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Museumstipps

caricatura museum frankfurt: Die Ausstellung BeCK wird verlängert
Teelicht (c) BeCK
 
caricatura museum frankfurt: Die Ausstellung BeCK wird verlängert
Wegen des großen Erfolgeswird die Ausstellung zum Werk des Cartoonisten BeCK bis zum 19. Juni 2016 verlängert.

Cartoons, Primär-Zeichnungen, Kolorierungen und Siebdrucke –
die Präsentation zum Werk des Leipziger Künstlers BeCK im caricatura museum frankfurt trifft auf große Resonanz. Deshalb verlängert das Museum die Ausstellungdauer bis Sonntag, 19. Juni 2016.
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Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 2. bis 8. Mai
Dienstag, 3. Mai, 12.30 Uhr
Genau betrachtet
Einblicke in seine Arbeit bietet der Restaurator Kai Miethe am
Dienstag, 3. Mai, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum,
Augustinerplatz. Das Thema lautet „In- und auswendig. Zur
Büste des Heiligen Lambertus“. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 6 Euro.

Mittwoch, 4. Mai, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Felix Reuße widmet sich bei einer Kurzführung am Mittwoch,
4. Mai, um 12.30 Uhr dem Thema „Landschaftsgraphik von
Franz Xaver Hoch“. Die Kunstpause findet im
Augustinermuseum, Augustinerplatz, statt. Die Teilnahme
kostet den regulären Eintritt von 6 Euro.

Mittwoch, 4. Mai, 16.30 Uhr
Gespräch im Museum: Die digitalisierte Wirtschaft
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am
Mittwoch, 4. Mai, um 16.30 Uhr zum Ausstellungsgespräch
„STEP IN!“ ein. Rafael Mentges vom Institut für
Wirtschaftsforschung an der Universität Freiburg spricht über
das Thema „Die digitalisierte Wirtschaft: Arbeit, Löhne und
soziale Gerechtigkeit“. Danach findet ein offenes Gespräch
statt, das die Schnittpunkte mit der aktuellen Ausstellung
beleuchtet. Die Teilnahme kostet den Eintritt von 7 Euro.

Sonntag, 8. Mai, 14 Uhr
Von der Burg zur Stadt
Um das Thema „Tore, Türme Mauern – Von der Burg zur
freien Stadt“ dreht sich eine Familienführung am Sonntag, 8.
Mai, um 14 Uhr im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz
30. Familien mit Kindern ab 6 Jahren kundschaften als
neugierige Stadtagentinnen und -agenten aus, wie es zum
Namen Freiburg kam und was es mit den Bauten der Stadt auf
sich hat. Die Teilnahme kostet 2 Euro, für Erwachsene kommt
der Eintritt dazu.

Sonntag, 8. Mai, 12 Uhr
Kultur – Umwelt – Wandel
Eine Führung zur Stein- und Bronzezeit am südlichen
Oberrhein findet am Sonntag, 8. Mai, um 12 Uhr im
Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5,
statt. Die Besucher erfahren, wie die Umwelt damals das
Leben der Menschen geprägt hat. Außerdem erhalten sie
Einblicke in wichtige Schritte der kulturellen Entwicklung, wie
die Einführung von Ackerbau und Tierhaltung oder die
Entdeckung des Metalls. Die Teilnahme kostet 2 Euro
zuzüglich Eintritt.

Sonntag 8. Mai, 14 – 16 Uhr
Familiennachmittag: Steinzeitchic
Ein Familiennachmittag zum Thema „Steinzeitchic – alles Pur
aus der Natur“ bietet das Archäologische Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5, am Sonntag, 8. Mai, von 14
bis 16 Uhr. Familien mit Kindern ab 6 Jahren können mit
detektivischem Blick steinzeitliche Schmuckstücke entdecken.
Danach gestalten sie einen Anhänger aus Knochen oder
Muscheln. Die Teilnahme kostet 3 Euro, für Erwachsene
zuzüglich Eintritt.

Sonntag, 8. Mai, 14 Uhr
Erlebnisraum Wiese
Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, lädt am
Sonntag, 8. Mai, um 14 Uhr zu einer Führung durch den
Erlebnisraum Wiese ein. Die Teilnahme kostet 2 Euro
zuzüglich Eintritt.
 
