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Museumstipps

 
Frankfurt: Internationaler Museumstag
Das Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation Frankfurt öffnet seine Türen

Das Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation Frankfurt öffnet am Sonntag, 18. Mai 2014 wieder seine Türen für die Öffentlichkeit: 375.000 Objekte aus der Post- und Telekommunikationsgeschichte wie Postkutschen, Gemälde, Telefone, Radios und Fernsehgeräte, Postspielzeug und viele andere Objekte aus der Geschichte der Nachrich-tentechnik werden hier auf 15.000 qm aufbewahrt. Kleine und große Besucher können bei einer 45-minütigen Führung auf Entdeckungsreise durch die spannende Geschichte der Kommunikation gehen. Zugleich findet an diesem Tag in Heusenstamm das 8. Inter-nationale Treffen der Sammler historischer Postfahrzeuge statt. Auf dem Außengelände werden zahlreiche liebevoll restaurierte Postfahrzeuge – vom Postmoped bis zum fahrba-ren Postamt – zu bestaunen sein. Der historische Postbus von 1925 wird an diesem Tag ebenfalls wieder zur Rundfahrt einladen.

Ebenfalls zu bestaunen ist der Jahrhundertbus, das rollende Aufnahmestudio des Vereins „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation“. Geschichte lebt durch Geschichten, durch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse. Ziel des Projekts ist es, sie in Zeitzeugen-Interviews einzufangen und für spätere Generationen zu bewahren. Auf dem Internatio-nalen Museumstag haben die Besucher die Gelegenheit, sich über dieses bundesweit einzigartige Projekt zu informieren. Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Programm:
11 – 16 Uhr
Fahrten mit dem historischen Postbus aus dem Jahr 1925
Pro Person: 2,- EUR / erm. 1,- EUR

11, 12, 13, 14, 15, 16 Uhr
Führungen für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahre quer durch die Sammlung mit Vorführungen von historischen Apparaten und funktionsfähiger Technik

11 – 16 Uhr
„Schau genau!“ Eine Depot-Rallye lädt die Kinder zur Entdeckungstour im Sammlungs-depot ein

10 – 17 Uhr
Post-Oldtimerschau auf dem Außengelände
Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt!

Eintritt frei Teilnahme an Führung durch die Depoträume: 1,- EUR ab 6 Jahre, 2,50 EUR ab 16 Jahre

Termin: Sonntag, 18. Mai 2014, 10.00 – 17.00 Uhr
Ort: Philipp-Reis-Straße 4-8, 63150 Heusenstamm
Kosten: Eintritt frei
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Neue Ausstellung „300° haben wir noch zeit“ im Kunsthaus L6
Foto: Stadt Freiburg
 
Neue Ausstellung „300° haben wir noch zeit“ im Kunsthaus L6
Am Freitag, 9. Mai, wird um 19 Uhr die Ausstellung „300° haben wir noch zeit“ mit neuen Arbeiten von Andreas von Ow und Jörg Gelbke im Kunsthaus L6 in der Lameystraße 2 eröffnet.

Die Ausstellung stellt zwei Künstler vor, die ihre verwendeten Materialien einem aufwändigen Transformationsprozess unterwerfen.

Andreas von Ow löst die Farbe aus alltäglichen Dingen, die ihm überall begegnen. Er verarbeitet Gefundenes zu Pigmenten und verdichtet diese in seinen schichtweise angelegten Malereien. So nutzt er bisweilen vor Ort seinen Staubsauger, um aus dem Beutelinhalt sein besonderes Malmaterial zu gewinnen.

Jörg Gelbkes Plastiken entstehen aus fixierten Handlungen. Bei seinen Spatenstichen etwa erhält der vor Ort ausgehobene Ton seine Form allein durch das Ausstechen mit dem Spaten. Das anschließende Brennen im Ofen konserviert die Spuren des Wandlungsprozesses, sowie die Poesie dieser Geste im ursprünglichen Sinne.

