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Lesungen

LESUNG: „Späte Kinder“
Eric Breitinger / Bild: C. Mair-Noack
 
LESUNG: „Späte Kinder“
Vom Aufwachsen mit älteren Eltern - Buchvorstellung
Literatur in der Kooperatur am Münsterplatz

Freiburg. Immer mehr Kinder leben heute mit älteren Eltern, Paare schieben das Kinderkriegen immer weiter hinaus. Was sie häufig nicht bedenken: die späte Geburt prägt das ganze Leben ihrer Sprösslinge. Wie dies geschieht und welche Lebensmuster dann vorherrschend sind, das hat der Journalist Eric Breitinger untersucht. Sein Buch „Späte Kinder – Vom Aufwachsen mit älteren Eltern“ schildert das Erleben von Kindern, die von älteren Eltern als spätes Wunschkind, als „Unfall“ oder Nachzügler geboren wurden. Es geht auch um fehlende Großeltern und um die Einsamkeit von späten Einzelkindern.

Der c-punkt Freiburg lädt in seiner Reihe „Literatur in der Kooperatur“ zusammen mit der Bildungseinrichtung "Ehe- und Familie" in Freiburg ein, zur Vorstellung des im November 2015 erschienen Buches mit Lesung und Autorengespräch, am Mittwoch, 9. März 2016 um 19.30 Uhr in die Kooperatur, Münsterplatz 36 a. Der Eintritt beträgt 3 Euro

Das Zusammenleben mit alten Eltern war auch sein Schicksal, und obwohl der Autor viel aus eigenem Erleben beisteuern kann, hat er zudem Experten befragt, Studien durchforstet, Statistiken verglichen, und er lässt mehr als 25 Betroffene aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Geschichten erzählen. Es geht um Nachzügler, Zweitehenkinder, Spätkommer und »Unfallkinder«. Breitinger sieht durchaus auch die Vorzüge des Spätgeborenseins. Die Eltern sind in der Regel psychisch stabiler, gelassener, finanziell besser abgesichert, aber die Kinder müssen nicht selten als Sinnstifter herhalten, sind stark auf Erwachsene und weniger auf Gleichaltrige bezogen, fallen durch altkluge Bemerkungen und frühreifes Gehabe auf. Zu den schwierigen Begleiterscheinungen gehört auch die gesellschaftliche Stigmatisierung (z. B. wenn die Mutter für die Großmutter gehalten wird), das Aufwachsen als Einzelkind und oft auch ohne Großeltern.

Der Autor der bereits mit seinem Buch »Vertraute Fremdheit« über adoptierte Kinder viel Aufmerksamkeit fand, betrachtet auch die gesellschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, die für die geschilderte Entwicklung verantwortlich sind. Eine moderne Familienpolitik bzw. der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur – beides hat zum Beispiel in Dänemark im Hinblick auf die Geburtenrate positive Effekte gehabt – stecken in Deutschland noch in den Kinderschuhen.
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ESTHER DISCHEREIT: BLUMEN FÜR OTELLO. ÜBER DIE VERBRECHEN VON JENA
Performance, Text, Sound

In ihrem Opernlibretto Blumen für Otello zeigt Esther Dischereit einfühlsam und mit großer poetischer Kraft, was die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) angerichtet, welche Lücken sie bei den Hinterbliebenen aufgerissen haben. Neben der Autorin tritt die DJane Ípek Ípekçioğlu auf.

Esther Dischereit, 1952 in Heppenheim geboren, ist Lyrikerin, Essayistin, Erzählerin und Theater- und Hörstückautorin. Sie erhielt 2009 den Erich-Fried-Preis und ist als Professorin für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien tätig.

Mehr Informationen, auch zur Podiumsdiskussion Strukturelles Versagen im NSU-Komplex – Aktueller Stand der Aufklärung(sverweigerung) (13.03., 11:00 Uhr, Jos Fritz Café) unter www.femwerkstatt.de

Veranstalter: Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e. V. mit freundlicher Unterstützung des Literaturbüros Freiburg


Sa, 12.03. | 20:00 | Peterhofkeller der Universität Freiburg, Niemensstraße 10
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IRENA BREZNÁ: DIE UNDANKBARE FREMDE
Lesung und Gespräch

"Wir ließen unser Land im vertrauten Dunkel zurück und näherten uns der leuchtenden Fremde." So beginnt Irena Bre nás preisgekrönter Roman Die undankbare Fremde, der in kraftvoll- lyrischer Sprache von einer Emigration in die Schweiz im Jahr 1968 handelt. Die Erzählerin verschlägt es in ein von Zäunen verstelltes Paradies voller Ordnungshüter und Kehrmaschinen – zu viel Widerspruch für ein Mädchen wie sie. Eine zweite Stimme erzählt von der Gegenwart einer deutsch-schweizerischen Autorin tschechoslowakischer Herkunft, von ihren Alltagserfahrungen mit Flüchtlingen und Einwanderern, die sie als Dolmetscherin zu Behördengängen begleitet.

