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Museumstipps

Ausstellungstipp:
Sissel Tolaas, The FEAR of smell (c) the smell of FEAR, 2006 bis heute​
 
Ausstellungstipp: "Belle Haleine - Der Duft der Kunst"
im Museum Tinguely, Basel
bis 17. Mai 2015

Das Museum Tinguely realisiert in den nächsten Jahren eine Ausstellungsreihe, mit der es die komplexe Thematik der fünf menschlichen Sinne und ihre Darstellung in der Kunst beleuchten wird. Zum Auftakt dieser Reihe setzt sich die Gruppenausstellung "Belle Haleine – Der Duft der Kunst" vom 11. Februar bis 17. Mai 2015 mit dem faszinierenden und flüchtigen Phänomen des Geruchs auseinander. Sie geht damit über die gängige museale Erlebnisform von Kunst hinaus, bei der vor allem der visuelle Sinn des Betrachters angesprochen ist. Auf über 1200 m2 werden multimediale Rauminstallationen, Videos, Plastiken und Objekte, konzeptuelle Werke, Zeichnungen, Fotografien sowie Grafiken folgender internationaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert: John Baldessari, Bernard Bazile, Louise Bourgeois, Marcel Broodthaers, Carlo Carrà, Marcel Duchamp, Peter de Cupere, Sylvie Fleury, Jaromír Funke, Yuan Gong, Raymond Hains, Carsten Höller, Bruno Jakob, Oswaldo Maciá, Piero Manzoni, Jenny Marketou, Cildo Meireles, Kristoffer Myskja, Ernesto Neto, Markus Raetz, Man Ray, Martial Raysse, François Roche, Dieter Roth, Ed Ruscha, Valeska Soares, Daniel Spoerri, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Jana Sterbak, Jean Tinguely, Sissel Tolaas, Clara Ursitti, Ben Vautier, Bill Viola, Claudia Vogel, Meg Webster und Anna-Sabina Zürrer. Im ersten Raum der Schau wird zudem eine Auswahl allegorischer Arbeiten von Künstlern wie Cornelis Dusart, Pieter Jansz. Quast, Jan Saenredam, Jacob Fransz. van der Merck aus dem 16. bis 17. Jahrhundert zu sehen sein.

Die Ausstellung rückt das olfaktorische Potential unserer ästhetischen Wahrnehmung ins Zentrum und stellt dabei eine Reihe von Fragen: Was geschieht, wenn unsere Nase plötzlich die Hauptrolle beim Erleben von Kunst spielt? Wie riecht Kunst? Können Düfte und die verschiedenen Bereiche, die in unserem Leben davon beeinflusst werden, überhaupt als Medium künstlerischen Ausdrucks und Kreativität dienen? Gelingt es Künstlern, in ihren Arbeiten den Geruchsinn des Betrachters auf seiner emotionalen und kognitiven Ebene zu aktivieren, ohne dabei ein Odorierungsmittel zu verwenden? Lassen sich Gerüche beschreiben und in bildlich abstrakter Form darstellen?

Die Exponate im Museum Tinguely zeigen, dass es diesen Platz für Experimente und damit eine Erweiterung des Kunstbegriffs in die olfaktorische Dimension tatsächlich gibt. Diese hat in den letzten Jahren massgeblich an Bedeutung gewonnen.

Als biochemischer Sinn ist der Geruch a-perzeptorisch und gehört zu unseren ältesten sensorischen Fähigkeiten. Er ist direkt erlebbar, da unsere Geruchswahrnehmung unmittelbar mit dem limbischen System verbunden ist. Als eine wichtige sensorische Eigenschaft ist unser Riechsinn eng mit der Erinnerung sowie der Bewertung bestimmter Erlebnisse verknüpft und ist dazu bestimmt, Informationen über vergangene Ereignisse in den gegenwärtigen Moment zu integrieren. Düfte evozieren subjektiv und kulturell stark unterschiedlich geprägte Emotionen, Erinnerungen und Assoziationen, die auch geschichtlichen Wandlungen unterliegen.

