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Museumstipps

Ausstellungstipp: Anton Henning – Midnight in Paris
„Too much Skin, Taste & Turpentine“ © Magasin 3 Konsthall, Stockholm
 
Ausstellungstipp: Anton Henning – Midnight in Paris
Zeppelin Museum, Friedrichshafen am Bodensee
Eröffnung: Sonntag, 25. Juli 2015, 11 Uhr
Ausstellung vom 25. Juli 2015 bis 10. Januar 2016

Die Ausstellung:
Anton Henning schafft „kontemplative Ölmalereien“ oder „sportliche Skulpturen“, erfindet „Antonyme“ und „Hennlinge“, lobt deren brillanten „Dilettantismus“ und verbindet sie lustvoll mit ironischen Zitaten verschiedener kunsthistorischer Stilrichtungen seit der Avantgarde. In einem nächsten Schritt fügt er all dies zu multimedialen Rauminstallationen zusammen: So zu sehen in der Ausstellung Midnight in Paris im Zeppelin Museum, für die zahlreiche neue Bilder, Skulpturen, und Objekte entstanden sind.

Mit dem Titel Midnight in Paris nimmt Anton Henning Bezug auf den gleichnamigen Film von Woody Allen. Dort streicht, gelangweilt von seiner Verlobten und getrieben von der Sehnsucht nach den „guten alten Zeiten“, der Drehbuchautor Gil Pender nachts durch Paris. Plötzlich hält ein Oldtimer vor ihm und eine lustige Fahrgemeinschaft fordert ihn auf mitzukommen. Pender steigt in den Wagen und landet im Paris der 1920er Jahre. Auf ausgelassenen Partys trifft er Picasso, Hemingway, Dali, Josephine Baker, Man Ray, Jean Cocteau, Gertrude Stein und all die anderen schillernden Persönlichkeiten dieser Zeit.

Wie Woody Allen in seinem Film lädt Anton Henning die Besucher dieser außergewöhnlichen Ausstellung auf eine Zeitreise ein. Zunächst betritt er einen dunklen Raum, in dem große Bilder und schwere Skulpturen in ein majestätisches Licht getaucht sind. Im zweiten, hell erleuchteten Teil der Installation findet sich der Besucher in einer fragmentarisch zitierten Avantgarde wieder: Teppiche, Möbel, Leuchten, farbige Wände, Bilder, alles erzählt aus der Perspektive der Gegenwart vom Geist der Avantgarde und dem Kampf der Künstler um das Gelingen des großen Meisterwerks. Dabei durchmischt Anton Henning augenzwinkernd die kunsthistorischen Strömungen.

In der Friedrichshafener Ausstellung setzt sich Anton Henning vor allem mit dem Künstler- und Werkbegriff der Avantgarde auseinander. Er untersucht die Simultaneität der verschiedenen Stilrichtungen, aber auch das durch zwei Weltkriege und eine Weltwirtschaftskrise gehetzte Leben dieser Zeit - die Flucht der Künstler von einem Zentrum zum nächsten: Berlin, Zürich, Paris, New York.

Zeitgleich mit Anton Hennings Werkschau zeigt das Zeppelin Museum die große Retrospektive Ré Soupault – Das Auge der Avantgarde. Beide Ausstellungen kreisen thematisch um denselben Kern: den Begriff der Avantgarde und dessen Verortung im Paris der 1920er bis 1940er Jahre. Während Ré Soupault die rasch wechselnden Stile und Moden als Akteurin und Augenzeugin selbst erlebte und gestaltete, ist Hennings Zugang zur Kunst dieser Zeit der Blick zurück nach vorn.

Der Künstler:
Anton Henning wurde 1964 in Berlin geboren, wohnte in London und New York und lebt heute in Manker. Seine ironischen und leidenschaftlich unkonformen Rauminszenierungen sind international renommiert. So war Anton Henning unter anderem bereits in Einzelausstellungen im Magasin 3, Stockholm (2012); Mamco, Genf (2012); Georg-Kolbe Museum, Berlin (2009); Haus am Waldsee, Berlin (2009); Kunsthalle Mannheim (2009); Gemeente Museum, Den Haag (2008); S.M.A.K. Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent (2007); MARTa Herford, Herford (2005), Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (2005) und dem Kunstmuseum Luzern (2003) zu sehen.
Seine internationale Bedeutung bestätigt auch die Teilnahme an internationalen Gruppenausstellungen im Stedelijk Museum, Amsterdam (2014); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2013); Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam (2012); Museu de Arte de Sao Paulo, Sao Paulo (2010).


