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Samstag, 18. November 2017
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Museumstipps

 
Karlsruhe: Das Lebenswerk Weinbrenners
Führungen durch die Ausstellung in der Städtischen Galerie

Durch die Ausstellung „Friedrich Weinbrenner 1766 - 1826. Architektur und Städtebau des Klassizismus" bietet die Städtische Galerie wieder zahlreiche Führungen an. Rundgänge stehen für Sonntag, 23. August, um 15 Uhr, Mittwoch, 26. August, um 11 Uhr sowie Donnerstag, 27. August, um 12.15 Uhr auf dem Programm. Weitere Termine sind am Freitag, 28. August, um 16 Uhr, Samstag, 29. August, um 15 Uhr sowie Sonntag, 30. August, ebenfalls um 15 Uhr.
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Ausstellungstipp: AUFRUHR IN AUGSBURG
Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser) © Walter Dahn / Courtesy Sprüth Magers
 
Ausstellungstipp: AUFRUHR IN AUGSBURG
Deutsche Malerei der 1960er bis 1980er Jahre

PINAKOTHEK DER MODERNE
Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
bis 16.10.2016

Georg Baselitz | Walter Dahn | Jiři Georg Dokoupil | Rainer Fetting | Karl Horst Hödicke | Jörg Immendorff | Martin Kippenberger | Bernd Koberling | Markus Lüpertz | Helmut Middendorf | Albert Oehlen | Markus Oehlen | A.R. Penck | Salomé | Volker Tannert

Zwei Generationen deutscher Künstler der Nachkriegszeit stehen sich in der Ausstellung „Aufruhr in Augsburg“ mit Hauptwerken aus den Sammlungsbeständen der Pinakothek der Moderne gegenüber. Was sie vereint, ist die Tendenz zur figürlichen Malerei, die weder persönliche noch politische Kommentare ausklammert und damit den Ansätzen der Concept Art und Minimal Art begegnet.

Dieses ausdrückliche Interesse für Malerei bei gleichzeitiger kritischer Hinterfragung von Inhalt und Stil vereint bereits die Generation der 1938 bis 1945 geborenen: Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz und A. R. Penck. Ihre Revolutionierungen und Neudefinitionen wirken auf die nachfolgende Generation der sogenannten „Neuen Wilden“, darunter Walter Dahn, Rainer Fetting, Markus Oehlen und Salomé, die zu einer noch intensiveren und farbintensiven Bildsprache finden.

In der Nachkriegszeit suchten deutsche Künstler nach Erneuerung der Malerei, - neben der Aktions- und Objektkunst, dem Environment, der Performance und anderen innovativen Medien. Beispielhaft dafür ist Georg Baselitz (*1938 Deutschbaselitz). Er findet in der Methode der Fragmentierung und Umkehrung der Motive eine Loslösung von vorherrschenden Wahrnehmungsmechanismen, wie es das Werk „Der Adler“ (1978) zeigt: Das Sinnbild der deutschen Geschichte und des Reiches steht Kopf.
Die Gemälde und Skulpturen von Markus Lüpertz (*1941 Reichenberg) zeichnen sich durch eine archaische Monumentalität aus, in der Gegenständliches und Abstraktion zu einer eigenen Formensprache werden. Jörg Immendorff verfolgt wiederum einen erzählerischen wie kritischen Ansatz. Das Werk „Café Deutschland VII“ (1980) widmet sich der deutsch-deutschen Geschichte nach dem 2. Weltkrieg, der Trennung in Ost und West, die in exemplarischem Dialog zwischen Immendorff und seinem aus Dresden stammenden Künstlerkollegen A. R. Penck geführt wurde. Während jedoch Immendorff eine narrative Bildsprache entwickelt, eröffnet Penck dem Betrachter eine Welt mit individuell entwickelten, chiffrenhaften und archaisch anmutenden Zeichen.

