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Museumstipps

Frankfurt: Das Festival der Komik VII
 
Frankfurt: Das Festival der Komik VII
zum Frankfurter Museumsuferfest 2015

Vom 28. bis 30. August 2015 lädt das caricatura museum frankfurt zum 7. Festival der Komik“. Das Museum der Komischen Kunst präsentiert drei Tage auf dem Weckmarkt direkt vor dem Museum erlesenste Satire, radikal und international, von Romanlesungen, Prosa und Lyrik, bis zu Musik und Kabarett.

Das Haus begrüßt in diesem Jahr auf der Bühne Pit Knorr, Mitbegründer der Satirezeitschrift TITANIC und Autor von Otto Waalkes, Oliver Maria Schmitt, ehemaliger TITANIC-Chefredakteur und Politiker, Hans Zippert, Welt-Kolumnist und ehemaliger TITANIC-Chefredakteur, Dietmar Wischmeyer, Philosoph, Autor, Satiriker, Severin Groebner, Grenzgänger zwischen Humor und Musik, Gerhard Henschel, Schriftsteller, Fil, ComicZeichner und Bühnenkünstler aus Berlin, Heiko Werning, Reptilienforscher, Schriftsteller, Musiker, Thomas Koch, Moderator und Autor aus Dortmund sowie Die 3 TITANIC-Chefredakteure Torsten Gaitzsch, Moritz Hürtgen und Tim Wolff aus Frankfurt am Main und schließlich Die Wohnraumhelden, Helden der Musik aus Hannover.

Das Festival der Komik wurde erstmals im Jahr 2009 vom caricatura museum frankfurt ins Leben gerufen. Leiter Achim Frenz gab der Komischen Bühnenkunst damit Raum und Gelegenheit, sich anlässlich des Frankfurter Museumsuferfests prominent zu präsentieren und mittlerweile ist das Festival zu einem eigenständigen Humorereignis geworden.

Festival der Komik VII 2015
28.-30. August 2015. Das Programm

Freitag, 28. August
20.00h bis 22.00h Pit Knorr, Oliver Maria Schmitt, Hans Zippert: 1000 Fragen, die uns plagen

Samstag, 29. August
14.00 bis 15.30 Dietmar Wischmeyer: Wischmeyer liest vor und zurück!
16.00 bis 17.30 Severin Groebner: Groebner liest sich in die Herzen der Menschheit
18.00 bis 19.30 Gerhard Henschel: Künstlerroman
20.00h bis 21.30 Fil: Die Verschiedenheit der Dinge

Sonntag, 30. August
14.00h bis 15.30 Heiko Werning: Die weiße Lesung
16.00h bis 17.30 Thomas Koch: Ein Mann liest zurück
18.00h bis 19.30 Torsten Gaitzsch, Moritz Hürtgen und Tim Wolff: Die 3 TITANIC-Chefredakteure
20.00h bis 21.30 Wohnraumhelden: Rettung naht!

Moderiert wird das Festival an allen drei Tagen von Bernd Gieseking.
Das caricatura museum zeigt neben seiner Dauerausstellung
„Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule“ noch bis zum 13.9.2015 die
aktuelle Sonderausstellung „Glück im Museum. Cartoons von Gerhard Glück“.

Öffnungszeiten Freitag bis Sonntag 11.00 - 22.00 Uhr
 
 