"So schonungslos, wütend und erkenntnisreich hat noch nie eine hiesige Migrantin über ihr Dasein in der Fremde geschrieben", schreibt Peer Teuwsen in der Zeit. Neben dem Tabubruch, sich als Migrantin über die Aufnahmegesellschaft kritisch zu äußern, ist Die undankbare Fremde die brillant geschriebene Geschichte einer Identitätsfindung zwischen Ausgrenzung und Entfremdung, Fremdenfeindlichkeit und Anpassungsdruck.

Irena Brezná, geboren 1950 in der Tschechoslowakei, arbeitet als Journalistin, Schriftstellerin, Dolmetscherin und Menschenrechtlerin. Für Die undankbare Fremde, ihren dritten Roman, wurde sie mit dem Eidgenössischen Literaturpreis ausgezeichnet. Sie lebt in Basel.

Veranstalter: Südwind Freiburg e. V. mit freundlicher Unterstützung des Literaturbüros Freiburg


Do 10.03., 20 Uhr | Alter Wiehrebahnhof, Kinosaal | Eintritt: 5/3 Euro
 
 

 
CARL SCHURZ: LEBENSERINNERUNGEN
Lesung und Gespräch
mit Uwe Timm und Daniel Göske

Eine beispiellose Karriere im 19. Jahrhundert – das bewegte Leben des deutsch-amerikanischen Politikers Carl Schurz: Als junger Mann, überzeugter Republikaner und Parteigänger der 48er Revolution entgeht Schurz im Juli 1849 nur knapp der Verhaftung und flieht über die Ostsee nach London. Er imigriert im Herbst 1852 in die USA und geht als Farmer nach Wisconsin. Schurz wird Landagent, Notar, Publizist und bewegt als überzeugender Redner seine deutschen Landsleute, Abraham Lincoln im Jahr 1860 zum Präsidenten zu wählen. Wenig später kämpft er im Bürgerkrieg gegen Sezession und Sklaverei, besucht Bismarck in Berlin und wird zum Senator gewählt. Die umfassend kommentierte Edition seiner Autobiographie unter dem Titel Lebenserinnerungen (Wallstein, 2015) enthält den vollständigen Text, ergänzt um frühe Briefe. In einem einleitenden Essay würdigt Uwe Timm, einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur, Carl Schurz’ Leben und Wirken.

Über die Edition und das Leben von Carl Schurz sprechen Uwe Timm und Daniel Göske, Professor für Amerikanistik an der Universität Kassel und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Begrüßung: Dr. Kristina Hasenpflug, Wüstenrot Stiftung
Einführung: Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, Carl-Schurz-Haus

Veranstalter: Carl-Schurz-Haus und Literaturbüro Freiburg in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Wüstenrot Stiftung, dem Wallstein Verlag und dem Buchladen in der Rainhof Scheune


Do 03.03., 19 Uhr | Rainhof Scheune Kirchzarten, Höllentalstraße 96 | Eintritt: 10/5 Euro
 
 

 
Frank Goosen - Förster, mein Förster
Lesung
Dienstag, 01. März 2016 | 20.00 Uhr
Im Vorderhaus Freiburg

Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Büchern, darunter "Raketenmänner", "Sommerfest" und "Liegen lernen", zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen in überregionalen Publikationen und diversen Anthologien veröffentlicht.
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Das Mädchen mit dem Fingerhut
Lesung von Michael Köhlmeier

Datum: Freitag, 04. März 2016, 20 Uhr
Ort: Buchhandlung Rombach,Bertoldstr. 10, 79098 Freiburg
Preis Euro 10,-- / 8,-- ermäßigt

Michael Köhlmeier erzählt in bewegenden Bildern eine Geschichte von Menschen ohne Herkunft.
Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand "Polizei" sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens - ein Roman, dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.

Michael Johannes Maria Köhlmeier wurde in Hard am Bodensee geboren und wuchs in Vorarlberg auf. Er studierte Germanistik und Politologie in Marburg/Lahn sowie Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt/Main. Ende der 1960er Jahre wurde Köhlmeier freier Mitarbeiter des Österreichischen Rundfunks (ORF) und schrieb bis 1985 für das Ö1-Studio Vorarlberg Hörspiele, Features und Dokumentationen. 1982 publizierte Köhlmeier seinen ersten Roman mit dem Titel "Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf", eine skurrile, fantastische Geschichte um einen Jungen aus der Vorarlberger Provinz, der sich in unglaubliche Abenteuer hineinträumt. 1985 ließ er sich als freier Schriftsteller in Hohenems nieder. Sein vielseitiges und vielfach ausgezeichnetes Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Drehbücher.