Etwa gleichzeitig bilden sich in Berlin, Köln und Hamburg Zentren mit Vertretern einer rund zehn Jahre jüngeren Generation. Bei aller stilistischen Vielfalt vereint sie die Beschäftigung mit einer spontanen, oftmals subjektiven Bildsprache. 1977 gründen Kunststudenten in Berlin, darunter Rainer Fetting, Helmut Middendorf und Salomé eine Selbsthilfegalerie am Moritzplatz. Die persönlichen Erfahrungen in der geteilten Großstadt werden zu ihrem Sujet, das sie in dynamischen Pinselstrichen bewältigen. Salomé (*1945 Karlsruhe) besticht in seinem Gemälde „Sumo-Angriff“ von 1982 mit der Gegenüberstellung von zwei Kämpfern. Die flüssige Malweise und die Darstellung der ruhenden Körper, die gleichwohl zum Angriff bereit sind, geraten zum Sinnbild polarer Kräfte im ästhetischen wie im politischen Sinne.
Die in Köln entstehenden Werke zeigen eine Tendenz zur symbol- oder chiffrenhaften Verschlüsselung von Inhalten. So zeigt Walter Dahn (*1954 Krefeld) in dem Gemälde „Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser)“ von 1981 einen Lesenden, dessen Kopf hinter dem unbeschriebenen Papier verschwindet, während daneben gleich sechs weitere Köpfe als Säule übereinander dargestellt sind. Wie der Lesende selbst blickt auch der Betrachter auf die leere Fläche der Zeitung, die es zu füllen gilt.
Eine gänzlich andere Bildsprache entwickeln die Protagonisten der wilden Malerei in Hamburg. Während Kippenberger sich mit scharfsinniger Ironie auf die Geschichte der Kunst (u.a. Picasso bis Pop Art) und akute soziale Fragen bezieht, entwickelt Albert Oehlen eine irritierende Ausdrucksweise, die gegenständliche Identifikation fast unmöglich erscheinen lässt und sie doch auf subtile Weise evoziert. Dabei werden Errungenschaften historischer Stilrichtungen vom Kubismus bis hin zur Farbfeldmalerei neu definiert.

Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften und die Individualität der Errungenschaften sind an den Werken der Sammlung exemplarisch zu beobachten. Die Arbeiten zeugen von einem inspirierenden, bis heute nicht zur Ruhe kommenden Gegen- und Miteinander. Im Glaspalast wird diese bewegte Zeit lebendig - Aufruhr in Augsburg.

Die Ausstellung zeigt rund 40 Werke Hauptwerke aus den Sammlungsbeständen der Pinakothek der Moderne, darunter Arbeiten aus der Michael und Eleonore Stoffel-Stiftung und dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds.

Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
Eine Zweiggalerie der Pinakothek der Moderne, München
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Beim Glaspalast 1 | 86153 Augsburg

Öffnungszeiten: Täglich außer Montag von 10.00 – 17.00
Eintrittspreise: 7 Euro für Erwachsene | 5,50 Euro ermäßigt

zum Bild oben:
Walter Dahn (*1954): Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser), 1981
Kunstharzfarbe auf Nessel, 180,5 x 130 cm
Seit 2008 Dauerleihgabe der Michael und Eleonore Stoffel-Stiftung, Köln,
in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
© Walter Dahn / Courtesy Sprüth Magers
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Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 17. bis 23. August (KW 34)
Mittwoch, 19. August, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Um die Welte-Orgel im Augustinermuseum dreht sich eine
Kurzführung mit Gerhard Dangel am Mittwoch, 19. August, um
12.30 Uhr. Die Teilnahme kostet den regulären
Museumseintritt von 6 Euro.

Donnerstag, 20. August, 12.30 Uhr
Un/Sichtbar: Frauen überleben Säure
Eine Kurzführung widmet sich am Donnerstag, 20. August, um
12.30 Uhr der Sonderausstellung „Un/Sichtbar. Frauen
Überleben Säure. Fotografien von Ann-Christine Woehrl“. Die
Veranstaltung findet im Museum Natur und Mensch, Gerberau
32, statt. Die Teilnahme kostet den regulären Museumseintritt
von 3 Euro.

Donnerstag, 20. August, 15.30 Uhr
Zwischen Himmel und Hölle
Der Theologe Albert Käuflein und die Kunsthistorikerin Mirja
Straub referieren am Donnerstag, 20. August, um 15.30 Uhr
über „Das Schneewunder“ von Matthias Grünewald. Die
Führung findet im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt
und ist Teil der Reihe „Zwischen Himmel und Hölle“, bei der
das Museum mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem
Bildungszentrum Freiburg kooperiert. Die Teilnahme an der
Veranstaltung kostet den regulären Eintritt von 6 Euro.