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg

Kuratorin der Ausstellung: Claudia Emmert

zum Bild oben:
Anton Henning, Ausstellungsansicht „Too much Skin, Taste & Turpentine“, Magasin 3 Konsthall, Stockholm, 2012 © Magasin 3 Konsthall, Stockholm /Fotograf: Christian Saltas

Mehr Informationen
www.zeppelin-museum.de
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Ausstellungstipp: Ré Soupault – Das Auge der Avantgarde
Ré Soupault, Hochzeit, Paris, 1934 / Foto: Ausstellung
 
Ausstellungstipp: Ré Soupault – Das Auge der Avantgarde
Zeppelin Museum, Friedrichshafen am Bodensee
Eröffnung: Donnerstag, 23. Juli 2015, 19 Uhr
Ausstellung vom 24. Juli bis 4. Oktober 2015

Die Ausstellung
In der bislang größten, insgesamt 183 Fotos umfassenden Retrospektive des Werks der Bauhaus-Schülerin Ré Soupault zeigt das Zeppelin Museum 50 Fotoarbeiten, die noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. Während ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten verlor Ré Soupault in Tunis 1942 ihr komplettes Fotoarchiv. Auf abenteuerlichen Wegen bekam sie viele Jahre später 1.400 Negative und ca. 500 Vintages zurück, bewahrte diesen Schatz jedoch in ihrer Pariser Wohnung auf, ohne ihn je zu zeigen. Manfred Metzner, dem Heidelberger Verleger des französischen Surrealisten Philippe Soupault, ist es zu verdanken, dass ihr fotografisches Werk heute gezeigt werden kann. Seither gehören die Arbeiten von Ré Soupault zu den bedeutendsten Beiträgen der Geschichte der Fotografie des 20. Jahrhunderts

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene thematische und biografische Sektionen und umfasst Reisefotografien, eher private Aufnahmen sowie die berühmte Fotoreportage über das sogenannte Quartier Réservé in Tunis, in dem Frauen ohne familiären Schutz lebten und als Prostituierte und Bettlerinnen ihren Lebensunterhalt bestreiten mussten.

Zeitgleich mit Ré Soupault zeigen wir Anton Henning’s Werkschau „Midnight in Paris“. Beide Ausstellungen kreisen thematisch um denselben Kern: den Begriff der Avantgarde und dessen Verortung im Paris der 1920er bis 1940er Jahre. Während Ré Soupault die rasch wechselnden Stile und Moden als Akteurin und Augenzeugin selbst erlebte und gestaltete, ist Hennings Zugang zur Kunst dieser Zeit aus der Perspektive der Gegenwart. Mit Witz und Ironie kommentiert er die kunsthistorischen Strömungen, aber auch den Kampf der Künstler um das Gelingen des großen Meisterwerks. Die Konzeption dieser außergewöhnlichen Werkschau fußt auf Woody Allens Film „Midnight in Paris“, in dem sich ein von seiner Verlobten gelangweilter Drehbuchautor im Pariser Nachtleben verirrt und unversehens auf Picasso, Hemingway, Dali, Josephine Baker, Man Ray, Jean Cocteau und alle anderen trifft.