Der Einsatz von olfaktorischen stimuli in der Kunst geschieht oft subversiv und bricht mit vielen Tabus. Ein bestimmter Duft zieht uns an oder stösst uns ab. Gerüche provozieren, stimulieren und beeinflussen uns ganz direkt. Diesen Umstand machen sich Künstler und Künstlerinnen zu Nutze und setzen dabei verschiedene brisante Fragen unserer Zeit und Gesellschaft ins Zentrum ihrer Werke.

Allegorische Darstellungen des odors aus der Barockzeit bilden in einem ersten Raum den Prolog zur Ausstellung. Daneben werden Werke und Dokumente von so wichtigen Künstlern der 1920er-Jahre wie Marcel Duchamp, Man Ray oder Carlo Carrà gestellt, bei denen das Atmen und das volatile Phänomen des Dufts auf unterschiedliche Weise aufgegriffen wird. Mit dem Beginn der Avantgarden Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Beziehung zwischen bildender Kunst und dem Geruchssinn aktuell. Die Künstler des 20. Jahrhunderts strebten nach einer Synästhesie, einem Zusammenspiel mehrerer Sinnesreize. Raoul Hausmann, der Dada-Künstler und Dichter, war auch später noch davon überzeugt, dass unser Denken stark von den fünf Sinnen beeinflusst sei. Er forderte in seinem Buch La Sensorialité Excentrique von 1969 eine sensorische Kapazität, die über alles bisher Dagewesene hinausgehen und damit ein Zeitalter einer neuen Zivilisation einläuten soll. Im Rahmen der Öffnung eines künstlerischen Werkbegriffes ab den 1960er-Jahren, der die Hinwendung zum Alltag und damit auch den direkten Kontakt zum Kunstbetrachter suchte, gewann diese Haltung an Wichtigkeit. Künstler der Generation Tinguelys, aus dem Umkreis des "Nouveau Réalisme“, der Pop-Art, der Konzeptkunst oder Fluxus, versuchten ausser der optischen Wahrnehmung möglichst viele weitere Sinne des Betrachters anzusprechen und in den Vordergrund zu stellen.

Der Hauptfokus der Ausstellung liegt auf einer Auswahl von Kunstwerken aus den letzten zwanzig Jahren, in denen unsere olfaktorische Sinneswahrnehmung in unterschiedlicher Art und Weise eingefordert wird. Einige Arbeiten rücken die enorme Diskrepanz zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit in den Vordergrund und zeigen, dass eine sensiblere Wahrnehmung der Umwelt mittels unserer Nase im 21. Jahrhundert aktueller ist denn je.

Ein wichtiges Thema ist unser ambivalentes Verhältnis zum menschlichen Körper und seinen natürlichen Gerüchen, Ausdünstungen und Botenstoffen, die wir durch Desodorierung versuchen zu beeinflussen. Sylvie Fleury beschäftigt sich in Aura Soma (2002) – 102 Fläschchen, die mit Ölen und Wasser in unterschiedlichen Farben gefüllt sind – mit dem Mode-Phänomen der Esoterik und der damit zusammenhängenden Duft-Aroma-Therapie. Piero Manzoni, ein wichtiger Vertreter der italienischen Konzeptkunst, erklärte in Merda d’artista (1961) oder Fiato d’artista (1960) seinen eigenen Körper zum künstlerischen Medium. Dieter Roth imprägnierte sein literarisches Editionswerk Poemetrie von 1968 äusserst provokativ mit einer Mischung aus Pudding und Urin.

In Jana Sterbaks Chemise de Nuit (1993-2013) und Container for Olfactive Portrait (2004) geht es um die vielschichtige erotisch-sexuelle Anziehungskraft unseres Körpers. Die partizipativ-performative Installation The FEAR of Smell – the Smell of FEAR (2006–2015) der norwegischen Künstlerin und Geruchsforscherin Sissel Tolaas dagegen rückt den spannenden Zusammenhang zwischen Angst, Geruch und Ekel sowie unsere zu hinterfragende Haltung dazu ins Zentrum.

Dem gegenüber stehen Ernesto Netos raumgreifende Arbeit Mentre niente accade/ While nothing happens (2008) und Lipzoid Spice Garden (2000), die konstruktiv-minimalistisch anmutende Fainting Couch (2002) von Valeska Soares und Meg Websters monochrome Papierarbeiten und Moss Bed (1986/2005-2015), die unter Verwendung unverfälschter Materialien wie Gewürzen, Lilien und Moos unsere Sehnsucht nach der Natur und letztlich paradiesischen Zuständen aufkommen lassen.

