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Montag, 20. November 2017
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Museumstipps

 
Karlsruhe: Karlsruher Frauen. Von Bertha Benz bis Kunigunde Fischer
Themenführung durch Dauerausstellung zur Stadtgeschichte

Unter dem Motto "Karlsruher Frauen. Von Bertha Benz bis Kunigunde Fischer" steht die nächste Führung durch die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais, Karlstraße 10. Hildegard Schmid erwartet ihre Gäste am Sonntag, 7. September, um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Museumstipp: Jean-Paul-Museum Bayreuth
Blick ins Jean-Paul-Museum der Stadt Bayreuth / Foto: Museum
 
Museumstipp: Jean-Paul-Museum Bayreuth
Das Jean-Paul-Museum der Stadt Bayreuth wurde anlässlich des 250. Geburtstags (21.3.2013) des großen oberfränkischen Dichters vollständig neu gestaltet und pünktlich zu diesem Jubiläum wiedereröffnet.

Bayreuth verdankt das Jean-Paul-Museum dem großherzigen Stifter Dr. Philipp Hausser, einem Nachfahren Joseph und Rosa Schwabachers, der einstigen Vermieter Jean Pauls in dessen Wohn- und Sterbehaus. Von Jugend an hatte Hausser eine beachtliche Sammlung von Autographen Jean Pauls, von Erstausgaben seiner Werke, Literatur aus seinem Umkreis, Porträts, sowie Bildmaterial zusammengetragen.

Diese wohl bedeutendste Privatsammlung zu Jean Paul machte es möglich, dem Dichter 1980 ein Museum unter der Leitung des Direktors Dr. Manfred Eger einzurichten. Die Stadt konnte es 1994 deutlich erweitern und seither weitere wertvolle Handschriften Jean Pauls sowie Dokumente zu seinem Leben und Werk erwerben.
Im Jean-Paul-Jubiläumsjahr 2013 wurde es zum 250. Geburtstag des Dichters, unter der Leitung von Dr. Sven Friedrich, von Dr. Frank Piontek und dem Ausstellungsgestalter Florian Raff neu konzipiert und gestaltet.

Untergebracht ist das Museum im ehemaligen Wohnhaus von Richard Wagners Tochter Eva und deren Mann Houston Stewart Chamberlain, dessen Wirken im „Bayreuther Kreis“ die völkische Rezeption Richard Wagners befördert und dessen problematische Weltanschauung und Schriften die Symbiose mit dem Nationalsozialismus eingeleitet haben.

Jean Paul wurde von der NS-Ideologie als verzopfter Apologet kleinbürgerlicher deutscher Innerlichkeit absichtsvoll missverstanden und für die propagandistischen Zwecke der Vernichter von Kultur und Geist missbraucht. Dass nach dem Geist Chamberlains heute der humane Geist Jean Pauls hier eine Heimat gefunden hat, erscheint als symbolische Rettung seiner Ideale, als Sieg des Menschlichen über das Unmenschliche.
 
 

 
Karlsruhe: Die andere Moderne kennenlernen
Führungen in aktueller Ausstellung der städtischen Galerie

Durch die Ausstellung "Die andere Moderne. Kunst und Künstler in den Ländern am Rhein 1900 bis 1922", die derzeit in der Städtischen Galerie, Lorenzstraße 27, läuft, gibt es Anfang September mehrere Führungen. So erklären am Mittwoch, 3. September, um 11 Uhr, Dr. Claudia Pohl, am Donnerstag, 4. September, um 12.15 Uhr bei einem verkürzten Rundgang Angelika Bauer, am Freitag, 5. September, um 16 Uhr Carmen Beckenbach und am Sonntag, 7. September, um 15 Uhr, Dr. Martina Wehlte die Schau. Am Freitag trifft sich zudem von 16 bis 18 Uhr der JugendKunstKlub LUX 10.
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Veranstaltungen in den Freiburger Museen von 1. bis 7. September (KW 36)
ab Dienstag, 2. September
Archäologisches Museum Colombischlössle wieder geöffnet
Ab Dienstag, 2. September, ist das Archäologische Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5, nach Sanierungsarbeiten wieder
dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die
Präsentationen zu den Römern und zum Mittelalter sowie die
Alamannische Schatzkammer laden zu Reisen in die Vergangenheit
ein. Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, unter 18 Jahren und
mit Museumspass ist er frei.