Frankfurt: Museumsuferfest 2015
Manuel Peinkofer: Morning Routine? Foto: Museum
 
Frankfurt: Museumsuferfest 2015
Das Programm des Museums für Kommunikation

In 80 Tagen um die Welt? Die Wette gilt. Eisenbahnen, Telegrafen und Postdampfer ließen im ausgehenden 19. Jahrhundert die Welt rasant zusammenschrumpfen. Die Ausstellung „In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code“ lädt ein zu einer Entdeckungsreise rund um den Globus und durch die Zeit. Auf den Spuren von Vernes Roman zeugen Fundstücke wie ein Reiseschreibtisch, ein Spazierstock mit Kompass und historische Landkarten von Vernetzung und Beschleunigung der Welt, die wir heute bequem per Mausklick entdecken können. In der Forums-Ausstellung „Im Blitzlicht – Wenn Privates öffentlich wird“ präsentiert das Museum die besten Arbeiten aus dem diesjährigen Wettbewerb des DOCMA-Magazins für digitale Bildbearbeitung zur visuellen Inszenierung des Privatlebens. In diesem Jahr stand das Verhältnis zwischen Kamera und Privatsphäre im Fokus. Besucherinnen und Besucher können hier in der „Foto-Box“ mit dem eigenen Bild experimentieren. In der Dauerausstellung gilt: „Medien erzählen Geschichte(n)“. Auf 2.500 qm wird hier die Entwicklung der Kommunikation erlebbar. Von der Buschtrommel über die Postkutsche bis zum Internet sind zahlreiche Schätze der Post- und Telekommunikationsgeschichte zu entdecken. In der Kinderwerkstatt bekommen wir in diesem Jahr Besuch aus Indonesien.

Zu den Programmpunkten

Samstag und Sonntag

Aktionen für Kinder
10 – 20 Uhr: Indonesien zu Gast in der Kinderwerkstatt (1. OG)
12 – 17 Uhr: Kinderschminken (Terrasse)
10 – 18 Uhr : Bastel-Werkstatt: Indonesische Schattenfiguren (UG)
10 – 18 Uhr : Clownaktion und Ballonfiguren für das Publikum (Terrasse)
15, 16 und 17 Uhr: Tropische Shakes zum Selbstmixen im Museumscafé (Kosten 2,5 €)

Auf der kunterbunten Museumsterrasse können sich Kinder von unserem Clown aus einem Luftballon eine lustige Figur zaubern und schminken lassen. In der Kinderwerkstatt haben wir Besuch aus Indonesien. Kleine Besucher lernen hier das Gastland der Buchmesse von der kreativen Seite kennen und können in der Bastelwerkstatt indonesische Schattenfiguren herstellen. Eine tropische Erfrischung gibt es in unserem Museumscafé, wo Kinder selbst mixen und dekorieren können.


Sonntag, 12, 14 und 16 Uhr, Vortragsraum, für Kinder ab 4 Jahre
Kindertheater Laku Paka: Serafina und der Löwenkönig

Selbst ein gefürchteter alter Löwe kann mal in eine Falle tappen, dann braucht er eine mutige Freundin, zum Beispiel eine kleine Savannenmaus. Mit dem Stück Serafina und der Löwenkönig erzählen Kerstin Röhn und Günter Staniewski die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft und ziehen kleine und große Besucher in ihren Bann. Seit 30 Jahren gehört das Theater Laku Paka zu den renommiertesten Figurentheatern Deutschlands.

Samstag und Sonntag, 13 – 18 Uhr, Lichthof
Fotoaktion für Reiselustige: Last Minute Weltreise (UG)

Spontane Weltenbummler können an diesem Wochenende bequem vom Museum aus den Globus bereisen. Per Green Screen werden die Besucherinnen und Besucher an ferne Orte gebracht und können einen Schnappschuss mit nach Hause nehmen.

Samstag und Sonntag, 19 – 20.30 Uhr, Terrasse
Live-Musik: Trommelperformance mit Ismael Seck & Les Ismaelis

Die afrikanischen Trommeln dienten schon immer als Kommunikationsmittel, als Zugang zur Seele oder zum Nachbardorf. Sie sind das älteste Telefon der Welt und die Rhythmen, die sie aussenden, sind der Urrhythmus der Menschheit. Ismael Seck, geboren im Senegal, unterrichtet seit 1996 Percussion und ist zu eine feste Größe im RheinMain-Gebiet geworden. Er lehrt traditionelle Rhythmen auf der Djembe für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder.