In der begehbaren Installation Volátil (1980–1994) von Cildo Meireles wird der Besucher durch seine körperliche und nicht zuletzt olfaktorisch eingeforderte direkte Partizipation auf frappierende Art und Weise mit starken Emotionen konfrontiert. Mittels des wolkenweichen Talkpuders, einer Kerze und dem schwefelhaltigen, synthetischen Odorierungsmittel, das handelsüblichem Haushaltsgas als Warngeruch beigemischt wird, um uns frühzeitig vor ausströmendem Gas zu warnen, werden Assoziationen an die Schrecken des Holocaust von positiven Gefühlen des Gehens wie über Wolken konterkariert.

Starke Emotionen werden beim Erleben der frühen Video- und Klanginstallation Il Vapore (1975) des amerikanischen Künstlers Bill Viola heraufbeschworen. Der Besucher wird vom intensiven Geruch von Eukalyptusdampf umhüllt, der den ganzen Raum erfüllt. Auf der Basis der Überlagerung verschiedener Zeit- und ReaIitätsebenen stellt der Künstler die Transformation der verschiedenen physikalischen Aggregatszustände von Wasser dar, von der flüssigen Materie zum gasförmigen, ephemeren Dampf. Damit verweist Viola auf die meditativ-transzendentale Qualität der universellen Materie Wasser.

Viele der Fragen, die uns im Zusammenhang mit dem Geruchsinn in der heutigen Zeit beschäftigen, sind auch Inhalt der aus zehn Interviews bestehenden Videoarbeit Smell You, Smell Me (1998) der griechischen Künstlerin Jenny Marketou, die im Zentrum der Ausstellung präsentiert wird.

"Belle Haleine – Der Duft der Kunst" ist weder eine Parfum-Ausstellung noch verfolgt sie das Ziel einer kunsthistorisch umfassenden chronologischen Gruppenausstellung. Sie ist bewusst experimentell angelegt und möchte zur Reflexion über unsere oft vernachlässigte und dabei so bedeutende und spannende sensorische Fähigkeit anregen.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm, wie beispielsweise Basels erste Pheromonparty (Valentinstag, 14. Februar 2015), ein interdisziplinäres Symposium (17. und 18. April 2015) mit namhaften internationalen Referenten aus Geistes- und Naturwissenschaft, Vorträgen, Führungen, speziellen Familiensonntagen und Workshops (u.a. mit Sissel Tolaas am 19. April 2015) begleiten die Ausstellung im Museum Tinguely. Die Ausstellung wurde von Annja Müller-Alsbach konzipiert.

Allgemeine Informationen Museum Tinguely
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 11 – 18 Uhr
Sonderöffnungszeiten:
Montag, 23. Februar 2015, Fasnacht, geschlossen
Freitag, 3. April 2015, Karfreitag, geschlossen
Ostersonntag, 5. April 2015 und Ostermontag, 6. April 2015, 11 – 18 Uhr
Donnerstag, 14. Mai 2015, Auffahrt, 11 – 18 Uhr
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Ausstellungstipp: Matt Wand - Sackgasse im Himmel
Foto: Chair Floating (2014) / (c) Matt Wand
 
Ausstellungstipp: Matt Wand - Sackgasse im Himmel
Eine audio-elektronische Dokumentation mit 3D-Bildern im Zeppelin Museum Friedrichshafen bis 5. April 2015

Kunst die man hören kann und die noch dazu vom Zeppelinmythos zu berichten weiß, ist eher selten. Der englische Audio-Künstler Matt Wand hat sich jedoch in Kooperation mit dem SWR an dieses Thema herangewagt. Das Ergebnis kann sich hören lassen! Mit seiner "audio electro-acoustimentary" lädt der Künstler zu einer siebentägigen Luftschiffreise ein, die Sie mit einer Vielzahl an schrägen Gästen bekannt machen wird. Zu dessen Hauptattraktion zählt die Hellseherin Madam Mertvyeslova, die Kontakt zu den verstorbenen Angehörigen der Mitreisenden aufnimmt. Das akustische Kunstwerk speist sich aus der unüberschaubaren Fülle an kleinen Geschichten, den tatsächlichen wie auch den erfundenen, und erinnert damit an die beeindruckenden Ereignisse der 140-jährigen Geschichte und Mythologie der Luftschiffe. Unterstützt wird diese akustische Reise mit 3D-Bildern aus dem Inneren eines Luftschiffes.
Die Eröffnung der Ausstellung findet um 20:30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers im ZeppLab, dem ehemaligen Grenz-Raum des Zeppelin Museums, statt.