 

 
Agustinermuseum zeigt Werke von Franz Xaver Hoch
Melancholie und Experiment

Vor hundert Jahren starb der aus Freiburg stammende Maler und
Grafiker Franz Xaver Hoch (1869–1916) im Ersten Weltkrieg.
Damals ehrte der Freiburger Kunstverein den Künstler postum mit
einer großen Ausstellung – heute ist er fast vergessen. Anlässlich
des 100. Todestages erinnert das Augustinermuseum nun an den
bedeutenden Landschaftsmaler: Ab Samstag, 23. April, bis
Sonntag, 8. Januar 2017, ist eine Werkschau in der Galerie im
Dachgeschoss zu sehen. Sie umfasst 15 Gemälde, 17
Druckgraphiken und einige Skizzenbuchblätter, die aus dem
Museumsbestand und von privaten Leihgebern stammen. Die
Sonderschau wird von dem Kuratorenduo Tilmann von
Stockhausen und Felix Reuße betreut.

Nach der Ausbildung bei Emil Lugo, später an der Karlsruher
Akademie bei Gustav Schönleber, findet Hoch das zentrale
Thema seines künstlerischen Werkes: Die Landschaft in all ihren
Facetten. Dabei wählt er meist ungewöhnliche Ausschnitte, um
der Szenerie Spannung zu verleihen. Viele seiner Werke sind in
einer düsteren Grundstimmung gehalten. Sein Malstil ist geprägt
vom Impressionismus und der „Schule von Barbizon“, einer freien
Gruppe französischer Landschaftsmaler. Bei seinen
Druckgraphiken fühlt sich Hoch dagegen dem Jugendstil
verpflichtet. In seinem späteren Werk betont der Künstler oft
Umrisse – eine Technik, die offenbar durch seine grafischen
Arbeiten angeregt wurde.

1898 zieht Franz Xaver Hoch an den Wörthsee bei München und
orientiert sich an der dortigen Kunstszene. Er gehört der
Künstlervereinigung „Die Scholle“ an, die sich aus der Bewegung
„Münchner Secession“ entwickelt hat. Seine Werke zeigen die
Landschaft Oberbayerns am Wörthsee und in Dachau. Auf seinen
Reisen nach Italien, Dalmatien, Griechenland, in die Alpen und ins
Elsass entstehen zahlreiche Entwürfe.

Die Sonderschau im Augustinermuseum zeigt bemerkenswerte
Beispiele seiner Malerei, darunter viele Naturstudien und Skizzen
aus seiner Zeit in München und Italien. Zu sehen sind auch einige
seiner ab 1898 entstandenen Farblithographien, für die Hoch eine
abstrakte Bildsprache formte. Die Arbeiten überzeugen durch
einen klaren Aufbau, subtile Farbwirkung und den kreativen
Einsatz neuer drucktechnischer Verfahren.




Das Augustinermuseum am Augustinerplatz ist dienstags bis
sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro,
ermäßigt 4 Euro. Beratung und Buchung von Führungen
unter Tel. 0761 / 201-2501. Weitere Infos gibt es auf der
Internetseite www.freiburg.de/museen.
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Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 25. April bis 1. Mai
Donnerstag, 28. April, 16.30 Uhr
Kuratorenführung auf Englisch
Kuratorin Didem Yazici führt am Donnerstag, 28. April, um
16.30 Uhr auf Englisch durch die Schau „Peter Zimmermann.
Schule von Freiburg“. Die Führung findet im Museum für Neue
Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet den
Eintritt von 7 Euro.

Freitag, 29. April, 19 Uhr
Moving Image Fridays
Am Freitag, 29. April, findet um 19 Uhr im Schau-Raum des
Museums für Neue Kunst, Marienstraße 10a, die
Veranstaltung „MOVING IMAGE FRIDAYS!“ statt. Die
Teilnahme kostet den Eintritt von 7 Euro.

Samstag, 30. April, 14 bis 16 Uhr
Kombiführung: Kultur und Natur
Eine Kombiführung zum Thema „Kultur und Natur“ bieten das
Archäologische Museum Colombischlössle und das Museum
Natur und Mensch am Samstag, 30. April, von 14 bis 16 Uhr
an. Treffpunkt ist das Colombischlössle, Rotteckring 5. Die
Teilnahme kostet 3 Euro zuzüglich Eintritt.

Sonntag, 1. Mai, 11.30 Uhr
Welte-Konzert im Augustinermuseum
Wer den Welte-Flügel wie von Geisterhand spielen sehen will,
hat am Sonntag, 1. Mai, um 11.30 Uhr im Augustinermuseum
am Augustinerplatz die Gelegenheit: Einspielungen berühmter
Pianisten und Komponisten auf dem Reproduktionsflügel
untermalen die Geschichte der Freiburger Firma Welte &
Söhne. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 6
Euro.