Samstag und Sonntag, 10-18 Uhr, Erdgeschoss
Sonderstempel und -postkarte mit der Sonderpostfiliale der Deutschen Post

Eigens zum Museumsuferfest bringt die Deutsche Post einen Sonderstempel und eine auf 500 Stück limitierte Sonderpostkarte heraus. Das Motiv liefert ein besonderes Jubiläum am Museumsufer. Es zeigt den für seine Architektur vielfach preisgekrönten Bau des Museums für Kommunikation von Günter Behnisch, der vor 25 Jahren eröffnet wurde. Liebhaber, Sammler und Neugierige erhalten Sonderstempel und Postkarte in der Sonderpostfiliale im Erdgeschoss.

Samstag und Sonntag, 13 – 19 Uhr, Dachgeschoss
Amateure funken um die Welt in der Funkstation

Am höchsten Punkt, auf dem Dach des Museums genießen Besucherinnen und Besucher die einmalige Aussicht auf die Frankfurter Skyline und können in der Funkstation erleben, wie man ohne Internet mit der ganzen Welt kommunizieren kann. Hier erklären die Funker des Deutschen Amateur-Radio-Clubs anschaulich verschiedene Geräte und Funkweisen und geben Einblicke in den weltumspannenden Funkverkehr.


Kurzführungen durch die Sonderausstellungen
Samstag und Sonntag, 12, 14, 18, 20 Uhr, 2. Obergeschoss

Kurzführungen In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code „Die Erde ist kleiner geworden, weil wir sie heute zehn Mal schneller umrunden können als noch vor 100 Jahren”, schrieb Jules Verne in seinem Bestseller In 80 Tagen um die Welt. Der französische Schriftsteller teilte eine im ausgehenden 19. Jahrhundert weit verbreitete Weltsicht. Damals ließen Eisenbahnen, Postdampfer und Telegrafen die Welt rasant zusammenschrumpfen und legten als „Viktorianisches Internet“ den Grundstein für unser heutiges World Wide Web. Die Geschichte und Geschichten der Globalisierung werden in der Ausstellung „In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code“ lebendig. Auf den Spuren von Vernes Roman lädt diese ein zu einer Entdeckungsreise um den Globus und durch die Zeit.

Samstag und Sonntag, 13, 15, 16 Uhr, 1. Obergeschoss
Kurzführung Der DOCMA Award 2015:
Im Blitzlicht – Wenn Privates öffentlich wird

Sehen und gesehen werden: Schon immer gab es ein Interesse am Privatleben anderer und den Wunsch, sich selbst zu präsentieren. Früher blieb es meist bei Klatsch und Tratsch. Doch die Erfindung der Fotografie ermöglichte, private Momente leicht ins Bild zu setzen und öffentlich zu machen. Das mit der Handykamera geschossene Selfie, die Beute der Paparazzi, eingefangen mit dem Teleobjektiv, und die unbemerkten Aufnahmen der Überwachungskameras gewähren intime Einblicke und zeugen von einer ganz eigenen Bildsprache.

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Termin: Freitag, 28. August 2015, 17-22 Uhr
Samstag, 29. August 2015, 10-22 Uhr
Sonntag, 30. August 2015, 10-22 Uhr

Ort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt
Eintritt: 7 Euro (für alle beteiligten Museen)
 
 

Werke von Max Liebermann zu Gast im Augustinermuseum
(C) Privatstiftung Scheffelt, Foto: S. Köhn / O. Gradel
 
Werke von Max Liebermann zu Gast im Augustinermuseum
Sieben Werke von Max Liebermann sind von Dienstag, 18. August, bis Sonntag, 1. November, im Augustinermuseum zu sehen. Sie sind eine Leihgabe aus der Sammlung der Privatstiftung Scheffelt.

Max Liebermann (1847–1935) gilt als einer der prominentesten Wegbereiter der Moderne in Deutschland und Europa. Von der Lehre an der heimischen Kunstakademie enttäuscht, wandte sich der junge Berliner Künstler nach Frankreich und den Niederlanden: Im französischen Barbizon studierte Liebermann die Freilichtmalerei und in Paris kam er anschließend in Kontakt mit dem Impressionismus. In den Niederlanden traf er auf Vertreter der Haager Landschaftsschule. Die Präsentation im Augustinermuseum zeigt die Ölskizze einer Holländerin und Grafiken, die Einblicke in seine Sommeraufenthalte in der Gegend von Den Haag geben. Zu sehen sind einfache Leute auf dem Land, Pferde und Badende am Strand.