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Lesung
Michael Köhlmeier
Das Mädchen mit dem Fingerhut
Datum: Freitag, 04. März 2016, 20 Uhr
Ort: Buchhandlung Rombach,Bertoldstr. 10, 79098 Freiburg
Preis Euro 10,-- / 8,-- ermäßigt

Michael Köhlmeier erzählt in bewegenden Bildern eine Geschichte von Menschen ohne Herkunft.
Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand "Polizei" sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens - ein Roman, dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.

Michael Johannes Maria Köhlmeier wurde in Hard am Bodensee geboren und wuchs in Vorarlberg auf. Er studierte Germanistik und Politologie in Marburg/Lahn sowie Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt/Main. Ende der 1960er Jahre wurde Köhlmeier freier Mitarbeiter des Österreichischen Rundfunks (ORF) und schrieb bis 1985 für das Ö1-Studio Vorarlberg Hörspiele, Features und Dokumentationen. 1982 publizierte Köhlmeier seinen ersten Roman mit dem Titel "Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf", eine skurrile, fantastische Geschichte um einen Jungen aus der Vorarlberger Provinz, der sich in unglaubliche Abenteuer hineinträumt. 1985 ließ er sich als freier Schriftsteller in Hohenems nieder. Sein vielseitiges und vielfach ausgezeichnetes Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Drehbücher.
 
 

 
SHIDA BAYZAR: NACHTS IST ES LEISE IN TEHERAN
zwischen/miete

Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend junge Autor/innen zur „Zwischenmiete“ in Freiburger Wohngemeinschaften. Zu Gast ist diesmal die Autorin Shida Bazyar mit ihrem Romandebüt Nachts ist es leise in Teheran (Kiepenheuer & Witsch).

Vier Familienmitglieder, vier Jahrzehnte, vier Stimmen: Shida Bazyars Roman über eine iranische Familie setzt Anfang 1979 in Teheran ein und reicht bis in die deutsche Gegenwart. Behsad, ein junger kommunistischer Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs für eine neue Ordnung. Zehn Jahre später in der deutschen Provinz: Behsad und Nahid sind nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern geflohen. Vor dem Radio sitzend hoffen sie auf Neuigkeiten von unter- getauchten Freunden. 1999 reist Laleh gemeinsam mit ihrer Mutter nach Teheran. Zwischen „Kafishaps", Schönheitsritualen und geflüsterten Geheimnissen lernt sie ein Land kennen, das sich nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. Ihr Bruder Mo schaut ein Jahrzehnt später belustigt auf die Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution in Teheran aus und stellt seine Welt auf den Kopf.

Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Sie arbeitet als Bildungsreferentin. 2012 war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses. Nachts ist es leise in Teheran ist ihr erster Roman.

Veranstalter: Literaturbüro Freiburg, Studierendenwerk Freiburg


Fr 12.02., 20 Uhr | WG in der Günterstalstr. 22 | Eintritt: 5 Euro (inkl. Bier und Brötchen)
 
 

 
Bauflächen sind keine nachwachsenden Rohstoffe!
Autorenlesung: Niels Boeing


3HäuserProjekt und jos fritz Buchhandlung laden zu Lesung und Gespräch mit Niels Boeing, Journalist und Buchautor (Hamburg) am 16.02.2016 um 20 Uhr in der jos fritz Buchhandlung, Wilhelmstr. 15 in Freiburg.

"VON WEGEN - Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft" ist der Titel von Boeings neuestem Buch. Nach dem Erfolg von "Gentrifidingsbums" hat er ein weiteres Standardwerk zur Debatte um den urbanen Kapitalismus mit Mietenwahnsinn, prekären Dienstleistungen und Gated Communities geliefert. Denn ja: Es gibt Alternativen dazu!

Die Stadt der Zukunft verspricht uns Freiheit und Selbstverwirklichung - auch jenseits gesellschaftlicher Normen. Zugleich verspricht sie materiellen Wohlstand und Effizienz in der Bewältigung alltäglichen Lebens. Sie ist „verdichtete Unterschiedlichkeit“ (Lefebvre), die jedem zu seinem Glück verhelfen kann. Der Neoliberalismus jedoch macht Städte zunehmend zu Objekten und baut sie zu einheitlichen Markenprodukten um, die Investoren und Kunden anlocken sollen. Die neoliberale Stadt wertet Stadtteile auf und vertreibt ärmere Menschen.

Niels Boeing fordert deshalb eine urbane Revolution, welche Unterschiedlichkeit fördert, neue Formen demokratischen Handelns ermöglicht und eine Stadt entstehen lässt, die wirtschaftlich, ökologisch und sozial gleichermaßen nachhaltig ist - kurz: "Eine Stadt, die allen gehört".

In der Veranstaltungsreihe "Bauflächen sind keine nachwachsenden Rohstoffe!" lädt das 3HäuserProjekt Gutleutmatten erneut zum Gedankenaustausch, dieses Mal gemeinsam mit der jos fritz Buchhandlung. Moderation: Nils Adolph, 3HäuserProjekt.

Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

www.3haeuserprojekt.org - www.syndikat.org - www.josfritz.de

Kontakt: info@3haeuserprojekt.org
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