Andreas von Ow hat sein Kunststudium 2012 als Meisterschüler bei Tatjana Doll in der Außenstelle Freiburg der Akademie der Bildenden Künste Freiburg abgeschlossen. Zuvor hat er mit anderen Künstlerinnen und Künstlern zusammen den sehr erfolgreichen Projektraum „plan b“ initiiert und kuratiert. Derzeit ist von Ow mit einem Stipendium des iaab (Internationales Austausch- und Atelierprogramm Region Basel/ Freiburg / Solothurn) in Rotterdam.

Jörg Gelbke hat sein Studium ebenfalls als Meisterschüler 2012 bei Harald Klingelhöller an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe abgeschlossen.

Am Freitag, 9. Mai, um 19 Uhr eröffnet Samuel Dangel, Kulturamt, die neue Ausstellung „300° haben wir noch zeit“.

Die Ausstellung läuft vom 10. Mai bis 15. Juni, donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Geschlossen ist das Kunsthaus L6 am 29. Mai und am 9. Juni. Der Eintritt ist frei, Führungen durch die Ausstellung sind auf Anfrage möglich.
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Ausstellung "Geraubte Kinder - Vergessene Opfer"
Am Freitag, 9. Mai, wird um 17.30 Uhr die Ausstellung „Geraubte Kinder – Vergessene Opfer“ von Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach gemeinsam mit Gernot Erler, Russland-Beauftragte der Bundesregierung, vor dem Kollegiengebäude II der Universität, am Platz der Alten Synagoge, eröffnet.

Die Wanderausstellung ist nur bis zum 16. Mai in Freiburg zu sehen und wurde von Christoph Schwarz und dem Verein „Geraubte Kinder – Vergessene Opfer“ erarbeitet und wird nun in Kooperation mit der Stadt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Thema der Ausstellung ist der tausendfache Raub von Kindern wegen ihres vermeintlich „arischen“ Aussehens durch die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer in den während des Zweiten Weltkriegs von der Wehrmacht besetzten Gebieten Europas. Zwar ist eine genaue Zahl der Opfer nicht bekannt, doch muss davon ausgegangen werden, dass 50.000 bis 200.000 Kinder ihren Eltern weggenommen, in Züge gepfercht und ins „Reich“ deportiert wurden. Sie galten als „gewünschter Bevölkerungszuwachs“. Über den „SS-Lebensborn“ wurden die Kinder „eingedeutscht und ihrer Identität beraubt“. Nachdem eine gewaltvolle Umerziehung stattgefunden hatte und die Namen geändert worden waren, wurden die Kinder dann an Hitler-treue „Pflegefamilien“ vermittelt.

Viele der geraubten Kinder konnten nach dem Kriege nicht in ihre Heimat zurückgebracht werden, weil die deutschen Jugendämter oft bei der Verschleierung des Menschenraubes mitwirkten und die Kinder mit einer fremden Identität

„einbürgerten“. Ausländische Behörden und auch die leiblichen Eltern mussten beweisen, dass ihre Kinder in der NS-Zeit gestohlen worden waren. Aber das war in vielen Fällen nicht möglich, da bereits der „SS-Lebensborn“ die Namen und Geburtsdaten der geraubten Kinder gefälscht hatte. Außerdem war den geraubten Kindern in „Assimilierungsheimen“ die eigene Identität genommen und die Erinnerung an die eigene Herkunft „ausgelöscht“ worden. Es ist anzunehmen, dass manche der Opfer bis heute mit einer fremden Identität in Deutschland leben und nichts über ihre Herkunft wissen.

Mit der Wanderausstellung soll das Ausmaß des Unrechts an diesen vielen verschleppten Kindern bekannt gemacht werden. In der Ausstellung werden die Gesichter der Opfer anhand alter Fotos in die Gegenwart zurückgeholt. Einzelne Biographien stehen im Vordergrund der Ausstellung.

Die Ausstellungsmacher wollen aber auch darauf aufmerksam machen, dass diesen Kindern, von denen viele schwere Traumatisierungen davon getragen haben, bislang Anerkennung und finanzielle Entschädigung verweigert werden, die anderen NS-Opfer längst zuteil geworden sind.