Matt Wand, geboren 1961 in Urmston, Manchester, lebt und arbeitet in Salford, England. Matt Wand wurde vor allem mit der Gruppe Stock, Hausen & Walkman (1989-2002) bekannt sowie durch seine häufige Zusammenarbeit mit Tony Oxley. Der Ruf von Stock, Hausen & Walkman begründete sich auf der Herstellung von sample-lastigen, subversiv-lustigen Collagen. Neben Live-Auftritten, Radio Arbeiten und Installationen hat Matt Wand Drehbücher für Kurzfilme und Animationen geschrieben. 1988 gewann er den Goldcrest Award für den besten Kurzfilm. Zudem betreibt er das unabhängige künstlerische Plattenlabel Hot Air. Zuletzt entstanden für den SWR die Hörstücke »Parking Arrangements« und »Harassing the Dead for a Loan« (SWR 2013).

Zum Hörspiel:
Aus dem Englischen von Christian von Arnim
Mit: Valery Tscheplanowa und Julia Neupert
Komposition: Matt Wand
Regie: Matt Wand
Sprachregie der deutschen Fassung: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2014)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Mehr Informationen bei Frank-Thorsten Moll, Kurator und Leiter der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestr. 22, D-88045 Friedrichshafen, Tel.: +49 (0)7541 3801-20, moll@zeppelin-museum.de, www.zeppelin-museum.de


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Veranstaltungen in den Freiburger Museen von 9. bis 15. Februar (KW 7)
Mittwoch, 11. Februar, 12.30 Uhr
Kunstpause: Die nackte Alte
Um „Die nackte Alte“, eine Skulptur von Daniel Mauch, dreht sich eine Kurzführung mit Eva Maria Breisig am Mittwoch, 11. Februar, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum. Die rund 20 Zentimeter große Buchsbaumfigur stammt aus dem Frankfurter Liebieghaus und ist bis Juni zu Besuch in Freiburg. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 6 Euro.

Donnerstag, 12. Februar, 12.30 Uhr
Kunsteinkehr zu Rudolf Belling
Der Künstler Rudolf Belling steht im Mittelpunkt einer Kurzführung, die am Donnerstag, 12. Februar, um 12.30 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, stattfindet. Das Museumscafé bietet die Möglichkeit, die Anregungen in entspannter Atmosphäre zu diskutieren. Die Teilnahme kostet den regulären Museumseintritt von 3 Euro.

Freitag, 13. Februar, 15 Uhr
Gespräch: Performing masculinity
Am Freitag, 13. Februar, um 15 Uhr lädt das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, zum Austausch über Konstruktion und Krisen der Männlichkeit ein. Zu Gast ist der Soziologe und Geschlechterforscher Dr. Paul Scheibelhofer von der Universität Wien. Die Veranstaltungen findet im Rahmen der Ausstellung „Performing Change - Mathilde ter Heijne“ statt. Partner ist die Geschäftsstelle für Gender Mainstreaming der Stadt Freiburg. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Samstag, 14. Februar, 14 bis 16.30 Uhr
Offenes Zeichnen im Augustinermuseum
Bei der „Schule des Sehens“ haben große und kleine Gäste die Gelegenheit, unter Anleitung im Augustinermuseum am Augustinerplatz zu zeichnen. Das offene Zeichnen findet am Samstag, 14. Februar, von 14 bis 16.30 Uhr in der Ausstellung „Kosmos der Niederländer. Die Sammlung Christoph Müller“ statt. Das Material wird gestellt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro.

Sonntag, 15. Februar, 12 Uhr
Führung: Ich Mann. Du Frau.
Eine Führung zur Ausstellung „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“ findet am Sonntag, 15. Februar, um 12 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 5 Euro Museumseintritt.

