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Donnerstag, 23. November 2017
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Museumstipps

 
Veranstaltungen in den Freiburger Museen vom 6. bis 10. April
Mittwoch, 6. April, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Im Rahmen einer Kurzführung am Mittwoch, 6. April, um 12.30 Uhr
im Augustinermuseum widmet sich Anne Schaich dem Thema „Die
Büste des Heiligen Lambertus“. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 6 Euro.

Donnerstag, 7. April, 16.30 Uhr
Kuratorenführung Peter Zimmermann. Schule von Freiburg
Eine Kuratorenführung mit Museumsdirektorin Christine Litz zur
Schau „Peter Zimmermann. Schule von Freiburg“ findet am
Donnerstag, 7. April, um 16.30 Uhr im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet 7 Euro, ermäßigt 5
Euro.

Donnerstag, 7. April, 19 Uhr
Podiumsdiskussion Kultur – Umwelt – Wandel
Im Rahmen der Neugestaltung der Abteilungen Steinzeit und
Bronzezeit bietet das Archäologische Museum, Rotteckring 5, am
Donnerstag, 7. April, um 19 Uhr, eine Podiumsdiskussion zum
Thema „Kultur schafft Umwelt“ an. Bei dem moderierten
Gesprächsabend stellt sich die Archäologie den Ansichten anderer
Disziplinen. Marion Benz (Vorderasiatische Archäologie, Universität
Freiburg), Hans Jörg Küster (Geobotanik, Universität Hannover) und
Jörg Lange (Regiowasser/Klimabündnis, Freiburg) bieten Einblicke
und laden das Publikum zur Diskussion ein. Der Eintritt ist frei,
Einlass ab 18.30 Uhr. Die Teilnahmezahl ist begrenzt, es sind keine
Reservierungen möglich.

Sonntag, 10. April, 11 Uhr
Die Highlights des Augustinermuseums mit
Gebärdendolmetscherin
Hochkarätige Kunstwerke vom Mittelalter bis zum Barock werden am
Sonntag, 10. April, um 11 Uhr bei einer Führung durch das
Augustinermuseum mit einer Gebärdendolmetscherin vorgestellt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt.

Sonntag, 10. April, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag im Augustinermuseum
Familien mit Kindern ab fünf Jahren erforschen am Sonntag, 10.
April, von 14 bis 16 Uhr im Augustinermuseum zum Thema „Der
Höllenhund und seine Freunde“ seltsame Kreaturen – die
Wasserspeier vom Münster. Anschließend gestalten sie in der
Tonwerkstatt eigene Münstermonster. Die Veranstaltung kostet für
Erwachsene 3 Euro zuzüglich Eintritt, Kinder zahlen nur 3 Euro.

Sonntag, 10. April, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag im Colombischlössle
Familien mit Kindern ab sechs Jahren gehen auf eine archäologische
Entdeckungsreise zum Thema „Zündelnde Ideen: Komm mit in die
Steinzeit“ und untersuchen Materialien sowie Techniken der Eiszeit.
Auch ein Werkzeug aus Feuerstein entsteht dabei. Die Veranstaltung
findet am Sonntag, 10. April, von 14 bis 16 Uhr im Archäologischen
Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, statt. Erwachsene zahlen
3 Euro zuzüglich Eintritt, Kinder nur 3 Euro. Die Teilnahmezahl ist
begrenzt.

Sonntag, 10. April, 11 Uhr
Sonaten für Viola da gamba d’amore und Laute mit obligater
Lautenstimme
Am Sonntag, 10. April, um 11 Uhr interpretieren Ekkehard Weber
(Viola da gamba, Viola da gamba d’amore) und Christian
Zimmermann (Laute) im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz
30, Werke von Sylvius Leopold Weiß, Joseph Haydn und anderen.
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Sonntag, 10. April, 14 Uhr
Führung zum Erlebnisraum Wiese
Am Donnerstag, 10. April, findet um 14 Uhr eine Führung zum
Erlebnisraum Wiese im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32,
statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt.
 
 

 
Kunst aus anderer Perspektive
Die Präsentation der ständigen Sammlung im Museum für Neue Kunst wurde neu konzipiert

Wie kann ein Kunstmuseum seine Sammlung als aktive Ressource
nutzen? Keine geringere Frage hat sich das Museum für Neue Kunst
bei der Neukonzeption der Präsentation der ständigen Sammlung
gestellt. Jeder Raum ist anders gestaltet und anders erfahrbar. Die
Besucherinnen und Besucher erwarten ungewöhnliche Zeitreisen,
neue Perspektiven und intensive Begegnungen mit der Kunst.