Freitag, 21. August, 12.30 Uhr
Freiburger Kurzgeschichten
Um den Bertholdsbrunnen dreht sich eine Kurzführung im
Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, am Freitag, 21.
August, um 12.30 Uhr. Die Teilnahme kostet den regulären
Museumseintritt von 3 Euro

Samstag, 22. August, 12 Uhr
Orgelmusik im Augustinermuseum
Thomas Zebura von der Musikhochschule Freiburg spielt am
Samstag, 22. August, um 12 Uhr ausgewählte Werke auf der
Welte-Orgel im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Wer
das Klangerlebnis genießen möchte, zahlt den regulären
Eintritt von 6 Euro.

Sonntag, 23. August, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag zum Jakobusweg
Familien mit Kindern ab 5 Jahren können am Sonntag, 23.
August, im Augustinermuseum am Augustinerplatz durch die
Zeit reisen: Von 14 bis 16 Uhr folgen sie bei einer Führung
zum Thema „Ich bin dann mal weg“ dem Pilgerweg des
Heiligen Jakobus und gestalten in der Werkstatt Pilgerbeutel.
Die Teilnahme kostet 3 Euro, für Erwachsene kommen 6 Euro
Eintritt dazu.

Sonntag, 23. August, 14 Uhr
Unterwegs auf römischen Sohlen
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring
5, lädt Familien mit Kindern ab 6 Jahren zu einer interaktiven
Führung ein. Sie findet am Sonntag, 23. August, um 14 Uhr
statt und dreht sich um das Thema „Unterwegs auf römischen
Sohlen“. Die Teilnahme kostet 2 Euro, für Erwachsene
zuzüglich 3 Euro Eintritt.

Sonntag, 23. August, 15 Uhr
Führung durch die Cartoonschau
Eine Führung widmet sich am Sonntag, 23. August, um 15 Uhr
der Sonderausstellung „Peter Gaymann. Kunst kommt von
Kaufen“. Die Veranstaltung findet im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro
zuzüglich 7 Euro Museumseintritt.
 
 

 
Karlsruhe: Party mit DJ und Kaffeeklatsch mit Hefezopf
Doppelfinissage zu Doppelausstellung: "Mittendrin. Menschen in Karlsruhe"

"Mittendrin. Menschen in Karlsruhe": Die Doppelausstellung mit Fotos von Alltags-Szenen aus Karlsruhe und seinen Stadtteilen ist noch bis Sonntag, 23. August, im Stadtmuseum und im Pfinzgaumuseum zu sehen.

Zum Ausstellungsende veranstaltet das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais am Freitag, 21. August, ab 19 Uhr eine große Abschlussparty mit DJ Markus Baumgart a.k.a. Der Elevator (Tübingen) und dem Medienkünstler Lukas Rehm (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe). Es gibt Drinks und Überraschungen, außerdem steht die Wahl des schönsten Fotos im Stadtmuseum an.

Das Pfinzgaumuseum beendet die Ausstellung am Sonntag, 23. August, ab 15 Uhr mit Kaffeeklatsch und Hefezopf. Auch hier steht die Wahl des schönsten Fotos auf dem Programm. Zu gewinnen sind im Stadt- und Pfinzgaumuseum je ein Fotoworkshop (1. Preis), eine Sofortbildkamera (2. Preis) und ein Buch (3. Preis).

Weitere Informationen
"Mittendrin" auf www.karlsruhe.de
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Veranstaltungstipps der Freiburger Museen vom 10. bis 16. August (KW 33)
Dienstag, 11. August, 11 bis 12 Uhr
Kunstdialog zu Julius Bissier
Der Förderverein lädt am Dienstag, 11. August, von 11 bis 12
Uhr zum Gespräch über Julius Bissier ins Museum für Neue
Kunst, Marienstraße 10a, ein. Die Mitglieder informieren über
den Freiburger Künstler und beantworten Fragen. Die
Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Mittwoch, 12. August, 12.30 Uhr
Mittagsführung im Colombischlössle
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring
5, bietet am Mittwoch, 12. August, um 12.30 Uhr eine kurze
Mittagsführung durch die Dauerausstellung an. Die Teilnahme
kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Donnerstag, 13. August, 12.30 Uhr
Kunsteinkehr zu Hans Purrmann
Um den Künstler Hans Purrmann dreht sich eine Kurzführung
am Donnerstag, 13. August, um 12.30 Uhr im Museum für
Neue Kunst, Marienstraße 10a. Die Anregungen können
anschließend in der entspannten Atmosphäre des
Museumscafés diskutiert werden. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 3 Euro.