Die Künstlerin:
Ré Soupault wurde in Bublitz/Pommern 1901 als Meta Erna Niemeyer geboren. Sie war 1921 eine der ersten Bauhaus-Schülerinnen in Weimar, erfolgreiche Modemacherin in Paris, vielgereiste Fotografin und Journalistin, erfolgreiche Übersetzerin, engagierte Essayistin, Herausgeberin von Märchen-Sammlungen, Literaturvermittlerin zwischen Frankreich und Deutschland – und in allen wichtigen Kunstmetropolen der Welt zuhause. Ihr Leben als selbständige und schöpferische Frau spielte sich aufgrund der politischen Situation an vielen verschiedenen Orten ab und war von Begegnungen und Freundschaften mit den unterschiedlichsten schillernden Figuren des 20. Jahrhunderts geprägt.
Nach ihrem Studium am Bauhaus lebte sie zunächst in Berlin und war dort maßgeblich an der Entstehung des ersten Avantgardefilms „Diagonal Symphonie“ von Viking Eggeling beteiligt. 1925 lernte sie in Paris Man Ray und Fernand Léger kennen, heiratete 1926 den Maler und Dadaisten Hans Richter, durch den sie u.a. die russischen Avantgarde-Künstler kennenlernte, um sich nach kurzer Ehe wieder scheiden zu lassen. 1937 heiratete sie den Surrealisten Philippe Soupault. Als Paar gehörten sie fortan zu den wichtigsten Impulsgebern der 1930er und 1940er Jahre in Paris, Tunis und New York. Ré Soupault starb 1996 in Versailles und hinterließ ihren Nachlass Manfred Metzner, der dem Zeppelin Museum die Fotografien, darunter zahlreiche bislang unbekannte Werke, für diese Ausstellung zur Verfügung stellte.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg

Kuratoren der Ausstellung: Frank-Thorsten Moll und Manfred Metzner
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Sommerfestival im Planetarium startet am Montag, 20. Juli
Das Planetariums-Cockpit (c) Planetarium Freiburg
 
Sommerfestival im Planetarium startet am Montag, 20. Juli
Zwei Monate lang leuchten besonders viele spannende Programme im Planetariumshimmel

Eine Freiburger Sommertradition geht in die nächste Runde:
Von Montag, 20. Juli, bis Sonntag, 13. September, lädt das
Planetarium zu seinem zwölften Sommerfestival ein. Dank
einer besonders großen und bunten Auswahl an sieben
spannenden Programmen können Daheimgebliebene und
Feriengäste zu verschiedensten kosmischen Zielen reisen –
sei es in unserem eigenen Sonnensystem oder in den Weiten
des Weltalls.


Die drei Abendprogramme des Festivals beginnen jeweils um
19.30 Uhr und richten sich an Jugendliche ab etwa 12 Jahren
und an Erwachsene: Dienstagabends läuft „Einstein und die
Schwarzen Löcher“, ein Programm zum hundertsten
Geburtstag der Allgemeinen Relativitätstheorie. Am
Freitagabend beleuchtet „Zeitreise“ die kosmische und
chemisch-biologische Evolution des Lebens. Und am
Samstagabend steht „Kosmos – vom Urknall zum Denken“ auf
dem Spielplan, ein Programm über die Antworten der
modernen Astrophysik und Kosmologie auf die uralten
Sinnfragen der menschlichen Existenz.


Daneben sind während des Festivals auch drei
Nachmittagsprogramme zu sehen. Sie starten um 15 Uhr und
sind vor allem für Familien mit Kindern ab 8 Jahren
interessant: Mittwochnachmittags läuft die „Marsmission“, eine
moderne Auswandererstory mit dem Mars als Ziel. Samstags
gibt das Programm „Pluto – vom Planeten zum Zwerg“ unter
anderem Einblicke in das Raumfahrtereignis des Jahres: den
ersten Vorbeiflug einer Raumsonde am Planeten Pluto. Und
sonntags geht es bei „Ferne Welten fremdes Leben?“ um die
Suche nach außerirdischem Leben.

Natürlich darf beim Sommerfestival auch das Kinderprogramm
nicht fehlen. Die jüngsten Planetariumsbesucher ab 5 Jahren
können jeden Freitagnachmittag um 15 Uhr in die kosmische
Unterwasserwelt abtauchen: „Kaluoka`hina – das Zauberriff“
ist ein spannendes Abenteuer, das Einblicke in die Lebenswelt
von Fischen in einem tropischen Korallenriff gibt.