Kooperationspartner und Förderer der Ausstellung sind neben der Stadt Freiburg die Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung, der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, die Aktion Stolpersteine für Freiburg, die Illenauer Stiftungen und „Zug der Erinnerung“. Ansprechpartner ist Christoph Schwarz, Telefon: 0761/4770777, mobil: 015233714767, per E-Mail: christophgallilei@gmx.net.
 
 

 
Veranstaltungen in den Freiburger Museen von 5. bis 11. Mai (KW 19)
Dienstag, 6. Mai, 12.30 Uhr
Führung zur Goldschmiedekunst
Diplom-Restaurator Kai Miethe referiert bei einer Kurzführung am Dienstag, 6. Mai, um 12.30 Uhr über Emaille, eine besondere Technik der Goldschmiedekunst. Die Veranstaltung findet im Augustinermuseum (Augustinerplatz) statt und kostet den regulären Eintritt von 7 Euro.

Freitag, 9. Mai, 15.30 Uhr
Baustelle Gotik – Expertenführung
Der Werkmeister der Münsterbauhütte, Christian Leuschner, führt am Freitag, 9. Mai, um 15.30 Uhr durch die Ausstellung „Baustelle Gotik. Das Freiburger Münster“ im Augustinermuseum (Augustinerplatz). Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 7 Euro Museumseintritt.

Freitag, 9. Mai, 16.30 Uhr
Theologie trifft Kunst
Theologie trifft auf zeitgenössische Kunst: Museumsleiterin Dr. Christine Litz und Pfarrer Andreas Bordne laden am Freitag, 9. Mai, um 16.30 Uhr zu einem offenen Gespräch mit Besucherbeteiligung ins Museum für Neue Kunst (Marienstraße 10a) ein. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 5 Euro Museumseintritt.

Sonntag, 11. Mai, 14 Uhr
Familienführung Mittelalter
Familien mit Kindern ab 5 Jahren können am Sonntag, 11. Mai, um 14 Uhr bei einer interaktiven Führung durch die Sonderausstellung „Baustelle Gotik. Das Freiburger Münster“ ins Mittelalter reisen. Die Veranstaltung findet im

Augustinermuseum (Augustinerplatz) statt. Die Teilnahme
kostet 2 Euro, für Erwachsene zuzüglich 7 Euro
Museumseintritt.

Sonntag, 11. Mai, 14 Uhr
Führung durch den Wald im Museum
Der Erlebnisraum Wald ist am Sonntag, 11. Mai, um 14 Uhr
Thema einer Führung im Museum Natur und Mensch
(Gerberau 32). Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von
3 Euro.
 
 

Ausstellungstipp: RALF KÖNIG – PAUL VERSUS PAULUS
Prototyp (c) Ralf König
 
Ausstellungstipp: RALF KÖNIG – PAUL VERSUS PAULUS
bis 3.8.2014
im caricatura museum frankfurt / Museum für Komische Kunst

Ralf König zeichnet seit 35 Jahren und gehört heute zu den erfolgreichsten deutschen Comickünstlern. Seine Zeichnungen sind häufig deftig und drastisch, immer bevölkert von Knollennasen, oft politisch engagiert und dabei stets und vor allem: komisch. Seine frühen Geschichten widmen sich vor allem dem schwulen Alltag. Königs treustes Figurenpersonal daraus ist das Paar Konrad & Paul: Seit ihrem erstmaligen Auftauchen 1990 begeistern der promiskuitive Paul, erfolgloser Autor historischer Pornoromane, und Klassikfan und Klavierlehrer Konrad mit ihren Beziehungsgeschichten. Königs zweiter thematischer Schwerpunkt ist die Religionskritik: In seinem Werk setzt sich der Kölner Zeichner seit einigen Jahren mit dem fundamentalistischen Islam und Christentum auseinander, kommentierte den Karikaturenstreit und hat gar die Bibel neu gezeichnet.