Freitag, 14. August, 12.30 Uhr
Freiburger Kurzgeschichten
Eine Kurzführung zum Thema „Handwerk, Handel und
Gewerbe“ ist am Freitag, 14. August, um 12.30 Uhr im
Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, geboten. Die
Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Samstag, 15. August, 12 Uhr
Orgelmusik im Augustinermuseum
Hyeyoung Choi von der Musikhochschule Freiburg spielt am
Samstag, 15. August, um 12 Uhr ausgewählte Werke auf der
Welte-Orgel im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Wer
das Klangerlebnis genießen möchte, zahlt den regulären
Eintritt von 6 Euro.

Samstag, 15. August, 15 Uhr
Kinder führen Kinder durchs Museum
Die Mitglieder des Clubs „Junges ArCo“ laden andere
archäologiebegeisterte Kindern ab 7 Jahren am Samstag, 15.
August, um 15 Uhr dazu ein, die Welt der Römer zu
erforschen. Die Tour findet im Archäologischen Museum
Colombischlössle, Rottecking 5, statt. Die Teilnahme kostet
den Eintritt von 3 Euro, unter 18 Jahren ist sie kostenlos

Sonntag, 16. August, 10.30 Uhr
Führung: Keramik der Moderne
Am Sonntag, 16. August, findet um 10.30 Uhr eine Führung
durch die Sonderausstellung „Horst Kerstan. Keramik der
Moderne“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 5 Euro Eintritt.

Sonntag, 16. August, 12 Uhr
Führung: Keltische Prominenz
Im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5,
findet am Sonntag, 16. August, um 12 Uhr eine Führung zum
Thema „Keltische Prominenz am Oberrhein“ statt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 3 Euro Eintritt.

Sonntag, 16. August, 14 bis 16 Uhr
Für Familien: Münsterbaustelle im Mittelalter
Um das Leben und Arbeiten auf der mittelalterlichen Baustelle
des Münsters dreht sich ein Familiennachmittag am Sonntag,
16. August, von 14 bis 16 Uhr im Museum für Stadtgeschichte,
Münsterplatz 30. Familien mit Kindern ab 6 Jahren können
nach einer Führung zum Thema „Stein auf Stein – wie das
Freiburger Münster entstand“ ein Steinmetzzeichen in
Sandstein ritzen. Die Teilnahme kostet 3 Euro, für
Erwachsene kommen 3 Euro Eintritt dazu.


Sonntag, 16. August, 15 Uhr
Führung: Peter Gaymann. Kunst kommt von Kaufen.
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am
Sonntag, 16. August, um 15 Uhr zur Führung durch die
Sonderausstellung „Peter Gaymann. Kunst kommt von
Kaufen“ ein. Die Teilnahme kostet 2 Euro plus 7 Euro Eintritt
 
 

Ausstellungstipp: Eadweard Muybridge. Animal Locomotion
Eadweard Muybridge - Throwing an iron disk (1887) / Stiftung Ann und Jürgen Wild
 
Ausstellungstipp: Eadweard Muybridge. Animal Locomotion
Stiftung Ann und Jürgen Wilde

Pinakothek der Moderne, München
Sammlungspräsentation in Saal 16
bis 04.10.2015

Der britisch-amerikanische Fotograf Eadweard Muybridge (1830-1904) zählt zu den Pionieren der Bewegungsfotografie. Mit Hilfe eines komplexen Versuchsaufbaus und innovativer Kameratechnik gelang es ihm erstmals in der Geschichte der Fotografie, den Bewegungsablauf eines galoppierenden Pferdes in einer Serie von Einzelfotografien festzuhalten. 1887 veröffentlichte er das epochale Tafelwerk „Animal Locomotion“, das in 781 Bildfolgen Mensch und Tier in Bewegung zeigt und heute zu den Meilensteinen der Fotografiegeschichte zählt.