Bei allen Vorführungen sorgt die neue, hochmoderne Anlage
für farbenprächtige Bilder im Planetariumshimmel. Die
raffinierte Kombination aus dem Zeiss-Sternenprojektor, der
das Firmament zaubert, und einer 360-Grad-Videoprojektion
mit hoch aufgelösten, brillanten Ganzkuppelbildern, zieht das
Publikum in ihren Bann. So wird die Reise durch den Kosmos,
hin zu himmlischen Reisezielen wie Planeten, Gasnebeln und
Schwarzen Löchern auf jeden Fall zum Erlebnis.

Kartenreservierungen für alle Programme unter Tel. 0761 /
38 90 630 (8 bis 12 Uhr) oder im Internet unter
www.planetarium-freiburg.de. Hier gibt es auch weitere Infos
zu den einzelnen Programmen.
 
 

Augustinermuseum sucht für neue Ausstellung Objekte aus der NS-Zeit
Maifeier auf dem Münsterplatz 1939 / (c) Stadtarchiv Freiburg, M75/1
 
Augustinermuseum sucht für neue Ausstellung Objekte aus der NS-Zeit
Vergangenheit, die nicht vergeht: Auch 70 Jahre nach Ende
des Zweiten Weltkriegs ist der Nationalsozialismus noch nah.
Das zeigt nicht zuletzt die jüngste Debatte um die Rolle des
Freiburger Philosophen Martin Heidegger in der Zeit des
„Dritten Reiches“. Das Augustinermuseum widmet nun erstmals
eine große Ausstellung diesem so folgenreichen Kapitel der
Freiburger Stadtgeschichte. Sie läuft von 25. November 2016
bis 7. Oktober 2017.


Der Nationalsozialismus war für die Gegnerinnen und Gegner
des Regimes auch in Freiburg eine Zeit von Hoffnungslosigkeit,
Demütigungen und entsetzlichen Qualen. Andere
Freiburgerinnen und Freiburger verbanden damit hingegen die
Hoffnung auf neuen Zusammenhalt in der „Volksgemeinschaft“,
Wiedergutmachung für die als Schmach empfundene
Niederlage im Ersten Weltkrieg, Wohlstand und sozialen
Aufstieg. Die Verdrängung der Jüdinnen und Juden aus dem
öffentlichen Leben kam ihnen ebenso gelegen wie die
Ausgrenzung von Sinti und Roma, Homosexuellen, behinderten
Menschen und anderen Bevölkerungsgruppen. Ihre Verfolgung
und Ermordung wurde verdrängt, billigend in Kauf genommen
oder aktiv betrieben.


Um in der geplanten Ausstellung ein umfassendes Bild zu
zeichnen und von persönlichen Schicksalen zu berichten, wird
die Bürgerschaft aktiv in die Vorbereitungen einbezogen. Denn
ob Gegnerin oder Gegner, Sympathisantin oder Sympathisant,
Mitläuferin oder Mitläufer, Zuschauerin oder Zuschauer: Alle
Familien waren von einer Diktatur betroffen, die massiv in das
tägliche Leben der Menschen eingriff. Sicherlich schlummern in
den Schubladen und Speichern noch viele Objekte, die jene
Zeit wieder zum Sprechen bringen. Diese Zeugnisse gilt es zu
bergen und anlässlich der Ausstellung ans Tageslicht zu
befördern.

Das Augustinermuseum ruft deshalb dazu auf,
Erinnerungsstücke aus der Zeit der Weimarer Republik und des
Nationalsozialismus zu melden. Gesucht werden vor allem
Fotos, private Dokumente und Gegenstände, die die
nationalsozialistische Herrschaft in Freiburg auf eindringliche
und individuelle Weise veranschaulichen. Von besonderem
Interesse sind Objekte, die das Schicksal jener Freiburgerinnen
und Freiburger dokumentieren, die aus politischen oder
rassischen Gründen von den Nationalsozialisten verfolgt
wurden. An Feldpostbriefen, Wehrpässen und NS-Abzeichen
besteht hingegen kein Bedarf, da Augustinermuseum und
Stadtarchiv Freiburg hierzu bereits umfangreiche Sammlungen
besitzen. Sämtliche Objekte sollten einen konkreten Bezug zur
Stadt und ihrer Umgebung haben.