Sonntag, 1. Mai, 14 Uhr
Auf Jagd nach den Kunstpiraten
„Auf zur Bilderjagd!“ heißt es am Sonntag, 1. Mai, um 14 Uhr
im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Denn
Kunstpiraten haben Bilder aus dem Museum gestohlen und im
Meer versenkt. Familien mit Kindern ab 5 Jahren können sich
nun auf die Suche begeben. Die Teilnahme an der
Familienführung kostet 2 Euro, für Erwachsene kommt noch
der Eintritt dazu.

Sonntag, 1. Mai, 11 bis 13 Uhr
Matinee im Colombischlössle
Live-Musik, Themenführung und Aperitif bietet das
Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, bei
seiner Matinee am Sonntag, 1. Mai, von 11 bis 13 Uhr. Die
Gäste erwartet ein stimmungsvoller Vormittag. Das Thema der
Führung lautet „Gürtelschmuck voller Lebenserfahrung – ein
frühmittelalterliches Frauengrab aus Mengen“. Die Teilnahme
kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Sonntag, 1. Mai, 14 bis 16 Uhr
Familiennachmittag zur Wiese
„Komm mit auf die Wiese, Luise!“ lautet das Motto des
Familiennachmittags, der am Sonntag, 1. Mai, von 14 bis 16
Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, stattfindet.
Bei einem Streifzug durch den Erlebnisraum Wiese können
Familien mit Kindern ab 5 Jahren das Zwitschern, Summen
und Rascheln in der Natur entdecken. Anschließend stellen
sie farbenfrohe Mitbringsel her. Die Teilnahme kostet 3 Euro,
für Erwachsene kommt der Eintritt dazu.
 
 

 
Neue Gruppenausstellung "Basically" im Kunsthaus L6
Präsentation "Last Crunch" in der Garage des Künstlers Fays Bougherara

Am Freitag, 22. April, wird um 19 Uhr im L6 die Ausstellung "Basically" eröffnet.
Die Kuratorin und Künstlerin Antoanetta Marinov ist an grundlegenden Fragen der Kunst-
produktion interessiert: Was ist Kunst, und wann ist es Kunst? Was sind die Spielräume,
die Künstlerinnen und Künstler eröffnen? Wodurch wird ein Objekt zum Kunstobjekt?
Wie ist heutzutage die Lage der Kunstschaffenden?
Dazu hat sie Künstlerkollegen und -kolleginnen eingeladen, deren Werke und Strategien
die Komplexität und Vielfältigkeit der Fragestellungen entfalten.

Für die Garage des Kunsthauses L6 hat der Künstler Clemens Baldzun den Freiburger
Künstler Fays Bougherara eingeladen. Er studiert derzeit noch an der Freiburger Außenstelle
der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
Die Ausstellung findet im Zusammenhang des am 14. Mai startenden Festivals
"Open Art 2016" statt (www.open-art.org)
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Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 18. bis 24. April
Mittwoch, 20. April, 12.30 Uhr
Kunstpause: Ethnologie trifft Kunst
Bei einer Kurzführung widmen sich Laura Wanckel und
Stefanie Schien dem Thema „Ethnologie trifft Kunst: Laute und
leise Schnitzereien“. Die Veranstaltung findet am Mittwoch,
20. April, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum am
Augustinerplatz statt. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 6 Euro.

Donnerstag, 21. April, 19 Uhr
Gespräch: Überschreitungen
Museumsdirektorin Christine Litz und Pfarrer Andreas Bordne
von der Evangelischen Erwachsenenbildung sprechen am
Donnerstag, 21. April, über das Thema „Überschreitungen“.
Das Gespräch findet um 19 Uhr im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 7 Euro.

Freitag, 22. April, 7.15 Uhr
Frühkunst zu Macke
Um das Bild „August Macke, Wäsche im Garten in Kandern,
1907“ dreht sich eine Führung für Frühaufsteher am Freitag,
22. April, um 7.15 Uhr im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Samstag, 23. April, 15 Uhr
Kunstdialog zu Bissier
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am
Samstag, 23. April, um 15 Uhr, zum Kunstdialog über Julius
Bissier ein. Mitglieder des Fördervereins freuen sich auf
Gespräche. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7
Euro

Sonntag, 24. April, 14 bis 16 Uhr
Für Familien: Modewelt des Mittelalters
Bei einer interaktiven Führung gehen Familien mit Kindern ab
5 Jahren auf Entdeckungsreise durch die Modewelt des
Mittelalters. Anschließend gestalten sie einen damals topmodischen
Modebeutel. Der Familiennachmittag findet am
Sonntag, 24. April, von 14 bis 16 Uhr im Augustinermuseum
am Augustinerplatz statt. Für Erwachsene kostet die
Teilnahme 3 Euro zuzüglich Eintritt, Kinder zahlen nur 3 Euro.