Den ersten Impuls zu einer fotografischen Bewegungsanalyse erhielt Muybridge von dem amerikanischen Eisenbahn-Unternehmer und Pferdezüchter Leland Stanford. Dieser beauftragte ihn 1872 sein berühmtes Rennpferd „Occident“ im Galopp zu fotografieren, um den für das menschliche Auge im Detail nicht sichtbaren Bewegungsablauf zu analysieren. Muybridges Ergebnisse wurden enthusiastisch aufgenommen. Mit einem mehrjährigen Stipendium der Universität Pennsylvania konnte er seine Studien weiterführen und intensivieren.

Bis 1885 fotografierte er Bildfolgen von etwa 200 menschlichen Modellen sowie einer großen Anzahl von Tieren in unterschiedlichen Bewegungsvorgängen. Geradezu im Vorgriff auf das Medium Film arrangierte er die Aufnahmesequenzen in Bildreihen als Tableaus und veröffentlichte sie 1887 in Lichtdrucktechnik als großformatiges Tafelwerk unter dem Titel „Animal Locomotion“.

Bis heute zählt „Animal Locomotion“ zu den einflussreichsten Werken der Fotografiegeschichte und fungiert als markanter Bezugspunkt für Wissenschaft und Kunst. Nicht nur die Darstellung von Pferden in Bewegung in der Malerei änderte sich nach Muybridges Veröffentlichung grundlegend. Muybridges Serien dienten auch als Inspirationsquelle für zeitgenössische Künstler wie Andy Warhol, Francis Bacon und Cy Twombly.

Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde beherbergt in ihren Beständen ein umfangreiches Konvolut von originalen Lichtdrucktafeln aus „Animal Locomotion“. Es stellt einen repräsentativen Querschnitt durch

Muybridges Werk dar. 24 Tafeln daraus werden in der aktuellen Präsentation der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne gezeigt.

zum Bild oben:
Eadweard Muybridge - Throwing an iron disk, aus “Animal Locomotion”, 1887; Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne München
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Karlsruhe: Das Lebenswerk Weinbrenners
Zahlreiche Führungen durch Ausstellung in der Städtischen Galerie

Zu Karlsruhes 300. Stadtjubiläum zeigt die Städtische Galerie eine umfassende Ausstellung zum Lebenswerk von Friedrich Weinbrenner (1766–1826) und zu Architektur und Städtebau des Klassizismus. Rundgänge durch die Schau stehen für Sonntag, 16. August, um 15 Uhr, Mittwoch, 19. August, um 18 Uhr sowie Donnerstag, 20. August, um 12.15 Uhr auf dem Programm. Weitere Termine sind am Freitag, 21. August, um 16 Uhr, Samstag, 22. August, um 15 Uhr sowie Sonntag, 23. August, ebenfalls um 15 Uhr.
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Ausstellungstipp: KURSTADT IM KRIEG. BADEN-BADEN 1914 – 1918
Stadtmuseum Baden-Baden
bis 1.11.2015

Baden-Baden war im Ersten Weltkrieg von Kriegshandlungen nicht betroffen. Dennoch veränderte der Krieg auch das Leben im Kurort grundlegend. Mit Kriegsbeginn wurde Baden-Baden Lazarettstadt, in der Hotels, Sanatorien und Badeeinrichtungen in den Dienst des Militärs gestellt wurden. Den Alltag der Bevölkerung prägten mit zunehmender Kriegsdauer Zwangsbewirtschaftung und Mangel. Trotz der schwierigen Verhältnisse unternahm die Stadt alles, um die Position als Fremdenverkehrsort zu erhalten. Konzerte und Kunstausstellungen sollten neben Theater und Kino für Zerstreuung sorgen. Mitten im Krieg erhielt das Kurhaus zwei neue zeitgemäße Festsäle und das Theater erstmals ein festes Ensemble.

Der Eintritt mit dem Museums-PASS-Musées ist kostenlos.
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