1909 ließ sich Max Liebermann in Berlin ein Sommerhaus am Wannsee bauen, das er stolz sein »Schloß am See« nannte. In seinem selbst angelegten Garten fand er die nötige Ruhe vor der Hektik der Großstadt und die entscheidenden Motive für sein Spätwerk. Zwei Gemälde dieser Zeit sind ebenfalls zu sehen.

Die umfangreiche Sammlung, aus der die Werke stammen, haben Magda Scheffelt und ihr Sohn Michael Scheffelt in rund 20 Jahren zusammengetragen. Sie umfasst vor allem Malerei und Grafik des 19. und 20. Jahrhunderts aber auch Porzellan und Möbel des 18. Jahrhunderts.

Das Augustinermuseum am Augustinerplatz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 Euro, unter 18 Jahren und mit Museums-Pass-Musées ist er frei.
 
 

 
Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 24. bis 30. August (KW 35)
Mittwoch, 26. August, 12.30 Uhr
Mittagsführung im Colombischlössle
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring
5, bietet am Mittwoch, 26. August, um 12.30 Uhr eine
Kurzführung durch die Dauerausstellung an. Die Teilnahme
kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Mittwoch, 26. August, 14 bis 16.30 Uhr
Cartoon-Werkstatt
Eine offene Cartoon-Werkstatt lädt am Mittwoch, 26. August,
dazu ein, selbst kreativ zu werden. Sie findet in der
Ausstellung „Peter Gaymann. Kunst kommt von Kaufen“ im
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Von 14 bis
16.30 Uhr verraten Studierende der PH Freiburg hier Tipps
und Tricks zum Zeichnen. Die Teilnahme an der Veranstaltung
kostet den regulären Eintritt von 7 Euro.

Freitag, 28. August, 7.15 Uhr
Frühkunst zum Max Ernst
Für Frühaufsteher bietet Christiane Grathwohl-Scheffel eine
Führung zum Künstler Max Ernst und seinem Werk „Porträt
Marie Berthe-Aurenche“. Die Veranstaltung findet am Freitag,
28. August, um 7.15 Uhr im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a, statt. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 28. August, 12.30 Uhr
Freiburger Kurzgeschichten
Um den Festungsbaumeister Vauban dreht sich eine
Kurzführung im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30,
am Freitag, 28. August, um 12.30 Uhr. Die Teilnahme kostet
den regulären Eintritt von 3 Euro.

Freitag, 28. August, 19 Uhr
“Moving Image Friday!“ entfällt leider
Die für Freitag, 28. August, um 19 Uhr im Museum für Neue
Kunst geplante Veranstaltung muss leider abgesagt werden.

Samstag, 29. August, 15 bis 16 Uhr
Kunstdialog zu Julius Bissier
Der Förderverein lädt am Samstag, 29. August, zum Gespräch
über Julius Bissier ins Museum für Neue Kunst, Marienstraße
10a, ein. Von 15 bis 16 Uhr informieren die Vereinsmitglieder
über den Freiburger Künstler und beantworten Fragen. Die
Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Samstag, 29. August, 17 bis 18.30 Uhr
Vortrag zur japanischen Ästhetik
Der Sensei Ulrich Haas hält am Samstag, 29. August, von 17
bis 18.30 Uhr einen Vortrag zur japanischen Ästhetik. Die
Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Horst
Kerstan. Keramik der Moderne“ im Augustinermuseum am
Augustinerplatz statt. Die Teilnahme kostet 10 Euro.

Sonntag, 30. August, 10.30 Uhr
Führung durch die Keramikwelt
Am Sonntag, 30. August, um 10.30 Uhr findet eine Führung
durch die Sonderausstellung „Horst Kerstan. Keramik der
Moderne“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich 5 Euro Eintritt.