Sonntag, 15. Februar, 14 bis 16 Uhr
Für Familien: Reise zu den Kartäusermönchen
Eine Zeitreise zu den Freiburger Kartäusermönchen können Familien mit Kindern ab 5 Jahren beim Familiennachmittag im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, unternehmen. Anschließend darf ausprobiert werden, wie im Mittelalter geschrieben und gemalt wurde. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 15. Februar, von 14 bis 16 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 3 Euro, für Erwachsene kommen 3 Euro Eintritt dazu.
 
 

 
Vom Ei zum Küken
Zum Jubiläum sucht das Museum Bilder und Geschichten zur Ausstellung

Jubiläum für den flauschigen Nachwuchs: Seit 25 Jahren lädt das Museum Natur und Mensch zur Osterschau „Vom Ei zum Küken“ ein. Viele Freiburgerinnen und Freiburger kennen die Ausstellung seit Kindertagen. Einige davon kommen inzwischen mit dem eigenen Nachwuchs ins Museum, um die Küken beim Schlüpfen und Aufwachsen zu beobachten. Manch einer kam hier sogar auf die Idee, selbst Hühner zu züchten. Und für viele Kindergartengruppen und Schulklassen gehört ein Besuch zum festen Programm.

Viele Geschichten und persönliche Erinnerungen ranken sich um die Museumsküken. Zum Jubiläum ruft das Museum Natur und Mensch deshalb dazu auf, Bilder und Texte von den Besuchen bei den Küken abzugeben (Gerberau 32) oder einzuschicken (Adelhauserstraße 33a). Die Beiträge werden in der kommenden Schau gezeigt und erwecken so ein Viertel Jahrhundert Ausstellungsgeschichte zum Leben.

Annahmeschluss ist Donnerstag, 2. April. Unter allen Teilnehmenden verlost das Museum spannende Preise.
 
 

 
Ölmalkurs im Augustinermuseum von 20. bis 22. Februar
Malen im Museum: Das Augustinermuseum lädt zu einem dreitägigen Ölmalkurs in die Ausstellung „Kosmos der Niederländer. Die Sammlung Christoph Müller“ ein. Die Termine sind Freitag, 20. Februar, 16 bis 18.30 Uhr, Samstag, 21. Februar, 17 bis 19 Uhr und Sonntag, 22. Februar, 14 bis 18 Uhr. Passend zum Kurstitel „Die Sprache der Dinge“ beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Stillleben. Die Kosten betragen 72 Euro, das Material für zwei Gemälde ist inklusive.

Eine Anmeldung ist bis Freitag, 13. Februar, möglich
per Tel. 0761 / 201-2501, oder Mail an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de.
 
 

Ausstellung zur Auflösung des KZ-Komplexes Natzweiler beiderseits des Rheins
 
Ausstellung zur Auflösung des KZ-Komplexes Natzweiler beiderseits des Rheins
Faltblatt bündelt Termine der Ausstellung „Freiheit – so nah, so fern“, eines Gemeinschaftsprojekts von Gedenkstätten in Frankreich und Baden-Württemberg

70 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Konzentrationslager präsentieren Franzosen und Deutsche eine gemeinsame Ausstellung mit dem Titel „Freiheit – so nah, so fern. Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Natzweiler“. Sie zeichnet die Befreiungsgeschichte des Stammlagers in den Vogesen und seiner zahlreichen Außenlager beiderseits des Rheins nach. Ein Faltblatt, das in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) entstanden ist, bündelt die mehr als zwanzig Ausstellungsstationen in Baden-Württemberg, Frankreich und Luxemburg im Laufe des Jahres 2015. Den Auftakt setzen Veranstaltungen anlässlich des Holocaustgedenktags am 27. Januar in Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Mannheim. In der Landeshauptstadt war die Ausstellung im Haus der Katholischen Kirche bereits bis Ende Januar zu sehen, in Leinfelden-Echterdingen im Stadtarchiv und in Mannheim im Forum seit 27. Januar (bis 27. Februar 2015 bzw. 22. März 2015).