Dienstag, 2. September, 12.30 Uhr
Mit der Restauratorin durchs Museums
Die Restauratorin Gisela Illek referiert bei einer Kurzführung
am Dienstag, 2. September, um 12.30 Uhr im
Augustinermuseum, Augustinerplatz 1-3, über „Samt und
Seide – Textiltechnologie“. Die Teilnahme kostet den
regulären Museumseintritt von 7 Euro.

Mittwoch, 3. September, 12.30 Uhr
Mittagspause mit den Schätzen der Alamannen
Um die Schätze der Alamannen dreht sich eine Kurzführung
im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5,
am Mittwoch, 3. September, um 12.30 Uhr. Die Teilnahme
kostet 4 Euro.

Donnerstag, 4. September, 12.30 Uhr
Ferienführung im Colombischlössle
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring
5, lädt Familien mit Kindern ab 5 Jahren am Donnerstag, 4.
September, um 12.30 Uhr zu einer Ferienführung ein. Die
Teilnahme kostet 4 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen nur 2 Euro.

Freitag, 5. September, 7.15 Uhr
Frühkunst mit Videoliedern
Frühaufsteher aufgepasst: Am Freitag, 5. September, 7.15 Uhr, ist im
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, eine Kurzführung mit Jennifer
Smailes geboten. Thema sind Herbert Wentschers Videolieder in der
Ausstellung „Schönes buntes Bild IV. Werke der 1980er Jahre aus der
Sammlung“. Der Eintritt ist frei.

Samstag, 6. September, ab 10 Uhr
Aktionen rund um die Baustelle Gotik
Am Samstag, 6. September, findet um 10 Uhr eine Kombiführung durch
die Sonderausstellung „Baustelle Gotik. Das Freiburger Münster“ und
anschließend durch den Münsterchor statt. Die Teilnahme kostet 2,50
Euro zuzüglich 7 Euro Eintritt. Treffpunkt ist das Augustinermuseum,
Augustinerplatz 1-3. Von 14 bis 16 Uhr haben Besucherinnen und Besucher
dann vor dem Museum die Möglichkeit, den Laufrad-Kran nach
mittelalterlichem Vorbild in Aktion zu erleben. Zimmererlehrlinge der
Gewerbe Akademie Freiburg führen ihn vor und beantworten Fragen.
Der Eintritt ist frei. Um 15 Uhr können Familien mit Kindern ab 5
Jahren bei einer interaktiven Führung ins Mittelalter reisen.
Die Teilnahme kostet 2 Euro, für Erwachsene kommen 7 Euro Eintritt dazu.

Samstag, 6. September, 15 Uhr
Ein Freiburger Barockkünstler erzählt
Der Maler, Bildhauer und Architekt Johann Christian Wentzinger erzählt
bei einer Schauspielführung am Samstag, 6. September, um 15 Uhr
spannende Geschichten aus seinem Leben. Mit seiner barocken Residenz
am Münsterplatz setzte er sich einst ein beeindruckendes Denkmal.
Nun stellt er die künstlerische Ausgestaltung und die geheimen Winkel
seines Hauses „Zum schönen Eck“ vor. Heute ist dort das Museum für
Stadtgeschichte untergebracht. Anschließend präsentiert er auch seine
Werke im Augustinermuseum. Veranstalter der historischen
Schauspielführung ist Freiburg Living History. Treffpunkt ist das
Museum für Stadtgeschichte am Münsterplatz 30. Die Teilnahme kostet
10 Euro.