Die Schau im caricatura museum zeigt neben ausgewählten Cartoons und Bildergeschichten aus dem gesamten Schaffen Königs das Beste aus der Bibel: Die Erschaffung von Adam als ein von Gott zum dauerhaften Lobpreisen programmierter Prototyp; Noah als Menschenfeind sondergleichen, der sich intensiv mit den Verlockungen Sodom und Gomorrhas befasst und vor lauter Gehässigkeit von Gott das Ende der Welt einfordert; und die Geschichte von Apostel Paulus, ein vom Pferd gefallener Irrer, der Blinde gehend macht und mit seinen Predigten bei den aufgeklärten Griechen auf breites Unverständnis stößt.

Daneben wird der neuste Wurf aus Königs Feder präsentiert: Ort des Geschehens des Werks mit dem Titel „Konrad & Paul: Raumstation Sehnsucht“ ist – Frankfurt am Main! Ehrensache also, dass dieses exklusiv und ergänzt mit Highlights aus 24 Jahren Konrad & Paul hier in der Hauptstadt der Satire gezeigt wird.

Während der "Nacht der Museen" am 10. Mai wird Ralf König in seine Ausstellung "Paul versus Paulus" in Frankfurt kommen und seine Comics vorlesen! Mit dabei ist auch das Spardosen-Terzett, die „größte kleine Kapelle der Republik“ (die Zeit), die Musikergruppe überzeugt seit 1989 mit kleiner Besetzung und großer Musikalität.

Natürlich ebenfalls geöffnet für die Besucher: Die Dauerausstellung mit den Werken der Zeichner der Neuen Frankfurter Schule F.W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F.K. Waechter.

DieTermine am10. Mai:
19.30 Uhr: Comic-Lesung mit Ralf König
20.30 Uhr: Musik mit dem Spardosen Terzett
21.30 Uhr: Comic-Lesung mit Ralf König
22.30 Uhr: Musik mit dem Spardosen Terzett
23.30 Uhr: Comic-Lesung mit Ralf König
0.30 Uhr: Musik mit dem Spardosen Terzett

www.caricatura-museum.de
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Museums-PASS-Musées: Gutes Jahresergebnis 2013
 
Museums-PASS-Musées: Gutes Jahresergebnis 2013
Basel. Das Wachstum des Museums-PASS-Musées nahm auch im vergangenen Jahr kontinuierlich zu und der Verein konnte das Jahr 2013 erfolgreich abschliessen. 46'904 kulturinteressierte Passinhaber besuchten die rund 280 Museen, Schlösser und Gärten in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich - dies entspricht einem Zuwachs von rund 8% bei den Passverkäufen. Insgesamt wurden über 483’702 Eintritte mit dem Museums-PASS-Musées gezählt, was einem Wachstum von rund 19% im Vergleich zum Vorjahr gleichkommt.

Im Jahr 2013 bekam das bewährte Konzept einen neuen Namen: Aus dem Oberrheinischen Museum-Pass wurde Museums-PASS-Musées, denn das Gültigkeitsgebiet der „Universal-Eintrittskarte“ hat sich längst über die Oberrheinregion ausgedehnt. Seit Januar 2013 zählt die Region Lothringen in Frankreich mit 25 zusätzlichen Museen, etwa dem Musée des Beaux-Arts in Nancy und dem Centre Pompidou-Metz, zum Museums-PASS-Musées und macht diesen für Museumsbesucher noch attraktiver. Der Verein will den Bekanntheitsgrad in Lothringen und im angestammten Gebiet auch zukünftig weiter festigen.

Hans-Rudolf Sutter, Präsident des Museums-PASS-Musées, freut sich über die stetige Zunahme von Passbesitzern. „Das Vertrauen der Passbesitzer bestärkt uns in unserem Engagement, ein breiteres Publikum zu erreichen und das Netz an Mitgliedsmuseen, Schlösser und Gärten weiter auszubauen. Der Museums-PASS-Musées erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit, eigentlich nicht verwunderlich, denn für wenig Geld können unsere Passbesitzer beliebig lange und oft jedes Haus besuchen“.

Die fruchtbare Zusammenarbeit mit den langjährigen Hauptsponsoren Coop und Endress+Hauser konnte erfolgreich weitergeführt werden.