Die Atmosphäre eines Studienzimmers lädt dazu ein, die gezeigten
Arbeiten der klassischen Moderne etwa von August Macke, Max
Ernst, Oskar Kokoschka und Otto Dix intensiv zu betrachten und zu
befragen. Dazu stehen den Besucherinnen und Besuchern
unterschiedliche Dossiers zur Verfügung, die vielfältige Zugänge zu
den Werken ermöglichen.

Verschiedene Skulpturen und Plastiken sind in einem Regal der
Größe nach angeordnet. Die Installation lässt an die Vorbereitung
einer Ausstellung denken und öffnet den Blick, um die Werke von
Ernst Barlach, Emy Roeder und Hermann Scherer und anderen neu
zu entdecken. Massen und Längen, oft in der Form verborgen,
werden sichtbar gemacht und zeigen neue Perspektiven. Diese Form
der Präsentation entstand in Zusammenarbeit mit Studentinnen und
Studenten der Kunstgeschichte der Universität Freiburg unter der
Leitung von Birgit Laschke-Hubert und Christine Litz.

Die Arbeiten Julius Bissiers und Walter Schelenz‘ fragen nach dem
Verhältnis von Linie, Skulptur und Malerei. Leise und filigran erobern
sanfte Farbflächen die Stimmung, schneiden dunkle, feine Linien in
den Raum hinein.

Eine Reise zu den Anfängen der Sammlung erzählt, wie schmerzlich
die Beschlagnahmungen der Reichskunstkammer 1937 auch heute
noch sind. Das Fehlen der konfiszierten Bilder ist erstmals sichtbar
gemacht worden. Sie sind in die Hängung eingeplant, doch bleibt an
ihrer Stelle nur ein schwarzer Rahmen.

Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm
ergänzt. Einen Überblick über alle Führungen, Vorträge und
Gespräche bietet www.freiburg.de/museen. Der Buchungsservice
(Tel. 0761/201-2501, museumspaedagogik@stadt.freiburg.de)
informiert über interaktive Programme für Schulen und Kindergärten.



Das Museum für Neue Kunst in der Marienstraße 10a ist dienstags
bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, auch am Karfreitag, 25.
März, Ostersonntag, 27. März, und Ostermontag, 28. März. Das
Ticket für die Sonder- und Dauerausstellung gilt als Tageskarte für
alle Häuser der Städtischen Museen Freiburg und kostet 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro. Unter 18 Jahren und mit Museums-Pass ist der
Eintritt frei.
 
 

 
Veranstaltungen in den Freiburger Museen vom 28. März bis 3. April
Montag, 28. März, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag im Colombischlössle
Am Ostermontag, 28. März, findet von 14 bis 16 Uhr im
Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, ein
Familiennachmittag zum Thema „Steinzeitchic – Alles pur aus der
Natur“ statt. Nach einer Entdeckungsreise in Stein- und Bronzezeit
fertigen Familien mit Kindern ab 6 Jahren Objekte aus Knochen,
Muscheln, Leder, Stein oder Metall. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
haben freien Eintritt und bezahlen nur 3 Euro Veranstaltungsgebühr.

Montag, 28. März, 15 Uhr
Aus dem Leben der Hühner
Bei dieser Führung präsentiert Tierärztin Diana Weber wissenswerte
Informationen rund ums liebe Federvieh. Die Veranstaltung im
Rahmen der Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ findet am Montag, 28.
März, um 15 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, statt.
Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3 Euro.

Mittwoch, 30. März, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Im Rahmen einer Kurzführung begleitet Laura Wanckel Besucher
durch die Ausstellung im Kabinett „In diesem Hause wohnt mein
Schatz“. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 30. März, um 12.30
Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt und kostet den
regulären Eintritt von 6 Euro.

Donnerstag, 31. März, 12.30 Uhr
Ferienführung: Kultur – Umwelt – Wandel
Am Donnerstag, 31. März, um 12.30 Uhr findet eine Ferienführung
zur Stein- und Bronzezeit am südlichen Oberrhein im
Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, statt.
Dabei wird vermittelt, wie die Umwelt damals das Leben der
Menschen geprägt hat. Außerdem werden wichtige Schritte in der
kulturellen Entwicklung erläutert, so wie die Einführung von Ackerbau
und Tierhaltung oder die Entdeckung des Metalls. Die Teilnahme
kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt.

Donnerstag, 31. März, 12.30 Uhr
Peter Zimmermann. Schule von Freiburg
Ein Ausstellungsrundgang zur Schau „Peter Zimmermann. Schule
von Freiburg“ findet am Donnerstag, 31. März, um 12.30 Uhr im
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme
kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt.