Sonntag, 30. August, 12 Uhr
Die Keltenfürstin zu Gast im Colombischlössle
Eine Keltenfürstin ist am Sonntag, 30. August, um 12 Uhr zu
Gast aus der Vergangenheit. Im Archäologischen Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5, erzählt sie spannende
Geschichten von kostbaren Waren aus fernen Ländern. Die
Teilnahme an der Kostümführung kostet 2 Euro zuzüglich 3
Euro Eintritt.
 
 

 
Karlsruhe: Das Lebenswerk Weinbrenners
Führungen durch die Ausstellung in der Städtischen Galerie

Durch die Ausstellung „Friedrich Weinbrenner 1766 - 1826. Architektur und Städtebau des Klassizismus" bietet die Städtische Galerie wieder zahlreiche Führungen an. Rundgänge stehen für Sonntag, 23. August, um 15 Uhr, Mittwoch, 26. August, um 11 Uhr sowie Donnerstag, 27. August, um 12.15 Uhr auf dem Programm. Weitere Termine sind am Freitag, 28. August, um 16 Uhr, Samstag, 29. August, um 15 Uhr sowie Sonntag, 30. August, ebenfalls um 15 Uhr.
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Ausstellungstipp: AUFRUHR IN AUGSBURG
Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser) © Walter Dahn / Courtesy Sprüth Magers
 
Ausstellungstipp: AUFRUHR IN AUGSBURG
Deutsche Malerei der 1960er bis 1980er Jahre

PINAKOTHEK DER MODERNE
Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
bis 16.10.2016

Georg Baselitz | Walter Dahn | Jiři Georg Dokoupil | Rainer Fetting | Karl Horst Hödicke | Jörg Immendorff | Martin Kippenberger | Bernd Koberling | Markus Lüpertz | Helmut Middendorf | Albert Oehlen | Markus Oehlen | A.R. Penck | Salomé | Volker Tannert

Zwei Generationen deutscher Künstler der Nachkriegszeit stehen sich in der Ausstellung „Aufruhr in Augsburg“ mit Hauptwerken aus den Sammlungsbeständen der Pinakothek der Moderne gegenüber. Was sie vereint, ist die Tendenz zur figürlichen Malerei, die weder persönliche noch politische Kommentare ausklammert und damit den Ansätzen der Concept Art und Minimal Art begegnet.

Dieses ausdrückliche Interesse für Malerei bei gleichzeitiger kritischer Hinterfragung von Inhalt und Stil vereint bereits die Generation der 1938 bis 1945 geborenen: Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz und A. R. Penck. Ihre Revolutionierungen und Neudefinitionen wirken auf die nachfolgende Generation der sogenannten „Neuen Wilden“, darunter Walter Dahn, Rainer Fetting, Markus Oehlen und Salomé, die zu einer noch intensiveren und farbintensiven Bildsprache finden.

In der Nachkriegszeit suchten deutsche Künstler nach Erneuerung der Malerei, - neben der Aktions- und Objektkunst, dem Environment, der Performance und anderen innovativen Medien. Beispielhaft dafür ist Georg Baselitz (*1938 Deutschbaselitz). Er findet in der Methode der Fragmentierung und Umkehrung der Motive eine Loslösung von vorherrschenden Wahrnehmungsmechanismen, wie es das Werk „Der Adler“ (1978) zeigt: Das Sinnbild der deutschen Geschichte und des Reiches steht Kopf.
Die Gemälde und Skulpturen von Markus Lüpertz (*1941 Reichenberg) zeichnen sich durch eine archaische Monumentalität aus, in der Gegenständliches und Abstraktion zu einer eigenen Formensprache werden. Jörg Immendorff verfolgt wiederum einen erzählerischen wie kritischen Ansatz. Das Werk „Café Deutschland VII“ (1980) widmet sich der deutsch-deutschen Geschichte nach dem 2. Weltkrieg, der Trennung in Ost und West, die in exemplarischem Dialog zwischen Immendorff und seinem aus Dresden stammenden Künstlerkollegen A. R. Penck geführt wurde. Während jedoch Immendorff eine narrative Bildsprache entwickelt, eröffnet Penck dem Betrachter eine Welt mit individuell entwickelten, chiffrenhaften und archaisch anmutenden Zeichen.