Sonntag, 24. April, 14 Uhr
Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring
5, lädt am Sonntag, 24. April, um 14 Uhr zu einer
Familienführung ein. Unter dem Motto „Es ist nicht alles Gold,
was glänzt“ gehen Familien mit Kindern ab 5 Jahren auf die
Suche nach glänzendem Gestein. Sie ergründen die
fabelhafte Entdeckung des Metalls und ihre Auswirkung auf
das Leben. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt.

Sonntag, 24. April, 14 Uhr
Tour durch den Erlebnisraum Wiese
Eine Führung durch den Erlebnisraum Wiese findet am
Sonntag, 24. April, um 14 Uhr im Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich
Eintritt.
 
 

 
Ausstellungstipp: "Der Kalte Krieg. Ursachen - Geschichte - Folgen"
Sonderausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung
im Museum Karl-Marx-Haus Trier
vom 12. April bis 1. Mai und 18. Mai bis 15. Juli 2016

Vor dem Hintergrund angespannter Ost-West-Beziehungen und der Debatte über eine Wiederkehr des Kalten Krieges blickt die Ausstellung auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts - vom Kriegsende 1945 bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991. Die Schau arbeitet die weltanschaulichen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Ursachen des Kalten Krieges in globaler Perspektive heraus. Schwerpunkte setzt sie dabei auf den nuklearen Rüstungswettlauf, die heißen Kriege in der Dritten Welt und die Konfliktlösungsstrategien der 1970er und 1980er Jahre.
Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Berliner Kolleg Kalter Krieg präsentiert 165 zeithistorische Fotos, Dokumente und Schaubilder sowie QR-Codes, die zu Filmdokumenten im Internet verlinken, und ist für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit besonders geeignet.

Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung:
Mittwoch, 20.4.2016, 16.00-17.00 Uhr
Freitag, 22.4.2016. 16.30-17.00 Uhr
Samstag, 23.4.2016, 14.00-15.00 Uhr
Freitag, 10.6.2016, 16.30-17.00 Uhr
Samstag, 11.6.2016, 14.00-15.00 Uhr

Die Führungen sind mit gültiger Eintrittskarte kostenlos.
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Ausstellungstipp: „Möglichkeit Mensch. Körper | Sphären | Apparaturen“
Viktoria Modesta, Prototype, Video‐Still, 2014 © Viktoria Modesta
 
Ausstellungstipp: „Möglichkeit Mensch. Körper | Sphären | Apparaturen“
Zeppelin Museum Friedrichshafen am Bodensee
ab 29. April 2016

Die interdisziplinäre Ausstellung "Möglichkeit Mensch" thematisiert die Interaktion des Menschen mit seinen Lebensräumen, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technik, Mensch und Natur, Mensch und Wissenschaft.

Der Mensch schafft und erschließt sich immer wieder neue Räume. Einfach weil er´s kann. Er hat das technische Verständnis, er ist neugierig und auf der Suche. Er will sich selbst verwirklichen. Sein Streben nach Macht, sein Wille zur Optimierung und die Lust am Risiko treiben ihn voran. Dies unterscheidet den Menschen als selbstbestimmt handelndes Wesen vom Tier, er ist schließlich kein Darwinfink.

Das Zeppelin Museum fokussiert im ersten Teil der Ausstellung den scheinbar unendlichen Raum der Höhe. Ende des 19. Jahrhunderts beherrschte der Mensch den schon 1783 erfundenen Ballon so gut, dass er damit immer höher aufsteigen konnte. Die Ballonfahrer stießen jedoch schnell an physischen Grenzen: Sie litten bei ihren immer neuen Rekordfahrten unter der Höhenkrankheit. Was passiert da im menschlichen Körper? Welche Maschinen braucht der Mensch, um die Einwirkungen auf Körper und Geist zu überleben? Der Weg in die Höhe begann bei offenen Ballonkörben, ging über die Luftschiffgondel, bis der Mensch seinen Körper schließlich in immer engere Kugeln und Apparate zwang.

Die Grenze zu lebensfeindlichen Zonen wurde überschritten. Wichtige Voraussetzung dazu war die Entwicklung der Druckkabine, die einen künstlichen Überlebensraum mit dem Ballon bis an den Rand des Weltalls brachte. Die Druckkugel Auguste Piccards, mit der er 1931 erstmals in die Stratosphäre vorstieß, bildet daher das zentrale Exponat der Ausstellung. Die Fähigkeit solche technischen Hilfsmittel zu entwickeln und zu bauen, gibt dem Menschen die Möglichkeit neue Räume zu erobern und seine Grenzen bis in den Weltraum auszuweiten.