Die Gegenstände können nach verbindlicher Anmeldung jeden
Dienstag zwischen 9.30 und 10.30 Uhr beim
Augustinermuseum, Dr. Robert Neisen, Gerberau 15, 79098
Freiburg, vorgestellt werden. Die Anmeldung ist möglich unter
Tel. 0761 / 201-2554 oder per Mail an
robert.neisen@stadt.freiburg.de. Auch Bilder der Objekte sind
per Mail oder Post willkommen.
 
 

Veranstaltungen der städtischen Bibliotheken am 15. und 16. Juli (KW 29)
Olivenbaum in Palästina / Foto: Nasser Soumi
 
Veranstaltungen der städtischen Bibliotheken am 15. und 16. Juli (KW 29)
Mittwoch, 15. Juli, 17 Uhr
Haslacher Sommerlesen im Haslacher Bad
Im Sommer bietet die Stadtteilbibliothek Haslach für Kinder ab 3
Jahren Geschichtenvorlesen, Erzähltheater oder Märchenerzählen
an unterschiedlichen Orten an. Am Mittwoch, 15. Juli, um 17 Uhr liest
Anna Russo im Haslacher Bad, Carl-Kistner-Straße 67. Der Eintritt
ist frei.


Donnerstag, 16. Juli, 19.30 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Der Olivenbaum in Palästina.
Ein Baum erzählt Geschichte“ (Stadtbibliothek)
Mit seinen Photographien erzählt Nasser Soumi die Geschichte des
Olivenbaums, eines Baumes, der wie kein anderer verehrt wird. Seit
Urzeiten wird die palästinensische Zivilisation geprägt vom „Baum
des Lichts“, wie die Bauern ihn nennen. Nasser Soumi illustriert die
zentrale Rolle dieses Baumes im Lauf der Jahrtausende, in der
Kulturlandschaft Palästinas wie auch in den alten Mythen und
Legenden, die von Generation zu Generation überliefert wurden.
Die Ausstellung arbeitet die kulturgeschichtliche Bedeutung der Olive
als Genuss-, Schönheits- und Heilmittel ebenso heraus wie ihre Rolle
für die palästinensische Wirtschaft. Der Olivenzweig gilt von jeher als
Symbol des Friedens. Doch über 1,5 Millionen palästinensische
Olivenbäume wurden seit 1967 durch israelische Siedler und Militär
entwurzelt, verbrannt und zerstört. Der Künstler analysiert anhand
von Zahlen und Texten die Ursachen und Konsequenzen dieser
Zerstörung.
Nasser Soumi wurde 1948 in Palästina geboren. Er studierte an der
Ecole des Beaux-Arts in Damaskus, später an der Ecole Nationale
des Beaux-Arts in Paris, wo er seit 1980 lebt und arbeitet. Zweimal
wurde er bei der Biennale in Kairo ausgezeichnet. 2006 erhielt er die
Medaille der fünf Kontinente der UNESCO.
Zur Eröffnung der Photoausstellung lädt die Stadtbibliothek am
Münsterplatz 17 am Donnerstag, 16. Juli, um 19.30 Uhr herzlich ein.
Nasser Soumi hält einen Einführungsvortrag, umrahmt wird die
Eröffnung mit arabischer Musik und palästinensischen Köstlichkeiten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Café Palestine Freiburg.
Der Eintritt ist frei.

Vom 16. Juli bis 15. August
Musikbibliothek wegen Umbaus nicht zugänglich
Die Musikabteilung der Stadtbibliothek wird von Donnerstag, 16. Juli,
an neu gestaltet. Während der vierwöchigen Bautätigkeit sind die
Räume der Musik- und Informationsabteilung nicht zugänglich.
Aktuelle Zeitungen und Zeitschriften sowie Internetplätze stehen
während dieser Zeit an anderer Stelle zur Verfügung. Musikbestände
und Zeitschriften sind auf Anfrage ausleihbar.
 