Die Ausstellung wurde in grenzüberschreitender Kooperation vom Centre européen du résistant déporté (CERD), der Gedenkstätte am ehemaligen Stammlager Natzweiler-Struthof in den elsässischen Vogesen, und den Gedenkstätten an Standorten ehemaliger Außenlager des KZ-Komplexes Natzweiler im heutigen Baden-Württemberg erarbeitet. Federführend im Land war dabei die KZ-Gedenkstätte Neckarelz.

Bereits am 13. September 2014, zum 70. Jahrestag der Evakuierung des Lagers durch die SS angesichts vorrückender alliierter Truppen, wurde die Ausstellung am CERD eröffnet. In mobiler Version ist sie dann zunächst an Standorten einstiger linksrheinischer Lager gezeigt worden. Diese waren ebenfalls Ende 1944 befreit worden. Nun geht die Wanderausstellung in mehreren Ausfertigungen auch in Baden-Württemberg auf Tour. Rechts des Rheins war die Befreiung der KZ-Außenlager durch die Alliierten erst im Frühjahr 1945 erfolgt.

In der Zusammenarbeit mit ihren französischen Partnern haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter der baden-württembergischen Gedenkstätten die Ausstellung unter anderem mit Forschungsergebnissen zu den Todesmärschen in den letzten Wochen der nationalsozialistischen Diktatur und mit Häftlingsbiografien ergänzt. Die Ausstellung wurde gemeinschaftlich finanziert. Auch aus der Gedenkstättenförderung des Landes flossen Mittel ein.

Ein „Ausstellungskalender 2015“ mit Terminen und Orten aller Stationen verzeichnet das Gedenkstättenportal www.gedenkstaetten-bw.de/ausgedenkstaette_natzweiler_2014.html.

In Baden-Württemberg wird die Ausstellung in folgenden weiteren Städten und Gemeinden zu sehen sein: Mosbach-Neckarelz, Tübingen, Leonberg, Bisingen, Offenburg, Bad Friedrichshall-Kochendorf, Filderstadt, Balingen, Spaichingen, Rottweil, Bad Waldsee, Rastatt.


Das Faltblatt kann angefordert werden bei der
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Paulinenstraße 44-46
70178 Stuttgart

E-Mail: gedenkstaettenarbeit@lpb.bwl.de
Telefon: 0711.164099-57
Telefax: 0711.164099-55
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" De fil en Bijou "
Mode und Schmuck im Pôle Bijou in Baccarat (Frankreich)

Am 28. März un 18.30 Uhr.

Programm des Abends:

- Besuch der Austellung der Pôle Bijou Galerie

- Vortrag von verschiedenen Schmuckdesignern

- Modenschau (Kleidung und Schmuck) im Festsaal von Baccarat

Mehr Infos: http://www.polebijou.com/

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Soirée Privilège - Défilé mode et bijou
Samedi 28 mars 2015

Au programme :

- Visite de l'exposition au Pôle Bijou Galerie

- Conférence et rencontre - démonstration auprès de créateurs au Pôle Bijou Taillerie

- Défilé de vêtements et bijoux à la salle des fêtes de Baccarat (Place Général Leclerc)

PLus d'infos : http://www.polebijou.com/

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Ich Mann. Du Frau. Das Fest.
Archäologisches Museum lädt am Sonntag zum Feiern ein

Tanz, Poetry Slam, Improtheater und Kurzführungen: Das Archäologische Museum lädt am Sonntag, 8. Februar, von 10 bis 17 Uhr zum bunten Museumsfest ins Colombischlössle ein. Der gesamte Tag steht unter dem Motto der aktuellen Sonderausstellung: „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“

Kurzführungen widmen sich dem Thema „Geschlechterrollen damals und heute“. Um 12 Uhr tanzen Christian Spengler und Katja Röss von der Tanzschule Gutmann Tango, Salsa und West-Coast-Swing – mit vertauschten Rollen. Um 14 Uhr tragen Sophia Passmann (Freiburg) und Christian Gottschalk (Köln) ihre Texte vor, die beim Poetry-Slam des Museums im November prämiert wurden. Den krönenden Abschluss gestaltet um 16 Uhr das Freiburger Improvisationstheater die Improleten. Mit spontanen Ideen und Zurufen aus dem Publikum setzen sie das Thema „Ich Mann. Du Frau.“ in Szene.

Das Ticket kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
 
 



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