Preise 2014 für den Jahrespass:
Tarif 1 Person € 82 / Tarif 2 Personen € 149
 
 

Freiburg: Ausstellung Peter Kundt
"In mir" / Foto Peter Kundt
 
Freiburg: Ausstellung Peter Kundt
Vernissage im Ernst-Lange-Haus am 14. Mai

Freiburg (gh). Mit einer Vernissage am Mittwoch 14. Mai, um 19 Uhr startet eine neue Ausstellung im Ernst-Lange-Haus. Gezeigt werden aktuelle Werke des Freiburger Künstlers Peter Kundt. Zu sehen sind größtenteils kleinformatige Bilder, die in Öl-Pastell-Kreide und Tusche auf Fotopapier entstanden sind. Bei der Vernissage gibt die Sozialpädagogin Barbara Kiebele eine Einführung und das "Jazztinato-Duo" mit Giovanni Marchesiello und Stefan Schinow sorgt für den musikalischen Rahmen. Die Ausstellung im Ernst-Lange-Haus / Evangelisches Forum, Habsburgerstr. 2 in Freiburg-Herdern, ist bis 18 Juli zu sehen. (Mo.-Do 9 - 17 Uhr; Fr. 9 - 12 Uhr; Straßenbahn Linie 2 Haltestelle Okenstraße) Der Eintritt ist frei.
 
 

Ausstellungstipp: ZERO – Zwischen Himmel und Erde
Otto Piene „Weißer Lichtgeist“ (1966) ©VG Bild-Kunst, Bonn 2014; Foto: T.Visser
 
Ausstellungstipp: ZERO – Zwischen Himmel und Erde
Ausstellung vom 16. Mai bis 20. Juli 2014 im Zeppelin Museum Friedrichshafen
Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 15. Mai 2014 um 19 Uhr

Die Künstler der einflussreichen Gruppe „ZERO“ wollten eine radikal neue Kunst in der deutschen Nachkriegszeit - unbelastet von Ideologie und Kunstgeschichte. Anfänglich war Düsseldorf das Zentrum der neuen Bewegung, die am 24. April 1958 von den beiden Künstlern Heinz Mack und Otto Piene ausgerufen worden war. Ziel der schnell wachsenden Gruppe, zu der ab 1961 auch Günther Uecker gehörte, war es, eine neue Kunstrichtung zu entwickeln. Eine Kunst, die sich als rein und unverdorben von der älteren Kunst absetzen sollte. Die Geschichte der Kunst wurde kurz gesagt als zwanghaft und einschränkend empfunden und so suchte man nach einem Neuanfang. Dieser Neuanfang wird durch den Titel der Gruppe ausgedrückt. Zero gleich Null heißt sprichwörtlich, wieder bei Null anzufangen. Zum ästhetischen Ideal der Gruppe wurde das „reine Licht“. Aus Licht und Bewegung entwickelte sich unter Einsatz technischer Materialien eine Bildsprache, die für die große Zahl an Mitgliedern und Bewunderern zum Erkennungszeichen wurde.

Die Ausstellung im Zeppelin Museum Friedrichshafen zeigt diese wegweisende und bis heute wirkmächtige Kunstrichtung anhand des künstlerischen Schaffens der Hauptakteure. Die Ausstellung versammelt Werke von Otto Piene, Heinz Mack, Günther Uecker, Hans Haacke, Lucio Fontana und Adolf Luther und setzt diese miteinander in Beziehung. Zu den Hauptwerken der Ausstellung gehört die Rauminstallation „Zwischen Himmel und Erde“ von Heinz Mack, die der Ausstellung ihren Titel gab, Otto Pienes „Weißer Lichtgeist“ sowie Günther Ueckers „Lichtregen“ – alle Werke entstanden im Jahr 1966 und bringen den Aspekt der Verbindung von Licht und Technik zum Ausdruck.
Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Kinoraum mit Künstlerfilmen von Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker, sowie einem dokumentarischen Raum, der mit Hilfe von historischen Ausstellungsplakaten, Broschüren, Flyern und Dokumentarfilmen die zeitgeschichtlichen Kontexte vermitteln möchte.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der ZEROfoundation, Düsseldorf.
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