Sonntag, 3. April, 11 Uhr
Sonntagsmatinee im Colombischlössle
Am Sonntag, 3. April, lädt das Archäologische Museum um 11 Uhr
zur Sonntagsmatinee mit Musik und Aperitif ins Colombischlössle,
Rotteckring 5, ein. Zum Auftakt präsentiert Wim Mauthe freie
Improvisationen über Kultsongs des New Orleans-Jazz und SwingJazz.
Im Anschluss begleitet der Archäologe Tobias Schneider alle
Teilnehmenden bei einer Führung zum Thema „Quersumme Glaube:
Von Mithras zu Jesus“. Getränke und kleine Häppchen können beim
abschließenden Aperitif im Foyer genossen werden. Die Teilnahme
kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Sonntag, 3. April, 14 Uhr
Ahoi! Wir gehen auf Piratenfang
Kunstpiraten haben Bilder aus dem Museum gestohlen und im Meer
versenkt! Also gehen Familien mit Kindern ab 5 Jahren am Sonntag,
3. April, um 14 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10 a,
auf Bilderjagd. Die Teilnahme kostet 2 Euro zzgl. Eintritt.

Städtische Museen an Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag
und Ostermontag geöffnet
Die Städtischen Museen Freiburg sind von Karfreitag, 25. März, bis
Ostermontag, 28. März, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das
Tagesticket inklusive aller Sonderausstellungen kostet 7 Euro, unter
18 Jahren und mit Museums-Pass ist der Eintritt frei.
 
 

Karlsruhe: Initiator der Grötzinger Malerkolonie
Kallmorgen-Schau / Foto: Galerie/Heinz Pelz
 
Karlsruhe: Initiator der Grötzinger Malerkolonie
Führungen durch Kallmorgen-Schau / Kinderwerkstatt zu Farbtopf der Natur

Friedrich Kallmorgen zählt zu den führenden Künstlerpersönlichkeiten Deutschlands im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Er studierte an der Karlsruher Kunstschule und wurde zum Gründer der Grötzinger Malerkolonie. Erstmals stellt nun die Städtische Galerie seinen Werdegang mit rund 220 Exponaten aus allen Schaffensperioden vor. Die nächsten Führungen durch die Schau "Friedrich Kallmorgen (1856 - 1924). Malerei zwischen Realismus und Impressionismus" bietet die Galerie am Montag, 28. März, um 15 Uhr, am Donnerstag, 31. März, um 12.15 Uhr (Kurzführung), am Freitag, 1. April, um 16 Uhr und am Sonntag, 3. April, um 15 Uhr an.

"Sonnengelb, Himmelblau, Grasgrün oder Schneeweiß" wird es am Sonntag, 3. April, in der Kinderwerkstatt der Städtischen Galerie mit Helena Neubert. Sie lässt die Kleinen in den "Farbtopf der Natur" greifen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Kosten betragen zwei Euro.

zum Bild oben:
Kallmorgens Gemälde „Regenstimmung am Karlsruher Bahnhof“ von 1896 hat die Städtische Galerie Karlsruhe vor kurzem für ihre Sammlung aus Privatbesitz erworben. / Foto: Galerie/Heinz Pelz
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Besucherrekord im Augustinermuseum:
Über 62.000 Gäste haben die Ausstellung „Franz Xaver
Winterhalter. Maler im Auftrag Ihrer Majestät“ gesehen

Nach etwas mehr als hundert Tagen ist gestern, 20. März, die
Sonderschau „Franz Xaver Winterhalter. Maler im Auftrag Ihrer
Majestät“ mit einem großen Finale zu Ende gegangen. Mit 62.763
Besucherinnen und Besuchern war es die erfolgreichste
Sonderausstellung des Augustinermuseums in den vergangenen 30
Jahren. Die erste große Winterhalter-Retrospektive in Deutschland
fand bundesweit große Resonanz. Auch viele Gäste aus Österreich,
Frankreich und der Schweiz nutzten die Gelegenheit, um die Porträts
des gebürtigen Schwarzwälders Winterhalter zu sehen.