 

 
Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 13. bis 19. Juli (KW 29)
Dienstag, 14. Juli, 11 bis 12 Uhr
Kunstdialog zu Julius Bissier
Mitglieder des Fördervereins laden am Dienstag, 14. Juli, von 11
bis 12 Uhr zum Gespräch über den Freiburger Künstler Julius
Bissier ein und stehen für Fragen bereit. Der Kunstdialog findet im
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme
kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Dienstag, 14. Juli, 20 Uhr
Kammermusik im Museum
Anne Romeis und Lars Olaf Schaper spielen am Dienstag, 14.
Juli, um 20 Uhr auf Flöte und Kontrabass Werke von Ben
Johnston, György Kurtág, Dieter Mack und Friedhelm Döhl. Die
Veranstaltung findet im Augustinermuseum am Augustinerplatz
statt. Partner ist das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und
Freiburg. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.


Donnerstag, 16. Juli, 12.30 Uhr
Kurzführung: Un/Sichtbar
Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lädt am
Donnerstag, 16. Juli, um 12.30 Uhr zu einer Kurzführung in die
Sonderausstellung „Un/Sichtbar. Frauen Überleben Säure.
Fotografien von Ann-Christine Woehrl“ ein. Die Teilnahme kostet
den regulären Eintritt von 3 Euro.

Donnerstag, 16. Juli, 15.30 Uhr
Zwischen Himmel und Hölle
Der Theologe Albert Käuflein und die Kunsthistorikerin Laura
Wanckel referieren am Donnerstag, 16. Juli, um 15.30 Uhr über
den heiligen Jakobus im Villinger Fenster. Die Führung findet im
Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Sie ist Teil der Reihe
„Zwischen Himmel und Hölle“, einer Kooperation des
Augustinermuseums mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem
Bildungszentrum Freiburg (beide vom Bildungswerk der
Erzdiözese). Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet den
regulären Eintritt von 6 Euro.


Freitag, 17. Juli, 12.30 Uhr
Folter in der Barockzeit
Um das Thema „Folter in der Barockzeit“ dreht sich eine
Kurzführung mit Peter Kalchthaler am Freitag, 17. Juli, um 12.30
Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30. Die
Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Samstag, 18. Juli, 15 Uhr
Von Kindern für Kinder: Die Welt der Römer
Am Samstag, 18. Juli, laden die archäologiebegeisterten
Mitglieder des Clubs „Junges ArCo“ interessierte Kinder ab 7
Jahren ein, die Welt der Römer zu erforschen. Die
Erkundungstour beginnt um 15 Uhr im Archäologischen Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5. Unter 18 Jahren ist der Eintritt
frei, Erwachsene zahlen 3 Euro.

Sonntag, 19. Juli, 12 Uhr
Keltische Prominenz am Oberrhein
Eine Führung zum Thema „Keltische Prominenz am Oberrhein“ ist
am Sonntag, 19. Juli, um 12 Uhr im Archäologischen Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5, geboten. Die Teilnahme kostet 2
Euro zuzüglich 3 Euro Museumseintritt.

Sonntag, 19. Juli, 14 Uhr
Für Familien: Gaymann, Cartoon & Co.
Für große und kleine Gäste ab 5 Jahren findet am Sonntag, 19.
Juli, um 14 Uhr eine interaktive Führung zum Thema „Cartoon &
Co.“ statt. Sie führt durch die aktuelle Ausstellung „Peter
Gaymann. Kunst kommt von Kaufen“ im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a. Die Teilnahme kostet 2 Euro, für Erwachsene
kommen 7 Euro Eintritt dazu.


Sonntag, 19. Juli, 14 Uhr
Familienführung durchs Künstlerhaus
Bei einer interaktiven Führung können Familien mit Kindern ab 6
Jahren das Künstlerhaus von Johann Christian Wentzinger
erkunden. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 19. Juli, um 14
Uhr im Museum für Stadtgeschichte am Münsterplatz 30, dem
ehemaligen Zuhause des Künstlers, statt. Die Teilnahme kostet 2
Euro, Erwachsene zahlen zuzüglich 3 Euro Eintritt.
 