Etwa gleichzeitig bilden sich in Berlin, Köln und Hamburg Zentren mit Vertretern einer rund zehn Jahre jüngeren Generation. Bei aller stilistischen Vielfalt vereint sie die Beschäftigung mit einer spontanen, oftmals subjektiven Bildsprache. 1977 gründen Kunststudenten in Berlin, darunter Rainer Fetting, Helmut Middendorf und Salomé eine Selbsthilfegalerie am Moritzplatz. Die persönlichen Erfahrungen in der geteilten Großstadt werden zu ihrem Sujet, das sie in dynamischen Pinselstrichen bewältigen. Salomé (*1945 Karlsruhe) besticht in seinem Gemälde „Sumo-Angriff“ von 1982 mit der Gegenüberstellung von zwei Kämpfern. Die flüssige Malweise und die Darstellung der ruhenden Körper, die gleichwohl zum Angriff bereit sind, geraten zum Sinnbild polarer Kräfte im ästhetischen wie im politischen Sinne.
Die in Köln entstehenden Werke zeigen eine Tendenz zur symbol- oder chiffrenhaften Verschlüsselung von Inhalten. So zeigt Walter Dahn (*1954 Krefeld) in dem Gemälde „Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser)“ von 1981 einen Lesenden, dessen Kopf hinter dem unbeschriebenen Papier verschwindet, während daneben gleich sechs weitere Köpfe als Säule übereinander dargestellt sind. Wie der Lesende selbst blickt auch der Betrachter auf die leere Fläche der Zeitung, die es zu füllen gilt.
Eine gänzlich andere Bildsprache entwickeln die Protagonisten der wilden Malerei in Hamburg. Während Kippenberger sich mit scharfsinniger Ironie auf die Geschichte der Kunst (u.a. Picasso bis Pop Art) und akute soziale Fragen bezieht, entwickelt Albert Oehlen eine irritierende Ausdrucksweise, die gegenständliche Identifikation fast unmöglich erscheinen lässt und sie doch auf subtile Weise evoziert. Dabei werden Errungenschaften historischer Stilrichtungen vom Kubismus bis hin zur Farbfeldmalerei neu definiert.

Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften und die Individualität der Errungenschaften sind an den Werken der Sammlung exemplarisch zu beobachten. Die Arbeiten zeugen von einem inspirierenden, bis heute nicht zur Ruhe kommenden Gegen- und Miteinander. Im Glaspalast wird diese bewegte Zeit lebendig - Aufruhr in Augsburg.

Die Ausstellung zeigt rund 40 Werke Hauptwerke aus den Sammlungsbeständen der Pinakothek der Moderne, darunter Arbeiten aus der Michael und Eleonore Stoffel-Stiftung und dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds.

Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
Eine Zweiggalerie der Pinakothek der Moderne, München
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Beim Glaspalast 1 | 86153 Augsburg

Öffnungszeiten: Täglich außer Montag von 10.00 – 17.00
Eintrittspreise: 7 Euro für Erwachsene | 5,50 Euro ermäßigt

zum Bild oben:
Walter Dahn (*1954): Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser), 1981
Kunstharzfarbe auf Nessel, 180,5 x 130 cm
Seit 2008 Dauerleihgabe der Michael und Eleonore Stoffel-Stiftung, Köln,
in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
© Walter Dahn / Courtesy Sprüth Magers
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Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 17. bis 23. August (KW 34)
Mittwoch, 19. August, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Um die Welte-Orgel im Augustinermuseum dreht sich eine
Kurzführung mit Gerhard Dangel am Mittwoch, 19. August, um
12.30 Uhr. Die Teilnahme kostet den regulären
Museumseintritt von 6 Euro.

Donnerstag, 20. August, 12.30 Uhr
Un/Sichtbar: Frauen überleben Säure
Eine Kurzführung widmet sich am Donnerstag, 20. August, um
12.30 Uhr der Sonderausstellung „Un/Sichtbar. Frauen
Überleben Säure. Fotografien von Ann-Christine Woehrl“. Die
Veranstaltung findet im Museum Natur und Mensch, Gerberau
32, statt. Die Teilnahme kostet den regulären Museumseintritt
von 3 Euro.

