedeutendsten Bauwerke realisierte. Bereits 1968 gründete Doshi die multidisziplinäre »School of Architecture«, die sehr von seinem Ansatz des Austausches über die Fächergrenzen hinweg profitiert. Um den Dialog zwischen Studenten und Lehrkräften zu fördern, entwarf er das Gebäude als frei fließenden Raum ohne strenge Trennung der verschiedenen Bereiche. Sowohl die Gebäude als auch Studium und Lehre an der »School of Architecture«, die außerdem ein wichtiges Zentrum für Stadtplanung ist, haben die Architektenausbildung in Indien grundlegend verändert. Während das Hauptgebäude auf den Überresten einer alten Ziegelei gebaut wurde und mit seinem offenen Erdgeschoss über dem Boden zu schweben scheint, liegt der ebenfalls auf dem Campus befindliche Kunstraum »Amdavad Ni Gufa« (1994) teilweise unter der Erde als Antwort auf das heiße örtliche Klima – »gufa« bedeutet auf Gujarati »Höhle«. Seine sich sanft in die Umgebung einfügende Struktur aus unterschiedlich großen Kuppeln wurde zwar mit speziellen Computerprogrammen entwickelt, jedoch von ungelernten Arbeitern von Hand aus Abfallprodukten errichtet.

Der dritte Bereich der Ausstellung widmet sich Doshis großangelegten Stadtplanungsprojekten, für die beispielhaft die Entwicklung des Masterplans und der städtebaulichen Vorgaben für Vidhyadhar Nagar (1984) im nordindischen Rajasthan steht. Die Siedlung mit 15.000 Wohnungen wurde als energieeffiziente Stadt auf 350 Hektar Land am Rande von Jaipur konzipiert, dessen von einer Stadtmauer umschlossene Altstadt als Vorbild diente. Die Planung verbindet traditionelle städtebauliche Prinzipien mit aktuellen Bedürfnissen und äußeren Rahmenbedingungen, um die nötige Infrastruktur für 400.000 Einwohner bereitzustellen. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Gesundheitszentren und Spielplätze sind entlang einer zentralen Achse mit freien Flächen angeordnet. Die Verwendung von architektonischen Elementen wie Auskragungen und Balkone aus Naturstein trägt nicht nur zu einem besseren Mikroklima bei, sondern erinnert auch an die lokale vernakuläre Architektur.

Im letzten Ausstellungsbereich dreht sich alles um die zahlreichen institutionellen Bauprojekte, an denen Doshi in den vergangenen 60 Jahren mitgewirkt hat. Ein wichtiges Beispiel ist hier das »Indian Institute of Management« (IIM) in Bangalore (1977, 1992). Der ausgedehnte Campus entstand über einen Zeitraum von 20 Jahren, in dem der ursprüngliche Entwurf mehrfach ergänzt und verändert wurde. Die Innenhöfe sind als Gärten angelegt, in die begrünten Korridore fällt durch Pergolen und Durchbrüche natürliches Licht, sodass sich der Raumeindruck im Tagesverlauf immer wieder ändert. Beides dient der spontanen Kommunikation und bildet zugleich eine Erweiterung der Unterrichtsräume. Mit seinem faszinierenden Architekturkonzept ist das Indian Institute of Management zu einer wichtigen Denkfabrik geworden, die im Lauf der Jahrzehnte einen beachtlichen Beitrag zu Indiens wirtschaftlichem Aufstieg geleistet hat. Ein weiterer Meilenstein in Balkrishna Doshis institutioneller Architektur ist sein eigenes Architekturbüro »Sangath« in Ahmedabad (1980). Erinnerungen an das Haus seiner Kindheit und an Le Corbusiers Atelier in Paris werden im Raumvokabular dieses Gebäudes vereint. »Sangath« bedeutet auf Gujarati soviel wie »sich zusammen bewegen«, hier arbeiten drei Generationen von Doshis Familie Seite an Seite. Wie bei allen seinen Gebäuden sind die Umgebung, das Klima und die Funktion in den Entwurf eingeflossen. Das Atelier kann im Handumdrehen in einen Konzertsaal oder einen Vortragsraum verwandelt werden. Zwischen den Hochhäusern und der Hochbahn von Ahmedabad ist Sangath eine Oase der Ruhe inmitten der betriebsamen Stadt.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Vitra Design Museums und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit der Vastushilpa Foundation.

Kuratorin | Khushnu Panthaki Hoof
Kuratorin Vitra Design Museum | Jolanthe Kugler
Assistenzkuratorin | Meike Wolfschlag

Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne
Arcisstraße 21 | 80333 München

zum Bild oben:
Wohnhaus vor dem Einzug der Bewohner in seiner ursprünglichen Konfiguration:
»Housing for Life Insurance Corporation« (LIC), Ahmedabad, 1973
© Vastushilpa Foundation, Ahmedabad
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