 

 
Pubertät 2.0 – Einblick ins digitale Kinderzimmer.
Vortrag im Museum für Kommunikation Frankfurt

Aus dem Kinderzimmer sind Computer, Smartphones, Spielekonsolen und das Internet
heute nicht mehr wegzudenken. Kinder und Jugendliche gehen mit diesen Technologien
selbstverständlich und manchmal auch sorglos um, während ihre Eltern in vielen Fällen
vor einem Rätsel stehen. 80% der Jugendlichen sind überzeugt, dass ihre Eltern „keinen
Plan“ von ihrer Mediennutzung haben und finden, dass solle auch so bleiben. Doch das
Internet birgt neben Chancen auch Risiken. Eltern sollten speziell in der Pubertät die
Mediennutzung ihrer Kinder verstehen und aktiv begleiten, damit auf die Euphorie kein
böses Erwachen folgt.
Das „Handwerkszeug“ dazu vermittelt Günter Steppich (Schulberatung
Jugendmedienschutz am Landesschulamt Hessen) allen Interessierten in seinem
Vortrag am Dienstag, 14. Juli 2015, um 19 Uhr im Museum für Kommunikation
Frankfurt. Themen sind unter anderem der souveräne Umgang mit WhatsApp,
Instagram, Facebook und anderen populären Apps. Auch Probleme wie Online-Mobbing,
jugendgefährdende Inhalte (Pornographie, Gewaltvideos, indizierte Spiele, etc.), sexuelle
Übergriffe im Internet und Onlinesucht werden angesprochen, und natürlich dürfen
wichtige rechtliche Aspekte der Mediennutzung (Recht am eigenen Bild, Downloads und
Urheberrecht, Plagiate, Schadsoftware, Onlinebetrug) nicht fehlen. Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Schillerschule Frankfurt.
 
 

 
Ausstellungstipp: Der Olivenbaum in Palästina - Ein Baum erzählt Geschichte
Photoausstellung von Nasser Soumi

Kooperation mit der Stadtbibliothek Freiburg

vom 16.7.15 bis 15.8.15 in der Stadtbibliothek Freiburg

Vernissage am Donnerstag, 16.7.15, 19.30 Uhr
mit Einführungsvortrag des Künstlers, arabischer Musik und kulinarischen palästinensischen Köstlichkeiten
Mit seinen Photographien erzählt Nasser Soumi die Geschichte des Olivenbaums, eines Baumes, der wie kein anderer verehrt wird.
Seit Urzeiten wird die palästinensische Zivilisation vom Olivenbaum - dem Baum des Lichts, wie die Bauern ihn nennen - geprägt. Der Künstler illustriert die Geschichte dieses Baumes im Lauf der Jahrtausende und zeigt seine zentrale Rolle sowohl in der palästinensischen Kulturlandschaft als auch in historischen Mythen und Legenden, die von Generation zu Generation überliefert wurden.
Die wichtige kulturgeschichtliche Bedeutung der Olive als Genuss-, Schönheits- und medizinisches Heilmittel wird in der Ausstellung ebenso herausgearbeitet wie die Bedeutung des Olivenbaums für die palästinensische Wirtschaft. Kulinarische Kultur, Kosmetikprodukte und Kunsthandwerk sind ohne den Olivenbaum undenkbar.
Der Olivenzweig gilt von jeher als Symbol des Friedens. Doch mehr als 1,5 Millionen palästinensische Olivenbäume wurden seit 1967 durch israelische Siedler und Militär entwurzelt, verbrannt und zerstört. Der Künstler analysiert anhand von Zahlen und Texten, die Ursachen und Konsequenzen der Zerstörung der für die Palästinenser lebenswichtigen Bäume.

Nasser Soumi wurde 1948 in Palästina geboren. Er studierte zunächst an der Ecole des Beaux-Arts in Damaskus, später an der Ecole Nationale des Beaux-Arts in Paris. Er lebt und arbeitet seit 1980 in der französischen Hauptstadt. Zweimal ist er bei der Biennale in Kairo ausgezeichnet worden. 2006 erhielt er die Medaille der fünf Kontinente der UNESCO.
 
 



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