Donnerstag, 20. August, 15.30 Uhr
Zwischen Himmel und Hölle
Der Theologe Albert Käuflein und die Kunsthistorikerin Mirja
Straub referieren am Donnerstag, 20. August, um 15.30 Uhr
über „Das Schneewunder“ von Matthias Grünewald. Die
Führung findet im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt
und ist Teil der Reihe „Zwischen Himmel und Hölle“, bei der
das Museum mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem
Bildungszentrum Freiburg kooperiert. Die Teilnahme an der
Veranstaltung kostet den regulären Eintritt von 6 Euro.

Freitag, 21. August, 12.30 Uhr
Freiburger Kurzgeschichten
Um den Bertholdsbrunnen dreht sich eine Kurzführung im
Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, am Freitag, 21.
August, um 12.30 Uhr. Die Teilnahme kostet den regulären
Museumseintritt von 3 Euro

Samstag, 22. August, 12 Uhr
Orgelmusik im Augustinermuseum
Thomas Zebura von der Musikhochschule Freiburg spielt am
Samstag, 22. August, um 12 Uhr ausgewählte Werke auf der
Welte-Orgel im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Wer
das Klangerlebnis genießen möchte, zahlt den regulären
Eintritt von 6 Euro.

Sonntag, 23. August, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag zum Jakobusweg
Familien mit Kindern ab 5 Jahren können am Sonntag, 23.
August, im Augustinermuseum am Augustinerplatz durch die
Zeit reisen: Von 14 bis 16 Uhr folgen sie bei einer Führung
zum Thema „Ich bin dann mal weg“ dem Pilgerweg des
Heiligen Jakobus und gestalten in der Werkstatt Pilgerbeutel.
Die Teilnahme kostet 3 Euro, für Erwachsene kommen 6 Euro
Eintritt dazu.

Sonntag, 23. August, 14 Uhr
Unterwegs auf römischen Sohlen
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring
5, lädt Familien mit Kindern ab 6 Jahren zu einer interaktiven
Führung ein. Sie findet am Sonntag, 23. August, um 14 Uhr
statt und dreht sich um das Thema „Unterwegs auf römischen
Sohlen“. Die Teilnahme kostet 2 Euro, für Erwachsene
zuzüglich 3 Euro Eintritt.

Sonntag, 23. August, 15 Uhr
Führung durch die Cartoonschau
Eine Führung widmet sich am Sonntag, 23. August, um 15 Uhr
der Sonderausstellung „Peter Gaymann. Kunst kommt von
Kaufen“. Die Veranstaltung findet im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro
zuzüglich 7 Euro Museumseintritt.
 
 

 
Karlsruhe: Party mit DJ und Kaffeeklatsch mit Hefezopf
Doppelfinissage zu Doppelausstellung: "Mittendrin. Menschen in Karlsruhe"

"Mittendrin. Menschen in Karlsruhe": Die Doppelausstellung mit Fotos von Alltags-Szenen aus Karlsruhe und seinen Stadtteilen ist noch bis Sonntag, 23. August, im Stadtmuseum und im Pfinzgaumuseum zu sehen.

Zum Ausstellungsende veranstaltet das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais am Freitag, 21. August, ab 19 Uhr eine große Abschlussparty mit DJ Markus Baumgart a.k.a. Der Elevator (Tübingen) und dem Medienkünstler Lukas Rehm (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe). Es gibt Drinks und Überraschungen, außerdem steht die Wahl des schönsten Fotos im Stadtmuseum an.

Das Pfinzgaumuseum beendet die Ausstellung am Sonntag, 23. August, ab 15 Uhr mit Kaffeeklatsch und Hefezopf. Auch hier steht die Wahl des schönsten Fotos auf dem Programm. Zu gewinnen sind im Stadt- und Pfinzgaumuseum je ein Fotoworkshop (1. Preis), eine Sofortbildkamera (2. Preis) und ein Buch (3. Preis).

Weitere Informationen
"Mittendrin" auf www.karlsruhe.de
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