Zum Abschlusswochenende drängten noch einmal besonders viele
Besucher ins Museum am Augustinerplatz und nahmen dafür auch
Wartezeiten in Kauf. Tilmann von Stockhausen, Direktor des
Augustinermuseums, zeigte sich sehr erfreut: „Es ist gelungen, den
zu Unrecht vergessenen Winterhalter in Deutschland wieder bekannt
zu machen. Für viele Kunstfreunde war diese Ausstellung eine
Entdeckung, wir haben unglaublich viel positive Resonanz von
unseren Gästen erhalten.“

Derzeit werden die kostbaren Werke verpackt, denn nun gehen die
Porträts der Kaiserinnen, Fürsten und Königinnen auf die Reise. Am
17. April wird die Winterhalter-Ausstellung im Museum of Fine Arts in
Houston/Texas eröffnet.

Wie in einer früheren Mitteilung angekündigt, ist die Gemäldegalerie
im Dachgeschoss des Augustinermuseums nun von heute, 21. März,
bis Freitag, 22. April, wegen Ausstellungsumbau geschlossen.

Am Samstag, 24. April, eröffnet dann die neue Ausstellung. Bis
Sonntag, 8. Januar 2017, widmet sich das Augustinermuseum dem
Werk des Landschaftsmalers und Grafikers Franz Xaver Hoch. Der
gebürtige Freiburger war im Juni 1916, also vor hundert Jahren, im
Ersten Weltkrieg in den Vogesen gefallen. Ein Auszug seines
Werkes ist demnächst im Augustinermuseum zu sehen.
 
 

 
Karlsruhe: Kunst als Wert und Ware
Kulturfrühstück beschäftigt sich mit Mechanismen des Kunstmarkts

Die Mechanismen insbesondere des regionalen Kunstmarkts thematisiert das nächste Kulturfrühstück am Freitag, 1. April, um 10 Uhr im Besitos am Marktplatz. Angesichts der Rekordverkäufe bei der art Karlsruhe und der viel diskutierten Novellierung des Kulturgüterschutzgesetzes steht die für alle Interessierten offene Runde dieses Mal unter dem Titel „Kunst als Wert und Ware“. Diskutiert werden unter Moderation von Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche, ob sich die Bedeutung Karlsruhes als Kunststandort seit der ersten art 2004 verändert hat, welche Rolle Galerien und Museen spielen, wie sich der Online-Handel auswirkt und wie öffentliche Ankäufe und private Sammler das Marktgeschehen beeinflussen.
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Ausstellungstipp: ANDREAS ACHENBACH – Revolutionär und Malerfürst
Andreas Achenbach: Große Marine mit Leuchtturm, 1836, Öl auf Lwd, Privatsammlung
 
Ausstellungstipp: ANDREAS ACHENBACH – Revolutionär und Malerfürst
MUSEUM LA8 - Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, Baden-Baden

bis 28. August 2016

Andreas Achenbach ist eine Jahrhundertfigur. Als Künstler erreichte er alles, was ein Maler und Grafiker im 19. Jahrhundert in Deutschland und im internationalen Raum erreichen konnte: ein großartiges, umfangreiches Werk, Ruhm und künstlerische Anerkennung, dauerhaften Erfolg auf dem deutschen und internationalen Kunstmarkt, Ansehen unter den Kollegen der Düsseldorfer Malerschule, Reichtum, gesellschaftlichen Aufstieg und bei alledem persönliche Unabhängigkeit. In seinem langen Leben (1815 - 1910) versteckte er seine freiheitliche Gesinnung nicht vor dem preußischen Obrigkeitsstaat. Seine politischen Karikaturen, etwa „Vergessen“ aus der Revolutionszeit um 1848, waren die schärfsten. Dessen ungeachtet gehörte das preußische Herrscherhaus ebenso wie der Großherzog von Baden zu seinen Auftraggebern und Käufern. Die mehrmals angebotene Erhebung in den Adelstand lehnte Achenbach beharrlich ab. Der Malerfürst blieb immer auch Revolutionär.

Gegenüber den rasanten Innovationsschüben des frühindustriellen Zeitalters zeigte sich Achenbach als ruhiger Beobachter jenseits von Technikverherrlichung oder –verteufelung. Mit realistischem Blick verfolgte er den Konflikt zwischen Mensch und Natur, festem Land und wilder See, zivilisatorischer Bändigung der Natur und deren großen, ebenso zerstörerischen wie bezaubernden Kräften. Ohne stilistisch im Spätromantischen zu verharren, hält sein Werk die ungelöste romantische Frage das 19. Jahrhundert hindurch offen: das Paradox einer Sehnsucht nach unberührter Natur bei deren gleichzeitiger rationalen und industriellen Nutzung und Verwertung.