Am konkreten Beispiel des Luftraumes wird hier die Interaktion zwischen dem Menschen und seinen Lebensräumen hinterfragt. Im Streben in die Höhe kulminieren unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, Motivationen, Erkenntnisse und Interessen. Die mediale Begleitung von technischen und wissenschaftlichen Rekordjagden diente der eigenen Inszenierung gegenüber Konkurrenten. Mit dem konzentrierten Blick auf ein technikgeschichtliches Thema untersucht die Ausstellung auch das Zusammenspiel von Mensch, technologischem Wandel und Medien.

Der Mensch will nicht nur in die Höhe, der Mensch dringt auch in andere Räume vor. Im heutigen Zeitalter der Informations- und Wissensgesellschaft führt das Bündnis von Mensch, Technik und Medien zur Überschreitung der Grenzen zwischen dem privaten und öffentlichen Raum, die sich vor allem in den individuellen Selbstinszenierungen im digitalen Raum äußert. Wie die Erdatmosphären im 20. Jahrhundert, wird auch der digitale Raum zu einem Experimentierfeld, der die menschliche Neugier und das Abstraktionsvermögen herausfordert.

Im zweiten Teil der Ausstellung richtet sich der Blick zeitgenössischer Künstler auf Bilder und Inhalte, die wir selbst von uns auf Blogging-Plattformen, Videoportalen und sozialen Netzwerken im digitalen Raum preisgeben. Dabei treten die alltägliche Konfrontation mit medialen Bildern und die tägliche Nutzung digitaler Medien und deren Einfluss auf das menschliche Verhalten sowie die Sprache in den künstlerischen Fokus.

Spannend ist die Frage, was dabei mit dem Körper passiert – und noch passieren wird. Wird er mit technischen Mitteln verändert und optimiert, löst er sich im digitalen Raum auf?

In der Ausstellung können die Besucher interaktive Körper- und Wahrnehmungserfahrungen machen. Ob in einer nachgebauten Höhenkapsel oder mit Robotern als Gesprächspartner. Sind wissenschaftliche gentechnologische Errungenschaften moralisch und ethisch vertretbar? Wie kann wissenschaftliche Forschung verantwortungsvoll gegenüber der Gesellschaft eingesetzt werden?

Die Individualität als ein hohes Gut des Menschen wird auf den Prüfstand gestellt. Inwieweit wird der Mensch durch Sozialisierung und Bildung restringiert und inwieweit wird sein Körper ökonomisiert? Die Rolle des menschlichen Glaubens wird anhand eines Jesus-Castings hinterfragt. Eine Beinprothese als Blickfang der Hauptdarstellerin in einem Pop-Video reflektiert die Fähigkeit des Menschen, an sich selbst zu glauben.

An der Ausstellung nehmen folgende Künstler teil:
AES+F Group, Christian Jankowski, Jon Rafman, Eva Kotátková, Ryan Trecartin, Marnix De Nijs, Sašo Sedlaček, Tim Berresheim, Revital Cohen & Tuur Van Balen, Art Orienté Objet, Heather Dewey-Hagborg, Eduardo Kac, Viktoria Modesta, Hiroshi Ishiguro und Mariechen Danz.

Großexponate im Bereich Höhenfahrten mit dem Ballon:
Ballonkorb von Eduard Spelterini, um 1900 (Leihgabe Verkehrshaus der Schweiz, Luzern)
Maybach Mb IVa Höhenmotor wie er ab 1916 in Zeppelin-Luftschiffen verwendet wurde (Sammlung Zeppelin Museum)
Gefütterte Lederkombination eines Fliegers aus dem Ersten Weltkrieg (Sammlung Zeppelin Museum)
Sauerstoffgerät/ Höhenatemanlage Dräger von 1926 (Leihgabe Deutsches Museum München)
Druckkugel des Stratosphärenballonaufstieges von Auguste Piccard und Paul Kipfer im Jahr 1931 (Leihgabe Musée royal de l'Armée & et d'Histoire militaire, Brüssel)
Anzug und Kapsel vom Stratosphärensprung red bull stratos 2012, (Leihgabe: red bull stratos) Achtung diese beiden Objekte sind erst ab Mitte Juni 2016 zu sehen
Russischer Raumanzug: Sokol- K (Leihgabe: space service international)
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