Sonntag, 7. September, 11.30 Uhr
Welte-Konzert im Augustinermuseum
Die Geschichte der Freiburger Firma Welte & Söhne ist am Sonntag,
7. September, um 11.30 Uhr im Augustinermuseum, Augustinerplatz 1-3,
zu hören. Dazu erklingen Einspielungen berühmter Pianisten und
Komponisten auf dem Reproduktionsflügel. Die Teilnahme kostet den
regulären Museumseintritt von 7 Euro.

Sonntag, 7. September, 14 Uhr
Familienführung im Museum für Neue Kunst
Bei einer interaktiven Führung zum Thema „Kunst mit allen Sinnen
entdecken“ können Familien mit Kindern ab 5 Jahren spielerisch das
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, erkunden. Die Familienführung
findet am Sonntag, 7. September, um 14 Uhr statt. Die Teilnahme kostet
2 Euro für Erwachsene zuzüglich 3 Euro Museumseintritt.

Sonntag, 7. September, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag: Zu Besuch bei Fuchs und Luchs
Beim Familiennachmittag können Familien mit Kindern ab 5 Jahren am
Sonntag, 7. September, um 14 Uhr das Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, erkunden. Sie folgen den Spuren von Luchs und Fuchs
und werden dann in der Werkstatt aktiv. Die Teilnahme kostet 3 Euro,
Erwachsene zahlen zuzüglich 3 Euro Museumseintritt.
 
 

 
Museumstipp: Simone Demandt "Instrumenta Sceleris - Asservate des Verbrechens"
Museum beim Markt, Karlsruhe
bis 19.10.2014

Scheinbar harmlose Gegenstände umgeben uns im Alltag. Wir finden sie praktisch oder dekorativ, darüber hinaus aber ohne Belang. Dabei vermögen sie abgründige Geschichten zu erzählen: von Gewalt und Verbrechen. Simone Demandt hat solche Objekte aufgespürt und künstlerisch in Szene gesetzt. In den Asservatenkammern der Staatsanwaltschaften fotografiert sie dem Blick der Öffentlichkeit entzogene Gegenstände, die zufällig oder geplant zu Tatwerkzeugen wurden. Banale Objekte sind dadurch in einen neuen Bedeutungszusammenhang geraten, der erst in einem nachfolgenden Strafprozess teilweise mühsam entschlüsselt werden wird. Und nicht immer gelingt dies – allem kriminologischen Feinsinn zum Trotz ist bei der Untersuchung mancher Dinge ihr grausames Geheimnis nicht zu entreißen.

Der Eintritt mit dem Museums-PASS-Musées ist kostenlos.
 
 

Aussstellungstipp: KURT HALBRITTER
Kurt Halbritter aus "Rue de Plaisier" / Foto: Museum
 
Aussstellungstipp: KURT HALBRITTER
im caricatura museum frankfurt
bis 16.11.2014

2014 wäre Kurt Halbritter 90 Jahre alt geworden. Das caricatura museum zeigt das Werk des Frankfurter Künstlers in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte in einer großen Ausstellung.

Kurt Halbritter erstes Buch „Disziplin ist alles“, ein kritischer Kommentar zur Wiederbewaffnung, erschien 1954. Bis 1978 veröffentlichte Kurt Halbritter rund zwanzig Bücher, daneben erschienen zahlreiche Werke, an denen er als Illustrator mitwirkte. Er starb 1978 während einer Irlandreise. 1962 gehörte Halbritter neben Chlodwig Poth und Hans Traxler zu den Zeichnern der ersten Stunde beim Satiremagazin „pardon“. Robert Gernhardt weist auf eine atemberaubende Wandlung vom konventionellen Witzzeichner zum komischen Grafiker bei seinem Zeichner-Kollegen Kurt Halbritter hin, der in seinen späteren Jahren zeichnend und schreibend geradezu unter Strom zu stehen scheint.