Schon früh in seinem künstlerischen Talent erkannt und gefördert, befasste sich Andreas Achenbach intensiv mit den Landschaften Russlands, Englands, Skandinaviens und Italiens wie auch der näheren Umgebung Düsseldorfs und den Niederlanden. So unterschiedlich diese Landschaften in ihren Charakteren erschienen, so komplex war auch die Person Andreas Achenbach. Die Ausstellung würdigt den vielseitigen Künstler mit Einblicken in sein reichhaltiges Schaffen: grandiose Landschaften des Südens und Nordens, dramatische Seestücke, aber auch Farbskizzen. Die Werke stammen aus einer bisher kaum gezeigten Privatsammlung und dokumentieren erstmalig alle Schaffensbereiche und –perioden: Gemälde, Aquarelle, Ölstudien, konzentrierte Notate seiner vielen Reisen, Karikaturen, Skizzenbücher und Autografen sowie die umfangreichste Sammlung von Druckgrafik einschließlich der politischen Karikaturen.

Die Ausstellung wirft auch einen Blick auf den zeitgenössischen Kunstmarkt und spürt den Kritiken nach, die den Künstler zu dem machten, was er war: ein malender „Herrscher über Land und Meer“ (wie ein Interpret ihn 1861 pries), der in seinem 95. Lebensjahr starb, zahlreiche Turbulenzen politischer wie gesellschaftlicher Art durchlebte und sich dabei stets treu blieb.

Die Schau ist bis zum 28. August 2016 zu sehen und wird begleitet von einem umfangreichen Essayband mit zahlreichen Abbildungen.
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Freiburg: Im Rausch der Farben
Die Peter Zimmermann-Sonderschau im umgebauten Museum für Neue Kunst eröffnet

Wer nach der mehrmonatigen Umbaupause das Museum für Neue Kunst betritt, taucht in ein Farbenmeer ein: Anlässlich der neuen Sonderausstellung „Peter Zimmermann. Schule von Freiburg“, die am Samstag, 19. März eröffnet, hat der Künstler die Museumsräume im Obergeschoss in ein einziges begehbares Gemälde verwandelt. Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 19. Juni.

Zu erleben sind leuchtende Farben, die sich im Zusammenspiel mit der neuen LED-Lichtanlage über weite Teile des Obergeschosses erstrecken. Es ist das größte Bodengemälde, das Zimmermann, international bekannter Protagonist der konzeptuellen Malerei, je geschaffen hat. Besucherinnen und Besucher sind dazu eingeladen, sich auf dem Epoxidharz-Gemälde zu bewegen und somit Teil des Werkes zu werden. Außerdem ist eine Serie von Ölgemälden zu sehen, die größtenteils für die Ausstellung entstanden sind und erstmals in dieser Kombination gezeigt werden. Indem sich die Gemälde im farbig glänzenden Boden spiegeln, wird Raum für Raum eine ganz eigene Atmosphäre erfahrbar.

Der gebürtige Freiburger Peter Zimmermann steht seit den 1980er Jahren für das experimentelle Ausloten der Möglichkeiten von Malerei. Er verfremdet Vorlagen wie Fotos, Filmstills oder Diagramme mit digitalen Filtern und Programmen und überträgt sie anschließend in zahlreichen Schichten aus Epoxidharz und Farbpigmenten auf Leinwand. Dabei reflektiert er immer auch den Einfluss digitaler Medien auf die aktuelle Malerei. Als Ergebnis entstehen abstrakte, fließende Formen von großer visueller Kraft. Zimmermanns Werke wurden bereits in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert und sind u.a. im Centre George Pompidou in Paris und im Museum of Modern Art in New York zu sehen.

Der Titel „Schule von Freiburg“ verweist einerseits auf Biografisches und die Geschichte des Museumsgebäudes, das Anfang des 20. Jahrhunderts als eine Mädchenschule gebaut wurde. Andererseits wird damit auf Themen angespielt, die den Künstler besonders beschäftigen: den Wandel von Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter und die Reflexion über gängige Mittel der Wissensaneignung.

Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt. Einen Überblick über alle Führungen, Vorträge und Gespräche bietet www.freiburg.de/museen. Der Buchungsservice (Tel. 0761/201-2501, museumspaedagogik@stadt.freiburg.de) informiert über interaktive Programme für Schulen und Kindergärten.

Das Museum für Neue Kunst ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, ebenso am Karfreitag, 25. März, und Ostermontag, 28. März. Das Ticket für die Sonder- und Dauerausstellung gilt als Tageskarte für alle Häuser der Städtischen Museen Freiburg und kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 18 Jahren und mit MuseumsPass ist der Eintritt frei. Der Katalog zur Ausstellung kostet 25,80 Euro.
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