Die Ausstellung zeigt das Werk Halbritters in nie gesehenem Umfang und Vielseitigkeit. Ein Schwerpunkt liegt auf dem zur Ausstellung neuaufgelegtem Werk „Adolf Hitlers Mein Kampf“. Seine Zeichnungen hieraus sowie aus dem Buch „Jeder hat das Recht“ sind immer noch erstaunlich aktuell. Die Ausstellung soll einen Beitrag dazu leisten, Kurt Halbritter vor dem Vergessen zu bewahren. Im caricatura museum hängt Halbritter im Haus seiner Zeichner-Kollegen der Neuen Frankfurter Schule, die er stark geprägt hat.
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Veranstaltungen in den Freiburger Museen von 25. bis 31. August (kW 35)
Mittwoch, 27. August, 12.30 Uhr
Kunstpause zur schönen Hotzenwälderin
Um die „Schöne Hotzenwälderin“ dreht sich eine Kurzführung
mit Maria Schüly am Mittwoch, 27. August, um 12.30 Uhr im
Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet
den regulären Eintritt von 7 Euro.

Donnerstag, 28. August, 12.30 Uhr
Kunsteinkehr zu Imi Knoebel
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am
Donnerstag, 28. August, um 12.30 Uhr zu einer Kurzführung
über den Künstler Imi Knoebel ein. Die Eindrücke können bei
einer Diskussion im Museumscafé nachklingen. Die
Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro.

Freitag, 29. August, 12.30 Uhr
Führung zur Frontstadt Freiburg im 1. Weltkrieg
„Frontstadt. Freiburg im Ersten Weltkrieg“ lautet das Thema
einer Führung, die am Freitag, 29. August, um 12.30 Uhr im
Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, stattfindet. Die
Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 3 Euro Museumseintritt.

Samstag, 30. August, 14 bis 16 Uhr
Kunstdialoge zu Julius Bissier
Der Förderverein des Museums für Neue Kunst, Marienstraße
10a, lädt am Samstag, 30. August, zwischen 14 und 16 Uhr
zum Gespräch über Julius Bissier ein. Die Mitglieder
informieren über den Freiburger Künstler und beantworten
Fragen. Die Teilnahme kostet den regulären Museumseintritt
von 3 Euro.

Sonntag, 31. August, 10.30 Uhr
Führung durch die Baustelle Gotik
Am Sonntag, 31. August, findet um 10.30 Uhr eine Führung
durch die Sonderausstellung „Baustelle Gotik. Das Freiburger
Münster“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 7 Euro Museumseintritt.

Sonntag, 31. August, 15 Uhr
Führung: Schönes Buntes Bild IV
Eine Führung im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a,
widmet sich am Sonntag, 31. August, um 15 Uhr der
Ausstellung „Schönes Buntes Bild IV. Werke der 1980er Jahre
aus der Sammlung“. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich
Museumseintritt.
 
 

Ausstellungstipp: Von Atlantis bis heute – Mensch. Natur. Katastrophe
Vesuv-Ausbruch / © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
 
Ausstellungstipp: Von Atlantis bis heute – Mensch. Natur. Katastrophe
7.9.2014 – 1.3.2015

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Nahezu täglich erreichen uns Bilder und Berichte von Katastrophen aus aller Welt. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis, Überschwemmungen oder Stürme: Seit jeher fasziniert und ergreift uns die zerstörerische Gewalt der Natur. Jetzt widmet sich erstmals eine Ausstellung dem facettenreichen Thema Katastrophe und stellt den menschlichen Umgang damit in den Mittelpunkt. Vom 7. September 2014 bis 1. März 2015 präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim die Sonderausstellung „Von Atlantis bis heute – Mensch. Natur. Katastrophe“. Die Präsentation führt bekannte und weniger bekannte Katastrophen der Weltgeschichte vor Augen. Sie zeigt die Auslöser und Folgen und wie die Menschen in den unterschiedlichen Jahrhunderten und Kulturen auf die Naturgewalten reagiert haben.

Die Ausstellung basiert auf neuesten Forschungsergebnissen. Sie ist eine Kooperation der Reiss-Engelhorn-Museen mit dem Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg sowie der Technischen Universität Darmstadt. Die Präsentation vereint rund 300 außergewöhnliche Exponate. Das Spektrum reicht von historischen Gemälden, römischen Büsten und japanischen Holzschnitten über Alltagsgegenstände, Naturalien und wissenschaftliche Messinstrumente bis hin zu Originalberichten und Fotografien. Panoramen, Filme, Hörbeispiele und interaktive Stationen runden das Erlebnis ab.

Obwohl jede Katastrophe einzigartig ist, wird schnell klar, dass es bei den Reaktionen wiederkehrende Muster gibt: Auf Schock und Entsetzen folgen Rettungsmaßnahmen. Danach beginnt der Wiederaufbau, die Suche nach den Ursachen und schließlich die Verdrängung. Um eine Wiederholung der Katastrophe zu verhindern, werden Frühwarnsysteme entwickelt, erdbebensichere Häuser gebaut oder Deiche aufgestockt. Die Gründe der Katastrophe werden nicht nur in natürlichen Vorgängen gesucht, sondern auch bei Menschen, Göttern und Fabelwesen wird nach Schuldigen gefahndet. In Japan ist beispielsweise dem Volksglauben nach ein riesiger Fisch, der Wels Namazu, verantwortlich, wenn die Erde bebt. Er lebt im Zentrum der Erde und wird von einer Gottheit gelähmt. Wenn er sich dennoch bewegt, hat es todbringende Folgen.

So facettenreich und heterogen wie das Thema ist auch die Präsentation. Die Ausstellung ist nach den „Elementen“ Feuer, Erde und Wasser gegliedert, hinzu kommt der Faktor Mensch. Ausgangspunkt ist das sagenumwobene Inselreich Atlantis, von dessen Untergang der griechische Philosoph Platon berichtet. Danach widmet sich die Ausstellung Vulkanausbrüchen in Europa und Asien, Bergstürzen, den verheerenden Erdbeben in Lissabon, San Francisco und Kanto sowie den Hochwassern der 1960er Jahre in Florenz und Hamburg. Dass eine Katastrophe oft nicht nur aus einem Einzelereignis besteht, zeigt das Erdbeben im März 2011 im japanischen Tôhoku. Das Erdbeben löste einen Tsunami aus, der schließlich zur Havarie des Atomkraftwerks in Fukushima führte.

An jeder der ausgewählten Naturgewalten wird eine Facette des menschlichen Umgangs mit Katastrophen gezeigt. So wird erwartet, dass Staatschefs den Ort des Geschehens besuchen, um Mut zuzusprechen und Hilfe in Aussicht zu stellen. Bereits Kaiser Titus schaltete sich nach der Zerstörung von Pompeji im Jahr 79 n. Chr. persönlich ein. Dass Katastrophen globale Auswirkungen haben, verdeutlicht der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im Jahr 1815. Nicht nur die Anwohner hatten mit den Folgen zu kämpfen, sondern riesige Aschewolken führten zu einer weltweiten Klimaveränderung. 1816 ging in Europa und Nordamerika als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein. Es kam zu Missernten, Hungersnöten und einer erhöhten Sterblichkeitsrate. Katastrophen sind aus den Medien nicht wegzudenken. Der Vulkanausbruch auf der Insel Krakatau im Jahr 1883 ging dank der Einführung des Telegraphen als erste Katastrophe um die Welt. In Zusammenarbeit mit RTL präsentiert die Ausstellung, wie die Katastrophe heute in die Abendnachrichten und damit ins heimische Wohnzimmer kommt.

Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Verlag Schnell und Steiner.

zum Bild oben:
Vesuv-Ausbruch
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Reisende beobachten den Ausbruch des Vesuvs
Gemälde von Pierre-Jaques Volaire, 1771
Ölfarben auf Leinwand, H. 76,0, B. 160,0 cm
© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
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